Montag, 23. Mai 2016

Holunderblütengelee

Holunderblütengelee mochte ich als Kind ja gar nicht. Nicht weil ich es probiert hätte, nein, ich fand es einfach nur seltsam "Blumen" zu essen. Heute liebe ich es dafür umso mehr. Hier mein Rezept:

25 schöne große Holunderblüten
750 ml naturtrüber Apfelsaft
2 Zitronen
300 g Gelierzucker 3:1

So gehts:
Die Holunderblüten von den dicken Stielen schneiden, in eine Schüssel geben, mit dem Apfelsaft übergießen und 24 Stunden lang abgedeckt durchziehen lassen. Die Gläser vorbereiten. Die Flüssigkeit durch einen Sieb in einen Topf abgießen und die Holunderblüten dabei leicht ausdrücken. Die Zitronen auspressen, den Saft zum Holundersud geben, den Gelierzucker unterrühren und die Flüssigkeit weitere 2 Stunden durchziehen lassen.
Nun die Flüssigkeit 4 Minuten lang sprudelnd kochen  und die Gelierprobe machen. Geliert das Gelee, wird es in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und abkühlen lassen.

Das Holunderblütengelee hält sich locker ein Jahr.

Samstag, 21. Mai 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: mehrere Maschen am Rand abnehmen

Um mehrere Maschen am Rand abzunehmen, werden diese schlicht abgekettet. Für unseren Pulli geht es nun so weiter für die Armausschnittschrägung:

Zum Maschen still legen nehmt ihr am besten einen Maschenraffer, diese Dinger sehen aus wie sehrsehr große Sicherheitsnadeln und vermeiden, dass man beim still legen durcheinander kommt. Hierfür einfach in Reihe 118 die ersten 16 Maschen glatt rechts stricken, die 16 Masche hebt ihr wieder auf die linke Nadel zurück, dann fädelt ihr die 15 Maschen auf der Arbeitsnadel auf den Maschenraffer. Jetzt strickt ihr die folgenden 59 Maschen wieder glatt rechts, wobei die letzte Masche eure neue Randmasche ist und hebt die nun verbleibenden 15 Maschen auf einen weiteren Maschenraffer.

Nach dem still legen strickt ihr die mittleren 59 Maschen über weitere 5 Reihen glatt rechts und kettet dann ab. Wie es mit den Trägern weiter geht, zeige ich euch dann beim nächsten mal.

Freitag, 20. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Spätzle

Spätzle sind nun wirklich ein breitenbayrischer Küchenklassiker, Ob im Ländle, in Altbayern oder in Franken, Spätzle oder auch Spatz'n sind auf jeden Fall auf der Speisekarte. Klar auch, dass Erna Horn ihnen einen Betrag widmet. Das Rezept ist klassisch unverändert:

400 g Mehl
4 Eier
150 ml Wasser
1 TL Salz
20 g Butter

Mehl, Eier, Wasser und Salz miteinander verrühren. Den Teig etwa 10 MInuten ruhen lassen. Währenddessen Salzwasser sprudelnd aufkochen und den Teig mit einem Spätzlehobel (für die altbayerische Variante) in das Wasser hobeln. Einmal aufwallen lassen, die Spätzle mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz in einem Lochsieb abtropfen lassen. Die Butter im Topf schmelzen und die Spätzle nochmals kurz in Butter schwenken, servieren und schmecken lassen. (^.^)

Spätzle lassen sich übrigens auch super bereits am Vortag vorbereiten. Damit sie nicht zusammenkleben gibt man zum Abkühlen an die Spätzle einige Spritzer Öl. Zum Essen werden sie dann in der geschmolzenen Butter, ruhig etwas mehr als nur 20 g, erwärmt.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Frau Wurst bekommt einen Platz an der Sonne

Wir haben da eine Nische auf unserem Balkon und in eben dieser Nische soll unser zuckersüßes Kätzchen Würschtl einen kleinen Aussichts-, Kletter- und Ruheplatz im Freien bekommen. Nachdem es (einmal wieder) nichts zu kaufen gibt, was meinen Vorstellungen entspricht, wird selbst gebaut. Ich greife zu den Kisten im Weinkistenlook von Ikea mit dem Namen "Knagglig" , da diese genau die Lücke zwischen Balkonboden und Balkonverkleidung abdecken, die dummerweise groß genug ist, dass eine zarte kleine Würschtl durchfallen könnte (etwas ungünstig, wenn man im 5. Stock wohnt). Nachdem die Kisten aus unbehandeltem Holz sind und außerdem nicht unbedingt für den Gebrauch draußen gedacht sind, grundiere ich sie zunächst und lasiere sie dann zwei Mal mit Holzlasur für den Außengebrauch. Das schützt vor Verwitterung und hübscht auf, nachdem der Original-Kiefer-Look eher preisgünstig wirkt, habe ich nämlich zu farbiger Lasur in der Farbe "mahagoni" gegriffen.

