Donnerstag, 31. Juli 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: ein 50er Jahre Oberteil

Ja ihr lest richtig, wir wagen uns an unser erstes Oberteil und dann auch noch an ein 50er Jahre Oberteil nach einer Originalanleitung aus dem Jahr 1955. Nachdem die 50er Jahre gerade "in" sind, dürfte das nicht nur für die Vinatge-Freundinnen passen, sondern auch für viele andere, einfach nur Häkelinteressierte.

Mit diesem Oberteil zeige ich euch, wie üblich Schritt für Schritt noch einige Dinge, die man zum Häkeln wissen muss. Solltet ihr also keine Lust haben, bei diesem Oberteil mitzuhäkeln, versucht zumindestens an einem kleinen Teststück das in der Theorie erklärte zu üben.

Damit es nicht zu kompliziert wird, habe ich bei unserem Oberteile eine kleine - wirklich nur kleine Anpassung vorgenommen: das Oberteil wird eigentlich in einem Muster gehäkelt (zu Häkelmustern kommt an anderer Stelle noch mehr), das etwas komplizierter und damit nicht wirklich anfängergeeignet ist. Daher werden wir dieses Oberteil mit einfachen Stäbchen häkeln, da diese sehr ähnlich dem vorgeschlagenen Muster sind und euch zudem sicher leichter von der Hand gehen. (^.^)

Als Wolle habe ich mir "Essentials Cotton Lurex" von Rico Design ausgesucht, die Online (z.B. bei Wolle Rödel) sehr gut erhältlich und zudem nicht zu teuer ist. Am leichtesten wäre es, ihr nehmt die gleiche oder eine sehr ähnliche Wolle, sprich ihr schaut euch nach Wolle um, die mit Nadelgröße 3 gehäkelt wird und in etwa eine Lauflänge von 170 Metern auf 50 g hat (plusminus 20 Meter sind auch ok).

Dienstag, 29. Juli 2014

Häkeln für Anfänger - unser viertes Projekt: eine Häkelrose

Heute häkeln wir ein kleines, schnell zu machendes Dekoteilchen: eine Rose, die sich vielfältig verwenden lässt: als Brosche, als Haarschmuck auf einer Spange oder einem Haarband, auf einem Kranz zur Raumdeko und und und, euch fällt bestimmt etwas ein, wo ihr dieses süße Röschen wirkungsvoll unterbringen könnt.

Als Wolle verwende ich einmal mehr Mille Fili von Wolle Rödel. (^.^) Welche Wolle ihr verwendet ist mehr oder weniger egal. Nur eines: je dicker die Wolle, desto größer wird auch die Rose und desto "robuster" sieht sie auch aus.

So gehts:

  • 44 Maschen anschlagen und 4 Wendeluftmaschen häkeln, dabei einen langen Anfangsfaden hängen lassen
  • In die ersten 43 Maschen Doppelstäbchen häkeln, in die letzte Masche wird ein einfaches Stäbchen gehäkelt, danach folgen 3 Wendeluftmaschen
  • Jetzt häkelt ihr - wieder über 43 Maschen hinweg - jeweils drei Doppelstäbchen in jede Masche. In die letzte Masche kommt wieder ein einfaches Stäbchen
  • Schon wird auch wieder abgemascht. Auch hierbei lasst ihr einen langen Faden hängen.


Als nächstes wird euer Häkelstück gebügelt und dann auch schon zusammengenäht:
Legt euer Häkelstück zu einer Spirale, so dass es dreifach liegt. Der Anfangsfaden wird dann an das obere Ende gestochen und die Spirale dann damit zusammengenäht indem einmal quer durch die Sirale aus jeder Reihe eine Masche aufgenommen wird. Macht das reihum bis ihr quasi einen Stern gestochen habt, dann zieht ihr den bisher locker durchgestochenen Faden zusammen. Euren Endfaden stecht ihr nun noch mittig durch die Blüte durch. Dann verknotet ihr die beiden Fäden und fertig ist eure erste selbstgemachte Häkelblüte. (^.^)

Sonntag, 27. Juli 2014

Häkeln für Anfänger - unser drittes Projekt: ein Tischset

Es wird Zeit, dass wir das Stäbchen Häkeln üben. Dafür Häkeln wir Tischsets. Die Arbeit ist etwas aufwändiger als noch die Topflappen, schlicht weil es ein größeres Häkelstück wird. Nachdem die Stäbchen aber mehr Volumen haben als feste Maschen, hält sich der Arbeitsaufwand trotzdem in Grenzen. (^.^) Auch hier häkle ich wieder mit der Mille Fili von Wolle Rödel.

So gehts:
90 Maschen anschlagen - das heißt: 1 Anschlagsmasche, 89 Luftmaschen und - bei unserem Projekt - 1 Wendeluftmasche.

Die 90 Maschen Anschlag entsprechen bei der Mille Fili einer Breite von 40 cm. Solltet ihr eine andere Wolle nehmen, müsst ihr natürlich umrechnen. Dafür reicht es, wenn ihr einen Blick auf die Wollbanderole werft - auf den letzten Zentimeter genau muss es auch bei Tischsets noch nicht gehen. Dort findet ihr eine Angabe, wie viele Maschen ihr für 10 cm anschlagen müsst (bei der Mille Fili sind es 22 Maschen). Das vervierfacht ihr dann einfach. (^.^)

Jetzt häkelt ihr zunächst drei Reihen Stäbchen. Dann setzt mir mit einer Kontrastfarbe an und häkelt 4 Reihen Stäbchen. Nun setzt ihr wieder die Ursprungsfarbe an und häkelt XY Reihen weiter im Stäbchenmuster. Wechselt nochmal die Farbe, setzt mit weiteren 4 reihen Stäbchen den zweiten Blockstreifen an, kehrt wieder zurück zu eurer Grundfarbe und häkelt die letzten drei Reihen Stäbchen. Jetzt könnt ihr abketten und euer angehendes Tischset erstmal spannen und dämpfen sowie die Fäden vernähen.

Zu guter letzt umhäkeln wir unser Tischset noch mit einer Reihe feste Maschen. Damit ihr jeweils um die Ecke kommt, kommen in jede Eckmasche insgesamt drei feste Maschen. Die Runde wird mit einer Kettmasche geschlossen und nun noch die letzten Fäden ordentlich vernäht. Fertig ist euer Tischset. (^.^)

Ihr ahnt es vermutlich: was will man schließlich auch schon mit einem Tischset... Übt noch ein bisschen weiter und macht noch ein paar der Tischsets, so dass die Stäbchen wirklich gut sitzen.

