Sonntag, 21. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: schließen der Seitennaht und angleichen der Länge

Kommen wir nun zur Seitennaht unseres Petticoats. Bevor wir die Seitennaht jedoch tatsächlich schließen können, müssen wir erst noch die Länge unseres Rockes, bzw. deren Gleichmäßigkeit überprüfen. Dafür heften wir die Naht mit Stecknadeln und zwar so, dass die Spitzeneinsätze Stoß an Stoß  liegen. Jetzt breiten wir das gute Stück aus und überprüfen, ob unser Saum gleich lang ist. Ist er das nicht, gleichen wir an und versäubern die entsprechenden Stellen nochmal neu. So funktioniert das übrigens bei jeder Art von Rock oder Rockteil und sollte auch bei jedem ebenso gemacht werden.
Sobald die Länge passt, schließen wir die Seitennaht immer noch nicht, sondern nähen an der unteren Saumkante zunächst noch das noch fehlende Spitzenband an, und zwar ebenfalls wieder mit dem genähten Zickzack-Stich.



Probiert jetzt euren Petticoat an und überprüft so, wie viel der Seitennaht ihr offen lassen müsst, um ihn bequem an und wieder ausziehen zu können. Jetzt wird aber wirklich zusammengenäht: steppt die Seitennaht mit 1 cm Nahtzugabe bis zu der Stelle zusammen, die ihr euch zum bequemen an- und ausziehen markiert habt. Schlagt nun die Nahtzugaben der beiden offen Seiten der Seitennaht um und steppt sie fest.

Beim nächsten Mal widmen wir uns noch dem Bund. (^.^)

Freitag, 19. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: gebackene Kalbsbrust

Die gebackene Kalbsburst kenne ich nun tatsächlich wieder aus Kindheitstagen und ich erinnere mich, ich habe sie eigentlich ganz gern gegessen; es war jetzt kein Lieblingsessen aber auf jeden Fall ein Gericht, das geschmeckt hat. Mal sehen, wie es heute so ist. (^.^)
Erfreulicherweise ist es ein Rezept, das sich gut vorbereiten lässt.


1 kg Kalbsburst
Salz
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
Mehl zum Wenden
2 Eier
100 g Semmelbrösel
40 g Butterschmalz


Die Kalbsbrust parieren, Zwiebel und Suppengrün putzen, schälen und grob schneiden. Alles in einen weiten Topf geben, mit Wasser bedecken und salzen. Zum kochen bringen und die Kalbsbrust leicht simmernd in ca. 1 Stunde gar kochen. Die Kalbsbrust herausnehmen und abkühlen lassen; am besten über Nacht.

Mehl, Eier (verschlagen) und Semmelbrösel in je einen tiefen Teller geben. Die Kalbsbrust in zweifingerbreite Scheiben schneiden, erst in Mehl, dann in den Eiern und schließlich in den Semmelbröseln wenden. Das Butterschmalz zerlassen und die panierte Kalbsbrust darin goldbraun braten.
Dazu gibts selbstverständlich Preiselbeeren und Kartoffelsalat und es schmeckt immer noch (^.^) So gut sogar, dass ich gar nicht verstehen kann, wieso es dabei in meiner Kindheit nicht zum Lieblingsessen gereicht hat. (^.^)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wir wollen eine neue Couch!

Ok, zugegeben: ich will eine neue Couch, mein Mann meint, dass es die alte Couch eigentlich noch tut, aber wenn ich unbedingt will... (^.^) Naja, meine weiblichen Leser wissen vermutlich was ich meine. (^.^)

Ich weiß schon ziemlich genau was ich will, aber genau das ist auch das Problem: meine Vorstellungen sind so genau, dass es schier unmöglich ist, die ideale Couch überhaupt zu finden. Auf Zugeständnisse oder gar eine Verlegenheitslösung habe ich aber keine Lust, im Vergleich dazu tut es unsere jetzige Couch nämlich wirklich noch.

Ich hätte gerne etwas, das mehr im Vintagelook ist, ein Original kommt jedoch nicht in Frage, da ich da vermutlich nicht entspannt drauf sitzen könnte, aus lauter Sorge, das gute Stück zu ruinieren. Außerdem soll die Couch funktional sein: wir haben gerne und durchaus des öfteren Übernachtungsgäste: eine Schlaffunktion ist daher Pflicht. Unsere aktuelle Couch hat die zwar, bequem ist aber trotzdem anders, es darf also ruhig komfortabler werden. Dann hätte ich auch gerne wieder waschbare Bezüge. Ehrlich: sowas ist Gold wert. Und: eine u-förmige Couch soll es nicht mehr werden. Ich liebäugle mit einer Couch-Sessel-Kombination.

