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Freitag, 15. Juli 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Radig'müas

Ich war etwas erstaunt, als ich das Radig'müas-Rezept in Erna Horns Rezeptsammlung gelesen habe. Es ist nämlich kein gut durchgezogener Radisalat, so wie ich das kenne, sondern der Radi (übrigens: ein Rettich zu hochdeutsch) wird in einer leichten Mehlschwitze gedünstet. Aber gut, ich lasse ja nichts unversucht und probiere es kurzer Hand. Wisst ihr wie das schmeckt? *Würg* kotz* Mülleimer auf und weg mit dem Zeug. Genau so schmeckt das. Wiiiiiiderlich, bäh. Niemals mehr wieder tue ich einem Stück Gemüse eine solche Greueltat an.

Freitag, 8. Juli 2016

Bayrische Kuchl - Wurst: Regensburger Wurstsalat

Ihr kennt ja nun schon den Wurstsalat nach unserem Familienrezept. So wirklich groß anders ist der Regensburger Wurstsalat nicht, den Erna Horn abgedruckt hat. So geht die historische Regensburger Variante:


2 grobe Regensburger
1/2 Zwiebel
6 EL Essig
1 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer
1 EL Öl
4 EL Wasser
süßer Senf

Zubereitung:
Die Regensburger häuten, in dünne scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen, halbieren, in feine Ringe schneiden und auf die Wurst geben. Aus dem Essig, dem Öl, dem Wasser sowie Salz und Pfeffer in einem Becher die Marinade anrühren und über Wurst und Zwiebeln gießen. Die Schale abdecken und den Wurstsalat im Kühlschrank noch mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Den Wurstsalat mit süßem Senf servieren.

Für meinen Gaumen könnte man sich den süßen Senf durchaus sparen (das von mir, wo ich so ein riesen Senffan bin), das passt geschmacklich einfach nicht. Ansonsten aber: lecker. (^.^)

Freitag, 1. Juli 2016

Bayrische Kuchl - Wurst

Dem interessierten Leser meiner Wochenserie ist es sicher schon aufgefallen: die bayrische Küche ist ganz enorm fleischlastig. Allerdings ist sie nicht nur das: sie ist auch noch extrem wurstlastig. Ein echter Bayer schafft es durchaus sich höchst traditionell ausschließlich von Wurst zu ernähren: Klassischerweise gibt es bereits zum Frühstück Zwiebelleberwurst, Vormittags gerne roten oder weißen Pressack, dann Weißwürscht und wer die nicht mag greift zu Schweinstwürstl. Zum Mittagessen dann Blut- und Leberwürste, Nachmittags ein Leberkäs, zur Brotzeit einen Wurstsalat und zum Abendessen schließlich noch Milzwurst. Wurst, Wurst, Wurst, wo man hinschaut. Und zwar Frischwurst, Hart- und Dauerwürste sind die Preußen unter den Wurstwaren. (^.^)

Ich bin nun schon so weit Bayerin, dass ich wirklich gerne Wurst esse, sogar meine Katze hört auf den Namen "Würschtl" und das kommt auch nicht von ungefähr. Allerdings mag ich nicht jede Wurst. Mit Pressack oder Blut- und Leberwürsten kann man mich beispielsweise jagen. Glücklicherweise hat Erna Horn weder zu dem einen noch zu dem anderen Rezepte abgedruckt, so dass ich mich dazu auch in meiner Wochenserie nicht überwinden muss. (^.^)

Passend zur Erweiterung um die Unterkategorie Brot, führe ich nun auch die Wurstwaren ein, einfach, weil das eine so gut zum anderen passt.

Freitag, 10. Juni 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: Ochsengaumen


Ochsengaumen war mal eine Delikatesse, dann geriet er in Vergessenheit und schließlich kam BSE, so dass heute leider kein Ochsengaumen mehr zu bekommen ist. Ja... das hat mich auch gewundert, aber es ist in der Tat so, dass nichts mehr vom Rinderkopf verkauft werden darf, also eben auch kein Ochsengaumen. Schade eigentlich, das Rezept las sich sehr lecker.

