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Dienstag, 9. Juni 2015

Ein Filtertütenhalter passend zur Küche

Wir haben uns nun schon vor einiger Zeit einen Filtertütenhalter aus Porzellan gekauft, der allerdings sehr weiß und langweilig aussieht an unserer weißen Wand. Kürzlich habe ich nun Serviettenkleber für Porzellan entdeckt und nachdem ich eine äußerlich wenig attraktive aber dafür alte Handkaffeemühle mit Porzellankorpus besitze, dachte ich mir, ich probiere das doch einfach mal aus. Das allerdings lieber nicht an der Kaffeemühle, weil, wie gesagt, alt, sondern lieber am neuen und damit leicht wieder beschaffbaren Filtertütenhalter.

So gehts:
Zunächst wird das Porzellan gründlich gereinigt, danach wird die zu dekorierende Oberfläche dünn mit dem Serviettenkleber für Porzellan bestrichen, die oberste Lage des gewünschten Serviettenmotivs wird aufgelegt und alles nochmal vorsichtig aber gründlich satt mit dem Serviettenkleber eingestrichen.

Danach trocknet das Meisterwerk über Nacht und anschließend wird das Motiv noch bei 130°C für 90 Minuten im Backofen gebrannt. Fertig ist das neue Dekor, das jetzt sogar spülmaschinenfest ist. Sieht doch ganz gut aus, oder? (^.^)

Samstag, 23. Mai 2015

Wohnen und Farbe - mehr als nur eine Frage des Zeitgeistes

Ob nun die Wände farbig sind oder nicht, ob gemustert oder uni, ist natürlich manchmal eine Frage des Zeitgeistes, zumindest aber eine Frage des persönlichen Geschmacks. Farbe in einen Raum bringt man schließlich nicht nur durch streichen, sondern kann das auch durch Möbel oder Wohnaccessoires erreichen. Immerhin haben Farben (oder Nichtfarben) eine bestimmte Wirkung auf den Betrachter und lösen durch die Wahrnehmung bestimmte Assoziationen aus. Und genau dieser Assoziationen sollte man sich beim Einrichten bewusst sein (und beim Einkaufen im Supermarkt, dort werden wir unter anderem genau damit zum Kaufen stimuliert; das ist aber wieder eine andere Geschichte).

Eines vorneweg mit meinem Ausbildungshintergrund als Psychologin möchte ich aber jetzt dringend noch loswerden. Das was langläufig als "Farbpsychologie" bekannt ist, ist vergleichbarer Hokuspukus wie Horoskope, Glaskugellesen und Zukunftsdeutung aus Vogelkot. Die Wahrnehmung einer Farbe ist erstmal nur reine Physik. Punkt. Was wir mit einer Farbe verbinden hingegen ist sozialisiert, d.h. erlernt. Und genau darum löst nicht jede Farbe bei jedem auch gleiches aus. Die von der Natur erdachte Warnkombination schwarz-gelb hat bei einem Borussia-Dortmund-Fan beispielsweise vermutlich eher weniger abschreckende Wirkung, genauso, wie grün nicht immer frisch und vital bedeutet, sofern man schon mal eine Zitrusfrucht hat verschimmeln sehen.

Dennoch gibt es einige (wenige - definitiv nicht genug um ein Buch zu füllen) Hinweise zum Thema Farbe und Wohnraumgestaltung, wobei ich mich auf einen westlichen Sozialisationshintergrund beschränke.

Weiß verbinden wir erlernterweise mit Reinheit, zuviel weiß in Wohnungen kann daher steril und wenig behaglich wirken. Mein heißer Tipp daher: Farbe schafft Abhilfe. (^.^)
Rottöne verbinden wir mit Wärme (Feuer), Rottöne machen sich daher ganz besonders in der kalten Jahreszeit gut. Es gibt Studien, die belegen, dass Menschen die sich in einem rot gestrichenen Raum befinden, um zwei grad tiefere Temperaturen als angenehm empfinden, als die gleichen Menschen, wenn sie sich in einem weiß gestrichenen Raum aufhalten. Wer also Heizkosten sparen will, greift zu rot, zumindest in Räumen, in denen wir es besonders gerne als warm und kuschelig empfinden möchten: im Wohnzimmer beispielsweise.
Blautöne hingegen verbinden wir mit Kühle. Die gerade erwähnte Studie hatte noch ein drittes Zimmer, dieses mal ein blau gestrichenes Zimmer in der Testreihe: hier waren es sogar 3 Grad, um die die Temperatur im Raum erhöht werden musste, bis sie als angenehm empfunden wurde. Nun ist es heutzutage nur noch selten der Fall dass die Bausubstanz derart schlecht ist, dass wir im Sommer tropische Temperaturen in den Wohnungen hätten (vorausgesetzt natürlich, man beherrscht das kleine 1x1 des Lüftens und Abdunkelns), dennoch ist es aber für viele Menschen angenehm, wenn sie im Schlafzimmer kühlere Temperaturen wahrnehmen - genau das kann man durch blau im Schlafzimmer unterstützen - entsprechend passgenau bis zur Türschwelle heizen oder nicht, ist da schon deutlich schwieriger. (^.^)
Gelbtöne verbinden wir erlernterweise mit der Sonne und damit nicht nur mit Wärme, sondern auch mit "Tag". Wer sich eher schwer tut, hochzufahren, der greift zu gelb im Bad, das hilft beim Hochfahren, gerade in der dunklen Jahreszeit.
Grüntöne scheinen nach Untersuchungen Essen besser schmecken zu lassen. Eine Studie ergab, dass gleiches Essen, auf Tellern mit unterschiedlichen Farben serviert, am besten von grünen Tellern schmeckt (am eckligsten übrigens von blau, dicht gefolgt von schwarz). Mehr davon essen wir aber auch nicht, auch wenn es besser schmeckt; also keine Sorge, liebe Diätanhänger. (^.^) Selbstredend ist daher zumindest meine Küche mit Grüntönen aufgewertet. (^.^)
Naturtöne gehören zu den neutralen Elementen, die in unseren Breitengraden nicht besonders sozialisiert sind.
Grautöne gelten ebenfalls als neutrale Elemente, die nicht besonders sozialisiert sind.
Schwarz ist bei uns zwar eigentlich die Farbe der Trauer, uim Zusammenhang mit Einrichtung und Wohnen wirkt hier aber eher die Assoziation "Dunkelheit": zuviel schwarz ist erdrückend und schluckt de facto Licht, man drückt also häufiger auf den Lichtschalter als in heller gehaltenen Räumen.

Ich habe mich ja nun auch schon seit längerem als Anhängerin der Farbenlehre nach Itten geoutet, nicht weil ich alles weitere an Entwicklung auf diesem Gebiet als unwesentlich abtun würde, nein. Nur: ich bin keine Malerin und will es auch nicht werden: ich begeistere mich für Itten und seine Farbenlehre, weil sie es war, die den Farbgeschmack meiner Lieblingszeit sehr maßgeblich beeinflusst hat. Daher möchte ich auch im Zusammenhang mit der Wohnraumgestaltung auf die Farbenlehre nach Itten verweisen, zumindest für die Freunde des Vintage (und für Freunde der populärliterarischen Einrichtungs- und Wohnmagazine, die leben bis heute noch von Itten). Zur Wiederholung hier nochmal der Farbkreis nach Itten, über den wir im Folgenden sprechen:


Kommen wir nun zu den sieben Farbkontrasten im Zusammenhang mit Wohnen und Einrichten und mit unserer Westeuropäischen Grundsozialisation im Hinterkopf:

Der simpleste Farbkontrast ist der "Farbe-an-sich-Kontrast": sprich - kommen zwei oder mehr Farben zusammen entsteht für den Betrachter in der Gesamtwirkung ein Kontrast, der je nach Intensität der Farben mal laut und kraftvoll (bei reinen Farben) mal gedämpft und beruhigend (bei abgedunkelten Farben) oder zart und fröhlich (bei aufgehellten Farben) wirken kann. Diese Wirkung kann man sich natürlich auch zum Thema Einrichten zunutze machen, indem man hier schwerpunktmäßig zu abgedunkelten oder aufgehellten Farben greift und reine Farben nur für Akzente nutzt.