Eine Idee habe ich auch schon: es wird wahrscheinlich auf eine halb selbst gemachte Lösung hinauslaufen. Zu hundert Prozent sicher bin ich aber noch nicht. Nichts desto trotz wird es einmal mehr ein kleines Projekt, über das ich hier berichten werde. Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 15. Februar 2016

Wiener Biskuit - Drei Mal Sachertorte

Die Sachertorte ist ein wahrer Klassiker aus Wiener Biskuit. Ich habe die Gelegenheit nun mal genutzt und die berühmte Sacher nicht nur mit Zartbitter-Kuvertüre, sondern auch mit Vollmilch- und weißer Kuvertüre gebacken und beides schmeckt wunderbar. (^.^)

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
7 Eier
30 g Zucker
150 g Butter
150 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
150 Kuvertüre
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver

350 g Aprikosenkonfitüre

200 g Zucker
125 ml Wasser
150 g Kuvertüre

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen. Die Kuvertüre auf dem Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen und die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillezucker schaumig rühren und die Eigelbe unterziehen. Die geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver auf den Teig sieben und unterheben. Zuletzt das Eiweiß zugeben und ebenfalls unterheben. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und in etwa 5 Minuten backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Kuchen einmal durchschneiden und mit Aprikosenkonfitüre füllen. Die restliche Konfitüre erhitzen und den wieder zusammengesetzten Kuchen damit rundherum mit einem Pinsel dünn einstreichen. Das ganze nennt sich Aprikotieren, man macht das, um Brösel zu binden, damit der Guss möglichst perfekt aussieht. Die Torte nun mindestens zwei Stunden trocknen lassen.

Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Zucker und Wasser aufkochen und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die geschmolzene Kuvertüre mit dem Schneebesen unter das Zuckerwasser rühren und wenige Minuten abkühlen lassen. Den Guss auf die Torte gießen und verstreichen. Fertig ist die weltberühmte Sacher, die übrigens am am nächsten Tag besser schmeckt, als frisch gebacken. (^.^)

Samstag, 13. Februar 2016

Häkelmuster - Der Rosenstich

Das heutige Häkelmuster kennt ihr bereits, allerdings noch nicht unter seinem offiziellen Namen und ich will es vor allem auch der Vollständigkeit halber noch nennen: Es ist der Rosenstich, der sich ergibt, wenn ihr ganz klassische feste Maschen häkelt und dabei ebenfalls ganz klassisch immer in beide Maschen der Vorreihe einstecht:

Freitag, 12. Februar 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Altbayrisches Blaukraut

Blaukraut ist kein Rotkohl, die Zubreitungsart und damit der Geschmack ist eine völlig andere. Wie das altbayrische Blaukraut gelingt, beschreibt Erna Horn eher dürftig, daher greife ich hier einmal mehr zum Familienrezept:

1 Kopf Blaukraut
50 g Butterschmalz
1 Zwiebel
2 Äpfel (Boskop)
1 EL Zucker
2 EL Essig
4 EL Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
4 EL Preiselbeeren
250 ml möglichst heißes Wasser

Die äußeren Blätter des Krautkopfes entfernen, vierteln oder achteln und - nis auf den weißen Strunk - in feine Streifen hobeln.
Die Zwiebel und die Äpfel schälen und fein würfeln. In einem weiten Topf  das Fett erhitzen und Zwiebel- und Apfelwürfel darin andünsten. Das Blaukraut zugeben und unter rühren ebenfalls andünsten. Essig, Rotwein, Gewürze, Preiselbeeren und Wasser zugeben und das Blaukraut in etwa einer Stunde bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser nachgießen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - der Anfang (einschließlich linke Maschen)

Bevor es mit unserem neuen Projekt wirklich losgehen kann, müssen wir erst noch eine neue Masche lernen: die linke Masche. Auch hierzu habe ich euch ein kurzes Video gedreht:

Für die linke Masche legt ihr also den Arbeitsfaden vor die Nadel, so dass er über der abzustrickenden Masche liegt. Stecht nun mit der rechten Nadel von oben durch Arbeitsfaden und Masche und holt den Arbeitsfaden von unten durch die Masche. Fertig - so leicht ist das. (^.^)

Strickt man nun abwechselnd eine Reihe rechte eine Reihe linke Maschen, so erhält man das, für vor allem Feinstrick klassische Muster des "glatt Rechts".

Dienstag, 9. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Stiftelfalten

Damit unser Petticoat ein schönes Volumen bekommt, nähen wir jetzt Stiftelfalten ein. Was früher enorm mühsam mit der Hand passieren musste, geht heute Dank Stiftelband, das nur noch aufgesteppt wird, ganz enorm schnell und im vergleich dazu auch wirklich leicht. Wir nähen uns jetzt von unten nach oben, das heißt, wir greifen zu unserer 4 Meter breiten Stufe und steppen an der oberen Kante auf der linken Seite des Stoffes Stiftelband fest und zwar an den Außenkanten als auch zwischen den Zugfäden. Damit die Zugfäden nicht gleich schon beim Nähen verrutschen werden sie am Bandanfang mit Knoten gesichert.