Nachdem ich meine Kisten bepflanzen möchte, Mietzi braucht schließlich was zum zwischendruch dran rumkabbern auf ihren herausfordernden Klettertouren, habe ich die Kisten außerdem mit Teichfolie ausgeschlagen und mein Mann hat das Bepflanzen übernommen. Selbstverständlich mit Katzengras und ungiftigen Zierpflanzen, wie sich das gehört. Fertig ist die Kletter-Aussichts-Treppe mit Ruheplattformen für unsere kleine Frau Wurst:

Dienstag, 17. Mai 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Reherl mit Eierhaber

Zunächst gibt es einmal wieder eine Runde Bairisch für Anfänger. Reherl sind Pfifferlinge, Eierhaber ist eine Art Rührei, etwas gehaltvoller, dafür aber auch etwas lockerer.

Man nehme:
15 g Butterschmalz
1 Zwiebel
250 g Pfifferlinge
Petersilie
8 Eier
Salz
150 g Saure Sahne


So gehts:
Die Zwiebel schälen und grob hacken, die Pfifferlinge putzen und die Petersilie hacken. Das Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Pfifferlinge und die Petersilie zugeben und ebenfalls anbraten. Die Eier mit der Sauren Sahne verquirlen und mit Salz würzen. Die Eier über die Pilze gießen und stocken lassen. Schon ist der Eierhaber fertig und mundet ganz wunderbar.

Hefeteig - Rhabarberkuchen mit Quarkguss

Endlich ist wieder Rhabarberzeit - endlich gibt es wieder Rhabarberkuchen. (^.^) Für ein Blech leckeren Rhabarberkuchen nimmt man:
375 g Mehl
3/4 Würfel Hefe
60 g Zucker
1 Ei
60 g Butter
1/2 TL Salz
180 ml Milch
1500 g Rhabarber
3 EL Zimtzucker
40 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
abgeriebene Zitronenschale
500 g Magerquark
50 g saure Sahne


Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter und das Salz sowie nach und nach die Milch zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Währenddessen den Rhabarber putzen, schälen und kleinschneiden. Den Ofen auf 190° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausrollen und das Blech damit auslegen. Den Rhabarber auf dem Boden verteilen und den Rhabarber mit Zimtzucker bestreuen. Erneut abdecken und nochmals für weitere ca. 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Quarkguss zubereiten. Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Nun die Butter mit dem Zucker und den Eigelben schaumig rühren. . Nun die Zitronenschale, den Quark und die Saure sahen zugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Nun noch den Eischnee unterheben und den Quarkguss auf dem Rhabarber verteilen.
Den Kuchen in etwa 40 Minuten auf mittlerer Schiene backen, danach kurz abdampfen lassen und zum erkalten auf ein Kuchengitter ziehen.

Sonntag, 15. Mai 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: einzelne Maschen zunehmen

Nachdem wir nun mit der Taillenabnahme fertig sind, müssen wir wieder zunehmen. Die einfachste und unsichtbarste Zunahme strickt man rechts verschränkt aus dem Querfaden. So geht es:

Für eine gleichmäßige Zunahme stricken wir in jeder 4. Reihe auf jeder Seite je eine Masche zusätzlich heras und zwar jeweils zwischen der 1. und 2. Masche (nicht vergessen: die Randmasche zählt nicht als Masche)das ganze machen wir 11 Mal, wir nehmen also insgesamt 22 Maschen zu. Anschließend stricken wir den Grundmustersatz 2 mal komplett, unser Strickteil hat dann eine Gesamtlänge von 33 cm.

Zur besseren Orientierung habe ich euch die Einzelreihen wieder zusammengestellt:

Freitag, 13. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Fränkischer Lammbraten

Der Lammbraten ist jetzt nicht unbedingt ein Klassiker der altbayrischen Küche, nachdem ich mir aber vorgenommen habe, das gesamte Werk von Erna Horn - also wirklich jedes Rezept - nachzukochen, bereite ich heute den Fränkischen Lammbraten.

Man nehme:
1 kg Lammschlegel
mittelscharfer Senf
einige Spritzer Olivenöl
Salz
Pfeffer
Pfefferminze
1 Bund Suppengemüse
1 Zwiebel
250 ml Rotwein
250 ml Wasser
Thymian
50 ml Buttermilch

Zubereitung:
Den Lammschlegel waschen, trocken tupfen und parieren. Zum marinieren das Fleisch mit Senf bestreichen, mit Öl beträufeln und über Nacht kühl stellen.
Den Ofen auf 200° C Umluft vorheizen. 3 EL Öl in einem Bräter erhitzen. Die Pfefferminze hacken. Die Marinade grob vom Fleisch wischen, den Braten salzen, pfeffern und mit der gehackten Petersilie einreiben. Nun das Fleisch von allen Seiten anbraten. Währenddessen das Suppengemüse und die Zwiebel grob würfeln, zum Braten geben und ebenfalls kurz anbraten. Das ganze mit der Hälfte des Rotweins ablöschen und solange einkochen bis der Wein verkocht ist. Nun mit Wasser und Wein auffüllen, den Braten in den Ofen stellen und zunächst 20 Minuten lang anbraten. Dann die Temperatur 160° C reduzieren und in etwa 40 Minuten fertig braten.
Den Braten aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Für die Sauce die Flüssigkeit sowie etwas von dem Gemüse pürieren und mit Buttermilch abbinden. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken und den Braten schmecken lassen, der wirklich sehr gut schmeckt. Dazu passen übrigens Spätzle und grüne Bohnen. Auch hierzu folgen demnächst die Rezepte. (^.^)

