Donnerstag, 5. Mai 2016

Ein leichtes 40er Jahre Tagesmake-up ganz im Stile von Ingrid Bergman

Heute möchte ich euch ein superleichtes und dezentes Make-up zeigen, das an den Look von Ingrid Bergman erinnert, die ja bekanntermaßen von Make-up nicht all zu viel hielt:
Und nun nochmal in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks ist die absolute Natürlichkeit. Das ganze soll möglichst ungeschminkt aussehen.

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm, lasse aber das Rouge weg und konturiere auch meine Wangen nicht mit meinem Bronzer. Stattdessen verwende ich den Bronzer wie Rouge, um meinem Teint einen leicht sonnengebräunten Look zu verleihen.


Die Augen werden für diesen Look im Grunde nicht geschminkt. Ich habe meine Augenbrauen lediglich mit etwas farblosem Augenbrauengel fixiert und meine Wimpern einmal mit einer verlängernden Wimperntusche in schwarz getuscht. Solltet ihr nicht schwarzhaarig sein, so wie ich, greift ihr allerdings besser zu einer braunen Mascara, das wirkt nicht so hart.





Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem rosenholzfarbenen Lipliner konturiert und mit einem passenden Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.

Dienstag, 3. Mai 2016

Mein Vintage-Telefon

Heute möchte ich euch mein kleines feines Vintage-Telefon zeigen. Bei meinem Telefon handelt es sich um den Tischfernsprecher W48 der Deutschen Bundespost, der, wie der Name schon sagt ab 1948 hergestellt wurde und bis Ende der 60er Jahre das Standardtelefon in den bundesdeutschen Haushalten war. Der Einzige Unterschied zum W38, dem Modell aus dem Jahr 1938 der Deutschen Reichspost ist der anders geformte Hörer; die Sprechmuschel beim Vorgägnermodell war noch trichterförmig geformt, beim W48 ist die Sprechmuschel abgeflacht. Ansonsten sind beide Geräte aber so ziemlich baugleich. Üblich war bei beiden Geräten die Ausführung aus schwarzem Bakelit, ich habe allerdings die High End Variante aus elfenbeinweißem Bakelit die nur bedingt und selbst dann nur gegen Aufpreis verfügbar war.
Obwohl das weiße Bakelit anfälliger ist für Oberflächenschäden, sieht mein Telefon noch ziemlich gut aus, lediglich in der rechten vorderen Ecke und auf der Wählscheibe gibt es kleinere Abplatzer, der Hörer hat einige Kratzer, ansonsten ist mein Prachtstück aber noch wirklich gut in Schuss. Widmen wir uns nun aber etwas der Technik:
Mein Telefon stammt vom Traditionshersteller Mix & Genest aus Stuttgart, der einer der Hersteller war, die im Auftrag der Bundespost die Telefone bauten.
"W48 o.T." ist die Modellbezeichung, also ein W48 (das hatten wir schon) ohne Erdtaste, also eine Rückfragetaste, bei der man den Gesprächspartner stumm schalten kann, die mein Telefon nicht hat (brauch ich auch nicht). Die beiden FTZ-Nummern sind Zulassungsnummern des Fernmeldetechnischen Zentralamtes (FTZ) in Darmstadt. Darunter findet ihr das Herstelldatum meines Telefons 5.56, also Mai 1956.

Mein Ziel ist es nun, dieses Telefon nicht nur wieder hübsch zu machen, sprich, den Bakelit ausbessern, sondern auch wieder funktionsfähig zu machen und zwar so, dass ich damit wirklich telefonieren kann. Die vermutlich größte Herausforderung wird hoffentlich der Anschluss eines analogen Telefons an das mittlerweile digitale Netz, dafür gibt es aber Konverter. Allerdings habe ich das Telefon bisher noch nicht geöffnet, es kann also sein, dass sich noch weitere Hürden im Innenleben verbergen. Ich werde aber berichten. (^.^)

Sonntag, 1. Mai 2016

Freitag, 29. April 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XVI



Seit gestern ist die 16. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zur Frühsommermode. Außerdem ein Reisebericht üb der das paradiesische Hawaii, ein Interview mit den Zucchini Sistaz, und ein Gartenspecial.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Mittwoch, 27. April 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Der Bund

Jetzt kommen wir endlich zum Bund und damit auch zum letzten Arbeitsschritt bei unserem Petticoat:


Zunächst nähen wir mit dem elastischen Zickzackstich ein 2 cm breites Elasikschrägband an die Saumkante des Bundes (direkt auf die rechte Seite).




Ganz wichtig für mich - ich ärgere mich auch immer wenn ich Röcke von der Stange kaufe, bei denen das fehlt: Aufhängebänder für den Kleiderbügel. Dafür 2 Satinbänder mit 15 cm Länge zuschneiden, zur Schlaufe legen und an den Seiten des Petticoats festnähen.



Damit sich das Elastikband optisch in das Gesamtbild einfügt - ja, es ist Unterwäsche, trotzdem darf es hübsch sein -  verblende ich den Übergang vom Elastikband zum Stoff mit halbiertem Spitzenband. Auch hier nutze ich den elastischen Zickzackstich.



