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Samstag, 9. Mai 2015

Die Frisuren vergangener Jahrzehnte

Wer von euch, wie ich, ein Fable für vergangene Jahrzehnte hat, weiß, dass gerade bei den Frisuren der Teufel oft im Detail steckt: es sind die vielen Kleinigkeiten die den ganz besonderen Vintage-Look ausmachen. Das schlimme daran: es dauert wirklich lange und es erfordert viel Such- und Lesezeit bis man den besonderen Dreh gefunden hat, die eine Kleinigkeit eben, die der Frisur den richtigen Dreh gibt.

Wisst ihr, was ich so ganz besonders am Vintage-Look, insbesondere bei den Haaren mag: es sind noch richtige Frisuren, gemacht mit schönen, gepflegten und glänzenden Haaren. Ich kann gerade mit der aktuellen Frisurenmode nichts anfangen. Heute ist es in der Tat modern struppig-verfilzte ("Beach-Waves") und splissig-strohig-verfärbte ("Ombré") Haare zu haben. Die Krönung sind dann noch die so genannten Blogger-Dutts, die aussehen, als hätte eine psychisch kranke Krähe auf dem Kopf genistet. Hey, ich bin auch eine Bloggerin, aber NIEMALS und noch nicht mehr für alles Geld der Welt würde ich DAS machen, noch nicht mal zu Hause und wenn mich niemand sieht. Ich finde es absolut erstaunlich, dass ungepflegt und geschädigt jemals zum Ideal werden kann; immerhin sind die Haare einer Frau (Achtung: jetzt spricht die Psychologin) ein Attraktivitätssymbol: je gesünder und gepflegter, desto attraktiver, da üblicherweise nur Menschen die sich über längere Zeit gesund und ausgewogen ernährten auch schönes gesundes Haar haben (gut heute kann man sich vernünftig ernähren und seine Haare trotzdem kaputt pflegen, das steht aber auf einem anderen Blatt). Nun ja: lange Rede kurzer Sinn: ich habe wirklich keinerlei Ambitionen mich auf unattraktiv zu stylen, nur weil irgendein Kerl in Paris, Mailand oder New York gerade beschlossen hat, dass das ab sofort so zu sein hat. Ganz nebenbei liebe ich die Mode der 20er bis 60er, und die kommt erst richtig zur Geltung, wenn man auch die passende Frisur dazu trägt.

Nachdem ich die eingangs erwähnte Such- und Lesearbeit nur zu gut kenne und wirklich oft genug bei den unterschiedlichsten teilweise sogar namhaften Friseuren fluchend bis stocksauer rausgegangen bin, weil selbst sie es nicht so hinbekommen, möchte ich euch in einer Kleinserie die Frisuren der 20er bis 60er im Überblick vorstellen; das nicht unbedingt bis ins kleinste Detail und mit jeder Facette, ich möchte euch vielmehr zeigen was ich selbst bisher nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip herausgefunden habe und worauf es wirklich ankommt: vom Schnitt bis zur Legetechnik, um den zeitgenössischen Look hinzubekommen. Also seid gespannt. (^.^)

Samstag, 25. April 2015

The Pageboy - mit Rag Curls gelegt

Ich habe nun ja schon vor einiger Zeit versprochen nach und nach meine Pageboy-Anleitungen zusammenzustellen. Heute möchte ich euch als eine Originalanleitung aus den 50ern zeigen: der Pageboy mit Rag Curls.

Gebt gleichmäßig Haarfestiger auf eure handtuchtrockenen Haare und legt eure Haare nach dem folgenden Legeschema ein:

Ihr legt eure Haare an den Seiten sowie euer Deckhaar in Pin Curls die ihr jeweils zum Gesicht hin wickelt. Die Seitenpartie liegt dabei jeweils in einem Pin Curl. Die Oberkopfpartie kann man natürlich variabel gestalten, allerdings wirkt der Pageboy nur, wenn er schlicht gehalten wird, Eine aufwendige Oberkopfpartie passt da nicht unbedingt dazu. In der obigen Anleitung seht ihr daher das Dazulegen der Oberkopfpartie zum Pageboy. Weitere Möglichkeiten, sind nicht zu hoch gekämmte Top Rolls, aber auch Bangs für den 40er-Jahre-Look. In den 50ern wurde der Oberkopf durchgängig dazugelegt, ggf. noch aufgelockert um Wellen am Ansatz. Die Hinterkopfpartie wird mit insgesamt 8 Rag-Curls in zwei Reihen gewickelt. Als Rag Curler nutze ich handelsübliche Papilloten.

Nach dem lösen von Pin Curls und Wicklern kämmt ihr sie von unten aus, so lange bis sich die Enden einheitlich nach innen einlegen. Gebt ggf. noch etwas Pomade über die Frisur um einzelne fliegende Haare zu bändigen und fixiert das ganze mit Haarspray (insbesondere die eingerollten Haarspitzen). Fertig ist euer Pageboy. (^.^)

Selbstverständlich könnt ihr auch noch Haaraccessoires zum Pageboy kombinieren, aber auch diese sollten ehr schlicht sein, sonst wirkt es schnell seltsam. Greift zu schlichten Haarreifen oder aber Kämmen um die Seiten zu fixieren, Auch schlichte dekorative Bobby Pins passen gut.

