Samstag, 27. Februar 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Lamm-, Hammel- und Schaffleisch

Zugegebenermaßen finden sich Lamm-, Hammel- und Schaffleisch traditionell eher weniger auf den bundesdeutschen Speisezetteln. Dennoch möchte ich dieser Fleischsorte einen eigenen Beitrag im Rahmen meiner Warenkunde widmen, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall dieses Fleisch mal zu probieren.

Zunächst zur Einteilung:
Lammfleisch stammt von Tieren die maximal 12 Monate alt sind. Dabei unterscheidet man weiter zwischen Milchlamm und Mastlamm. Milchlämmer sind mindestens 8 Wochen, maximal aber 6 Monate alt. Das Fleisch ist besonders zart und feinfaserig, kaum mit Fett durchzogen und zart lachsfarben. Mastlämmer sind mindestens 6 Monate, höchstens aber 12 Monate alt, ihr Fleisch ist fester, aber immer noch feinfaserig. Es ist leicht mit Fett durchzogen und hat eine kräftige ziegelrote Farbe. Geschmacklich kann ein Mastlamm schon etwas schafeln, das umso stärker wenn das Tier nicht kastriert wurde und je älter das Tier war.
Hammelfleisch kann sowohl vom kastrierten männlichen Schaf als auch von einem weiblichen Schaf stammen, das noch nicht gelammt hat. Das Tier ist dabei nicht älter als zwei Jahre. Hammelfleisch schmeckt intensiv nach Schaf, hat ein kräftiges rot und ist deutlich mit Fett marmoriert.
Schaffleisch stammt von über zwei Jahre alten männlichen oder weiblichen Schafen die kastriert sind. Das Fleisch ist mit Fett durchwachsen ziemlich grobfaserig und kräftig rot. Der Schafgeschmack ist noch etwas intensiver als bei Hammelfleisch. Nicht kastrierte Böcke sind quasi ungenießbar so dermaßen schafeln sie.
Grundsätzlich gilt die Fausregel: je dunkler das Fleisch, je mehr Fett und je gelber das Fett ist, desto älter ist das Tier, desto faseriger ist das Fleisch und desto strenger ist auch der Geschmack.

Ich persönlich mag schafelndes Fleisch nicht und mir wird der Schafgeschmack bereits bei älteren Mastlämmern zu viel, so dass ich hier wohl einen sehr "deutschen" Gaumen habe; nicht umsonst findet man bei uns überwiegend Lammfleisch zu kaufen. Achtet beim Kauf aber unbedingt auf Schafe aus Wanderschäferei oder zumindest Weidehaltung und verzichtet bitte auf das Tiefkühlzeug, das gerne aus Neuseeland (sic!) importiert wird. Auch heimische Schafe kann man essen...

Kommen wir nun zur Verarbeitungs- und Zubereitungsfrage, oder: Welches Stück wofür?

  • Hals und Kamm: da beide Teile sehr knochig und sehnig sind, eignen sie sich vor allem für Eintöpfe und Ragouts
  • Bug (auch Schulter oder Schaufel genannt): für Braten, die äußere Fettlage muss vor dem braten jedoch entfernt werden
  • Kotelett und Lendenkotelett (auch ganz banal "Rücken" genannt): am Stück als Braten, als Karree, welches aus dem Lendenkotelett geschnitten wird, aber auch als Steak oder als Chops (Rippensteaks) und nun ja, wie der Name schon sagt, als Kotelett.
  • Filet: als Filet (^.^)
  • Brust und Dünnung: für Eintöpfe und Ragouts, die Dünnung aber auch zum Schmoren
  • Keule (auch Schlegel genannt): sowohl im ganzen als auch ausgelöst als Braten, man kann aber auch Nüsschen, Steaks und Schnitzel aus der Keule schneiden.

Freitag, 26. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Kalbsvögerl

Kalbsvögerl ist Muskelfleisch aus der Kalbshaxe, das auf bayrisch zubereitet erst gebeizt und dann gedünstet wird. So gehts:

500 g Kalbsvögerl
100 g geräucherter Speck
1 Gemüsezwiebel
250 ml Essig
750 ml Wasser
20 g Butterschmalz
150 ml Weißwein
150 ml Wasser
2 Zitronenscheiben

Die Kalbsvögerl waschen, trockentupfen und mit dem Speck umwickeln. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Beides in einen Topf oder eine verschließbare Schüssel geben, mit Essig und Wasser übergießen und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage beizen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Kalbsvögerl von allen Seiten darin anbraten, mit Wasser und Wein ablöschen, die Zitronenscheiben zugeben und in etwa 20 Minuten zartweich garen.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XV



