Montag, 7. März 2016

Wiener Biskuit - Lilis Frangelico-Torte mit Erdbeeren

Ich habe vor kurzem ein neues Likörchen entdeckt, das wie flüssiges Nutella schmeckt!!! Oh herrlich, sowas Feines! Allein der Name ist schon ein Gedicht: Frangelico. Damit standen zwei Dinge fest - zum einen: ich muss mir ein paar Flaschen kaufen - und zum anderen: damit muss sich doch was backen lassen. Gesagt getan und probiert, auch Torte mit Frangelico ist sehr fein. Meine Kreation ist mit Wiener Nussbiskuit, Erdbeeren und weißer Schokolade. So gehts

Für den Tortenboden:
6 Eier
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
75 g gemahlene Haselnüsse
30 g Speisestärke
75 g Butter


Zum Tränken:
6 EL Frangelico


Zum Füllen:
250 g Erdbeeren
75 g weiße Kuvertüre
50 g weiche Butter
1 TL Vanillezucker
1 EL Puderzucker
1 Eigelb
2 EL Frangelico


Zum Überziehen:
400 g weiße Kuvertüre
200 g Sahne
1 EL Frangelico
einige schöne Erdbeeren
100 g gehackte Haselnüsse

Zur Zubereitung:
Eine Springform mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Butter zerlassen Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Die Haselnüsse zugeben sowie das Mehl und die Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze backen.

Nach dem Backen den Tortenboden auf ein Tortengitter stürzen und auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen den Tortenboden in der Mitte auseinander schneiden und beide Tortenhälften mit je 3 EL Frangelico gleichmäßig Tränken.

Den Tortenboden mit einem Tortenring umschließen. Die Erdbeeren putzen vierteln und auf dem Tortenboden verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Butter mit dem Vanillezucker und dem Puderzucker schaumig rühren, das Eigelb und die lauwarme geschmolzene Kuvertüre und den Frangelico zugeben und unterrühren. Die Creme auf den Erdbeeren verstreichen. Den zweiten Tortenboden aufsetzen und einige Stunden - am besten über Nacht - in den Kühlschrank zum durchziehen stellen.

Währenddessen wird schon mal die Canache für den Überzug vorbereitet: Die weiße Kuvertüre hacken und die Sahne erhitzen. Die Kuvertüre unter rühren in der Sahne schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen und den Frangelico unterrühren. Jetzt wird die Schokosahne homogenisert, was wichtig ist, damit sie ihre Stabilität erhält. Das heißt, die Schokosahne wird mit dem Stabmixer oder dem Handrührgerät mindestens 1 Minute auf höchster Stufe aufgeschlagen. Zugedeckt einige Stunden - am besten über Nacht - ruhen lassen.

Die Canache wie Sahne aufschlagen, bis sie schön streichfähig ist. Den Tortenring lösen und die Torte rundherum mit weißer Canache einstreichen. Mit einigen Erdbeeren und mit gehackten Haselnüssen dekorieren. Fertig ist das Prachtwerk (und keine Sorge, der Frangelico ist nicht so präsent, dass die Torte nach Alkohol schmecken würde).

Samstag, 5. März 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - Maschenprobe und Grundmuster (einschließlich Umschlag)

Ihr kennt es nun schon: bevor das eigentliche Projekt startet, wird eine Maschenprobe gestrickt; wirklich immer. Bei unserem Pulli nach einer Vintageanleitung umso mehr, da es die dort verwendete und empfohlene Wolle nicht mehr zu kaufen gibt.

Ich habe mich bei der Wahl der Wolle an den Angaben aus der Anleitung zur Maschenprobe orientiert und dabei eine Wolle gefunden, die dem zumindest annähernd ähnlich ist. Es ist die Wolle Mille Filli von Wolle Rödel. Insbesamt brauchen wir 200 g Wolle.

Gestrickt wird die Maschenprobe immer im angegebenen Grundmuster - also dieses wunderschöne Lochmuster unseres Pullis, das aber wirklich leicht zu stricken ist. Auch dazu gibt es wieder ein kleines Video:

So geht es Schritt für Schritt:
Reihe 1: Randmasche, 4 Maschen links stricken, einen Umschlag (d.h. ihr legt den Arbeitsfaden vorne über die rechte Nadel) zwei Maschen wie zum links stricken abheben (der Arbeitsfaden wird dabei wieder hinter der Arbeit weitergeführt) eine Masche links abstricken und die beiden abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche ziehen, so dass aus ursprünglich drei Maschen eine wird. jetzt folgt wieder ein Umschlag, dann strickt ihr fünf Maschen ganz normal links ab. Weiter geht es in der Reihe mit Umschlag, 2x links abheben, 1x links abstricken, die abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche heben, 1 Umschlag, 5 Maschwen links abstricken usw. usf. bis ihr am Ende der reihe angekommen seid.
Reihe 2: alle Maschen (auch die Umschläge) rechts stricken
Reihe 3: alle Maschen links stricken
Reihe 4: alle Maschen rechts stricken
Reihe 5: wie Reihe 1
Reihe 6: wie Reihe 2
Reihe 7: wie Reihe 3
Reihe 8: wie Reihe 4
usw. usf.