Nächste Woche gibt es dann aber wieder was zu essen und nicht nur leere Töpfe. (^.^)

Freitag, 3. Juni 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: grüne Bohnen

Grüne Bohnen, auch gerne Butterbohnen genannt, sind ein wahrer Beilagenklassiker der bayrischen Küche. Seltsamerweise findet man sie kaum noch auf den Speisekarten der einschlägigen bayrischen Restaurants, aber sie gehen ja glücklicherweise sehr leicht selbst zu machen. (^.^)

Zutaten - für 4 Portionen:
750 g grüne Bohnen
20 g Butter
Salz
Pfeffer
Bohnenkraut

So gehts:
Die Bohnen waschen und putzen, in Salzwasser etwa 15 Minuten weich garen, abgießen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit sie ihre grüne Farbe behalten. Die Butter im Topf schmelzen, die Bohnen darin schwenken und mit Salz, Pfeffer und reichlich Bohnenkraut abschmecken.

Gut, damit hat ERna Horn nun wahrlich kein höchst historisch wertvolles Geheimrezept verraten, lecker sind grüne Bohnen aber trotzdem. (^.^)

Freitag, 27. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Kässpätzle

Regel Nummer 1: wer spätzle isst, isst auch Kässpätzle. (^.^) Auch hierfür hat Erna Horn ein Rezept, oder besser gesagt "das Rezept" ganz ohne transdanubische Sahnesaucen, sondern genau so, wie Käsespätzle nunmal sein sollen:



400 g Mehl
4 Eier
150 ml Wasser
1 TL Salz
20 g Butterschmalz
250 g Zwiebeln
200 g Emmentaler


Mehl, Eier, Wasser und Salz miteinander verrühren. Den Teig etwa 10 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die Zwibeln schälen, in Ringe schneiden und in Butterschmalz bräunen. Den Emmentaler reiben und das Salzwasser sprudelnd aufkochen. Den Ofen auf 100° C Oberhitze vorheizen. Den Teig mit einem Spätzlehobel (für die altbayerische Variante) in das Wasser hobeln. Einmal aufwallen lassen, die Spätzle mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz in einem Lochsieb abtropfen lassen. Dann die Spätzle schichtweise mit dem Käse und den Röstzwiebeln in eine Schüssel geben. Zuletzt mit Käse und Röstzwiebeln überstreuen und den Käse im Ofen etwa 10 Minuten lang schmelzen lassen. Sofort servieren und schmecken lassen. (^.^)

Freitag, 20. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Spätzle

Spätzle sind nun wirklich ein breitenbayrischer Küchenklassiker, Ob im Ländle, in Altbayern oder in Franken, Spätzle oder auch Spatz'n sind auf jeden Fall auf der Speisekarte. Klar auch, dass Erna Horn ihnen einen Betrag widmet. Das Rezept ist klassisch unverändert:

400 g Mehl
4 Eier
150 ml Wasser
1 TL Salz
20 g Butter

Mehl, Eier, Wasser und Salz miteinander verrühren. Den Teig etwa 10 MInuten ruhen lassen. Währenddessen Salzwasser sprudelnd aufkochen und den Teig mit einem Spätzlehobel (für die altbayerische Variante) in das Wasser hobeln. Einmal aufwallen lassen, die Spätzle mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz in einem Lochsieb abtropfen lassen. Die Butter im Topf schmelzen und die Spätzle nochmals kurz in Butter schwenken, servieren und schmecken lassen. (^.^)

Spätzle lassen sich übrigens auch super bereits am Vortag vorbereiten. Damit sie nicht zusammenkleben gibt man zum Abkühlen an die Spätzle einige Spritzer Öl. Zum Essen werden sie dann in der geschmolzenen Butter, ruhig etwas mehr als nur 20 g, erwärmt.