Mittwoch, 11. Mai 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Geflügel

Geflügel ist des Deutschen liebstes "leichtes" Fleisch, wobei es so leicht gar nicht immer ist, daher wollen wir uns heute dem Geflügel widmen. Solltet ihr euer Geflügel von einem Direktvermarkter beziehen, denkt dran, dass frisch geschlachtetes Geflügel erst zwei Tage reifen muss, bevor ihr es essen könnt (zumindest dann, wenn es auch schmecken soll). Kauft ihr euer Geflügel hingegen bei Metzgereien oder gar in Supermärkten (kauft lieber bei Metzgereien), dann seid ihr in aller Regel mit Handelsklassen konfrontiert, wobei man eigentlich nur immer die Handelsklasse A antrifft, eine Handelsklasse B habe ich noch nie im Laden gesehen, dennoch gibt es sie. Eine Klassifizierung in Handelsklasse A bedeutet:
  • Beste Qualität
  • Vollfleischige Tiere mit gleichmäßig verteiltem, geringem Fettansatz
  • Einwandfrei gerupfte Tiere, ohne Verfärbungen, ohne Quetschungen und Verletzungen der Haut
  • Kein Frostbrand an Brust und Schenkel
Aber widmen wir uns nun dein einzelnen Geflügelarten:

Hühner
  • Hähnchen: 5-6 Wochen alte Jungmastiere mit einem bratfertigen Gewicht zwischen 800g und 1.200g
  • Poularden: 6-7 Wochen alte Tiere mit einem Gewicht von 1.200g
  • Junge Hähne: 8-9 Wochen alte männliche Tiere mit einem Gewischt von 1.800g und 2.500g
  • Suppenhühner: Legehennen, die nach einer Legeperiode von 12 bis 15 Monaten geschlachtet werden; sie haben je nach Rasse ein Gewicht zwischen 900g und 2.000g
  • Stubenküken: 3-5 Wochen alte Jungtiere mit einem Gewicht von 650g -750g
  • Bio-Hühner: kommen nicht nur aus biologischer Erzeugung, sondern sind auch mindestens 11 Wochen alt

Enten
  • Pekingenten sind das was im Handel als "Ente" verkauft wird. Sie sind etwa 8 bis 11 Wochen alt und wiegen zwischen 1,5 kg und 2 kg. Der Fettanteil bei Pekingenten ist relativ hoch.
  • Barbarieenten werden etwa 15 bis 17 Wochen gemästet. Männliche Tiere wiegen dann zwischen 3 kg und 4 kg, weibliche Tiere erreichen ein Gewicht von um die 2 kg. Der Fettanteil von Barbarieenten ist deutlich geringer, als der von Pekingenten.

Gänse
  • Frühmastgänse: 10-12 Wochen alte Tiere mit einem Gewicht von 2kg - 3,5kg. Ihr Fettanteil ist deutlich geringer als bei älteren Tieren.
  • Junge Gänse: bis zu 9 Monate alt mit einem Gewicht von 4kg - 6 kg
  • Hafermastgänse sind sowohl als Frühmastgänse als auch als Junge Gänse erhältlich. Durch die Fütterung mit Hafer haben sie ein besonders schmackhaftes und kerniges Fleisch.

Puten
  • Baby-Puten: junge Tiere mit einem Gewicht von 2kg - 3 kg; das Fleisch ist weniger saftig als bei älteren Tieren
  • Junge Puten: 8 Wochen alte weibliche Tiere, die etwa 3kg - 4 kg wiegen.
  • Puten: 9-22 Wochen alte Tiere; Hähne wiegen bis zu 20kg, Hennen bringen es auf 12 kg.

Küchenhygiene
Nachdem gerade Geflügel besonders anfällig für Salmonellen ist, gilt es bei der Zubereitung von Geflügel einiges zu beachten:
  • Kauft nach Möglichkeit kein gefrorenes Geflügel, sondern Frischware. Solltet ihr doch mal gefroren kaufen müssen, dann kauft unter keinen Umständen angetaute Ware oder Ware auf deren Verpackung sich Schnee gebildet hat. Gefrorenes Geflügel wird außerdem im Kühlschrank aufgetaut und zwar in einem Sieb, so dass das Fleisch nicht in der Tauflüssigkeit liegt.
  • Achtet beim Geflügelkauf auf kurze Transportwege um die Kühlkette möglichst aufrecht zu erhalten. Frischgeflügel wird im Kühlschrank bei etwa 4°C gelagert.
  • Vor der Zubereitung wird das Fleisch gründlich unter fließendem kalten Wasser gewaschen und mit einem Papiertuch trocken getupft.
  • Alle mit dem Fleisch in Berührung kommenden Gegenstände sollten leicht zu reinigen sein, mit keinen anderen Lebensmitteln in berührung kommen und nach der Zubereitung sofort gründlich gespült werden. Und: Hände waschen nicht vergessen.