Last but not least: so sieht der fertig gelegte Pageboy mit Rag Curls aus, etwas welliger als die 40er Jahre Variante - ich kombiniere ihn hier mit einer einzelnen Haarspange um eine Seite hinten zu halten:

Dienstag, 31. März 2015

The Pageboy - mit Pin Curls gelegt

Ich habe nun ja schon vor einiger Zeit versprochen nach und nach meine Pageboy-Anleitungen zusammenzustellen. Heute möchte ich euch als erstes eine Originalanleitung aus den 40ern zeigen: der Pageboy mit Pincurls.

Gebt gleichmäßig Haarfestiger auf eure handtuchtrockenen Haare und legt eure Haare nach dem folgenden Legeschema ein:
Ihr legt eure Haare also in Pin Curls die ihr jeweils zum Gesicht hin wickelt. Die Seitenpartie liegt jeweils in einem Pin Curl, die Hinterkopfpartie in 8 Pin Curls in zwei Reihen. Die Oberkopfpartie kann man natürlich variabel gestalten, allerdings wirkt der Pageboy nur, wenn er schlicht gehalten wird, Eine aufwendige Oberkopfpartie passt da nicht unbedingt dazu. In der obigen Anleitung seht ihr daher das Dazulegen der Oberkopfpartie zum Pageboy. Weitere Möglichkeiten, sind nicht zu hoch gekämmte Top Rolls, aber auch Bangs für den 40er-Jahre-Look. In den 50ern wurde der Oberkopf durchgängig dazugelegt, ggf. noch aufgelockert um Wellen am Ansatz.

Nach dem lösen der Pin Curls kämmt ihr sie von unten aus, so lange bis sich die Enden einheitlich nach innen einlegen. Gebt ggf. noch etwas Pomade über die Frisur um einzelne fliegende Haare zu bändigen und fixiert das ganze mit Haarspray (insbesondere die eingerollten Haarspitzen). Fertig ist euer Pageboy. (^.^)

Selbstverständlich könnt ihr auch noch Haaraccessoires zum Pageboy kombinieren, aber auch diese sollten ehr schlicht sein, sonst wirkt es schnell seltsam. Greift zu schlichten Haarreifen oder aber Kämmen um die Seiten zu fixieren, Auch schlichte dekorative Bobby Pins passen gut.

Last but not least: so sieht der fertig gelegte Pageboy mit Pin Curls aus - ich kombiniere ihn hier mit einem schlichten schwarzen Haarreif:

Samstag, 7. März 2015

The Pageboy - Die Grundlagen

Kürzlich hat eine Leserin um ein Tutorial für einen der Frisurenklassiker der 40er und 50er Jahre gebeten: The Pageboy. Nun, nichts lieber als das. (^.^)

Ich habe für den Pageboy drei Anleitungen, eine aus den 40er Jahren und eine 50er Jahren sowie eine 50er Jahre-Anleitung zum Tricksen. Selbstverständlich zeige ich euch nach und nach alle drei Anleitungen, wobei meine eigene höchstpersönliche Lieblingsvariante ja zugegebenermaßen der Klassiker mit Pin-Curls ist. So wird es bei mir einfach am schönsten. (^.^)

Das tolle am Pageboy ist, dass er sehr aufgeräumt und klassisch aussieht und damit eine wunderbare Alltagsvariante einer Vintagefrisur für Frauen ist, die gerade beruflich etwas gediegener auftreten müssen oder möchten. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich der Pageboy anfangs schier zur Verzweiflung getrieben hat, bis ich irgendwann den Dreh raus hatte. Um euch diese Erfahrungen zu ersparen, möchte ich euch heute erst mal zusammenfassen, worauf es so ankommt. (^.^)

Die Haarlänge
Der Pageboy funktioniert nicht mit jeder Haarlänge, ist euer Haar zu kurz, lässt es sich nicht vernünftig zur Rolle einlegen, ist euer haar zu lang, hält die Frisur schlicht und ergreifend nicht. Ideal ist eine Länge von knapp über schulterlang bis etwa eine handbreit über die Schulter.

Der Haarschnitt
Gerade weil der Pageboy so exakt liegen muss, braucht ihr hier schlicht und ergreifend einen echten Vintagehaaschnitt, spirch: die Spitzenlinie verlüft bogenförmig und das Deckhaar ist komplett durchgestuft. Mit einem modernen Haarschnitt führt gar kein Weg hin zu einem echten Pageboy. Hier hilft nur ein Ausweichen auf die Fake-Varianten, die ich euch aber auch noch zeigen werde. Nachdem ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, wie schwierig es ist, einen Friseur zu finden der einen Vintagehaarschnitt überhaupt noch schneiden kann und dann auch wirklich nur das schneidet was man will, bekommt ihr demnächst von mir auch noch eine Anleitung zum selbst schneiden.