Zuguterletzt noch der Verschluss, nämlich Knopf und Schlaufe. Die Schlaufe schneide ich wieder aus dem Satinband passend zur Größe des Wäscheknopfes. Beides festnähen und fertig ist der Bund unseres Petticoats.

Montag, 25. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: Huch! Ein Fehler!

Nachdem ihr nun bereits Maschen wieder auffangen gelernt habt, möchte ich euch noch zeigen, wie man zurück strickt. Gerade beim Muster stricken passiert es immer wieder mal, dass man im Muster durcheinander kommt und sich verstrickt. Jetzt ist zurückstricken angesagt. So gehts:

Ihr stecht also in die untere Masche ein und zieht den Arbeitsfaden wieder heraus. Das macht ihr so lange, bis ihr eueren Fehler beseitigt habt und wieder im regulären Muster weiterstricken könnt.

Samstag, 23. April 2016

Limoncello

Beim Limoncello handelt es es um einen klassischen italienischen Zitronenlikör, der sich erfreulicherweise auch ganz leicht selbst herstellen lässt:

Für drei Flaschen à 500 ml:
8 Bio-Zitronen
500 ml reinen Alkohol (96 %)
700 ml Wasser
450 g Zucker

Die Zitronen mit dem Sparschäler schälen. Sollte etwas vom Weiß der Zitronenschale an den Schälstreifen sein, so werden diese mit einem Messer vorsichtig abgeschabt, da diese den Likör ansonsten ungenießbar bitter machen.
Die Schälstreifen in ein Weckglas mit 750 ml Fassungsvermögen geben und den reinen Alkohol zugießen. Das Glas verschließen und im Kühlschrank mindestens 3 Wochen durchziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder durchschütteln.

Die Flaschen vorbereiten. Den Zucker mit dem Wasser solange aufkochen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist, also das Wasser wieder klar ist. Das Zuckerwasser abkühlen lassen.
Den Alkohol durch einen feinen Sieb in eine Schüssel abgießen, die Zitronenschalen wegwerfen. Das abgekühlte Zuckerwasser zugießen und verrühren. Den Limoncello in die Flaschen abfüllen. Eisgekühlt servieren, prost. (^.^)

Freitag, 22. April 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: gebackenes Kitz

Bei näherer Lektüre des Rezepts für gebackenes Kitz in Erna Horns "Bayrischer Kuchl" stellt sich heraus: es ist nichts anderes als ordinärer Lammbraten. Lamm gehört im Großraum München, wo ich bayrisch sozialisiert wurde, nicht unbedingt zu den Standardgerichten, in anderen Regionen Altbayerns, die klassischerweise vor allem in der Wollstoffproduktion (Loden....) aktiv waren, sieht das anders aus, daher koche ich selbstverständlich brav nach. So gehts:

1 kg Lammfleisch aus der Keule
Salz
Pfeffer
3 EL Öl
1 Bund Suppengemüse
1 Lorbeerblatt
200 ml Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
Rosmarin
Thymian
2 Konblauchzehen
2 EL Creme fraîche

Das Fleisch parieren, und mit mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Suppengemüse würfeln. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin rundherum anbraten. Das Suppengemüse zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Das Lorbeerblatt zugeben und mit 100 ml Weißwein ablöschen. Den Wein komplett verdampfen lassen. Jetzt 100 ml der Brühe zugießen, Rosmarin, Tymian und die beiden Knoblauchzehen (geschält) zugeben und den braten 20 Minuten bei 200° C im Ofen braten lassen. Die übrige Brühe und den übrigen Weißwein mischen und den Braten regelmäßig damit übergießen.
Nach 20 Minuten die Hitze auf 160° C reduzieren und das Fleisch weitere 40 Minuten fertig braten.

Jetzt das Fleisch aus dem Ofen nehmen und kurz ruen lassen. Währenddessen den Bratenfonds durch einen Sieb in einen Kochtopf gießen und einmal wallend aufkochen. Die Soße mit der Creme fraîche binden. Den Braten in Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Dienstag, 19. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen in wechselnden Reihen

Halbe Stäbchen abwechselnd eine Rehe in das vordere Maschenglied, eine Reihe in das hintere Maschenglied gehäkelt, ergiben ebenfalls ein schönes, leicht dehnbares Quermuster:

Sonntag, 17. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen im hinteren Maschenglied

Halbe Stäbchen, die nur in das hintere Maschenglied gehäkelt werden, ergeben ebenfalls ein Rippenmuster:

Freitag, 15. April 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Bavesen

Bavesen sind so ziemlich die einfachste und schnellste Sättigungsbeilage, die man sich nur vorstellen kann, denn im Grunde sind Bavesen nichts anderes als panierte Weißbrotscheiben, die gerne auch mal gefüllt sind. (^.^) So gehts:

Weißbrot (ich nehme Toastbrot)
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
20 g Butterschmalz
Füllung nach Belieben, z.B. Käse, Schinken, Leber, Gemüse...