Seit gestern ist die 15. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zum Neoswing mit einem Interview mit der zauberhaften Alice Francis. Außerdem ein Plädoyer für das Geschriebene Wort, Mode in Schwarz und Weiß sowie ein Tutorial für den perfekten Lidstrich.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Sonntag, 21. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: schließen der Seitennaht und angleichen der Länge

Kommen wir nun zur Seitennaht unseres Petticoats. Bevor wir die Seitennaht jedoch tatsächlich schließen können, müssen wir erst noch die Länge unseres Rockes, bzw. deren Gleichmäßigkeit überprüfen. Dafür heften wir die Naht mit Stecknadeln und zwar so, dass die Spitzeneinsätze Stoß an Stoß  liegen. Jetzt breiten wir das gute Stück aus und überprüfen, ob unser Saum gleich lang ist. Ist er das nicht, gleichen wir an und versäubern die entsprechenden Stellen nochmal neu. So funktioniert das übrigens bei jeder Art von Rock oder Rockteil und sollte auch bei jedem ebenso gemacht werden.
Sobald die Länge passt, schließen wir die Seitennaht immer noch nicht, sondern nähen an der unteren Saumkante zunächst noch das noch fehlende Spitzenband an, und zwar ebenfalls wieder mit dem genähten Zickzack-Stich.



Probiert jetzt euren Petticoat an und überprüft so, wie viel der Seitennaht ihr offen lassen müsst, um ihn bequem an und wieder ausziehen zu können. Jetzt wird aber wirklich zusammengenäht: steppt die Seitennaht mit 1 cm Nahtzugabe bis zu der Stelle zusammen, die ihr euch zum bequemen an- und ausziehen markiert habt. Schlagt nun die Nahtzugaben der beiden offen Seiten der Seitennaht um und steppt sie fest.

Beim nächsten Mal widmen wir uns noch dem Bund. (^.^)

Freitag, 19. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: gebackene Kalbsbrust

Die gebackene Kalbsburst kenne ich nun tatsächlich wieder aus Kindheitstagen und ich erinnere mich, ich habe sie eigentlich ganz gern gegessen; es war jetzt kein Lieblingsessen aber auf jeden Fall ein Gericht, das geschmeckt hat. Mal sehen, wie es heute so ist. (^.^)
Erfreulicherweise ist es ein Rezept, das sich gut vorbereiten lässt.


1 kg Kalbsburst
Salz
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
Mehl zum Wenden
2 Eier
100 g Semmelbrösel
40 g Butterschmalz


Die Kalbsbrust parieren, Zwiebel und Suppengrün putzen, schälen und grob schneiden. Alles in einen weiten Topf geben, mit Wasser bedecken und salzen. Zum kochen bringen und die Kalbsbrust leicht simmernd in ca. 1 Stunde gar kochen. Die Kalbsbrust herausnehmen und abkühlen lassen; am besten über Nacht.

Mehl, Eier (verschlagen) und Semmelbrösel in je einen tiefen Teller geben. Die Kalbsbrust in zweifingerbreite Scheiben schneiden, erst in Mehl, dann in den Eiern und schließlich in den Semmelbröseln wenden. Das Butterschmalz zerlassen und die panierte Kalbsbrust darin goldbraun braten.
Dazu gibts selbstverständlich Preiselbeeren und Kartoffelsalat und es schmeckt immer noch (^.^) So gut sogar, dass ich gar nicht verstehen kann, wieso es dabei in meiner Kindheit nicht zum Lieblingsessen gereicht hat. (^.^)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wir wollen eine neue Couch!

Ok, zugegeben: ich will eine neue Couch, mein Mann meint, dass es die alte Couch eigentlich noch tut, aber wenn ich unbedingt will... (^.^) Naja, meine weiblichen Leser wissen vermutlich was ich meine. (^.^)

Ich weiß schon ziemlich genau was ich will, aber genau das ist auch das Problem: meine Vorstellungen sind so genau, dass es schier unmöglich ist, die ideale Couch überhaupt zu finden. Auf Zugeständnisse oder gar eine Verlegenheitslösung habe ich aber keine Lust, im Vergleich dazu tut es unsere jetzige Couch nämlich wirklich noch.

Ich hätte gerne etwas, das mehr im Vintagelook ist, ein Original kommt jedoch nicht in Frage, da ich da vermutlich nicht entspannt drauf sitzen könnte, aus lauter Sorge, das gute Stück zu ruinieren. Außerdem soll die Couch funktional sein: wir haben gerne und durchaus des öfteren Übernachtungsgäste: eine Schlaffunktion ist daher Pflicht. Unsere aktuelle Couch hat die zwar, bequem ist aber trotzdem anders, es darf also ruhig komfortabler werden. Dann hätte ich auch gerne wieder waschbare Bezüge. Ehrlich: sowas ist Gold wert. Und: eine u-förmige Couch soll es nicht mehr werden. Ich liebäugle mit einer Couch-Sessel-Kombination.