Die Pin-Curls
Damit der Pageboy so wunderschön gleichmäßig fällt wie er fallen soll, ist eines gaaanz super wichtig, was bei anderen Vintagefrisuren eher zweitrangig ist: die Pin-Curls müssen absolut gleichmäßig und vor allem gleich groß sein, sonst wird es schlicht nix. Das erfordert zum einen natürlich Übung im pin-curlen, aber selbstverständlich gibt es auch hier den ein oder anderen Trick, den ich euch noch zeigen werde. Zudem kann man den Pageboy auch ganz oder teilweise mit Lockenwicklern oder Papilotten legen, so dass ihr euch mit dem Legen ggf. leichter tut.
Vergesst hier Hitze, den Pageboy müsst ihr mit feuchtem Haar einlegen und trocknen lassen, alle Lockenstäbe und Heizwickler dieser Welt funktionieren hier definitiv nicht.

Dienstag, 26. August 2014

Der Countdown läuft - Noch 10 Tage bis zur Hochzeit

So meine Lieben, es ist so weit... Der Hochzeitstermin naht mit großen Schritten und bei den letzten Tagen dürft ihr mich begleiten. (^.^)

Meine Nervosität hält sich noch ziemlich in Grenzen und damit das hoffentlich auch so bleibt, habe ich mir für die letzten 10 Tage auch einen Plan gemacht, was ich noch tun kann, damit ich nicht in Panik verfalle. (^.^)

Und nun ja, was macht eine Tochter, die kurz vor der Hochzeit steht als erstes an so einem Tag? Sie fährt zu Mama (^.^) Außerdem habe ich auf dem Weg gleich noch die letzten Accessoires für den Sweettable besorgt.


Ansonsten habe ich mich heute meinen Haaren gewidmet, schneiden und färben war angesagt. Geschnitten habe ich wie immer selbst. Wie genau zeige ich euch demnächst. (^.^) Danach kommen sie erstmal ab und auch dazu gibts natürlich einen Beitrag. Denn um ehrlich zu sein, mir gehen meine Haare schon seit einiger Zeit total auf den Senkel und ich habe den dringenden Wunsch, sie abzuschneiden, allein wegen der Hochzeit habe ich noch durchgehalten. Ich zeige euch dann eben noch, wie ich meinen jetzigen Schnitt schneide, danach werden sie aber kurz (und jetzt kein Schreck bitte, "kurz" heißt bei mir in etwa schulterlang - am "wie" lasse ich euch natürlich auch teilhaben). Gefärbt habe ich wieder mit Goldwell Elumen, das ich euch hier bereits vorgestellt habe.

Was ich mich noch nicht getraue ist der Blick nach dem Wetter. Die Wettervorhersagen so weit im voraus sind ohnehin noch sehr unzuverlässig und ich will mich nicht verunsichern lassen. ich verkneife es mir also, auch wenns schwer fällt. (^.^)

Donnerstag, 19. Juni 2014

Mein Haarschmuck zur Hochzeit

Ich weiß, ich habe bisher behauptet, dass ich einen Schleier will. Außerdem wollte ich diesen Schleier auch selbst machen. Genau das habe ich auch getan, er gelang mir auch richtig gut, nur: ich hab mir damit gar nicht gefallen. Mit dem Schleier auf dem Kopf war das irgendwie nicht mehr ich. Ich habe mich überhaupt nicht mehr wohl gefühlt. Also habe ich den Schleier kurzerhand wieder gestrichen und entsprechend umdisponiert - hin zu Haarschmuck. Schnell war mir auch klar, dass es ein Haarreif werden sollte und mindestens genauso schnell war mir auch klar, dass es das was ich will, vermutlich nirgendwo zu kaufen gibt, so dass ich meinen Haarreif mal eben selbst gemacht habe. Das schöne daran: es geht wirklich so "mal eben", nämlich schnell und einfach. (^.^)

Man nehme dazu einen schlichten Haarreifenrohling aus Metall - diese gibt es im Friseurbedarf oder aber Online - und dekoriere wie gewünscht.

Ich habe zu den Rosen gegriffen, die ich auch schon in Anstecksträußchen und Ringkissen verarbeitet habe. Diese habe ich zunächst um den Haarreif gewunden. Um die Drahtstängel zu kaschieren und um dem ganzen noch etwas den besonderen Brautlook zu geben, habe ich den Haarreif abschließend noch mit cremefarbenem Satinband umwickelt und die Enden auf der Innenseite mit Stoffkleber verklebt. Und fertig ist das gute Stück:

Freitag, 23. Mai 2014

Wasserwellen (Fingerwaves) - so gehts

Wasserwellen waren gerade in den 20ern und frühen 30ern sehr beliebt und sind wirklich eine absolut hohe Kunst. Original Wasserwellen auf dem eigenen Kopf einzukämmen ist schier unmöglich, zumindest für Menschen mit einer motorischen Begabung die meiner gleich kommt... Zugegebenermaßen mache ich Wasserwellen nicht all zu oft, so dass ich auch nicht wirklich Übung habe. Das Einkämmen der Wasserwellen ist etwas, das ich euch daher leider nicht zeigen kann.




Glücklicherweise gibt es aber Wellenreiter, mit denen man verhältnismäßig gut Wasserwellen in die Haare gelegt bekommt, ohne das man sie einkämmen muss. Allerdings sind Wellenreiter nun wirklich nichts zum drauf schlafen, so dass man Zeit haben muss, um sich mit der Methode Wasserwellen zu legen.