Das Brot in Scheiben schneiden, die Rinde so abschneiden, dass ihr immer zwei Scheiben habt, die gleichmäßig zueinander passen. Die Eier in eine Schüssel schlagen und verrühren. Das Paniermehl in eine zweite Schüssel geben. Die Füllung bereitstellen und das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.
Zwei zueinander passende Weißbrotscheiben mit einer Seite in Ei tunken, die Füllung einsetzen und die beiden scheiben zusammendrücken. Nun die Bavesen panieren und von allen Seiten goldbraun backen.

Mittwoch, 13. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen

Manchmal kann Schönes so einfach sein - so wie hier: das Muster das halbe Stäbchen ergeben:

Montag, 11. April 2016

Unser neuer Mitbewohner

Ich hab mal wieder einen Flohmarktschnapp gemacht, den ich euch gerne zeigen möchte: eine kleine Wandkonsole, die ganz wunderbar zu unserem Vintagetelefon passt. Schaut mal:
Damit ist übrigens auch klar, dass ich mich als nächstes an das Aufarbeiten und wieder funktionstüchtig machen meines Vintage-Telefons - eines Original W48 - machen werde. Auch darüber werde ich selbstverständlich berichten.

Samstag, 9. April 2016

Häkelmuster - Versetzt tiefer gestochene feste Maschen

Dieses sehr kompakte und dicke Muster ergibt sich, wenn man jede zweite feste Masche eine Reihe tiefer einsticht:

Freitag, 8. April 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: gebratene Gelbe Rüben

Gebratene Gelbe Rüben (= Karotten) sind so einfach wie lecker. Dazu braucht es noch nicht mal ein richtiges Rezept im klassischen Sinne. (^.^)


Die Karotten werden geschält und bissfest gedämpft. In einer Pfanne wird etwas Butter zerlassen und die Karotten rund herum gebraten. Die Karotten schmecken als Gemüsebeilage aber auch solo mit einem Kräuterdip.

Donnerstag, 7. April 2016

Hefeteig

Hefeteig ist der vielseitigste unter den Teigen: es gibt ihn süß und herzhaft, man kann ihn kochen, dämpfen, in Fett ausbacken oder im Ofen backen. Hefeteiggebäck ist luftig leicht und hält sich auch mal einige Tage, wobei es sich auch wunderbar nochmals aufbacken lässt.

Jeder Hefeteig besteht aus den drei Grundzutaten Mehl, Flüssigkeit (meist Milch) und Hefe. Je nach Gebäckart greift man zu unterschiedlichen Mehltypen, für gewöhnlich kommt Mehl der Type 405 zum Einsatz, für Brot und Semmeln aber auch gerne mal die Type 550. Die Flüssigkeit dient dazu, den Mehlkleber zum Quellen zu bringen, damit der Teig schön abbindet. Die Hefe dient als Lockerungsmittel. Hefepilze sind lebend, damit der Teig aufgeht und damit gelockert wird, brauchen die Hefepilze optimalen Bedingungen, nämlich Wärme, Feuchtigkeit, Luft, Nahrung und Zeit. Wärme wird auf dreierlei Weise sichergestellt: alle Zutaten haben Raumtemperatur, Flüssigkeit und Butter werden außerdem lauwarm zugegeben (nicht heiß, das tötet die Pilze und der Teig ist ruiniert) und zum Gehen steht der Teig an einem warmen nicht zugigen Platz und wird außerdem mit einem sauberen Tuch abgedeckt. Es ist zwar auch möglich, den Hefeteig kalt gehen zu lassen, was einen besonders feinporigen Teig ergibt, dafür dauert es aber länger; idealerweise lässt man dann den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen. Feuchtigkeit wird durch die Zugabe von Flüssigkeit sicher gestellt, Luft dürfte wohl klar sein (^.^), dennoch ein Merke: der Teig wird mit einem sauberen (Leinen-)tuch abgedeckt, nicht mit Plastik oder dergleichen luftundurchlässigen Materialien. Nahrung ist für Hefepilze Zucker; auch an deftiges Hefegepäck kommt immer auch 1 EL Zucker, damit die Hefepilze was zu futtern haben. Und zu guter letzt, Zeit: ja, bis Hefeteig fertig ist dauert es, zwischendurch gibt es immer mal Wartezeiten, der Aufwand lohnt sich aber allemal.

Ich bereite meinen Hefeteig immer mit Vorteig zu, schlicht weil mir der Hefeteig ohne Vorteig nie so wirklich gut gelingt, daher beschränke ich mich beim Grundrezept auch auf diese Beschreibung, da diese Variante die für mich einzig wahre und empfehlenswerte ist.

Für einen mittelfesten, einfachen Hefeteig nimmt man:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
1 Ei
80 g Butter
1/2 TL Salz
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen und auf das gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Blech oder in die Form geben. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Hefeteig wird bei Temperaturen zwischen 180° C und 200° C bei Ober-/Unterhitze (mit Umluft wirds trocken) gebacken. Formkuchen wie Zöpfe werden bei höheren Temperaturen angebacken, damit sie die Form behalten, dann wird die Temperatur zum Fertigbacken reduziert.