Unser nächstes Projekt - und das verrate ich euch schon mal zum Vorfreuen - wird dann eine richtig fixe und echt schöne Deko-Idee. Mit Lappen, sei es nun für Töpfe oder Tische, ist erstmal genug. (^.^)


Freitag, 25. Juli 2014

Der Grundkurs Nähen - Nähen mit der Hand: Perlen, Pailletten und Strass aufnähen

Nachmal braucht ein Stück Stoff einfach noch oder nur ein bisschen Deko um (wieder) zum Lieblingsstück zu werden. Daher möchte ich euch heute noch zeigen, wie man Perlen, Pailletten und Strass aufnäht.

Ihr braucht jeweils einen 50cm langen, farblich passenden (oder transparenten) Faden und eine feine Nähnadel. Der Faden wir jeweils doppelt gelegt und die beiden Enden werden verknotet.

Perlen aufnähen
Stecht von unten durch den Stoff, fädelt die Perle auf die Nadel und stecht nur einige Millimeter versetzt zur Ausstichstelle wieder in den Stoff. Achtet dabei darauf, dass die Bohrung der Perle parallel zum Stoff verläuft, so sieht man den Faden am wenigsten.

Wollt ihr mehrere Perlen in Reihe - also wie bei einer Kette - aufnähen, stecht an der Stelle wieder durch den Stoff, an der sich die knapp die Mitte eure nächste Perle befinden soll, fädelt sie auf und stecht wieder nur um wenige Millimeter versetzt zurück.
Alternativ kann man hier auch zum Perlenband greifen, das man mit Schlingstichen zwischen den einzelnen Perlen annäht. Gekaufte Perlenbänder haben allerdings den Nachteil, dass sie regelmäßig nach billig aussehen. Daher würde ich empfehlen, selbst Perlenbänder in gewünschter Länge aufzufädeln um diese dann anzunähen. Allerdings sehen Perlenbänder trotz aller Mühe nie so schön aus, wie einzeln aufgenähte Perlen, weswegen ich üblicherweise einzeln aufnähe.

Sollen die Perlen etwas verstreuter liegen, ist es je nach Entfernung und verwendetem Stoff sinnvoll wahlweise mit Rückstichen bis zur Stelle für die nächste Perle zu nähen (bei kleineren Entfernungen oder nicht all zu feinen Stoffen), oder aber den Faden zu vernähen und zu verknoten um jede Perle einzeln anzunähen (bei größeren Entfernungen oder sehr feinen Stoffen).

Pailletten aufnähen
Auch hier stecht ihr wieder von unten durch den Stoff und fädelt die Paillette auf die Nadel. Legt nun den Faden über die Paillette und stecht etwas nach hinten versetzt (so dass der Rückstich unter der Paillette verschwindet) wieder zurück.

Wollt ihr mehrere Pailletten in einer Reihe aufnähen, könnt ihr auch hier wieder zum fertigen Paillettenband greifen, das man ebenfalls mit Schlingstichen annäht. Selbst auffädeln könnte man zwar auch, allerdings müsste man dann die einzelnen Pailletten in Reihe knüpfen und da kann ich euch versichern: einzeln aufnähen geht schneller und ist leichter. Daher, greift wahlweise zum Paillettenband oder näht selbst auf und zwar so: legt nun eure nächste Paillette auf die bereits aufgenähte Paillette und zwar so, dass der Nähfaden auf der Paillette durch die aufgelegte Paillette komplett verdeckt ist. Stecht im Mittelloch der Paillette aus, legt den Faden über die Paillette und stecht wieder etwas nach hinten versetzt wieder zurück.

Sollen die Pailletten etwas verstreuter liegen, ist es je nach Entfernung und verwendetem Stoff sinnvoll wahlweise mit Rückstichen bis zur Stelle für die nächste Paillette zu nähen (bei kleineren Entfernungen oder nicht all zu feinen Stoffen), oder aber den Faden zu vernähen und zu verknoten um jede Paillette einzeln anzunähen (bei größeren Entfernungen oder sehr feinen Stoffen).

Strass aufnähen
Strasssteine zum Aufnähen haben seitliche Bohrungen, durch die man den Faden führt. Sie werden vergleichbar zu Knöpfen aufgenäht.

Wollt ihr mehrere Strasssteine in Reihe nähen stecht unmittelbar nach dem ersten Strassstein aus (also dort, wo sich der nächste Strassstein anschließen soll) fädelt durch die Bohrung und näht nun diesen Strassstein durch mehrmaliges durchstechen durch die Bohrungen (gerade größere Strasssteine sind über kreuz gebohrt, sichert diese auch über Kreuz), bevor ihr den nächsten Strassstein anfügt.

Auch hier gilt: sollen die Strasssteine etwas verstreuter liegen, ist es je nach Entfernung und verwendetem Stoff sinnvoll wahlweise mit Rückstichen bis zur Stelle für den nächsten Strassstein zu nähen (bei kleineren Entfernungen oder nicht all zu feinen Stoffen), oder aber den Faden zu vernähen und zu verknoten um jeden Strassstein einzeln anzunähen (bei größeren Entfernungen oder sehr feinen Stoffen).

Mittwoch, 23. Juli 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 13 - Die Augenbrauen schminken

Nachdem wir im letzten Teil der Malstunde die Augenbrauen in Form gebracht haben müssen sie jetzt noch geschminkt werden. Ja, ihr lest richtig "müssen" - die einzige Ausnahme ist, wenn ihr richtigrichtig dichte und schwarze perfekt wachsende Augenbrauen habt. Nachdem das bei den meisten allerdings nicht der Fall sein dürfte, geht jetzt der Griff zu Brauenpuder und Brauenstift.

Mit "Brauenpuder" hätte ich jetzt schon mein erstes Stichwort. Habt ihr euch schon mal gefragt, warum man Brauenpuder immer im "Doppelpack" bekommt? Also hellen und dunklen Brauenpuder in einem? Wer braucht denn das? Also entweder hat man helle Brauen, dann braucht man hellen Puder oder man hat dunkle Brauen und man braucht dunklen Puder, aber doch niemals beide Nuancen. Und wieso gibt es nur zwei Nuancen? Es gibt doch mehr Augenbrauenfarben als nur zwei. Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass in Brauenpuder nur halb so viel drin ist, wie im Lidschatten der gleichen Marke, dafür kostet der Brauenpuder aber das Doppelte? Und: wusstet ihr, dass Brauenpuder nichts anderes ist als Lidschatten ohne Glitzerpartikel? Nun, kurzum: kauft lieber Lidschatten ohne Glitzerglimmerzeugs, da habt ihr nicht nur einen Preis- und Mengenvorteil, sondern habt auch noch zwischen mehr als nur zwei Nuancen Auswahl. (^.^) Aber jetzt genug der Vorrede - kommen wir zur Anwendung. (^.^)