Nach dem Feststeppen kommt durch die bereits geknoteten Zugfäden eine Sicherheitsnadel damit sie uns beim folgenden ziehen nicht entgegenkommen. Breitet nun eure zweite Stufe zur Orientierung aus und nun zieht an den Zugfäden bis die dritte Stufe so zusammengerafft ist, dass sie die Länge der zweiten Stufe hat. Ja, das ist anstrengend, das ist zeitraubend und das ist nervig. Es ist allerdings nichts im vergleich zum Stifteln per Hand, ehrlich.Nun verteilt ihr die Falten noch gleichmäßig und heftet dann die beiden Stufen mit Stecknadeln aneinander, wobei die gestiftelte Kante der dritten Stufe an die Spitze der zweiten Stufe genäht wird. Näht die beiden Stufen nun noch mit dem genähten Zickzackstich aneinander.

Gleiches wiederholen wir nun nochmal. Wir steppen an die obere Kante der zweiten Stufe Stiftelband fest um es genauso wie oben beschrieben an die erste Stufe zu steppen.

Damit lassen wir es für heute gut sein. Beim nächsten mal wird unser Petticoat fertig. (^.^)

Sonntag, 7. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen

So meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Strickprojekt. Dieses mal wagen wir uns auch direkt schon an ein Kleidungsstück, einen wunderschönen leichten, ärmellosen Sommerpullover, der in der Schachenmayrin aus dem Juli 1958 erschienen ist. Das Modell ist wirklich leicht zu bearbeiten, ist zeitlos schön und wird im kommenden Sommer sicherlich eines meiner Lieblingsstücke werden:
Bald gehts los mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung, seid also gespannt. (^.^)

Mittwoch, 3. Februar 2016

So viele Blümchen, nur was damit tun?

Von unserer Hochzeit habe ich immer noch unzählige Blümchen - weiße und rote Rosen um genau zu sein - übrig, die bisher in einem Karton als "irgendwann mal"-Bastelprojekt ihr Dasein gefristet haben. Um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht so recht, was ich damit anstellen will. Was ich wusste war, dass es etwas in Richtung Schmuck/Accessoires werden soll. Was ich ebenfalls wusste, war, dass das unmöglich alles für mich sein kann, sondern irgendwie unter die Leute muss. Nachdem ich eine Freundin habe, die schon seit längerem einen erfolgreichen DaWanda-Shop hat und auch das eines der "irgendwann mal ausprobieren"-Projekte ist, hatte ich jetzt endlich die Eingebung! Ich versuche nun mal mein Gebastle auf DaWanda an den Mann - oder besser: an die Frau zu bringen. Und aus den Rosen soll Schmuck werden. Vintage-Schmuck um genau zu sein. Und um richtig genau zu sein: Schmuck im Stil von Miriam Haskell, die zum einen vorwiegend Blumenschmuck entworfen hat und die zum anderen von den frühen 40ern bis in die 60er die "It-Pieces" für die damaligen "It-Girls" wie Lucille Ball, Joan Crawford oder Wallis Simpson kreiert hat. Klar dass ihre Originalarbeiten heute schier unbezahlbar sind und umso mehr ein Grund, günstigere Alternativen zu schaffen. Einmal mehr halte ich euch auf dem Laufenden und freue mich natürlich umso mehr, wenn sich unter meinen Leserinnen auch künftige Küferinnen befinden. (^.^)

Montag, 1. Februar 2016

Häkelmuster

Nun meine Lieben, das Handwerkszeug zum Häkeln habe ich euch gezeigt, im Grunde könnt ihr nun alles um alles mögliche zu häkeln. ich hatte euch zu Beginn meines Häkelkurses ja schon versprochen, dass Häkeln wirklich nicht schwer ist. (^.^) Eines möchte ich euch aber jetzt doch noch zeigen, die gängigsten Häkelmuster nämlich.

Bei Häkelanleitungen ist es zwar normalerweise so, dass das jeweilige Muster in der Anleitung nochmal genau dargestellt wird, eventuell findet ihr aber Lust daran, eigene Kreationen zu häkeln. In dem Falle ist es auf jeden Fall praktisch, auf eine Zusammenstellung von Mustern zurückgreifen zu können, ohne vorher lange selbst zu testen, was gefällt.

Daher gibt es die nächste Zeit immer mal wieder zwischendurch ein neues Häkelmuster, mal einfach, mal anspruchsvoll, auf jeden Fall ist sicher für jeden was dabei. (^.^)

Samstag, 23. Januar 2016

Wiener Biskuit - Vanilletorte

Heute möchte ich euch eine Torte vorstellen, die es bei uns zum Bestandteil der Hochzeitstorte geschafft hat. Eine wirklich leckere Torte also. (^.^)

6 Eier
150 g Zucker
10 g Vanillezucker
150 g Mehl
30 g Speisestärke
75 g Butter

Für die Füllung:
2 Blatt Gelatine
500 ml Milch
1 Vanilleschote
4 Eigelb
100 g Zucker
30 g Speisestärke
200 g Sahne

Für den Guss:
200 g Zartbitterkuvertüre
200 g Sahne
je nach Geschmack Tortendeko
(ich nehme hier Vanilletrüffel)

Zur Zubereitung:
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier ausschlagen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Ein Drittel des Teiges (zwei Schöpfkellen) in die Form füllen und in etwa 15 Minuten goldbraun backen, auf ein Kuchengitter zum auskühlen stürzen (Backpapier drunter damit nichts festklebt) und zwei weitere Böden entsprechend backen.

