Dienstag, 29. August 2017

Museen in München - Der Botanische Garten München-Nymphenburg

Auf der Suche nach Inspiration für unser neues Gärtchen waren wir kürzlich im Botanischen Garten in München-Nymphenburg und selbstverständlich lasse ich euch gerne daran teilhaben. (^.^) Immerhin gehört der Botanische Garten München-Nymphenburg zu den Größten und Bedeutendsten in Deutschland. Wirklich viel mehr Ahnung von Pflanzen habe ich auch nach dem Gang in den Botanischen Garten immer noch nicht, aber ich habe zumindest einige kleinere Ideen eingesammelt. Ansonsten habe ich einen wunderschönen Tag, schlendernd durch die unterschiedlichsten Klimazonen unserer Erde und deren Pflanzenwelt genossen. Die Zeit ist regelrecht dahingeflogen (^.^) Wer ähnliches genießen will, der tue es mir nach, ich kann euch den Botanischen Garten München-Nymphenburg nur wärmstens empfehlen.

Sonntag, 27. August 2017

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XXIV

Bereits seit vorgestern ist die 24. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich und dieses Mal zieht langsam aber sicher der Herbst ein. wir zeigen euch wunderschöne Herbstmäntel und fordern mehr Mut zu schönen Hüten. (Habt ihr als Vintagequeen auch unzählige Hüte, setzt sie aber kaum auf? Also bei mir ist das so... Ich sollte das unbedingt ändern und vor allem meine wunderschönen Originale öfter mal ausführen.)
Passend zur Herbstmode zeigen wir euch außerdem passendes Make-up in Beerentönen. Es gibt ein Interview mit dem Modedesigner Thomas Rath sowie ein Editorial zur Stilikone Audrey Hepburn. Das große Titelthema dürfte vor allem all jene freuen, die dem klassischen Rockabilly-Stil einen hauch mehr Vintage geben wollen, es gibt coolen Rock'n'Roll-Style zum nachlesen und nachmachen ganz im True-Vintage-Stil der 50er Jahre.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Dienstag, 15. August 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Eier

Zum Ei, oder besser zum richtigen Kochen von Eiern, habe ich ganz zu Beginn meiner Bloggerzeit bereits einen ausführlicheren Artikel geschrieben, heute geht es noch etwas mehr ins Detail.

Eier gibt es im Handel in unterschiedlichen Größen. Für das Gelingen eines Rezepts ist es sehr wichtig Eier in der richtigen Größe zu verwenden. Ist nichts anderes angegeben bezieht sich ein Rezept auf Eier in der Größe M. Grundsätzlich gibt es die folgenden Eigrößen:

  • Größe S - klein - weniger als 53 g
  • Größe M - mittel - 53 g bis 63 g
  • Größe L - groß - 63 g bis 73 g
  • Größe XL - sehr groß -  über 73 g
Eier aus dem Einzelhandel sind innerhalb der EU außerdem mit einer Seriennummer, dem so genannten Erzeugercode gekennzeichnet. Das steckt hinter der Kennzeichnung:
Die erste Ziffer steht für die Haltungsform in der das Ei gelegt wurde.

  • 0 = ökologische Erzeugung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung
  • 3 = Käfighaltung

Die oberste Regel: auf der Packung kann viel stehen, maßgeblich ist, womit das Ei bestempelt ist. Ich empfehle übrigens den Griff zur Bodenhaltung. Ökologische Haltung ist in der EU zunächst ein weit gefaster, sehr unkonkreter Begriff. Hinzu kommt, dass Hühner Herdentiere mit einer eindeutigen Hackordnung sind. in ökologischer und in Feilandhaltung bekommt man daher oft Eier minderer Qualität, weil alles was nicht Alphatier ist potentiell mangelernährt ist, da die wenigsten Züchter darauf achten, dass die alle Hühner ausreichend ausgewogenes Futter erhalten. Käfighaltung ist die reinste Tierquälerei, bleibt also nur noch die Bodenhaltung. (^.^)

Als nächstes folgt bei der Eikennzeichnung das Land in dem das Ei gelegt wurde, wobei DE für Deutschland steht. Nachdem es absolut hirnrissig ist, Eier durch die halbe Welt zu fahren, reicht es auch vollkommen beim Eierkauf auf das DE zu achten.