Dienstag, 17. Mai 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Reherl mit Eierhaber

Zunächst gibt es einmal wieder eine Runde Bairisch für Anfänger. Reherl sind Pfifferlinge, Eierhaber ist eine Art Rührei, etwas gehaltvoller, dafür aber auch etwas lockerer.

Man nehme:
15 g Butterschmalz
1 Zwiebel
250 g Pfifferlinge
Petersilie
8 Eier
Salz
150 g Saure Sahne


So gehts:
Die Zwiebel schälen und grob hacken, die Pfifferlinge putzen und die Petersilie hacken. Das Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Pfifferlinge und die Petersilie zugeben und ebenfalls anbraten. Die Eier mit der Sauren Sahne verquirlen und mit Salz würzen. Die Eier über die Pilze gießen und stocken lassen. Schon ist der Eierhaber fertig und mundet ganz wunderbar.

Freitag, 13. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Fränkischer Lammbraten

Der Lammbraten ist jetzt nicht unbedingt ein Klassiker der altbayrischen Küche, nachdem ich mir aber vorgenommen habe, das gesamte Werk von Erna Horn - also wirklich jedes Rezept - nachzukochen, bereite ich heute den Fränkischen Lammbraten.

Man nehme:
1 kg Lammschlegel
mittelscharfer Senf
einige Spritzer Olivenöl
Salz
Pfeffer
Pfefferminze
1 Bund Suppengemüse
1 Zwiebel
250 ml Rotwein
250 ml Wasser
Thymian
50 ml Buttermilch

Zubereitung:
Den Lammschlegel waschen, trocken tupfen und parieren. Zum marinieren das Fleisch mit Senf bestreichen, mit Öl beträufeln und über Nacht kühl stellen.
Den Ofen auf 200° C Umluft vorheizen. 3 EL Öl in einem Bräter erhitzen. Die Pfefferminze hacken. Die Marinade grob vom Fleisch wischen, den Braten salzen, pfeffern und mit der gehackten Petersilie einreiben. Nun das Fleisch von allen Seiten anbraten. Währenddessen das Suppengemüse und die Zwiebel grob würfeln, zum Braten geben und ebenfalls kurz anbraten. Das ganze mit der Hälfte des Rotweins ablöschen und solange einkochen bis der Wein verkocht ist. Nun mit Wasser und Wein auffüllen, den Braten in den Ofen stellen und zunächst 20 Minuten lang anbraten. Dann die Temperatur 160° C reduzieren und in etwa 40 Minuten fertig braten.
Den Braten aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Für die Sauce die Flüssigkeit sowie etwas von dem Gemüse pürieren und mit Buttermilch abbinden. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken und den Braten schmecken lassen, der wirklich sehr gut schmeckt. Dazu passen übrigens Spätzle und grüne Bohnen. Auch hierzu folgen demnächst die Rezepte. (^.^)

Freitag, 6. Mai 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Lammfleisch mit Holledauer Hopfensprossen

Heute gibt es was besonderes aus der bayerischen Küche, eigentlich sind es sogar zwei Besonderheiten: Lamm, das kommt in Bayern nicht so oft auf den Tisch und Hopfensprossen, eine ganz besondere Delikatesse, die es nur wenige Tage im Jahr gibt.

Man nehme:
750g Lammbrust
Salz
20g Butterschmalz
1 Bund Petersilie
500 ml Fleischbrühe
1 Zwiebel
5 Nelken
2 Zitronenscheiben
Pfeffer
1 Eigelb
500 g Hopfensprossen (alternativ: grüner Spargel)