Dazu kämme ich mir die feuchten Haare gründlich durch, setze einfach die Wasserwellenreiter ein und lasse meine Haare lufttrocknen. Danach kämme ich nur ganz leicht durch und bringe die Frisur in Form.






Als Finish kommt drüber noch etwas Haarspray und fertig:

Freitag, 16. Mai 2014

The Marcel Wave (aka. Kreppwellen)

Auch mit Lockenwicklern lassen sich Wellen legen, die so genannten Kreppwellen (Marvel Wave), die Frau schon Jahrhunderte auf dem Kopf trug -naja, mit Unterbrechungen natürlich, je nach Mode - und gerade von den 1910ern bis hinein in die 1930er nochmal sehr in war. Obwohl Wellen das Ziel sind, werden eher kleine Lockenwickler verwendet und verhältnismäßig schmale Partien abgeteilt. Die Lockenwickler werden ins fast trockene Haar gedreht, wobei jede Strähne zusätzlich noch mit Festiger (ich nutze den von Balea - siehe Bild) eingesprüht wird, bevor sie gelegt werden.



Ich habe euch das Basisset wieder als schematische Zeichnung zusammengestellt, da bei meinen dunklen Haaren das Legeschema nur sehr schwer zu erkennen ist:



Die Haare werden dafür, jeweils am gewünschten Scheitel beginnend, vom Scheitel weg auf Lockenwickler gewickelt.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht, je nach Wahl der Lockenwickler schläft es sich mehr oder weniger bequem, werden die Haare wieder gelöst und ausgekämmt bis Wellen zu erkennen sind. Diese Wellen werden jetzt mit Haarklammern festgesteckt und ordentlich mit Haarspray eingesprüht und leicht angeföhnt (siehe Bild links). Wer es "Original" will, greift stattdessen zur Brennschere und brennt die Vertiefungen ein, wer es nicht so Original will, aber trotzdem lieber mit Hitze arbeiten möchte oder muss, der kann auch zum Lockenstab greifen. Nachdem das Haarspray getrocknet ist, werden die Haarklammern wieder vorsichtig entnommen und fertig ist die Kreppwelle:



Freitag, 25. April 2014

Wellen mit Pin-Curls


Mit Pin-Curls lassen sich natürlich auch Wellen zaubern. Die Methode war insbesondere für die Wellen der späten 30er und 40er die Methode der Wahl. Pin Curls für Wellen funktionieren grundsätzlich genauso, wie Pin Curls für Frisurenelemente. Sie werden ins fast trockene Haar gedreht, wobei jede Strähne zusätzlich noch mit Festiger (ich nutze den von Balea - siehe Bild) eingesprüht wird, bevor sie gelegt werden.

Nachdem die Haare schön locker fallen sollen, braucht es auch nicht so viele Pin-Curls, wie bei den Frisurenelementen. Zudem soll die Frisur nicht zu viel Volumen haben, weswegen in drei Reihen mit versetzter Drehung gearbeitet wird - sprich eine Reihe wird im Uhrzeigersinn gelegt, die zweite Reihe gegen den Uhrzeigersinn, die dritte und letzte Reihe wieder im Uhrzeigersinn. die  Ich habe euch das Basisset mal als schematische Zeichnung zusammengestellt, da bei meinen dunklen Haaren das Legeschema nur sehr schwer zu erkennen ist:



Wenn ihr euch eure Oberkopfpartie nicht zu einem Frisurenelement legen möchtet, werden alle Oberkopfhaare zu insgesamt sechs Pin Curls gelegt. Von der Stirn zum Hinterkopf hin je zwei stehend nach hinten, stehend nach vorne und wieder stehend nach hinten gewickelt.
Die Seitenpartien werden, sofern ihr kein Frisurenelement plant, zu je drei Pin-Curls gelegt. Die Haare in den Längen werden zu insgesamt 12 Pin-Curls (je drei auf beiden Seiten hinter den Ohren und insgesamt 6 am Hinterkopf) gelegt. Die linke Seite des Kopfes wird dabei von unten nach oben mit einer Reihe im Uhrzeigersinn, einer Reihe gegen den Uhrzeigersinn und wieder einer Reihe im Uhrzeigersinn gewickelte Pin Curls gelegt. Die rechte Seite des Kopfes wird dabei von unten nach oben mit einer Reihe gegen den Uhrzeigersinn, einer Reihe im Uhrzeigersinn und wieder einer Reihe gegen den Uhrzeigersinn gewickelte Pin Curls gelegt. Gedachte Trennlinie ist dabei ein in den Nacken gezogener Mittelscheitel. Das macht man, um die Bogenform des Schnittes zu betonen.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht, es schläft sich wirklich bequem auf Pin-Curls, man merkt sie eigentlich gar nicht - werden die Haare wieder gelöst und ausgekämmt um die Frisur in Form zu bringen. Noch etwas Frisiercreme und Haarspray drüber und fertig. (^.^)

So siehts dann aus:

Freitag, 18. April 2014

Locken mit Lockenwicklern

Lockenwicklerlocken sehen aus wie Lockenwicklerlocken; sie wirken nicht natürlich. Zeitlich gehören Lockenwickler eher in die 50er und 60er, je nach Größe der Wickler bekommt man aber auch 40er Jahre Frisuren noch gut mit Lockenwicklern hin.