Mit Mille Filli ergibt sich bei mir eine Maschenprobe von 19 Maschen auf 29 Reihen. Mit diesem Wissen rechnen wir beim nächsten Mal etwas, damit unser Pulli auch wirklich sitzt. (^.^)

Freitag, 4. März 2016

Bayrische Kuchl - Knödel: Münchner Reisknödel

Da heißen die Dinger "Münchner Reisknödel" und ich habe noch nie was davon gehört oder gelesen. Klar kenne ich die italienischen und österreichischen Reisknödel, die sind allerdings gebacken. Laut Rezept aus Erna Horns Sammlung werden die Münchner Reisknödel aber gekocht.  Auch eine Webrecherche dazu brachte mich nicht wirklich weiter. Erfreulicherweise haben sich bei diesem Rezept aber glatt mal Mengenangaben in das Rezept geschlichen, zumindest teilweise, so dass ich damit und mit ein bisschen Erfahrung und ausprobieren doch halbwegs ansehnliche Reisknödel zustande gebracht habe. Schmeckt aber nicht. Also, schmeckt jetzt nicht irgendwie eklig, man kanns schon essen, allerdings ist der Reis, der gekocht zu einem Knödelteig verarbeitet wird, um dann nochmal gekocht zu werden halt genau das: verkochter Reis. Kurzum: das Rezept braucht man nicht wirklich, ich erspare es euch.

Donnerstag, 3. März 2016

Häkelmuster - Der Vorderstich

Ein weiteres Muster aus festen Maschen ist der Vorderstich. Hierfür sticht man nur in das vordere Maschenglied der Vorreihe ein:

Dienstag, 1. März 2016

Die Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2016

Punk meets Glam
Diesen Sommer wird gerockt - aber mit Grandezza! Es ist mehr als der Stilbruch zwischen hart und zart, es ist eher die Kreuzung aus Sid Vicious und Prinzessin, die in diesem Sommer den besonderen Dreh macht.

Omas Kostüm gibts auch in jung
Kostüme bleiben usn aus der Wintersaison erhalten, werden aber nochmal eine Spur jünger ohne ihre Klasse zu verlieren.

Angezogene Transparenz
Es darf natürlich auch wieder durchsichtig werden, allerdings in angezogen, was einen fast schon elfengleichen Look ergibt.

Auf Streifzug
Diese Saison gibt es wieder Streifen soweit das Auge reicht. Gerne mit maritimem Hauch, aber auch Nadelsteifen gehen wieder.

Clash of Cultures
Endlich darf es wieder Ethno werden, gerne auch mit einem Hauch Safariurlaub.

Lingerie
Es erinnert ein bisschen an die Mischung aus griechischer Göttin und den zarten Unterkleidern vergangener Jahrzehnte. Die Materialien sind zart und leicht, aus Seide, leicht transparent und mit Spitze besetzt, genau das richtige für heiße Sommertage.

Romantic Summer
Es wird romantisch: Blumen, Spitze, Rüschen und weit schwingende Rücke - fast wie Prinzessinnenkleider.

Der neue Overall
Overalls können seltsam sein, ja... Diese Saison lässt aber hoffen, sie wirken locker und cool, aber trotzdem weiblich.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider...
Last but not least - die Farbe der Saison ist grün!

Samstag, 27. Februar 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Lamm-, Hammel- und Schaffleisch

Zugegebenermaßen finden sich Lamm-, Hammel- und Schaffleisch traditionell eher weniger auf den bundesdeutschen Speisezetteln. Dennoch möchte ich dieser Fleischsorte einen eigenen Beitrag im Rahmen meiner Warenkunde widmen, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall dieses Fleisch mal zu probieren.

Zunächst zur Einteilung:
Lammfleisch stammt von Tieren die maximal 12 Monate alt sind. Dabei unterscheidet man weiter zwischen Milchlamm und Mastlamm. Milchlämmer sind mindestens 8 Wochen, maximal aber 6 Monate alt. Das Fleisch ist besonders zart und feinfaserig, kaum mit Fett durchzogen und zart lachsfarben. Mastlämmer sind mindestens 6 Monate, höchstens aber 12 Monate alt, ihr Fleisch ist fester, aber immer noch feinfaserig. Es ist leicht mit Fett durchzogen und hat eine kräftige ziegelrote Farbe. Geschmacklich kann ein Mastlamm schon etwas schafeln, das umso stärker wenn das Tier nicht kastriert wurde und je älter das Tier war.
Hammelfleisch kann sowohl vom kastrierten männlichen Schaf als auch von einem weiblichen Schaf stammen, das noch nicht gelammt hat. Das Tier ist dabei nicht älter als zwei Jahre. Hammelfleisch schmeckt intensiv nach Schaf, hat ein kräftiges rot und ist deutlich mit Fett marmoriert.
Schaffleisch stammt von über zwei Jahre alten männlichen oder weiblichen Schafen die kastriert sind. Das Fleisch ist mit Fett durchwachsen ziemlich grobfaserig und kräftig rot. Der Schafgeschmack ist noch etwas intensiver als bei Hammelfleisch. Nicht kastrierte Böcke sind quasi ungenießbar so dermaßen schafeln sie.
Grundsätzlich gilt die Fausregel: je dunkler das Fleisch, je mehr Fett und je gelber das Fett ist, desto älter ist das Tier, desto faseriger ist das Fleisch und desto strenger ist auch der Geschmack.