Montag, 9. Mai 2016

Hamburg für Vintage Fans

Hamburg ist immer eine Reise wert. Auch Abseits von Michel, Landungsbrücken und Reeperbahn hat Hamburg gerade für Vintagefreunde einiges zu bieten. Nachdem ich kürzlich einmal wieder in Hamburg war und ich mir diese wunderschöne Stadt touristisch bereits in der Vergangenheit ausgiebig erlaufen habe, wollte ich sie nun auch mal als Retro-Lady erkunden. Ich habe mir dazu Shopping-Tipps von einigen Hamburger Bekannten eingesammelt und für euch ausgetestet. Ihr bekommt heute meine Hot List. (^.^)

Meine neuen Lieblinge aus Hamburg
Die Platzhirschen auf dem Second Hand Markt ist in Hamburg - genauso wie in anderen deutschen Großstädten auch - Pick'n'Weight, in Hamburg gleich zweimal vertreten: einmal im Karolinenviertel (Beim Grünen Jäger 16) und einmal in Altona (Große Bergstraße 167) und beide Shops sind einen Besuch wert, fündig wird man dort auf jeden Fall.

Auf jeden Fall einen Besuch wert ist Hip Cats in der Paul-Roosen-Straße 16 in St.Pauli. Im ersten Moment hat man zwar das Gefühl, dass es einem gleich rückwärts wieder aus dem Laden raushaut, so arg vollgestopft sind die drei kleinen Räume und so intensiv riecht es nach alter Kleidung aber dort finden sich wahre Schätze an wunderbaren, top erhaltenen Originalen zum kleinen Preis.

Ebenfalls in St. Pauli, direkt auf der Reeperbahn (Nr. 152) ist die Darkside Boutique, die in allererster Linie ein Sex- und Fetischshop ist. Dort gibt es zwar keine Originale aber dafür schöne Repros abseits von Polkadots und Cherryprints, außerdem gut gearbeitete Korsetts, Hüftgürtel und Nahtnylons.

Stay Gold in der Davidstraße 31-33 (ebenfalls St. Pauli) bietet wunderschöne Repros in kleiner aber feiner Auswahl, allerdings kosten die einiges, sind es aber allemal wert.

Bei Fräulein Stadtfein (Schopenstehl 23) gibt es ganz wunderschöne 50er Jahre Repros verkauft durch eine zauberhafte, stilechte junge Dame, die wunderbar berät und wirklich richtig Ahnung von den 50ern hat.

Last but not least sei noch Vintage & Rags (Kurze Mühren 6) erwähnt, ebenfalls ein herrlich kreativ sortierter Second Hand Shop mit Findegarantie. (^.^)

Und solltet ihr von all dem Shopping ein leichtes Hungergefühl verspüren: in Gretchens Villa (Marktstraße 142) gibt es feinen Tee und Kaffee mit lecker Kuchen und Torten in einem zauberhaften Vintage-Ambiente.

Samstag, 7. Mai 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: einzelne Maschen abnehmen

Bei unserem Pulli steht nun erstmal eine Maschenabnahme auf dem Plan: wir mussen in Reihe 12 insgesamt 8 Maschen gleichmäßig verteilt abnehmen. Die einfachste und zugleich annähernd unsichtbare Möglichkeit Maschen im Strickstück abzunehmen, ist es zwei Maschen zusammen abzustricken, so dass aus zwei Maschen eine Masche wird. Das funktioniert sowohl bei rechten als auch bei linken Maschen gleichermaßen.

Für unseren Pulli stricken wir nun die Randmasche, dann 6 Maschen glatt rechts, stricken zwei Maschen zusammen rechts ab, stricken jetzt 9 Maschen glatt rechts, stricken wieder zwei Maschen  rechts zusammen, erneut 9 Maschen glatt rechts, wieder zwei zusammen, bis zum Ende der Reihe.

Nun wechseln wir un unsere Grundmuster, das ihr bereits kennengelernt habt. Dabei wird in jeder 5. Reihe auf beiden Seiten je eine Masche abgenommen. Hierfür strickt ihr immer die 2. und die 3. Masche bzw. die vorvorletzte und vorletzte Masche zusammen. Die erste und letzte Masche wird unabhängig vom Muster immer glatt rechts gestrickt, das brauchen wir später zum zusammennähen. Insgesamt machen wir 5 Abnahmen, nehmen also in Summe 10 Maschen ab. Zu guter letzt stricken wir noch zwei weitere Maschen ganz normal im Grundmuster.