Der "Hell-Dunkel-Kontrast" entsteht durch die Kombination von Schwarz bzw. abgedunkelten Farben und Weiß bzw. aufgehellten Farben (grau ist je nach Weißanteil der einen oder anderen Kategorie zuzuordnen). Dabei ist wichtig zu wissen, dass für den Betrachter Helles hervortritt, also betont wird, Dunkles tritt hingegen zurück. Sehr hohe, schlauchige Räume, macht ihr durch dunklere Böden und Decken optisch niedriger und weniger langgezogen, Sehr große Räume (aber wer hat die schon, also ich nicht), werden durch abgedunkelte Wände weniger hallenmäßig und wirken kuscheliger.

Der "Kalt-Warm-Kontrast" ist eigentlich kein wirklicher Kontrast zweier oder mehrer Farben sondern beschreibt die Wirkung einzelner Farben auf den Betrachter als kalt oder warm. Dazu hat Johannes Itten sogar Versuche mit unterschiedlich gestrichenen Räumen durchgeführt. So wurde die Raumtemperatur in einem blaugrün gestrichenen Raum um 4° C kälter empfunden als in einem rotorange gestrichenen Raum. Pferde beruhigten sich in dem blaugrün gestrichenen Raum nach einem Rennen deutlich schneller als in dem rotorange gestrichenen Raum, was im Endeffekt auch zu den Erkenntnissen aus unserer sozialisierten rot-blau-Assoziation passt. Fragt euch also welche Räume für euch kuschelig warm sein sollen? Welche anregend? Welche beruhigend? Welche sollen kühl sein? Entscheidet dann, zu welchen Farben ihr zur Raumgestaltung greift. Und nein, keine Sorge, das heißt jetzt nicht, dass ihr euer Wohnzimmer nun nicht mehr maritim gestalten könnt, wenn ihr es gleichzeitig kuschelig warm haben möchtet. Der Fabkreis ist nur eine Orientierung. Es gibt von jeder Farbe warme und kalte Nuancen, die im Zusammenwirken mit Umgebungsfarben verstärkt oder abgeschwächt werden können.

Der "Intensitätskontrast" meint die unterschiedliche Wirkung von abgeschwächten Farben und reinen Farben. Abgeschwächte Farben sind alle Farben die mit schwarz, grau oder weiß gemischt sind. Dadurch wirken die Farben zurückhaltender als Reinfarben und treten für den Betrachter auch zurück, wenn sie mit Reinfarben kombiniert werden. Die knallblaue Couch tritt für den Betrachter vor der zartgelb gestrichenen Wand also hervor, ist der Raum klein, kann der Raum dadurch schnell vollgestellt wirken, da sich durch die Farbwahrnehmung die Proportionen verschieben, die Couch also größer wirkt als sie tatsächlich ist.

Der "Proportionskontrast" meint das Verhältnis unterschiedlicher Farben in ihrer Kombination zueinander, damit in Summe ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Kurz gesagt: wieviel blau braucht es beispielsweise um gelb zu neutralisieren, so dass es harmonisch wirkt? Nun ja, kommt drauf an: auf die gewünschte Wirkung nämlich. (^.^) Je nach Wirkziel müsst ihr ggf. nicht nur neutralisieren, sondern überwiegen, wenn ihr also eine kühle Farbe in einem Raum kombinieren möchtet, der in der Gesamtwahrnehmung aber kuschelig warm wirken soll, braucht ihr anteilig mehr an ausgleichender Farbe, als für das ledigliche Neutralisieren. Hier gibt es keine feste Formel, hier hilft nur probieren und ggf. die Fausregel: eins zum Neutralisieren zwei zum überiegen (gleiche Wahrnehmungsfläche vorausgesetzt).

Der "Komplementärkontrast" beschreibt die Wirkung zwischen Komplementärfarben. Komplementärfarben sind die Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen und die, wenn man sie mischt ein neutrales Grau ergeben. Diesen Komplementärkontrast braucht das menschliche Auge und bekommt es ihn nicht, stellt es ihn selbst her (sogenannte induzierte Farben). Ein Reinweiß in Kombination mit einem Klargrün wird daher nie als Reinweiß wahrgenommen, sondern ist leicht ins rötliche verschoben, das Auge addiert also quasi den Schatten der Komplementärfarbe hinzu um wieder ein stimmiges Bild zu haben. Komplementärfarben in Kombination miteinander verstärken sich gegenseitig (ihr kennt vielleicht noch diese 90er Jahre Gruselmode des blau-gelb-Farbmixes zum Thema Wohnen und Einrichten: davon fühlte zumindest ich mich regelmäßig erschlagen, also schön ist was anderes). Den Komplementärkontrast kann man zum Thema Wohnen grundsätzlich vernachlässigen, es reicht, wenn man sich der Wirkung bewusst ist, und beim Kauf daran denkt. Idealerweise habt ihr ein Farbmuster griffbereit, ein Foto auf dem Handy zum danebenhalten reicht hier schon. Dann vermeidet ihr in Zukunft auch ein "komisch, die Farbe sah im Baumarkt noch ganz anders aus..." (^.^)

Dienstag, 17. März 2015

Omas Nachtkastl - Der Plan steht

Nachdem ich nun lange hin und her überlegt habe, ist die Entscheidung jetzt gefallen: ich werde die Nachtkästchen nicht ablacken, da sowohl beizen als auch schleifen die Holzoberfläche angreifen und eine solche Behandlung bisher schlicht nicht erforderlich ist, da die Lackoberfläche nach wie vor schön und gepflegt aussieht. Dennoch bekommen die Nachtkästchen noch etwas Tuning:

  • Beide Nachtkästchen bekommen neue Glasplatten, da eine komplett fehlt und die andere einen großen Sprung hat. Ich hätte allerdings gerne etwas bruchsicheres und nicht mehr nur einfaches Fensterglas.
  • Originalgetreu unter der Glasplatte wären Spitzendecken, auch bei mir werden es Spitzendeckchen werden, allerdings mit einem etwas moderneren Dreh.
  • Ebenfalls originalgetreu sind Quasten an den Türgriffen, auch das gibt es bei mir passend zum Spitzendeckchen.
Ich werde natürlich weiterhin berichten. (^.^)

Samstag, 17. Januar 2015

Meine neuen Mitbewohner haben sich umgewöhnt

Meine Grünlilie hat sich mittlerweile auf die Hydrokultur umgewöhnt. jetzt ist nicht mehr viel zu tun. Die Pflanze kommt aus ihrem provisorischen Übertopf heraus und die Plastiktüte wird vorsichtig entfernt. Ggf. braun gewordene Blätter werden ebenfalls vorsichtig entfernt.

Nachdem die Hydrokulturübertöpfe entweder richtig teuer oder aber weniger hübsch sind, habe ich einen weniger hübschen Übertopf gekauft und diesen mit Serviettentechnik verziert, um ihn etwas aufzumöbeln. In diesen neuen Übertopf kommen die Grünlilien und werden bis zum Optimum gegossen. Fertig ist die neue pflegeleichte Grünpflanze in Hydrokultur:

Donnerstag, 15. Januar 2015

Omas Nachtkastl - Der Oberflächentest

Omas Nachtkastl, die mittlerweile bei uns wohnen habt ihr ja bereits kennen gelernt. Ich hatte auch bereits erwähnt, dass sie mit ihren stolzen 80 Jahren die ein oder andere kleinere Schramme haben. Nachdem die Stücke für mich vor allem einen ideellen Wert besitzen (ganz davon abgesehen: sie sind auch qualitativ sehr hochwertig gearbeitet), werde ich mich nun der Beseitigung eben jener Schrammen widmen. Um das vernünftig tun zu können, muss ich erst herausfinden, womit die Oberflächen behandelt wurden. Naheliegend in Anbetracht der Herstellungszeit in den späten 30er Jahren ist zwar Schellack, allerdings meinte meine Mutter, dass die Möbel Anfang der 80er Jahre nochmal aufgearbeitet wurden. Sicher ist sie sich aber nicht. Es kann also auch sein, dass es schnöder Lack ist. Aber das lässt sich glücklicherweise leicht testen. (^.^)