Ich persönlich mag schafelndes Fleisch nicht und mir wird der Schafgeschmack bereits bei älteren Mastlämmern zu viel, so dass ich hier wohl einen sehr "deutschen" Gaumen habe; nicht umsonst findet man bei uns überwiegend Lammfleisch zu kaufen. Achtet beim Kauf aber unbedingt auf Schafe aus Wanderschäferei oder zumindest Weidehaltung und verzichtet bitte auf das Tiefkühlzeug, das gerne aus Neuseeland (sic!) importiert wird. Auch heimische Schafe kann man essen...

Kommen wir nun zur Verarbeitungs- und Zubereitungsfrage, oder: Welches Stück wofür?

  • Hals und Kamm: da beide Teile sehr knochig und sehnig sind, eignen sie sich vor allem für Eintöpfe und Ragouts
  • Bug (auch Schulter oder Schaufel genannt): für Braten, die äußere Fettlage muss vor dem braten jedoch entfernt werden
  • Kotelett und Lendenkotelett (auch ganz banal "Rücken" genannt): am Stück als Braten, als Karree, welches aus dem Lendenkotelett geschnitten wird, aber auch als Steak oder als Chops (Rippensteaks) und nun ja, wie der Name schon sagt, als Kotelett.
  • Filet: als Filet (^.^)
  • Brust und Dünnung: für Eintöpfe und Ragouts, die Dünnung aber auch zum Schmoren
  • Keule (auch Schlegel genannt): sowohl im ganzen als auch ausgelöst als Braten, man kann aber auch Nüsschen, Steaks und Schnitzel aus der Keule schneiden.

Freitag, 26. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Kalbsvögerl

Kalbsvögerl ist Muskelfleisch aus der Kalbshaxe, das auf bayrisch zubereitet erst gebeizt und dann gedünstet wird. So gehts:

500 g Kalbsvögerl
100 g geräucherter Speck
1 Gemüsezwiebel
250 ml Essig
750 ml Wasser
20 g Butterschmalz
150 ml Weißwein
150 ml Wasser
2 Zitronenscheiben

Die Kalbsvögerl waschen, trockentupfen und mit dem Speck umwickeln. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Beides in einen Topf oder eine verschließbare Schüssel geben, mit Essig und Wasser übergießen und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage beizen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Kalbsvögerl von allen Seiten darin anbraten, mit Wasser und Wein ablöschen, die Zitronenscheiben zugeben und in etwa 20 Minuten zartweich garen.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XV



Seit gestern ist die 15. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zum Neoswing mit einem Interview mit der zauberhaften Alice Francis. Außerdem ein Plädoyer für das Geschriebene Wort, Mode in Schwarz und Weiß sowie ein Tutorial für den perfekten Lidstrich.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Sonntag, 21. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Stiftelfalten

Damit unser Petticoat ein schönes Volumen bekommt, nähen wir jetzt Stiftelfalten ein. Was früher enorm mühsam mit der Hand passieren musste, geht heute Dank Stiftelband, das nur noch aufgesteppt wird, ganz enorm schnell und im vergleich dazu auch wirklich leicht. Wir nähen uns jetzt von unten nach oben, das heißt, wir greifen zu unserer 4 Meter breiten Stufe und steppen an der oberen Kante auf der linken Seite des Stoffes Stiftelband fest und zwar an den Außenkanten als auch zwischen den Zugfäden. Damit die Zugfäden nicht gleich schon beim Nähen verrutschen werden sie am Bandanfang mit Knoten gesichert.

Nach dem Feststeppen kommt durch die bereits geknoteten Zugfäden eine Sicherheitsnadel damit sie uns beim folgenden ziehen nicht entgegenkommen. Breitet nun eure zweite Stufe zur Orientierung aus und nun zieht an den Zugfäden bis die dritte Stufe so zusammengerafft ist, dass sie die Länge der zweiten Stufe hat. Ja, das ist anstrengend, das ist zeitraubend und das ist nervig. Es ist allerdings nichts im vergleich zum Stifteln per Hand, ehrlich.Nun verteilt ihr die Falten noch gleichmäßig und heftet dann die beiden Stufen mit Stecknadeln aneinander, wobei die gestiftelte Kante der dritten Stufe an die Spitze der zweiten Stufe genäht wird. Näht die beiden Stufen nun noch mit dem genähten Zickzackstich aneinander.

Gleiches wiederholen wir nun nochmal. Wir steppen an die obere Kante der zweiten Stufe Stiftelband fest um es genauso wie oben beschrieben an die erste Stufe zu steppen.

Damit lassen wir es für heute gut sein. Beim nächsten mal wird unser Petticoat fertig. (^.^)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wir wollen eine neue Couch!

Ok, zugegeben: ich will eine neue Couch, mein Mann meint, dass es die alte Couch eigentlich noch tut, aber wenn ich unbedingt will... (^.^) Naja, meine weiblichen Leser wissen vermutlich was ich meine. (^.^)

Ich weiß schon ziemlich genau was ich will, aber genau das ist auch das Problem: meine Vorstellungen sind so genau, dass es schier unmöglich ist, die ideale Couch überhaupt zu finden. Auf Zugeständnisse oder gar eine Verlegenheitslösung habe ich aber keine Lust, im Vergleich dazu tut es unsere jetzige Couch nämlich wirklich noch.