Die Gelatine einweichen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zusammen mit der Milch aufkochen. Die Milch von der Herdplatte nehmen und 5 - 10 Minuten durchziehen lassen. Die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke in einem Topf glatt rühren, auf eine Herdplatte setzen und die Vanillemilch nach und nach zugießen und unterrühren. Die Maße unter Rühren aufkochen bis sie einmal aufpufft, von der Herdplatte nehmen und glatt rühren. Nun noch die Gelatine ausdrücken und unter die Vanillecreme ziehen. Den Topf in kaltes Wasser setzen (am besten lasst ihr kaltes Wasser in eure Spüle) und die Creme kalt schlagen, also weiterhin kräftig durchrühren, damit sie herunterkühlt.
Die Sahne steif schlagen und unter die Creme ziehen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umspannen. Die Hälfte der Creme aufstreichen, den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme, bis auf einen Esslöffel, darauf verstreichen. Den letzen Boden aufsetzen und den Esslöffel zurückbehaltene Crene darauf verstreichen um Brösel zu binden. Jetzt kommt die Torte erstmal für mindestens 60 Minten in den Kühlschrank, damit sie schön fest wird.

Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen, über die Kuvertüre gießen und die Mischung zunächst etwa 5 Minuten ruhen lassen, dann mit dem Rührstab die Masse homogenisieren, also solange rühren, bis eine glatte Mischung entstanden ist.

Den Tortenring von der Torte lösen und die Torte mit der lauwarmen Zartbitter-Canache einstreichen, nach Gusto dekorieren und die Torte über Nacht kühl stellen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Bier- und Oktoberfestmuseum

Selbstverständlich gibt es in München ein Bier- und Oktoberfestmuseum. Wie sollte es auch anders sein? (^.^) Das Bier- und Oktoberfestmuseum in München befindet sich in zentraler Lage in der Altstadt (Sterneckerstraße 2, Nähe Isartor)  und ist in einem Bürgerhaus aus dem frühen 14. Jahrhundert untergebracht, schon allein das und die innenliegende so genannte Himmelstreppe über vier Stockwerke ist sehenswert.

Das Biermuseum bietet einen Überblick über die Geschichte von Bier und Braukunst im Allgemeinen, fokussiert sich im Speziellen aber auf das beste Bier der Welt: das Münchner Bier und die Geschichte der Münchner Brauereien. Neben der Ausstellung und dem üblichen Führungsprogramm kann man dazu auch den Praxistransfer buchen: eine Bierverkostung mit einem Biersommelier, die sensationell gut gemacht ist.

Das obere Stockwerk widmet sich der Geschichte der Wiesn, (aka Oktoberfest), das zwischenzeitlich gedanklich so fest mit dem Münchner Bier verknüpft ist, dass diese Ausstellung einen runden Abschluss bildet.

Wer möchte (eigentlich sollte man), beendet seinen Museumsbesuch im Museumsstüberl im Erdgeschoss und findet dort eine urige typisch bayrische Wirtschaft, ganz ohne Touristentumult, so wie in den großen traditionellen Häusern.

Rundherum eine absolute Empfehlung von mir. (^.^)

Montag, 11. Januar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat wird genäht

Jetzt geht es mit unserem Petticoat aber endlich ab an die Nähmaschine. (^.^) Zunächst werden alle Schnittteile versäubert. Dann wird eine Naht der obersten Stufe zusammengesteppt und die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Schließlich nähen wir an die Unterkante der ersten und zweiten Stufe mit dem genähten Zickzack-Stich das Spitzenband mit etwa 0,5 cm Übersatz fest. Mit dem Spitzenbesatz der unteren Stufe warten wir noch, da es immer sein kann, dass wir noch etwas an der Länge anpassen müssen und sei es nur, dass der Saum nicht gerade ist. Daher wird bei Röcken die untere Kante immer zum Schluss genäht.
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man mit Stiftelfalten Volumen zaubert und die einzelnen Stufen ineinander passt. Seid also gespannt. (^.^)