Grundsätzlich gibt es vier mögliche Arten der Oberflächenbehandlung bei Holz:
  • Öl
  • Wachs
  • Schellack
  • Lack
Kommen wir zunächst zum optischen Test:
  • Öl: die Holzfarbe ist kräftig und hat einen warmen Glanz; wurde das Stück nicht gepflegt, sprich: regelmäßig nachgeölt, wirkt das Holz sehr trocken.
  • Wachs: das Holz hat einen Satinglanz, fühlt sich beim darüberstreichen aber etwas rauh an, da die Holzporen durch das Wachs nicht ganz geschlossen sind. Wurde das Stück nicht gepflegt wirkt es matt.
  • Schellack: das Holz hat eine glänzende, makellos geschlossene Oberfläche
  • Lack; das Holz hat einheitliche Farbe und glänzt, alte Lacke zeigen häufig gröbere Krakelee-Risse
Um nun wirklich auf Nummer sicher zu gehen, braucht es nach diesem ersten Ausschlussverfahren meist noch einen chemischen Test um auf Nummer sicher zu gehen. In aller Regel schwankt man nun nämlich zwischen zweien, entweder zwischen Öl und Wachs oder zwischen Schellack und Lack (^.^) So gehts:
  • Grundsätzlich: getestet wird immer an einer kleinen, nicht sichtbaren Stelle!
  • Öl: einen Finger mit Terpentinersatz befeuchten und in kreisenden Bewegungen in das Holz reiben. Wird die Stelle nicht dunkler, wurde das Holz mit Öl behandelt.
  • Wachs: einen Finger mit Terpentinersatz befeuchten und in kreisenden Bewegungen in das Holz reiben. Fühlt sich die Stelle klebrig an, wurde das Holz mit Wachs behandelt.
  • Schellack: einen Finger mit Spiritus befeuchten und in kreisenden Bewegungen in das Holz reiben. Wird die Stelle klebrig und weich, ist es Schellackpolitur.
  • Lack: ist es, wenn die anderen drei nicht zutreffen (^.^)
Kommen wir nun zur Praxis: die Nachtkästchen haben eine glänzende, geschlossene Oberfläche, womit Öl und Wachs schon mal ausfallen. Die Nachtkästchen sind also entweder mit Schellack oder Lack behandelt. Also teste ich mit Spiritus. Die Flächenbeschaffenheit ändert sich an der betroffenen Stelle nicht, es ist also - wie eingangs bereits befürchtet - Lack.

Mit dem Ergebnis bin ich jetzt gerade etwas überfordert, wie ich damit weitermache... Ich muss jetzt erstmal lesen, blättern und nachdenken, was ich damit anfangen kann. Wobei ich es schon ahne: abschleifen bzw. abbeizen und neu machen... Nur, was mach ich dann neu? Wieder Lack wohl eher nicht... Eventuell Beize, oder wage ich mich ernsthaft an einen Erstauftrag Schellack? Hmmmm, ich denke mal drüber nach, halte euch aber auf jeden Fall auf dem Laufenden. (^.^)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Omas Nachtkastl

Heute möchte ich euch ein neues Schätzchen - oder besser - zwei neue Schätzchen vorstellen, die kürzlich bei mir eingezogen sind: die Nachtkästchen von Oma und Opa. (^.^) Meine Großeltern haben 1939 geheiratet, zur Hochzeit haben sie sich ihre Schlafzimmermöbel, also unter anderem auch die beiden Nachtkästchen von einem Schreiner anfertigen lassen. Die Kästchen sind abgesehen vom ideellen Wert genau mein Ding und genau mein Style. Obwohl die beiden Schätzchen nun schon fast 80 Jahre auf dem Buckel haben, sehen sie noch richtig gut aus (^.^)

Ok, kleinere Schönheitskorrekturen muss ich wohl machen, die Politur hat an der ein oder anderen Stelle Kratzer, allerdings nur die Politur, bis ins Holz gehen die Kratzer nicht. Zudem sind auf der Ablagefläche Glasplatten, um eben diese zu schonen. Leider ist eine Glasplatte komplett gesprungen, die zweite hat ebenfalls bereits einige Abplatzer, so dass ich mir hier direkt neue und v.a. stabilere Glasplatten bei einem Glaser machen lassen werde.

Zu meinen durchgeführten Schönheitskorrekturen berichte ich natürlich (^.^).

Montag, 1. Dezember 2014

Der Klimawechsel für meine neuen Mitbewohner

Meine neuen, dekorativen Mitbewohner habe ich euch ja schon vorgestellt. jetzt haben sie sich genug eingewohnt - es wird also Zeit für einen Klimawechsel. naja, ok, nicht für alle... Eine der Fittonien schwächelt ganz gewaltig und tut sich noch etwas schwer mit dem eingewöhnen, daher lasse ich beide Fittonien erstmal noch in Ruhe, bis sie sich beide stabilisiert haben. Es kann nämlich auch sein, dass es der zweiten nur später einfällt, auch zu schwächeln, daher gönne ich ihnen die längere Umgewöhnung. Ich habe ja schön gehört, dass Fittonien sehr anspruchsvoll in der Pflege sind, dass eine gedeiht die andere aber vor sich hinkümmert und das bei gleicher Pflege ist aber schon unwahrscheinlich, oder? Ich beobachte das also lieber noch eine Zeit. Hat von euch jemand Erfahrung mit Fittonien und weiß vielleicht Rat?

So jetzt aber erstmal zum Klimawechsel - den bekommt jetzt erstmal nur die Grünlilie. die pflanze ich heute von einer Erdkultur in eine Hydrokultur um, schlicht weil Hydrokulturen pflegeleichter sind als Erdkulturen und man auch mal unproblematisch längere Zeit verreisen kann ohne zwingend einen Pflanzensitter zu brauchen. Eines aber noch vorne weg: eine Hydrokultur ist keine Seramis-Kultur, das sind zweierlei paar Schuhe. Seramis ist beim Umtopfen leichter, die Pflanzen danach aber pflegeaufwendiger (ehrlich gesagt auch kostenaufwendiger) als in Hydrokultur. Dafür geht Seramis mit allen Pflanzen, Hydrokulturen gehen als Faustregel nur für Jungpflanzen deren Wurzelballen feucht gehalten werden muss, oder denen es zumindest nichts ausmacht, wenn ihr Wurzelballen feucht gehalten wird. So funktioniert das Umtopfen von Erd- in Hydrokultur:

Ihr braucht:
eine scharfe Schere
Blähton
Hydrokulturtöpfe mit zugehörigen Wasserstandsanzeigern

Zunächst wird die Pflanze aus dem Topf gelöst und die Erde vorsichtig von den Wurzeln gelöst. Erst nur grob im trockenen Zustand, dann mithilfe von nicht ganz handwarmen Wasser. Hierzu geht ihr am besten mit eurem Pflänzchen unter die Dusche und stellt den Wasserstrahl der Handbrause ganz weich ein. Um einer Rohrverstopfung vorzubeugen, ist es sinnvoll den Wurzelballen über einem Eimer auszuwaschen und das Wasser dann durch einen Sieb abzukippen, so dass ihr die größeren Erdbestandteile auffangen und in den Müll kippen könnt. Sollte sich die Erde nur sehr schwer lösen, hilft es, wenn ihr die Wurzelballen einige Stunden in handwarmen Wasser einweichen lasst.
Was meine Grünlilie betrifft, hatte ich ja schon im Gartencenter gesehen, dass für den Eindruck einer besonders schön und dicht gewachsenen Pflanze mehrere Kindel - zwei war meine erste Vermutung - in einen Topf gesetzt wurden. Wie sich mit dem Auswaschen der Erde aus dem Wurzelballen aber herausstellte, sind es sogar sechs Kindel, die zusammengepflanzt wurden. Ich habe kurzerhand beschlossen, die Kleinen aus ihrer Enge zu befreien (der Erdballen war schon komplett durchwurzelt) und die Kindel jeweils paarweise wieder einzupflanzen, so dass ich aus einer Pflanze jetzt drei gezaubert habe. (^.^)

Für den nächsten Schritt greifen wir zur Schere und schneiden jetzt alles weg - insbesondere am Wurzelballen und in der Nähe davon, was irgendwie angematscht ungesund aussieht. Typisch für Gartencenterpflanzen - so auch bei meiner Grünlilie: schnell-schnell und vor allem schlampig eingepflanzt, so dass Blätter mit in das Substrat gematscht wurden, die mit der Zeit zwangsläufig anfangen zu faulen. Sollte es euch in der Vergangenheit regelmäßig passiert sein, dass euch Gartencenter- oder Baumarktpflanzen nach wenigen Wochen eingegangen sind, obwohl ihr meint, eigentlich nichts falsch gemacht zu haben, lag es vermutlich daran: die Wurzeln sind verfault, die sichtbare Pflanze ist vertrocknet. Als letztes kürzt ihr noch die Wurzeln etwas ein. Dazu einfach einen beherzten Schnitt etwa im unteren Viertel setzen. Es geht einfach nur darum, die Wurzeln etwas anzuschneiden, damit sie leichter Wasserwurzeln ausbilden können. Nicht übertreiben, aber auch nicht zu zaghaft.

