Montag, 29. Dezember 2014

Ein selbstgebastelter Magnetkalender

Ihr kennt vermutlich die handelsüblichen Magnetkalender, also ein Blechschild bedruckt mit einer, zumeist auf "Vintage" getrimmten Werbung und einem immerwährenden Kalendarium. Die Dinger sehen - um es mal auf den Punkt zu bringen - komplett Panne aus. Das Prinzip dahinter, also ein immerwährendes Kalendarium aus robustem Material für die Wand, das man auf simpelste Weise aktuell hält, finde ich aber cool. Daher habe ich mich an die Herausforderung gewagt und einen eigenen Magnetkalender gebastelt. Die Rahmenbedingungen dabei waren: er soll absolut unkitschig, dafür aber klassisch-chic mit einem Hauch Vintageglamour sein.



Dafür habe ich zu einem Bilderrahmen gegriffen, das Glas entfernt und die Rückplatte mit Magnetfarbe gestrichen. Nach dem Trocknen habe ich Zahlen und Monate mit Stempelfarbe im Kreidestil aufgestempelt, das unterstreicht neben dem pastigen Pinselstrich der Magnetfarbe den Vintagelook. Als Magnetrahmen nutze ich Scrapbooking-Elemente ("Embelishment" genannt), auf deren Rückseite ich kleine Magnete aufklebe. Fertig (^.^) Ab an die Wand damit:




Freitag, 26. Dezember 2014

Bayrische Kuchl - Suppn: Grießnockerlsuppe

Als erstes will ich euch eine Suppe vorstellen, die ich als Kind echt gehasst habe, heute aber hin und wieder mal ganz gerne esse: die Grießnockerlsuppe. Das Rezept, das Erna Horn veröffentlicht liest sich aber eher weniger lecker, da die Nockerl mit so viel Butter und so wenig Grieß vermutlich sehr batzig-matschig werden und genau das mag ich an Grießnockerl nicht. Für mich müssen die Nockerl eher etwas fest, quasi noch mit Biss sein, daher nehme ich weniger Butter und mehr Fett als im Rezept angegeben. Dafür muss mein angerührter Nockerlbrei etwas länger quellen.

Hier mein Rezept für 2 Personen (6 Nockerl):
30 g Butter
60 g Grieß
1 Ei
Salz
Muskat
750 ml Fleischbrühe

Die Butter mit dem Grieß und dem Ei glatt rühren, mit Salz und Muskat würzen und mindestens 30 Minuten quellen lassen. Die Fleischbrühe erhitzen und mit zwei Teelöffeln Suppennockerl formen und in die heiße, aber nicht kochende Suppe setzen. Etwa 15 Minuten knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen und fertig ist die Grießnockerlsuppe nach Lili-Art. (^.^)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der kleine Schminkalmanach: die 20er Jahre - der Teint: ganz authentisch

Für den authentischen 20er Jahre Teint braucht es nicht viel, schlicht, weil die Kosmetikindustrie noch nicht viel dazu hervorgebracht hatte. (^.^) Es gab Foundations, diese waren jedoch meist farblos bis maximal leicht getönt und dienten lediglich als "Haftgrund" für den Gesichtspuder, der im Grunde das einzige Mittel zum Abdecken war. Aufgetragen wurde der Puder mit einer Puderquaste.
Während zu Beginn der 20er Jahre noch blasse Haut gefragt war, wurde in den folgenden Jahren gebräunte Haut modern, so dass auch die Gesichtspuder dunkler wurden und auch die ersten Bronzer erhältlich waren, für all jene die für den gebräunten Look nachhelfen mussten.

Neben Puder wurde Rouge genutzt, allerdings wurden damals mit Rouge die Gesichtspartien betont die hervortreten sollten - nun, man wusste es noch nicht besser, steckte doch das offizielle Schminken quasi noch in den Kinderschuhen (^.^) Die Farben waren in der ersten Hälfte der 20er Jahre nach heutigem Ermessen sehr grell, wurden dafür aber umso großzügiger aufgetragen. In Mode war Mandarinorange, Mohnrot und Karminrot, erst Ende der 20er Jahre gab es die ersten Rosé-Schattierungen, die dann auch dezenter waren. Aufgetragen wurde Rouge mit den Fingern (bei Cremerouge) oder aber mit einer Puderquaste direkt auf die Wangen, um die typischen Apfelbäckchen zu schminken.

So bekommt ihr heute den authentischen 20er Jahre Teint hin:

Das Gesicht mit einer Tagescreme eincremen und sofort danach mit losem Puder abpudern. Wer es besonders original will, greift dafür zu einer Puderquaste. Die Wangen werden nun auf dem höchsten Punkt der Wangenknochen mit kreisenden Bewegungen ebenfalls mit einer Quaste satt mit einem Orange- oder Rotton gerötet. Und mit satt meine ich satt: wenn es nach heutigem empfinden nach "echt zu viel" aussieht, ist es "genau richtig" für die 20er Jahre. Nachdem heutzutage orangefarbener oder roter Rouge enorm schwer aufzutreiben ist, kann man ersatzweise auch zu Lippenstift greifen, den man erst auf den Finger gibt um dann die Farbe auf den Wangen zu verteilen. Nun das ganze noch in angewandt:

Zugegeben Deckkraft sieht anders aus, aber mehr war in den 20er Jahren nun mal nicht drin... Glücklicherweise haben wir heute noch ein paar mehr Möglichkeiten, deren Nutzung ich euch natürlich demnächst noch zeigen werde. Schließlich wollen wir doch auch authentisch aussehen, wie wir das gezaubert haben, bleibt unser Geheimnis. (^.^)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - Maschen im Häkelstück abnehmen

Neben der Abnahme am Rand eines Häkelstücks ist es manchmal auch erforderlich im Häkelstück einzelne Maschen abzunehmen, das macht man durch zusammenhäkeln:


Dafür werden drei Maschen auf die Häkelnadel gelegt. Bei festen Maschen durch durchziehen einer Schlinge des Lauffadens; Stäbchen werden bis zum Abhäkeln mit der Vormasche gehäkelt, ein zweites Stäbchen wird genauso aufgehäkelt.





Die drei Maschen werden nun gemeinsam abgemascht, womit sich die Maschenzahl in Summe um eine Masche reduziert.






Mit diesem Vorgehen kann man auch mehr als nur zwei Maschen zusammenhäkeln dadurch wölbt sich aber das Häkelstück. Um ein Wölben zu vermeiden, häkelt man maximal zwei Maschen zusammen und nimmt nie mehr als in Summe zwei Maschen je Reihe mit dieser Methode ab. Möchte man mehr Maschen je Reihe abnehmen, nimmt man am Rand des Häkelstücks ab.

Freitag, 19. Dezember 2014

Bayrische Kuchl - Suppn

François Barraud - La Tailleuse de Soupe (1933)
Früher, bei Mama zu Hause, gab es zum Mittagessen immer, wirklich immer eine Suppe vorweg. Nun muss ich zugeben, dass ich als Kind ein wahrer Suppenkasper war, zu schätzen wusste ich das damals also nicht. Dafür habe ich so ziemlich alles über "die gute Suppe" gehört, was es dazu zu hören gibt. Von "die ist gesund" (stimmt ja auch) bis "die wärmt den Magen vor" (naja, zumindest wärmt sie von innen) war wirklich alles dabei. Wie dem auch sei, heute stelle ich mich nicht mehr derart an, vielmehr esse ich mittlerweile richtig gerne ein gutes Supperl vornweg. (^.^). Manchesmal esse ich eine gutes Supperl auch gerne als leichtes und bekömmliches Hauptgericht.
Daher möchte ich meine Serie auch mit den Suppen eröffnen: passend zur Jahreszeit etwas das schön wärmt und passend zur Saison etwas das nicht all zu schwer ist, gegessen wird in den nächsten Wochen noch genug, da freut sich der Körper doch auf etwas Leichtes und vor allem leicht Verdauliches wie eine schöne heiße Suppe hin und wieder. (^.^)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Omas Nachtkastl

Heute möchte ich euch ein neues Schätzchen - oder besser - zwei neue Schätzchen vorstellen, die kürzlich bei mir eingezogen sind: die Nachtkästchen von Oma und Opa. (^.^) Meine Großeltern haben 1939 geheiratet, zur Hochzeit haben sie sich ihre Schlafzimmermöbel, also unter anderem auch die beiden Nachtkästchen von einem Schreiner anfertigen lassen. Die Kästchen sind abgesehen vom ideellen Wert genau mein Ding und genau mein Style. Obwohl die beiden Schätzchen nun schon fast 80 Jahre auf dem Buckel haben, sehen sie noch richtig gut aus (^.^)

Ok, kleinere Schönheitskorrekturen muss ich wohl machen, die Politur hat an der ein oder anderen Stelle Kratzer, allerdings nur die Politur, bis ins Holz gehen die Kratzer nicht. Zudem sind auf der Ablagefläche Glasplatten, um eben diese zu schonen. Leider ist eine Glasplatte komplett gesprungen, die zweite hat ebenfalls bereits einige Abplatzer, so dass ich mir hier direkt neue und v.a. stabilere Glasplatten bei einem Glaser machen lassen werde.