Samstag, 9. Januar 2016

Omas wirklich altes Tischkreuz und die Suche nach einem Facelift

Heute möchte ich euch etwas ganz besonderes zeigen. Ich habe ja schon erzählt, dass einiges vom Hausstand meiner verstorbenen Großmutter kürzlich den Weg zu mir gefunden hat. Etwas ganz besonderes dabei, zumindest ideell, ist ein wunderbares altes Tischkreuz. Alt heißt in diesem Falle aber leider auch, definitiv restaurierungsbedürftig. Und das ist nun nichts mehr, das ich mir selbst zutraue, ich brauche dafür definitiv einen guten Restaurator. Nur leider kenne ich keinen. Ich hoffe daher auf euch, vielleicht hat ja einer von meinen treuen Lesern einen heißen Tipp für mich. Hier ist das Prachtstück schon mal zur Ansicht:
Das Kreuz selbst ist aus Holz, das INRI, der Christus und die Madonna sind aus Porzellan und die Bordüre außenrum, die gerade in großen Teilen ersetzt werden müsste stellt mich vor Rätsel... es ist kein Holz, das Material ist auf jeden Fall flexibel und sehr wahrscheinlich durch Wärme verformbar. Der heiße Tipp einer Holzschnitzerin, die ich dazu schon befragt habe, war vergoldeter Scherenschnitt aus Karton.

Kennt jemand von euch einen guten Restaurator, der solche Tischkreuze restaurieren kann? Ich bin um jeden heißen Tipp dankbar und täte auch eine längere Fahrt auf mich nehmen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Valentin-Karlstadt-Musäum

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblingsmuseen in München vorstellen, das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor. Ich mag den Humor von Karl Valentin und Liesl Karlstadt, denen dieses Museum gewidmet ist. Zugebenrmaßen sind beide über die bayerischen Grenzen hinaus nicht gerade bekannt, umso mehr empfehle ich aber einen Besuch im Museum, will man wirklich an Münchens Herz vordringen. Für alle die mal reinschnuppern wollen, was die beiden so zu bieten haben, einer meiner Lieblingsfilme "Der Theaterbesuch" aus dem Jahr 1934:

Den Theaterbesuch kann man, neben etlichen anderen Filmen von Karl Valentin und Liesl Karlstadt übrigens auch im Kinosaal des Museums sehen. Selbstverständlich gibt es ansonsten noch viele biografische Informationen, Requisiten und einiges an verstecktem Witz zu entdecken:

Daneben bietet das Museum Münchens wohl urigstes Café, das Turmstüberl, in das man nur kommt, wenn man auch eine Museumskarte kauft:

Freitag, 1. Januar 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: geräucherte Ochsenzunge mit Portweinsauce

Ich kann mich aus meiner Kindheit dunkel an Zunge, allerdings Schweinezunge erinnern, die ich damals wirklich gerne gegessen habe. Daher habe ich mich wirklich auf die Umsetzung des Rezepts gefreut, gerade auch, weil die Servierempfehlung lautete, man solle die Zunge auf Kartoffelbrei anrichten und bei Kartoffelbrei kann ich definitiv nicht widerstehen. (^.^)

Die geräucherte Ochsenzunge war grundsätzlich nicht schwer in der Zubereitung, angerichtet sieht es wirklich lecker aus, aber geschmacklich und insbesondere die Konsistenz der Zunge: igitt! Selbst mein Mann, der eigentlich ein sehr genügsamer Esser ist, hat die Zunge nicht aufgegessen, kurzum: ich erspare euch das Rezept, der Versuch war definitiv nichts.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wiener Biskuit - Das Grundrezept

Der Wiener Biskuit enthält im Grunde die gleichen Zutaten wie der klassische Biskuit, wird aber zusätzlich mit zerlassener Butter verfeinert, weswegen er auch eine Kleinigkeit Speisestärke benötigt und damit ganz besonders locker und feinporig ist. Er eignet sich daher besonders für Obstkuchen, Torten und feine Formkuchen, wie etwa Osterlämmchen.

Die Zutaten:
Bei Wiener Biskuit nimmt man pro Ei 25 g Zucker, 25 g Mehl sowie 5 g Speisestärke und 12,5 g zerlassene Butter. Nach Wahl können noch Geschmackszutaten wie Vanillezucker oder abgeriebene Zitronenschale zugegeben werden.

Je nach Größe der Backform rechnet man das Grundrezept entsprechend hoch:
Obstkuchenboden (26 cm Durchmesser): Masse aus drei Eiern
Tortenboden (22 cm - 24 cm Durchmesser): Masse aus vier Eiern
Tortenboden (24 cm - 26 cm Durchmesser): Masse aus sechs Eiern
Tortenboden (26 cm - 28 cm Durchmesser): Masse aus acht Eiern
Tortenboden (28 cm - 30 cm Durchmesser): Masse aus zehn Eiern
Roulade (ein Blech) - Masse aus fünf Eiern

Zur Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker bzw. die Zitronenschale zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze bzw. für Rouladen 8 - 10 Minuten bei 220° C Ober-/Unterhitze backen.

Auch der Wiener Biskuit lässt sich variieren:
Nuss-/Mandelbiskuit:
Hierfür wird die Hälfte der Mehlmenge durch die gleiche Menge an gemahlenen Nüssen oder Mandeln ersetzt.
Schokoladenbiskuit:
Hierfür werden pro Ei 5 g Mehl durch die gleiche Menge Kakaopulver ersetzt.