So gehts:
Die Lammbrust parieren (wahrlich eine doofe Arbeit bei Lamm, aber es muss halt nun mal sein), das Fleisch kalt abspülen, trockentupfen und in mundgerechte Stücke schneiden und salzen. Die Petersilie hacken, die Zwiebel schälen und mit den Nelken spicken.
Das Butterschmalz in einer Pfanne schmelzen, das Fleisch und die Petersilie zugeben und kräftig anbraten. Mit der Brühe aufgießen, die gespickte Zwiebel und die Zitronenscheiben zugeben und zugedeckt köcheln lassen.
Währenddessen die Hopfensprossen in Salzwasser etwa 10 Minuten lang kochen.
Die Pfanne mit dem Fleisch vom Herd nehmen und die Flüssigkeit mit dem verquirlten Eigelb legieren, also unter stetigem rühren abbinden. Die Hopfensprossen abgießen und abtropfen lassen und zusammen auf einem Teller anrichten und schmecken lassen.

Nun was soll ich sagen, unsere liebe Erna Horn hat hier wirklich einen Kochbuchklassiker der beyerischen Küche hervorgezaubert, der zwar früher mal ein Arme-Leute-Essen war (billiges Fleisch und quasi der Abfall aus der Hopfenproduktion), heute aber definitiv ein Gourmetmahl ist. Sehr lecker und sehr gerne wieder.

Freitag, 22. April 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: gebackenes Kitz

Bei näherer Lektüre des Rezepts für gebackenes Kitz in Erna Horns "Bayrischer Kuchl" stellt sich heraus: es ist nichts anderes als ordinärer Lammbraten. Lamm gehört im Großraum München, wo ich bayrisch sozialisiert wurde, nicht unbedingt zu den Standardgerichten, in anderen Regionen Altbayerns, die klassischerweise vor allem in der Wollstoffproduktion (Loden....) aktiv waren, sieht das anders aus, daher koche ich selbstverständlich brav nach. So gehts:

1 kg Lammfleisch aus der Keule
Salz
Pfeffer
3 EL Öl
1 Bund Suppengemüse
1 Lorbeerblatt
200 ml Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
Rosmarin
Thymian
2 Konblauchzehen
2 EL Creme fraîche

Das Fleisch parieren, und mit mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Suppengemüse würfeln. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin rundherum anbraten. Das Suppengemüse zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Das Lorbeerblatt zugeben und mit 100 ml Weißwein ablöschen. Den Wein komplett verdampfen lassen. Jetzt 100 ml der Brühe zugießen, Rosmarin, Tymian und die beiden Knoblauchzehen (geschält) zugeben und den braten 20 Minuten bei 200° C im Ofen braten lassen. Die übrige Brühe und den übrigen Weißwein mischen und den Braten regelmäßig damit übergießen.
Nach 20 Minuten die Hitze auf 160° C reduzieren und das Fleisch weitere 40 Minuten fertig braten.

Jetzt das Fleisch aus dem Ofen nehmen und kurz ruen lassen. Währenddessen den Bratenfonds durch einen Sieb in einen Kochtopf gießen und einmal wallend aufkochen. Die Soße mit der Creme fraîche binden. Den Braten in Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Freitag, 15. April 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Bavesen

Bavesen sind so ziemlich die einfachste und schnellste Sättigungsbeilage, die man sich nur vorstellen kann, denn im Grunde sind Bavesen nichts anderes als panierte Weißbrotscheiben, die gerne auch mal gefüllt sind. (^.^) So gehts:

Weißbrot (ich nehme Toastbrot)
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
20 g Butterschmalz
Füllung nach Belieben, z.B. Käse, Schinken, Leber, Gemüse...

Das Brot in Scheiben schneiden, die Rinde so abschneiden, dass ihr immer zwei Scheiben habt, die gleichmäßig zueinander passen. Die Eier in eine Schüssel schlagen und verrühren. Das Paniermehl in eine zweite Schüssel geben. Die Füllung bereitstellen und das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.
Zwei zueinander passende Weißbrotscheiben mit einer Seite in Ei tunken, die Füllung einsetzen und die beiden scheiben zusammendrücken. Nun die Bavesen panieren und von allen Seiten goldbraun backen.