Auch meine Lockenwickler wickle ich ins fast trockene Haar , wobei ich zusätzlich jede Strähne mit etwas Festiger einsprühe (ich nutze den von Balea - siehe Bild) und dann eine Nacht darauf schlafe. Es gibt extra dafür halbwegs bequeme Schlafwickler (siehe Bild unten). Wem das zu unbequem ist, der kann natürlich auch zu Heizwicklern oder Lockenstab greifen, um dieses Basisset zu legen. Allerdings: mit Hitze gewickelte Locken halten nicht so lange wie feucht gelocktes Haar. Zudem schädigt ihr damit auf Dauer eure Haare. Ja "mal" mache ich das auch, eine Dauerlösung ist es für mich aber nicht.



Jetzt aber erstmal noch etwas genauer zu den Schlafwicklern und meinen Erfahrungen dazu. Links im Bild sehr ihr die drei Sorten Schlafwickler, die sich in meinem Besetz befinden und von denen ich auch behaupten würde, dass es mehr oder weniger die Klassiker sind. Von Oma kennt man üblicherweise noch die Schaumwickler (rosa - links oben auf dem Bild). Ein wahres Relikt aus den 50ern und wirklich bequem zum drauf schlafen. Der Nachteil daran: die Haare halten nicht so unbedingt, weil dieser kleine Plastikbügel nicht wirklich Halt gibt und zudem unschöne Abdrücke macht, wenn man nicht ordentlich wickelt. Mit etwas Übung bekommt man das ordentlich Wickeln aber in den Griff und für zusätzlichen Halt nute ich Haarklammern. Die schwarzen Wickler, sog. Softwickler kennt man dann eher von Mama - sprich hier haben wir ein 70er Jahre-Relikt; im Stoff ist weicher Schaumstoff sowie ein Drahtbügel zum Sichern der Lockenwickler (meine habe ich über Claire's; gibts dort für kleines Geld). Auch darauf schläft es sich ziemlich bequem, sofern der Draht vernünftig liegt und nicht pieksen kann. Für die Frisuren die ich erzielen möchte, muss ich etwas lockerer wickeln als es der Wickler zulässt, daher muss man wirklich ordentlich arbeiten, damit die Frisur was wird. Ein weiterer Nachteil: Die Haare trocknen durch den Stoff nur sehr langsam, daher muss man wirklich rechtzeitig vor dem Schlafen gehen schon wickeln, damit die Haare am nächsten Morgen trocken sind. Die roten Wickler sind verhältnismäßig neu; dabei handelt es sich um Silikon-Klettwickler. Obwohl Silikon schläft man darauf aber nicht mehr wirklich bequem, da die Wickler nur etwas nachgeben und die Klettspitzen spürbar sind (es ist nicht wirklich unangenehm schmerzhaft, aber bequem ist trotzdem was anderes). Dafür lassen sich die Haare mit am schnellsten und einfachsten wickeln. Wirklichen Halt gibt der Klett allerdings erst wenn die Haare trocken sind und man sie auswickeln will (autsch...), zum Sichern über Nacht braucht es trotzdem noch Haarklammern. Trotz ihrer jeweiligen Nachteile nutze ich alle drei Sorten regelmäßig und möchte euch hier auch die Ergebnisse mit dem Basisset der einzelnen Wicklervarianten zeigen. Denn es stimmt wirklich: obwohl die Wickler die gleiche Größe haben, macht jeder davon eine andere Locke.

Für Lockenwicklerlocken braucht es ein paar Wickler mehr, damit die Haare schön fallen. Rechnet mal mit 18 bis 20 Stück - je nach Menge und Länge eurer Haare ggf. zwei mehr oder weniger. Auch hier habe ich euch das Legeschema für das Basisset mal als schematische Zeichnung aufgezeichnet:

Wie ihr seht, wird Lockenwickler an Lockenwickler gewickelt, Sprich die einzelnen Strähnen werden in Länge und Breite nach Größe der Lockenwickler abgeteilt. Am einfachsten ist es, ihr arbeitet dabei von vorne nach hinten und von der Mitte nach außen. Gewickelt wird dabei jeweils vom Gesicht weg. Lediglich die Seitenpartien werden im Basisset  nach unten gewickelt.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht - werden die Haare wieder gelöst und vorsichtig ausgekämmt (nicht zu viel, sonst sind die Locken weg) um die Frisur in Form zu bringen. Noch etwas Frisiercreme und Haarspray drüber und fertig. (^.^)

So siehts dann aus:
hier erstmal nur das Ergebnis mit den roten Silikonklettwicklern (eine klassische 50er Jahre Volumen-Frisur); die Ergebnisse mit den anderen Wicklern reiche ich bei Gelegenheit noch nach)

Freitag, 11. April 2014

Locken mit Rag Curls

Fallen euch die Pin Curls, insbesondere für die Lockenvariante noch schwer? Denkt euch nichts - mir auch (^.^) Und zu eurer Erleichterung: auch in vergangenen Jahrzehnten gab es Damen die motorisch unbegabter und/oder ungeduldiger waren. Für diese Frauen wurden Rag-Curls erfunden. (^.^)

Rag = Fetzen meint Stoffstreifen, über die die Haare gewickelt und deren Enden dann verknotet werden. Getrocknet, gelöst und ausgekämmt sehen Rag Curls aus wie Pin-Curl-Locken und sind damit eine echte Alternative zu Pin Curls für das Locken der Haare (die Frisurenelemente funktionieren damit nicht so gut, in den Längen sehen Rag Curls super aus). Der Nachteil dabei: es schläft sich nicht ganz so bequem wie auf Pin-Curls aber immer noch bequem. Die erste Nacht mit Rag Curls in den Haaren ist es noch ungewohnt, man gewöhnt sich aber wirklich schnell dran. Und: mit Rag Curls trocknen die Haare langsamer als mit Pin Curls, da durch den Stoffstreifen die Luft nicht so gut zirkulieren kann.

