Samstag, 31. Mai 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 12 - Die Augenbrauen in Form bringen

Zu einem guten Make-up gehören sehr eindeutig auch gut gezupfte Augenbrauen. Augenbrauen sind quasi der Rahmen eures Gesichtes und wie auch bei Bildern muss der Rahmen zum Bild passen, damit es nicht irritierend bis seltsam wirkt. Man muss sich Augenbrauen nicht beim Profi zupfen lassen, wenn man ein paar wenige Handgriffe beachtet, kann man das auch super selbst machen und zwar so, dass es wirklich gut aussieht.

Kommen wir zunächst zur richtigen Länge.Die Augenbrauen beginnen mit der breitesten Stelle der Nase, haben Ihren höchsten Punkt auf der Diagonale zwischen Nasenflügel und Pupille, wenn man gerade aus blickt und enden auf der Diagonale zwischen Nasenflügel und äußerem Augenwinkel:

Kürzere oder längere Brauen sind zwar möglich (offene und geschlossene Form) und optimieren Gesicht und Augen. Allerdings sind unsere Augenbrauen sehr entscheidend was unseren Gesichtsausdruck und die damit verbundene Wahrnehmung beim Gegenüber betrifft. Offen gezupfte Augenbrauen lassen einen oft arrogant, zu offen gezupfte Augenbrauen (genauso wie ein zu hoch gezupfter Brauenbogen) dauererstaunt wirken. Geschlossen gezupfte Brauen lassen einen melancholisch bis deprimiert erscheinen. Näheres dazu findet ihr bei den Mädels vom Cadika-Beautyblog: Wie zupfe ich meine Augenbrauen richtig?
Ich persönlich zupfe lieber nach der oben genannten klassischen Form und nutze zum Optimieren von Gesicht und Augen Konturpuder, Highlighter und dergleichen.
Die Länge der Augenbrauen hängt auch immer sehr stark von der aktuellen Mode ab. Gut, so ein "Fashion-Victim" (wer nennt sich eigentlich freiwillig Modeopfer?) bin ich nun nicht, dass ich Trends mitmache, von denen ich weiß, dass sie sich suboptimal auf mein Äußeres auswirken. Ich bin aber auch in einem Alter, in dem man nicht mehr alles unreflektiert mitmachen muss. Momentan ist aber ohnehin die klassische Normallänge der Brauen "in". Wer die Länge seiner Augenbrauen also nach der Mode ausrichten will, kann sich aktuell also getrost an der "Normalform" orientieren.

Kommen wir nun zur Dicke der Brauen. Wie ich eingangs schon erwähnt habe, sind eure Augenbrauen der Rahmen eures Gesichtes. Dünne Augenbrauen in einem eher runden Gesicht wirken genauso seltsam (weil hier die Orientierung für den Betrachter fehlt) wie superdicke Brauen in einem sehr schmalen Gesicht (hier sieht man nur AUGENBRAUEN und wer will schon "die mit den Augenbrauen" sein). Ich weiß, auch die Breite der Augenbrauen unterliegt der Mode und gerade im Moment sind dicke, fast schon buschige Augenbrauen in Mode. Aber ganz ehrlich: den meisten steht es schlicht und ergreifend nicht. Das sieht aus wie ein fetter Balken vorm Kopf. Stattdessen empfehle ich hier eher, die Augenbrauen schön in Form zu bringen - etwas breiter kann man sie ja trotzdem lassen, aber der Wildwuchs sollte ab, das sieht sonst echt ungepflegt aus.

Genug der Vorrede - kommen wir zur Umsetzung, sprich, dem Zupfen der Augenbrauen, so wie ich das mache. Ich habe ja nicht gerade das beste Augenmaß der Welt, daher muss ich - um meine Augenbrauen gleichmäßig hin zu bekommen, etwas vormalen. Wer es sich zutraut, das Ganze auch ohne Gemale hinzubekommen, kann die ersten Schritte natürlich auch überspringen.

Zunächst zeichne ich die drei Linien aus der obigen Skizze mit einem gut gespitzten Kajal auf meine Augenbrauen. Dafür nehme ich einen Stift (ihr solltet dazu immer den gleichen Stift nehmen - ich nehme meinen Augenbrauenstift) und lege ihn ohne Druck am Nasenflügel an um dann mit einem spitzen Kajal die Linien aufzuzeichnen.
In einem nächsten Schritt sorge   ich für Symmetrie; ich übertrage die Dicke meiner Brauen am Anfang, auf Höhe des Bogens und am Ende jeweils von einer Braue auf die andere und verbinde die Punkte miteinander und fertig ist die Form der Brauen.
Zuerst werden die Längen gekürzt. Hierfür kämmt ihr eure Augenbrauenhaare nach oben, alles was über die Kontur steht, schneidet ihr mit einer guten Schere - am besten einer Friseurschere ab. Gleiches macht ihr auch mit den Augenbrauenhaaren, die über eure Endlinie hinausragen.