Die darauf folgende Ziffer steht für das Bundesland aus dem das Ei stammt:
01 = Schleswig Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Die nächsten vier Ziffern stehen für den Legebetrieb und die abschließende Ziffer für die Stallnummer. Kurzum: es ist bei jedem Ei feststellbar, in welchem Stall es gelegt wurde.

Oft werden Eier auch nicht in dem Betrieb verpackt, in dem sie gelegt wurden, also verlasst euch nie auf das, was auf der Verpackung steht, dort ist nämlich nur die Verpackstelle angegeben schaut auf das was innen auf den Eiern steht. Lasst euch außerdem nicht von wohlklingenden Betitelungen wie "frische Landeier" verprellen, solche Bezeichnungen sind nicht geschützt und können daher willkürlich benutzt werden.

Eier, die in den Handel gehen, werden  nicht gewaschen. Das Waschen des Eis würde die Eischale durchlässig für Keime jeglicher Art machen, es zeugt also nicht von schlechter Qualität, wenn an einem Ei mal etwas Stallmist oder eine Feder kleben, ganz im Gegenteil.

Grundsätzlich sind Eier nach dem Legen rund 28 Tage haltbar, dennoch besteht bei Eiern immer eine gewisse Salmonellengefahr, richtig gelagert und richtig zubereitet, kann man dieses Risiko aber extrem minimieren:

  • Eier kommen immer in den Kühlschrank; theoretisch müssen Eier erst in den Kühlschrank, sobald sie älter als 14 Tage sind, aus hygienischen Gründen kommen sie sofort nach dem Kauf in den Kühlschrank, da sich Salmonellen bei Temperaturen unter 6° C so gut wie nicht mehr vermehren. Für viele Rezepte - insbesondere zum Backen müssen die Zutaten Raumtemperatur haben. Dafür nehmt ihr die Eier einfach rechtzeitig vorher - ca eine Stunde - aus dem Kühlschrank und gut ist.
  • Grundsätzlich solltet ihr Eierspeisen auf mindestens 70° C erhitzen, das tötet Salmonellen zuverlässig ab. Für Gerichte bei denen rohes Ei zum Einsatz kommt (z.B. Mayonnaise, Tiramisu), nehmt so frische Eier wie nur gerade möglich.
  • Esst keine überlagerten Eier. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, werft sie weg. Punkt. Aus hygienischen Gründen kommt keine Pappe oder Papier in den Kühlschrank, also auch kein Eierkarton. Um das Mindesthaltbarkeitsdatum im Blick zu behalten, schreibt es auf ein Ei oder klebt das Etikett der Schachtel auf eines der Eier, dann müsst ihr euch nicht so viel merken. (^.^)

Aber kommen wir nun zur grundsätzlichen Verwendung von Eiern in der Küche:

  • Mit dem Eiweiß kann man super Brühen, die trüb geworden sind, wieder klären - das ist aber nur Optik. Sehr viel beduetender ist die Verwendung von steif geschlagenem Eiweiß, dem Eischnee. Er lockert und vergrößert Gepbäck. Die im Eischnee eingeschlagene Luft dehnt sich beim Backen aus, das feste Gerüßt der Eiweißketten sorgt dafür, dass die Luft nicht entweichen kann. Das Gebäck geht also auf. Wichtig zum Schlagen von Eischnee ist, dass die Schüssel und die Rührbesen absolut fettfrei, also frisch gespült sind.
  • Mit dem Eigelb kann man Suppen und Saucen wunderbar binden. Wichtig dabei ist, dass die Speise danach nicht mehr kochen darf, da ansonsten das Eigelb wieder ausfällt, das passiert bereits ab 60° C. Zudem dient Eigelb als Emulgator: eigentlich nicht mischbare Flüssigkeiten wie Wasser und Öl werden durch das verschlagen mit Eigelb so miteinander gebunden, dass sie sich nicht wieder voneinander absetzen.
Wichtig dabei ist, dass ihr immer dann, sobald ihr Eier trennen müsst, das absolut sorgfältig macht. Nur kleinste Spuren von Eigelb im Eischnee machen diesen unbenutzbar. Da hilft am Ende nur Üben - Üben - Üben und ein paar kleine Tricks, die ich euch bald noch zeigen werde.