Zu meinen durchgeführten Schönheitskorrekturen berichte ich natürlich (^.^).

Montag, 15. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: unser 50er Jahre Oberteil ist fertig (^.^)

Ja meine Lieben, wir sind bereits am Ende: unser 50er Jahre Häkeloberteil ist fertig. Wer möchte, bestickt nun noch den Ausschnitt und den Ärmelsaum so wie in der Originalvorlage mit Pailletten - ich verzichte darauf, da ich bereits zu Wolle mit Metallicfäden gegriffen habe - das wird mir ansonsten zu glitzerig. (^.^) Wie man mit Pailletten bestickt, könnt ihr hier nachlesen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Tragen, spätestens im nahenden Frühjahr kann unser Oberteil auf jeden Fall ausgeführt werden. (^.^)

Samstag, 13. Dezember 2014

Ein kleiner Schminkalmanach für Vintagequeens

Die Menschheit schminkt sich zwar schon seit Jahrtausenden, eine tatsächliche Kosmetikindustrie, so wie wir sie heute kennen, entstand aber erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Geschminkt hat sich all die Jahrtausende zuvor allein eine privilegierte Oberschicht und das - je nach Mode - mal mehr mal weniger.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es nun vollkommen verpönt sich zu schminken. Geschminkt haben sich nur Prostituierte und Schauspielerinnen, die damals noch in etwa auf der gleichen sozialen Ebene rangierten, auf der untersten nämlich (es gab zwar Ausnahmen, allerdings sehr sehr wenige). Das zumindest offiziell... Selbstverständlich benutzte Frau auch in dieser Zeit etliche Helferlein, die schöner machten, schön zu sein war nämlich immer schon ein erstrebenswertes Ziel, völlig unabhängig von der sozialen Schicht. Diese Helferlein zauberten unter anderem auch Farbe in das Gesicht, das aber um Gottes Willen so, dass man ja nicht sehen konnte dass hier nachgeholfen wurde.

Zur Blütezeit des Ballett, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren es diese feengleichen Ballerinas, die dazu betrugen, dass sich schminken nach und nach gesellschaftsfähiger wurde. Als nun noch die Suffragetten, die ersten Frauenrechtlerinnen, mit großem Gala-Make-up auf die Straßen gingen um für ihre Rechte einzutreten (auch sich zu schminken war ein Recht das sie sich erst nehmen mussten, wurde ihnen doch vorgeschrieben es nicht oder nur heimlich zu tun), war ein weiterer großer Schritt getan. Zwei durchaus bedeutende Frauenrechtlerinnen der Zeit waren übrigens Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. (^.^)
Spätestens mit dem Stummfilm war der Durchbruch geschafft, immerhin brauchte es - so ganz ohne Farbe und ganz ohne Ton aber mit vielen Close-ups ein richtig tolles und ausdrucksstarkes Make-up. Plötzlich waren Schauspieler auch nicht mehr einer verpönten Gesellschaftsschicht entsprungen, sondern sie waren prominent, sah man sie doch im Lichtspieltheater und kannte ihre Namen, über die außerdem jeder sprach.
Die Massenproduktion tat nun noch ihr übriges: sich zu Schminken, gehörte nun mehr zum guten Ton, war breitenwirksam und in Mode - kurzum Ausdruck einer neuen und modernen Zeit.

Durch die Jahrzehnte hat sich nicht nur die Make-up-Mode geändert, sondern auch die Möglichkeiten und Techniken. Für den passenden Look braucht es aber schlicht auch ein passendes Make-up, ansonsten wirkt es immer "irgendwie komisch". Unpassend irgendwie, wie versucht und nicht gekonnt. Daher möchte ich euch nun in einer Miniserie einiges zum Thema Make-up passend zum jeweiligen Jahrzehnt meiner Lieblingsjahrzehnte erzählen. (^.^)

Freitag, 12. Dezember 2014

Ein Küchenexperiment geht in Serie: Bayrische Kuchl

Meine Lieben, ich habe Erna Horn schon mal nebenbei erwähnt. Die hier lesenden Freunde vergangener Zeiten kennen Sie vermutlich ohnehin, dennoch nochmals kurz: Erna Horn ist die Küchen- und Haushaltspäpstin der 30er bis 60er Jahre, schrieb selbst zahlreiche Koch- und Haushaltsbücher und legte sich zusammen mit ihrem Mann im Laufe der Jahre die größte und umfassendste deutschsprachige Kochbuchsammlung zu. Diese Kochbuchsammlung kann man heute noch im Hotel Wilder Mann in Passau bewundern. Was aber noch viel schöner ist: ein persönliches Best Of ausgewählter Rezepte hat Erna Horn 1977 in einem Kochbuch zusammengetragen: "Bayrische Kuchl - Alte bayerische Originalrezepte". Dieses Kochbuch habe ich sogar doppelt: einmal als Erstausgabe (von Mama gemopst...) zum in den Schrank stellen und einmal in aktuell zum daraus kochen. Bisher habe ich allerdings noch keines der Rezepte nachgekocht, obwohl ich gerne und oft in diesem Kochbuch schmökere.

Nun, das soll sich jetzt ändern. (^.^) Meine Rubrik "Lili kocht" ist sowieso latent unterrepräsentiert und ich wollte mich daher dieser Rubrik sowieso etwas vertiefender zuwenden, warum also nicht dadurch, eine Sammlung alter Rezepte nachzukochen, insbesondere dann, wenn diese Sammlung auch noch von der Musterhausfrau meines Lieblingszeitschnittes zusammengestellt wurde. Wobei "nachkochen" dazu schamlos untertrieben ist. In diesem Kochbuch stehen nämlich kaum richtige Rezepte. Vielmehr muss man regelmäßig erraten, wie etwas und v.a. in welchem Verhältnis der Zutaten etwas zubereitet werden soll.
Wer sich von euch nun dunkel an den Film Julie&Julia erinnert fühlen sollte, dem sei diese Sorge genommen: weder war Erna Horn ein überspanntes und überkandideltes Mannweib, noch bin ich ein hyperempfindliches scheues kleines Mädchen im Körper einer erwachsenen Frau, die die ersten Kochversuche startet. (zugegebenermaßen: die Klickzahlen des Originalblogs hätt ich aber schon gerne *gg*).

Ich habe vielmehr vor, euch zu meinen Nachkocherfolgen und insbesondere zu meiner Interpretation dieser Nichtrezepte zu berichten. Selbstverständlich gibts auch wieder reichlich Fotos, genauso wie Tipps und Tricks zur Zubereitung. Als erstes werde ich mich dem Kapitel der Suppen widmen. Seid also gespannt. (^.^)