Nun geht es ans Zupfen. Dazu greift ihr zur Pinzette eurer Wahl und zupft alle Härchen außerhalb eurer aufgemalten Augenbrauen aus. Ich greife zunächst ehrlicherweise zum Gesichtsepilierer um zum Finalisieren noch zur Pinzette zu greifen. Übrigens: wenn gesagt oder geschrieben steht, dass man Augenbrauen nicht von oben zupfen soll, dann ist damit das Form geben von oben gemeint. Möglicher Wildwuchs über der Braue soll natürlich schon weg.

Jetzt müssen nur noch die aufgemalten Brauenkonturen wieder ab (mit Augen-Make-up-Entferner) und fertig sind die frisch gezupften Brauen. Bliebe noch die Frage: wie oft muss man sich denn so die Augenbrauen zupfen? Nun, vorbildlich wäre es natürlich, wenn man sich jeden Abend die nachgewachsenen Härchen entfernt, dann müsste man auch nicht direkt einen solchen Aufstand proben. Ich habe allerdings das Gefühl, dass meine Augenbrauen schlagartig über Nacht nachwachsen, daher mache ich mich alle zwei Wochen ans Werk, das reicht bei mir. (^.^)

Freitag, 30. Mai 2014

Der Grundkurs Nähen - Materialkunde: Vlieseline

Heute möchte ich mich einem besonderen Material widmen, das der angehenden Näherin des öfteren begegnen wird: Vlieseline. Vlieseline dient dazu, um leichte bis mittelschwere Stoffe dort zu verstärken wo es nötig ist, so beispielsweise am Kragen, an Manschetten, am Bund, am Saum  oder aber Allover, wenn aus einem leichten oder mittelschweren Stoff etwas mit besonderer Beanspruchung - eine Tasche zum Beispiel - werden soll.

Es gibt zwei grundsätzliche Sorten Vlieseline: Aufbügelbare und Einnähbare. Ich persönlich bevorzuge aufbügelbare Vlieseline, da so beim Nähen nichts mehr verrutschen kann. Die gängigsten Sorten Vlieseline sind:
  • H 180: für feine und weich fallende Stoffe
  • G 785: eine beidseitig elastische Vlieseline, ebenfalls für leichte Stoffe
  • H 250: für mittelschwere Stoffe
  • H 410: eine extra stabilisierende Vlieseline für mittelschwere Stoffe mit besonderer Beanspruchung

Vlieseline wird exakt genauso zugeschnitten wie das zu verstärkende Schnittteil (also einschließlich der Nahtzugaben) und mit der gummierten Seite auf der linken Seite des Stoffes liegend aufgebügelt. Dabei wird das Bügeleisen nicht über den Stoff geschoben, sondern das Bügeleisen wird nur aufgedrückt. Zum Schutz eures Bügelbrettes legt ihr am besten ein Bügeltuch (ein Geschirrtuch tut es genauso) unter.

Zur Bügeltemperatur beachtet den Aufdruck auf der Vlieseline, der Zuschnitt richtet sich nach den Angaben eures Schnittmusters bzw. solltet ihr ohne Schnittmuster schneidern nach dem jeweiligen Zweck des zu verstärkenden Teils: mit dem Fadenlauf geschnitten verstärkt die Vlieseline, schräg zum Fadenlauf geschnitten, ist die Einlage elastischer und fällt weicher.

Neben Vlieseline als laufenden Meter gibt es auch bereits fertige Zuschnitte für die gängigsten Näharbeiten, wie Rock- und Hosenbund oder für Saumabschlüsse, wo insbesondere der Stoffbruch also die Stelle, an der der Stoff eingeschlagen wird, bereits ausgespart ist, so dass sich Bund- bzw. Saum nicht verziehen können. Selbst kann man sowas nur in Ausnahmefällen vernünftig zuschneiden, daher empfehle ich - auch wenn das Schnittmuster etwas anderes sagt - bei Bund- und Saumabschlüssen grundsätzlich den Griff zu den Fertigzuschnitten.

Solltet ihr ein altes oder ein nicht deutschsprachiges Schnittmuster nacharbeiten wollen, könnt ihr überall dort wo "Einlage", Gewebeeinlage" oder "Verstärkung" steht "Vlieseline" einsetzen. (^.^)

Donnerstag, 29. Mai 2014

Spargel einkochen

Die Spargelsaison ist ehrlich gesagt viel zu kurz und ich esse soooo gerne Spargel. Also warum nicht die Saison verlängern? (^.^) Denn auch Spargel lässt sich einkochen und das sogar sehr simpel. (Vom Einfrieren würde ich abraten, ohne einen Schockfroster - und den dürften die meisten nicht besitzen - verliert Spargel beim Einfrieren sein Aroma).