Zunächst werden die Augenbrauen mit Brauenpuder bzw. farblich passendem Lidschatten und einem abgeschrägten Pinsel nachgezogen um ihnen zum einen Farbe zu verleihen und um zum anderen kleinere Lücken aufzufüllen. Als nächstes geht der Griff zum Brauenstift (den kann man nicht durch Kajal ersetzen, Kajal ist weicher und gibt damit zu viel Farbe ab), mit dem man die Augenbrauen mit kleinen Stricheln in Form zeichnet. Sprich: man malt Beginn und Ende sowie den höchsten Punkt der Brauen nochmal nach, da dort üblicherweise der Haarwuchs am spärlichsten ist und hier auch Brauenpuder bzw. Lidschatten nicht viel hilft, weil der sich auf den Härchen der Augenbrauen festsetzt und so an den Stellen mit spärlichem Haarwuchs nicht viel ausrichten kann. Mit Brauenstift könnt ihr natürlich auch ansonsten vorhandene Lücken auffüllen. Zum Verblenden und gleichmäßiger Verteilen des Augenbrauen-Make-ups verwendet man eine Spiralbürste und kämmt damit die Augenbrauen gründlich in Form. Wer möchte gibt dann noch Augenbrauengel zum Fixieren drüber und fertig. (seit kurzem verspricht die Werbung, dass es das alles in einem, nämlich in Form von Augenbrauenmascara gäbe - so ganz kann ich mir das aber nicht vorstellen. Hat jemand von euch bereits Erfahrungen damit?)

Hier noch der vorher-nachher-Vergleich für euch:
links ungeschminkte und rechts geschminkte Augenbrauen

Montag, 21. Juli 2014

Lilis Lasagne

Heute zeige ich euch mal wieder ein Rezept, das ich für mich etwas abgewandelt habe, weil es mir so besser schmeckt: mein Lasagne-Rezept. Das schöne daran: die Lasagne ist richtig schnell vorbereitet. (^.^)

Man nehme - für 4 Portionen:
250 g Lasagneplatten
1 Glas meines Ragù alla Bolognese
1 Glas meiner Salsa di Pomodoro alla Neapolitana
Béchamelsauce für 4 Personen
200 g Parmesan

Zubereitung:
Den Parmesan grob reiben. Auf dem Boden der Auflaufform Béchamelsauce verteilen. Darauf kommen Nudelplatten, auf die Nudelplatten Ragù alla Bolognese, das ich mit meiner Salsa di Pomodoro alla Neapolitana gemischt habe, wieder Béchamelsauce und Parmesan. Anschließend folgen wieder Nudelplatten, Ragù alla Bolognese, Béchamelsauce und Parmesan usw. Die oberste Lage wird abgeschlossen mit Nudelplatten, Béchamelsauce und Parmesan.

Die Lasgane kommt in den kalten Backofen, damit sie schön durchsaftet, daher lässt sich der Auflauf gut vorbereiten. Einfach in den kalten Ofen stellen und einschalten sobald der Hunger kommt. Gebacken wird die Lasagne bei 220° C Ober-/Unterhitze für etwa 40 Minuten. Sie ist fertig, wenn die Sauce brodelt und die oberste Käseschicht leicht gebräunt ist.

Wer Lasagne lieber "Original" isst, nimmt statt der Tomatensauce ein zweites Glas Ragù alla Bolognese. (^.^)

Samstag, 19. Juli 2014

Anstecksträußchen

Bei Hochzeiten ist es ja üblich, dass jeder Gast ein kleines Anstecksträußchen, auch Corsage genannt, bekommt. Selbstverständlich mache ich diese Anstecksträußchen auch selbst. Gerade die Anstecksträußchen werden üblicherweise von Braut und Kranzljungfrau selbst gebastelt, auch wenn sonst alles nur gekauft und von der Stange ist. Nachdem meine Kranzljungfrau nicht wirklich bastelaffin ist, hat mir eine liebe Freundin bei den Anstecksträußchen geholfen, die gleichzeitig auch unsere Hochzeitsfotografin ist. (^.^)

Das braucht ihr:
kleine Kunstblumen
Dekoband
Corsagenhalter "klein"
Floristenband
Schere
Zange

Und so gehts:
Das Band zur Schleife binden und mit dem Fixierband und etwas Floristenband (ein Abschnitt von etwa 10 cm reicht für das komplette Sträußchen) vorfixieren.
Wenn ihr das erste Mal Floristenband benutzt, werdet ihr euch vermutlich wundern, warum das Zeug nicht klebt. Es klebt, und zwar bombenfest, sobald ihr euer Sträußchen mit etwas Zug und Druck fixiert, also keine Sorge. (^.^)
Jetzt bindet ihr eure Kunstblumen vor, indem ihr die Drähte leicht zusammenzwirbelt und diese soweit einkürzt, dass sie etwas kürzer sind, als der Stiel des Corsagenhalters. Setzt das so vorgebundene Sträußchen auf den Corsagenhalter und umwickelt den Stiel gründlich und sauber mit Floristenband. Zum Schluss kürzt ihr eventuell zu lange Schleifenbänder auf die Länge des Stiels ein und rertig ist das Hochzeitsanstecksträußchen. (^.^)
Je nach dem wie viele Gäste ihr gealden habt, seid ihr so auf jeden Fall ein paar Fernsehabende beschäftigt. (^.^)

Freitag, 18. Juli 2014

Der Grundkurs Nähen - Nähen mit der Hand: Knöpfe annähen

Knöpfe annähen klingt leicht und ist es im Grunde auch, dennoch kenne ich Leute, die Kleidungsstücke wegwerfen, weil ein Knopf ausgerissen ist... Daher gibt es im Rahmen meines Nähkurses auch einen kleinen Beitrag zum Knöpfe annähen. (^.^)

Die größte Kunst beim Annähen von Knöpfen ist es, die richtige Stelle zu treffen. Bei ausgerissenen Knöpfen sieht man manchmal noch die Einstichstellen, an denen man sich orientieren kann, aber man sieht sie eben nur manchmal. Müsst ihr die Stelle für den Knopf neu markieren, legt ihr Knopfleiste und Knopfloch exakt übereinander und fixiert sie mit Stecknadeln. jetzt markiert ihr die Breite des Knopfloches ebenfalls mit je einer Stecknadel. Der Knopf kommt jetzt exakt zwischen diese beiden Stecknadeln, dann sitzt er an der richtigen Stelle und nichts ist verzogen oder schief.

links: Stegknopf - rechts: Durchnähknopf
Wie der Knopf angenäht wird, hängt dann davon ab, um welche Art von Knopf es sich handelt; man unterscheidet Stegknöpfe und Durchnähknöpfe.
Angefangen wird aber immer gleich: man nehme eine kurze Nähnadel und farblich passenden Faden. Der Faden wird doppelt gelegt und am unteren Ende mit einem Knoten gesichert. Jetzt stecht ihr an der Stelle ein, an der der Knopf sitzen soll (euer Knoten soll dabei an der linken Seite des Stoffes sitzen) und verstecht zunächst mit einigen kleinen Stichen den Faden - zwei bis drei reichen.