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Plätzchen aufbewahren

Alle Jahre stellt sich diese Frage: wie werden die leckeren Plätzchen am besten aufbewahrt, damit sie zu Weihnachten perfekt schmecken? Ich habe dazu bei Oma und Mama gut aufgepasst und selbst einiges durchprobiert. Alles wird zwar immer noch nicht so, wie ich mir das vorstelle, einen kleinen Erfahrungsschatz habe ich aber doch schon angesammelt, den ich kurz vor Beginn der Weihnachtsbäckerei mit euch teilen will (^.^)
Die oberste Regel: rechtzeitig anfangen zu backen und dabei planen, wann was gebacken werden muss, damit es bis Weihnachten wahlweise weich, mürbe oder knusprig ist.
Honigteiggebäck wie beispielsweise Lebkuchen ist unmittelbar nach dem Backen hart, im Idealzustand sollte es aber schön weich sein. Damit Honigteiggebäck schön weich werden kann, muss es lange reifen und wird daher als erstes gebacken. Das Gebäck nach dem Backen noch ein bis zwei Tage offen ruhen lassen, damit es noch etwas Luftfeuchtigkeit ziehen kann, dann erst in Blechdosen verpacken. Dabei zwischen die einzelnen Lagen Butterbrotpapier legen, damit nichts zusammenklebt und das Gebäck auch nach dem Auspacken noch lecker aussieht. An einem kühlen Ort mindestens drei Wochen - besser noch länger, drei Wochen ist die absolute Schmerzgrenze - lagern. Die Mähr von dem Apfelschnitz, der die Lebkuchen in der Dose fantastisch weich macht, habe ich auch bereits mehrfach gelesen und natürlich auch ausprobiert. Das allerdings mit dem Erfolg, dass der Apfelschnitz verschimmelt ist und sämtliche Lebkuchen mit Schimmel infiziert hat. Das mach ich nicht noch mal...
Makronen und Baisers sind nach dem Backen ebenfalls hart bis zäh, sollten aber idealerweise irgendwo zwischen mürbe und knusprig sein. Dafür wird das Gebäck nach dem vollständigen Auskühlen in luftdicht schließenden Plastikdosen verpackt (Butterbrotpapier nicht vergessen) und sollten so etwa zwei Wochen reifen.
Plätzchen aus Mürbteig, die wie der Name schon sagt, schön mürbe sein sollten, sind nach dem Backen ebenfalls hart. Damit sie schön mürbe werden (und auch bleiben), werden diese nach dem Abkühlen in Blechdosen verpackt, die einzelnen Lagen wieder durch Butterbrotpapier getrennt, und müssen mindestens eine Woche Lang ziehen, damit sie - weiterhin in Blechdosen verpackt - etwa vier Wochen schön mürbe schmecken.
Rührteiggebäck kommt zur Aufbewahrung wieder in die klassischen Blechdosen (einmal mehr: Butterbrotpapier), schmeckt aber bereits frisch gebacken - die perfekten Last Minute Plätzchen also. In den Blechdosen verpackt sind sie etwa zwei bis drei Wochen lecker.
Es gibt auch einige Plätzchenrezepte, die aus Biskuitteig hergestellt werden: hier schmeckts frisch am besten. Einige Tage halten sie sich auch in luftdicht schließenden Plastikdosen. Sollen sie länger frisch sein, ist es am sinnvollsten diese Plätzchen einzufrieren.

Um es euch (und mir) leichter zu machen, schreibe ich bei meinen Plätzchenrezepten, die die nächsten Wochen hier folgen auch mit dazu, wie ich sie lagere, nach welcher Lagerdauer sie schmecken und wie lange sie insgesamt gut sind (sofern sie nicht schon vorher aufgefuttert sind).

Dienstag, 9. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: ein 50er Jahre Oberteil: einen Reißverschluss einnähen

Wie bereits angekündigt, widmen wir uns heute dem Einnähen eines Reißverschlusses. Aber keine Sorge, das ist ebenfalls kein Hexenwerk. (^.^) Für unser aktuelles Projekt benötigt ihr einen farblich passenden Reißverschluss mit einer Länge von 19 cm. Schließt zunächst vom Ärmel beginnend die Seitennaht wie gewohnt mit dem Steppstich. Lasst jetzt die letzten 20 cm offen, heftet den Reißverschluss mit Stecknadeln ein und näht auch diesen mit dem Steppstich per Hand ein, so wie ihr das hier auf den Bildern sehen könnt (jetzt müsst ihr allerdings zu einer spitzen Nadel greifen, damit ihr durch den Stoff des Reißverschlusses konnt):
Schon ist der Reißverschluss drin und - wie versprochen - kein Hexenwerk (^.^).

Sonntag, 7. Dezember 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 19 - Ein superdezentes Tages-Make-up für wirklich jeden Tag

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblings-Tages-Make-ups zeigen. Es ist superdezent - fast schon ungeschminkt, obwohl man komplett geschminkt ist und wirklich sehr natürlich.

Zunächst schminkt ihr euren Teint, so wie ich es euch hier schon einmal beschrieben habe; die Lip-Base lasst ihr dabei weg. Für das weitere Make-up benötigt ihr:

  • Brauenpuder bzw. Lidschatten ohne Glitzerpartikel in der Farbe eurer Augenbrauen
  • einen abgeschrägten Augenbrauenpinsel
  • einen Augenbrauenstift bzw. einen Kajal in der Farbe eurer Augenbrauen
  • eine Augenbrauenbürste
  • Brauengel
  • euren Bronzer sowie einen abgerundeten Lidschattenpinsel
  • euren Highlighter sowie einen weiteren abgerundeten Lidschattenpinsel
  • Wimperntusche
  • einen dezenten Lippenstift bzw. einen getönten Lippenpflegestift




Zunächst schminkt ihr eure Augenbrauen, indem ihr sie zunächst mit Brauenpuder und dem abgeschrägten Brauenpinsel auffüllt. Mit dem Augenbrauenstift bringt ihr eure Augenbrauen nun in Form, indem ihr insbesondere den beginn und das Ende sowie den Brauenbogen nachzieht. Nun werden die Augenbrauen noch mit dem Augenbrauenbürstchen in Form gekämmt. Gleichzeitig wird so die Brauenfarbe etwas verblendet, so dass es natürlicher aussieht.




Im nächsten Schritt schminkt ihr eure Augen. Zunächst zieht ihr eure Lidfalte mit dem Bronzer, den ihr mit einem abgerundeten Brauenpinsel auftragt, nach. Hierfür setzt ihr auf der gedachten Linie zwischen Augenwinkel und dem Ende der Augenbraue an und folgt dem Knochen eurer Augenhöhle bis hin zum Augenwinkel. Das gibt dem Blick mehr Tiefe. Nun tragt ihr den Highlighter, ebenfalls mit einem abgerundeten Brauenpinsel auf. Gebt etwas davon unter den höchsten Punkt der Augenbrauen und verblendet es etwas zu den Seiten. Anschließend gebt ihr den Highlighter auf das bewegliche Lid des inneren Augenwinkels. Verblendet den Highlighter dabei sowohl zur Lidmitte hin als auch in die Lidfalte, so dass der Bronzer in der Lidfalte des Augenwinkels etwas abgeblendet wird. Nun tuscht ihr noch eure Wimpern. Ich tusche dabei nur die oberen Wimpern, das macht den Blick wacher, und für den Wow-Effekt, in drei Lagen. Die Wimpern werden dabei immer mit klitzekleinen Zickzackbewegungen vom äußeren Wimpernkranz nach innen getuscht.




Zu guter Letzt werden nun noch die Lippen mit Gesichtswasser und einem Wattestäbchen abgeschminkt und mit einem dezenten Lippenstift (ich greife zu meinem Lip Colour-Intensifier von Catrice) geschminkt. Wahlweise geht natürlich auch ein getönter Lippenpflegestift.




Und fertig ist euer superdezentes und natürliches Tages-Make-up. (^.^)

Freitag, 5. Dezember 2014

Die Grundkurs Nähen - Burda Style: Die neue Nähschule

So meine Lieben, jetzt habt ihr es überstanden: heute kommen wir zum letzten Teil unseres Nähgrundkurses. Ja, ihr lest richtig, wir sind schon wieder am Ende. Ihr habt so weit alle erforderlichen Grundlagen für erfolgreiches Nähen gelernt.

Das, was ihr jetzt nicht braucht ist zum einen - klar - Übung und zum anderen dabei natürlich auch die Herausforderung. Tastet euch also ruhig an zunehmend schwierigere Dinge heran. Sobald euch gerade Nähte leicht von der Hand gehen, wagt euch ruhig an Schnittmuster mit geschwungenen Nähten, versucht euch an schwieriger zu verarbeitenden Stoffen oder wagt euch an die Königsdisziplin des Nähens: an das Nähen von Kleidung. (^.^)

Selbstverständlich gibt es noch vieles zu lernen, gefühlt lernt man beim Nähen eigentlich nie aus, ihr habt aber jetzt die nötigen Grundlagen, um euch alles weitere selbst anzueignen. Diverse Feinheiten und Techniken zeige ich natürlich auch weiterhin hier im Blog, je nach dem was sich bei meinem jeweiligen Nähprojekt gerade anbietet. Nachdem ihr jetzt aber sicherlich erstmal selbst loslegen wollt und vielleicht auch nicht dauernd das gleiche Zeug nähen wollt, das ich gerade in Arbeit habe, habe ich noch eine Empfehlung für euch:



"Die neue Nähschule" von Burda Style. Damit habt ihr ein Nachschlagewerk für alle Fragen des Nähens, die in einer entsprechenden Nähanleitung vielleicht nicht so ausführlich erklärt werden. Ich selbst und ich nähe nun doch schon seit einigen Jahren, nutze meine Nähschule nach wie vor ausgiebig und kann sie euch daher nur wärmstens empfehlen.