Um es euch leichter zu machen, habe ich für euch die Reihen einzeln zusammengestellt:

Freitag, 6. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Lammfleisch mit Holledauer Hopfensprossen

Heute gibt es was besonderes aus der bayerischen Küche, eigentlich sind es sogar zwei Besonderheiten: Lamm, das kommt in Bayern nicht so oft auf den Tisch und Hopfensprossen, eine ganz besondere Delikatesse, die es nur wenige Tage im Jahr gibt.

Man nehme:
750g Lammbrust
Salz
20g Butterschmalz
1 Bund Petersilie
500 ml Fleischbrühe
1 Zwiebel
5 Nelken
2 Zitronenscheiben
Pfeffer
1 Eigelb
500 g Hopfensprossen (alternativ: grüner Spargel)

So gehts:
Die Lammbrust parieren (wahrlich eine doofe Arbeit bei Lamm, aber es muss halt nun mal sein), das Fleisch kalt abspülen, trockentupfen und in mundgerechte Stücke schneiden und salzen. Die Petersilie hacken, die Zwiebel schälen und mit den Nelken spicken.
Das Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, das Fleisch und die Petersilie zugeben und kräftig anbraten. Mit der Brühe aufgießen, die gespickte Zwiebel und die Zitronenscheiben zugeben und zugedeckt köcheln lassen.
Währenddessen die Hopfensprossen in Salzwasser etwa 10 Minuten lang kochen.
Die Pfanne mit dem Fleisch vom Herd nehmen und die Flüssigkeit mit dem verquirlten Eigelb legieren, also unter stetigem rühren abbinden. Die Hopfensprossen abgießen und abtropfen lassen und zusammen auf einem Teller anrichten und schmecken lassen.

Nun was soll ich sagen, unsere liebe Erna Horn hat hier wirklich einen Kochbuchklassiker der beyerischen Küche hervorgezaubert, der zwar früher mal ein Arme-Leute-Essen war (billiges Fleisch und quasi der Abfall aus der Hopfenproduktion), heute aber definitiv ein Gourmetmahl ist. Sehr lecker und sehr gerne wieder.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Ein leichtes 40er Jahre Tagesmake-up ganz im Stile von Ingrid Bergman

Heute möchte ich euch ein superleichtes und dezentes Make-up zeigen, das an den Look von Ingrid Bergman erinnert, die ja bekanntermaßen von Make-up nicht all zu viel hielt:
Und nun nochmal in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks ist die absolute Natürlichkeit. Das ganze soll möglichst ungeschminkt aussehen.

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm, lasse aber das Rouge weg und konturiere auch meine Wangen nicht mit meinem Bronzer. Stattdessen verwende ich den Bronzer wie Rouge, um meinem Teint einen leicht sonnengebräunten Look zu verleihen.


Die Augen werden für diesen Look im Grunde nicht geschminkt. Ich habe meine Augenbrauen lediglich mit etwas farblosem Augenbrauengel fixiert und meine Wimpern einmal mit einer verlängernden Wimperntusche in schwarz getuscht. Solltet ihr nicht schwarzhaarig sein, so wie ich, greift ihr allerdings besser zu einer braunen Mascara, das wirkt nicht so hart.





Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem rosenholzfarbenen Lipliner konturiert und mit einem passenden Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.

Dienstag, 3. Mai 2016

Mein Vintage-Telefon

Heute möchte ich euch mein kleines feines Vintage-Telefon zeigen. Bei meinem Telefon handelt es sich um den Tischfernsprecher W48 der Deutschen Bundespost, der, wie der Name schon sagt ab 1948 hergestellt wurde und bis Ende der 60er Jahre das Standardtelefon in den bundesdeutschen Haushalten war. Der Einzige Unterschied zum W38, dem Modell aus dem Jahr 1938 der Deutschen Reichspost ist der anders geformte Hörer; die Sprechmuschel beim Vorgägnermodell war noch trichterförmig geformt, beim W48 ist die Sprechmuschel abgeflacht. Ansonsten sind beide Geräte aber so ziemlich baugleich. Üblich war bei beiden Geräten die Ausführung aus schwarzem Bakelit, ich habe allerdings die High End Variante aus elfenbeinweißem Bakelit die nur bedingt und selbst dann nur gegen Aufpreis verfügbar war.
Obwohl das weiße Bakelit anfälliger ist für Oberflächenschäden, sieht mein Telefon noch ziemlich gut aus, lediglich in der rechten vorderen Ecke und auf der Wählscheibe gibt es kleinere Abplatzer, der Hörer hat einige Kratzer, ansonsten ist mein Prachtstück aber noch wirklich gut in Schuss. Widmen wir uns nun aber etwas der Technik:
Mein Telefon stammt vom Traditionshersteller Mix & Genest aus Stuttgart, der einer der Hersteller war, die im Auftrag der Bundespost die Telefone bauten.
"W48 o.T." ist die Modellbezeichung, also ein W48 (das hatten wir schon) ohne Erdtaste, also eine Rückfragetaste, bei der man den Gesprächspartner stumm schalten kann, die mein Telefon nicht hat (brauch ich auch nicht). Die beiden FTZ-Nummern sind Zulassungsnummern des Fernmeldetechnischen Zentralamtes (FTZ) in Darmstadt. Darunter findet ihr das Herstelldatum meines Telefons 5.56, also Mai 1956.

