Donnerstag, 27. Juli 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: die Raglanpasse


Die Raglanpasse ist das Stück eines Raglanpullovers, in dem das obere Stück mit den erforderlichen Zunahmen gestrickt werden und bei dem die raglantypischen Zunahmen gemacht werden. Nachdem unser Pulli ruhig ein bisschen eleganter werden darf, arbeiten wir in unserer Raglanpasse Lochmusterzunahmen. Zur Orientierung ist es aber zunächst erforderlich, dass wir unser Strickstück mit Markierungsfäden einteilen.

  • 1. Markierung: Rundenübergang
  • 2. Markierung: 30 Maschen nach 1. Markierung (= Rücken)
  • 3. Markierung: 10 Maschen nach 2. Markierung (= rechter Ärmel)
  • 4. Markierung: 30 Maschen nach 3. Markierung (= Vorderteil)
  • Die übrigen 10 Maschen zwischen 4. und 1. Markierung bilden den linken Ärmel.

In Runde zwei folgt nun bereits die erste Raglanzunahme:

  • nach jeder Markierung werden 2 Maschen rechts zusammengetrickt, ein Umschlag, 1 Masche rechts, ein Umschlag
  • vor jeder Markierung (es sind noch drei Maschen vor der Markierung auf der Nadel) folgt ein Umschlag, 1 Masche rechts, ein Umschlag, zwei Maschen rechts zusammenstricken

In der Folgerunde werden die Umschläge wie rechte Maschen abgestrickt.

Die Raglanzunahmen werden nun in jeder zweiten Runde gestrickt, bis 344 Maschen (= 67 Runden) auf der Nadel liegen. Wechselt dabei jeweils bei bedarf auf längere Rundstricknadeln. Fertig ist die Raglanpasse. (^.^)
Beim nächsten mal arbeiten wir den Rumpf komplett aus.

Dienstag, 25. Juli 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - der Teint

Die 60er Jahre werden zwar wieder etwas bunter, es wird allerdings lange nicht so dick aufgetragen wie in den 20er und v.a. in den 30er Jahren. Insbesondere der Teint bleibt natürlich. Im Vergleich zu den 40er und 50er Jahren hat sich beim Make-up auch nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Auch der Teint der 60er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 60er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren


Mittwoch, 19. Juli 2017

Ein Schrebergärtchen für uns - Der Werkzeugschuppen

Dass der Werkzeugschuppen im hinteren Teil des Gartens aufgrund Bauauflage abgerissen werden muss, hatte ich euch ja schon erzählt. Ideen, was dort hin kann, hatten wir durchaus auch schon. Nachdem der Geräteschuppen auf einem Betonfundament steht und selbst aus einer schönen Balkenkonstruktion besteht, dachten wir zunächst an eine schöne Pergola, an der auch der alte Weinstock, der dort gepflanzt ist, schön rankeln hätte können. Beim Abriss hat sich dann jedoch herausgestellt, dass die wunderbare Balkenkonstruktion komplett vom Holzwurm zerfressen ist und zudem das Betonfundament nicht durchgängig betoniert ist, sondern nur das Außenfundament betoniert ist. Zwischen den Betonmäuerchen befindet sich der blanke Boden. Also nichts wird es mit der romantischen Pergola umgeben von Weinreben...

Nun ja, das Betonfundament ist aber nun da, und abreißen müssen wir das auch nicht unbedingt, also wird daraus nun eben ein gemauerter Komposthaufen, zu dem es demnächst näheres gibt.
Was aus dem schönen alten Weinstock wird, wissen wir noch nicht, umpflanzen ist - einem schnellen Googlen zufolge - wohl schwierig bis unmöglich. Naja, wir werden sehen...

Montag, 17. Juli 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Teigwaren

Bei dem Begriff "Teigwaren" denke ich als aller erstes an klassische italienische Pasta, was vermutlich vor allem an meinen persönlichen Präferenzen liegt, denn eigentlich zählen zu den Teigwaren auch Eiernudeln, Spätzle, Knödel, Nockerl (" eine bayrische Verballhornung von "Gnocci"), Maultaschen und so weiter und so fort.

Erfreulicherweise gibt es bei Teigwaren nicht sonderlich viel zu beachten, lediglich zur Lagerhaltung habe ich einige wenige Hinweise für euch:

Frischprodukte, also nicht getrocknete Teigwaren, sind im Kühlschrank gelagert nur wenige Tage haltbar. Als Faustregel gilt: je mehr Eier, desto kürzer die Haltbarkeit. Wer seine Frischteigwaren als Fertigprodukt im Supermarkt kauft, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass zur Haltbarmachung keine chemischen Konservierungsstoffe (insb. Sorbinsäure, E200) zugesetzt wurden. Besser als fertig kaufen, ist aber immer selbst machen, gerade bei Teigwaren, ist das wirklich sehr anspruchslos, das kann wirklich jeder. (^.^)

Getrocknete Teigwaren ohne Ei, luftig, trocken und bei Raumtemperatur gelagert, sind mindestens drei Jahre haltbar; Vollkornbprodukte und Teigwaren mit Ei immerhin ca. 1 Jahr.