Ich hätte gerne etwas, das mehr im Vintagelook ist, ein Original kommt jedoch nicht in Frage, da ich da vermutlich nicht entspannt drauf sitzen könnte, aus lauter Sorge, das gute Stück zu ruinieren. Außerdem soll die Couch funktional sein: wir haben gerne und durchaus des öfteren Übernachtungsgäste: eine Schlaffunktion ist daher Pflicht. Unsere aktuelle Couch hat die zwar, bequem ist aber trotzdem anders, es darf also ruhig komfortabler werden. Dann hätte ich auch gerne wieder waschbare Bezüge. Ehrlich: sowas ist Gold wert. Und: eine u-förmige Couch soll es nicht mehr werden. Ich liebäugle mit einer Couch-Sessel-Kombination.

Eine Idee habe ich auch schon: es wird wahrscheinlich auf eine halb selbst gemachte Lösung hinauslaufen. Zu hundert Prozent sicher bin ich aber noch nicht. Nichts desto trotz wird es einmal mehr ein kleines Projekt, über das ich hier berichten werde. Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 15. Februar 2016

Wiener Biskuit - Drei Mal Sachertorte

Die Sachertorte ist ein wahrer Klassiker aus Wiener Biskuit. Ich habe die Gelegenheit nun mal genutzt und die berühmte Sacher nicht nur mit Zartbitter-Kuvertüre, sondern auch mit Vollmilch- und weißer Kuvertüre gebacken und beides schmeckt wunderbar. (^.^)

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
7 Eier
30 g Zucker
150 g Butter
150 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
150 Kuvertüre
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver

350 g Aprikosenkonfitüre

200 g Zucker
125 ml Wasser
150 g Kuvertüre

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen. Die Kuvertüre auf dem Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen und die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillezucker schaumig rühren und die Eigelbe unterziehen. Die geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver auf den Teig sieben und unterheben. Zuletzt das Eiweiß zugeben und ebenfalls unterheben. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und in etwa 5 Minuten backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Kuchen einmal durchschneiden und mit Aprikosenkonfitüre füllen. Die restliche Konfitüre erhitzen und den wieder zusammengesetzten Kuchen damit rundherum mit einem Pinsel dünn einstreichen. Das ganze nennt sich Aprikotieren, man macht das, um Brösel zu binden, damit der Guss möglichst perfekt aussieht. Die Torte nun mindestens zwei Stunden trocknen lassen.

Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Zucker und Wasser aufkochen und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die geschmolzene Kuvertüre mit dem Schneebesen unter das Zuckerwasser rühren und wenige Minuten abkühlen lassen. Den Guss auf die Torte gießen und verstreichen. Fertig ist die weltberühmte Sacher, die übrigens am am nächsten Tag besser schmeckt, als frisch gebacken. (^.^)

Samstag, 13. Februar 2016

Häkelmuster - Der Rosenstich

Das heutige Häkelmuster kennt ihr bereits, allerdings noch nicht unter seinem offiziellen Namen und ich will es vor allem auch der Vollständigkeit halber noch nennen: Es ist der Rosenstich, der sich ergibt, wenn ihr ganz klassische feste Maschen häkelt und dabei ebenfalls ganz klassisch immer in beide Maschen der Vorreihe einstecht:

Freitag, 12. Februar 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Altbayrisches Blaukraut

Blaukraut ist kein Rotkohl, die Zubreitungsart und damit der Geschmack ist eine völlig andere. Wie das altbayrische Blaukraut gelingt, beschreibt Erna Horn eher dürftig, daher greife ich hier einmal mehr zum Familienrezept:

1 Kopf Blaukraut
50 g Butterschmalz
1 Zwiebel
2 Äpfel (Boskop)
1 EL Zucker
2 EL Essig
4 EL Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
4 EL Preiselbeeren
250 ml möglichst heißes Wasser

Die äußeren Blätter des Krautkopfes entfernen, vierteln oder achteln und - nis auf den weißen Strunk - in feine Streifen hobeln.
Die Zwiebel und die Äpfel schälen und fein würfeln. In einem weiten Topf  das Fett erhitzen und Zwiebel- und Apfelwürfel darin andünsten. Das Blaukraut zugeben und unter rühren ebenfalls andünsten. Essig, Rotwein, Gewürze, Preiselbeeren und Wasser zugeben und das Blaukraut in etwa einer Stunde bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser nachgießen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - der Anfang (einschließlich linke Maschen)

Bevor es mit unserem neuen Projekt wirklich losgehen kann, müssen wir erst noch eine neue Masche lernen: die linke Masche. Auch hierzu habe ich euch ein kurzes Video gedreht:

Für die linke Masche legt ihr also den Arbeitsfaden vor die Nadel, so dass er über der abzustrickenden Masche liegt. Stecht nun mit der rechten Nadel von oben durch Arbeitsfaden und Masche und holt den Arbeitsfaden von unten durch die Masche. Fertig - so leicht ist das. (^.^)

Strickt man nun abwechselnd eine Reihe rechte eine Reihe linke Maschen, so erhält man das, für vor allem Feinstrick klassische Muster des "glatt Rechts".