Mein Ziel ist es nun, dieses Telefon nicht nur wieder hübsch zu machen, sprich, den Bakelit ausbessern, sondern auch wieder funktionsfähig zu machen und zwar so, dass ich damit wirklich telefonieren kann. Die vermutlich größte Herausforderung wird hoffentlich der Anschluss eines analogen Telefons an das mittlerweile digitale Netz, dafür gibt es aber Konverter. Allerdings habe ich das Telefon bisher noch nicht geöffnet, es kann also sein, dass sich noch weitere Hürden im Innenleben verbergen. Ich werde aber berichten. (^.^)

Sonntag, 1. Mai 2016

Freitag, 29. April 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XVI



Seit gestern ist die 16. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zur Frühsommermode. Außerdem ein Reisebericht üb der das paradiesische Hawaii, ein Interview mit den Zucchini Sistaz, und ein Gartenspecial.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Mittwoch, 27. April 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Der Bund

Jetzt kommen wir endlich zum Bund und damit auch zum letzten Arbeitsschritt bei unserem Petticoat:


Zunächst nähen wir mit dem elastischen Zickzackstich ein 2 cm breites Elasikschrägband an die Saumkante des Bundes (direkt auf die rechte Seite).




Ganz wichtig für mich - ich ärgere mich auch immer wenn ich Röcke von der Stange kaufe, bei denen das fehlt: Aufhängebänder für den Kleiderbügel. Dafür 2 Satinbänder mit 15 cm Länge zuschneiden, zur Schlaufe legen und an den Seiten des Petticoats festnähen.



Damit sich das Elastikband optisch in das Gesamtbild einfügt - ja, es ist Unterwäsche, trotzdem darf es hübsch sein -  verblende ich den Übergang vom Elastikband zum Stoff mit halbiertem Spitzenband. Auch hier nutze ich den elastischen Zickzackstich.



Zuguterletzt noch der Verschluss, nämlich Knopf und Schlaufe. Die Schlaufe schneide ich wieder aus dem Satinband passend zur Größe des Wäscheknopfes. Beides festnähen und fertig ist der Bund unseres Petticoats.

Montag, 25. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: Huch! Ein Fehler!

Nachdem ihr nun bereits Maschen wieder auffangen gelernt habt, möchte ich euch noch zeigen, wie man zurück strickt. Gerade beim Muster stricken passiert es immer wieder mal, dass man im Muster durcheinander kommt und sich verstrickt. Jetzt ist zurückstricken angesagt. So gehts:

Ihr stecht also in die untere Masche ein und zieht den Arbeitsfaden wieder heraus. Das macht ihr so lange, bis ihr eueren Fehler beseitigt habt und wieder im regulären Muster weiterstricken könnt.

Samstag, 23. April 2016

Limoncello

Beim Limoncello handelt es es um einen klassischen italienischen Zitronenlikör, der sich erfreulicherweise auch ganz leicht selbst herstellen lässt:

Für drei Flaschen à 500 ml:
8 Bio-Zitronen
500 ml reinen Alkohol (96 %)
700 ml Wasser
450 g Zucker

Die Zitronen mit dem Sparschäler schälen. Sollte etwas vom Weiß der Zitronenschale an den Schälstreifen sein, so werden diese mit einem Messer vorsichtig abgeschabt, da diese den Likör ansonsten ungenießbar bitter machen.
Die Schälstreifen in ein Weckglas mit 750 ml Fassungsvermögen geben und den reinen Alkohol zugießen. Das Glas verschließen und im Kühlschrank mindestens 3 Wochen durchziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder durchschütteln.

Die Flaschen vorbereiten. Den Zucker mit dem Wasser solange aufkochen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist, also das Wasser wieder klar ist. Das Zuckerwasser abkühlen lassen.
Den Alkohol durch einen feinen Sieb in eine Schüssel abgießen, die Zitronenschalen wegwerfen. Das abgekühlte Zuckerwasser zugießen und verrühren. Den Limoncello in die Flaschen abfüllen. Eisgekühlt servieren, prost. (^.^)

Freitag, 22. April 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: gebackenes Kitz

Bei näherer Lektüre des Rezepts für gebackenes Kitz in Erna Horns "Bayrischer Kuchl" stellt sich heraus: es ist nichts anderes als ordinärer Lammbraten. Lamm gehört im Großraum München, wo ich bayrisch sozialisiert wurde, nicht unbedingt zu den Standardgerichten, in anderen Regionen Altbayerns, die klassischerweise vor allem in der Wollstoffproduktion (Loden....) aktiv waren, sieht das anders aus, daher koche ich selbstverständlich brav nach. So gehts:

1 kg Lammfleisch aus der Keule
Salz
Pfeffer
3 EL Öl
1 Bund Suppengemüse
1 Lorbeerblatt
200 ml Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
Rosmarin
Thymian
2 Konblauchzehen
2 EL Creme fraîche