Montag, 1. Dezember 2014

Der Klimawechsel für meine neuen Mitbewohner

Meine neuen, dekorativen Mitbewohner habe ich euch ja schon vorgestellt. jetzt haben sie sich genug eingewohnt - es wird also Zeit für einen Klimawechsel. naja, ok, nicht für alle... Eine der Fittonien schwächelt ganz gewaltig und tut sich noch etwas schwer mit dem eingewöhnen, daher lasse ich beide Fittonien erstmal noch in Ruhe, bis sie sich beide stabilisiert haben. Es kann nämlich auch sein, dass es der zweiten nur später einfällt, auch zu schwächeln, daher gönne ich ihnen die längere Umgewöhnung. Ich habe ja schön gehört, dass Fittonien sehr anspruchsvoll in der Pflege sind, dass eine gedeiht die andere aber vor sich hinkümmert und das bei gleicher Pflege ist aber schon unwahrscheinlich, oder? Ich beobachte das also lieber noch eine Zeit. Hat von euch jemand Erfahrung mit Fittonien und weiß vielleicht Rat?

So jetzt aber erstmal zum Klimawechsel - den bekommt jetzt erstmal nur die Grünlilie. die pflanze ich heute von einer Erdkultur in eine Hydrokultur um, schlicht weil Hydrokulturen pflegeleichter sind als Erdkulturen und man auch mal unproblematisch längere Zeit verreisen kann ohne zwingend einen Pflanzensitter zu brauchen. Eines aber noch vorne weg: eine Hydrokultur ist keine Seramis-Kultur, das sind zweierlei paar Schuhe. Seramis ist beim Umtopfen leichter, die Pflanzen danach aber pflegeaufwendiger (ehrlich gesagt auch kostenaufwendiger) als in Hydrokultur. Dafür geht Seramis mit allen Pflanzen, Hydrokulturen gehen als Faustregel nur für Jungpflanzen deren Wurzelballen feucht gehalten werden muss, oder denen es zumindest nichts ausmacht, wenn ihr Wurzelballen feucht gehalten wird. So funktioniert das Umtopfen von Erd- in Hydrokultur:

Ihr braucht:
eine scharfe Schere
Blähton
Hydrokulturtöpfe mit zugehörigen Wasserstandsanzeigern

Zunächst wird die Pflanze aus dem Topf gelöst und die Erde vorsichtig von den Wurzeln gelöst. Erst nur grob im trockenen Zustand, dann mithilfe von nicht ganz handwarmen Wasser. Hierzu geht ihr am besten mit eurem Pflänzchen unter die Dusche und stellt den Wasserstrahl der Handbrause ganz weich ein. Um einer Rohrverstopfung vorzubeugen, ist es sinnvoll den Wurzelballen über einem Eimer auszuwaschen und das Wasser dann durch einen Sieb abzukippen, so dass ihr die größeren Erdbestandteile auffangen und in den Müll kippen könnt. Sollte sich die Erde nur sehr schwer lösen, hilft es, wenn ihr die Wurzelballen einige Stunden in handwarmen Wasser einweichen lasst.
Was meine Grünlilie betrifft, hatte ich ja schon im Gartencenter gesehen, dass für den Eindruck einer besonders schön und dicht gewachsenen Pflanze mehrere Kindel - zwei war meine erste Vermutung - in einen Topf gesetzt wurden. Wie sich mit dem Auswaschen der Erde aus dem Wurzelballen aber herausstellte, sind es sogar sechs Kindel, die zusammengepflanzt wurden. Ich habe kurzerhand beschlossen, die Kleinen aus ihrer Enge zu befreien (der Erdballen war schon komplett durchwurzelt) und die Kindel jeweils paarweise wieder einzupflanzen, so dass ich aus einer Pflanze jetzt drei gezaubert habe. (^.^)

Für den nächsten Schritt greifen wir zur Schere und schneiden jetzt alles weg - insbesondere am Wurzelballen und in der Nähe davon, was irgendwie angematscht ungesund aussieht. Typisch für Gartencenterpflanzen - so auch bei meiner Grünlilie: schnell-schnell und vor allem schlampig eingepflanzt, so dass Blätter mit in das Substrat gematscht wurden, die mit der Zeit zwangsläufig anfangen zu faulen. Sollte es euch in der Vergangenheit regelmäßig passiert sein, dass euch Gartencenter- oder Baumarktpflanzen nach wenigen Wochen eingegangen sind, obwohl ihr meint, eigentlich nichts falsch gemacht zu haben, lag es vermutlich daran: die Wurzeln sind verfault, die sichtbare Pflanze ist vertrocknet. Als letztes kürzt ihr noch die Wurzeln etwas ein. Dazu einfach einen beherzten Schnitt etwa im unteren Viertel setzen. Es geht einfach nur darum, die Wurzeln etwas anzuschneiden, damit sie leichter Wasserwurzeln ausbilden können. Nicht übertreiben, aber auch nicht zu zaghaft.

Jetzt geht es ans einpflanzen. Dafür nehmt ihr jetzt euer Blähtongranulat und die Hydrokulturtöpfe und messt erstmal die Menge Blähton ab, die ihr braucht. Der Blähton kommt in eine Schüssel und wird zunächst gewässert (so dass er schwimmt). Das ganze gießt ihr wieder durch einen Sieb ab, so dass der Blähton noch etwas abtropfen kann. Füllt jetzt soviel Blähton in den Hydrokulturtopf, dass der Boden bedeckt ist. Setzt eure Pflanze darauf und füllt rundherum mit Blähton auf. Ist der Topf gefüllt setzt ihr noch den Wasserstandsanzeiger ein.

Die frisch umgetopften Pflanzen müssen sich einmal mehr umstellen und umgewöhnen. Einen Übertopf braucht ihr jetzt noch nicht - hübsch kommst später. Greift zu irgendetwas Wasserdichten, das angenehm weiter ist, als der Pflanztopf, so dass ihr den Pflanztopf ohne Verrenkungen entnehmen könnt. Ich greife dabei zu schlichten Frischhaltedosen. Wenn ihr das schon hässlich findet: richtig hässlich kommt erst in unserem nächsten Schritt. (^.^) Jetzt wird aber erst noch gegossen - und zwar so viel, bis der Wasserstandsanzeiger auf Optimum (Opt. = der mittlere Strich) steht.

Damit die Pflanzen zur Umstellung die richtige Portion Luftfeuchtigkeit haben, greift ihr jetzt zur Plastiktüte und piekt in die Tüte mehrere kleine Löcher. Die Tüte stülpt ihr nun über die Pflanze. Um den Topf herum kommt ein (Gummi-)band um die Tüte zu sichern. Das ganze bleibt jetzt vier Wochen so. Dann haben sich eure Pflänzchen umgewöhnt.

Wie es dann weitergeht, erzähle ich euch in vier Wochen. (^.^)

Samstag, 29. November 2014

Der Adventskranz 2014

Nachdem ich euch letztes Jahr gezeigt habe, wie leicht sich ein Adventskranz mit Hilfe eines Adventskranzgestells dekoriert, möchte ich euch heute eine Alternative zeigen, da nicht jeder den Platz, oder aber die Lust auf ein eigenes Adventskranzgestell hat.

Anstelle eines Adventskrankgestells könnt ihr einfach auch zu einem mehr- mindestens vierarmigen Kerzenständer greifen. Undekoriert kann der Kerzenständer das ganze Jahr über die Wohnung schmücken, pünktlich zum ersten Advent verwandelt er sich mit wenigen Griffen in einen sehr edlen und stilvollen Adventskranz.

Mein (fünfarmiger) Kerzenständer ist Teil des Familiensilbers, ganz so hochwertig muss es aber nicht sein, ein mehrarmiger Kerzenständer vom Flohmarkt oder aus dem Deko- oder Möbelhaus tut es genauso.

Ich greife einmal mehr zur künstlichen Tannengirlande und drapiere diese um den Kerzenständer. Den überflüssigen fünften Kerzenhalter überdecke ich mit Kugeln, in die übrigen vier Kerzenhalter kommen farblich passende Kerzen und fertig ist der Adventskranz 2014. (^.^)

Freitag, 28. November 2014

Die Grundkurs Nähen - Knopflöcher

Wie bereits letzte Woche angekündigt, wollen wir uns heute den Knopflöchern widmen. Größe und Position eurer Knopflöcher kopiert ihr von eurem Papierschnitt. Um diese Strichmarkierung gilt es nun, herumzunähen, um euer Knopfloch zu sichern.