Sonntag, 13. August 2017

Häkelmuster - Vierfachstäbchen

Ein etwas kompakteres Gittermuster möchte ich euch heute zeigen. Hierfür werden in der ersten Reihe vier Luftmaschen im Wechsel mit einer festen Masche gehäkelt, die in den darunter liegenden Luftmaschenbogen zwischengestochen wird. In der darauf folgenden Reihe werden vier einfache Stäbchen mit einer Luftmasche im Wechsel gehäkelt, wobei hier die Stäbchen in den darunter liegenden Luftmaschenbogen zwischengestochen werden.

Montag, 7. August 2017

Museen in München - Die staatliche Münzsammlung

Eines vorneweg: ich habe absolut keine Ahnung von Numismatik. Ich schaue mir aber gerne Münzen an, und das ganz ohne die Not mehr über die Münzkunde lernen zu müssen. Ich mag die große Geschichte und die kleinen Geschichtchen darum herum. Daher möchte ich euch heute die staatliche Münzsammlung empfehlen, die zwar keine der großen Sammlungen auf diesem Gebiet ist, die aber dennoch einen schönen Überblick liefert. Einige Impressionen habe ich für euch zusammengestellt:

Samstag, 5. August 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Reis

Reis ist ebenfalls eine Getreidesorte, nachdem er aber für gewöhnlich anders zubereitet wird als die anderen Getreidesorten, möchte ich ihm einen eigenen Beitrag widmen.

Reis enthält entgegen diverser Ernährungs- bzw. Diätmythen genauso wie alle anderen Getreidesorten auch, viele Kohlehydrate, wenig Eiweiß und so gut wie kein Fett (und keiner dieser drei elemantaren Bestandteile unserer Ernährung ist per se "böse").

Reis lässt sich in Sorten einteilen. Die Einteilung richtet sich dabei nach der Form und der Bearbeitung des Reiskorns.

Reis nach Bearbeitung:

  • Braunreis ist ein nur von den Spelzen befreiter Rohreis. Im Handel ist er - gereinigt und verlesen - als Naturreis erhältlich.
  • Weißreis ist abgeschliffener und vom Keimling befreiter und polierter Braunreis. Mit diesem Verarbeitungsschritt gehen jedoch wesentliche Nährstoffe verloren.

Reis nach Form:

  • Langkornreis hat ein langes schmales Korn, der beim Kochen körnig-locker bleibt. Zum einsatz kommt Langkornreis als Wasser- oder Quellreis, für gedünsteten Reis sowie für Reissalat.
  • Rundkornreis hat eine breite kugelige Form, der sehr weich kocht. Man verwendet ihn für Milchreisgerichte und Risotto.

Auch bei Reis gibt es unterschiedliche Qualitäten im Handel. Bei Spitzenreis dürfen maximal 5% Bruchreis enthalten sein, bei Haushaltsreis sind bis zu 25% Bruchreis zulässig.