Wollt ihr einen Stegknopf annähen, legt ihr den Knopf an der Stelle auf, an der er sitzen soll, verstecht euren Nähfaden jetzt so, dass ihr durch den Steg stechen könnt, ohne dass sich der Knopf verzieht und stecht mehrmals - zwischen fünf und zehn Mal - durch Steg und darunter liegendem Stoff. Jetzt stecht ihr euren Nähfaden auf die linke Seite des Stoffes und schneidet einen der beiden Fäden (ihr erinnert euch: euer Nähfaden liegt doppelt) nicht zu kurz ab, den noch in der Nadel befindlichen Fadenverstecht ihr nochmals mit ein bis zwei kleinen Stichen. Jetzt verknotet ihr die beiden Fadenenden. Zuletzt schneidet ihr die Fadenenden so kurz wie möglich zurück. Und fertig - euer Stegknopf sitzt wieder.

Wollt ihr einen Durchnähknopf annähen, legt ihr auch diesen an der Stelle auf, an der er sitzen soll, verstecht euren Nähfaden jetzt so, dass ihr durch eines der Löcher stechen könnt, ohne dass sich der Knopf verzieht. Bei Durchnähknöpfen ist es wichtig, dass ihr sie nicht zu fest annäht, damit sich der Knopf noch schließen lässt und auch geschlossen bleibt. Näht daher locker, aber auch nicht zu locker, sonst hängt der Knopf. Bei leichten Stoffen näht ihr dafür ohne festen Zug, bei mittelschweren und schweren Stoffen legt ihr auf den Knopf ein Streichholz, so dass euer Nähfaden über das Hölzchen läuft, wenn ihr aus einem Knopfloch stecht um in das andere Knopfloch einzustechen. Insgesamt stecht ihr drei bis fünf Schlingen durch die beiden Lochbohrungen sowie durch den darunter liegenden Stoff (bei Vierlochknopfen wiederholt ihr das beim zweiten Bohrungspaar genau so nochmal). Jetzt stecht ihr euren Nähfaden auf die linke Seite des Stoffes und schneidet einen der beiden Fäden (ihr erinnert euch: euer Nähfaden liegt doppelt) nicht zu kurz ab, den noch in der Nadel befindlichen Faden verstecht ihr nochmals mit ein bis zwei kleinen Stichen. Jetzt verknotet ihr die beiden Fadenenden. Zuletzt schneidet ihr die Fadenenden so kurz wie möglich zurück und entfernt ggf. noch das Streichholz. Und fertig - euer Durchnähknopf sitzt wieder.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Eischwerteig mit Fett - Sandkuchen

Der Sankuchen ist der definitive Klassiker unter den Rührkuchen und gleichzeitig das Paradebeispiel für einen Kuchen aus Eischwerteig mit Fett, nicht umsonst wird diese Art Rührteig auch gerne als Sandmasse bezeichnet. Die Zubereitung ist trotzdem herrlich einfach:

Für eine Kastenform:
4 Eier
4 Eischwer Butter
4 Eischwer Puderzucker
2 EL Rum
abgeriebene Zitronenschale
2 Eischwer Mehl
2 Eischwer Speisestärke
2 TL Backpulver
200 g Puderzucker
2 EL Wasser

Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen. Den Backofen auf 180° C (160° C Umluft) vorheizen.
Die Butter schaumig rühren. Eier und Zucker zugeben und auf höchster Stufe zu einer weißschaumigen Masse schlagen, die Zitronenschale und den Rum zum Schluss zugeben und unterrühren. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver auf die Schaummasse sieben und auf geringster Stufe kurz unterrühren.
Den Teig in die Form füllen und bei 180° C (160° C Umluft) ca. 60 Min. backen - die Backzeit variiert nach verwendeter Form. Am besten überprüft ihr das Backergebnis mit der so genannten Stäbchenprobe: nehmt dafür ein Holzstäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß o.ä.), stecht in den Kuchen und zieht das Stäbchen wieder raus. Sobald kein Teig mehr am Holzstäbchen anhaftet ist der Kuchen fertig. Dann den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Ofentür etwa 5 Minuten abdampfen lassen und dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen (Backpapier drunter, sonst bleibt der Kuchen kleben).
Aus dem Puderzucker und dem Wasser einen Zuckerguss anrühren und den Sandkuchen damit glasieren.

Dienstag, 15. Juli 2014

Die Münchner Museen - Das Staatliche Museum ägyptischer Kunst

Das erste Museum das ich euch vorstellen möchte, ist das staatliche Museum ägyptischer Kunst. Dabei muss ich direkt zwei Dinge vorweg schicken: 1. Ägypten oder besser überhaupt die antiken Hochkulturen sind nicht gerade mein Interessensschwerpunkt als Historikerin. 2. Der Zugang zu Kunst fällt mir des öfteren schwer.

Das staatliche Museum ägyptischer Kunst wurde erst verhältnismäßig spät,nämlich 1966 gegründet. Ich war dort zuletzt in der Grundschule und meine Erinnerung beschränkte sich auf einen Sarkophag und die wahnsinnig stark und unglaublich bunt geschminkte Museumsführerin von damals. (^.^) Kurzum, es wurde wirklich mal wieder Zeit im staatlichen  Museum ägyptischer Kunst vorbeizuschauen.

Die erste Enttäuschung gab es leider direkt am Eingang: es gab lediglich 10 funktionierende Audioguides und die waren bereits ausgegeben. Für jemanden, der nicht wirklich belesen zur antiken ägyptischen Kunstgeschichte ist, wird es damit schon schwierig, einen gedruckten Museumskatalog gibt es nämlich auch nicht.

Das wird noch dadurch erschwert, dass die "Grundlagen" und die groben Zusammenhänge zur antiken ägyptischen Kunstgeschichte zwar überblicksweise dargestellt werden, das aber erst im letzten Drittel des Rundganges und zumindest ich hatte dann keine Lust mehr, nochmal zurückzulaufen, um mir die einzelnen Exponate nochmal genauer anzuschauen.