Einen feineren Hefeteig erhält man durch erhöhen der Eier- und Buttermenge mit gleichzeitiger Reduktion der Milchmenge:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
2 Eier (alternativ auch 4 Eigelb)
125 g Butter
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Sollte der Hefeteig versehentlich mal übergangen sein, er ist also zu viel aufgegangen, dann ist noch nichts verloren: er muss nur nochmals durchgeknetet werden und muss dann nochmals gehen.

Das Grundrezept mit 500 g Mehl reicht für einen Blechkuchen. Ein Obstkuchen vom Blech wird mit der 3/4 Rezeptmenge zubereitet, für eine Springform ist das Halbe Rezept ausreichend.

Dienstag, 5. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: wenn mal eine Masche fällt

Nachdem wir uns nun direkt einem anspruchsvolleren Projekt widmen, möchte ich euch noch kurz zeigen, wie ihr eine fallen gelassene Masche auffangen und wieder aufstricken könnt. Auch hierzu habe ich ein kleines Video gemacht:

Ihr nehmt also die Masche und den untersten Querfaden auf und zieht die Masche über den Querfaden, nehmt den nächsten Querfaden auf, zieht die Masche wieder über usw. usf. bis ihr die Masche komplett aufgestrickt habt.

Sonntag, 3. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - jetzt gehts aber wirklich los

Ich hatte ja schon angedroht, dass wir jetzt erstmal ein bisschen rechnen müssen, wir bleiben aber beim Grundlagenmathe, es ist nur simple Dreisatzrechnung. (^.^)

Wir haben nun das Ergebnis unserer Maschenprobe: 19 Maschen und 29 Reihen ergeben ein 10x10 cm Quadrat. Die Maschenprobe der Anleitung sagt, dass 38 Maschen und 64 Reihen ein 10x10 cm Quadrat ergeben. Damit uns unser Pulli nicht meilenweit zu groß wird, müssen wir also mit der folgenden Formel umrechnen:
Laut Anleitung müssen wir für den Pulli in einer heutigen Größe 36 172 Maschen anschlagen. Durch simples Einsetzen ergibt sich, dass wir 86 Maschen anschlagen müssen (bei krummen Ergebnissen: immer aufrunden). Damit das Muster aufgeht, entnehmen wir außerdem aus der Anleitung, dass die Maschenzahl durch 8 teilbar + 3 Maschen sein muss, womit wir bei 91 Maschen wären. Nun kommen noch unsere zwei Randmaschen hinzu, womit wir also 93 Maschen anschlagen.

Jetzt wird erstmal glatt rechts gestrickt, ihr strickt also in der 1. Reihe linke Maschen, in der 2. Reihe rechte Maschen, jeweils immer schön im Wechsel, bis ihr 11 Reihen gestrickt habt. In Reihe 12 müssen wir einzelne Maschen abnehmen. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)

Freitag, 1. April 2016

Bayrische Kuchl: - Saures Lüngerl

Als Kind habe ich saures Lüngerl wirklich gerne gegessen, dann aber wieder lange nicht mehr. Immerhin ist es kein Gericht, das man sich kocht, wenn man alleine lebt, selbst für zwei Personen ist eine halbe Kalbslunge eine kaum zu bewältigende Portion und Innereien sind nichts, wovon man Reste behalten sollte. Aber was tut man nicht alles für einen Blogbeitrag. (^.^)

Nachdem sich Erna Horn mit den Mengenangaben wieder einmal sehr bedeckt hält, habe ich zu Omas Rezept gegriffen (meine Mutter hat Lüngerl eher weniger gekocht) und habe losgelegt. Nun ist es ja manchmal so, dass einem Gerichte aus Kindheitstagen nicht mehr ganz so gut schmecken. So war es beim Lüngerl nicht; es war viel schlimmer: boah ist das widerlich! Wie konnte ich das früher nur essen?! Pfui! Kurzum: ich erspare es euch.

Dienstag, 29. März 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: schließen der Seitennaht und angleichen der Länge

Kommen wir nun zur Seitennaht unseres Petticoats. Bevor wir die Seitennaht jedoch tatsächlich schließen können, müssen wir erst noch die Länge unseres Rockes, bzw. deren Gleichmäßigkeit überprüfen. Dafür heften wir die Naht mit Stecknadeln und zwar so, dass die Spitzeneinsätze Stoß an Stoß  liegen. Jetzt breiten wir das gute Stück aus und überprüfen, ob unser Saum gleich lang ist. Ist er das nicht, gleichen wir an und versäubern die entsprechenden Stellen nochmal neu. So funktioniert das übrigens bei jeder Art von Rock oder Rockteil und sollte auch bei jedem ebenso gemacht werden.
Sobald die Länge passt, schließen wir die Seitennaht immer noch nicht, sondern nähen an der unteren Saumkante zunächst noch das noch fehlende Spitzenband an, und zwar ebenfalls wieder mit dem genähten Zickzack-Stich.