Eine Idee habe ich auch schon: es wird wahrscheinlich auf eine halb selbst gemachte Lösung hinauslaufen. Zu hundert Prozent sicher bin ich aber noch nicht. Nichts desto trotz wird es einmal mehr ein kleines Projekt, über das ich hier berichten werde. Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 15. Februar 2016

Wiener Biskuit - Drei Mal Sachertorte

Die Sachertorte ist ein wahrer Klassiker aus Wiener Biskuit. Ich habe die Gelegenheit nun mal genutzt und die berühmte Sacher nicht nur mit Zartbitter-Kuvertüre, sondern auch mit Vollmilch- und weißer Kuvertüre gebacken und beides schmeckt wunderbar. (^.^)

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
7 Eier
30 g Zucker
150 g Butter
150 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
150 Kuvertüre
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver

350 g Aprikosenkonfitüre

200 g Zucker
125 ml Wasser
150 g Kuvertüre

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen. Die Kuvertüre auf dem Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen und die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillezucker schaumig rühren und die Eigelbe unterziehen. Die geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver auf den Teig sieben und unterheben. Zuletzt das Eiweiß zugeben und ebenfalls unterheben. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und in etwa 5 Minuten backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Kuchen einmal durchschneiden und mit Aprikosenkonfitüre füllen. Die restliche Konfitüre erhitzen und den wieder zusammengesetzten Kuchen damit rundherum mit einem Pinsel dünn einstreichen. Das ganze nennt sich Aprikotieren, man macht das, um Brösel zu binden, damit der Guss möglichst perfekt aussieht. Die Torte nun mindestens zwei Stunden trocknen lassen.

Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Zucker und Wasser aufkochen und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die geschmolzene Kuvertüre mit dem Schneebesen unter das Zuckerwasser rühren und wenige Minuten abkühlen lassen. Den Guss auf die Torte gießen und verstreichen. Fertig ist die weltberühmte Sacher, die übrigens am am nächsten Tag besser schmeckt, als frisch gebacken. (^.^)

Samstag, 13. Februar 2016

Häkelmuster - Der Rosenstich

Das heutige Häkelmuster kennt ihr bereits, allerdings noch nicht unter seinem offiziellen Namen und ich will es vor allem auch der Vollständigkeit halber noch nennen: Es ist der Rosenstich, der sich ergibt, wenn ihr ganz klassische feste Maschen häkelt und dabei ebenfalls ganz klassisch immer in beide Maschen der Vorreihe einstecht:

Freitag, 12. Februar 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Altbayrisches Blaukraut

Blaukraut ist kein Rotkohl, die Zubreitungsart und damit der Geschmack ist eine völlig andere. Wie das altbayrische Blaukraut gelingt, beschreibt Erna Horn eher dürftig, daher greife ich hier einmal mehr zum Familienrezept:

1 Kopf Blaukraut
50 g Butterschmalz
1 Zwiebel
2 Äpfel (Boskop)
1 EL Zucker
2 EL Essig
4 EL Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
4 EL Preiselbeeren
250 ml möglichst heißes Wasser

Die äußeren Blätter des Krautkopfes entfernen, vierteln oder achteln und - nis auf den weißen Strunk - in feine Streifen hobeln.
Die Zwiebel und die Äpfel schälen und fein würfeln. In einem weiten Topf  das Fett erhitzen und Zwiebel- und Apfelwürfel darin andünsten. Das Blaukraut zugeben und unter rühren ebenfalls andünsten. Essig, Rotwein, Gewürze, Preiselbeeren und Wasser zugeben und das Blaukraut in etwa einer Stunde bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser nachgießen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - der Anfang (einschließlich linke Maschen)

Bevor es mit unserem neuen Projekt wirklich losgehen kann, müssen wir erst noch eine neue Masche lernen: die linke Masche. Auch hierzu habe ich euch ein kurzes Video gedreht:

Für die linke Masche legt ihr also den Arbeitsfaden vor die Nadel, so dass er über der abzustrickenden Masche liegt. Stecht nun mit der rechten Nadel von oben durch Arbeitsfaden und Masche und holt den Arbeitsfaden von unten durch die Masche. Fertig - so leicht ist das. (^.^)

Strickt man nun abwechselnd eine Reihe rechte eine Reihe linke Maschen, so erhält man das, für vor allem Feinstrick klassische Muster des "glatt Rechts".

