Donnerstag, 29. Oktober 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XIII und Lilis Benimmkurs


Ab heute ist die 13. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein großes Schwerpunktthema rund um Feste und Feiern oder auch feste feiern (^.^). Ihr findet Tipps für die perfekte Retro-Party, wunderschöne Abendmode, Geschenkideen zu Weihnachten und ein Interview mit der wunderbaren Lena Hoschek, der definitiv besten Modedesignerin, die Österreich jemals hervorgebracht hat.

Auch von mir gibt es wieder einen kleinen Beitrag nachzulesen, passend zum Schwerpunktthema: ein kleiner Benimmkurs für das stilsichere Auftreten auf der nächsten Feier. Schließlich ist nichts so sehr Vintage, wie gutes Benehmen, also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)



Dienstag, 27. Oktober 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Now and Then

Der Petticoat, zu deutsch in den 50ern und 60ern auch Wipprock genannt, ist heute quasi synonym für "den" Rock der 50er Jahre. Eigentlich ist der Petticoat aber ein Unterrock und die weit schwingenden Röcke und Kleider, unter denen ein Petticoat getragen werden konnte, aber noch lange nicht musste, waren nur eine Variante einer Vielzahl von Rockformen in den 50er und frühen 60er Jahren. Denn bis hinein in die frühen 60er Jahre geht die Petticoat-Mode, die bereits 1947 mit dem New-Look von Christian Dior entstand. Dennoch waren Petticoat-Kleider und -Röcke nicht die gängige Alltagskleidung, sondern eher die Ausnahme für besondere Anlässe: Petticoats kamen überwiegend unter Nachmittags-, Cocktail- und Abendkleidern zum Einsatz, also für formale und semiformale Anlässe.

Wer heutzutage einen Petticoat kaufen möchte - selbst wenn er das bei namhaften Vintage-Bekleidungsgeschäften vor hat - bekommt ein riesiges multilagiges Tüllungetüm, das sich beim Tragen spätestens nach dem zweiten Schritt als riesiger Tüllknödel zwischen den Beinen sammelt und in Summe einfach nur unpraktisch und unbequem ist. Außerdem sind die heutigen Petticoats, neben der Alltagsuntauglichkeit  auch noch zu kurz für 50er Jahre Looks und zu lang für die frühen 60er. Die heute erhältlichen Längen passen dafür super in die 80er Jahre, das ist aber zumindest nicht mein Styling-Ziel.

Eigentlich - im Original der 50er und frühen 60er Jahre, war der Petticoat ein Unterrock aus Perlon oder gestärkter Baumwolle, der gefältelt genäht war und oft zusätzlich mit Spitzenvolants besetzt war, was für zusätzliches Volumen sorgte, aber definitiv tragbar war. Petticoats waren - nebst zugehöriger Röcke zunächst wadenlang, wurden Ende der 50er kürzer und reichten nur noch bis knapp über das Knie. In dieser Länge blieben sie auch noch in den frühen 60ern erhalten. Was damals aber gar nicht ging - und auch heute noch sehr seltsam aussieht - war ein beliebig vorhängender Unterrocksaum. Zwar galt ein vorhängender Petticoatsaum in der Halbstarkenszene der 50er Jahre als Ausdruck der Revolte, wer allerdings dem Halbstarkenalter entwachsen ist, die 20 also überschritten hat, wirkt damit auch heute noch schnell seltsam. Eine einzige Ausnahme gibt es allerdings: es gab auch in den 50ern Petticoats, die so gemacht waren, dass sie unter dem Rock leicht vorstehen sollten, also einen besonders schönen Abschluss gearbeitet hatten, der sollte natürich sehr bewusst rausschauen.
Grundsätzlich galt ein vorhängender Petticoat aber damals als schlampig und sieht auch heute noch so aus. Klar durfte ein Unterrocksaum trotzdem mal blitzen, quasi als kleine erotische Geste, aber eben nicht permanent vorhängen. Um den Wirkfaktor etwas in die heutige Zeit zu übertragen: ein vorhängender Unterrocksaum in den 50ern ist zu vergleichen mit dem permanent sichtbaren String über der Hose in der heutigen Zeit, also nicht "sexy" sondern "billig".

Abbildung aus der Burda Juni 1956
Fotograf und Model unbekannt,
daher nur eine geduldete,
keine freigegebene Veröffentlichung
Viele Frauen aus der Vintage-Szene mögen keine Petticoats, ich würde aber die steile Behauptung wagen, dass das nur daran liegt, dass es keine vernünftigen, den eigentlichen Originalen nachempfundenen Petticoats zu kaufen gibt, sondern eben nur diesen Faschings- und Tanzsportkram, den der Szenenachwuchs gerne trägt, der schlicht ziemlich seltsam aussieht. Ich persönlich mag den Petticoatlook der 50er und 60er Jahre, finde die kaufbaren Petticoats aber echt gruselig. Daher möchte ich euch die nächsten Wochen Schritt für Schritt zeigen, wie man einen Petticoat näht und zwar anhand eines Originalschnitts aus dem Jahr 1956. Der Schnitt erschien in der Burda aus dem Juni 1956 und wie ihr auf dem nebenstehenden Foto bereits erkennen könnt: die damaligen Petticoats sehen komplett anders aus als der Tüllkram von heute, mit dem man beim besten Willen nicht den Originallook hinbekommt.

Ich möchte das zum Anlass nehmen, um euch zunächst einen kleinen Einstieg zum Nachnähen von Vintageschnitten zu geben, außerdem geht mein Grundkurs nähen nun in die Fortsetzung, in Form eines Fortgeschrittenenenkurses, in dem ich euch ein paar mehr nützliche Dinge zeige, die ihr für aufwendigere Näharbeiten, insbesondere aber auch für das Nähen von Kleidung, benötigt.

Freitag, 23. Oktober 2015

Bayrische Kuchl - G'müas: Schwammerlpichelsteiner

Ein Schwammerlichelsteiner ist wunderbar schnell gemacht und ergibt ein unglaublich leckeres und leichtes Abendessen.

300 g gekochte Kartoffeln
20 g Butterschmalz
200 g Suppengemüse
Petersilie
Salz
Pfeffer
250 ml Wasser
400 g Steinpilze
3 EL Sauerrahm

Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. Das Suppengemüse waschen, putzen und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin anbraten. Das Suppengemüse und die Persilie zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Wass ablöschen. Zugedeckt etwa 10 Minuten kochen.
Währenddessen die Steinpilze (ersatzweise gehen natürlich auch beliebige andere Pilze) putzen und ebenfalls grob würfeln. Die Steinpilze zugeben und weitere 10 Minuten zugedeckt kochen. Jetzt noch den Sauerrahm unterrühren und dann schmecken lassen. (^.^)

Dienstag, 13. Oktober 2015

Erste Überlegungen zur Wandgestaltung

Nachdem wir nun in wenigen Wochen bereits unsere neue Wohnung beziehen, bin ich momentan nicht nur fleißig am aussortieren und einpacken, was bereits weg kann, nein, ich überlege natürlich auch schon, wie unsere neue Wohnung so aussehen könnte. Dabei beschäftigt mich momentan vor allem die Wandgestaltung, denn eines steht auf jeden Fall fest: langweilige weiße Wände sollen es sicher nicht werden (bzw. bleiben). Auf übermäßig und aufwendig streichen habe ich aber auch nicht so recht Lust und für das Geld für einen Maler bin ich zu geizig, das können wir selbst auch. Außerdem soll es zu all dem auch noch den gewissen Zeitgeist haben, kurzum: stilistisch zu den 20ern bis 60ern passen und das tun weiße Wände nun mal so gar nicht (die wurden übrigens erst ab etwa Mitte der 80er Jahre in und blieben es die 90er Jahre hindurch, sind seitdem aber schon wieder ziemlich durch). Aber kommen wir nun zum Zeitschnitt, der mich wirklich interessiert (^.^)

Bereits seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts kam es in Mode die Wände zu schablonieren, dabei wurden ein oder mehrfarbige Bordüren auf die weiße oder aber farblich passende aber hell gehaltene Wand schabloniert. Einige Beispiele dazu, habe ich vor einiger Zeit bereits im Freilichtmuseum Glentleiten fotografiert. Die Schabloniermode hielt sich bis in die 40er Jahre hinein. Bereits ab den 30er Jahren werden unifarbene Wände mit weiß abgesetzten Decken modern, die mit Leimfarbe gestrichen wurden. Sollte ich jemals Wohneigentum besitzen (nun, wir überlegen, das absolut passende - und es muss absolut passen - haben wir bisher aber noch nicht finden können) würde ich ausschließlich mit Leimfarbe streichen, schon allein des Raumklimas wegen. Allerdings kann man das in einer Mietwohnung den Nachmietern nicht wirklich antun. Leimfarbe deckt zwar perfekt und ist besonders brillant, Leimfarbe lässt sich aber nur noch mit Leimfarbe überstreichen, oder muss, vor einem Anstrich mit moderner Chemiefarbe mit warmem Wasser abgewaschen werden - was ein mordsmäßiger Aufwand ist. Unifarbene Wände mit abgesetzten Decken hielten sich bis in die 70er Jahre hinein, wobei ab den 50ern auch Effektfarben und Strukturfarben beliebt waren. Neben den unifarbenen Wänden kamen ab Ende der 30er Jahre auch Walzmuster in Mode, wobei auf einen fast trockenen oft farbigen Anstrich ein Muster in einer kräftigeren Farbe mit einer Musterwalze aufgetragen wurde. An dieser Mode blieb meine Oma übrigens den Rest ihres Lebens hängen: Walzmuster. (^.^) Tatsächlich in Mode waren Walzmuster ebenfalls bis in die 70er Jahre hinein.

Neben dem Streichen der Wände bietet sich natürlich auch noch die Tapetenoption, wobei das Tapezieren der Wände in unseren Breitengraden nicht so verbreitet war und ist, wie in nördlicheren Gefilden. Abgesehen davon finde ich Tapezieren ungemein aufwendig und teuer. Erschwerend kommt noch das Problem der passenden Motive für meinen Lieblingszeitschnitt, die zumeist nicht oder nur schwer aufzutreiben sind, hinzu. Schlussendlich hat tapezieren sowas "dauerhaftes". Es ist halt einfacher und schneller neu gestrichen als neu tapeziert. Ganz davon abgesehen: so wirklich "in" war es in meinem Lieblingszeitschnitt auch nicht; Tapeten wurden erst Ende der 60er Jahre wieder zum Trendthema. So ganz bin ich von den Tapeten aber doch noch nicht ab. Vermutlich wird es aber nicht auf eine Tapete im klassischen Sinne hinauslaufen. Gegegebenenfalls werden es Akzente, oder ich besinne mich der 50er Jahre und greife zur d-c-fix-Folie. (^.^)

Neben diesen dauerhafteren Methoden gäbe es auch variablere Möglichkeiten der Wandgestaltung mit Flächenvorhängen, Wandbespannung oder Wandverkleidungen. Auch diese drei Möglichkeiten ziehe ich durchaus in Betracht, jetzt muss nur noch die passende Inspiration für unsere neue Wohnung kommen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Feiner Biskuit - Prinzregententorte

Die Prinzregententorte ist seit fast 150 Jahren ein Münchner Klassiker und in München so bedeutend wie in Wien die Sachertorte. Historisch korrekt besteht die Prinzregententorte im übrigen aus 8 Biskutiböden, da Bayern zur Zeit des Prinzregenten Luitpold, dem die Torte gewidmet ist, auch acht Regierungsbezirke hatte (die Pfalz war seinerzeit noch bayerisch) wer weniger Böden backt, machts falsch. Punkt. So gehts:

Für den Biskuit:
8 Eier
240 g Puderzucker
240 g Mehl

Für die Buttercreme:
500 ml Milch
30 g Kakao
1/2 Vanilleschote
150 g Zartbitter-Kuvertüre
3 Eigelb
100 g Zucker
50 g Speisestärke
300 g Butter
150 g Puderzucker

Für die Glasur:
150 g Zartbitter-Kuvertüre
20 g Kokosfett

Den Ofen auf 210° C Ober-/Unterhitze vorheizen, eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier ausschlagen. Die Böden für die Prinzregententorte werden einzeln zubereitet, was zugegebenermaßen etwas aufwendig ist. Wiederholt dies also 8 Mal: Ein Ei trennen, das Eiweiß steif schlagen und 30 g Puderzucker unterschlagen. Das Eigelb unterziehen und 30 g Mehl übersieben und unterheben. Den Teig in die Form geben und verstreichen und in etwa 7 Minuten goldgelb backen. Aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. (Vorsicht, der dünne Boden bricht sehr leicht.)

Die Kuvertüre schmelzen. Die Milch mit dem Kakao und der aufgeschlitzen Vanilleschote aufkochen und 5 Minuten durchziehen lassen. Die drei Eigelb mit dem Zucker und der Speisestärke glatt rühren, die Schokomilch unterrühren und erhitzen, bis die Masse einmal aufpufft. Die Schokomasse vom Herd nehmen und die zerlassene Kuvertüre unterziehen. Das ganze im kalten Wasserbad herunterkühlen lassen und immer wieder durchrühren, damit es schneller herunterkühlt.
Die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Die Schokomasse durch einen Sieb dazustreichen und unterrühren.
Einen Tortenboden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umstellen. 2-3 EL der Buttercreme auf dem Boden verstreichen und so weiter und so fort, bis alle Böden verbraucht sind. Dabei etwa 3 EL der Creme zurückbehalten. Den obersten Boden mit einem Teller beschweren und die Torte etwa 30 Minuten im Kühlschrank anziehen lassen.
Den Tortenring lösen und die restliche Buttercreme auf der Torte verstreichen u Brösel zu binden. Erneut etwa 30 Minuten anziehen lassen.

Die Kuvertüre mit dem Kokosfett schmelzen und gut verrühren. Die Torte damit überziehen und nach dem Trocknen (ganz fest wird der Guss nicht) nochmals für etwa 30 Minuten im Kühlschrank anziehen lassen. Und nun: wohl bekomms. (^.^)

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Neuigkeiten! (^.^)

Meine Lieben! Es gibt Neuigkeiten im Hause Lili (^.^) Wir haben ganz spontan auch auch ziemlich kurzfristig - zum 1. November nämlich bereits - die Zusage für eine neue, größere Wohnung bekommen. (^.^)

Das heißt nun zweierlei: zunächst gilt es natürlich zu packen und zu organisieren, was wiederum heißt, dass mein geliebter Blog zunächst etwas hinten an steht. Es heißt aber auch, dass es demnächst wieder viel zum Thema Wohnen und Leben zu berichten gibt. (^.^) Seid also gespannt. (^.^)

Samstag, 3. Oktober 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Die Maschenprobe

Bevor wir uns an unseren Kissenbezug machen, ist es erstmal erforderlich eine Maschenprobe zu stricken, damit der Kissenbezug später auch passt. (^.^) Eine Maschenbrobe wird grundsätzlich immer gestrickt, da jeder anders strickt oder aber Änderungen vornimmt (andere Wolle, anderes Muster, aber auch fremdsprachige oder alte Anleitung).

Für die Maschenbprobe werft ihr zunächst einen Blick auf die Wollbanderole. Wie ihr bereits wisst, ist dort auch angegeben, wie viele Maschen und Reihen es für ein Quadrat in der Größe 10 x 10 cm braucht. Diese Angabe bezieht sich beim Stricken auf rechte Maschen. Rundet die Maschenangabe etwas auf, mehr als 10 Maschen zusätzlich braucht ihr nicht aufschlagen und strickt im gewünschten Muster - bei uns sind es rechte Maschen - solange, bis ihr ein quadratisches Stück habt (dafür das Strickstück diagonal gefaltet Kante auf Kante liegt, habt ihr ein Quadrat). Den Lauffaden bitte nicht abschneiden und abmaschen, sondern einfach hängen lassen. Jetzt könnt ihr auszählen, wie viele Maschen und wie viele Reihen ihr für jeweils 10 cm braucht:

Dafür spannt ihr das Strickstück etwas auf, messt zunächst in der Breite 10 cm aus, markiert dafür 0-Punkt als auch 10-Punkt mit einer Stecknadel und zählt dann die Anzahl der Maschen aus. Jetzt wiederholt ihr gleiches in der Höhe und zählt die Anzahl der Reihen aus. Beides notiert ihr euch auf einem Zettel, den ihr nicht verlieren oder wegwerfen solltet, solange ihr noch nicht komplett fertig seid. Legt ihn am besten zu euren Stricksachen.

Bei der von mir benutzten Wolle "Passion" von Galeria Home mit Nadelstärke 7 ergibt sich bei mir für das 10-cm-Quadrat:
15 Maschen und
22 Reihen

Mit Hilfe dieser Angaben können wir nun die erforderliche Maschen- und Reihenzahl für unseren Kissenbezug berechnen. Messt zunächst die Breite eures Füllkissens aus, teilt die Breite durch 10 und multipliziert das Ergebnis mit der Anzahl der Maschen aus eurer Maschenprobe:
Genauso verfahren wir bei der Berechnung der erforderlichen Reihenzahl:
Die Maschenprobe, sobald ihr eure Angaben habt, trennt ihr wieder auf und wickelt die Wolle straff ums Knäuel, damit sie sich wieder glatt zieht, schließlich kostet Wolle auch Geld und wegwerfen muss man sie ja nicht, nur weil man eine Maschenprobe gestrickt hat. (^.^)

Nun wisst ihr wieviele Maschen ihr anschlagen müsst. Macht das nun und strickt rechte Maschen bis ihr 80 Prozent der erforderlichen Reihen gestrickt habt. Dann geht es mit einem Farbwechsel weiter. Dazu aber mehr beim nächsten Mal. (^.^)

Freitag, 2. Oktober 2015

Bayrische Kuchl - Knödel: gekrönte Häupter

Was dem Namen nach so exquisit und hochherrschaftlich klingt, ist in Wahrheit ein Resteessen, wahlweise auch ein Fastengericht. Als erklärter Knödelfan und gleichzeitig in einem Zwei-Personen-Haushalt Lebende, sind bei mir die Gekrönten Häupter normalerweise Resteessen, weil ich normalerweise auch einen ordentlich großen Schwung Knödel mache, es soll sich schließlich auch rentieren, für zwei Portionen braucht man damit ansonsten eigentlich gar nicht anfangen.

So gehts - für zwei Personen:
2 Portionen Sauerkraut
3-4 Semmelknödel
20 g Butter
1 EL Semmelbrösel

Das Sauerkraut zusammen mit den halbierten Knödeln in einem Topf erwärmen und anschließend auf einer Platte anrichten. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, die Semmelbrösel darin anrösten und die Semmelknödel damit bestreuen. Fertig sind die gekrönten Häupter. (^.^)