Freitag, 29. April 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XVI



Seit gestern ist die 16. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zur Frühsommermode. Außerdem ein Reisebericht üb der das paradiesische Hawaii, ein Interview mit den Zucchini Sistaz, und ein Gartenspecial.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Mittwoch, 27. April 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Der Bund

Jetzt kommen wir endlich zum Bund und damit auch zum letzten Arbeitsschritt bei unserem Petticoat:


Zunächst nähen wir mit dem elastischen Zickzackstich ein 2 cm breites Elasikschrägband an die Saumkante des Bundes (direkt auf die rechte Seite).




Ganz wichtig für mich - ich ärgere mich auch immer wenn ich Röcke von der Stange kaufe, bei denen das fehlt: Aufhängebänder für den Kleiderbügel. Dafür 2 Satinbänder mit 15 cm Länge zuschneiden, zur Schlaufe legen und an den Seiten des Petticoats festnähen.



Damit sich das Elastikband optisch in das Gesamtbild einfügt - ja, es ist Unterwäsche, trotzdem darf es hübsch sein -  verblende ich den Übergang vom Elastikband zum Stoff mit halbiertem Spitzenband. Auch hier nutze ich den elastischen Zickzackstich.



Zuguterletzt noch der Verschluss, nämlich Knopf und Schlaufe. Die Schlaufe schneide ich wieder aus dem Satinband passend zur Größe des Wäscheknopfes. Beides festnähen und fertig ist der Bund unseres Petticoats.

Montag, 25. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: Huch! Ein Fehler!

Nachdem ihr nun bereits Maschen wieder auffangen gelernt habt, möchte ich euch noch zeigen, wie man zurück strickt. Gerade beim Muster stricken passiert es immer wieder mal, dass man im Muster durcheinander kommt und sich verstrickt. Jetzt ist zurückstricken angesagt. So gehts:

Ihr stecht also in die untere Masche ein und zieht den Arbeitsfaden wieder heraus. Das macht ihr so lange, bis ihr eueren Fehler beseitigt habt und wieder im regulären Muster weiterstricken könnt.

Samstag, 23. April 2016

Limoncello

Beim Limoncello handelt es es um einen klassischen italienischen Zitronenlikör, der sich erfreulicherweise auch ganz leicht selbst herstellen lässt:

Für drei Flaschen à 500 ml:
8 Bio-Zitronen
500 ml reinen Alkohol (96 %)
700 ml Wasser
450 g Zucker

Die Zitronen mit dem Sparschäler schälen. Sollte etwas vom Weiß der Zitronenschale an den Schälstreifen sein, so werden diese mit einem Messer vorsichtig abgeschabt, da diese den Likör ansonsten ungenießbar bitter machen.
Die Schälstreifen in ein Weckglas mit 750 ml Fassungsvermögen geben und den reinen Alkohol zugießen. Das Glas verschließen und im Kühlschrank mindestens 3 Wochen durchziehen lassen. Zwischendurch immer mal wieder durchschütteln.

Die Flaschen vorbereiten. Den Zucker mit dem Wasser solange aufkochen, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist, also das Wasser wieder klar ist. Das Zuckerwasser abkühlen lassen.
Den Alkohol durch einen feinen Sieb in eine Schüssel abgießen, die Zitronenschalen wegwerfen. Das abgekühlte Zuckerwasser zugießen und verrühren. Den Limoncello in die Flaschen abfüllen. Eisgekühlt servieren, prost. (^.^)

Freitag, 22. April 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: gebackenes Kitz

Bei näherer Lektüre des Rezepts für gebackenes Kitz in Erna Horns "Bayrischer Kuchl" stellt sich heraus: es ist nichts anderes als ordinärer Lammbraten. Lamm gehört im Großraum München, wo ich bayrisch sozialisiert wurde, nicht unbedingt zu den Standardgerichten, in anderen Regionen Altbayerns, die klassischerweise vor allem in der Wollstoffproduktion (Loden....) aktiv waren, sieht das anders aus, daher koche ich selbstverständlich brav nach. So gehts:

1 kg Lammfleisch aus der Keule
Salz
Pfeffer
3 EL Öl
1 Bund Suppengemüse
1 Lorbeerblatt
200 ml Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
Rosmarin
Thymian
2 Konblauchzehen
2 EL Creme fraîche

Das Fleisch parieren, und mit mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Suppengemüse würfeln. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch darin rundherum anbraten. Das Suppengemüse zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Das Lorbeerblatt zugeben und mit 100 ml Weißwein ablöschen. Den Wein komplett verdampfen lassen. Jetzt 100 ml der Brühe zugießen, Rosmarin, Tymian und die beiden Knoblauchzehen (geschält) zugeben und den braten 20 Minuten bei 200° C im Ofen braten lassen. Die übrige Brühe und den übrigen Weißwein mischen und den Braten regelmäßig damit übergießen.
Nach 20 Minuten die Hitze auf 160° C reduzieren und das Fleisch weitere 40 Minuten fertig braten.