Dienstag, 9. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat wird genäht

Jetzt geht es mit unserem Petticoat aber endlich ab an die Nähmaschine. (^.^) Zunächst werden alle Schnittteile versäubert. Dann wird eine Naht der obersten Stufe zusammengesteppt und die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Schließlich nähen wir an die Unterkante der ersten und zweiten Stufe mit dem genähten Zickzack-Stich das Spitzenband mit etwa 0,5 cm Übersatz fest. Mit dem Spitzenbesatz der unteren Stufe warten wir noch, da es immer sein kann, dass wir noch etwas an der Länge anpassen müssen und sei es nur, dass der Saum nicht gerade ist. Daher wird bei Röcken die untere Kante immer zum Schluss genäht.
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man mit Stiftelfalten Volumen zaubert und die einzelnen Stufen ineinander passt. Seid also gespannt. (^.^)

Sonntag, 7. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen

So meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Strickprojekt. Dieses mal wagen wir uns auch direkt schon an ein Kleidungsstück, einen wunderschönen leichten, ärmellosen Sommerpullover, der in der Schachenmayrin aus dem Juli 1958 erschienen ist. Das Modell ist wirklich leicht zu bearbeiten, ist zeitlos schön und wird im kommenden Sommer sicherlich eines meiner Lieblingsstücke werden:
Bald gehts los mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung, seid also gespannt. (^.^)

Montag, 1. Februar 2016

Häkelmuster

Nun meine Lieben, das Handwerkszeug zum Häkeln habe ich euch gezeigt, im Grunde könnt ihr nun alles um alles mögliche zu häkeln. ich hatte euch zu Beginn meines Häkelkurses ja schon versprochen, dass Häkeln wirklich nicht schwer ist. (^.^) Eines möchte ich euch aber jetzt doch noch zeigen, die gängigsten Häkelmuster nämlich.

Bei Häkelanleitungen ist es zwar normalerweise so, dass das jeweilige Muster in der Anleitung nochmal genau dargestellt wird, eventuell findet ihr aber Lust daran, eigene Kreationen zu häkeln. In dem Falle ist es auf jeden Fall praktisch, auf eine Zusammenstellung von Mustern zurückgreifen zu können, ohne vorher lange selbst zu testen, was gefällt.

Daher gibt es die nächste Zeit immer mal wieder zwischendurch ein neues Häkelmuster, mal einfach, mal anspruchsvoll, auf jeden Fall ist sicher für jeden was dabei. (^.^)

Samstag, 23. Januar 2016

Wiener Biskuit - Vanilletorte

Heute möchte ich euch eine Torte vorstellen, die es bei uns zum Bestandteil der Hochzeitstorte geschafft hat. Eine wirklich leckere Torte also. (^.^)

6 Eier
150 g Zucker
10 g Vanillezucker
150 g Mehl
30 g Speisestärke
75 g Butter

Für die Füllung:
2 Blatt Gelatine
500 ml Milch
1 Vanilleschote
4 Eigelb
100 g Zucker
30 g Speisestärke
200 g Sahne

Für den Guss:
200 g Zartbitterkuvertüre
200 g Sahne
je nach Geschmack Tortendeko
(ich nehme hier Vanilletrüffel)

Zur Zubereitung:
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier ausschlagen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Ein Drittel des Teiges (zwei Schöpfkellen) in die Form füllen und in etwa 15 Minuten goldbraun backen, auf ein Kuchengitter zum auskühlen stürzen (Backpapier drunter damit nichts festklebt) und zwei weitere Böden entsprechend backen.

Die Gelatine einweichen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zusammen mit der Milch aufkochen. Die Milch von der Herdplatte nehmen und 5 - 10 Minuten durchziehen lassen. Die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke in einem Topf glatt rühren, auf eine Herdplatte setzen und die Vanillemilch nach und nach zugießen und unterrühren. Die Maße unter Rühren aufkochen bis sie einmal aufpufft, von der Herdplatte nehmen und glatt rühren. Nun noch die Gelatine ausdrücken und unter die Vanillecreme ziehen. Den Topf in kaltes Wasser setzen (am besten lasst ihr kaltes Wasser in eure Spüle) und die Creme kalt schlagen, also weiterhin kräftig durchrühren, damit sie herunterkühlt.
Die Sahne steif schlagen und unter die Creme ziehen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umspannen. Die Hälfte der Creme aufstreichen, den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme, bis auf einen Esslöffel, darauf verstreichen. Den letzen Boden aufsetzen und den Esslöffel zurückbehaltene Crene darauf verstreichen um Brösel zu binden. Jetzt kommt die Torte erstmal für mindestens 60 Minten in den Kühlschrank, damit sie schön fest wird.

Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen, über die Kuvertüre gießen und die Mischung zunächst etwa 5 Minuten ruhen lassen, dann mit dem Rührstab die Masse homogenisieren, also solange rühren, bis eine glatte Mischung entstanden ist.