Ihr könntet jetzt natürlich ein abgetragenes Kleidungsstück in Fetzen reißen oder euch, an eine der zahlreichen Onlineanleitungen haltend, Unmengen von Taschentüchern oder rollenweise Küchenpapier oder Alufolie verschwenden um euch eure Rag Curls zu legen. Oder ihr nehmt die Erfindung, die gemacht wurde, um die Rags zu ersetzen und mit der die Haare nicht ganz so langsam trocknen. Ich meine diese Erfindung, die so heißt, wie "Pin Curls" auf deutsch... Papilotten. Genau die nehme ich zumindest um meine Haarlängen zu locken. Und zwar die ganz super billigen No-Names aus der Drogerie, die wirklich ewig halten.


Auch Rag Curls werden ins fast trockene Haar gedreht, wobei ich zusätzlich jede Strähne mit etwas festiger einsprühe (ich nutze den von Balea - siehe Bild).

Nachdem die Haare schön locker-lockig fallen sollen und man das Haar auf den Papilotten ohnehin fester wickelt als für Pin Curls, braucht es nicht so viele Wickler. Ansonsten besteht auch die Gefahr, dass man am nächsten Morgen ausschaut wie die Kreuzung zwischen einem Schaf und einem Pudel und das will nun wirklich keiner.Ich habe euch das Basisset mal als schematische Zeichnung zusammengestellt, da bei meinen dunklen Haaren das Legeschema nur sehr schwer zu erkennen ist:



Ja, ihr zählt richtig: nur acht Wickler an der Zahl (^.^) Wenn ihr euch eure Operkopfpartie nicht zu einem Frisurenelement legen möchtet, werden alle Oberkopfhaare auf eine Papilotte gewickelt und zwar aus dem Gesicht.
Die Seitenpartien werden, sofern ihr kein Frisurenelement plant, ebenfalls auf eine Papilotte gewickelt, hier aber jetzt zum Gesicht hin gewickelt. Die Haare in den Längen werden auf insgesamt vier Papilotten gewickelt, ebenfalls zum Gesicht hingewickelt. Gedachte Trennlinie ist dabei ein in den Nacken gezogener Mittelscheitel. Das macht man, um die Bogenform des Schnittes zu betonen.
Achtet beim Wickeln daruaf, dass ihr die Haare nicht in sich zwirbelt, sonst fallen die Locken nicht schön.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht - werden die Haare wieder gelöst und vorsichtig ausgekämmt (nicht zu viel, sonst sind die Locken weg) um die Frisur in Form zu bringen. Noch etwas Frisiercreme und Haarspray drüber und fertig. (^.^)

So siehts dann aus:

Freitag, 4. April 2014

Locken mit Pin-Curls


Die erste und klassischte Möglichkeit die ich euch zeigen möchte um die Längen in Locken zu legen sind Pin-Curls. Die Methode herrschte vor allem in den 40ern und 50ern vor. Pin Curls für Locken funktionieren grundsätzlich genauso, wie Pin Curls für Frisurenelemente. Sie werden ins fast trockene Haar gedreht, wobei jede Strähne zusätzlich noch mit Festiger (ich nutze den von Balea - siehe Bild) eingesprüht wird, bevor sie gelegt werden.

Nachdem die Haare schön locker-lockig fallen sollen, braucht es auch nicht so viele Pin-Curls, wie bei den Frisurenelementen. Ich habe euch das Basisset mal als schematische Zeichnung zusammengestellt, da bei meinen dunklen Haaren das Legeschema nur sehr schwer zu erkennen ist:



Wenn ihr euch eure Operkopfpartie nicht zu einem Frisurenelement legen möchtet, werden alle Oberkopfhaare zu insgesamt vier stehend nach hinten gewickelten Pin-Curls gelegt.
Die Seitenpartien werden, sofern ihr kein Frisurenelement plant, zu je zweiPin-Curls gelegt. Die Haare in den Längen werden zu insgesamt 12 Pin-Curls (je zwei auf beiden Seiten hinter den Ohren und insgesamt 8 am Hinterkopf) gelegt. Die linke Seite des Kopfes wird dabei gegen den Uhrzeigersinn gewickelt, die rechte Seite im Uhrzeigersinn. gedachte Trennlinie ist dabei ein in den Nacken gezogener Mittelscheitel. Das macht man, um die Bogenform des Schnittes zu betonen.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht, es schläft sich wirklich bequem auf Pin-Curls, man merkt sie eigentlich gar nicht - werden die Haare wieder gelöst und vorsichtig ausgekämmt (nicht zu viel, sonst sind die Locken weg) um die Frisur in Form zu bringen. Noch etwas Frisiercreme und Haarspray drüber und fertig. (^.^)

So siehts dann aus:

Freitag, 28. März 2014

Locken und Wellen für Vintage-Frisuren

Nach den Grundlagen zu den Pin-Curls als Methode der Wahl für Frisuren der 30er bis 50er und der Übersicht zu den einzelnen Frisurenelementen, möchte ich mich im letzten teil meiner Serie dem Thema Locken und Wellen widmen.