Das staatliche Museum für ägyptische Kunst hat sicher einige bedeutende Exponate und ist wahnsinnig interessant und sehenswert für Leute, die sich für die antike ägyptische Hochkultur im Allgemeinen und für die antike ägyptische Kunstgeschichte im Speziellen interessieren, für einen aufgeschlossenen Laien ohne vertiefenderes Vorwissen kann ich das staatliche Museum ägyptischer Kunst aber nicht empfehlen, da die wesentlichen wissensvermittelnden Inhalte schlicht zu spät kommen, um die Ausstellungen unter einem allgemeinbildenden Aspekt zu betrachten. Es mag sein, dass die Erläuterungen auf den Audioguides vertiefender sind als die Beschreibungen der Exponate, aber leider waren bei unserem Besuch alles andere als ausreichend Audioguides verfügbar (übrigens: wegen leerer Batterien...). Daher gibt es von mir für das staatliche Museum ägyptischer Kunst keine Empfehlung.

Sonntag, 13. Juli 2014

Béchamelsauce

Die Béchamelsauce ist die klassische Sauce zum überbacken von Aufläufen und zudem richtig schnell und einfach zubereitet. So gehts:

Für 4 Portionen:
30 g Butter
30 g Mehl
500 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskat

Zubereitung:
Die Butter im Topf schmelzen und das Mehl mit dem Schneebesen  unterrühren (klümpchenfrei ist eine Frage der Übung. bei der Béchamelsauce machts aber erstmal nichts, wenn ihr es noch nicht hinbekommt. Nun nach und nach die Milch zugießen und gründlich unterrühren. 10 Minuten köcheln lassen. Zuletzt noch mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Wie kräftig ihr würzt, hängt dabei davon ab, wie kräftig euer Auflauf bisher gewürzt ist. Ist euer Auflauf normal durchgewürzt, so wie beispielsweise Lasagne, schmeckt ihr die Sauce normal ab, so als wolltet ihr sie pur essen. Bei Aufläufen, die nicht gewürzt sind, schmeckt ihr die Béchamelsauce so kräftig ab, dass sie richtig überwürzt ist, damit euer Auflauf später auch nach etwas schmeckt.
Zuletzt wird die Béchamelsauce durch einen Küchensieb in eine Schüssel gesiebt - deshalb machts auch nichts, wenn ihr sie noch nicht klümpchenfrei hinbekommt. (^.^) Eigentlich macht man das, um die Milchhaut abzusieben.

Freitag, 11. Juli 2014

Der Grundkurs Nähen - Nähen mit der Hand: Handstiche

Wer nähen lernen will, muss auch mit der Hand nähen können, da eben nach wie vor noch nicht alles und vor allem nicht ausschließlich mit der Nähmaschine geht. daher möchte ich euch bereits jetzt die wichtigsten Handstiche zeigen.

Am häufigsten in eurer Nähkarriere werden euch die so genannten Heftstiche begegnen. Mit Heftstichen werden die einzelnen Schnittteile vor dem eigentlichen Zusammennähen mit der Maschine geheftet, damit diese während des Nähens nicht verrutschen:


Der wichtigste dabei ist der Heftstich, auch Vorstich genannt, hierfür wird die Nadel von rechts nach links in gleich großen Abständen durch den zu heftenden Stoff genäht.
Der Vorstich kommt sowohl beim Heften einzelner Schnittmusterteile als auch zum markieren von Abnähern oder (Orientierungs-)Linien zum Einsatz.


Der so genannte schräge Spannstich kommt zum Einsatz wenn Einlagen wie Volumenflies aber auch Vlieseline ohne Bügelgummierung oder aber sehr dehnbare Stoffe die zum wellen neigen, so wie Strickstoffe, aneinandergenäht werden sollen.
Der schräge Spannstich wird von unten nach oben genäht, indem die Nadel gerade durch die zu heftenden Stofflagen gestochen wird. Anschließend wird der Faden diagonal nach oben geführt um die Nadel wieder parallel zum vorherigen Stich setzen zu können.


Neben den Heftstichen gibt es auch noch einige Handstiche, mit denen selbst die modernste Nähmaschinennäherin noch nähen muss:

Als erstes sei hier der Steppstich genannt. Der Steppstich ist der stabilste der Handstiche und kommt hauptsächlich bei Ausbesseurngsarbeiten zum Einsatz, für die es sich nicht lohnt, sich extra an die Nähmaschine zu setzen. (^.^)

Er wird von rechts nach links genäht. Die Nadel wird dafür für den ersten Stich nach eine Stichlänge nach vorne geführt, durch den Stoff gestochen und auf der Rückseite ebenfalls eine Stichlänge nach vorne geführt. Nun wird die Nadel wieder dort eingestochen (also zurückgeführt) wo der vorhergehende Stich eingestochen wurde und an der Rückseite zwei Stichlängen nach vorne geführt.


Der Rückstich kommt für Nähte zum Einsatz, die nahezu unsichtbar sein sollen. So beispielsweise zum Säumen, oder aber auch zum Einnähen von Reißverschlüssen, denn auch die lassen sich nicht immer mit der Maschine einnähen.

Auch der Rückstich wird von rechts nach links genäht. Hierfür wird an der Vorderseite des Stoffes nur ein sehr kleiner Stich gestochen (wieder wie beim Steppstich durch Rückführen des Fadens), an der Rückseite wird die Nadel über eine längere Stichlänge geführt.



Der Hexenstich kommt zum Einsatz, wenn man ein zweites Schnittteil möglichst unsichtbar einnähen möchte - Futterstoff beispielsweise. Der Hexenstich wird von links nach rechts gearbeitet.
Er wird nach dem Einstechen diagonal nach oben geführt, über einen sehr kleinen Stich rückgestochen, um dann wieder diagonal nach unten geführt zu werden. Auch dort wird er wieder über einen sehr kleinen Rückstich genäht, bevor er wieder diagonal nach oben läuft.
Auf der Vorderseite eures Nähwerks, das beim Hexenstich im Gegensatz zu allen anderen hier gezeigten Stichen während des Nähens eure Rückseite ist sieht man nur eine kleine Reihe einer fast unsichtbaren Naht, da die Nadel bei übereinander liegenden Lagen nicht durch alle Lagen des Stoffes gestochen wird.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Ragù alla Bolognese

Ich zeige euch heute mal wie ein echtes richtiges Ragù alla Bolognese kocht. Ja, richtig Ragù also Ragout und nicht Sugo gleich Sauce. Ein richtig echtes, traditionelles Ragù alla Bolognese kocht man sehr lange, damit es richtig dickflüssig wird. Alles andere ist nur schnöde Hackfleischsauce und damit alles andere als italienisch. Wer einmal ein echtes Ragù alla Bolognese gegessen hat, der will nie mehr wieder Hackfleischsauce (^.^). Nachdem ein echtes Ragù alla Bolognese ziemlich aufwendig ist, koche ich immer auf Vorrat, sprich: ich koche ein. Wie man Saucen einkocht, könnt ihr hier nachlesen: Saucen einkochen