Freitag, 8. April 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: gebratene Gelbe Rüben

Gebratene Gelbe Rüben (= Karotten) sind so einfach wie lecker. Dazu braucht es noch nicht mal ein richtiges Rezept im klassischen Sinne. (^.^)


Die Karotten werden geschält und bissfest gedämpft. In einer Pfanne wird etwas Butter zerlassen und die Karotten rund herum gebraten. Die Karotten schmecken als Gemüsebeilage aber auch solo mit einem Kräuterdip.

Freitag, 18. März 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gespicktes Kalbsherz

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal so explizit erwähnt habe: die traditionelle Münchner Küche ist sehr innereienlastig. Ich esse sowas durchaus, Lieblingsessen sind es aber selten und am meisten Überwindung kostet mich die Zubereitung. Glücklicherweise gibt es aber zumindest in München genug Metzgereien, bei denen man küchenfertig bestellen kann, so dass ich das Herz nicht selbst parieren musste. Es war auch eigentlich richtig gut. (^.^)

1 Kalbskerz
150 g Speck
Salz
Pfeffer
20 g Butterschmalz
1Zwiebel
1 Bund Suppengrün
150 ml Weißwein
300 ml Wasser
100 g Sauerrahm

Den Speck auslegen und salzen und pfeffern. Das Herz in den Speck einschlagen. Das Buttersalz in eine weiten Topf erhitzen und das Herz von allen Seiten darin scharf anbraten. Die Zwiebel und das Suppengemüße grob würfeln und ebenfalls kurz anbraten. Mit Wein und Wasser ablöschen und bei mittlerer Temperatur etwa 60 Minuten simmernd kochen.

Das Herz aus dem Sud nehmen und warm stellen, Den Sud abgießen, nochmals wallend aufkochen, mit Sauerrahm binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Herz in fingerdicke Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Freitag, 4. März 2016

Bayrische Kuchl - Knödel: Münchner Reisknödel

Da heißen die Dinger "Münchner Reisknödel" und ich habe noch nie was davon gehört oder gelesen. Klar kenne ich die italienischen und österreichischen Reisknödel, die sind allerdings gebacken. Laut Rezept aus Erna Horns Sammlung werden die Münchner Reisknödel aber gekocht.  Auch eine Webrecherche dazu brachte mich nicht wirklich weiter. Erfreulicherweise haben sich bei diesem Rezept aber glatt mal Mengenangaben in das Rezept geschlichen, zumindest teilweise, so dass ich damit und mit ein bisschen Erfahrung und ausprobieren doch halbwegs ansehnliche Reisknödel zustande gebracht habe. Schmeckt aber nicht. Also, schmeckt jetzt nicht irgendwie eklig, man kanns schon essen, allerdings ist der Reis, der gekocht zu einem Knödelteig verarbeitet wird, um dann nochmal gekocht zu werden halt genau das: verkochter Reis. Kurzum: das Rezept braucht man nicht wirklich, ich erspare es euch.

Freitag, 26. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Kalbsvögerl

Kalbsvögerl ist Muskelfleisch aus der Kalbshaxe, das auf bayrisch zubereitet erst gebeizt und dann gedünstet wird. So gehts:

500 g Kalbsvögerl
100 g geräucherter Speck
1 Gemüsezwiebel
250 ml Essig
750 ml Wasser
20 g Butterschmalz
150 ml Weißwein
150 ml Wasser
2 Zitronenscheiben

Die Kalbsvögerl waschen, trockentupfen und mit dem Speck umwickeln. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Beides in einen Topf oder eine verschließbare Schüssel geben, mit Essig und Wasser übergießen und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage beizen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Kalbsvögerl von allen Seiten darin anbraten, mit Wasser und Wein ablöschen, die Zitronenscheiben zugeben und in etwa 20 Minuten zartweich garen.