Den Tortenring von der Torte lösen und die Torte mit der lauwarmen Zartbitter-Canache einstreichen, nach Gusto dekorieren und die Torte über Nacht kühl stellen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Bier- und Oktoberfestmuseum

Selbstverständlich gibt es in München ein Bier- und Oktoberfestmuseum. Wie sollte es auch anders sein? (^.^) Das Bier- und Oktoberfestmuseum in München befindet sich in zentraler Lage in der Altstadt (Sterneckerstraße 2, Nähe Isartor)  und ist in einem Bürgerhaus aus dem frühen 14. Jahrhundert untergebracht, schon allein das und die innenliegende so genannte Himmelstreppe über vier Stockwerke ist sehenswert.

Das Biermuseum bietet einen Überblick über die Geschichte von Bier und Braukunst im Allgemeinen, fokussiert sich im Speziellen aber auf das beste Bier der Welt: das Münchner Bier und die Geschichte der Münchner Brauereien. Neben der Ausstellung und dem üblichen Führungsprogramm kann man dazu auch den Praxistransfer buchen: eine Bierverkostung mit einem Biersommelier, die sensationell gut gemacht ist.

Das obere Stockwerk widmet sich der Geschichte der Wiesn, (aka Oktoberfest), das zwischenzeitlich gedanklich so fest mit dem Münchner Bier verknüpft ist, dass diese Ausstellung einen runden Abschluss bildet.

Wer möchte (eigentlich sollte man), beendet seinen Museumsbesuch im Museumsstüberl im Erdgeschoss und findet dort eine urige typisch bayrische Wirtschaft, ganz ohne Touristentumult, so wie in den großen traditionellen Häusern.

Rundherum eine absolute Empfehlung von mir. (^.^)

Montag, 11. Januar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Die Anprobe

Nachdem wir nun zugeschnitten haben folgt ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschnitt beim Nähen von Kleidung: die Anprobe. Trotz allem Maß nehmens und aller Maßkonfektion ist nun mal jeder Körper anders. Wenn man sich schon die Mühe macht und ein Kleidungsstück selbst näht, soll es auch perfekt sitzen. Daher führt wirklich kein Weg vorbei an der Anprobe. Heftet dafür eure Schnitteile entweder mit Stecknadeln oder mit Heftfaden an den wesentlichen Nahtstellen aneinander und probiert sie an. Kontrolliert den Sitz und ändert ggf. den Schnitt so, dass es perfekt sitzt: durch versetzen der Nähte, durch das hinzufügen von Abnähern oder durch Korrektur des Zuschnitts.

Bei unserem Petticoat reicht es, wenn die Zuschnitte aus dem Papierschnittübertrag an den Seiten aneinander geheftet werden. Sitzt der Zuschnitt in der Taille? Wenn ja: alles gut. Wenn nein: versetzt die Naht und markiert entsprechend mit Schneiderkreide.

Samstag, 9. Januar 2016

Omas wirklich altes Tischkreuz und die Suche nach einem Facelift

Heute möchte ich euch etwas ganz besonderes zeigen. Ich habe ja schon erzählt, dass einiges vom Hausstand meiner verstorbenen Großmutter kürzlich den Weg zu mir gefunden hat. Etwas ganz besonderes dabei, zumindest ideell, ist ein wunderbares altes Tischkreuz. Alt heißt in diesem Falle aber leider auch, definitiv restaurierungsbedürftig. Und das ist nun nichts mehr, das ich mir selbst zutraue, ich brauche dafür definitiv einen guten Restaurator. Nur leider kenne ich keinen. Ich hoffe daher auf euch, vielleicht hat ja einer von meinen treuen Lesern einen heißen Tipp für mich. Hier ist das Prachtstück schon mal zur Ansicht:
Das Kreuz selbst ist aus Holz, das INRI, der Christus und die Madonna sind aus Porzellan und die Bordüre außenrum, die gerade in großen Teilen ersetzt werden müsste stellt mich vor Rätsel... es ist kein Holz, das Material ist auf jeden Fall flexibel und sehr wahrscheinlich durch Wärme verformbar. Der heiße Tipp einer Holzschnitzerin, die ich dazu schon befragt habe, war vergoldeter Scherenschnitt aus Karton.

Kennt jemand von euch einen guten Restaurator, der solche Tischkreuze restaurieren kann? Ich bin um jeden heißen Tipp dankbar und täte auch eine längere Fahrt auf mich nehmen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Valentin-Karlstadt-Musäum

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblingsmuseen in München vorstellen, das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor. Ich mag den Humor von Karl Valentin und Liesl Karlstadt, denen dieses Museum gewidmet ist. Zugebenrmaßen sind beide über die bayerischen Grenzen hinaus nicht gerade bekannt, umso mehr empfehle ich aber einen Besuch im Museum, will man wirklich an Münchens Herz vordringen. Für alle die mal reinschnuppern wollen, was die beiden so zu bieten haben, einer meiner Lieblingsfilme "Der Theaterbesuch" aus dem Jahr 1934:

Den Theaterbesuch kann man, neben etlichen anderen Filmen von Karl Valentin und Liesl Karlstadt übrigens auch im Kinosaal des Museums sehen. Selbstverständlich gibt es ansonsten noch viele biografische Informationen, Requisiten und einiges an verstecktem Witz zu entdecken:

Daneben bietet das Museum Münchens wohl urigstes Café, das Turmstüberl, in das man nur kommt, wenn man auch eine Museumskarte kauft:

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wiener Biskuit - Das Grundrezept

Der Wiener Biskuit enthält im Grunde die gleichen Zutaten wie der klassische Biskuit, wird aber zusätzlich mit zerlassener Butter verfeinert, weswegen er auch eine Kleinigkeit Speisestärke benötigt und damit ganz besonders locker und feinporig ist. Er eignet sich daher besonders für Obstkuchen, Torten und feine Formkuchen, wie etwa Osterlämmchen.