Man nehme - für 5 Gläser à 500 ml:
4 große Karotten
4 Stangen Stangensellerie
4 Zwiebeln
200 g Pancetta
100 g Butter
800 g gemischtes Hackfleisch
4 Lorbeerblätter
4 Gewürznelken
800 ml trockener Rotwein
200 g Tomatenmark
750 ml Fleischbrühe
Salz
Pfeffer
Muskat

Geräte:
Sparschäler
Messer
Schneidebrett
Küchenwaage
großer Topf mit Deckel

Zubereitung:
Karotten, Stangensellerie und Zwiebeln waschen, putzen schälen und sehr fein würfeln. Den Pancetta ebenfalls fein würfeln. Die Butter in einem hohen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Gemüse und den Pancetta zugeben und etwa 10 Minuten lang andünsten. Das Hackfleisch zugeben und weitere 15 Minuten dünsten, dabei gelegentlich umrühren. Nun die Lorbeerblätter und die Gewürznelken zugeben, mit dem Wein ablöschen und auf höchster Stufe etwa 5 Minuten sprudelnd kochen. Jetzt das Tomatenmark und die Brühe zugeben und 90 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Für die Kalorierenzähler, pro Portion (1/4 Glas):
Brennwert: 230 kcal
Fett: 15 g
Kohlenhydrate: 7 g
...davon Zucker: 2,9 g
Eiweiß: 11,1 g
Ballaststoffe 1,5 g

Montag, 7. Juli 2014

Salsa di Pomodoro alla Neapolitana

Das ist nicht nur eine Tomatensauce, das ist vielmehr die Mutter aller Tomatensaucen. (^.^) Mein Rezept will ich euch hier nicht vorenthalten. Als Vorratshamster koche ich diese Sauce übrigens auch ein. Ausnahmsweise greife ich hier auch nicht zu frischer Ware sondern zu vorverarbeiteter Ware - sprich: zu Dosentomaten. Mir ist es schlicht zu aufwändig Tomaten zu häuten. Zudem sind die Dosentomaten, so frisch verarbeitet wie sie sind, auch noch tausendmal aromatischer als alles was man beim Gemüsehändler bekommt, selbst wenn man nur Saisonware kauft. Allerdings gilt bei Dosentomaten: genau die Zutatenliste studieren. Drin sein dürfen nur Tomaten, mehr nicht (d.h. auch kein Tomatensaft). Gerade bei Billigware wird gerne gestreckt  bzw. durch das Zusetzen von Geschmacksverstärkern über qualitative Mängel hinweggetäuscht. Gebt lieber die paar Cent mehr aus, die das Markenprodukt zusätzlich kostet. Eure Geschmacksnerven und eure Gesundheit werden es euch danken. So jetzt aber zum Rezept.



Für 4 Gläser à 500 ml:
150 ml Olivenöl
4 Knoblauchzehen
1600 g gehackte Tomaten aus der Dose
Salz
Pfeffer
Basilikum


Zubereitung:
Das Öl in den Topf geben und erhitzen. Die Knoblauchzehen dazu pressen und kurz anbraten. Die Tomaten zugießen und die Sauce etwa 15 Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die vorbereiteten Gläser abfüllen. Die Sauce etwa 30 Minuten lang einkochen.

Für die perfekte Pasta Neapolitana werden die Nudeln fast fertig gekocht, in die erwärmte (oder vom frisch zubereiten noch warme Sauce) gegeben und darin fertig gekocht. Vor dem Anrichten noch mit grob gewiegtem Basilikum bestreuen und schmecken lassen. (^.^)

Sonntag, 6. Juli 2014

Lili heiratet: in 2 Monaten: das steht jetzt an

Schon wieder ist ein Monat rum und es ist schon wieder Zeit euch die aktualisierte To Do-Liste zu zeigen. Gefühlt rast die Zeit mittlerweile und... naja, immer nervöser werde ich auch... weniger wegen dem Schritt, sondern mehr, wegen allem, was noch zu tun ist.

Die kirchliche Trauung
Den Vorbereitungstermin mit unserem Traupfarrer haben wir glücklich hinter uns gebracht und auch schon mal geübt. Oh Mann, hat sich das komisch angefühlt, das Eheversprechen auszusprechen! (^.^) Naja, wir haben uns auf jeden Fall dazu entschlossen, das volle Eheversprechen zu verwenden und nicht nur durch das Ja-Wort getraut zu werden und wir wollen es auswendig aufsagen und es nicht nur einfach runterlesen. (^.^)

Nun ja, theoretisch wäre mittlerweile auch unser Hochzeitsvorbereitungsseminar gewesen, wir mussten aber leider nochmal absagen und lassen es jetzt auch ganz sein. Die ganze Orga und die Feier kriegen wir bestimmt auch so hin.

Die Tischdeko haben wir mittlerweile auch geklärt: einfach nur Kerzen und kleine Rosengestecke mit dunkelroten Rosen. Bestellt haben wir das ganze bei der Floristin, die auch meinen Brautstrauß macht. Nachdem diese Floristin ohnehin mit unserem Restaurant zusammenarbeitet, brauchen wir uns um nichts mehr weiter kümmern. Am tag unserer Hochzeit ist alles fertig aufgebaut und dekoriert. (^.^)

Unsere Überlegungen zum musikalischen Rahmen der Trauungsfeier sind auch abgeschlossen und zudem mit Pfarrer und Organist abgestimmt. Jetzt brauchen wir also nur noch die Kirchenhefte mit dem Ablauf und den Liedtexten. Ansonsten steht unser vorläufiger Tagesplan und die Abstimmungstermine mit Band und Fotografin auch.

Auch meine Hochzeitstortenvorbereitungen sind voll im Plan: ich habe mir mittlerweile alles an Platten und Etageren organisiert. Auch der Aufbauplan für den Sweettable steht. Jetzt muss ich nur noch den großen Einkaufszettel schreiben und dann kann es auch schon losgehen mit backen.

Meine Garderobe KOMPLETT!!! Zum Schultern bedecken für die Kirche habe ich immer noch nichts, bin mir aber auch gar nicht mehr so sicher, ob ich das unbedingt brauche. Immerhin hat mein Kleid ziemlich breite Träger. Naja, ich überlege... Und: ich habe endlich eine Tasche ergattert: ganz aus Perlen und ganz plum und schnöde auf Amazon - zugegebenermaßen: der letzte Ort auf den ich von selbst gekommen wäre; eine Freundin hat mir dazu geraten. (^.^) Ballerinas zum Tanzen bzw. sobald die Füße weh tun, habe ich nun auch und zwar wie gewünscht in dunkelrotem Lackleder. Die Ballerinas haben zwar nicht exakt das gleiche Rot wie meine Pumps, aber egal, ich habe die beiden Paare ja nicht gleichzeitig an. Auch der Regenschirm ist da und zwar genau wie gewünscht wunderschön cremeweiß-brautmäßig mit Rüschchen und Ledergriff. (^.^) Den habe ich zeitgleich mit der Tasche auf Amazon gefunden. Nur mein Schmuck braucht noch den finalen Schliff. Ich tendiere aber schwer zu meiner Perllenkette und Perlenohrclips (Ohrlöcher habe ich nämlich nicht, weil ich sie leider nicht vertrage), die ich aber noch kaufen muss.