Die allgemeinen Grundlagen zu Biskuitteig findet ihr hier: Biskuitteig - Die Grundlagen

Montag, 21. Dezember 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - zusammennähen mit dem Matrazenstich

Der Matrazenstich ist der "Klassiker" zum Zusammennähen von Strickstücken, der dabei auch die schönste und gleichmäßigste Naht ergibt. So gehts:



Die beiden zusammenzunähenden Strickstücke werden flach nebeneinander, mit der rechten Seite nach oben, gelegt. Wir beginnen nun von unten nach oben zusammen zu nähen. Als Arbeitsfaden dient uns dabei der Faden, den wir vom Anschlag zurückbehalten haben. Mit diesem Faden fassen wir vom gegenüberliegendenden, also recht liegenden Strickstück direkt neben der Randmasche zwei Querfäden auf, wechseln zum links liegenden Strickstück, fassen dort die entsprechenden Querfäden auf und so weiter und so fort, bis die Naht komplett geschlossen ist. Zwischendurch wird der Arbeitsfaden immer wieder angezogen, so kann man auch leicht überprüfen, ob die Naht noch gleichmäßig ist und die Maschen passend aufeinandertreffen.
Abschließend wird der Arbeitsfaden noch vernäht und fertig ist die geschlossene Naht. (^.^)

Samstag, 19. Dezember 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XIV


Seit gestern ist die 14. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Mode-Special für den romantischen Urlaub auf einer Berghütte, außerdem Mode für den Herrenabend und die Ladies Night. Außerdem widmen wir uns dem Interieur-Dauerbrenner Shabby Chic und einem oft vergessenen Thema, dem Verwöhnprogramm für Körper und Seele.


Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Außerdem startet das Team vom Vintage-Flaneur aufgrund des aktuellen Rechtsrucks und der Radikalisierung der Gesellschaft durch den Abschaum von Pegida und AfD eine Hashtag-Aktion gegen Rechts, denn: ohne uns! Macht mit und macht ein Bild von euch mit dem Hashtag #vintagegegenrechts und postet es in den Sozialen Medien eurer Wahl. (^.^)

Freitag, 18. Dezember 2015

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gekochter Wadschenkel

Der Wadschenkel ist eigentlich ein sehr feines und butterweiches Stück Suppenfleisch, das trotzdem heute nahezu un Vergessenheit geraten ist. Außerdem lässt er sich auch noch absolut leichtr und unkompliziert quasi nebenbei kochen.

1 kg Wadschenkel
Salzwasser
1 Bund Suppengemüse

Das Salzwasser zum Kochen bringen, den Wadschenkel kalt abspülen, trocken tupfen und in das kochende Wasser gebe. Etwa 2,5 Stunden kochen. Nun das Suppengemüse waschen, putzen, schälen und grob würfeln. Zum Wadschenkel geben und weitere 20 Minuten kochen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und zusammen mit etwas Brühe und Suppengemüse anrichten.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch! (^.^)

 Ich habe mich bisher - so wie vermutlich der Großteil der Frauen - vor dem Badezimmerspiegel geschminkt und frisiert. Aber seien wir mal ehrlich: das Licht in deutschen Badezimmern ist schlicht zu schlecht für wirklich gutes Make-up, um sich wirklich vernünftig stylen zu können, gibt es grundsätzlich zu wenig Ablagefläche und stehend vor dem Spiegel hat man oft nicht die Haltung die wirklich praktikabel und bequem ist. Kurzum: schminken und frisieren im Bad ist echt suboptimal. Mit unserer neuen und vor allem größeren Wohnung hat das aber für mich jetzt ein Ende: ich habe jetzt nämlich endlich Platz für Omas wunderschönen Frisiertisch aus den späten 30er Jahren; ein Unikat vom Schreiner ist er außerdem. (^.^)

Der Frisiertisch, der jetzt noch bei meinen Eltern eingelagert ist, findet seinen neuen Platz ganz stilecht im Schlafzimmer und soll zwar genauso stilecht dekoriert und eingerichtet werden, aber dennoch funktional sein. Funktional vor allem aber auch in einer Beziehung (Ablagefläche und bequem sitzen bringt ja "Frisiertisch" schon ganz automatisch mit), der idealen Ausleuchtung nämlich, die ich selbst konstruieren werde und worüber ich natürlich noch gesondert berichten werde.