Darüber hinaus gibt es spezielle Reissorten, die man für gelungene Gerichte nicht unbedingt braucht, aber der Markt gibt es nun mal her, für spezielle Reissorten, die eine besondere Vielfalt vermitteln sollen, mehr Geld zu verlangen (eigentlich braucht ihr für alle Reisgerichte dieser Welt, nur Langkorn- und Rundkornreis, fertig):

  • Arborio: ein Rundkornreis der in Italien angepflanzt wird. In der traditionellen italienischen Küche ist der Arborio der klassische Reis für Risotto.
  • Basmati: ein besonders aromatischer Langkornreis (wobei ich ehrlicherweise keinen Unterschied zu normalem Langkornreis schmecke, aber ich schmecke auch aus Wein keine Blumen- und Schokonoten heraus). Basmati ist übrigens exakt das gleiche wie Duftreis, Basmati ist indisch für "der Duftende".
  • Jasminreis: vergleichbar zum Basmati, er wird jedoch nicht in Indien sondern in Thailand gepflanzt.
  • Klebreis: eine besonders stärkereiche Variante, die beim Kochen aneinanderklebt. Wird auch als Sushireis gehandelt. Den braucht man allerdings wirklich um Sushi selbst zu machen, ansonsten ist er aber auch durch die klassischen Reissorten substituierbar.
  • Patnareis: ein indischer Langkornreis, der nach der indischen Stadt Patna benannt wurde.
  • Wildreis: Achtung jetzt kommts: ist eigentlich gar kein Reis, sondern der Samen einer Wasserrohrpflanze, der ausschließlich in Nordamerika wächst und in aller Regel vermischt mit Weißreis verkauft wird.


Desweiteren gibt es im Handel vorbehandelte Reissorten, die ebenfalls (unnötig) teurer sind:

  • Paraboiled Reis wird beim Schälen mit hohem Dampfdruck behandelt, so dass Nährstoffe aus Silberhaut und Keimling in das Korn übergehen und damit beim Abschleifen und polieren nicht verloren gehen. Paraboiled Reis gibt es sowohl als Lang- als auch als Rundkornreis.
  • Schnellkochreis ist vorgekochter und wieder getrockneter Reis, der in nur 3 bis 5 Minuten fertig zubereitet ist. Auch Schnellkochreis gibt es als Lang- und als Rundkornreis.
  • Kochbeutelreis ist nichts anderes, als Reis, der zu 125 g in Plastikbeutelchen abgepackt ist und bei dem das Entnehmen aus dem Kochwasser erleichtert ist.


Die Zubereitung von Reis ist denkbar einfach - umso erstaunlicher ist es, dass sich Dinge wie Schnellkochreis, oder Kochbeutelreis überhaupt entwickeln konnten - hier die klassischen Varianten (gilt beidermaßen für Weiß- und Braunreis; Braunreis hat lediglich längere Kochzeiten):

  • für Wasserreis wird der Reis ähnlich der Nudel in reichlich Salzwasser gekocht und in einem Sieb abgegossen; die Kochzeit für Weißreis beträgt 15 Minuten, die für Braunreis etwa 20 Minuten
  • eine Alternative zum Wasserreis, ist der Quellreis, bei dem der Reis auch aromatischer schmeckt. Bei dieser Zubreitungsart werden Reis und Wasser im Mischungsverhältnis 1:2 zum kochen gebracht, der Reis soll dann bei niedriger Temperatur quellen bis das gesamte Wasser aufgesogen ist. (Daraus ergibt sich dann auch die Umrechnungsformel roher zu gekochter Reis: 100 g roher Reis entsprechen 300 g gegarten Reis, er quillt also um das dreifache auf). Für Risotto wird etwas mehr Flüssigkeit benutzt, damit es schön schlonzig wird. Hier ist das Mischungsverhältnis 1:3.
  • Manche Reissorten müssen vor dem Kochen kalt abgebraust werden, um die Talkumschicht zu entfernen. Ob es bei eurem Reis der Fall ist, findet ihr auf der Packung.
  • Wildreis, der ja nun, wie wir nun wissen, kein richtiger Reis ist, kocht 40 - 60 Minuten. er ist gar, wenn ca. die Hälfte der Wildreiskörner aufgeplatzt ist.