Das Fleisch parieren, und mit mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Suppengemüse würfeln. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin rundherum anbraten. Das Suppengemüse zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Das Lorbeerblatt zugeben und mit 100 ml Weißwein ablöschen. Den Wein komplett verdampfen lassen. Jetzt 100 ml der Brühe zugießen, Rosmarin, Tymian und die beiden Knoblauchzehen (geschält) zugeben und den braten 20 Minuten bei 200° C im Ofen braten lassen. Die übrige Brühe und den übrigen Weißwein mischen und den Braten regelmäßig damit übergießen.
Nach 20 Minuten die Hitze auf 160° C reduzieren und das Fleisch weitere 40 Minuten fertig braten.

Jetzt das Fleisch aus dem Ofen nehmen und kurz ruen lassen. Währenddessen den Bratenfonds durch einen Sieb in einen Kochtopf gießen und einmal wallend aufkochen. Die Soße mit der Creme fraîche binden. Den Braten in Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Dienstag, 19. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen in wechselnden Reihen

Halbe Stäbchen abwechselnd eine Rehe in das vordere Maschenglied, eine Reihe in das hintere Maschenglied gehäkelt, ergiben ebenfalls ein schönes, leicht dehnbares Quermuster:

Sonntag, 17. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen im hinteren Maschenglied

Halbe Stäbchen, die nur in das hintere Maschenglied gehäkelt werden, ergeben ebenfalls ein Rippenmuster:

Freitag, 15. April 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Bavesen

Bavesen sind so ziemlich die einfachste und schnellste Sättigungsbeilage, die man sich nur vorstellen kann, denn im Grunde sind Bavesen nichts anderes als panierte Weißbrotscheiben, die gerne auch mal gefüllt sind. (^.^) So gehts:

Weißbrot (ich nehme Toastbrot)
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
20 g Butterschmalz
Füllung nach Belieben, z.B. Käse, Schinken, Leber, Gemüse...

Das Brot in Scheiben schneiden, die Rinde so abschneiden, dass ihr immer zwei Scheiben habt, die gleichmäßig zueinander passen. Die Eier in eine Schüssel schlagen und verrühren. Das Paniermehl in eine zweite Schüssel geben. Die Füllung bereitstellen und das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.
Zwei zueinander passende Weißbrotscheiben mit einer Seite in Ei tunken, die Füllung einsetzen und die beiden scheiben zusammendrücken. Nun die Bavesen panieren und von allen Seiten goldbraun backen.

Mittwoch, 13. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen

Manchmal kann Schönes so einfach sein - so wie hier: das Muster das halbe Stäbchen ergeben:

Montag, 11. April 2016

Unser neuer Mitbewohner

Ich hab mal wieder einen Flohmarktschnapp gemacht, den ich euch gerne zeigen möchte: eine kleine Wandkonsole, die ganz wunderbar zu unserem Vintagetelefon passt. Schaut mal:
Damit ist übrigens auch klar, dass ich mich als nächstes an das Aufarbeiten und wieder funktionstüchtig machen meines Vintage-Telefons - eines Original W48 - machen werde. Auch darüber werde ich selbstverständlich berichten.

Samstag, 9. April 2016

Häkelmuster - Versetzt tiefer gestochene feste Maschen

Dieses sehr kompakte und dicke Muster ergibt sich, wenn man jede zweite feste Masche eine Reihe tiefer einsticht:

Freitag, 8. April 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: gebratene Gelbe Rüben

Gebratene Gelbe Rüben (= Karotten) sind so einfach wie lecker. Dazu braucht es noch nicht mal ein richtiges Rezept im klassischen Sinne. (^.^)


Die Karotten werden geschält und bissfest gedämpft. In einer Pfanne wird etwas Butter zerlassen und die Karotten rund herum gebraten. Die Karotten schmecken als Gemüsebeilage aber auch solo mit einem Kräuterdip.

Donnerstag, 7. April 2016

Hefeteig

Hefeteig ist der vielseitigste unter den Teigen: es gibt ihn süß und herzhaft, man kann ihn kochen, dämpfen, in Fett ausbacken oder im Ofen backen. Hefeteiggebäck ist luftig leicht und hält sich auch mal einige Tage, wobei es sich auch wunderbar nochmals aufbacken lässt.