Jetzt geht es ans einpflanzen. Dafür nehmt ihr jetzt euer Blähtongranulat und die Hydrokulturtöpfe und messt erstmal die Menge Blähton ab, die ihr braucht. Der Blähton kommt in eine Schüssel und wird zunächst gewässert (so dass er schwimmt). Das ganze gießt ihr wieder durch einen Sieb ab, so dass der Blähton noch etwas abtropfen kann. Füllt jetzt soviel Blähton in den Hydrokulturtopf, dass der Boden bedeckt ist. Setzt eure Pflanze darauf und füllt rundherum mit Blähton auf. Ist der Topf gefüllt setzt ihr noch den Wasserstandsanzeiger ein.

Die frisch umgetopften Pflanzen müssen sich einmal mehr umstellen und umgewöhnen. Einen Übertopf braucht ihr jetzt noch nicht - hübsch kommst später. Greift zu irgendetwas Wasserdichten, das angenehm weiter ist, als der Pflanztopf, so dass ihr den Pflanztopf ohne Verrenkungen entnehmen könnt. Ich greife dabei zu schlichten Frischhaltedosen. Wenn ihr das schon hässlich findet: richtig hässlich kommt erst in unserem nächsten Schritt. (^.^) Jetzt wird aber erst noch gegossen - und zwar so viel, bis der Wasserstandsanzeiger auf Optimum (Opt. = der mittlere Strich) steht.

Damit die Pflanzen zur Umstellung die richtige Portion Luftfeuchtigkeit haben, greift ihr jetzt zur Plastiktüte und piekt in die Tüte mehrere kleine Löcher. Die Tüte stülpt ihr nun über die Pflanze. Um den Topf herum kommt ein (Gummi-)band um die Tüte zu sichern. Das ganze bleibt jetzt vier Wochen so. Dann haben sich eure Pflänzchen umgewöhnt.

Wie es dann weitergeht, erzähle ich euch in vier Wochen. (^.^)

Mittwoch, 19. November 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im November an

Es gibt schon wieder nicht viel neues zu berichten... Mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich nun...
... Überwinternde Pflanzen regelmäßig überprüfen und dabei insbesondere auf den Frostschutz achten soll. Zudem soll ich immergrüne Pflanzen in frostfreien Perioden wässern. Nun, da ich beides nicht habe, gibt es hier noch nichts fr mich zu tun.
... Wasserinstallationen sollen nun frostsicher geacht werden - habe ich auch nicht.
...Pflanzgefäße und Arbeitsgeräte soll ich nun reinigen... Tja hätt ich das gewusst dass die das ganze Jahr dreckig bleiben sollen... Selbstverständlich reinige ich solche Dinge immer sofort nach Gebrauch und daran werd ich auch nichts ändern.
...ich soll mir Gedanken zur Bepflanzung für das nächste Jahr machen. Ok, das mache ich (^.^)
Außerdem neigt sich der Altweibersommer nun doch dem Ende entgegen, daher habe ich zwischenzeitlich unsere Sommerpflanzen entfernt und die Frühlingszwiebeln für Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen gesteckt.

Nich immer ratlos bin ich zu meinen Gemüse- und Kräuterversuchen, aber ich hab ja auch noch Zeit, um mir was einfallen zu lassen. (^.^)

Auch zum Balkonplatz für die Mietz bin ich noch immer verhältnismäßig ideenlos, Ich habe mir aber schon mal ein schlaues Buch mit Inspirationen zugelegt. (^.^)

Nachdem es nun, nach meinen gescheiterten Versuchen nicht mehr all zu viel zu berichten gibt, erlöse ich euch und mich von der Balkonserie und lasse es bis zum Beginn der neuen Saison erstmal gut sein. Im Frühjahr versuche ich mich aber auf ein Neues. (^.^) Bis dahin habe ich die Zeit mir bzgl. Bepflanzung und Mietzplatz Gedanken zu machen. (^.^)

Samstag, 15. November 2014

Darf ich vorstellen? Meine neuen dekorativen Mitbewohner (^.^)

Jetzt habe ich es endlich getan und mir neue Pflänzchen zugelegt und dabei direkt die alten Pflanzen weggeworfen. Ich schwanke dabei zwischen den Extremen: ich habe mir eine absolute Anfängerpflanze und eine extrem ansprochsvolle Pflanze zugelegt. (^.^)

Die Anfängerpflanze ist ein Chlorophytum comosum 'Ocean' vulgo Grünlilie und boshaft Beamtengras genannt. Die Grünlilie ist ganz besonders anspruchslos und verzeiht fast jeden Pflegefehler. Idealerweise steht sie halbschattig, heller oder dunkler macht ihr aber auch nichts aus. Sie verträgt konstante Raumtemperatur das ganze Jahr über und für Katzen ist sie nicht giftig.
Der Wurzelballen sollte feucht gehalten werden, trocknet er aber doch mal aus, verzeiht einem das die Grünlilie auch. Dann bekommt sie ein kleines Tauchbad und die Welt ist wieder in Ordnung. Die Blätter müssen weder besprüht noch abgewischt werden, macht man das trotzdem freut sich das Pflänzchen darüber und dankt es mit schnellerem Wuchs.
Das schönste daran: die Grünlilie filtert Schadstoffe aus der Luft und verbessert so auch noch das Raumklima.

Zur Grünlilie gesellen sich zwei Fittonien, die sehr anspruchsvoll sind und sich als Zimmerpflanze nur schwer kultivieren lassen. Ich versuche dennoch mein Glück... Fittonien stehen idealerweise im Halbschatten bei konstanter Zimmertemperatur. Ihr Wurzelballen muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Zudem braucht die Fittonie höhere Luftfeuchtigkeit, daher müssen die Blätter regelmäßig besprüht werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein Schälchen Wasser, das nach und nach verdunstet und so die Luftfeuchtigkeit rund um die Fittonien erhöht. Selbstverständlich ist auch die Fittonie ungiftig für Katzen. Allerdings: jetzt wo die Kleine an die Pflanzen ran dürfte, sind sie gar nicht mehr interessant. (^.^)

Soo, die neuen Pflänzchen sind nun eingezogen, jetzt kann man sofort loslegen mit dem Dekorieren... Nein, halt: kann man nicht. Lasst euren Neuzugängen erstmal ein paar Tage Zeit, sich an euch zu gewöhnen. Stellt sie so wie ihr sie gekauft habt (Einstecker und Preisschilder dürfen natürlich weg) auf einen Untersetzer und dorthin wo ihr zukünftiger Platz sein soll. Gießt sie, wenn der Wurzelballen trocken ist und lasst sie erstmal in Ruhe ankommen. Sobald sich die Pflanzen an den neuen Standort gewöhnt haben, kann dekoriert werden. So mutet ihr ihnen nicht zu viel Stress auf einmal zu. (^.^)

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im Oktober an

Es gibt einmal mehr nicht viel neues zu berichten... Mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich nun...
...Sommerkästen räumen und Frühjahrszwiebeln pflanzen kann, sofern die Sommerkästen bereits abgeblüht sind, nur: sind sie nicht. Wir haben momentan noch so sensatoinell schönes Wetter und einen richtigen Altweibersommer, so dass ich diese Aufgabe noch einen Monat nach hinten schiebe.
...empfindliche mehrjärige Pflanzen soll ich noch vor den ersten frösten einräumen. Gut, Frost ist gerade noch weit entfernt und empfindliche mehrjährige Pflanzen habe ich auch keine, ich merke mir das aber mal, vielleicht kann ich es später irgendwann mal gebrauchen... (^.^)
...draußen überwinternde Pflanzen und Teiche soll ich nun mit einem Schutz versehen. Gut, habe ich beides nicht, also gibt es hier erstmal auch nichts für mich zu tun.