Positioniert eure Nadel links neben der Markierung, so dass sich diese in der Mitte des Nähfußes befindet. Als erstes näht ihr den Riegel durch 5 bis 7 Stiche, die ihr idealerweise mit dem Handrad setzt. Nun folgt die Längsraupe über die benötigte Länge, dann der zweite Riegel mit 5 bis 7 Stichen (zur Sicherheit erneut mit dem Handrad) und anschließend der zweite Riegel.



Markiert nun die Innenseite des Knopfloches, jeweils vor dem Riegelbeginn jeweils mit einer Stecknadel und schneidet den Schlitz vorsichtig mit einer kleinen Spitzen Stoffschere auf. Schneidet eventuelle Fransen vorsichtig ab. Bei stark fransenden Stoffen könnt ihr den Einschnitt zusätzlich noch mit sog. Fransenstopp sichern. Et Voilà. fertig ist euer Knopfloch. (^.^)

Dienstag, 25. November 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: ein 50er Jahre Oberteil: Das Zusammennähen mit dem Steppstich

Nachdem ihr nun sowohl Vorder- als auch Rückseite fertig gehäkelt habt, werden beide Teile zunächst konfektioniert. Ihr steckt sie also unter leichter Dehnung auf, feuchtet sie an und lasst sie trocknen. Anschließend vernäht ihr die Fäden. Wie Spannen und Vernähen genau funktioniert, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Jetzt können wir die beiden Teile endlich zusammennähen. Dafür legt ihr die beiden Teile rechts auf rechts zusammen. In unserem Fall reicht es, darauf zu achten dass das Muster auf der Außenseite sowohl vorne als auch hinten gleich aussieht. Steckt nun die beiden Schultern mit Stecknadeln aufeinander und schließt die Schulternähte mit einem Steppstich, so wie ich ihn hier bei den Handstichen beschrieben habe. Die Fadenenden werden wie gewohnt vernäht. Als nächstes steckt ihr eine der beiden Seiten - welche ist egal, weil Vorder- und Rückseite identisch gearbeitet sind - vom Ärmel bis zum Saum aufeinander und schließt auch diese Naht mit dem Steppstich und vernäht die Fadenenden. Unten seht ihr die geschlossenen Nähte von der linken Seite: eine fast unsichtbare Naht, wie ihr sehen könnt. (^.^)

Die zweite Seite bleibt zunächst offen, dort werden wir in einem nächsten Schritt einen Reißverschluss einnähen, damit wir unser Oberteil auch vernünftig an- und ausziehen können. (^.^)

Neben dieser Möglichkeit des Zusammennähens gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten, wie man Häkelteile aneinanderfügen kann, diese Möglichkeiten zeige ich euch noch gesondert. (^.^) Der Steppstich ist die Methode der Wahl für ein besonders festes und stabiles aneinanderfügen und daher insbesondere bei Kleidung die Methode der Wahl.

Sonntag, 23. November 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 18 - Die Lippen schminken

Heute sind wir auch schon beim letzten Teil meiner kleinen Malstunde zu den Grundlagen des Schminkens, nämlich beim Schminken der Lippen. Auch die Lippen schminkt man eigentlich nicht völlig isoliert vom anderen Make-up, allerdings finde ich die Lippen ähnlich speziell wie die Augen, so dass ich ihnen einfach einen eigenen Beitrag widmen möchte.

Die Lippen zu schminken ist eigentlich nicht schwer, einen ganz krassen Fehler kann man allerdings machen: nämlich geschminkt zu sein, aber die Lippen nicht zu schminken. Lippen schminken heißt ja nicht automatisch einen megaauffälligen Lippenstift zu tragen. Die Lippen sind auch mit einem leicht getönten Lippenpflegestift schon "geschminkt", sprich schön glatt und gepflegt und mit einem leichten Hauch von Farbe versehen. Aber so nix auf den Lippen geht halt gar nicht nur leiderleider sehe ich das soooo oft.

Aber jetzt genug gejammert, jetzt wird gearbeitet, sprich, ich zeige euch, wie man Lippen schminkt.

Ich habe keinen ultimativen Tipp für euch, womit sich Lippen am besten schminken, ob nun Gloss, Lippenstift oder nur Lipliner, ich kenne von allen dreien richtig gute und richtig schlechte, sowohl was Farbe als auch was Haltbarkeit betrifft. Meine Favoriten zeige ich euch hier aber sicher noch. (^.^)

Aber jetzt wirklich zum schminken (^.^)

Wenn ihr euren Lippen Farbe geben wollt, tragt eine Lipbase auf. Die deckt eure Lippen ab, so dass die Lippenstiftfarbe besser rüber kommt, außerdem verbessert sie die Haltbarkeit der Lippenfarbe. Die Lipbase wird nach der Grundierung und vor dem Abpudern aufgetragen.
Für leichtere Farben einschließlich getönter Lippenpflegestifte ist es hingegen wichtig, dass die eigene Lippenfarbe sichtbar ist, daher müssen Grundierung und Puder, die ja nach dem Gesichts-Make-up auch auf den Lippen sind wieder runter. Ich nutze dafür Gesichtswasser und ein Wattestäbchen, so lassen sich die Lippen am exaktesten wieder abschminken.

Damit eure Lippenfarbe nicht verläuft braucht es außerdem einen Lipliner, der farblich zum Lippenstift passen muss (etwas heller geht auch, dunkler sollte der Lipliner auf keinen Fall sein). Der Nachteil dabei, falls man gerne mal die Farbe wechselt: irgendwann hat man eine schiere Sammlung an Liplinern, die man alle irgendwann mal nicht mehr braucht. Gerade für dezente Glosse oder getönte Lippenpflegestifte gibt es ohnehin keine Lipliner, aber gerade diese sehr leichten Farben laufen eben gerne aus. Ich greife daher zu einem unsichtbaren Lipliner, mit dem man die Lippen außerhalb der natürlichen Lippenlinie nachzeichnet. So läuft der Lippenstift dann nicht aus. Die Lippen fülle ich, wenn ich intensivere Farben auftragen möchte, mit Lippenfarbe und Pinsel aus, so können die Lippen schön gleichmäßig nachgezogen werden. Bei leichten Farben und insbesondere bei Lippenpflegestiften muss das Ausfüllen der Lippen nicht so super genau sein, da gehts direkt mit dem Stift bzw. mit dem Applikator.

Fertig sind eure Lippen und so kann es dann aussehen (hier mit einem Art-Deco-Lipliner,den ich als Lippenfarbe benutzt habe und den ich euch schon mal vorgestellt hatte):

Freitag, 21. November 2014

Die Grundkurs Nähen - Weitere wichtige Maschinenstiche

Neben dem Steppstich gibt es noch einige (wenige) weitere wichtige Maschinenstiche, die man mehr oder weniger regelmäßig braucht:


Der Zickzackstich, hauptsächlich zum Versäubern, aber auch für Zierstiche.



Der so genannte genähte Zickzackstich oder auch der Elastikstich dient zum versäubern von dehnbaren Stoffen. So leiern die Nahtzugaben nicht aus oder rollen sich unschön zusammen sondern bleiben elastisch.
Außerdem verwendet man den genähten Zickzackstich zum stabilen Nähen von Rissen.


Der geschlossene Overlockstich dient zum gleichzeitigen Nähen und Versäubern von sehr elastischen Stoffen.






All diese Stiche hat eure Maschine ganz sicher im Repertoir. Alles weitere ist lediglich Kürprogramm. Außer die Knopflochfunktion, zu der kommen wir aber dann beim nächsten Mal. (^.^)

Mittwoch, 19. November 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im November an

Es gibt schon wieder nicht viel neues zu berichten... Mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich nun...
... Überwinternde Pflanzen regelmäßig überprüfen und dabei insbesondere auf den Frostschutz achten soll. Zudem soll ich immergrüne Pflanzen in frostfreien Perioden wässern. Nun, da ich beides nicht habe, gibt es hier noch nichts fr mich zu tun.
... Wasserinstallationen sollen nun frostsicher geacht werden - habe ich auch nicht.
...Pflanzgefäße und Arbeitsgeräte soll ich nun reinigen... Tja hätt ich das gewusst dass die das ganze Jahr dreckig bleiben sollen... Selbstverständlich reinige ich solche Dinge immer sofort nach Gebrauch und daran werd ich auch nichts ändern.
...ich soll mir Gedanken zur Bepflanzung für das nächste Jahr machen. Ok, das mache ich (^.^)
Außerdem neigt sich der Altweibersommer nun doch dem Ende entgegen, daher habe ich zwischenzeitlich unsere Sommerpflanzen entfernt und die Frühlingszwiebeln für Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen gesteckt.