Samstag, 15. Juli 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen II

Ein weiteres schönes Muster aus Dreifachstäbchen ist das folgende: Hierfür häkeln wir abwechselnd Luftmaschenbögen und eine Gruppe aus drei Stäbchen. Nach der Anschlagreihe folgen die ersten Luftmaschenbögen. Zum Wenden wird eine Luftmasche gehäkelt. Dann folgen drei weitere Luftmaschen gehäkelt. In der darunter liegenden Reihe werden drei Maschen übergangen, in die vierte darunterliegende Masche wird eine feste Masche gehäkelt. Nun geht es bis zum Ende der Reihe weiter im Wechsel: drei Luftmaschen eine feste Masche in die jeweils vierte darunter liegende Masche. Zum Wenden brauchen wir zwei Luftmaschen. In jeden der Bögen werden nun drei Stäbchen gehäkelt, gefolgt von einer Luftmasche um die darunter liegende feste Masche zu übergehen. Schnell ergibt sich so das darunter gezeigte kompackte Durchbruchmuster. (^.^)

Sonntag, 9. Juli 2017

Ein Schrebergärtchen für uns...

...ja, ihr lest richtig. Wir haben seit neuestem einen Schrebergarten. Wenn das mal nicht so richtig retro ist! (^.^)
Spaß beiseite: wir haben bekanntermaßen eine Wohnung in der Innenstadt. München ist zwar eine grüne Stadt, aber gärtnern geht für die Innenstadtbewohner eben nur auf dem Balkon. Wir haben zwar einen, sogar einen verhältnismäßig großen für die Lage, wirklich herausfordernd ist die Gartenarbeit dort aber trotzdem nicht. Für mich würde diese Herausforderung zwar mehr als reichen, so untalentiert, wie ich mit Grünpflanzen bin, mein Mann ist allerdings leidenschaftlicher Gärtner, so dass er vom Balkon regelrecht unterfordert ist. Nachdem ich nun wochentags in Frankfurt bin, haben wir uns dazu entschlossen, nun doch ein Gärtchen zu pachten.

Es ist nun auch nicht so, dass in München Schrebergärten täglich auf Abruf verfügbar sind, wir sind schon einige Jahre Mitglieder in einem Gartenbauverein und stehen auf der Warteliste. Bisher waren wir lediglich bei der Entscheidung für einen Garten wählerischer als bei dem Garten der uns jetzt angeboten wurde, allerdings: unser neuer Garten war auch das bisher beste Angebot, das wir bekommen haben.

Vorbesitzer des Gartens war ein älterer Herr, der in den letzten Jahren den Garten etwas verkommen hat lassen, erschwerend kommt hinzu, dass die komplette Gartenanlage seinerzeit mehr oder minder wild entstand und erst im Nachgang als Gartenanlage nach dem Bundeskleingartengesetz zugelassen wurde, so dass aktuell noch einige Rückbauten gemacht werden müssen, die bei dem früheren Besitzer noch unter Bestandsschutz fielen. Selbstverständlich steht das ganze Großprojekt auch unter dem Aspekt "hübsch", wobei mein Mann für die gärtnerische Ausgestaltung zuständig ist, alles weitere sind dann meine Themen und ich werde selbstverständlich berichten.

Für einen ersten Eindruck habe ich aber schon mal Vorherbilder für euch, wobei mein fleißiger Gatte schon mal das schlimmste Unkraut gejätet hat:
Die Vorderansicht der Gartens im Panorama
Die Rückansicht des Gartens im Panorama
Die Gartenhütte - vorne - rechts - hinten - links ist aktuell nicht zugänglich
Was nun als erstes ansteht, sind die gesetzlich erforderlichen Rückbauten:

  • Der Werkzeugschuppen im hinteren Teil des Gartens muss abgerissen werden
  • Die Hecken sind zu hoch, sie dürfen maximal 1,60 m hoch sein; nachdem die Hecken auch furchtbar breit sind und viel Raum wegnehmen, hatten wir uns schnell entschlossen, sie ganz rauszumachen, das geht aber erst nach Ende der Vogelschutzphase ab 01. Oktober


Was wir außerdem so schnell als möglich brauchen:
  • ein Komposthaufen - wir haben ernsthaft einen Garten ohne Komposthaufen übernommen
  • eine Toilette - der Vorbesitzer hatte ein Campingklo, darauf bringen mich allerdings keine 10 Pferde; aktuell nutze ich "aushalten" und wenn alle Stricke reißen "hinterm Busch", lang mache ich da aber sicher nicht mit.