Meine Gemüse- und Kräuterversuche liegen immer noch ad acta, allerdings wirklich nur für dieses Jahr. Nächstes Jahr packe ich es nochmal neu und anders an, Der Abstand dazu hat geholfen, dass der Nervfaktor wieder deutlich zurückgegangen ist. Wie ich es anstellen will, weiß ich noch nicht, aber ich hab ja auch noch Zeit, um mir was einfallen zu lassen. (^.^)

Auch zum Balkonplatz für die Mietz bin ich noch verhältnismäßig ideenlos, ich weiß bisher nur, dass sie einen bekommen soll. Aber auch hier habe ich ja noch Zeit. (^.^)

Montag, 13. Oktober 2014

Die Farbenlehre nach Itten

Ich habe euch ja schon angekündigt, dass ich euch die Grundlagen der Farbenlehre nach Itten zusammenfassen wollte, möchte dabei aber auch nicht zu theoretisch werden, also keine Sorge. Itten beschreibt mit seiner Theorie der sieben Farbkontraste hauptsächlich die Farbenwirkung auf den Betrachter. Jeder der schön wohnen möchte, der sich schön anziehen möchte und der sich schön schminken möchte sollte vom Farbkreis und der Wirkung einzelner Farben und deren Kombinationen also schon mal was gehört haben. (^.^)

Hier also zunächst der Farbkreis, über den wir im Folgenden sprechen:


Kommen wir nun zu den sieben Farbkontrasten:
Der simpleste Farbkontrast ist der "Farbe-an-sich-Kontrast": sprich - kommen zwei oder mehr Farben zusammen entsteht für den Betrachter in der Gesamtwirkung ein Kontrast, der je nach Intensität der Farben mal laut und kraftvoll (bei reinen Farben) mal gedämpft und beruhigend (bei abgedunkelten Farben) oder zart und fröhlich (bei aufgehellten Farben) wirken kann.
Der "Hell-Dunkel-Kontrast" entsteht durch die Kombination von Schwarz bzw. abgedunkelten Farben und Weiß bzw. aufgehellten Farben (grau ist je nach Weißanteil der einen oder anderen Kategorie zuzuordnen). Dabei ist wichtig zu wissen, dass für den Betrachter Helles hervortritt, also betont wird, Dunkles tritt hingegen zurück. Besonders für Kleidung und Make-up heißt das also: Dinge die ihr betonen wollt, aufhellen, Dinge die ihr aus dem Blickfeld nehmen wollt, abdunkeln. Solltet ihr meine Schminkschule verfolgt haben, konntet ihr das beispielsweise zum Konturieren des Gesichts lesen.
Der "Kalt-Warm-Kontrast" ist eigentlich kein wirklicher Kontrast zweier oder mehrer Farben sondern beschreibt die Wirkung einzelner Farben auf den Betrachter als kalt oder warm. Dazu hat Johannes Itten sogar Versuche mit unterschiedlich gestrichenen Räumen durchgeführt. So wurde die Raumtemperatur in einem blaugrün gestrichenen Raum um 4° C kälter empfunden als in einem rotorange gestrichenen Raum. Pferde beruhigten sich in dem blaugrün gestrichenen Raum nach einem Rennen deutlich schneller als in dem rotorange gestrichenen Raum. Diese Erkenntnisse kann man sich gerade zur Farbgestaltung der einzelnen Räume in der Wohnung zunutze machen. Welche Räume sollen für euch kuschelig warm sein? Welche anregend? Welche beruhigend? Welche sollen kühl sein? Entscheidet dann, zu welchen Farben ihr zur Raumgestaltung greift. Gleiches gilt aber auch bei der Wahl von Make-up-Farben und Kleidung: hat eure Haut eher einen bläulichen oder einen gelblichen Unterton? Sind eure Haare eher aschig oder eher rotstichig? Welche Farbe haben eure Augen?
Und nein, keine Sorge: mit blaustichiger Haut aschigem Haar heißt das nicht, dass ihr jetzt nie mehr wieder rot tragen könnt, genausoweinig wie es heißt, dass ihr euer Wohnzimmer nun nicht mehr maritim gestalten könnt, wenn ihr es gleichzeitig kuschelig warm haben möchtet. Der Fabrkreis ist nur eine Orientierung. Es gibt von jeder Farbe warme und kalte Nuancen, die im Zusammenwirken mit Umgebungsfarben verstärkt oder abgeschwächt werden können. So dezidiert wollte ich aber nicht in die Theorie einsteigen um all das zu erklären, zumindest jetzt und an dieser Stelle noch nicht (^.^)
Der "Intensitätskontrast" meint die unterschiedliche Wirkung von abgeschwächten Farben und reinen Farben. Abgeschwächte Farben sind alle Farben die mit schwarz, grau oder weiß gemischt sind. Dadurch wirken die Farben zurückhaltender als Reinfarben und treten für den Betrachter auch zurück, wenn sie mit Reinfarben kombiniert werden (Achtung: schwarz weiß und grau sind keine Reinfarben, sondern Nichtfarben, hier ist die Wirkung genau andersrum). Tragt ihr also beispielsweise eine zartgelbe Bluse zu einem blauen Rock, trott optisch der Rock und damit auch euer Unterkörper hervor, die Bluse tritt optisch in den Hintergrund.
Der "Proportionskontrast" meint das Verhältnis unterschiedlicher Farben in ihrer Kombination zueinander, damit in Summe ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Kurz gesagt: wieviel blau braucht es beispielsweise um gelb zu neutralisieren, so dass es harmonisch wirkt? Diese Frage stellt sich allerdings mehr bei der Wohnungsgestaltung, bei Kleidung und Make-up macht man sich den Proportionskontrast eher zu nutze, um gewisse Dinge kleiner oder größer, länger oder kürzer, dicker oder dünner erscheinen zu lassen. So werden kurze Beine beispielsweise durch farblich zur Hose passende Schuhe, bzw. beim Tragen von Röcken durch hautfarbene oder farblich zur Strumpfhose passende Schuhe verlängert - das allerdings nur, wenn ansonsten auch ein Farbkontrast stattfindet, sprich: das Oberteil sich farblich absetzt also optisch vom Unterteil getrennt ist und sei es nur durch einen andersfarbigen Gürtel.
Der "Komplementärkontrast" beschreibt die Wirkung zwischen Komplementärfarben. Komplementärfarben sind die Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen und die, wenn man sie mischt ein neutrales Grau ergeben. Diesen Komplementärkontrast braucht das menschliche Auge und bekommt es ihn nicht, stellt es ihn selbst her (sogenannte induzierte Farben). Ein Reinweiß in Kombination mit einem Klargrün wird daher nie als Reinweiß wahrgenommen, sondern ist leicht ins rötliche verschoben, das Auge addiert also quasi den Schatten der Komplementärfarbe hinzu um wieder ein stimmiges Bild zu haben. Komplentärfarben in Kombination miteinander verstärken sich gegenseitig. Den Komplementärkontrast gilt es insbesondere beim Make-up zu beachten. Manchmal kann der schöne rote Lippenstift der an eurer Freundin so toll aussieht, in Kombination mit eurem Hautton und der Wirkung des Komplementärkontrasts nämlich echt verheerend aussehen, indem er grell hervorsticht oder ihr irgendwie ungesund kränkelnd ausseht. Und weil wir gerade bei Lippenstiften und dem Komplementärkontrast sind: der funktioniert natürlich auch bei Lippenfarbe und Zähnen. Zähne sind üblicherweise nicht Reinweiß sondern mal mehr mal weniger gelbstichig, daher funktioniert zu 99,9% auch kein oranger Lippenstift, der lässt eure Zähne nämlich richtig ungesund aussehen (warum der überhaupt hergestellt wird, frage ich mich allerdings schon).
Die beiden noch fehlenden Farbkontraste, der "Simultankontrast" sowie der "Sukzessivkontrast" beschäftigen sich noch eingehender mit den Wirkungen des Komplementärkontrasts, führen für einen ersten Einstieg in die Farbenlehre insbesondere vor dem Hintergrund "Wohnen, Kleiden, Schminken" aber zu weit. Daher belasse ich es bei meinen heutigen Ausführungen bei der Erwähnung der beiden.