Freitag, 12. Februar 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Altbayrisches Blaukraut

Blaukraut ist kein Rotkohl, die Zubreitungsart und damit der Geschmack ist eine völlig andere. Wie das altbayrische Blaukraut gelingt, beschreibt Erna Horn eher dürftig, daher greife ich hier einmal mehr zum Familienrezept:

1 Kopf Blaukraut
50 g Butterschmalz
1 Zwiebel
2 Äpfel (Boskop)
1 EL Zucker
2 EL Essig
4 EL Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
4 EL Preiselbeeren
250 ml möglichst heißes Wasser

Die äußeren Blätter des Krautkopfes entfernen, vierteln oder achteln und - nis auf den weißen Strunk - in feine Streifen hobeln.
Die Zwiebel und die Äpfel schälen und fein würfeln. In einem weiten Topf  das Fett erhitzen und Zwiebel- und Apfelwürfel darin andünsten. Das Blaukraut zugeben und unter rühren ebenfalls andünsten. Essig, Rotwein, Gewürze, Preiselbeeren und Wasser zugeben und das Blaukraut in etwa einer Stunde bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser nachgießen.

Freitag, 18. Dezember 2015

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gekochter Wadschenkel

Der Wadschenkel ist eigentlich ein sehr feines und butterweiches Stück Suppenfleisch, das trotzdem heute nahezu un Vergessenheit geraten ist. Außerdem lässt er sich auch noch absolut leichtr und unkompliziert quasi nebenbei kochen.

1 kg Wadschenkel
Salzwasser
1 Bund Suppengemüse

Das Salzwasser zum Kochen bringen, den Wadschenkel kalt abspülen, trocken tupfen und in das kochende Wasser gebe. Etwa 2,5 Stunden kochen. Nun das Suppengemüse waschen, putzen, schälen und grob würfeln. Zum Wadschenkel geben und weitere 20 Minuten kochen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und zusammen mit etwas Brühe und Suppengemüse anrichten.

Freitag, 23. Oktober 2015

Bayrische Kuchl - G'müas: Schwammerlpichelsteiner

Ein Schwammerlichelsteiner ist wunderbar schnell gemacht und ergibt ein unglaublich leckeres und leichtes Abendessen.

300 g gekochte Kartoffeln
20 g Butterschmalz
200 g Suppengemüse
Petersilie
Salz
Pfeffer
250 ml Wasser
400 g Steinpilze
3 EL Sauerrahm

Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. Das Suppengemüse waschen, putzen und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin anbraten. Das Suppengemüse und die Persilie zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Wass ablöschen. Zugedeckt etwa 10 Minuten kochen.
Währenddessen die Steinpilze (ersatzweise gehen natürlich auch beliebige andere Pilze) putzen und ebenfalls grob würfeln. Die Steinpilze zugeben und weitere 10 Minuten zugedeckt kochen. Jetzt noch den Sauerrahm unterrühren und dann schmecken lassen. (^.^)

Freitag, 2. Oktober 2015

Bayrische Kuchl - Knödel: gekrönte Häupter

Was dem Namen nach so exquisit und hochherrschaftlich klingt, ist in Wahrheit ein Resteessen, wahlweise auch ein Fastengericht. Als erklärter Knödelfan und gleichzeitig in einem Zwei-Personen-Haushalt Lebende, sind bei mir die Gekrönten Häupter normalerweise Resteessen, weil ich normalerweise auch einen ordentlich großen Schwung Knödel mache, es soll sich schließlich auch rentieren, für zwei Portionen braucht man damit ansonsten eigentlich gar nicht anfangen.

So gehts - für zwei Personen:
2 Portionen Sauerkraut
3-4 Semmelknödel
20 g Butter
1 EL Semmelbrösel

Das Sauerkraut zusammen mit den halbierten Knödeln in einem Topf erwärmen und anschließend auf einer Platte anrichten. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Semmelbrösel darin anrösten und die Semmelknödel damit bestreuen. Fertig sind die gekrönten Häupter. (^.^)