Für ein Glas mit 1 Liter Inhalt und 1 Glas mit 500 ml Inhalt nehme man:
1 kg geschälter Spargel
Salzwasser (10g Salz auf 500 ml) zum auffüllen

Geräte:
Sparschäler zum Spargelschälen
Küchenwaage
Litermaß
großer Topf

Zubereitung:
Die Gläser sterilisieren. Den geschälten Spargel auf die Länge des Glases zuschneiden. Die gekappten Spargelenden müssen aber nicht in den Müll, die kommen in ebenfalls in ein Einkochglas mit Spargelabschnitten. Den Spargel jetzt mit dem Kopf nach unten in die Einkochgläser schichten. Das ganze bis zum Rand mit Salzwasser auffüllen und die Gläser verschließen. Die Gläser in den Kochtopf setzen und so hoch mit Wasser füllen, dass die Gläser mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das ganze jetzt auf 100° C erhitzen, diese Temperatur halten und den Spargel so 30 Minuten einkochen. Danach werden die Gläser aus dem Wasserbad genommen und kühlen, mit einem Tuch bedeckt, ab.

Bei Gemüse ist es wichtig, dass es zweimal eingekocht wird, da gerade Gemüse gerne nachgärt und die Gläser so aufgehen. Daher kommt der Spargel nach dem Abkühlen noch ein zweites Mal , wie oben beschrieben in den Topf und wird nochmals bei 100° C 30 Minuten lang eingekocht. Die Gläser wieder herausnehmen und mit einem Tuch abgedeckt abkühlen lassen.

Eingekochter Spargel hält sich mindestens ein Jahr.

Dienstag, 27. Mai 2014

Unsere Hochzeitskerze

Wie schon erwähnt, bastle ich auch unsere Hochzeitskerze selbst. (^.^) Dafür habe ich eine weiße Stumpenkerze zunächst mit einer Serviette beklebt (WICHTIG: hier unbedingt speziellen Serviettenkleber für Kerzen verwenden, wenn ihr keinen mittelschweren Hausbrand legen möchtet).

Während die Kerze trocknet habe ich unser Motiv der Wahl (ebenfalls selbst entworfen - zu kleinteilig sollte es für diese Methode der Kerzengestaltung nicht sein) ausgedruckt und in eine handelsübliche Prospekthülle gepackt. Die Konturen unseres Motivs habe ich mit goldfarbenen Wachsstreifen auf der Prospekthülle nachgeklebt. Hier ist es wichtig, wirklich sehr akurat zu arbeiten, damit die Wachsfarbe nicht verläuft. Mit eben jener Wachsfarbe - sog. Candle Liner - habe ich anschließend das Motiv ausgemalt und lasse nun auch dieses gut trocknen.

Abschließend klebe ich unser Motiv sowie eine Randbordüre auf die Kerze, zur Sicherheit mittels Wachskleber. Für "normale Kerzen" kleben die Wachselemente, sowohl die gekauften als auch die selbst gemachten, gut genug, bei unserer Hochzeitskerze will ich aber auf Nummer Sichersicher gehen. (^.^) Damit die Kerze einen schönen Glanz bekommt und gleichzeitig die Oberfläche versiegelt wird (auch das braucht es bei "normalen Kerzen" nicht unbedingt) habe trage ich zuletzt noch Kerzenfirnis auf und lasse auch dieses nochmals gut trocken.

Sonntag, 25. Mai 2014

Gebäck und Zierde für den Hochzeits-Sweettable - Die Testreihe: Teil 2

Ich widme mich bei meinem eigentlich ersten Versuch direkt mal der Tortenzierde. Ich habe mir auf der Auer Dult einige Silikon-Gießförmchen für Schokolade gekauft - Zum einen mit Rosen (eine unserer Hochzeitsblumen) und zum anderen mit Ornamenten. u.a. stilisierten Lilien (die andere der Hochzeitsblumen). Nachdem ich bisher noch nie Schokolade gegossen habe, probiere ich das lieber mal aus, so dass ich im Zweifelsfalle immer noch die Möglichkeit habe umzudisponieren.