Ich hoffe ich konnte euch einen ersten Eindruck zu Farben und deren Wirkung vermitteln. Selbstverständlich war das noch nicht alles, ich wollte euch aber aufs erste auch nicht überfrachten. Den Themen "Wohnen und Farbe", "Kleidung und Farbe", sowie "Make-up und Farbe" widme ich mich nochmal gesondert, genauso wie den Farbkombinationen. Alles andere würde hier ansonsten nur den Rahmen sprengen. (^.^)

Mittwoch, 17. September 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im September an

Es gibt einmal mehr nicht viel neues zu berichten... Mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich nun...
...anfangen kann mir Gedanken zur Herbst-, Winter- und Frühjahsbepflanzung zu machen. Geht klar, mache ich!
...regelmäßig düngen, gießen und Verblühtes entfernen soll, eigentlich klar...
...das Wetter im Blick behalten soll, da es bereits jetzt zu ersten Frostnächten kommen kann, vor denen ich Überwinterer schützen soll. Gut, Überwinterer habe ich keine, also gibt es hier erstmal nichts für mich zu tun.

Meine Gemüse- und Kräuterversuche habe ich ad acta gelegt, zumindest für dieses Jahr. Irgendwie wurde das alles nichts und hat mich irgendwann einfach nur genervt. Nächstes Jahr muss ich das nochmal anders anpacken. Wenn überhaupt, wie gesagt, momentan bin ich von dem Thema einfach nur angenervt. Ich konzentriere mich jetzt erstmal auf die Herbst-, Winter- und Frühjahrsbepflanzung. (^.^)

Außerdem braucht unsere Katze jetzt wirklich und final einen eigenen Balkonplatz. Über den Sommer hinweg hat sie sich nämlich einen Balkonkasten erobert und dabei zunächst nur die Blümchen platt gesessen, später dann sogar regelrecht ausgebuddelt und runtergefeuert. Nachdem sie festgestellt hat, dass Erde buddeln auch ganz ohne dem Bedürfnis sich Platz zu verschaffen, Spaß macht, mussten wir regelmäßig Blumenerde vom Balkon fegen. Nun ja, wir haben den Wink verstanden, der Balkonkasten kommt weg und sie bekommt ein bequemes hübsches Kletter-Buddel-Sitzplätzchen - selbst gebaut, versteht sich. (^.^)

Montag, 25. August 2014

Das Projekt "Zimmerpflanzen"

Ich muss euch mal wieder zum disziplinieren benutzen, sonst mach ich das wieder nicht. (^.^) Ich starte ein neues Projekt, das da heißt: endlich schöne Zimmerpflanzen.

Ich mag Zimmerpflanzen, mit kaum etwas anderem lässt sich ein Raum schneller wohnlich gestalten als mit den richtigen Pflanzen. Nur, aktuell habe ich leider nicht dir richtigen Pflanzen...

Was wir momentan an Pflanzen in der Wohnung haben, sind ...

...die Kakteen, die mein Liebster mitgebracht hat, nur: ich mag keine Kakteen. Wirklich nicht. Ich habe eine regelrechte Abneigung gegen Kakteen. Die sehen komisch krüppelig aus, manche sogar so als würden sie schimmeln, die brauchen ewig zum wachsen, nur um dann noch komisch krüppeliger auszusehen und wenn sie dann alle Jubeljahre mal blühen, dann stinken diese Blüten (die auch nicht schön aussehen) auch noch derart abartig-süßlich nach Moder und Biotonne, dass es ganz aus ist. Hinzu kommt, dass Kakteen für unsere Mietz auch richtig gefährlich sind: wenn sie die Möglichkeit hätte daran entlang zu streifen (die Möglichkeit haben wir ihr genommen, keine Sorge), verfangen sich die Stacheln im Fell. Bei der Fellpflege schluckt sie sie und je nach Art und Menge kann das zu schweren inneren Blutungen führen. Kurzum: gnädigerweise haben die Kakteen ein Winterquartier in der Wohnung, sobald der Winter rum ist, kommen sie raus (auf den Balkon und hoffentlich bald in unser eigenes Gärtchen - wir stehen auf der Warteliste).

...Pflanzen die ich geschenkt bekommen habe: ein Weihachtsstern, ein flammendes Schwert und eine Zimmercalla. Weihnachtsstern und alle Bromelienarten, so auch das flammende Schwert, sind im Grunde Wegwerfpflanzen. Hat der Weihnachtsstern einmal seine farbigen Blätter (Blüten sind es keine) verloren kommen sie nur wieder, wenn man es schafft, die Lichtverhältnisse in Mexiko (seiner Heimat) zu imitieren. Nachdem das bezüglich Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten steht, kann man den Weihnachtsstern also getrost wegwerfen, außer man hängt ideell dran. Das war es bisher bei mir. Mein Weihnachtsstern ist schon lange zu einer Grünpflanze geworden. Nachdem ihn mir eine liebe Freundin geschenkt hat, habe ich ihn bisher durchgefüttert. "Nur so lange, bis ich was besseres habe, ein leeres Fensterbrett sieht ja noch blöder aus." Ähnlich wie beim Weihnachtsstern verhält es sich mit den Bromelienarten: sie blühen ein einziges Mal. Sobald sie verblüht sind, sterben die Blütenstände komplett ab, übrig bleibt bei viel Pflege eine Grünpflanze, die nicht mehr wächst und in der Natur komplett absterben würde. Interessanterweise werden die Bromelienarten in den gängigen Bau- und Gartenmärkten in voller Blüte verkauft. Man hat also von vorne herein nur ein paar Wochen was davon. (Merke: solche Pflanzen kauft man sinnigerweise im Fachhandel, dann hat man länger Freude daran) Auch mein flammendes Schwert habe ich geschenkt bekommen und obwohl verblüht, aus den gleichen Gründen aufgehoben, wie den Weihnachtsstern. Die Zimmercalla blüht zwar mehrmals, braucht im Winter aber eine Ruhephase mit einem halbschattigen Standort und etwa 15° C Raumtemperatur. Das kann ich aber leider nicht anbieten, daher ist auch meine Zimmercalla mittlerweile zur Grünpflanze geworden. Auch sie wohnt nur noch bei uns bis wir was "Besseres" haben.
Ein "Merke" also, für alle die Pflanzen verschenken möchten: Wenn ihr wollt, dass der Beschenkte lange Freude an den Pflanzen hat, solltet ihr auf Standort- und Pflegeeigenschaften achten und auch wissen, was der Beschenkte an Möglichkeiten zur Pflege hat, bevor ihr kauft und schenkt.

...zwei künstliche Orchideen. Auch die hat mein Schatz mitgebracht. Den Orchideen sieht man zwar nicht an, dass sie künstlich sind, allerdings sind Orchideen auch nicht so unbedingt meins. Ich bin bei Einrichtung und Wohnungsgestaltung eher der klassische Typ mit einem deutlichen Hang zu Antiquitäten, Vintage und - ja ich gebs zu - Kitsch. Orchideen passen da einfach nicht. Das passt zu einem modern-puristischen und latent asiatisch angehauchtem Stil, aber eben nicht zu unserem. Hinzu kommt, dass man bei künstlichen Pflanzen zwar nicht auf die Standorteigenschaften achten muss, stehen sie aber zu offensichtlich an einem Platz, an dem sie nicht gedeihen könnten, wirkt das einfach seltsam. Ich bin noch nicht so weit, dass die Orchideen ausziehen müssen. Für künstliche Pflanzen sehen sie nämlich wirklich gut aus (die Katze spielt auch so gern damit *gg*) allerdings rauben sie mir Platz auf dem Fensterbrett und - wie gesagt - zumindest so wie sie jetzt aussehen, passen sie nicht in unsere Wohnung. Da muss ich mir noch was überlegen...

...Katzengras: das muss, Mietzi braucht was zum grasen zwischendurch.

Außerdem auf dem Fensterbrett (im Wohnzimmer): Mietzis Schlaf- und Aussichtsplatz. Momentan eine gefaltete Decke, ich will ihr aber schon ziemlich lang ein hübsches Nestchen nähen, das sich in das Gesamtbild einfügt, sobald sich ansatzweise ein Gesamtbild abzeichnet.