Es gibt also bald wieder viel neues zu erzählen, seid gespannt. (^.^)

Freitag, 7. Juli 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Die Weißwurst

Keine Wurst ist so sehr mit der Stadt München verbunden wie es die Münchner Weißwurst ist. Der Legende nach am 18. Februar 1857 im Wirtshaus "Zum ewigen Licht" am Marienplatz erfunden, gibt es dennoch schon deutlich frühere Belege, die in München die Weißwurst nachweisen. Aber so lange es den Touristen gefällt und das "Ewige Licht", das es heute noch gibt, ordentlich Umsatz macht, spielt das wohl nur für Historiker eine wirklich wichtige Rolle. (^.^)

Man könnte nun meinen dass Wurst heiß machen nicht so schwer sein kann, warum also - außer der traditionellen Bedeutung wegen - gibt es in Erna Horns Kochbuch ein "Rezept" zum Weißwurstkochen?
Zunächst: Erna Horn geht auf das Kochen gar nicht ein, sie beschränkt sich auf das freie Nacherzählen des Legendchens. Dann: Wewißwurstkochen ist schwerer als man meint. Der dünne Darm der Wurst verzeiht nämlich kaum was, man hat schneller Brätsuppe statt Wurst als man glauben möchte, weil die Dinger wirklich schnell platzen. Weißwürste dürfen nie kochen, vielmehr werden sie in exakt 70° C warmem Wasser für 15 Minuten erwärmt. Ist das Wasser zu heiß, lässt sich der Darm nicht mehr ordentlich lösen, ist es zu kalt, zieht die Wurst nicht durch.

Serviert werden Weißwürste immer im Kochwasser, da sie ansonsten schnell gräulich oxidieren und auch ebenso schnell anfangen seltsam zu schmecken; wer es stilecht mag, serviert in einem speziellen Weißwursttopf. Entnommen werden die Weißwürste immer einzeln, nie paarweise. Dazu gibt es Brezn, Hausmachersenf und - wer es um die Tageszeit schon mag - ein Weißbier (ich bevorzuge ja ehrlicherweise Wasser). Und ja, die Tageszeit ist wichtig: Weißwürste dürfen das Mittagsläuten der Kirchenglocken (also 12 Uhr) nicht hören. Das liegt daran, dass Weißwürste roh sind, das Brät verdirbt schnell. Das ist heutzutage aufgrund der strengeren Hygienevorschriften zwar kaum mehr ein Problem, dennoch halten wir Münchner an unserer alten Tradition fest, dass Weißwürste nicht nach 12:00 Uhr gegessen werden. Und à propos München: selbstredend, dass die Original Münchner Weißwurst allein nur auf dem Stadtgebiet der Stadt München hergestellt wird, nicht in Erding, nicht in Dachau und auch nicht in Fürstenfeldbruck, das Original ist aus München.

Aber kommen wir nun zum Essen, denn auch dort gibt es reichlich Fallstricke. Ja, man könnte die Weißwurst auch mit Haut essen; das machen wir aber nicht - daran erkennt man den Preußen (Preuße ist in Bayern übrigens alles was nicht Bayer ist, soviel dann auch zur Genauigkeit). Die Weißwurst wird auch nicht der Länge nach aufgeschnitten und die Haut abgezogen, auch daran erkennt man den Preußen. Vielmehr gibt es genau zwei Möglichkeiten eine Weißwurst zu essen, an denen man den echten Münchner erkennt: in den Vierteln Transisaria, also in den Vorstädten, den traditionellen Arbeiter- und Dienstbotenvierteln, wird die Weißwurst gezuzelt, soll heißen, man nuckelt den Inhalt der Wurst aus dem Darm. Im richtigen München links der Isar und insbesondere in den bürgerlichen Stadtteilen dort, wird die Weißwurst mit Besteck gegessen, indem man ein Stück nicht ganz durchschneidet, in das Brät stricht und den Inhalt aus dem Darm dreht.
Bliebe jetzt noch zu sagen: Mahlzeit. (^.^)

Samstag, 1. Juli 2017

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XXIII



Seit gestern ist die 23. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich und dieses Mal wird es hochsommerlich. Es gibt frische Obstrezepte, Mode mit Obst, die Sommerfarbe Gelb, Tipps für ein fabelhaftes Picknick und  ein Portrait zur wunderbaren Carmen Miranda. "Zwei Apfelsinen im Haar und an der Hüfte Bananen..." (^.^)

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)