Dienstag, 9. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Stiftelfalten

Damit unser Petticoat ein schönes Volumen bekommt, nähen wir jetzt Stiftelfalten ein. Was früher enorm mühsam mit der Hand passieren musste, geht heute Dank Stiftelband, das nur noch aufgesteppt wird, ganz enorm schnell und im vergleich dazu auch wirklich leicht. Wir nähen uns jetzt von unten nach oben, das heißt, wir greifen zu unserer 4 Meter breiten Stufe und steppen an der oberen Kante auf der linken Seite des Stoffes Stiftelband fest und zwar an den Außenkanten als auch zwischen den Zugfäden. Damit die Zugfäden nicht gleich schon beim Nähen verrutschen werden sie am Bandanfang mit Knoten gesichert.

Nach dem Feststeppen kommt durch die bereits geknoteten Zugfäden eine Sicherheitsnadel damit sie uns beim folgenden ziehen nicht entgegenkommen. Breitet nun eure zweite Stufe zur Orientierung aus und nun zieht an den Zugfäden bis die dritte Stufe so zusammengerafft ist, dass sie die Länge der zweiten Stufe hat. Ja, das ist anstrengend, das ist zeitraubend und das ist nervig. Es ist allerdings nichts im vergleich zum Stifteln per Hand, ehrlich.Nun verteilt ihr die Falten noch gleichmäßig und heftet dann die beiden Stufen mit Stecknadeln aneinander, wobei die gestiftelte Kante der dritten Stufe an die Spitze der zweiten Stufe genäht wird. Näht die beiden Stufen nun noch mit dem genähten Zickzackstich aneinander.

Gleiches wiederholen wir nun nochmal. Wir steppen an die obere Kante der zweiten Stufe Stiftelband fest um es genauso wie oben beschrieben an die erste Stufe zu steppen.

Damit lassen wir es für heute gut sein. Beim nächsten mal wird unser Petticoat fertig. (^.^)

Sonntag, 7. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen

So meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Strickprojekt. Dieses mal wagen wir uns auch direkt schon an ein Kleidungsstück, einen wunderschönen leichten, ärmellosen Sommerpullover, der in der Schachenmayrin aus dem Juli 1958 erschienen ist. Das Modell ist wirklich leicht zu bearbeiten, ist zeitlos schön und wird im kommenden Sommer sicherlich eines meiner Lieblingsstücke werden:
Bald gehts los mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung, seid also gespannt. (^.^)

Mittwoch, 3. Februar 2016

So viele Blümchen, nur was damit tun?

Von unserer Hochzeit habe ich immer noch unzählige Blümchen - weiße und rote Rosen um genau zu sein - übrig, die bisher in einem Karton als "irgendwann mal"-Bastelprojekt ihr Dasein gefristet haben. Um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht so recht, was ich damit anstellen will. Was ich wusste war, dass es etwas in Richtung Schmuck/Accessoires werden soll. Was ich ebenfalls wusste, war, dass das unmöglich alles für mich sein kann, sondern irgendwie unter die Leute muss. Nachdem ich eine Freundin habe, die schon seit längerem einen erfolgreichen DaWanda-Shop hat und auch das eines der "irgendwann mal ausprobieren"-Projekte ist, hatte ich jetzt endlich die Eingebung! Ich versuche nun mal mein Gebastle auf DaWanda an den Mann - oder besser: an die Frau zu bringen. Und aus den Rosen soll Schmuck werden. Vintage-Schmuck um genau zu sein. Und um richtig genau zu sein: Schmuck im Stil von Miriam Haskell, die zum einen vorwiegend Blumenschmuck entworfen hat und die zum anderen von den frühen 40ern bis in die 60er die "It-Pieces" für die damaligen "It-Girls" wie Lucille Ball, Joan Crawford oder Wallis Simpson kreiert hat. Klar dass ihre Originalarbeiten heute schier unbezahlbar sind und umso mehr ein Grund, günstigere Alternativen zu schaffen. Einmal mehr halte ich euch auf dem Laufenden und freue mich natürlich umso mehr, wenn sich unter meinen Leserinnen auch künftige Küferinnen befinden. (^.^)

Montag, 1. Februar 2016

Häkelmuster

Nun meine Lieben, das Handwerkszeug zum Häkeln habe ich euch gezeigt, im Grunde könnt ihr nun alles um alles mögliche zu häkeln. ich hatte euch zu Beginn meines Häkelkurses ja schon versprochen, dass Häkeln wirklich nicht schwer ist. (^.^) Eines möchte ich euch aber jetzt doch noch zeigen, die gängigsten Häkelmuster nämlich.