Was ich gerne an Pflanzen hätte: Standorttaugliche (Halbschatten mit konstanter Zimmertemperatur das ganze Jahr über - also das was die meisten wohl auch haben) Pflanzen, die nicht giftig sind (auch wenn Mietzi Katzengras hat, hin und wieder knabbert sie doch mal an den anderen Pflanzen und da wollen wir uns keine Sorgen machen müssen - bzw. wollen sie auch nicht so verbauen, dass sie sicher nicht rankommt - das machen wir jetzt schon und das sieht einfach nicht aus). Zudem sollen sich die Pflanzen einschließlich Übertöpfen stilistisch gut in unsere Wohnung einfügen und zur farblichen Gestaltung des Raumes passen. Um es besonders "pflegeleicht" zu haben, würde ich die Pflanzen gerne in Hydrokultur umtopfen, auch das geht auch nicht mit jeder Pflanze. Genau das will ich jetzt in Angriff nehmen: erstmal die richtigen Pflanzen für eine Vintage-Lady in einer eben solchen Wohnung  finden. (^.^)Falls jemand Ideen oder Ratschläge hat: nur her damit! (^.^)

Mittwoch, 13. August 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im August an

Es gibt nicht viel neues zu berichten... Also eigentlich nichts. Daher komme ich direkt zur Sache, was es im August zu tun gibt. Mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich nun...
...regelmäßig düngen, gießen und Verblühtes entfernen soll, eigentlich klar...
...die Pflanzen je nach Wetter vor sengender Sonne oder Dauerregen schützen soll - ganz ehrlich: nö. Ich habe nur Pflanzen die in unseren Breitengraden wachsen. Entweder sie überleben es, oder sie überleben es nicht. Circle of Life...
...Gießvertretungen für den Urlaub abklären soll, bzw. die automatische Bewässerung überprüfen soll. Das muss nicht, wir fahren erst nach der Hochzeit in Urlaub, das hat noch Zeit und danach ist der Sommer ohnehin rum und ich kann mich an die Herbstbepflanzung machen.
...bei Keller-Überwinterern soll ich nun das Düngen einstellen. davon habe ich keine, also habe ich auch hier nichts weiter zu tun.

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich auch im August erstmal nix mehr weiter zu tun habe. (^.^)

Samstag, 5. Juli 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im Juli an

Meine Zucchini hat erste Blüten!!! (^.^)
Ansonsten hat sich nicht viel getan, ich bin dafür aber um eine Erkenntnis reicher, nachdem ich mit Mama geredet habe (Bücher lesen ist halt doch nicht alles...):
Nächstes Jahr ziehe ich keine Kräuter mehr selbst vor, das wird nix, ich kaufe die Kräuter bereits vorgezogen, so wie Mama.
Nächstes Jahr ziehe ich keinen Salat mehr selbst vor, sondern kaufe vorgezogene Pflänzchen, ebenfalls so wie Mama
Nie mehr wieder kaufe ich Saatbänder oder Saatscheiben, das Zeug ist überteuerter Schrott, das sehe ich nun wie Mama...
Ja, etwas ärgere ich mich auch, dass ich nicht früher mit Mama geredet, sondern einfach losgewurschtelt habe, aber naja, das fällt dann halt unter Erfahrungslernen (^.^)

Zur Sache, für den Juli sagt mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag), dass ich nun...
...regelmäßig düngen, gießen und Verblühtes entfernen soll, eigentlich klar...
...die Pflanzen je nach Wetter vor sengender Sonne oder Dauerregen schützen soll - ganz ehrlich: nö. Ich habe nur Pflanzen die in unseren Breitengraden wachsen. Entweder sie überleben es, oder sie überleben es nicht. Circle of Life...
...Gießvertretungen für den Urlaub abklären soll, bzw. die automatische Bewässerung überprüfen soll. Das muss nicht, wir fahren erst nach der Hochzeit in Urlaub, das hat noch Zeit und danach ist der Sommer ohnehin rum und ich kann mich an die Herbstbepflanzung machen.

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich im Juli erstmal nix mehr weiter zu tun habe. (^.^)

Dienstag, 17. Juni 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im Juni an

Meine Pflanzen haben wieder Fortschritte gemacht, schaut mal:

Jetzt aber mal zur Manöverkritik im Detail:
Ende April/Anfang Mai hatte es bei uns nochmal Nachtfrost. Zwar lehnt mein Kräuterregal geschützt an der Wand und ich hatte es in den Frostnächten sogar abgedeckt, einiges hat aber dann doch die Grätsche gemacht, nämlich das was in den beiden Töpfchen links war und das was in dem Töpfchen war, das vor dem Engelchen auf dem Boden steht. Blöd nur, dass ich nicht mehr weiß was es war, weil ich mir nicht nur nicht gemerkt habe, was ich wo eingepflanzt habe, sondern schlimmer noch: auch noch heiter die Töpfchen umgestellt habe. Daher ein Merker für nächstes Jahr: ich kennzeichne künftig das Gepflanzte mit Schildchen... Richtig schön wird die Kapuzinerkresse direkt rechts neben dem Engelchen. Die wächst und gedeiht. (^.^) Rechts außen ist mein frisch ausgesäter Basilikum (siehe unten).



Mein Schnittsalat hat den Frost auch nicht überlebt, hier wusste ich aber zumindest was drin ist und habe jetzt nochmal nachgepflanzt (^.^) In den beiden Töpfchen links und rechts vom Salat lebt noch irgendwas. ich lasse mich überraschen, was es ist, wenn es ausgetrieben ist. (^.^)





Mein Rucola sieht irgendwie seltsam aus, oder? Er wächst auch total ungleichmäßig. Daher ein weiteres "Merke" für nächstes Jahr: Saatbänder und Saatscheiben sind scheiße, die Samen gehen total ungleichmäßig und auf Lücke auf. Die, die ich habe, brauche ich jetzt zwar noch auf, neue kaufe ich aber nicht mehr. So ein Nepp aber auch. Naja, auf jeden Fall wirds beim Rucola demnächst Zeit für die erste Ernte, vielleicht wächst er dann ja gleichmäßiger nach. Auf jeden Fall reicht die Beute gerade mal zum würzen, aber kaum für einen schönen Salat, noch nicht mal für einen Kleinen...




Am allerallerstolzesten bin ich diesen Monat aber auf meine Zucchini!!!! Seht ihr das????!!!! Die kriegen Knsopen!!!! Ganz viele sogar! Hui!!! Was freu ich mich schon auf die erste eigene Zucchini!





Aber jetzt zur Sache, für den Juni sagt mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag), dass ich nun...
...anfangen sollte meine Balkonpflanzen zu düngen. Zudem soll ich regelmäßig gießen und Verblühtes entfernen. Kletterpflanzen soll ich aufleiten und die Pflanzen ganz Allgemein von wegen Schädlinge und Krankheiten im Auge behalten. Eigentlich klar...
...sofern ich das möchte könnte ich jetzt automatische Bewässerung installieren - möchte ich aber nicht; nächstes Jahr vielleicht. (^.^)
...außerdem kann ich bei Bedarf noch Pflanzen nachkaufen, einen Miniteich bepflanzen und nun die Frühjahrskästen endgültig räumen. Pflanzen nachkaufen muss ich glaub ich nicht, einen Miniteich haben wir nicht, also noch nicht - schön find ich die ja schon und die Frühjahrskästen haben wir bereits geräumt, schließlich mussten unsere Sommerpflanzen ja irgendwo hin. (^.^)

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich im Juni Basilikum aussäen kann. Dabei bin ich im Grunde wieder genauso vorgegangen wie im Beitrag zur Balkonbepflanzung im März beschrieben, mit einer klitzekleinen Änderung: Basilikum ist ein "Lichtkeimer" daher werden die Samen nicht mit Erde abgedeckt, sondern einfach oben aufgestreut und leicht angegossen.

Montag, 5. Mai 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im Mai an

Im Mai musste ich mich erstmal gedulden... Unsere Hausfassade wurde nämlich gemacht, also auch neu gestrichen. Ein guter Anlass auch, die Balkonverkleidung mal ordentlich zu putzen. Dafür habe ich einfach nur einen Eimer Wasser und etwas Schmierseife genommen und schon sieht der Balkon wieder ganz anders und wirklich tausendmal besser aus. (^.^)

Kleine Fortschritte haben meine Pflanzen auch gemacht, schaut mal:

Aber jetzt zur Sache, für den Mai sagt mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag), dass ich nun...
...endlich Balkonblumen kaufen und einpflanzen darf, allerdings erst nach den Eisheiligen und die sind ja nun gerade vorbei.
...ich könnte immer noch letzte Kübelpflanzen umtopfen, die ich ja nun nicht habe.
Endlich gehts los (^.^) Über die Balkonbepflanzung habe ich mir ja bereits mit meinem Einstiegsbeitrag Gedanken gemacht und mir überlegt, was ich gerne pflanzen würde. Auf meiner Einkaufsliste stehen:
  • Fleißiges Lieschen in violett und weiß
  • Fuchsien in violett
  • Knollenbegonien in gelb und weiß
  • Löwenmäulchen in gelb - die ich aber leider nicht bekommen habe
  • Eisbegonien in weiß - auch die Eisbegonien habe ich nicht bekommen
  • Efeu
Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich meine vorgezogene Zucchini (in einen großen Topf umgetopft) nach draußen pflanzen darf. Auch mein Kräuterregal bekommt zwei neue Bewohner, nämlich Kapuzinerkresse und Thymian.