Nich immer ratlos bin ich zu meinen Gemüse- und Kräuterversuchen, aber ich hab ja auch noch Zeit, um mir was einfallen zu lassen. (^.^)

Auch zum Balkonplatz für die Mietz bin ich noch immer verhältnismäßig ideenlos, Ich habe mir aber schon mal ein schlaues Buch mit Inspirationen zugelegt. (^.^)

Nachdem es nun, nach meinen gescheiterten Versuchen nicht mehr all zu viel zu berichten gibt, erlöse ich euch und mich von der Balkonserie und lasse es bis zum Beginn der neuen Saison erstmal gut sein. Im Frühjahr versuche ich mich aber auf ein Neues. (^.^) Bis dahin habe ich die Zeit mir bzgl. Bepflanzung und Mietzplatz Gedanken zu machen. (^.^)

Montag, 17. November 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 17 - Der Wimperntusche

Es gibt eine schiere Unmenge an Wimperntuschen auf dem Markt. Und - ihr kennt das vermutlich auch - wirklich ausprobieren kann man Wimperntuschen im Geschäft nun mal nicht (wär auch nicht gerade das gesündeste was man machen kann, gibt schließlich auch keine Tester bei den Tampons, was von der Bakterienzahl her ungefähr vergleichbar wäre...). Dementsprechend dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis man die eine perfekte Wimperntusche findet - wenn man sie denn findet. Und kaum hat man sie, wird sie aus dem Programm genommen, so ging es zumindest mir in der Vergangenheit bereits zwei mal. Genau deshalb habe ich mich mit dem Thema Wimperntusche nun doch mal etwas genauer auseinander gesetzt, und möchte euch nun an meinen Erkenntnissen natürlich teil haben lassen. Ganz so schwer ist das Wimperntuschenlatinum nämlich gar nicht wie zunächst befürchtet. (^.^)

Völlig egal, was die Werbung sagt: es gibt exakte zwei Arten von Wimerntuschen - oder besser: Wimperntuschebürstchen, genau darauf kommt es nämlich in aller erster Linie an.


Wimperntuschenbürstchen mit langen und dicken Borsten sorgen für mehr Volumen. Gleichzeitig ist die Tusche selbst dickflüssiger.





Wimperntuschebürstchen mit kurzen Gummiborsten sorgen für Verlängerung. Die Wimperntusche selbst ist dünnflüssiger und neigt so auch weniger zum verklumpen.




Alles andere, sei es Kugel, geschwungen oder von mir aus herzchenförmig kann man getrost vergessen: das ist Kategorie Marketingmaßnahme. Genauso vergessen kann man Wimperntuschen die beides versprechen, nämlich mehr Länge und gleichzeitig mehr Volumen. Das ist nix Halbes und nix Ganzes und so sieht es dann leider auch aus. Es ist nur von beidem ein bisschen. Wer beides will (vermutlich die meisten, ich auf jeden Fall) braucht zwei Wimperntuschen für ein optimales Ergebnis - dazu aber gleich noch mehr.

Zunächst noch einiges Grundlegendes:
  • Mittlerweile gibt es auch Mascara mit Fibres, die sich an den Wimpern anlagern, um diese zu verlängern und zu verdichten. Das funktioniert grundsätzlich, nicht aber bei Kontaktlinsenträgerinnen oder Frauen mit empfindlichen Augen. Die Fibres ("Fasern" war bei der Namensgebung wohl wieder zu uncool), können ins Auge gelangen und echt fies weh tun und durch tränendes Matschauge dafür sorgen, dass selbst das haltbarste Make-up in Minuten in Strömen zerfließt.
  • Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären - wasserfeste Wimperntusche - die geht hin und wieder mal, aber nicht jeden Tag. Die wasserfesten Inhaltsstoffe machen die Wimpern auf Dauer brüchig. Für den täglichen Gebrauch reicht eine herkömmliche Mascara allemal, wischfest sind sie nämlich alle, damit überstehen sie auch schwitzen und das ein oder andere kleine Tränchen ganz ohne Probleme.
  • Mascara muss 6 Monate nach dem Öffnen entsorgt werden (wirklich) und wird selbst mit der alleraller besten Freundin dieser Welt nicht geteilt. Niemals. Nach Entzündungen am Auge wird die Wimperntusche übrigens sofort entsorgt, das kriegt ihr im Fall der Fälle nicht mehr wegdesinfiziert. (Dass man sich mit einer Augenentzündung nicht am Auge schminkt muss ich nicht gesondert erwähnen, oder?)
  • Ihr habt eine neue Mascara und findet sie direkt doof? Das liegt am Gewöhnungseffekt, gebt der Neuen ein paar Engewöhnungstage und fällt erst dann ein Urteil. (^.^)

Jetzt kommen wir aber zum Tuschen (ich erkläre die Variante lang und dicht - das Prinzip ist aber immer das gleiche):
  1. Zunächst kommt die Wimpernzange zum Einsatz. Setzt sie dich am Wimpernkranz an und drückt für etwa 10 Sekunden eure Wimpern nach oben.
  2. Tuscht sofort danach ein bis zwei Lagen mit der Volumenmascara, indem ihr das Bürstchen dicht am Wimpernkranz ansetzt und es zunächst in leichtem Zickzack hin und her bewegt bevor ihr es langsam nach oben zieht. Arbeitet euch dabei vom äußeren Wimpernrand zum inneren Wimpernrand vor, ohne zwischendurch nochmal Tusche aufzunehmen. (Apropos Tusche aufnehmen: nicht pumpen, Bürstchen aus der Tube ziehen und fertig, anderenfalls pumpt ihr mit der Luft nur ordentlich Bakterien in die Tube, die ihr euch dann gleichmäßig ums Auge verteilt. Ein zu Viel an Tusche am Bürstchen steift ihr ab, sonst gibts nur Klümpchen und Fliegenbeine). Das Tuschen von Außen nach innen folgt der natürlichen Wimpernform: außen länger und dichter, innen dünner und kürzer. Alles andere würde sehr seltsam aussehen. Das Zickzack am Wimpernansatz soriert zum einen die Härchen in die richtige Richtung zum anderen erwischt ihr sie so besonders effektiv. Lasst die Volumenschicht(en) etwas antrocknen und widmet euch solange eurem zweiten Auge.
  3. Tuscht als nächstes mit der Längenmascara ein bis zwei Lagen, dabei konzentriert ihr euch mehr auf die Wimpernspitzen und weniger auf die Ansätze. Insgesamt tuscht ihr maximal drei Lagen. Ihr müsst euch also entscheiden, ob ihr auf Volumen oder auf Länge mehr wert legt. (^.^) (probiert beides aus, und entscheidet dann, was euch besser gefällt)
  4. Eventuell zusammenklebende Wimpern werden nun mit einem Wimpernkamm getrennt. Jetzt folgt wieder Auge zwei und fertig sind die Wimpern. (^.^)

Samstag, 15. November 2014

Darf ich vorstellen? Meine neuen dekorativen Mitbewohner (^.^)

Jetzt habe ich es endlich getan und mir neue Pflänzchen zugelegt und dabei direkt die alten Pflanzen weggeworfen. Ich schwanke dabei zwischen den Extremen: ich habe mir eine absolute Anfängerpflanze und eine extrem ansprochsvolle Pflanze zugelegt. (^.^)

Die Anfängerpflanze ist ein Chlorophytum comosum 'Ocean' vulgo Grünlilie und boshaft Beamtengras genannt. Die Grünlilie ist ganz besonders anspruchslos und verzeiht fast jeden Pflegefehler. Idealerweise steht sie halbschattig, heller oder dunkler macht ihr aber auch nichts aus. Sie verträgt konstante Raumtemperatur das ganze Jahr über und für Katzen ist sie nicht giftig.
Der Wurzelballen sollte feucht gehalten werden, trocknet er aber doch mal aus, verzeiht einem das die Grünlilie auch. Dann bekommt sie ein kleines Tauchbad und die Welt ist wieder in Ordnung. Die Blätter müssen weder besprüht noch abgewischt werden, macht man das trotzdem freut sich das Pflänzchen darüber und dankt es mit schnellerem Wuchs.
Das schönste daran: die Grünlilie filtert Schadstoffe aus der Luft und verbessert so auch noch das Raumklima.