Jetzt das Fleisch aus dem Ofen nehmen und kurz ruen lassen. Währenddessen den Bratenfonds durch einen Sieb in einen Kochtopf gießen und einmal wallend aufkochen. Die Soße mit der Creme fraîche binden. Den Braten in Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Dienstag, 19. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen in wechselnden Reihen

Halbe Stäbchen abwechselnd eine Rehe in das vordere Maschenglied, eine Reihe in das hintere Maschenglied gehäkelt, ergiben ebenfalls ein schönes, leicht dehnbares Quermuster:

Sonntag, 17. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen im hinteren Maschenglied

Halbe Stäbchen, die nur in das hintere Maschenglied gehäkelt werden, ergeben ebenfalls ein Rippenmuster:

Freitag, 15. April 2016

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Bavesen

Bavesen sind so ziemlich die einfachste und schnellste Sättigungsbeilage, die man sich nur vorstellen kann, denn im Grunde sind Bavesen nichts anderes als panierte Weißbrotscheiben, die gerne auch mal gefüllt sind. (^.^) So gehts:

Weißbrot (ich nehme Toastbrot)
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
20 g Butterschmalz
Füllung nach Belieben, z.B. Käse, Schinken, Leber, Gemüse...

Das Brot in Scheiben schneiden, die Rinde so abschneiden, dass ihr immer zwei Scheiben habt, die gleichmäßig zueinander passen. Die Eier in eine Schüssel schlagen und verrühren. Das Paniermehl in eine zweite Schüssel geben. Die Füllung bereitstellen und das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen.
Zwei zueinander passende Weißbrotscheiben mit einer Seite in Ei tunken, die Füllung einsetzen und die beiden scheiben zusammendrücken. Nun die Bavesen panieren und von allen Seiten goldbraun backen.

Mittwoch, 13. April 2016

Häkelmuster - halbe Stäbchen

Manchmal kann Schönes so einfach sein - so wie hier: das Muster das halbe Stäbchen ergeben:

Montag, 11. April 2016

Unser neuer Mitbewohner

Ich hab mal wieder einen Flohmarktschnapp gemacht, den ich euch gerne zeigen möchte: eine kleine Wandkonsole, die ganz wunderbar zu unserem Vintagetelefon passt. Schaut mal:
Damit ist übrigens auch klar, dass ich mich als nächstes an das Aufarbeiten und wieder funktionstüchtig machen meines Vintage-Telefons - eines Original W48 - machen werde. Auch darüber werde ich selbstverständlich berichten.

Samstag, 9. April 2016

Häkelmuster - Versetzt tiefer gestochene feste Maschen

Dieses sehr kompakte und dicke Muster ergibt sich, wenn man jede zweite feste Masche eine Reihe tiefer einsticht:

Freitag, 8. April 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: gebratene Gelbe Rüben

Gebratene Gelbe Rüben (= Karotten) sind so einfach wie lecker. Dazu braucht es noch nicht mal ein richtiges Rezept im klassischen Sinne. (^.^)


Die Karotten werden geschält und bissfest gedämpft. In einer Pfanne wird etwas Butter zerlassen und die Karotten rund herum gebraten. Die Karotten schmecken als Gemüsebeilage aber auch solo mit einem Kräuterdip.

Donnerstag, 7. April 2016

Hefeteig

Hefeteig ist der vielseitigste unter den Teigen: es gibt ihn süß und herzhaft, man kann ihn kochen, dämpfen, in Fett ausbacken oder im Ofen backen. Hefeteiggebäck ist luftig leicht und hält sich auch mal einige Tage, wobei es sich auch wunderbar nochmals aufbacken lässt.