Probiert jetzt euren Petticoat an und überprüft so, wie viel der Seitennaht ihr offen lassen müsst, um ihn bequem an und wieder ausziehen zu können. Jetzt wird aber wirklich zusammengenäht: steppt die Seitennaht mit 1 cm Nahtzugabe bis zu der Stelle zusammen, die ihr euch zum bequemen an- und ausziehen markiert habt. Schlagt nun die Nahtzugaben der beiden offen Seiten der Seitennaht um und steppt sie fest.

Beim nächsten Mal widmen wir uns noch dem Bund. (^.^)

Mittwoch, 23. März 2016

Rumrosinen

Rumrosinen kann man immer brauchen, wenn nicht zum Backen, dann für Desserts, in den Tee oder zum einfach so essen. (^.^) Und sie sind außerdem total einfach gemacht!



Für 2 Gläser à 500 ml:
500 g Sultaninen (ungeschwefelt)
1 Zitrone
1 Vanilleschote
2 Gewürznelken
500 ml brauner Rum (54 %)



Die Gläser sterilisieren. Jedes Glas mit 250 g Sultaninen füllen. Die Zitrone zur Hälfte mit dem Sparschäler schälen. Die Schalen auf die beiden Gläser verteilen. Die Vanilleschote der länge nach halbieren und in jedes Glas eine Hälfte geben. Je eine Gewürznelke zugeben und mit Rum auffüllen. Die Gläser verschließen und an einem dunklen kühlen Ort mindestens 4 Wochen ziehen lassen.

Montag, 21. März 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Innereien

Zugegeben sind Innereien nicht jedermanns Sache, auch ich mag nicht immer unbedingt alles, grundsätzlich esse ich sie aber schon, oder probiere es zumindest. Auch die Verarbeitung von Innereien ist nicht jedermanns Sache und auch das ist nicht immer unbedingt meins, aber was tut man manchmal nicht alles. (^.^)

Die oberste Regel bei Innereien ist: kauf nur und ausschließlich schlachtfrisch und nur und ausschließlich bei Handwerksmetzgereien. Gerade bei Innereien ist wirklich nicht zu spaßen. Die Küchenklassiker unter den Schlachttierinnereien sind:

  • Kalbsbries - ja, das Kalbsbries zählt zu den Innereien und ist dennoch oder trotzdem eines der feinsten Stücke vom Kalb. Beim Bries handelt es sich um die Thymusdrüse, eine Wachstumsdrüse, die sich bei Kälbern im Brustkorb befindet.
  • Hirn - im Handel ist nach der BSE-Krise nur noch Kalbs- und Schweinehirn erhältlich. Zu viel sollte man aufgrund seines hohen Cholesteringehalts allerdings nicht essen. Bevor es zubereitet wird, wird das Hirn gewässert, also in Wasser gelegt, um eventuelle Blutgerinsel zu lösen.
  • Nieren - Nieren gelten zwar als Delikatesse, aber sowohl der Geschmack als auch die Zubereitung sind eine Herausforderung, die ich beide beim besten Willen nicht nehmen kann. Eiegens Wissen dazu kann ich also nicht verbreiten und in einem Kochbuch nachschlagen oder googlen schaffen entsprechend Interessierte sicherich auch selbständig.
  • Leber - Leber wird gehäutet und in kalter Milch eingelegt, um ihr etwas von ihrem manchmal strengen Geschmack zu nehmen (je dunkler die Leber, desto älter das Tier und desto strenger schmeckt die Leber auch; es gibt ja auch Leute die das mögen). Leber ist schnell gar und sollte auf gar keinen Fall zu lang gekocht werden, da sie ansonsten zu zäh und trocken wird. Auch Salz kommt erst nach dem Garen an die Leber um ihr nicht unnötig Flüssigkeit zu entziehen.
  • Herz - Herz ist sehr fein, gerade Kalbsherz kann ich empfehlen! Zur Zubereitung wird das Herz gespalten und die großen Blutgefäße sowie mögliche Blutgerinsel entfernt, was zugegebenermaßen etwas Überwindung kostet
  • Lunge - auch Lunge ist sehr fein, aber auch hier ist die Zubereitung nicht unbedingt eine feine Angelegeneheit. Erfreulicherweise kann man Lunge aber auch gekocht und sogar in Streifen geschnitten kaufen, was die Zubereitung schon mal enorm erleichtert.
  • Zunge - wird zunächst gekocht um die obere Haut abzuziehen, wer das nicht kann oder möchte kann Zunge auch bereits vorgekocht und abgezogen, gepökelt oder geräuchert kaufen.
  • Kutteln - Kutteln gibt es erfreulicherweise nur in küchenfertig vorbereitet, also gekocht und in Streifen geschnitten. Bei den Kutteln handelt es sich um Pansen, Lab- und Blättermagen des Rindes.