Bei Häkelanleitungen ist es zwar normalerweise so, dass das jeweilige Muster in der Anleitung nochmal genau dargestellt wird, eventuell findet ihr aber Lust daran, eigene Kreationen zu häkeln. In dem Falle ist es auf jeden Fall praktisch, auf eine Zusammenstellung von Mustern zurückgreifen zu können, ohne vorher lange selbst zu testen, was gefällt.

Daher gibt es die nächste Zeit immer mal wieder zwischendurch ein neues Häkelmuster, mal einfach, mal anspruchsvoll, auf jeden Fall ist sicher für jeden was dabei. (^.^)

Samstag, 23. Januar 2016

Wiener Biskuit - Vanilletorte

Heute möchte ich euch eine Torte vorstellen, die es bei uns zum Bestandteil der Hochzeitstorte geschafft hat. Eine wirklich leckere Torte also. (^.^)

6 Eier
150 g Zucker
10 g Vanillezucker
150 g Mehl
30 g Speisestärke
75 g Butter

Für die Füllung:
2 Blatt Gelatine
500 ml Milch
1 Vanilleschote
4 Eigelb
100 g Zucker
30 g Speisestärke
200 g Sahne

Für den Guss:
200 g Zartbitterkuvertüre
200 g Sahne
je nach Geschmack Tortendeko
(ich nehme hier Vanilletrüffel)

Zur Zubereitung:
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier ausschlagen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Ein Drittel des Teiges (zwei Schöpfkellen) in die Form füllen und in etwa 15 Minuten goldbraun backen, auf ein Kuchengitter zum auskühlen stürzen (Backpapier drunter damit nichts festklebt) und zwei weitere Böden entsprechend backen.

Die Gelatine einweichen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zusammen mit der Milch aufkochen. Die Milch von der Herdplatte nehmen und 5 - 10 Minuten durchziehen lassen. Die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke in einem Topf glatt rühren, auf eine Herdplatte setzen und die Vanillemilch nach und nach zugießen und unterrühren. Die Maße unter Rühren aufkochen bis sie einmal aufpufft, von der Herdplatte nehmen und glatt rühren. Nun noch die Gelatine ausdrücken und unter die Vanillecreme ziehen. Den Topf in kaltes Wasser setzen (am besten lasst ihr kaltes Wasser in eure Spüle) und die Creme kalt schlagen, also weiterhin kräftig durchrühren, damit sie herunterkühlt.
Die Sahne steif schlagen und unter die Creme ziehen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umspannen. Die Hälfte der Creme aufstreichen, den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme, bis auf einen Esslöffel, darauf verstreichen. Den letzen Boden aufsetzen und den Esslöffel zurückbehaltene Crene darauf verstreichen um Brösel zu binden. Jetzt kommt die Torte erstmal für mindestens 60 Minten in den Kühlschrank, damit sie schön fest wird.

Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen, über die Kuvertüre gießen und die Mischung zunächst etwa 5 Minuten ruhen lassen, dann mit dem Rührstab die Masse homogenisieren, also solange rühren, bis eine glatte Mischung entstanden ist.

Den Tortenring von der Torte lösen und die Torte mit der lauwarmen Zartbitter-Canache einstreichen, nach Gusto dekorieren und die Torte über Nacht kühl stellen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Bier- und Oktoberfestmuseum

Selbstverständlich gibt es in München ein Bier- und Oktoberfestmuseum. Wie sollte es auch anders sein? (^.^) Das Bier- und Oktoberfestmuseum in München befindet sich in zentraler Lage in der Altstadt (Sterneckerstraße 2, Nähe Isartor)  und ist in einem Bürgerhaus aus dem frühen 14. Jahrhundert untergebracht, schon allein das und die innenliegende so genannte Himmelstreppe über vier Stockwerke ist sehenswert.

Das Biermuseum bietet einen Überblick über die Geschichte von Bier und Braukunst im Allgemeinen, fokussiert sich im Speziellen aber auf das beste Bier der Welt: das Münchner Bier und die Geschichte der Münchner Brauereien. Neben der Ausstellung und dem üblichen Führungsprogramm kann man dazu auch den Praxistransfer buchen: eine Bierverkostung mit einem Biersommelier, die sensationell gut gemacht ist.

Das obere Stockwerk widmet sich der Geschichte der Wiesn, (aka Oktoberfest), das zwischenzeitlich gedanklich so fest mit dem Münchner Bier verknüpft ist, dass diese Ausstellung einen runden Abschluss bildet.

Wer möchte (eigentlich sollte man), beendet seinen Museumsbesuch im Museumsstüberl im Erdgeschoss und findet dort eine urige typisch bayrische Wirtschaft, ganz ohne Touristentumult, so wie in den großen traditionellen Häusern.