Beim Aussäen der Kräuter bin ich wieder genauso vorgegangen wie im Beitrag zur Balkonbepflanzung im März beschrieben.



Die Zucchini - ich pflanze zwei meiner Pflänzchen, schließlich müssen die Blütenstände auch bestäubt werden - kommen in einen großen Topf. Als Pflanzerde verwende ich Tomaten- und Gemüseerde.










Der Pflanztopf wird soweit mit Erde gefüllt, dass die Pflanzen sicheren Halt haben. Außerdem kommt jetzt auch noch der Gemüsedünger - ich nehme wieder meine Düngestäbchen mit rein.








Jetzt wird der Topf noch bis etwa 5 cm unter den Rand mit Erde aufgefüllt und die Pflanzen angegossen. Fertig. (^.^)









Auch zum Bepflanzen der Balkonkästen wird erstmal Erde eingefüllt und zwar so viel, dass der Wurzelballen der Pflanze etwa 2 cm unter dem Rand abschließt. Rund um den Wurzelballen der Pflanze wird noch mit Blumenerde aufgefüllt, der Wurzelballen etwas festgedrückt und die Pflanzen angegossen.
zwei lila Hängefuchsien und eine weiße Knollenbegonie
zwei lila Hängefuchsien und ein violettes Fleißiges Lieschen
eine gelbe Knollenbegonie und vier violette Fleißige Lischen
zwei Efeu und zwei lila Hängebegonien - den Efeu hat dankenswerterweise mein Liebster am Gitter hochgebunden, damit es auch nach was aussieht, wenn der Efeu beginnt sich hochzuranken
den zeige ich euch, weil er so schön ist, den hat mein Schatz bereits im Frühjahr bepflanzt

Montag, 21. April 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im April an

Für den April sagt mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag), dass ich nun...
...Jungpflanzen und neue Kübelpflanzen bestellen könne.
...Sommerblumen, Gemüse und Kräuter vorziehen könne.
...mit dem Düngen bei Kübelpflanzen beginnen könne.
...an warmen Tagen Überwinterer bereits zum abhärten rausstellen könne.
Nachdem ich meine zukünftigen Pflanzen weder bestellen noch vorziehen wollte und zudem weder Kübelpflanzen noch Überwinterer besitze, kann ich mich hierzu erst nochmal bequem zurücklehnen. Es gibt immer noch nichts für mich zu tun. (^.^)

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich im April Pflücksalat im Freien aussäen kann. Zucchini kann ich jetzt bei Zimmertemperatur vorziehen. Und mein zukünftiges Johannisbeertopfpflänzchen darf ebenfalls nach draußen, sprich gekauft werden, dummerweise habe ich kein Johannisbeertopfpflänzchen auftreiben können, daher wird diese Mission schlicht auf nächstes Jahr vertagt. Ist auch besser so, weil wir in diesem Jahr noch etliche Pflanzen, die irgendwann in unseren zukünftigen Schrebergarten ziehen sollen, auf dem Balkon unterbringen müssen. Dafür bekommt mein Kräuterregal aber noch einen neuen Untermieter, nämlich Liebstöckel.

Zum Bepflanzen bin ich wieder genauso vorgegangen, wie ich es auch schon im Vormonat gemacht habe. Und wisst ihr was? (^.^) Dill und Rucola treiben schon aus, schaut mal:

Montag, 17. März 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im März an

Auch diesen Monat habe ich wieder einen Blick in mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) geworfen und nachgelesen, was es im März zu tun gibt. Da steht nun,...
...dass ich gekaufte Frühlingsblüher einpflanzen kann. Nachdem mein liebster aber letztes Jahr im Herbst bereits Tulpenzwiebeln in unsere Balkonkästen gepflanzt hat, fällt hier eine dezidierte Frühlingsbepflanzung für mich angehende Balkongärtnerin aus.
...dass ich Kübelpflanzen aus dem Winterlager jetzt wärmer stellen könnte und sie auf Schädlinge überprüfen soll. Außerdem können jetzt letzte Kübelpflanzen beschnitten und umgetopft werden. Obst- und Ziergehölze können jetzt eingetopft werden. Überwinternde Kübelpflanzen habe ich nun noch nicht und über Obst- und Ziergehölze für den Balkon habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Für einen blutigen Anfänger wie mich ist das auch noch eine Nummer zu groß. Daher lasse ich das diese Saison noch. Erstmal abwarten, wie ich mit meiner geplanten Sommerbepflanzung so klar komme. (^.^)

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich Ende März im Freien Rucola aussäen darf und empfiehlt hier für die Anfänger den Griff zum Saatband bzw. zur Saatscheibe. Ich soll beim Kauf der Samen außerdem darauf achten, dass ich eine eben solche frühe Sorte kaufe. Auch die ersten Kräuter dürfen jetzt, im März, ausgesät werden. Nämlich Dill, Petersilie und Schnittlauch.

So hab ich das gemacht (im Grunde so, wie das auch in meinem schlauen Buch steht):

Man nehme:



Aussaaterde
passenden Dünger (ich habe zu Düngestäbchen gegriffen - die sind leichter zu dosieren)
saubere Pflanzbehälter
Samen






Den Pflanzbehälter zu 4/5 mit Pflanzerde füllen, Düngestäbchen rein (so viele wie auf der Packung angegeben), Saatscheibe drauf und alles mit Erde bedecken.






Dann die Töpfchen an ihren Platz stellen - idealerweise noch etwas geschützt - und ordentlich gießen; fertig:
Jetzt müssen wir nur noch abwarten, ob das auch was wird... (^.^) Ich berichte natürlich (^.^)

Samstag, 1. Februar 2014

Balkonpflanzenplanung 2014 - Das steht im Februar an

Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen zur disziplinierten Balkongärtnerin zu werden, daher habe ich auch für den Monat Februar einen Blick in mein neues schlaues Buch für angehende Balkongärtnerinnen ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag) geworfen und nachgelesen, was es im Februar so zu tun gibt. Da steht nun, ...
...dass ich überwinternde Topfpflanzen regelmäßig kontrollieren, ggf. zurückschneiden und bei Austrieb umtopfen soll. - Ok, hab ich nicht - zumindest noch nicht.
...dass ich den Frostschutz draußen regelmäßig überprüfen soll und immergrüne Pflanzen nach Frostperioden gießen soll. - Hab ich auch beides (noch) nicht.
...dass ich zum Monatsende hin vorgezogene Frühblüher rauspflanzen kann. - Will ich aber nicht, weil mein Schatz noch im Herbst Blumenzwiebeln in die Balkonkästen gepflanzt hat. (^.^)
...dass ich Samen kaufen und erste Balkonblumen vorziehen könnte. - Als blutiger Gärtneranfänger traue ich mich das aber noch nicht. Ich kaufe meine Pflanzen später fertig vorgezogen. Jetzt auf jeden Fall noch, das reduziert die Enttäuschung, wenn es dann doch nichts wird.

Auch zu Kräutern und Gemüse auf dem Balkon habe ich mir zwei schlaue Bücher aus dem GU-Verlag gekauft und auch hier gäbe es momentan nur das Vorziehen zu tun, an das ich mich noch nicht herantraue.

Daher kann sich die selbsternannte Neubalkongärtnerin jetzt wieder entspannt zurücklehnen: im Februar gibt es für mich noch nichts zu tun. (^.^) (Aber ab März gehts los, dann darf man die ersten Draußenaussaaten machen - vorausgesetzt natürlich es liegt dann nicht der Schnee meterhoch, der uns den Winter über bisher erspart blieb.)