Die Zutaten:
Bei Wiener Biskuit nimmt man pro Ei 25 g Zucker, 25 g Mehl sowie 5 g Speisestärke und 12,5 g zerlassene Butter. Nach Wahl können noch Geschmackszutaten wie Vanillezucker oder abgeriebene Zitronenschale zugegeben werden.

Je nach Größe der Backform rechnet man das Grundrezept entsprechend hoch:
Obstkuchenboden (26 cm Durchmesser): Masse aus drei Eiern
Tortenboden (22 cm - 24 cm Durchmesser): Masse aus vier Eiern
Tortenboden (24 cm - 26 cm Durchmesser): Masse aus sechs Eiern
Tortenboden (26 cm - 28 cm Durchmesser): Masse aus acht Eiern
Tortenboden (28 cm - 30 cm Durchmesser): Masse aus zehn Eiern
Roulade (ein Blech) - Masse aus fünf Eiern

Zur Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker bzw. die Zitronenschale zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze bzw. für Rouladen 8 - 10 Minuten bei 220° C Ober-/Unterhitze backen.

Auch der Wiener Biskuit lässt sich variieren:
Nuss-/Mandelbiskuit:
Hierfür wird die Hälfte der Mehlmenge durch die gleiche Menge an gemahlenen Nüssen oder Mandeln ersetzt.
Schokoladenbiskuit:
Hierfür werden pro Ei 5 g Mehl durch die gleiche Menge Kakaopulver ersetzt.

Die allgemeinen Grundlagen zu Biskuitteig findet ihr hier: Biskuitteig - Die Grundlagen

Samstag, 19. Dezember 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XIV


Seit gestern ist die 14. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Mode-Special für den romantischen Urlaub auf einer Berghütte, außerdem Mode für den Herrenabend und die Ladies Night. Außerdem widmen wir uns dem Interieur-Dauerbrenner Shabby Chic und einem oft vergessenen Thema, dem Verwöhnprogramm für Körper und Seele.


Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Außerdem startet das Team vom Vintage-Flaneur aufgrund des aktuellen Rechtsrucks und der Radikalisierung der Gesellschaft durch den Abschaum von Pegida und AfD eine Hashtag-Aktion gegen Rechts, denn: ohne uns! Macht mit und macht ein Bild von euch mit dem Hashtag #vintagegegenrechts und postet es in den Sozialen Medien eurer Wahl. (^.^)

Freitag, 18. Dezember 2015

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gekochter Wadschenkel

Der Wadschenkel ist eigentlich ein sehr feines und butterweiches Stück Suppenfleisch, das trotzdem heute nahezu un Vergessenheit geraten ist. Außerdem lässt er sich auch noch absolut leichtr und unkompliziert quasi nebenbei kochen.

1 kg Wadschenkel
Salzwasser
1 Bund Suppengemüse

Das Salzwasser zum Kochen bringen, den Wadschenkel kalt abspülen, trocken tupfen und in das kochende Wasser gebe. Etwa 2,5 Stunden kochen. Nun das Suppengemüse waschen, putzen, schälen und grob würfeln. Zum Wadschenkel geben und weitere 20 Minuten kochen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und zusammen mit etwas Brühe und Suppengemüse anrichten.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch! (^.^)

 Ich habe mich bisher - so wie vermutlich der Großteil der Frauen - vor dem Badezimmerspiegel geschminkt und frisiert. Aber seien wir mal ehrlich: das Licht in deutschen Badezimmern ist schlicht zu schlecht für wirklich gutes Make-up, um sich wirklich vernünftig stylen zu können, gibt es grundsätzlich zu wenig Ablagefläche und stehend vor dem Spiegel hat man oft nicht die Haltung die wirklich praktikabel und bequem ist. Kurzum: schminken und frisieren im Bad ist echt suboptimal. Mit unserer neuen und vor allem größeren Wohnung hat das aber für mich jetzt ein Ende: ich habe jetzt nämlich endlich Platz für Omas wunderschönen Frisiertisch aus den späten 30er Jahren; ein Unikat vom Schreiner ist er außerdem. (^.^)

Der Frisiertisch, der jetzt noch bei meinen Eltern eingelagert ist, findet seinen neuen Platz ganz stilecht im Schlafzimmer und soll zwar genauso stilecht dekoriert und eingerichtet werden, aber dennoch funktional sein. Funktional vor allem aber auch in einer Beziehung (Ablagefläche und bequem sitzen bringt ja "Frisiertisch" schon ganz automatisch mit), der idealen Ausleuchtung nämlich, die ich selbst konstruieren werde und worüber ich natürlich noch gesondert berichten werde.