Abgesehen von einem kleinen Abstecher in den 20ern, wurde im gesamten Zeitschnitt der 20er bis 60er das Haar nicht glatt getragen. Zu den einzelnen Frisurenelementen wurden die Längen gelockt oder gewellt getragen. Auch die Basis für Hochsteckfrisuren waren immer Locken oder Wellen. Selbst wer sein Haar einfach nur offen tragen will, sprich, keine weiteren Frisurenelemente kombinieren möchte, braucht für den Vintage-Look Locken oder Wellen. Allerdings eben nicht einfach "irgendwie" Locken oder Wellen, sondern eben ganz bestimmte, die den Look ausmachen.

Um diese Locken und Wellen zu legen, gibt es verschiedene grundlegende Methoden, die euch euch die nächsten Wochen noch zeigen möchte. Dann seid ihr eigentlich soweit aus dem Repertoire zu schöpfen und eure eigenen individuellen Frisuren zu kombinieren und nachzufrisieren. Trotzdem zeige ich euch außerhalb der Wochenserie - es sollten ja erstmal nur Grundlagen sein - noch einige Frisuren, die ich so aus dem Grundlagenrepertoire zusammenbastle. (^.^)

Freitag, 21. März 2014

Bangs - The Full Wave Bangs

Auch für die Full Wave Bangs sind meine Haare zu lang. Dieses Haarstyling funktioniert nur in Haaren mit der richtigen Länge, bei den Full Wave Bangs sollte die  Ponypartie eine Länge zwischen 14 und 19 cm haben.  Recht viel länger geht nicht, da sich die Anzahl der Pin-Curls kaum reduzieren lässt; insgesamt müssen 12 Pin Curls gelegt werden. so werden aber meine zu langen Haare zu kraus, so dass sie sich nicht mehr legen lassen.


Nachdem die Frisur aber ebenfalls ein 40er Jahre Klassiker ist, will ich euch zumindest das Legeschema nicht vorenthalten - Zeichnungen nach "40s Hairstyles" von Daniela Turudich:

Freitag, 14. März 2014

Bangs - The Half-Wave Bangs


Ihr ahnt es vermutlich schon - auch für die Half Wave Bangs stoßen wir an die Grenzen meiner Haare. Dieses Haarstyling funktioniert nur in Haaren mit der richtigen Länge, bei den Half Wave Bangs sollte die  Ponypartie eine Länge zwischen 10 und 15 cm haben.  Recht viel länger geht nicht, da sich die Anzahl der Pin-Curls kaum reduzieren lässt; insgesamt müssen 12 Pin Curls gelegt werden. so werden aber meine zu langen Haare zu kraus, so dass sie sich nicht mehr legen lassen.

Nachdem die Frisur aber ebenfalls ein 40er Jahre Klassiker ist, will ich euch zumindest das Legeschema nicht vorenthalten - Zeichnungen nach "40s Hairstyles" von Daniela Turudich:



Freitag, 7. März 2014

Bangs - The Forward Roll Bangs

Heute zeige ich euch, wie man schlichte Bangs legt. Und: ich mag mich mit Bangs nicht, ich mache das heute extra und nur für euch. (^.^) Wie bereits erwähnt, wird die Ponypartie im Karree abgeteilt und in Pin-Curls gelegt. Die Ponypartie wird dann in drei Reihen abgeteilt, die in stehende Pin Curls nach hinten gewickelt werden. Üblicherweise legt man dafür insgesamt zwölf Pin Curls, also vier Pin Curls in einer Reihe.

Damit ihr nicht genauso Erfahrungslernen müsst wie ich: die ideale Haarlänge in der Ponypartie für Forward Roll Bangs mit der klassischen Anzahl von 12 Pin Curls liegt bei etwa 12 bis 15 cm (etwa Nasenspitze bis ein bis zwei Finger breit darüber hinaus). Eure Haare sollten in der Ponypartie jedoch mindestens 10 cm lang sein (etwa bis zur Mitte des Nasenrückens), damit die Roll was wird. Länger geht auch, allerdings müsst ihr dann die Anzahl der Pin Curls auch kleiner werden lassen, damit eure Haare nicht zu fluffig und damit nicht mehr legbar werden. Recht viel länger als 30 cm in der Ponypartie - also etwa bis zum Kinn - sollten eure Haare aber nicht sein, wenn ihr euch eine Reverse Roll legen möchtet.

Jetzt gehts aber wirklich ans machen:
Haare waschen und lufttrocknen lassen bis sie nur noch leicht feucht sind, bzw die Haare leicht anfeuchten.