Zur Grünlilie gesellen sich zwei Fittonien, die sehr anspruchsvoll sind und sich als Zimmerpflanze nur schwer kultivieren lassen. Ich versuche dennoch mein Glück... Fittonien stehen idealerweise im Halbschatten bei konstanter Zimmertemperatur. Ihr Wurzelballen muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Zudem braucht die Fittonie höhere Luftfeuchtigkeit, daher müssen die Blätter regelmäßig besprüht werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein Schälchen Wasser, das nach und nach verdunstet und so die Luftfeuchtigkeit rund um die Fittonien erhöht. Selbstverständlich ist auch die Fittonie ungiftig für Katzen. Allerdings: jetzt wo die Kleine an die Pflanzen ran dürfte, sind sie gar nicht mehr interessant. (^.^)

Soo, die neuen Pflänzchen sind nun eingezogen, jetzt kann man sofort loslegen mit dem Dekorieren... Nein, halt: kann man nicht. Lasst euren Neuzugängen erstmal ein paar Tage Zeit, sich an euch zu gewöhnen. Stellt sie so wie ihr sie gekauft habt (Einstecker und Preisschilder dürfen natürlich weg) auf einen Untersetzer und dorthin wo ihr zukünftiger Platz sein soll. Gießt sie, wenn der Wurzelballen trocken ist und lasst sie erstmal in Ruhe ankommen. Sobald sich die Pflanzen an den neuen Standort gewöhnt haben, kann dekoriert werden. So mutet ihr ihnen nicht zu viel Stress auf einmal zu. (^.^)

Freitag, 14. November 2014

Die Grundkurs Nähen - Absteppen: unser zweites Projekt - Ein Kissenbezug zum Binden

Jetzt wird es aber Zeit, dass wir mit unserem Kissen endlich fertig werden, wenden wir uns heute also dem Absteppen zu. (^.^)


Zunächst klappen wir die bereits versäuberten Kanten des Quadrats und des Rechtecks bis zur vorgezeichneten Nahtlinie nach innen und bügeln die Kante glatt.





Diese Kante wird nun nochmals knapp umgeschlagen, nochmals gebügelt, festgesteckt und geheftet.

Nun wird die Kante dicht an der äußersten Kante festgesteppt. Beim Absteppen kann es passieren, dass der Stoff durch das Umklappen an den Ecken sehr dick liegt. Hier ist es hilfreich nur mit dem Handrad zu steppen und ggf. auch den Stoff manuell nachzuschieben, damit das Ergebnis nicht leidet. Steppt zunächst nur die offene Kante des Quadrats ab, die drei Seiten des Rechtecks brauchen noch etwas Sonderbehandlung, dort müsse wir nämlich noch unsere Bänder einsetzen:


Setzt an der Oberkante des Rechtecks mit 11 cm Abstand zum Rand jeweils eines der Bänder ein, indem ihr es zunächst unter die Absteppkante schiebt, fixiert, umklappt und umbügelt und nochmals fixiert. Jetzt wird auch das Rechteck rundherum festgesteppt.


Wendet euren Kissenbezug nun auf rechts und klappt die Oberseite des Rechtecks um und markiert auf dem Quadrat die Stelle an der die Bänderkanten aufkommen. An der markierten Stelle steppt ihr nun die übrigen beiden Bänder fest.


So, nun noch das Füllkissen in den Bezug und zugebunden und dann ist es geschafft, fertig ist unser Kissen. (^.^)

Donnerstag, 13. November 2014

Adventskalender

Selbstverständlich gibt es im Hause Lili einen Adventskalender und selbstverständlich ist der selbstgemacht. (^.^) Wie ich den Adventskalender für meinen Verlobten gemacht habe, möchte ich euch heute zeigen:

Zunächst habe ich den Sperrholzrohling eines Schlitten mit hellblauer Acrylfarbe gestrichen.




Während die Farbe trocknet beklebe ich Baumwollsäckchen mit Hilfe meines Stoffklebers mit Adventskalender-Zahlen.



Nun beklebe ich mit Serviettenkleber die Innenseite des Schlittens mit Motiven von Weihnachtsservietten.



Jetzt bekommt der Schlitten an den Kufen noch eine Zackenverzierung mit selbstklebendem weißen Samtband, die Säckchen werden noch mit den Adventsüberraschungen gefüllt und in den Schlitten geschlichtet. Den Schlitten selbst dekoriere ich auf einer Schneematte und fertig ist der Adventskalender für meinen Liebsten:

Dienstag, 11. November 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: ein 50er Jahre Oberteil: das Rückenteil Teil 2 - Maschen am Rand abnehmen

Nachdem wir nun so eifrig Maschen zugenommen haben, müssen wir nun wieder Maschen abnehmen, schließlich braucht unser Oberteil sowohl einen Halsausschnitt als auch eine Schulterschräge.


Maschen abnehmen beim Häkeln funktioniert sehr leicht: man nimmt Maschen ab, indem man sie einfach nicht mehr häkelt. Genauso machen wir nun zunächst unseren Halsausschnitt: wir häkeln nach den Wendeluftmaschen, nach denen wir beim letzten Mal aufgehört haben, nur noch die Ärmelmaschen, nämlich je nach Größe:

Danach folgen die erforderlichen Wendeluftmaschen (bei uns sind es drei) und es wird ganz normal wieder zurückgehäkelt.

Bevor wir nun aber zur Abnahme an der Schulterschräge kommen, müssen wir erst noch die Ärmelschräge häkeln. Hierfür wird in jeder Reihe mit festen Maschen eine Masche am Ärmelrand zugenommen und zwar insgesamt 12 mal. Danach wird im Muster ohne weitere Zunahme weitergehäkelt bis unser Ärmel eine Höhe von 15 cm erreicht hat.

Nun kommen wir zur Schulterschräge: diese wird bei unserem Modell in insgesamt 5 Reihen gehäkelt; dabei bleibt ihr weiterhin im Muster. Müsst ihr am Ende der Reihe abnehmen, häkelt ihr die abzunehmenden Maschen einfach nicht, müsst ihr am Anfang der Reihe abnehmen, verzichtet ihr auf die Wendeluftmasche und setzt auf die abzunehmenden Maschen jeweils eine Kettmasche, um dann nach der Abnahme im Muster fortzufahren. So viele Maschen nehmt ihr je nach Größe für die Schulterschräge ab:

Nachdem wir ein Muster mit Stäbchen häkeln, wird der Übergang von den Kettmaschen bzw. von den nicht gehäkelten Maschen zum Muster sehr stufig, was das spätere zusammennähen schwierig macht. Um das zu vermeiden, häkelt ihr nach der Abnahmereihe zunächst eine feste Masche, dann ein halbes Stäbchen und dann erst wieder Stäbchen, das schrägt den Übergang etwas ab. Vice versa dann auch, wenn ihr am Ende der Reihe abnehmt: hier setzt ihr in die drittletzte Masche ein halbes Stäbchen, in die vorletzte Masche eine Feste Masche und in die letzte Masche eine Kettmasche; gewendet wird dann ohne Wendeluftmasche und mit Einstich in die Kettmasche.
Habt ihr auf diesem Wege nun alle Maschen abgenommen, häkelt ihr auf die gleiche Weise den zweiten Ärmel. Denkt hier aber daran, dass ihr am Halsausschnitt ansetzen müsst, damit das Musterbild gleichmäßig bleibt (unser Muster sieht auf der Vorderseite anders aus, als auch der Rückseite).

Habt ihr auch den zweiten Ärmel fertig gestellt, geht es an das Vorderteil: dieses wird exakt so gearbeitet wie das Rückenteil. Arbeitet auch das komplett aus. Wie wir die beiden Teile dann zusammennähen, zeige ich euch im nächsten Teil. (^.^)

Wie man einzelne Maschen im Häkelstück abnimmt, zeige ich euch gesondert, sobald wir mit unserem Oberteil fertig sind.