Außerdem laufen wir zwischenzeitlich unsere Schuhe ein. Als Büroarbeiter mache ich das auch schlicht und ergrewifend dort: im Büro. Da bin ich genug am rumrennen und gleichzeitig werden die hübschen Teilchen nicht schmutzig. Damit sie keine Knicke bekommen, was ja besonders bei Lackleder immer sehr hässlich und schäbig wirkt, kommen sie über Nacht auf Schuhspanner. Ich möchte dabei jedes Paar, immerhin habe ich drei, eines fürs Standesamt und zwei für die Hochzeit, zumindest eine Woche eintragen.

Die Schühchen für meine Nichte haben wir immer noch nicht, aber für das Kränzchen habe ich die kleine mittlerweile vermessen, so dass ich hier auch bald ans Werk schreiten kann. Auch meine Kranzljungfrau ist mittlerweile eingedeckt und versorgt (und sieht phantastisch aus, sie sollte wirklich öfter mal Kleider tragen).

Zu guter Letzt: die Eheringe sind ebenfalls angekommen und passen perfekt. (^.^)

Weiterhin offen ist:
  • was die Hochzeitspapeterie betrifft, wissen wir jetzt was wir wollen. Nämlich Einladungen zur standesamtlichen Trauung, das allerdings im Postkartenformat, ein Kirchenheft für jeden Gast, Platzkarten für den Brauttisch, sowie eine Karte mit Speisen und Getränken, ebenfalls für jeden Gast. Außerdem brauchen wir noch Dankeskarten für nach der Hochzeit sowie individuell gestaltete Leporellos für Erinnungsfotos für unsere Gäste, die wir zusammen mit den Dankeskarten versenden möchten. Das schöne daran: ich bastle jeweils nur ein Muster vor, die Serienproduktion übernimmt meine zukünftige Schwiegermutter. (^.^)
  • mit unserem Kranzlpaar setzten wir uns an einem der kommenden Wochenenden zusammen und besprechen schon mal vor.
Neu kommt diesen Monat hinzu:
  • nichts, wir sind sogar vor Plan... Herrlich oder?

Die standesamtliche Trauung
Unseren Termin zur weiteren Abstimmung mit der Standesbeamtin hatten wir - kurz und schmerzlos, dafür aber gebürenträchtig (60,- € plus 20,- € für das Stammbuch) (^.^) Dafür wissen wir aber jetzt, dass wir um 11:00 Uhr vom 1. Bürgermeister meines Heimatortes getraut werden und wir damit ab 12:30 Uhr beim Essen sind. Im restaurant ist bereits reserviert und das Menü ist abgesprochen.

Der Polterabend der nun eine Feier mit den Kollegen werden soll
Hier haben uns das letzte Mal noch die Einladungen gefehlt; auch diese sind mittlerweile geschrieben und im Restaurant ist reserviert.

Die Gästelisten
Status quo - stehen.

Die Flitterwochen
Wir haben mittlerweile einige Reiseziele in der engeren Auswahl und werden wohl eine Woche verreisen. Auch die Sache mit meinem Personalausweis ist geklärt: ich kann auch nach der Hochzeit noch ganz problemlos mit meinem alten Personalausweis reisen, sofern dieser gültig ist und das ist er. Also kann es jetzt quasi losgehen. (^.^)

Neben dem bereits Genannten steht außerdem noch folgendes im Juli an:
  • ggf. den vorläufigen Kosten- und Budgetplan anpassen
  • rausfinden an welchen übrigen rechtlichen Kram  (Namensänderung, Ehevertrag, Testament, Patientenverfügung, ...) wir so denken müssen und was wir dafür brauchen
  • weiterhin Musikstücke sammeln, die laufen sollen
  • wir müssen weiter tanzen üben
Oh ich bin entspannt, wir sind nach wie vor supermegagut im Zeitplan (^.^) Ich halte euch natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden. (^.^)

Samstag, 5. Juli 2014

Balkonbepflanzung 2014 - Das steht im Juli an

Meine Zucchini hat erste Blüten!!! (^.^)
Ansonsten hat sich nicht viel getan, ich bin dafür aber um eine Erkenntnis reicher, nachdem ich mit Mama geredet habe (Bücher lesen ist halt doch nicht alles...):
Nächstes Jahr ziehe ich keine Kräuter mehr selbst vor, das wird nix, ich kaufe die Kräuter bereits vorgezogen, so wie Mama.
Nächstes Jahr ziehe ich keinen Salat mehr selbst vor, sondern kaufe vorgezogene Pflänzchen, ebenfalls so wie Mama
Nie mehr wieder kaufe ich Saatbänder oder Saatscheiben, das Zeug ist überteuerter Schrott, das sehe ich nun wie Mama...
Ja, etwas ärgere ich mich auch, dass ich nicht früher mit Mama geredet, sondern einfach losgewurschtelt habe, aber naja, das fällt dann halt unter Erfahrungslernen (^.^)

Zur Sache, für den Juli sagt mein schlaues Balkongärtnerinnenbuch ("Balkon- und Kübelpflanzen" aus dem GU-Verlag), dass ich nun...
...regelmäßig düngen, gießen und Verblühtes entfernen soll, eigentlich klar...
...die Pflanzen je nach Wetter vor sengender Sonne oder Dauerregen schützen soll - ganz ehrlich: nö. Ich habe nur Pflanzen die in unseren Breitengraden wachsen. Entweder sie überleben es, oder sie überleben es nicht. Circle of Life...
...Gießvertretungen für den Urlaub abklären soll, bzw. die automatische Bewässerung überprüfen soll. Das muss nicht, wir fahren erst nach der Hochzeit in Urlaub, das hat noch Zeit und danach ist der Sommer ohnehin rum und ich kann mich an die Herbstbepflanzung machen.