Samstag, 19. März 2016

Häkelmuster - Der gerippte Häkelstich

Der gerippte Häkelstich besteht ebenfalls aus festen Maschen. Hierfür wird jeweils in das hintere Maschenglied eingestochen:

Freitag, 18. März 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gespicktes Kalbsherz

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal so explizit erwähnt habe: die traditionelle Münchner Küche ist sehr innereienlastig. Ich esse sowas durchaus, Lieblingsessen sind es aber selten und am meisten Überwindung kostet mich die Zubereitung. Glücklicherweise gibt es aber zumindest in München genug Metzgereien, bei denen man küchenfertig bestellen kann, so dass ich das Herz nicht selbst parieren musste. Es war auch eigentlich richtig gut. (^.^)

1 Kalbskerz
150 g Speck
Salz
Pfeffer
20 g Butterschmalz
1Zwiebel
1 Bund Suppengrün
150 ml Weißwein
300 ml Wasser
100 g Sauerrahm

Den Speck auslegen und salzen und pfeffern. Das Herz in den Speck einschlagen. Das Buttersalz in eine weiten Topf erhitzen und das Herz von allen Seiten darin scharf anbraten. Die Zwiebel und das Suppengemüße grob würfeln und ebenfalls kurz anbraten. Mit Wein und Wasser ablöschen und bei mittlerer Temperatur etwa 60 Minuten simmernd kochen.

Das Herz aus dem Sud nehmen und warm stellen, Den Sud abgießen, nochmals wallend aufkochen, mit Sauerrahm binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Herz in fingerdicke Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Dienstag, 15. März 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Milchprodukte

Nachdem wir uns beim letzten Mal der Milch gewidmet haben, werfen wir heute einen näheren Blick auf die Milchprodukte. Die Milchprodukte untergliedern sich ihrerseits in Milcherzeugnisse und Käse.
Zu den Milcherzeugnissen zählt man:

  • Molke ist ein Nebenprodukt der Käseherstellung. Sobald die Milch mit dem Lab bzw. den Milchsäurebakterien reagiert und gerinnt, ist die Molke der flüssige Rest, der dabei abgekippt wird. Süßmolke wird aus Käse gewonnen der mit Lab fermentiert wird, Sauermolke hingegen aus Käse, der mit Milchsäurebakterien hergestellt wird. Molke ist sehr fettarm, klar, das Fett wird ja auch durch die Gerinnung im Käse gebunden.
  • Buttermilch ist - wie der Name schon sagt - ein Nebenprodukt der Butterherstellung. Genauer gesagt, die Flüssigkeit die aus der geronnenen Rohbutter gepresst wird. Nachdem sich Buttermilch als Getränk aber durchaus einer gewissen Beliebtheit erfreut, wird sie heute auch durch ansäuern und verdünnen hergestellt. Das schmeckt natürlich nicht so gut wie richtige Buttermilch und hat zudem auch nicht diese günstige Nährwertkombination. Wer richtige Buttermilch will, sollte im Kühlregal nach Reiner Buttermich Ausschau halten. Alles andere ist gepanscht. Buttermilch hat in etwa 1 % Fett.
  • Joghurt ist durch Milchsäurebakterien verdickte Milch, der im Naturzustand eher säuerlich schmeckt und zwischen 1,5 und 3,8 % Fett hat. Weniger Fett geht nur unter Einsatz von Chemie (üblicherweise wird mit Gelatine gebunden und gründlich Zucker zugesetzt) für mehr Fett wird nachträglich Milchfett zugesetzt.
  • Kondensmilch ist ebenfalls ein sprechender Name: der Milch wird Wasser entzogen, dadurch wird sie sämiger und haltbarer. Duch den Wasserentzug ist der Fettgehalt höher als in normaler Milch, weil sich die gleiche Menge Fett auf weniger Flüssigkeit verteilt. Er liegt zwischen 7 % und 10 %.
  • Sahne ist nichts anderes als die fetthaltige Phase der Milch, die bei Rohmilch oben auf schwimmt und abgeschöpft bzw. zentrifugiert werden kann. Nachdem die Sahne den größten Fettanteil der Rohmilch ausmacht, ist sie auch ziemlich gehaltvoll. Sie hat etwa 30 % Fett.
  • saure Sahne auch Sauerrahm oder Schmand genannt wird ebenfalls durch das Zusetzen von Milchsäurebakterien hergestellt, allerdings wird hier Sahne mit den Bakterien geimpft. Damit hat Sauerrahm natürlich genauso viel Fett wie Sahne, nämlich rund 30 %.
  • Crème fraîche ist eine Variante des Sauerrahms, also im Grunde das gleiche nur mit anderen Milchsäurebakterien versetzt. Im Zweifelsfalle lässt sich das eine gegen das andere austauschen, sofern es keine gsüßte Crème fraîche ist. Auch hier liegt der Fettgehalt bei 30 %.
  • Crème double wird wie Crème fraîche hergestellt, enthält jedoch mehr Fett (zwischen 40 % und 55 %). Diesen erreicht man durch ein Kondensieren der Sahne bevor die Milchsäurebakterien zugesetzt werden
  • Butter ist nicht anderes als Sahne, die so lange geschlagen wird bis sie beginnt zu flocken. Dann nämlich trennen sich fetthaltige und wasserhaltige Bestandteile der Milch. Die ausgeflockte Rohbutter wird nun kräftig gepresst, um die Buttermilch auszupressen und fertig ist die Butter. Butter enthält mindestens 80 % Milchfett. Es gibt sie als Sauerrahmbutter (vor dem Schlagen mit Milchsäurebakterien versetzt), Süßrahmbutter (keine Zusätze), mild gesäuerte Butter (Süßrahmbutter der nachträglich Milchsäurebakterien zugesetzt werden) und gesalzene Butter (hier wird Salz eingearbeitet). Fettreduzierte Butter funktioniert nur mit chemischen Zusätzen.