Rundherum eine absolute Empfehlung von mir. (^.^)

Montag, 11. Januar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat wird genäht

Jetzt geht es mit unserem Petticoat aber endlich ab an die Nähmaschine. (^.^) Zunächst werden alle Schnittteile versäubert. Dann wird eine Naht der obersten Stufe zusammengesteppt und die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Schließlich nähen wir an die Unterkante der ersten und zweiten Stufe mit dem genähten Zickzack-Stich das Spitzenband mit etwa 0,5 cm Übersatz fest. Mit dem Spitzenbesatz der unteren Stufe warten wir noch, da es immer sein kann, dass wir noch etwas an der Länge anpassen müssen und sei es nur, dass der Saum nicht gerade ist. Daher wird bei Röcken die untere Kante immer zum Schluss genäht.
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man mit Stiftelfalten Volumen zaubert und die einzelnen Stufen ineinander passt. Seid also gespannt. (^.^)

Samstag, 9. Januar 2016

Omas wirklich altes Tischkreuz und die Suche nach einem Facelift

Heute möchte ich euch etwas ganz besonderes zeigen. Ich habe ja schon erzählt, dass einiges vom Hausstand meiner verstorbenen Großmutter kürzlich den Weg zu mir gefunden hat. Etwas ganz besonderes dabei, zumindest ideell, ist ein wunderbares altes Tischkreuz. Alt heißt in diesem Falle aber leider auch, definitiv restaurierungsbedürftig. Und das ist nun nichts mehr, das ich mir selbst zutraue, ich brauche dafür definitiv einen guten Restaurator. Nur leider kenne ich keinen. Ich hoffe daher auf euch, vielleicht hat ja einer von meinen treuen Lesern einen heißen Tipp für mich. Hier ist das Prachtstück schon mal zur Ansicht:
Das Kreuz selbst ist aus Holz, das INRI, der Christus und die Madonna sind aus Porzellan und die Bordüre außenrum, die gerade in großen Teilen ersetzt werden müsste stellt mich vor Rätsel... es ist kein Holz, das Material ist auf jeden Fall flexibel und sehr wahrscheinlich durch Wärme verformbar. Der heiße Tipp einer Holzschnitzerin, die ich dazu schon befragt habe, war vergoldeter Scherenschnitt aus Karton.

Kennt jemand von euch einen guten Restaurator, der solche Tischkreuze restaurieren kann? Ich bin um jeden heißen Tipp dankbar und täte auch eine längere Fahrt auf mich nehmen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Valentin-Karlstadt-Musäum

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblingsmuseen in München vorstellen, das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor. Ich mag den Humor von Karl Valentin und Liesl Karlstadt, denen dieses Museum gewidmet ist. Zugebenrmaßen sind beide über die bayerischen Grenzen hinaus nicht gerade bekannt, umso mehr empfehle ich aber einen Besuch im Museum, will man wirklich an Münchens Herz vordringen. Für alle die mal reinschnuppern wollen, was die beiden so zu bieten haben, einer meiner Lieblingsfilme "Der Theaterbesuch" aus dem Jahr 1934:

Den Theaterbesuch kann man, neben etlichen anderen Filmen von Karl Valentin und Liesl Karlstadt übrigens auch im Kinosaal des Museums sehen. Selbstverständlich gibt es ansonsten noch viele biografische Informationen, Requisiten und einiges an verstecktem Witz zu entdecken:

Daneben bietet das Museum Münchens wohl urigstes Café, das Turmstüberl, in das man nur kommt, wenn man auch eine Museumskarte kauft:

Freitag, 1. Januar 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: geräucherte Ochsenzunge mit Portweinsauce

Ich kann mich aus meiner Kindheit dunkel an Zunge, allerdings Schweinezunge erinnern, die ich damals wirklich gerne gegessen habe. Daher habe ich mich wirklich auf die Umsetzung des Rezepts gefreut, gerade auch, weil die Servierempfehlung lautete, man solle die Zunge auf Kartoffelbrei anrichten und bei Kartoffelbrei kann ich definitiv nicht widerstehen. (^.^)

Die geräucherte Ochsenzunge war grundsätzlich nicht schwer in der Zubereitung, angerichtet sieht es wirklich lecker aus, aber geschmacklich und insbesondere die Konsistenz der Zunge: igitt! Selbst mein Mann, der eigentlich ein sehr genügsamer Esser ist, hat die Zunge nicht aufgegessen, kurzum: ich erspare euch das Rezept, der Versuch war definitiv nichts.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wiener Biskuit - Das Grundrezept

Der Wiener Biskuit enthält im Grunde die gleichen Zutaten wie der klassische Biskuit, wird aber zusätzlich mit zerlassener Butter verfeinert, weswegen er auch eine Kleinigkeit Speisestärke benötigt und damit ganz besonders locker und feinporig ist. Er eignet sich daher besonders für Obstkuchen, Torten und feine Formkuchen, wie etwa Osterlämmchen.