Die Ponypartie in einem Viereck abteilen, die übrigen Haare zur Seite stecken. Gleichmäßig große Strähnen abteilen, mit Festiger einsprühen und zu stehend nach hinten gewickelten Pin Curls legen. Arbeitet dabei von hinten nach vorne hin zur Stirn. Bei der Ideallänge von 12 bis 15 cm in der Ponypartie legt ihr insgesamt 12 Pincurls mit je 4 Pin Curls in drei Reihen. (Ja ihr lest richtig: gelegt wird genauso wie bei der Reverse Roll)

Die Haare komplett durchtrocknen lassen - am besten über Nacht.

Die Pin Curls vorsichtig lösen und erstmal nicht erschrecken: wenn das, was ihr jetzt auf dem Kopf hat, wie das Nest eines psychedelisch entrückten Vogels, dann ist es genau richtig. (^.^) Bürstet jetzt euer Haar nach vorne Richtung Gesicht über euren Handrücken aus, bis es sich quasi freiwillig zu einer Roll eindrehen mag (keine Sorge, das geht ganz schnell).

Folgt nun genau dieser Rolle und wickelt sie hoch bis zur Stirn. Falls ihr sehr dünnes Haar habt müsst ihr eure Forward Roll Bangs vor dem Einrollen am Ansatz noch etwas toupieren, damit sie genug Stand haben und auch entsprechend hält.  Mit Bobby Pins feststecken. Nehmt so viele dass ihr euch sicher fühlt, übertreibts aber nicht, bei mir reichen normalerweise 3 - 4 (auf den Bildern unten trage ich übrigens 0 Bobby Pins). Und bitte meine Damen: Bobby Pins sollen die Haare unsichtbar in Form halten. Eine Dame der 20er, 30er, 40er, 50er oder 60er hätte niemals freiwillig das Haus verlassen, wenn sie gewusst hätte, dass man ihre Haarnadeln sieht. Und: das sieht auch heute noch sch... aus. Das nur mal am Rande.
So, das Ding hält. Glaubt ihr nicht? Probierts aus und drückt eure Bangs mal platt. Pling, da sind se wieder (^.^) Der reinste Schachtelteufel, oder? (^.^)
Abstehende Härchen lassen sich mit Pomade glätten. Wer mag oder wer viel tanzen will oder sich sonstwie hoher Luftfeuchtigkeit aussetzt, gibt noch Haarspray drüber. Fertig!

Neben den klassischen  Forward Roll Bangs wie ihr sie hier auf dem Foto seht, könnt ihr die Bangs auch leicht seitlich ziehen (sieht gerade mit Seitenscheitel gut aus und steht mir auch besser als die klassische Variante) und wahlweise auch eine Seite der Bangs größer ziehen als die andere.

Freitag, 28. Februar 2014

Bangs

Auch die Bangs gehören hauptsächlich in die 40er, obwohl sie auch noch in den frühen 50ern anzutreffen sind. Wirklich modisch sind sie dann aber schon nicht mehr.

Bangs werden mit der Ponypartie geformt, die dafür im Karree abgeteilt wird. Die Basis für Form und Haltbarkeit stellen auch hier Pin Curls dar, die stehend gewickelt werden. Wie die einzelnen Variationen (ja, auch hier gibts wieder mehr) der Bangs gelegt und frisiert werden, zeige ich euch in den nächsten drei Wochen. Heute belasse ich es bei diesen kurzen Ausführungen und zeige euch lieber noch ein paar Bilder bekannter Damen der bewegten Bilder der 40er mit Bangs. (^.^)
Linda Darnell - Lana Turner - Ava Gardner

Freitag, 21. Februar 2014

Pompadours - The Full Wave Pomp


Nachdem meine Haare sowohl für die Full Wave Reverse Roll als auch für die Side Full Wave Reverse Roll leider zu lang sind, klappt auch der Full Wave Pomp bei mir nicht. Trotzdem zeige ich euch in der Theorie, wie es aussehen soll. (^.^)

Für den Full Wave Pomp wird zunächst die Stirnpartie so abgeteilt und gelegt, wie für die Full Wave Reverse Roll. Anschließend werden die Seitenpartien so abgeteilt und gelegt wie für die Side Full Wave Reverse Roll.

Die Haare komplett durchtrocknen lassen, am besten über Nacht.

Zuerst die Stirnpartie lösen, auskämmen und an den Ansätzen kräftig toupieren - ein Pompadour wird sehr hoch getragen - und zu einer Full Wave Reverse Roll einschlagen und feststecken. Nachdem Toupieren die Haare sehr strapaziert, ist das wirklich keine Frisur für jeden Tag und auch wirklich nur für Haare geeignet, die absolut topgesund sind.

Nun noch die Seitenpartien lösen, auskämmen, zu Side Full Wave Reverse Rolls einschlagen und so feststecken, dass zwischen Side- und Top-Roll keine Lücke mehr zu sehen ist. Im Notfall sanft mit einer Bürste darüber streichen um eventuelle Lücken zu schließen.

Wer mag oder wer viel tanzen will oder sich sonstwie hoher Luftfeuchtigkeit aussetzt, gibt noch Haarspray drüber. Fertig!
Zeichnung nach "40s Hairstyles" von Daniela Turudich