Was Käse ist, dürfte klar sein. (^.^) Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten Käse herzustellen: durch den Zusatz von Milchsäurebakterien oder durch den Zusatz von Lab, einem Enzym aus dem Kälbermagen (also Vorsicht Veggies). Für Edelschimmelkäse werden auch noch Schimmelkulturen zugesetzt.
Weltweit gibt es über 4.000 Käsesorten, die sich aber alle nach zwei Kriterien klassifizieren lassen: den Fettgehaltsstufen  und der sog. Käsegruppe.

Der Fettgehalt von Käse wird als Fett i.Tr. also Fett in Trockenmasse angegeben. Sie gibt also an, wieviel Prozent des Käses aus Fett bestehen würden, wenn man ihm das gesamte Wasser entziehen würde. 100 g Käse mit viel Flüssigkeit hat weniger Trockenmasse als 100 g eines sehr trockenen Käses, über den tatsächlichen Fettgehalt sagt das also nichts aus, lasst euch von dieser Angabe erstmal nicht abschrecken, solltet ihr von der figurbewussten Fraktion sein. Die Fettgehaltsstufen reichen dabei von der Magerstufe bis zur Doppelrahmstufe.

Bei den Käsegruppen unterscheidet man insgesamt 6 Stufen, je nach dem wieviel Wasser der Käse enthält:

  • Hartkäse hat den geringsten Wasseranteil und damit auch den größten Anteil an Trockenmasse (mindestens 60 %). Hartkäsesorten reifen besonders lange, sind aber auch besonders lange haltbar. Je länger sie reifen, desto intensiver ist auch ihr Geschmack. Zu den Hartkäsesorten zählen Emmentaler, Bergkäse und Parmesan
  • Schnittkäse hat einen Trockenmasseanteil von 50 % bis 60 %. Sie sind weicher und geschmacklich milder als Hartkäse. Zum Schnittkäse zählt man etwa Edamer, Gouda und Appenzeller.
  • Halbfester Schnittkäse ist weicher als Schnittkäse; der Trockenmasseanteil liegt bei 45 % bis 50 %. Halbfeste Schnittkäsesorten sind Bonbel, Esrom oder Gorgonzola.
  • Weichkäse hat einen Trockenmasseanteil von 40 % bis 45 %, hierzu zählen Camembert, Münsterkäse oder Brie.
  • Frischkäse ist ungereifter Käse, der mit Milchsäurebakterien versetzt wurde. Hierunter fallen Quark, Mascarpone oder Schichtkäse
  • Sauermilchkäse ist Käse der aus Sauermilchquark der Magerstufe hergestellt wird, beispielsweise Harzer, Mainzer oder Korbkäse.
Milchprodukte werden wie Milch kühl und dunkel - kurzum im Kühlschrank - gelagert. Damit Käse seine Aromen optimal entfalten kann, nimmt man ihm eine Stunde vor dem servieren aus dem Kühlschrank. Sollten Milchprodukte Schimmel angesetzt haben, werden sie vollständig weggeworfen. Lediglich bei Hartkäse ist es ausreichend, schimmelige Stellen großzügig wegzuschneiden.

Montag, 7. März 2016

Wiener Biskuit - Lilis Frangelico-Torte mit Erdbeeren

Ich habe vor kurzem ein neues Likörchen entdeckt, das wie flüssiges Nutella schmeckt!!! Oh herrlich, sowas Feines! Allein der Name ist schon ein Gedicht: Frangelico. Damit standen zwei Dinge fest - zum einen: ich muss mir ein paar Flaschen kaufen - und zum anderen: damit muss sich doch was backen lassen. Gesagt getan und probiert, auch Torte mit Frangelico ist sehr fein. Meine Kreation ist mit Wiener Nussbiskuit, Erdbeeren und weißer Schokolade. So gehts

Für den Tortenboden:
6 Eier
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
75 g gemahlene Haselnüsse
30 g Speisestärke
75 g Butter


Zum Tränken:
6 EL Frangelico


Zum Füllen:
250 g Erdbeeren
75 g weiße Kuvertüre
50 g weiche Butter
1 TL Vanillezucker
1 EL Puderzucker
1 Eigelb
2 EL Frangelico


Zum Überziehen:
400 g weiße Kuvertüre
200 g Sahne
1 EL Frangelico
einige schöne Erdbeeren
100 g gehackte Haselnüsse

Zur Zubereitung:
Eine Springform mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Butter zerlassen Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Die Haselnüsse zugeben sowie das Mehl und die Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze backen.

Nach dem Backen den Tortenboden auf ein Tortengitter stürzen und auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen den Tortenboden in der Mitte auseinander schneiden und beide Tortenhälften mit je 3 EL Frangelico gleichmäßig Tränken.