Jeder Hefeteig besteht aus den drei Grundzutaten Mehl, Flüssigkeit (meist Milch) und Hefe. Je nach Gebäckart greift man zu unterschiedlichen Mehltypen, für gewöhnlich kommt Mehl der Type 405 zum Einsatz, für Brot und Semmeln aber auch gerne mal die Type 550. Die Flüssigkeit dient dazu, den Mehlkleber zum Quellen zu bringen, damit der Teig schön abbindet. Die Hefe dient als Lockerungsmittel. Hefepilze sind lebend, damit der Teig aufgeht und damit gelockert wird, brauchen die Hefepilze optimalen Bedingungen, nämlich Wärme, Feuchtigkeit, Luft, Nahrung und Zeit. Wärme wird auf dreierlei Weise sichergestellt: alle Zutaten haben Raumtemperatur, Flüssigkeit und Butter werden außerdem lauwarm zugegeben (nicht heiß, das tötet die Pilze und der Teig ist ruiniert) und zum Gehen steht der Teig an einem warmen nicht zugigen Platz und wird außerdem mit einem sauberen Tuch abgedeckt. Es ist zwar auch möglich, den Hefeteig kalt gehen zu lassen, was einen besonders feinporigen Teig ergibt, dafür dauert es aber länger; idealerweise lässt man dann den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen. Feuchtigkeit wird durch die Zugabe von Flüssigkeit sicher gestellt, Luft dürfte wohl klar sein (^.^), dennoch ein Merke: der Teig wird mit einem sauberen (Leinen-)tuch abgedeckt, nicht mit Plastik oder dergleichen luftundurchlässigen Materialien. Nahrung ist für Hefepilze Zucker; auch an deftiges Hefegepäck kommt immer auch 1 EL Zucker, damit die Hefepilze was zu futtern haben. Und zu guter letzt, Zeit: ja, bis Hefeteig fertig ist dauert es, zwischendurch gibt es immer mal Wartezeiten, der Aufwand lohnt sich aber allemal.

Ich bereite meinen Hefeteig immer mit Vorteig zu, schlicht weil mir der Hefeteig ohne Vorteig nie so wirklich gut gelingt, daher beschränke ich mich beim Grundrezept auch auf diese Beschreibung, da diese Variante die für mich einzig wahre und empfehlenswerte ist.

Für einen mittelfesten, einfachen Hefeteig nimmt man:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
1 Ei
80 g Butter
1/2 TL Salz
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen und auf das gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Blech oder in die Form geben. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Hefeteig wird bei Temperaturen zwischen 180° C und 200° C bei Ober-/Unterhitze (mit Umluft wirds trocken) gebacken. Formkuchen wie Zöpfe werden bei höheren Temperaturen angebacken, damit sie die Form behalten, dann wird die Temperatur zum Fertigbacken reduziert.

Einen feineren Hefeteig erhält man durch erhöhen der Eier- und Buttermenge mit gleichzeitiger Reduktion der Milchmenge:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
2 Eier (alternativ auch 4 Eigelb)
125 g Butter
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Sollte der Hefeteig versehentlich mal übergangen sein, er ist also zu viel aufgegangen, dann ist noch nichts verloren: er muss nur nochmals durchgeknetet werden und muss dann nochmals gehen.

Das Grundrezept mit 500 g Mehl reicht für einen Blechkuchen. Ein Obstkuchen vom Blech wird mit der 3/4 Rezeptmenge zubereitet, für eine Springform ist das Halbe Rezept ausreichend.

Dienstag, 5. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: wenn mal eine Masche fällt

Nachdem wir uns nun direkt einem anspruchsvolleren Projekt widmen, möchte ich euch noch kurz zeigen, wie ihr eine fallen gelassene Masche auffangen und wieder aufstricken könnt. Auch hierzu habe ich ein kleines Video gemacht:

Ihr nehmt also die Masche und den untersten Querfaden auf und zieht die Masche über den Querfaden, nehmt den nächsten Querfaden auf, zieht die Masche wieder über usw. usf. bis ihr die Masche komplett aufgestrickt habt.

Sonntag, 3. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - jetzt gehts aber wirklich los

Ich hatte ja schon angedroht, dass wir jetzt erstmal ein bisschen rechnen müssen, wir bleiben aber beim Grundlagenmathe, es ist nur simple Dreisatzrechnung. (^.^)

Wir haben nun das Ergebnis unserer Maschenprobe: 19 Maschen und 29 Reihen ergeben ein 10x10 cm Quadrat. Die Maschenprobe der Anleitung sagt, dass 38 Maschen und 64 Reihen ein 10x10 cm Quadrat ergeben. Damit uns unser Pulli nicht meilenweit zu groß wird, müssen wir also mit der folgenden Formel umrechnen:
Laut Anleitung müssen wir für den Pulli in einer heutigen Größe 36 172 Maschen anschlagen. Durch simples Einsetzen ergibt sich, dass wir 86 Maschen anschlagen müssen (bei krummen Ergebnissen: immer aufrunden). Damit das Muster aufgeht, entnehmen wir außerdem aus der Anleitung, dass die Maschenzahl durch 8 teilbar + 3 Maschen sein muss, womit wir bei 91 Maschen wären. Nun kommen noch unsere zwei Randmaschen hinzu, womit wir also 93 Maschen anschlagen.

Jetzt wird erstmal glatt rechts gestrickt, ihr strickt also in der 1. Reihe linke Maschen, in der 2. Reihe rechte Maschen, jeweils immer schön im Wechsel, bis ihr 11 Reihen gestrickt habt. In Reihe 12 müssen wir einzelne Maschen abnehmen. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)