Nun hat nicht jede von euch das Glück, einen wunderbaren Frisiertisch zu erben, und kaufen lässt sich sowas heute nur mit einem entsprechend hohen finanziellen Invest (warum eigentlich?). Daher möchte ich noch kurz zusammenfassen, worauf es bei einem wirklich guten und brauchbaren Schminktisch ankommt:
  • die Sitzhöhe, also die Höhe des Frisiertisches beträgt 74 cm
  • der Tisch ist ausreichend tief, damit ihr genug Platz zum Stellen von täglich Benötigtem und gleichzeitig zum Ablegen habt
  • die Tischplatte ist unempfindlich gegen Make-up-Verschmutzungen und Hitze; sinnvoll ist also eine (Plexi-)Glasplatte
  • der Tisch bietet außerdem genug Stauraum für all euer Utensilien
  • der Spiegel ist hoch genug und dreiteilig, für den Rundum-Blick
Mehr braucht es nicht, für den perfekten Schminktisch. Wie mein neuer alter Schminktisch aussieht und vor allem wie ich ihn einem kleinen Make-over unterziehe, damit er wieder in glamourösem Glanz erstrahlt. lest ihr demnächst hier. (^.^)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - der Teint

Die Foundations der 40er Jahre  sind deutlich leichter, als noch die der 30er Jahre, so dass der Teint bei weitem nicht mehr so "abgespachtelt" ist, wie das noch in den 30er Jahren üblich war. Kurzum: der Teint wirkt natürlich. Für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 40er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 40er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Montag, 7. Dezember 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Die Anprobe

Nachdem wir nun zugeschnitten haben folgt ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschnitt beim Nähen von Kleidung: die Anprobe. Trotz allem Maß nehmens und aller Maßkonfektion ist nun mal jeder Körper anders. Wenn man sich schon die Mühe macht und ein Kleidungsstück selbst näht, soll es auch perfekt sitzen. Daher führt wirklich kein Weg vorbei an der Anprobe. Heftet dafür eure Schnitteile entweder mit Stecknadeln oder mit Heftfaden an den wesentlichen Nahtstellen aneinander und probiert sie an. Kontrolliert den Sitz und ändert ggf. den Schnitt so, dass es perfekt sitzt: durch versetzen der Nähte, durch das hinzufügen von Abnähern oder durch Korrektur des Zuschnitts.

Bei unserem Petticoat reicht es, wenn die Zuschnitte aus dem Papierschnittübertrag an den Seiten aneinander geheftet werden. Sitzt der Zuschnitt in der Taille? Wenn ja: alles gut. Wenn nein: versetzt die Naht und markiert entsprechend mit Schneiderkreide.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Fäden vernähen

Kommen wir nun zum Vernähen der Anfangs- und Endfäden. Das ist zwar nervig (zumindest für mich), aber wenigstens einfach und verhältnismäßig schnell passiert.


Vernäht wird grundsätzlich immer am Rand und zwar durch aufnehmen einzelner Fäden und durchziehen des zu vernähenden Fadens mit Hilfe einer stumpfen Nadel. Es reicht, wenn ihr den Faden über etwa 10 cm vernäht. Zum Abschneiden des Fadenrestes zieht ihr das Strickstück etwas zusammen, schneidet den Faden ab und zieht den gerafften Rand wieder glatt - fertig.


Freitag, 27. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - spannen

Zwar müssen wir unseren Kissenbezug nicht zwingend spannen, allerdings müssen Strickteile, insbesondere, wenn es sich um Kleidungsstücke handelt, sehr wohl auch aufgespannt werden, daher möchte ich euch der Vollständigkeit halber an dieser Stelle direkt zeigen, wie Strickstücke gespannt werden.

Zum Spannen nehmt ihr Stecknadeln und steckt das jeweilige Strickstück unter leichter Spannung auf einer geraden Oberfläche auf. ich benutze hierfür mein Bügelbrett. Das Strickstück wird dann noch feucht gesprüht und - sofern es das Muster zulässt, auf der höchstmöglichen Bügelstufe (siehe Wollbanderole) angebügelt. Es bleibt zum Trocknen weiter aufgesteckt. Strickstücke mit eher plastischem Muster würde man allerdings eher platt bügeln, solche Stücke werden feucht gesprüht und entweder mit einem Dampfbügeleisen angedampft oder einfach zum Lufttrocknen aufgespannt.

Strickstücke werden gespannt um sie zum einen in die gewünschte Form zu bekommen und zum anderen, um die Strickarbeit flexibler zu bekommen, so dass die folgenden Arbeitsschritte leichter von der Hand gehen. Zudem werdet ihr im Laufe eurer Strickkarriere noch auch Muster stoßen, die erst nach dem Aufspannen voll zur Geltung kommen, weil sie sich frisch gestrickt zusammenziehen, bzw. sich der Rand einrollt.

Montag, 23. November 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Papierschnitt und Schnittkorrektur bei Röcken und Rockteilen

Der Originalpetticoat ist 72,25 cm lang, was mir allerdings zu lang ist. Nachdem ich nicht so groß bin, wirke ich in Röcken, die so lang sind, wie zusammengestaucht, weswegen ich den Petticoat gerne nur etwa überknielang hätte. Der Petticoat soll also eine Länge von 60 cm haben. Ich muss also den Schnitt entsprechend anpassen, was ich euch heute zeigen möchte. Dieses System der Schnittkorrektor könnt ihr für alle Röcke (und natürlich auch Rockteile von Kleidern) verwenden, die nach unten hin breiter oder enger werden. Gerade geschnittene Röcke werden schlicht und ergreifend am Saum gekürzt.