Nun hat nicht jede von euch das Glück, einen wunderbaren Frisiertisch zu erben, und kaufen lässt sich sowas heute nur mit einem entsprechend hohen finanziellen Invest (warum eigentlich?). Daher möchte ich noch kurz zusammenfassen, worauf es bei einem wirklich guten und brauchbaren Schminktisch ankommt:
  • die Sitzhöhe, also die Höhe des Frisiertisches beträgt 74 cm
  • der Tisch ist ausreichend tief, damit ihr genug Platz zum Stellen von täglich Benötigtem und gleichzeitig zum Ablegen habt
  • die Tischplatte ist unempfindlich gegen Make-up-Verschmutzungen und Hitze; sinnvoll ist also eine (Plexi-)Glasplatte
  • der Tisch bietet außerdem genug Stauraum für all euer Utensilien
  • der Spiegel ist hoch genug und dreiteilig, für den Rundum-Blick
Mehr braucht es nicht, für den perfekten Schminktisch. Wie mein neuer alter Schminktisch aussieht und vor allem wie ich ihn einem kleinen Make-over unterziehe, damit er wieder in glamourösem Glanz erstrahlt. lest ihr demnächst hier. (^.^)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - der Teint

Die Foundations der 40er Jahre  sind deutlich leichter, als noch die der 30er Jahre, so dass der Teint bei weitem nicht mehr so "abgespachtelt" ist, wie das noch in den 30er Jahren üblich war. Kurzum: der Teint wirkt natürlich. Für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 40er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 40er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Montag, 7. Dezember 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Papierschnitt und Schnittkorrektur bei Röcken und Rockteilen

Der Originalpetticoat ist 72,25 cm lang, was mir allerdings zu lang ist. Nachdem ich nicht so groß bin, wirke ich in Röcken, die so lang sind, wie zusammengestaucht, weswegen ich den Petticoat gerne nur etwa überknielang hätte. Der Petticoat soll also eine Länge von 60 cm haben. Ich muss also den Schnitt entsprechend anpassen, was ich euch heute zeigen möchte. Dieses System der Schnittkorrektor könnt ihr für alle Röcke (und natürlich auch Rockteile von Kleidern) verwenden, die nach unten hin breiter oder enger werden. Gerade geschnittene Röcke werden schlicht und ergreifend am Saum gekürzt.

Die oberste Stufe unseres dreistufigen Petticoats ist 14,25 cm lang. Diese Stufe bleibt unverändert. Zwischen die erste und die zweite Stufe, sowie zwischen die zweite und die dritte Stufe wird ein Spitzenband mit einer breite von 3,5 cm eingesetzt. Auch hier bleibe ich dem Originalschnitt treu. Als Abschlusskante sieht der Originalschnitt ein Spitzenband mit einer Breite von 2 cm vor. Nachdem ich kein schönes Band in dieser breite gefunden habe, greife ich auch hier zum Band mit 3,5 cm. All das zusammengerechnet bleibt mir also noch eine Dispositionsmasse von 35,25 cm.

Erfreulicherweise sind Stufenröcke sehr einfach zuzuschneiden. lediglich für die oberste Stufe benötigt man wegen der Rundung ein Schnittmuster (siehe rechts - auf Kantenlänge 14,25 cm vergrößern), alle weiteren Stufen sind schlichte Rechtecke. Für die zweite Stufe sieht der Originalschnitt eine Breite von 2,40 m und eine Höhe von 22 cm vor und für die Dritte Stufe eine Breite von 4 m und eine Höhe von 26,5 cm. Auf meinen Petticoat übertragen bedeutet das, dass die zweite Stufe 16 cm hoch, die dritte Stufe 20 cm hoch ist (die Höhenrelation sollte ungefähr gleich bleiben, wobei beim Nähen grundsätzlich aufgerundet wird). Die Breite bleibt unverändert.

Was uns nun noch fehlt ist der Stoffverbrauch. Nachdem die weiteste Stufe 4 Meter lang ist und wir außerdem noch eine Nahtzugabe von je einem Zentimeter benötigen, brauchen wir also mindestens 4,02 Meter Stofflänge, nachdem es immer so ein bisschen ausfransen und verschnitt gibt, runde ich auf 4,20 Meter auf. Als Stoffbreite ist 1 Meter ausreichend, notfalls reichen auch 80 Zentimeter.

Nach diesem Prinzip kürzt man nun auch Röcke und Rockteile die nach unten hin breiter oder enger werden. Man überträgt das Schnittmuster auf einen Papierschnitt und faltet ihn unterhalb der Hüfte und über eventuellen Gehschlitzen bzw. irgendwo im unteren Drittel auf die gewünschte Länge ein, fixiert die Stellen mit Tesa und gleicht die äußeren Kanten des Schnittmusters so an, dass die Übergänge wieder passen.

Nun aber an den Zuschnitt. (^.^) Wisst ihr noch, was der erste Schritt eines jeden guten Zuschnitts ist? Genau: erstmal den Stoff separat waschen, trocknen und bügeln. Legt dann den Papierschnitt an den Stoffbruch, übertragt ihn mit 1 cm Nahtzugabe bzw. 2 cm Nahtzugabe am Taillenbund auf den Stoff, zeichnet die beiden Rechtecke (ebenfalls mit halbem Breitenmaß am Stoffbruch), ebenfalls mit 1 cm Nahtzugabe direkt auf und schneidet die Teile zu. Den Papierschnitt schneidet ihr nun noch ein zweites Mal für die Rückseite zu. Weiter gehts beim nächsten Mal. (^.^)