Sonntag, 9. November 2014

Happy Birthday to me (^.^)

Die ganz besonders aufmerksamen Leser meines Blogs ahnen es ohnehin bereits, was heute kommt: mein Geburtstagsbeitrag. (^.^) Stolze 35 Jährchen habe ich mittlerweile auf dem Buckel... Und auch dieses Jahr hat mein Schatz wieder für mich gebacken und auch dieses Jahr wieder meine Lieblingstorte: Käse-Sahne-Torte (^.^)

Sein Geschenk für mich ist ebenfalls der absolute Hammer: es sind massig alte Burda-Ausgaben!!! Die älteste Ausgabe von 1950, die neueste von 1970 (^.^)
Nun, da freut sich nicht nur eine Burdasammlung, sondern hoffentlich bald ihr, und zwar auf einige neue Nähprojekte. Als erstes steht übrigens ein Petticoat auf dem Plan, für den ich jetzt endlich ein Schnittmuster habe. (^.^)

Freitag, 7. November 2014

Die Grundkurs Nähen - Verstürzen: unser zweites Projekt - Ein Kissenbezug zum Binden

Heute zeige ich euch eine Technik, die komplizierter klingt, als sie ist: das Verstürzen. Ein Nähstück zu Verstürzen bedeutet im Grund nichts weiter, als es fas komplett auf Links zu nähen, um es dann, durch eine keine Öffnung auf rechts zu wenden und die kleine Öffnung nun noch per Hand zu schließen, so dass man am Ende ein komplett geschlossenes Nähstück mit rundherum unsichtbaren Nähten hat. Das schwierigste dabei ist ehrlich gesagt das wenden auf rechts durch die kleine Öffnung. (^.^)

Nichts desto trotz üben wir nun das Verstürzen an unserem Kissenbezug, oder - um genauer zu sein - an den Bändern zum Zubinden.
Steppt hierfür zunächst die Längskante der Bänder mit etwa 1 cm Abstand zur Stoffkante (die Markierungen auf der Stichplatte eurer Nähmaschine bieten hier Orientierung, vorausgesetzt ihr habt gerade zugeschnitten) zu und versäubert die Stoffkante mit dem Zickzackstich. Nachdem man die Naht sowieso nicht sieht, könnt ihr hier auch beide Nahtzugaben gemeinsam versäubern.


Bügelt die Bänder nun so auseinander, dass sich die Naht in der hinteren Mitte des Bandes befindet.
Schließt dann eine der Querseiten mit em Steppstich und versäubert auch diese Kante mit dem Zickzackstich.


Schließlich werden die Bänder noch auf rechts gewendet und spätestens jetzt versteht ihr auch, warum ich sage, dass das Wenden das schwierigste am Verstürzen ist. (^.^) Der Stil eines Kochlöffels kann hier aber behilflich sein. (^.^)



Die nun noch offenene Kante wird nun zuerst versäubert, indem sie einmal komplett mit dem Zickzackstich zugenäht wird. Dieser wird nun nach innen gestülpt und glatt gebügelt. Diese Stelle wird normalerweise noch per Hand mit einem Blindstich geschlossen. Für unser Projekt können wir uns diesen Schritt jedoch sparen. Wir sichern lediglich die offene Seite mit je einer Stecknadel, damit sich die frisch umgebügelte Kante nicht wieder verschiebt.

Mittwoch, 5. November 2014

Das Café Lotti in der Maxvorstadt

Es wird einmal wieder Zeit euch einen kleinen Erfahrungsbericht zu einem Münchner Lokal zu liefern. Dieses Mal habe ich mir das aktuell sehr gehypte Café Lotti für euch angesehen. Das Konzept klingt erstmal phantastisch, alles ist bio, alles ist naturbelassen und stammt von glücklichen Tieren die ein heimeliges Landleben führen und selbstverständlich ist alles nach Omas Rezept bereitet. Außerdem gibt es all die Do-it-yourself-In-Themen, die dort mit eigenen Stammtischen vertreten sind. Zu guter letzt ist das Lotti Vintage und Rosa! Klingt perfekt oder? Nun ja, das soll nun kein Spoiler werden, aber: ist es leider nicht.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: das Lotti sieht süß aus, auch das Essen und die Getränke sehen durchaus ansprechend aus und schmecken auch ganz gut. Allerdings habe ich in München nun wirklich schon lange nicht mehr einen derart unterdurchschnittlichen Service erlebt wie im Lotti. Ehrlich gesagt, habe ich derart unfähige Servicekräfte noch nie irgendwo erlebt. Nicht dass sie unfreundlich gewesen wären, nur: sie servieren nur die Hälfte und werden dann geschlagene 30 Minuten nicht mehr gesehen. Als sie dann endlich wieder auftauchen, bekommen wir auf Nachfragen - wobei ich mich an den Tresen bewegen musste, es war nun nicht so, dass die Damen nach dem Rechten gesehen hätten - die Aussage "Ach ja, das Ding (es war ein Beagel) steht noch in der Küche. Ist halt jetzt kalt, aber schmeckt so auch." Und schwupp bekomme ich mein Essen hingepfeffert, dafür aber nicht ein Wort einer Entschuldigung und schon waren die beiden Damen wieder weg (quatschend in der Küche). Nach einem erneuten Weg zum Tresen und minutenlangem Gestikulieren wurden wir dann auch wahr genommen und uns gnädigerweise die Ehre erteilt bezahlen zu dürfen. Und nein, wir waren nicht der einzige Tisch, an dem es so lief, diese Servicehaltung zog sich traurigerweise durch den gesamten Servicebereich. Erstaunlicherweise ist das Lotti regelmäßig voll, was vermutlich am aktuellen Hype liegt, aber das geht vorüber. Von mir gibt es für das Café Lotti auf jeden Fall keine Empfehlung. Wer in München in schönem Ambiente "ganz gutes" Essen essen möchte, kann das auch anderenorts mit besserem Service.

Montag, 3. November 2014

Der Vintage Flaneur - Ausgabe VII und Lilis

Heute erscheint die 7. Ausgabe des Vintage Flaneur. Dieses mal erwartet eine Retrospektive zur Architektur des Bauhaus, ein Bericht zur Geschichte des Korsetts, einen Ausblick auf die kommende Weihnachtszeit, glamouröse Abendmode, sowie die schönsten Wintermäntel der Saison.

Auch von mir gibt es wieder einen kleinen Beitrag nachzulesen: einen Bericht zu unserer Hochzeit im September, also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Samstag, 1. November 2014

Meine beigen Collegepumps bekommen eine Verjüngungskur

Erinnert ihr euch an meine beigen Collegepumps, die ich euch vor einigen Monaten schon gezeigt habe? Nun, zugegeben, die Schuhe hatten auch damals schon ihre besten Zeiten hinter sich... um jetzt nicht zu sagen, sie sind völlig abgeranzt... Aber kennt ihr das: es gibt diese bestimmten Lieblingssachen, von denen man sich einfach nicht trennen kann und seien sie noch so runter. Und, nun ja, diese Schuhe gehören für mich eindeutig dazu. Sie sind angenehm hoch (ich bin ja nicht so groß und "muss" da quasi schon aus Prinzip mogeln), aber dennoch sehr bequem. Sie passen außerdem so gut wie zu allem - man kann sie sowohl chic als auch sportlich, leger als auch edel kombinieren. So wie sie aber mittlerweile aussehen, kann man sie aber ehrlich gesagt zu nichts mehr kombinieren.

Als Freundin vergangener Zeiten pflege ich auch eine Tugend aus vergangenen Zeiten, die mittlerweile wieder immer mehr in Mode kommt: reparieren statt wegwerfen (gut, heut heißt es "upcycling"). Und ja, auch Schuhe "reparieren" geht selbst, solange keine Schusterarbeiten zu machen sind. (^.^)

Meine Pumps sind gut und hochwertig verarbeitet, da fehlt sich nichts, lediglich das Leder ist mittlerweile ziemlich abgewetzt. Diese Schönheitskorrekturen kann man aber ganz alleine durchführen, mit Lederfarbe nämlich. Nachdem auch der Absatz nicht gerade Vintage-tauglich ist - er hat diese mitunter arg billig wirkende gepresste Holzoptik, streiche ich diesen gleich mit. (^.^) Dafür einfach die zu bemalenden Flächen zunächst mit Lederreiniger vorbehandeln. nicht zu bemalende Flächen mit herkömmlichen Malerkrepp abkleben und anschließend mit Lederfarbe und einem weichen Pinsel bemalen (ich nutze dazu Lederreiniger und Ledermalfarbe von Rico Design über Idee Creativ).

Meine Collegepumps haben so einen schwarzen Anstrich bekommen. Nach der Trocknungszeit von 48 Stunden, die sie mit Schuhspannern verbracht haben, habe ich sie noch mit Lederfett behandelt, et voilà - sie sind wieder bereit für weitere Einsätze zu meinen Füßen. (^.^)