Den Tortenboden mit einem Tortenring umschließen. Die Erdbeeren putzen vierteln und auf dem Tortenboden verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Butter mit dem Vanillezucker und dem Puderzucker schaumig rühren, das Eigelb und die lauwarme geschmolzene Kuvertüre und den Frangelico zugeben und unterrühren. Die Creme auf den Erdbeeren verstreichen. Den zweiten Tortenboden aufsetzen und einige Stunden - am besten über Nacht - in den Kühlschrank zum durchziehen stellen.

Währenddessen wird schon mal die Canache für den Überzug vorbereitet: Die weiße Kuvertüre hacken und die Sahne erhitzen. Die Kuvertüre unter rühren in der Sahne schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen und den Frangelico unterrühren. Jetzt wird die Schokosahne homogenisert, was wichtig ist, damit sie ihre Stabilität erhält. Das heißt, die Schokosahne wird mit dem Stabmixer oder dem Handrührgerät mindestens 1 Minute auf höchster Stufe aufgeschlagen. Zugedeckt einige Stunden - am besten über Nacht - ruhen lassen.

Die Canache wie Sahne aufschlagen, bis sie schön streichfähig ist. Den Tortenring lösen und die Torte rundherum mit weißer Canache einstreichen. Mit einigen Erdbeeren und mit gehackten Haselnüssen dekorieren. Fertig ist das Prachtwerk (und keine Sorge, der Frangelico ist nicht so präsent, dass die Torte nach Alkohol schmecken würde).

Samstag, 5. März 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - Maschenprobe und Grundmuster (einschließlich Umschlag)

Ihr kennt es nun schon: bevor das eigentliche Projekt startet, wird eine Maschenprobe gestrickt; wirklich immer. Bei unserem Pulli nach einer Vintageanleitung umso mehr, da es die dort verwendete und empfohlene Wolle nicht mehr zu kaufen gibt.

Ich habe mich bei der Wahl der Wolle an den Angaben aus der Anleitung zur Maschenprobe orientiert und dabei eine Wolle gefunden, die dem zumindest annähernd ähnlich ist. Es ist die Wolle Mille Filli von Wolle Rödel. Insbesamt brauchen wir 200 g Wolle.

Gestrickt wird die Maschenprobe immer im angegebenen Grundmuster - also dieses wunderschöne Lochmuster unseres Pullis, das aber wirklich leicht zu stricken ist. Auch dazu gibt es wieder ein kleines Video:

So geht es Schritt für Schritt:
Reihe 1: Randmasche, 4 Maschen links stricken, einen Umschlag (d.h. ihr legt den Arbeitsfaden vorne über die rechte Nadel) zwei Maschen wie zum links stricken abheben (der Arbeitsfaden wird dabei wieder hinter der Arbeit weitergeführt) eine Masche links abstricken und die beiden abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche ziehen, so dass aus ursprünglich drei Maschen eine wird. jetzt folgt wieder ein Umschlag, dann strickt ihr fünf Maschen ganz normal links ab. Weiter geht es in der Reihe mit Umschlag, 2x links abheben, 1x links abstricken, die abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche heben, 1 Umschlag, 5 Maschwen links abstricken usw. usf. bis ihr am Ende der reihe angekommen seid.
Reihe 2: alle Maschen (auch die Umschläge) rechts stricken
Reihe 3: alle Maschen links stricken
Reihe 4: alle Maschen rechts stricken
Reihe 5: wie Reihe 1
Reihe 6: wie Reihe 2
Reihe 7: wie Reihe 3
Reihe 8: wie Reihe 4
usw. usf.

Mit Mille Filli ergibt sich bei mir eine Maschenprobe von 19 Maschen auf 29 Reihen. Mit diesem Wissen rechnen wir beim nächsten Mal etwas, damit unser Pulli auch wirklich sitzt. (^.^)

Freitag, 4. März 2016

Bayrische Kuchl - Knödel: Münchner Reisknödel

Da heißen die Dinger "Münchner Reisknödel" und ich habe noch nie was davon gehört oder gelesen. Klar kenne ich die italienischen und österreichischen Reisknödel, die sind allerdings gebacken. Laut Rezept aus Erna Horns Sammlung werden die Münchner Reisknödel aber gekocht.  Auch eine Webrecherche dazu brachte mich nicht wirklich weiter. Erfreulicherweise haben sich bei diesem Rezept aber glatt mal Mengenangaben in das Rezept geschlichen, zumindest teilweise, so dass ich damit und mit ein bisschen Erfahrung und ausprobieren doch halbwegs ansehnliche Reisknödel zustande gebracht habe. Schmeckt aber nicht. Also, schmeckt jetzt nicht irgendwie eklig, man kanns schon essen, allerdings ist der Reis, der gekocht zu einem Knödelteig verarbeitet wird, um dann nochmal gekocht zu werden halt genau das: verkochter Reis. Kurzum: das Rezept braucht man nicht wirklich, ich erspare es euch.

Donnerstag, 3. März 2016

Häkelmuster - Der Vorderstich

Ein weiteres Muster aus festen Maschen ist der Vorderstich. Hierfür sticht man nur in das vordere Maschenglied der Vorreihe ein: