Freitag, 29. März 2013

Ostereier färben

Nachdem Bioeierfarben mit ganz schön saftigen Bio-Preisen auf dem Vormarsch sind, hat die Stiftung Warentest 2009 Ostereierfarben auf Unbedenklichkeit getestet. Und siehe da: normale Ostereierfarben sind genauso unbedenklich wie Biofarben, da sie alle - durch die Bank - Lebensmittelfarben enthalten.  "Lebensmittelfarbe" bedeutet dabei, dass diese Farben als Zusatzstoff in Lebensmitteln selbst zugelassen sind. Empfindliche Menschen können sowohl auf die normalen als auch auf die Biolebensmittelfarben pseudoallergisch reagieren, allerdings wird zum Eierfärben die Farbe nur auf der Schale des Eis aufgetragen, die zumindest bei uns zu Hause nicht mitgegessen wird, so dass hier selbst für empfindliche Menschen absolute Unbedenklichkeit besteht. Allerdings kommt es bei Biofarben hingegen manchmal vor, dass man Farben verkauft bekommt die NICHT für Lebensmittel zugelassen sind, diese Farben sollte man dann auch nicht zum Färben von Eiern benutzen die zum Verzehr vorgesehen sind. Also insbesondere bei Bio genau die Zutatenliste studieren und ggf. die Zusatzstoffe abgleichen, wenn es denn schon Bio sein muss. Hier hilft der aid-Infodienst (Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), bei dem es u.a. eine App zum schnellen E-Nummernabgleich gibt (ja auch Bio hat E-Nummern...) - für die Nichtsmartphoner gibts auch Broschüren zum Nachschlagen.

Neben "ganz schön teuer" und "ganz schön aufwendig (wegen E-Nummern abgleichen müssen)" gibt es für mich noch einen ganz anderen, sehr viel wesentlicheren Grund nicht zu Bio zu greifen, das Färbeergebnis bei den Bio-Farben war durchgehend schlechter, da ungleichmäßiger als bei den Normalo-Farben.

Und siehe da: Stiftung Warentest empfiehlt genau die Ostereierfarbe die schon meine Oma zum Ostereierfärben genommen hat: Iris-Eierfarben von Heitmann mit dem stolzen Preis von aktuell 69 ct für fünf Farben, mit der man pro Farbe 6 Eier färben kann. (übrigens auch die günstigste im Test - ein weiteres Beispiel dafür, dass der Preis nicht unbedingt auch ein Indiz für gute Qualität ist)

Und so wirds gemacht:
Zum Färben gehen natürlich weiße Eier am besten, allerdings ziehen pünktlich vor Ostern die Preise für weiße Eier nochmal ordentlich an. Mit den Iris-Eierfarben kann man auch braune Eier färben und man erhält trotzdem schöne, intensive Farben, also Geld gespart und Eier gefärbt. Für hellere Farben wie gelb einfach die helleren braunen Eier raussuchen, dann erhält man auch hier schöne kräftige Farben. Die Eier zum Färben kaufe ich eine Woche vor Ostern, damit sie zum haltbar kochen die richtige Reife haben. Zunächst werden die Eier ganz normal haltbar gekocht. Wie das geht beschreibe ich hier: Eier kochen. Dabei sicherheitshalber ein Ei mehr als Probeei mitkochen, das ihr nach Ende der Garzeit aufschlagt, um zu überprüfen ob die Eier bereits hart genug sind. Die Eier garen sowohl beim Färben mit der hier benutzten Eierfarbe als auch während des Abkühlens noch nach, ein etwas weicherer Dotter beim Probeei ist also absolut in Ordnung.

Sobald die Eier fertig gekocht sind je eine Färbetablette der Eierfarbe in 250ml kochendem Wasser auflösen und 2 EL Essig zugeben. Am besten ihr nehmt dazu eine Glas- oder Metallschüssel, Plastik bekommt man danach nicht mehr wirklich sauber. Die noch heißen Eier zugeben und 5 Minuten im Farbbad liegen lassen. Sollten die Eier aufgrund der Schüsselgröße nicht vollständig mit dem Farbsud bedeckt sein, die Eier immer wieder mit einem Löffel wenden und mit dem Farbsud übergießen. Nach dem Färben die Eier auf Küchenkrepp setzen und trocknen und abkühlen lassen. Für extra schönen Glanz einige tropfen Pflanzenöl auf etwas Küchenkrepp geben und die Eier nach dem Trocknen damit abreiben.

Mittwoch, 27. März 2013

Eier kochen

Ja, das ist mein Ernst, ich will euch jetzt tatsächlich erzählen, wie man Eier kocht... Allerdings nicht umsonst, so zumindest meine feste Überzeugung, weil ich immer wieder mit Erstaunen bis absoluter Verwunderung feststelle, dass noch nicht mal das wirklich klappt - warum auch immer. Das Spektrum reicht hier vermutlich von nicht gelernt (kann man doch schließlich auch so - tja, Pustekuchen) bis hin zu zu viele Ernährungs- und Kochmythen rund ums Ei, an denen schlicht nichts dran ist.

Wie frisch sollte ein Ei zum Kochen sein?
Nicht frisch. Ein legefrisches Ei schmeckt nicht wie Ei. Legefrische Eier lassen sich auch noch nicht weiterverarbeiten, bspw. als Bindemittel im Teig, auch das Eiklar lässt sich noch nicht zu Eischnee schlagen. Ein legefrisches Ei braucht drei Tage bis es vollkommen ausgereift ist, erst dann lässt es sich auch wie gewohnt verarbeiten, nur halt noch nicht kochen rezessive schälen. Ein gekochtes Ei sollte im Minimum 10 Tage ab Legedatum auf dem Buckel haben, damit es sich vernünftig schälen lässt. Blöderweise steht das Legedatum nicht auf der Packung, es lässt sich aber leicht berechnen, nämlich mit "Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage" (aber Obacht: nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum, MHD, mit dem Datum ab dem Kühlschranklagerung empfohlen wird verwechseln).

Wieso platzen meine Eier beim kochen?
Das kann mehrere Ursachen haben::
a) Ihr habt Billigschrott mit unregelmäßig ausgeprägter Schale gekauft und durch die Spannung die beim Erhitzen entsteht, platzen die Eier an den dünneren Stellen der Schale auf. Hier ist die Lösung verhältnismäßig leicht: tut euch selbst was gutes (hey, schließlich ist das Huhn so fehlernährt, dass es noch nicht mal mehr eine vernünftige Schale produzieren kann) und gebt die paar Cent mehr für hochwertigere Eier aus.
b) Ihr habt die Eier angepiekst (eine Unsitte sonders gleichen, da unken wir Ewigkeiten wegen Salmonellen rum, geben aber sämtlichen Viren und Bakterien direkt noch eine Eintrittspforte ins kuschelig feuchtwarme Frühstücksei, pfui  - aber Hauptsache ein unnützes Teil mehr verkauft...)
c) die Eier sind beim Kochen nicht vollständig mit Wasser bedeckt - auch hier wieder das Phänomen der unterschiedlichen Oberflächenspannung
d) der Temperaturunterschied zwischen Ei und Wasser ist zu groß - schon wieder diese Physik und die Spannung. Daher grundsätzlich: Eier mindestens 30 Minuten vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen, das reduziert die Wahrscheinlichkeit des Platzens schon mal erheblich. Kein Platzen gibt es, wenn man die Eier direkt ins kalte Wasser gibt (da kann man sich auch mit dem Wasser im Topf - siehe Punkt c) nicht verschätzen) und die Eier direkt mit dem Wasser aufsetzt. Wie das funktioniert erkläre ich weiter unten.

Ok, kommen wir nun zum Eier kochen. Hier gibt es zwei Grundsätzliche Arten von Kochen: Das Kochen von Eiern, die zum sofortigen Verzehr bestimmt sind und das Kochen von Eiern um die Eier haltbar zu machen.

Widmen wir uns zunächst dem Kochen von Eiern die zum sofortigen Verzehr bestimmt sind. Wie hart oder weich das Ei sein soll, ist G'schmackssach. Die Eier werden nicht angepiekt, sondern kommen direkt in einen Topf und werden vollständig mit Wasser bedeckt. Deckel drauf und auf höchster Stufe aufkochen, bis das Wasser beginnt zu sieden. Jetzt die Temperatur auf "warm halten" zurückregeln und die Eier nur noch ziehen lassen und zwar:
2-4 Minuten für weiche Eier
5-7 Minuten für kernweiche Eier
8-9 Minuten für hartgekochte Eier
Das jeweils bei Eiern in der handelsüblichen Größe M, je Handelsklasse größer (kleiner), kann man 1/2 Minute addieren (subtrahieren).
Wer seine Eier trotzdem lieber in kochendes Wasser gibt, der nimmt seine Eier rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank - wie gesagt, mindestens 30 Minuten - piekt sie trotzdem nicht an, kocht sein Wasser auf, salzt es oder gibt einen Schuss Essig zu (falls doch eins platzt, läuft es so wenigstens nicht komplett aus) und setzt die Eier mit einem Löffel ins siedende Wasser. Hier betragen die Kochzeiten dann im durchgehend sprudelnd kochenden Wasser:
3-5 Minuten für weiche Eier
6-8 Minuten für kernweiche Eier
9-10 Minuten für hartgekochte Eier
Auch hier gelten die Angaben für die handelsüblichen Größe M, je Handelsklasse größer (kleiner), kann man 1/2 Minute addieren (subtrahieren).
(Ja, genau, energiesparender ist die Kaltwassermethode auch noch, weil man Restwärme nutzt...)
Nach dem Kochen die Eier sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit das Ei im Inneren nicht nachgart.
So zubereitete Eier sollten innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden.

Kommen wir zum Kochen von Eiern zum haltbar machen. Haltbar machen von Eiern ist grundsätzlich sinnvoll, wenn die Eier kurz vor Ablauf des MHD sind, aber nicht mehr anderweitig aufgebraucht werden können. Kochen von Eiern zum haltbar machen ist schlicht unentbehrlich, wenn man Eier für Ostern kochen und färben will. Hier gibt es jetzt keine G'schmackssach - will man Eier haltbar machen gibt es nur eins, nämlich hart gekocht. Die Eier werden noch weniger angepiekt, sondern kommen direkt in einen Topf und werden vollständig mit Wasser bedeckt. Deckel drauf und auf höchster Stufe aufkochen, bis das Wasser beginnt zu sieden. Jetzt die Temperatur auf "warm halten" zurückregeln und die Eier 8-9 Minuten ziehen lassen. Hier kann ich die Methode, die Eier in kochendes Wasser zu geben, nicht empfehlen und trotzdem noch ruhigen Gewissens schlafen. Bei der Methode können auch unbemerkt kleine Risse in der Schale entstehen, die die Haltbarkeit der Eier alles andere als zuträglich sind. Die Eier auf gar keinen Fall abschrecken, auch hier entstehen Mikrorisse in der Schale, die Bakterien Tür und Tor öffnen, sondern die Eier aus dem Wasser nehmen und bei Zimmertemperatur vollständig abkühlen lassen. Nachgaren kann man hier vernachlässigen, die Eier sind ja sowieso hartgekocht.
Im Kühlschrank aufbewahrt halten sich haltbar gekochte Eier locker Monat.

Montag, 25. März 2013

Ostereier dekorieren

Der diesjährige Osterstrauß bekommt selbst dekorierte Eier und nachdem ich eine katzige Mitbewohnerin habe, die gerne mit allem spielt, was irgendwo runterhängt und sich idealerweise nach der Abmontage auch noch kreuz und quer rumschießen lässt, steht eines schon von Anfang an fest: es werden definitiv Plastikeier. Einfach nur bemalen wollte ich nicht und nachdem ich noch Serviettentechnikkleber da habe, ist die Entscheidung schnell pro Serviettentechnik-Eier ausgefallen. Das ganze natürlich im Stile vergangener Jahrzehnte (versteht sich ja fast von selbst) Man nehme:
  • weiße Plastikeier - alternativ gehen natürlich auch ausgeblasene Eier
  • weiße und grüne Acrylfarbe - die grüne Farbe kann man auch durch jede andere Farbe austauschen, die weiße muss zum Grundieren sein
  • Abklebeband - ich kann hier nur Frogtape empfehlen - das ist das einzige Klebeband, das mir bisher untergekommen ist, mit dem man zum einen messerscharfe Kanten hinbekommt und zum anderen nicht den Voranstrich beim Ablösen wieder mit abzieht.
  • Servietten mit kleinteiligen, österlichen Motiven
  • Serviettenkleber
  • ein dünnes Satinband
  • Stoffkleber - ich weiß, der kostet, alle anderen Kleber sickern aber durch den Stoff und lassen ihn fleckig aussehen
  • Metallösenaufhänger
Werkzeuge:
  • Borstenpinsel
  • Schaschlikspieße
  • leerer Eierkarton
  • Schere
Ich bastle zwei unterschiedliche Dekore mit jeweils 6 Eiern, die Verarbeitung ist aber zunächst mal gleich. Die Eier auf die Schaschlikspieße stecken und grob - man kann ruhig die Pinselstriche sehen - mit der weißen Acrylfarbe grundieren. Zum Trocknen die Eier auf den Schaschlikspießen in eine Tasse/ein Glas o.ä. stellen - am besten über Nacht.
Für Dekor 1 die Eier längs abkleben, so dass eine Eihälfte zum Bemalen frei bleibt. Diese Freifläche mit der grünen Acrylfarbe - oder jeder anderen Farbe - mit dem Borstenpinsel bemalen und zwar so, dass die einzelnen Pinselstriche zu sehen sind allerdings sollten sie schön regelmäßig verlaufen. Das Klebeband fungiert dabei gleichzeitig als provisorischer Eierbecher. Die so bemalten Eier wieder trocknen lassen, am besten erneut über Nacht.
Aus den Servietten der Wahl sechs etwas größere Einzelmotive ausschneiden. Sofern die Serviettenmotive der Wahl einen weißen Hintergrund haben, reicht es vollkommen, die jeweiligen Motive im Karree auszuschneiden, bei farbigen Hintergründen müssen die Motive exakt ausgeschnitten werden. Für die Serviettentechnik die bedruckte Lage der Serviette abziehen. Zum platzieren des Motivs auf dem Ei einen kleinen Tupfer Serviettenkleber mit dem Pinsel in die Mitte der weißen Fläche des Eis tupfen und das Motiv mittig platzieren. Jetzt das Motiv mit dem Serviettenkleber von innen nach außen glatt streichen - dabei ruhig eine ordentliche Portion Serviettenkleber mit dem Pinsel aufnehmen und insbesondere die Ränder gut einpinseln (dabei immer schön vorsichtig und nur von innen nach außen arbeiten). Die Eier wieder auf ihren Schaschlikspießen zum trocknen in ein hohes Gefäß stellen.
ACHTUNG bei Plastikeiern: diese sind üblicherweise nur an einem Ende für den Aufhänger angebohrt, also das Motiv richtig rum platzieren. ;-) Sollte es doch passiert sein: solange der Kleber noch feucht ist, kann man das falsch platzierte Motiv einfach wieder mit etwas Küchenkrepp abwischen. Traditionell hängen Deko-Ostereier übrigens mit dem Arsch ähhhhm, *räusper* dem dicken Ende nach oben, also vielleicht auch bei den Ausblase-Echteiern auf die richtige Motivplatzierung achten.
Nach dem Trocknen des Serviettenklebers mit einem kurzen festen Borstenpinsel den weißen Acryllack im Oval um die Motive stupfen, so dass eine erkennbare Oberflächenstruktur entsteht, die die Motive umrahmt und wieder gründlich durchtrocknen lassen - am besten über Nacht.
Jetzt mit dem Stoffkleber das Satinband als Begrenzung zwischen den beiden Farbflächen, allerdings noch auf der weißen Farbfläche aufkleben. Dabei am Bohrloch ansetzen und die Enden des Satinbandes leicht überstehen lassen (etwa 0,5 cm). Mit einem Schaschlikspieß die enden vorsichtig in das Bohrloch fädeln. Den Metallösenaufhänger einsetzen, vom Satinband etwa 20 cm abschneiden und als Aufhängeband anknoten.

Für Dekor 2 viele kleinteiligere Motive ausschneiden, bei weißem Hintergrund reicht wieder der Zuschnitt im Karree bei andersfarbigen Hintergrund müssen die Motive wieder genau ausgeschnitten werden. Jetzt von unten (Spitze des Eis) nach oben die Motive leicht versetzt zueinander wie oben beschrieben mit dem Serviettenkleber aufkleben. Die einzelnen Karree-Zuschnitte dürfen sich dabei ruhig überlappen, nach Abtrocknen des Klebers sieht man die Überlappungen nicht mehr. So etwa 2/3 des Eis bearbeiten und trocknen lassen.
Nach dem Durchtrocknen die Eier mit dem stumpfen Ende nach oben in einen Eierkarton setzen um so auch problemlos den Rest des Eis mit den Serviettenmotiven bekleben zu können. Sollte ein Motiv über die Bohrung ragen, einfach drüber kleben und dann vorsichtig mit einem der Schaschlikspießchen die Bohrung wieder aufpieksen. Nochmals gut durchtrocknen lassen.
Jetzt die Metallösenaufhänger einsetzen und vom Satinband 6 Stücke à 20 cm Länge abschneiden und als Aufhängeband anknoten.

Samstag, 23. März 2013

Lili unternimmt

Die Jahrzehnte, für die mein Herz schlägt, kannten noch keinen Fernseher - ok, zumindest noch keinen Fernseher in jedem Haushalt, daher war auch die Freizeitgestaltung eine andere, als dies in der heutigen Zeit der Fall ist. Klar, man las, man machte Handarbeiten, bastelte und selbstverständlich hatte man mangels vieler kleiner Helferlein auch länger in Haus und Garten zu tun, aber auch Unternehmungen aller Art füllten den Freizeitkalender. Genau darum soll es nun hier auch gehen, um Ausflüge, Reisen, Touren, Besichtigungen, Konzerte, Theater, und so weiter und so fort.

 Nachdem ich in München lebe, ist das ganze natürlich ziemlich münchenlastig, daher schicke ich euch gleich an dieser Stelle einen Vintage-Gruß aus München. (^.^) Ich hoffe dennoch, dass auch Leser außerhalb Münchens unter dieser Rubrik Anregungen finden können. Vielleicht sogar die Anregung, dass München immer eine Reise wert ist. :-)

Donnerstag, 21. März 2013

Lili schminkt

Nancy Berg in den 50ern für Max Factor
Ja auch das und zwar ziemlich konsequent. So richtig echt ungeschminkt bin ich eigentlich kaum anzutreffen und den wenigsten Leuten zeige ich mich komplett ungeschminkt. Allerdings sind mir zum Thema schminken zwei Sachen wichtig:
a) es darf zwar geschminkt, muss aber trotzdem natürlich aussehen
b) es muss unkompliziert sein und schnell gehen - stundenlang an irgendwelchen speziellen Malereien rumbasteln ist echt nicht meins, dafür bin ich viel zu ungeduldig.

Auch hier habe ich mit der Zeit einige Tricks und Kniffe zusammengesammelt und zudem etliche Lieblingsprodukte entdeckt. Daran möchte ich euch gerne teilhaben lassen. Selbstverständlich teste ich auch laufend neue Schminkprodukte und -utensilien, die mir so beim Bummel durch meinen Beautydealer auffallen und auch dazu könnt ihr unter dieser Rubrik was lesen.

Außerdem fallen für mich unter diese Rubrik auch alles rund um Mani- und Pediküre - auch dazu werdet ihr etliches finden. Angefangen bei der Basispflege, über Lacke und Farben die ich so ausprobiere (und hey, ich bin echt nagellacksüchtig) bis hin zu wirklich unkomplizierten Nageldesigns.

All das natürlich auch mit sehr viel Liebe und Neigung zu meinen Lieblingsjahrzehnten, den 20ern bis 60ern; mal mit den Produkten, die Frau bereits damals genutzt hat, mal auch mit neuen Produkten, die sich wunderbar in meine Lieblingsjahrzehnte einpassen lassen. Mal zeige ich euch Originallooks, mal Interpretationen meinerseits. Seid also gespannt. (^.^)


Dienstag, 19. März 2013

Lili näht

Wer, wie ich, auf die herrlich weiblichen und eleganten Schnitte vergangener Zeiten steht, der kommt um das Nähen nicht herum. Es gibt zwar auch viel gutes an Neuware zu kaufen, aber gerade wenn man etwas bestimmtes braucht oder möchte, ist es schon sinnvoll, Nähen zu können. (^,^)
Ich nähe aber nicht "nur" Kleidung. Vielmehr nähe ich auch vieles für meine Wohnung, aber auch Accessoires. Der Großteil meiner Näharbeiten sind aber Reperatur-, Änderungs- und Umnäharbeiten. Für vieles davon braucht man noch nicht mal eine Nähmaschine, klar ist eine Maschine oft praktischer, viele Dinge gehen aber per Hand genauso gut, oder gar noch besser. Außerdem muss mann nicht immer mit Nadel und Faden nähen, man kann auch kleben, fädeln, lochen, schnüren...

Was das schönste ist: nähen ist nicht schwer, es braucht nur wenig an Grundkenntnis und Fingerfertigkeit um schnell und erfolgreich nähen zu können. Genau das möchte ich unter der Rubrik "Lili näht" zeigen. Dabei zeige ich euch die Basics genauso wie Nähideen für Fortgeschrittene - lasst euch einfach überraschen. (^.^)

Sonntag, 17. März 2013

Lili makes over

Unter der Rubrik "Lili makes over" will ich euch an einer wirklich großen Leidenschaft von mir teilhaben lassen: aus alt mach neu. Dabei ist so gut wie alles dabei, was man so unter Make-over laufen lassen kann:
  • aus abgegrabbelt wird hübsch
  • aus hässlich wird chic
  • aus unnütz wird nützlich
  • aus out wird in
  • aus langweilig wird interessant
  • aus unpassend wird passend
Und diese meine Leidenschaft ist ja nun mal sowas von Vintage (^.^), immerhin wurde früher deutlich weniger weggeworfen, sondern vielmehr länger genutzt und zwischendurch verschönert oder zumindest wieder funktionsfähig gemacht. Was ich außerdem mache, ist alte Dinge aufarbeiten oder aber nachzubauen, weil sie wahlweise im Original zu teuer, oder aber aus zu minderwertigen Materialien hergestellt sind (gerade bei 50er Jahre Produkten ist das oft so, weil nach dem Krieg schnell auf Bedarfsdeckung produziert wurde und darunter schlicht die Qualität gelitten hat).

Nachdem also unter "Lili makes over" auch meine Möbelgroßprojekte fallen, gibt es hier sicher auch die ein oder andere Serie. Dazu kommen selbstverständlich noch etliche kleinere Dinge, seid also gespannt. (^.^)

Freitag, 15. März 2013

Lili konserviert

Wir kennen es doch alle, da kaufen wir in unseren 1-2 Personenhaushalten in den handelsüblichen Packungsgrößen ein und schlussendlich werfen wir dann doch wieder was weg, weil wir es nicht rechtzeitig aufbrauchen können oder wollen. Oder aber wir nehmen uns vor, endlich mal nach Saison zu kaufen, weil es gesünder ist, weil es besser schmeckt, weil es billiger ist und weil die Lebensmittel nicht tausende von Kilometern durch die Gegend gekarrt werden. Blöderweise ist nur die Saison irgendwann mal wieder vorbei und irgendwie merkt das der Appetit immer als letztes...

Lebensmittel zu konservieren ist kein Hexenwerk und es gibt deutlich mehr als das simple Einfrieren (das nicht immer so simpel ist) um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern bzw. sie auf Vorrat zuzubereiten. Und ganz ehrlich, nix ist praktischer als mit einem riesigen Hunger nach Hause zu kommen, einfach ins Gefrierfach oder ins Vorratsregal zu greifen, schnell ein Döschen oder Gläschen zu öffnen und trotzdem was lecker Selbstgemachtes essen zu können. Bei vielen Sachen lohnt es sich sogar erst, wenn man größere Mengen zubereitet und einen Teil davon konserviert, so beispielsweise bei Brühe.

Auch hierzu hat mir meine Mutter vieles beigebracht und ich zeige euch, was ich auf diesem Gebiet alles so anstelle und vor allem wie das funktioniert, so dass ihr schnell und leicht nachmachen könnt. (^.^)

Mittwoch, 13. März 2013

Lili kocht

Klar koche ich auch und zwar leidenschaftlich gerne. Und: weder ist kochen sonderlich schwer, noch dauert es lang - noch nicht mal länger als so manches Fertiggericht.

Was das Kochen betrifft, bin ich eher der schlichte Typ, ich brauche kein großes Feinkostschischi, ich mag die gutbürgerliche Küche. Ich bin auch nicht sonderlich zugänglich für exotische Küchen. Das heißt jetzt nicht, dass ich chinesisch, thailändisch, indisch usw. usf. nicht essen würde, ich esse es schon - wenn ich aber die Wahl habe, wäre es in den allermeisten Fällen nicht die Küche meiner Wahl. Was die internationale Kochkunst bertrifft bin ich sehr eurozentristisch. Neben der bairisch-österreichischen Küche - sprich das, was für mich gutbürgerlich ist - liebe ich insbesondere die italienische Küche. Und mal ernsthaft, für mich schmeckt ein Rheinischer Sauerbraten oder Himmel-und-Erde "fremdländischer" als ein Ossobuco. Was meine favorisierten Gerichte betrifft, soll das heißen: je näher regional an mir dran, desto lecker - allerdings natürlich mit etlichen Ausnahmen, weil ich beispielsweise Sushi heiß und innig liebe und Japan ist alles andere als dicht bei München.

Ich hatte in meiner Kindheit den immensen Vorteil (damals sah ich das allerdings anders...), dass meine Mutter gelernte Hauswirtschafterin ist. Das heißt, dass ich dieses ganze Hausfrauenklimbim, einschließlich kochen, wirklich wie aus dem Lehrbuch und von der Pike auf gelernt habe. Ich weiß dass das heute nicht mehr selbstverständlich ist. Gerade wenn ich mir gleichaltrige Freunde anschaue und was die alles nicht mehr drauf haben, bzw. zu welchen Dingen sie sich selbst irgendwie fundiertes Halbwissen aneignen mussten weil es ihnen niemand mehr beigebracht hat, muss ich manchmal echt staunen. Umso mehr staune ich, wenn ich aktuelle Kochbücher durchblättere und mir die Rezepte darin durchlese. Darin wird 1000mal mehr als bekannt vorausgesetzt, als in jedem Kochbuch aus Zeiten, als Hausfrau noch ein anerkannter Beruf war. In Anbetracht des nicht mehr vorhandenen Kochwissens und der irren Menge an vorausgesetztem Wissen auf der anderen Seite, ist es doch kein Wunder, dass viele das Thema Kochen als "kann ich nicht" frustriert abschließen und lieber zu Convenience-Produkten greifen. Aber versprochen: jeder, wirklich jeder kann lecker und erfolgreich kochen. Daher ist es auch mein hehres Ziel, im Zweifelsfalle lieber zu ausführlich als zu knapp zu erklären. 

Was ich euch hier also zeigen möchte sind - klar - meine Rezepte, alte Rezepte, von Mama, von Oma, aus alten Kochbüchern und Zeitschriften und selbstverständlich auch einiges an Grundlagen aber auch das ein oder andere Anekdötchen. (^.^)

Montag, 11. März 2013

Lili isst

...und zwar reichlich und mehrmals täglich und das als Frau! ;-) Nein, ohne Witz, ich musste mir schon mehrfach sagen lassen, dass ich für eine Frau ganz schön viel esse, wobei ich nicht finde, dass ich viel esse, ich finde eher, dass andere wenig essen (und vorsorglich: nein, ich halte das nicht für das Geisterfahrerphänomen). Ich frage mich manchmal echt, wie die eine oder andere Zeitgenossin bei den Mikromengen überhaupt noch ihre lebenserhaltenden Funktionen aufrecht erhalten kann...

Das soll jetzt auch nicht heißen, dass ich völlig wahllos alles mögliche in mich hineinstopfe. Ich achte durchaus darauf, was ich esse, ich zähle aber keine Kalorien und ich geißle mich nicht selbst, wenn ich dem zweiten Stück Kuchen oder der Schokolade nicht widerstehen konnte. Vielmehr ist Essen für mich ein absolut sinnlicher Genuss. Nicht etwas Notwendiges sondern etwas Schönes und Besonderes. Ich finde einfach, dass wir in Anbetracht all der Menschen, die auf dieser Erde hungern und gar verhungern müssen einfach dankbar sein müssen für das Schlaraffenland in dem wir leben und dankbar zeigt man sich meiner Meinung nach eben nicht, wenn man die Salatblätter, die man sich genehmigt, abzählt. Man zeigt sich für mich aber genauso wenig dankbar, wenn man sich zügelloser Völlerei hingibt und wirklich jeden Müll wahllos in sich hineinstopft.

Mir ist durchaus bewusst, dass das Thema Ernährung heutzutage in unserer westlichen Gesellschaft zu einem regelrechten Minenfeld geworden ist. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass sich der Glaubens- und Überzeugungskrieg der in früheren Zeiten zum Thema Religion geführt wurde, mittlerweile auf das Themengebiet Ernährung verschoben hat und hier jetzt weiter gefochten wird. Daher möchte ich eines direkt vorweg sagen: ich will hier niemanden von irgendeiner Ernährungslehre überzeugen. Ich bin kein Ernährungswissenschaftler, wieso sollte ich es mir also anmaßen, euch irgendwas dazu erzählen, welches Nahrungsmittel gut ist und welches nicht. Ich schreibe hier über Essen und all die schönen Dinge rund um das Essen; klar werden da an der ein oder anderen Stelle gewisse Überzeugungen durchkommen, ich zwänge aber niemandem irgendetwas auf und ich will niemanden missionieren. Pickt euch raus, was ihr gut findet und was ihr für euch umsetzen möchtet.

Ich stelle zu dem Thema nur Posts ein, bei denen es um Dinge geht, die mir zum Thema Essen persönlich wichtig sind, bzw. die ich persönlich als weitergaberelevant erachte. Bei meinen Rezepten poste ich nur Rezepte die ich selbst in genau dieser Form bereits ausprobiert habe und die mir schmecken. Und zu meinen Restaurant-/Bar-/Cafe-Tipps  handelt es sich durchgehend um Läden, in denen ich bereits war und mit denen ich auch komplett zufrieden war oder auch nicht - diese allerdings mit dem Makel des Lokalkolorits - ich wohne halt nun mal in München, also werden es überwiegend auch Münchner Läden sein, über die ich schreibe.

Samstag, 9. März 2013

Lili frisiert

Heute möchte ich euch einen der großen Hauptgründe verraten, warum ich quasi in der Vergangenheit lebe: Frauen sahen noch aus wie Frauen und vor allem: sie hatten die Haare schön. Und mit "die Haare schön" meine ich frisierte und gelegte Haare und eben keine platt runterhängenden Flusen, die wahlweise auch mal zu einem unordentlich zerrupften etwas zusammengeknödelt werden.

Trotzdem dürfen Frisuren für mich gerne unkompliziert sein (zugegebenermaßen bin ich hin und wieder etwas grobmotorisch), aber bitte im Look authentisch, da leg ich echt wert drauf. Vor allem muss für mich das Styling zur Kleidung passen, da bin ich wohl etwas der Vintage-Nerd, das gilt aber nur für mich, andere dürfen gerne, wie es ihnen gefällt. (^.^)

Was noch hinzu kommt ist mein gespaltenes Verhältnis zu Friseuren. Ich hatte in meinem Leben bisher zwei richtig gute Friseurinnen, die meine Haare perfekt hinbekommen haben. Leider liegt hier die Betonung auf hatte... Ich musste, ich weiß nicht mehr wie viele Friseure durchprobieren. War unzählige Male totunglücklich, mehrfach derart verschnitten, dass ich meine Haare über Monate nicht mehr offen tragen konnte und habe trotzdem ein perverses Geld dafür auf den Tresen gelegt (also nix von wegen Bahnhofsfriseur oder so). Dementsprechend gehe ich heute nur noch zum Friseur, wenn es wirklich unbedingt sein muss. Der Friseur ist für mich das, was für andere der Zahnarzt ist... Also mache ich vieles selbst und habe im Laufe der Zeit den ein oder anderen Kniff oder Dreh entwickelt, der es mir leichter macht, bestimmte Dinge hinzubekommen, insbesondere was Vintagefrisuren betrifft. Und genau daran will ich euch unter der Rubrik "Lili frisiert" teilhaben lassen. (^.^)

Donnerstag, 7. März 2013

Lili empfiehlt

Es gibt Menschen, Dinge, Erlebnisse und Eindrücke, die mich begeistern, oder überzeugen, Menschen, Dinge, Erlebnisse und Eindrücke die ich manchmal aus sentimentalen manchmal aus objektiven Gründen einfach toll finde und genau das möchte ich für euch in der Rubrik "Lili empfiehlt" zusammenfassen. Hier ist alles dabei, vom Museum bis zum Lieblingsfilm, von einer tollen Band bis hin zu einem fesselnden Buch, Kosmetikprodukte, Kleidungslabels, Geschäfte und Onlineshops, aber alles im Sinne dieses Blogs und im Grunde auch meines Lebens: ganz im und passend für den Stil vergangener Zeiten. Zuallererst für meine Lieblingsjahrzehnte die 20er bis 60er Jahre, versteht sich. (^.^)

Dienstag, 5. März 2013

Lili dekoriert

Ich habe es ja schon verraten: ich stehe total auf Deko. Ich mag es meine Wohnung immer wieder umzudekorieren, sei es einfach nur so, weil mir danach ist, sei es anlassbezogen. Worauf ich allerdings so gar nicht stehe, sind die Preise, die man für simpelste 0815-Deko bezahlen soll, nur um dann das in der Wohnung zu haben, was tausende anderer Leute auch dort stehen haben.

Also mache ich vieles an Deko selbst. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Läden, in denen man die verschiedensten Dekoelemente für verhältnismäßig wenig Geld kaufen kann. Meine Inspiration hole ich mir an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Zu allererst natürlich aus meinen Lieblingsjahrzehnten von den 20ern bis zu den 60ern, wobei: früher darf es sehr gerne auch sein. Aber auch ganz schnöde aus Dekoläden, Möbelgeschäften, Zeitschriften, Filmen, Büchern usw. usf. Ich verwende aber auch Materialien, die ich zweckentfremde oder aufwerte.

Unter der Rubrik "Lili dekoriert" zeige ich euch, wie und woraus ich meine Deko mache und wie ich meine Wohnung immer wieder anders dekoriere.

Sonntag, 3. März 2013

Lili bastelt

Ich bastle liebend gerne. Nicht nur weil selbst machen ganz im Sinne des Zeitgeistes vergangener Zeiten ist, vieles an Gebrauchsgegenständen der 20er bis 60er gibt es heute schlicht nicht mehr zu kaufen, oder aber man bekommt es in einem Zustand, der wirklich nicht mehr vorzeigbar ist, daher ist es fast schon unabdingbar, sich einige handwerkliche Techniken anzueignen. Wahlweise kann man natürlich auch furchtbar viel Geld für perfekt überarbeitete oder aber reproduzierte Dinge ausgeben, das will ich aber meistens nicht. Zum einen, weil es mir die Sache oft nicht wert ist und zum anderen, weil selbst machen schlicht auch wahnsinnig Spaß macht.

Als "Kopfarbeiter" tut es mir gut, auch mal was mit meinen Händen zu schaffen, quasi, ein Ergebnis meines Tuns plastisch in Händen zu halten. Meine Bastelergebnisse sind dabei aber zugegebenermaßen selten perfekt und sollen es auch gar nicht sein. Ich stehe sogar auf den nicht perfekten und selbstgemachten Look, einfach weil es so schön individuell ist. Außerdem wirkt selbstgemacht immer so ein bisschen alt - eben so ein bisschen "Vintage" wie es auf bairisch so schön heißt und das ist ja genau mein Ding. :-)

Neben den Bastelklassikern für Ostern und Weihnachten stehe ich unheimlich auf Deko, ich arbeite alte Dinge auf ("restaurieren" wäre zu hochgegriffen, so gut bin ich lange nicht) und ich habe einen gewissen Hang zur Zweckentfremdung und zum Recycling, so dass ihr auch hier einiges dazu finden werdet, wie ihr Überflüssiges in eurem Haushalt aber auch Flohmarktstückchen wieder in schöne, nützliche Dinge verwandeln könnt. Seid also gespannt (^.^)

Freitag, 1. März 2013

Lili backt

Wer im Geiste vergangener Zeiten leben möchte, kommt ums selbst machen kaum herum. In der "guten alten Zeit" wurde vieles selbst gemacht, weil es viele Produkte einfach noch nicht immer und überall zu kaufen gab, die Beschaffung also zu aufwendig gewesen wäre, oder aber, weil diese Produkte schlicht zu teuer waren, um sie regelmäßig zu kaufen.

Gerade bei Backwaren ist das heute schon lange nicht mehr so, man bekommt fast alles, bezahlbar und fast zu jeder Zeit und ohne größeren Aufwand. Dennoch erfreut sich Backen nach und nach wieder größerer Beliebtheit. Es schmeckt einfach besser - nicht unbedingt objektiv, aber auf jeden Fall subjektiv, man weiß, was drin ist, backen ist kreativ, es macht Spaß und man hat nach wie vor eine unglaubliche Variationsbreite, die man ansonsten niemals kaufen könnte und: es lohnt sich zu Guter letzt auch preislich; selbst dann, wenn man nur zu den exquisitesten Zutaten greift.

Ich habe backen von meiner Mutter gelernt, die mich schon sehr früh herangeführt hat. Meine erste Torte habe ich mit 9 gebacken: eine Muttertagstorte in Herzform. (^.^) Ich backe bis heute leidenschaftlich und mit Begeisterung. Allerdings staune ich oft darüber, wie kompliziert so manches Rezept ist, backen muss nämlich wirklich nicht kompliziert sein: jeder kann backen, lasst euch also nicht verschrecken! Ich verrate euch gleich mal ein ganz großes Geheimnis: jeder Kuchen und jede Torte dieser Welt ist im Grunde nichts anderes als eine Variation weniger, absolut überschaubarer Grundrezepte. Beherrscht man die Grundrezepte kann man alles nachbacken und - was noch viel schöner ist - man kann auch ganz eigene Kreationen schaffen. Daher habe ich es mir hier zum Ziel gesetzt, euch nach an nach an das Backen heran zu führen. Genau das haben heute nämlich viele nicht mehr gelernt und fühlen sich vermutlich auch deshalb überfordert, in Anbetracht der Backrezepte in Zeitschriften und in Büchern, die überdurchschnittlich viel an Grundwissen voraussetzen. Erstaunlicherweise war das früher, zu Großmutters Zeiten, nicht so, da waren die Rezepte wirklich noch haarklein erklärt. Insbesondere in Anfängerbackbüchern, die sich damals noch "Schulbackbuch" nannten. Aber das steht auf einem anderen Blatt, ich möchte für euch backen leicht machen, so dass auch ihr bald herrliche Kuchen und Torten zaubern könnt. (^.^)