Die Zutaten:
Bei Wiener Biskuit nimmt man pro Ei 25 g Zucker, 25 g Mehl sowie 5 g Speisestärke und 12,5 g zerlassene Butter. Nach Wahl können noch Geschmackszutaten wie Vanillezucker oder abgeriebene Zitronenschale zugegeben werden.

Je nach Größe der Backform rechnet man das Grundrezept entsprechend hoch:
Obstkuchenboden (26 cm Durchmesser): Masse aus drei Eiern
Tortenboden (22 cm - 24 cm Durchmesser): Masse aus vier Eiern
Tortenboden (24 cm - 26 cm Durchmesser): Masse aus sechs Eiern
Tortenboden (26 cm - 28 cm Durchmesser): Masse aus acht Eiern
Tortenboden (28 cm - 30 cm Durchmesser): Masse aus zehn Eiern
Roulade (ein Blech) - Masse aus fünf Eiern

Zur Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker bzw. die Zitronenschale zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze bzw. für Rouladen 8 - 10 Minuten bei 220° C Ober-/Unterhitze backen.

Auch der Wiener Biskuit lässt sich variieren:
Nuss-/Mandelbiskuit:
Hierfür wird die Hälfte der Mehlmenge durch die gleiche Menge an gemahlenen Nüssen oder Mandeln ersetzt.
Schokoladenbiskuit:
Hierfür werden pro Ei 5 g Mehl durch die gleiche Menge Kakaopulver ersetzt.

Die allgemeinen Grundlagen zu Biskuitteig findet ihr hier: Biskuitteig - Die Grundlagen

Montag, 21. Dezember 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - zusammennähen mit dem Matrazenstich

Der Matrazenstich ist der "Klassiker" zum Zusammennähen von Strickstücken, der dabei auch die schönste und gleichmäßigste Naht ergibt. So gehts:



Die beiden zusammenzunähenden Strickstücke werden flach nebeneinander, mit der rechten Seite nach oben, gelegt. Wir beginnen nun von unten nach oben zusammen zu nähen. Als Arbeitsfaden dient uns dabei der Faden, den wir vom Anschlag zurückbehalten haben. Mit diesem Faden fassen wir vom gegenüberliegendenden, also recht liegenden Strickstück direkt neben der Randmasche zwei Querfäden auf, wechseln zum links liegenden Strickstück, fassen dort die entsprechenden Querfäden auf und so weiter und so fort, bis die Naht komplett geschlossen ist. Zwischendurch wird der Arbeitsfaden immer wieder angezogen, so kann man auch leicht überprüfen, ob die Naht noch gleichmäßig ist und die Maschen passend aufeinandertreffen.
Abschließend wird der Arbeitsfaden noch vernäht und fertig ist die geschlossene Naht. (^.^)

Samstag, 19. Dezember 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XIV


Seit gestern ist die 14. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Mode-Special für den romantischen Urlaub auf einer Berghütte, außerdem Mode für den Herrenabend und die Ladies Night. Außerdem widmen wir uns dem Interieur-Dauerbrenner Shabby Chic und einem oft vergessenen Thema, dem Verwöhnprogramm für Körper und Seele.


Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Außerdem startet das Team vom Vintage-Flaneur aufgrund des aktuellen Rechtsrucks und der Radikalisierung der Gesellschaft durch den Abschaum von Pegida und AfD eine Hashtag-Aktion gegen Rechts, denn: ohne uns! Macht mit und macht ein Bild von euch mit dem Hashtag #vintagegegenrechts und postet es in den Sozialen Medien eurer Wahl. (^.^)

Freitag, 18. Dezember 2015

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gekochter Wadschenkel

Der Wadschenkel ist eigentlich ein sehr feines und butterweiches Stück Suppenfleisch, das trotzdem heute nahezu un Vergessenheit geraten ist. Außerdem lässt er sich auch noch absolut leichtr und unkompliziert quasi nebenbei kochen.