Die oberste Stufe unseres dreistufigen Petticoats ist 14,25 cm lang. Diese Stufe bleibt unverändert. Zwischen die erste und die zweite Stufe, sowie zwischen die zweite und die dritte Stufe wird ein Spitzenband mit einer breite von 3,5 cm eingesetzt. Auch hier bleibe ich dem Originalschnitt treu. Als Abschlusskante sieht der Originalschnitt ein Spitzenband mit einer Breite von 2 cm vor. Nachdem ich kein schönes Band in dieser breite gefunden habe, greife ich auch hier zum Band mit 3,5 cm. All das zusammengerechnet bleibt mir also noch eine Dispositionsmasse von 35,25 cm.

Erfreulicherweise sind Stufenröcke sehr einfach zuzuschneiden. lediglich für die oberste Stufe benötigt man wegen der Rundung ein Schnittmuster (siehe rechts - auf Kantenlänge 14,25 cm vergrößern), alle weiteren Stufen sind schlichte Rechtecke. Für die zweite Stufe sieht der Originalschnitt eine Breite von 2,40 m und eine Höhe von 22 cm vor und für die Dritte Stufe eine Breite von 4 m und eine Höhe von 26,5 cm. Auf meinen Petticoat übertragen bedeutet das, dass die zweite Stufe 16 cm hoch, die dritte Stufe 20 cm hoch ist (die Höhenrelation sollte ungefähr gleich bleiben, wobei beim Nähen grundsätzlich aufgerundet wird). Die Breite bleibt unverändert.

Was uns nun noch fehlt ist der Stoffverbrauch. Nachdem die weiteste Stufe 4 Meter lang ist und wir außerdem noch eine Nahtzugabe von je einem Zentimeter benötigen, brauchen wir also mindestens 4,02 Meter Stofflänge, nachdem es immer so ein bisschen ausfransen und verschnitt gibt, runde ich auf 4,20 Meter auf. Als Stoffbreite ist 1 Meter ausreichend, notfalls reichen auch 80 Zentimeter.

Nach diesem Prinzip kürzt man nun auch Röcke und Rockteile die nach unten hin breiter oder enger werden. Man überträgt das Schnittmuster auf einen Papierschnitt und faltet ihn unterhalb der Hüfte und über eventuellen Gehschlitzen bzw. irgendwo im unteren Drittel auf die gewünschte Länge ein, fixiert die Stellen mit Tesa und gleicht die äußeren Kanten des Schnittmusters so an, dass die Übergänge wieder passen.

Nun aber an den Zuschnitt. (^.^) Wisst ihr noch, was der erste Schritt eines jeden guten Zuschnitts ist? Genau: erstmal den Stoff separat waschen, trocknen und bügeln. Legt dann den Papierschnitt an den Stoffbruch, übertragt ihn mit 1 cm Nahtzugabe bzw. 2 cm Nahtzugabe am Taillenbund auf den Stoff, zeichnet die beiden Rechtecke (ebenfalls mit halbem Breitenmaß am Stoffbruch), ebenfalls mit 1 cm Nahtzugabe direkt auf und schneidet die Teile zu. Den Papierschnitt schneidet ihr nun noch ein zweites Mal für die Rückseite zu. Weiter gehts beim nächsten Mal. (^.^)

Samstag, 21. November 2015

Eingelegter Feta mit Knoblauch

Ich habe ja ein gewisses Faible für mediterrane Küche, wobei mein Herz am allerheftigsten für die italienische Küche schlägt. Gerade die griechische Küche ist mir zu fleischlastig, um es auf den Punkt zu bringen, zu schaflastig und definitiv zu ölig, was mein Magen auch nicht so gut mitmacht. einige wenige Dinge der griechischen Küche haben es mir aber trotzdem innigst angetan. Dazu gehört auch eingelegter Feta mit Knoblauch, den man in Deutschland beim Griechen - wenn man ihn überhaupt bekommt - definitiv nicht so lecker bekommt, wie in Griechenland. Daher bereite ich meinen eingelegten Feta selbst nach einem Rezept das ich mit mittels Versuch und Irrtum selbst erarbeitet habe:

Für ein Glas mit 500 ml Inhalt:
400 g Feta (Vollfettstufe)
3 Knoblauchzehen
1 getrocknete Chilischote
Olivenöl zum Auffüllen (etwa 150 ml)

Den Feta abtropfen lassen und würfeln, den Knoblauch schälen und Würfeln, aus der Chilischote die Kerne ausschaben und in dünne Ringe schneiden. Alles zusammen in das Glas geben und mit Olivenöl auffüllen. Der Feta muss nun etwa 3 Tage im Kühlschrank durchziehen, bevor er seinen ganzen Geschmack entfaltet hat. Der eingelegte Feta hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.