Jeder Hefeteig besteht aus den drei Grundzutaten Mehl, Flüssigkeit (meist Milch) und Hefe. Je nach Gebäckart greift man zu unterschiedlichen Mehltypen, für gewöhnlich kommt Mehl der Type 405 zum Einsatz, für Brot und Semmeln aber auch gerne mal die Type 550. Die Flüssigkeit dient dazu, den Mehlkleber zum Quellen zu bringen, damit der Teig schön abbindet. Die Hefe dient als Lockerungsmittel. Hefepilze sind lebend, damit der Teig aufgeht und damit gelockert wird, brauchen die Hefepilze optimalen Bedingungen, nämlich Wärme, Feuchtigkeit, Luft, Nahrung und Zeit. Wärme wird auf dreierlei Weise sichergestellt: alle Zutaten haben Raumtemperatur, Flüssigkeit und Butter werden außerdem lauwarm zugegeben (nicht heiß, das tötet die Pilze und der Teig ist ruiniert) und zum Gehen steht der Teig an einem warmen nicht zugigen Platz und wird außerdem mit einem sauberen Tuch abgedeckt. Es ist zwar auch möglich, den Hefeteig kalt gehen zu lassen, was einen besonders feinporigen Teig ergibt, dafür dauert es aber länger; idealerweise lässt man dann den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen. Feuchtigkeit wird durch die Zugabe von Flüssigkeit sicher gestellt, Luft dürfte wohl klar sein (^.^), dennoch ein Merke: der Teig wird mit einem sauberen (Leinen-)tuch abgedeckt, nicht mit Plastik oder dergleichen luftundurchlässigen Materialien. Nahrung ist für Hefepilze Zucker; auch an deftiges Hefegepäck kommt immer auch 1 EL Zucker, damit die Hefepilze was zu futtern haben. Und zu guter letzt, Zeit: ja, bis Hefeteig fertig ist dauert es, zwischendurch gibt es immer mal Wartezeiten, der Aufwand lohnt sich aber allemal.

Ich bereite meinen Hefeteig immer mit Vorteig zu, schlicht weil mir der Hefeteig ohne Vorteig nie so wirklich gut gelingt, daher beschränke ich mich beim Grundrezept auch auf diese Beschreibung, da diese Variante die für mich einzig wahre und empfehlenswerte ist.

Für einen mittelfesten, einfachen Hefeteig nimmt man:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
1 Ei
80 g Butter
1/2 TL Salz
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen und auf das gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Blech oder in die Form geben. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Hefeteig wird bei Temperaturen zwischen 180° C und 200° C bei Ober-/Unterhitze (mit Umluft wirds trocken) gebacken. Formkuchen wie Zöpfe werden bei höheren Temperaturen angebacken, damit sie die Form behalten, dann wird die Temperatur zum Fertigbacken reduziert.

Einen feineren Hefeteig erhält man durch erhöhen der Eier- und Buttermenge mit gleichzeitiger Reduktion der Milchmenge:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
2 Eier (alternativ auch 4 Eigelb)
125 g Butter
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Sollte der Hefeteig versehentlich mal übergangen sein, er ist also zu viel aufgegangen, dann ist noch nichts verloren: er muss nur nochmals durchgeknetet werden und muss dann nochmals gehen.

Das Grundrezept mit 500 g Mehl reicht für einen Blechkuchen. Ein Obstkuchen vom Blech wird mit der 3/4 Rezeptmenge zubereitet, für eine Springform ist das Halbe Rezept ausreichend.

Dienstag, 5. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: wenn mal eine Masche fällt

Nachdem wir uns nun direkt einem anspruchsvolleren Projekt widmen, möchte ich euch noch kurz zeigen, wie ihr eine fallen gelassene Masche auffangen und wieder aufstricken könnt. Auch hierzu habe ich ein kleines Video gemacht:

Ihr nehmt also die Masche und den untersten Querfaden auf und zieht die Masche über den Querfaden, nehmt den nächsten Querfaden auf, zieht die Masche wieder über usw. usf. bis ihr die Masche komplett aufgestrickt habt.

Sonntag, 3. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - jetzt gehts aber wirklich los

Ich hatte ja schon angedroht, dass wir jetzt erstmal ein bisschen rechnen müssen, wir bleiben aber beim Grundlagenmathe, es ist nur simple Dreisatzrechnung. (^.^)

Wir haben nun das Ergebnis unserer Maschenprobe: 19 Maschen und 29 Reihen ergeben ein 10x10 cm Quadrat. Die Maschenprobe der Anleitung sagt, dass 38 Maschen und 64 Reihen ein 10x10 cm Quadrat ergeben. Damit uns unser Pulli nicht meilenweit zu groß wird, müssen wir also mit der folgenden Formel umrechnen:
Laut Anleitung müssen wir für den Pulli in einer heutigen Größe 36 172 Maschen anschlagen. Durch simples Einsetzen ergibt sich, dass wir 86 Maschen anschlagen müssen (bei krummen Ergebnissen: immer aufrunden). Damit das Muster aufgeht, entnehmen wir außerdem aus der Anleitung, dass die Maschenzahl durch 8 teilbar + 3 Maschen sein muss, womit wir bei 91 Maschen wären. Nun kommen noch unsere zwei Randmaschen hinzu, womit wir also 93 Maschen anschlagen.

Jetzt wird erstmal glatt rechts gestrickt, ihr strickt also in der 1. Reihe linke Maschen, in der 2. Reihe rechte Maschen, jeweils immer schön im Wechsel, bis ihr 11 Reihen gestrickt habt. In Reihe 12 müssen wir einzelne Maschen abnehmen. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)