1 kg Wadschenkel
Salzwasser
1 Bund Suppengemüse

Das Salzwasser zum Kochen bringen, den Wadschenkel kalt abspülen, trocken tupfen und in das kochende Wasser gebe. Etwa 2,5 Stunden kochen. Nun das Suppengemüse waschen, putzen, schälen und grob würfeln. Zum Wadschenkel geben und weitere 20 Minuten kochen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und zusammen mit etwas Brühe und Suppengemüse anrichten.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch! (^.^)

 Ich habe mich bisher - so wie vermutlich der Großteil der Frauen - vor dem Badezimmerspiegel geschminkt und frisiert. Aber seien wir mal ehrlich: das Licht in deutschen Badezimmern ist schlicht zu schlecht für wirklich gutes Make-up, um sich wirklich vernünftig stylen zu können, gibt es grundsätzlich zu wenig Ablagefläche und stehend vor dem Spiegel hat man oft nicht die Haltung die wirklich praktikabel und bequem ist. Kurzum: schminken und frisieren im Bad ist echt suboptimal. Mit unserer neuen und vor allem größeren Wohnung hat das aber für mich jetzt ein Ende: ich habe jetzt nämlich endlich Platz für Omas wunderschönen Frisiertisch aus den späten 30er Jahren; ein Unikat vom Schreiner ist er außerdem. (^.^)

Der Frisiertisch, der jetzt noch bei meinen Eltern eingelagert ist, findet seinen neuen Platz ganz stilecht im Schlafzimmer und soll zwar genauso stilecht dekoriert und eingerichtet werden, aber dennoch funktional sein. Funktional vor allem aber auch in einer Beziehung (Ablagefläche und bequem sitzen bringt ja "Frisiertisch" schon ganz automatisch mit), der idealen Ausleuchtung nämlich, die ich selbst konstruieren werde und worüber ich natürlich noch gesondert berichten werde.

Nun hat nicht jede von euch das Glück, einen wunderbaren Frisiertisch zu erben, und kaufen lässt sich sowas heute nur mit einem entsprechend hohen finanziellen Invest (warum eigentlich?). Daher möchte ich noch kurz zusammenfassen, worauf es bei einem wirklich guten und brauchbaren Schminktisch ankommt:
  • die Sitzhöhe, also die Höhe des Frisiertisches beträgt 74 cm
  • der Tisch ist ausreichend tief, damit ihr genug Platz zum Stellen von täglich Benötigtem und gleichzeitig zum Ablegen habt
  • die Tischplatte ist unempfindlich gegen Make-up-Verschmutzungen und Hitze; sinnvoll ist also eine (Plexi-)Glasplatte
  • der Tisch bietet außerdem genug Stauraum für all euer Utensilien
  • der Spiegel ist hoch genug und dreiteilig, für den Rundum-Blick
Mehr braucht es nicht, für den perfekten Schminktisch. Wie mein neuer alter Schminktisch aussieht und vor allem wie ich ihn einem kleinen Make-over unterziehe, damit er wieder in glamourösem Glanz erstrahlt. lest ihr demnächst hier. (^.^)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - der Teint

Die Foundations der 40er Jahre  sind deutlich leichter, als noch die der 30er Jahre, so dass der Teint bei weitem nicht mehr so "abgespachtelt" ist, wie das noch in den 30er Jahren üblich war. Kurzum: der Teint wirkt natürlich. Für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 40er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 40er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Montag, 7. Dezember 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Die Anprobe

Nachdem wir nun zugeschnitten haben folgt ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschnitt beim Nähen von Kleidung: die Anprobe. Trotz allem Maß nehmens und aller Maßkonfektion ist nun mal jeder Körper anders. Wenn man sich schon die Mühe macht und ein Kleidungsstück selbst näht, soll es auch perfekt sitzen. Daher führt wirklich kein Weg vorbei an der Anprobe. Heftet dafür eure Schnitteile entweder mit Stecknadeln oder mit Heftfaden an den wesentlichen Nahtstellen aneinander und probiert sie an. Kontrolliert den Sitz und ändert ggf. den Schnitt so, dass es perfekt sitzt: durch versetzen der Nähte, durch das hinzufügen von Abnähern oder durch Korrektur des Zuschnitts.

Bei unserem Petticoat reicht es, wenn die Zuschnitte aus dem Papierschnittübertrag an den Seiten aneinander geheftet werden. Sitzt der Zuschnitt in der Taille? Wenn ja: alles gut. Wenn nein: versetzt die Naht und markiert entsprechend mit Schneiderkreide.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Fäden vernähen

Kommen wir nun zum Vernähen der Anfangs- und Endfäden. Das ist zwar nervig (zumindest für mich), aber wenigstens einfach und verhältnismäßig schnell passiert.


Vernäht wird grundsätzlich immer am Rand und zwar durch aufnehmen einzelner Fäden und durchziehen des zu vernähenden Fadens mit Hilfe einer stumpfen Nadel. Es reicht, wenn ihr den Faden über etwa 10 cm vernäht. Zum Abschneiden des Fadenrestes zieht ihr das Strickstück etwas zusammen, schneidet den Faden ab und zieht den gerafften Rand wieder glatt - fertig.