Mein zweites schlaues Buch zu Gemüse auf dem Balkon (ebenfalls aus dem GU-Verlag) sagt, dass ich im Juli erstmal nix mehr weiter zu tun habe. (^.^)

Freitag, 4. Juli 2014

Der Grundkurs Nähen - Materialkunde: Was man so an Grundausstattung braucht

Für den Anfang braucht es zum Nähen ansonsten nicht mehr viel. Neben den bereits näher vorgestellten Nadeln - hier reicht zunächst ein Anfängerset, braucht ihr eine kleine, spitze Schere, zum abschneiden von Fäden, sowie eine Stoff- bzw. eine Schneiderschere. Beide Scheren werden aber bitte nur genau für ihre jeweilige Bestimmung benutzt und insbesondere nicht und niemals für Papier, das macht jede Schere stumpf und mit stumpfen Scheren vermurkst ihr eure Nähteile.
Wer näht, muss auch manchmal auftrennen, daher investiert direkt am Anfang in einen Pfeiltrenner. Damit tut ihr euch am leichtesten um eine missglückte Naht wieder aufzutrennen. Mit der Schere verzweifelt ihr hier nur. Glaubt es mir. (^.^)
Wer nähen will, muss auch Maß nehmen, daher braucht ihr zudem ein Maßband.
Zum Übertragen des Schnittmusters auf den Stoff braucht ihr Schneiderkreide, die sich gut wieder ausbürsten lässt, sofern ihr zum Qualitätsprodukt vom Markenhersteller greift.

Und nachdem Nähen eigentlich sehr viel mehr Bügeln ist als alles andere, nicht umsonst sagt ein Sprichwort "gut gebügelt ist halb genäht", braucht ihr ein gutes Bügeleisen idealerweise mit Dampffunktion, ein Bügelbrett und ein Ärmelbrett.


Donnerstag, 3. Juli 2014

Häkeln für Anfänger - Stäbchen

Na, seid ihr bereit, die letzte Masche zu lernen? Eigentlich sind es mehrere Maschen, allerdings so ähnlich, dass das auch in einem Schwupp geht. (^.^) Die Rede ist vom Stäbchen.

Stäbchen bedeutet immer, dass ihr mit mindestens einem Überschlag auf der Nadel wieder in eure Häkelarbeit einstecht.

Beginnen wir mit den halben Stäbchen:

Wie ihr seht, legt ihr also einen Umschlag des Lauffadens auf die Nadel, stecht in eure Häkelarbeit ein, zieht den Lauffaden zur Masche durch und zieht dann den Lauffaden durch alle drei auf der Nadel liegenden Maschen durch.

Kommen wir nun zum Stäbchen (Auch einfaches Stäbchen genannt):

Auch hier legt ihr einen Umschlag des Lauffadens auf die Nadel, stecht in eure Häkelarbeit ein und zieht den Lauffaden zur Masche durch. Nun zieht ihr den Lauffaden zunächst durch die ersten beiden Maschen auf eurer Nadel, um durch die nun zwei Maschen auf der Nadel nochmals den Lauffaden zu ziehen. So dass jetzt wieder nur eine Masche auf eurer Nadel liegt.

Weiter geht es mit dem doppelten Stäbchen:

Jetzt legt ihr zwei Umschläge auf eure Nadel, stecht in eure Häkelarbeit ein und zieht den Lauffaden zur Masche durch. Nun zieht ihr den Lauffaden immer wieder durch die ersten beiden Maschen auf der Nadel, bis wieder nur noch eine Masche auf der Nadel liegt.

Ich denke das Prinzip ist klar oder?

Wie ihr auch sehen könnt: ist ein halbes Stäbchen höher als eine feste Masche, ein Stäbchen höher als ein halbes Stäbchen und so weiter und so fort. Allerdings wird die Häkelarbeit durch Stäbchen auch weniger fest und steht so quasi "auf Lücke". Sprich: es entsteht ein Lochmuster.

Fragt ihr euch eigentlich schon, wie es nun weitergeht, wo ihr doch nun alle Maschen kennt? (^.^) Nun ja, nur weil ihr alle Maschen kennt, könnt ihr noch lange nicht alles, wir haben schon noch einiges zu tun in unserem Häkelkurs. (^.^) Als nächstes üben wir aber erstmal Stäbchen häkeln, nämlich im Rahmen unseres nächsten Projekts.

Dienstag, 1. Juli 2014

Häkeln für Anfänger - unser zweites Projekt (einschließlich neues Knäuel ansetzen und Farbwechsel): ein gestreifter Topflappen

So, meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Projekt und wie ich schon angedroht habe: wieder ein Topflappen. Das ist aber auch ganz praktisch, üblicherweise braucht man ja immer zwei Topflappen um einen Topf oder eine Backform zu greifen.

Grundsätzlich wird unser zweiter Topflappen genauso gemacht wie unser erster. Die Anleitung findet ihr hier und hier. Der einzige Unterschied: dieses mal häkeln wir einen gestreiften Topflappen. So lernt ihr zum einen natürlich Farbwechsel, zum anderen lernt ihr so aber auch, wie man grundsätzlich ein neues Knäuel Wolle an euer Häkelstück ansetzt, denn üblicherweise ist es bei den meisten Häkelarbeiten mit nur einem Knäuel Wolle nicht getan.

Wie das Ansetzen funktioniert, zeige ich euch wieder in einem kleinem Video:


Ihr nehmt zum Durchziehen der letzten Masche also bereits den neuen Faden, das sorgt bei Farbwechseln dafür, dass die Farben auch am Rand klar getrennt sind und sorgt ganz allgemein für mehr Stabilität eures Häkelstücks. Bei Farbwechseln könnt ihr zudem den still gelegten Faden (also den Lauffaden der Farbe, die ihr gerade nicht benutzt) am Rand mitführen, dann müsst ihr nicht so viel vernähen. Das geht allerdings nur, wenn eure Farbstreifen zum einen in einer geraden Reihenzahl gehäkelt werden und zum anderen der Rand, an dem ihr den stillgelegten Faden mitführt, beim fertiggestellten Häkelstück nicht mehr zu sehen ist. Zum mitführen des still gelegten Fadens wird nach der Wendeluftmasche der still gelegte Faden mit dem aktuellen Lauffaden überkreuzt und zwar so, dass der stillgelegte Faden oben liegt. Das macht ihr nun bei jeder Wendeluftmasche auf der Seite auf der ihr den Faden mitführt bis zum nächsten Farbwechsel.

So, fertig wäre nun auch unser zweites Projekt:

In der nächsten Lektion lernen wir eine neue Masche, das Stäbchen. Mit dem Stäbchen habt ihr auch schon alle Häkelmaschen gelernt. Mehr an Maschen gibt es nicht, der Rest ist nur noch Technik und Übung.
Apropos Übung, wenn ihr möchtet - ich würde es euch empfehlen - macht noch ein paar Topflappen. Zum einen braucht man üblicherweise mehr als nur ein Paar Topflappen und zum anderen festigt die Übung das neu Gelernte.
Macht doch noch einen Einfarbigen, oder noch einen gestreiften, oder einen mit einer anders farbigen Blende. (^.^) Ihr habt auf jeden Fall nochmal Zeit, bis die nächste Lektion kommt, um fleißig weiter zu üben.