Das sind meine Förmchen:


Ich gieße dabei sowohl weiße, als auch Vollmilch- und Zartbitterschokolade, da jede Sorte einen anderen Fettgehalt und damit vermutlich auch andere Gießeigenschaften hat. Dabei probiere ich mit jeder Schokisorte auch jedes der drei Förmchen aus. Hier ist das Ergebnis:

Außerdem wollte ich ausprobieren, ob sich weiße Schokolade mit normaler Speisefarbe aus dem Supermarkt rot oder zumindest rosa färben lässt. Und: ja es geht! Sehr gut sogar! In meiner Mischung sind es 50 g weiße Schoki, 1 TL rote Speisefarbe und etwa 10 g Palmin. Das, also weiße Schoki einfärben, ist wieder eines der Dinge, die ich mich ewig nicht auszuprobieren getraut habe, weil irgendwelche selbsternannten Backprofis auf Chefkoch.de rumtröten, dass das niemals gehen würde. Genauso wie die Sache mit dem Torten einfrieren, dass das nicht gehen würde, habe ich mir auch dort einreden lassen, das Gegenteil habe ich ja erst kürzlich unter Beweis gestellt. Ich sollte echt mal aufhören dort mitzulesen, oder zumindest damit aufhören, mir von irgendjemandem etwas einreden zu lassen, den ich noch nicht mal persönlich kenne. Aber jetzt genug geschimpft - hier ist meine rote Schoki:

Freitag, 23. Mai 2014

Wasserwellen (Fingerwaves) - so gehts

Wasserwellen waren gerade in den 20ern und frühen 30ern sehr beliebt und sind wirklich eine absolut hohe Kunst. Original Wasserwellen auf dem eigenen Kopf einzukämmen ist schier unmöglich, zumindest für Menschen mit einer motorischen Begabung die meiner gleich kommt... Zugegebenermaßen mache ich Wasserwellen nicht all zu oft, so dass ich auch nicht wirklich Übung habe. Das Einkämmen der Wasserwellen ist etwas, das ich euch daher leider nicht zeigen kann.




Glücklicherweise gibt es aber Wellenreiter, mit denen man verhältnismäßig gut Wasserwellen in die Haare gelegt bekommt, ohne das man sie einkämmen muss. Allerdings sind Wellenreiter nun wirklich nichts zum drauf schlafen, so dass man Zeit haben muss, um sich mit der Methode Wasserwellen zu legen.









Dazu kämme ich mir die feuchten Haare gründlich durch, setze einfach die Wasserwellenreiter ein und lasse meine Haare lufttrocknen. Danach kämme ich nur ganz leicht durch und bringe die Frisur in Form.






Als Finish kommt drüber noch etwas Haarspray und fertig:

Der Vintage Flaneur - Ausgabe V und Lilis Hochzeitsserie

Vor einigen Tagen ist die 5. Ausgabe des Vintage Flaneur erschienen. Dieses mal erwartet euch ein Ausstellungsbericht zur Ausstellung "1914 - Mitten in Europa, Ideen und Tipps zum perfekten Picknick, eine Reportage zum 125jährigen Geburtstag des Moulin Rouge, bezaubernde Blumenmode und ein großes Special für eine Traumhafte Vintage-Hochzeit.

Auch von mir gibt es wieder einen kleinen Beitrag nachzulesen: Teil 3 meiner Hochzeitsserie Live aus dem Leben einer Braut, also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Der Grundkurs Nähen - Materialkunde: Stoffe

Ich habe ja schon angedroht, dass wir uns zunächst der trockenen Theorie widmen müssen, bevor es richtig zur Sache geht und wir mit unseren ersten Nähprojekten anfangen. Ich möchte im Rahmen der Theorieeinheit auch direkt mit dem wichtigsten anfangen mit einer kleinen überblicksweisen Materialkunde zu den unterschiedlichen Stoffen. Wenn ihr euch Stoffe für eure Nähprojekte kauft, darf nicht nur allein die Optik entscheiden, sondern allen voran die Verarbeitungs- und für später, die Trage- und Pflegeeigenschaften eures Stoffes. Dafür müsst ihr in den Grundbegriffen aber erstmal wissen, wovon ihr sprecht und was ihr braucht, bzw. was ihr eben nicht brauchen könnt.

Stoffe lassen sich vom Rohstoff her in drei grundsätzliche Kategorien einteilen:
  • Naturfasern, also Materialien wie Seide, Leinen, Baumwolle, Wolle; Naturfasern sind üblicherweise sehr saugfähig, trocknen daher aber auch sehr langsam. Leider knittern sie auch sehr leicht und sind damit ziemlich bügelintensiv. Dafür sind die Stoffe aber auch formstabil und neigen so kaum zu Verziehen oder Ausleiern.
  • zellulosische Chemiefasern, also Fasern die durch chemische Verarbeitung aus Zellulose - sprich: aus Pflanzen - gewonnen werden; dazu zählen Viskose oder Acetat; zellulosische Chemiefasern ähneln in ihrer Struktur den Naturfasern und zwar je nach dem, welcher sie nacheifern wollen, sind aber deutlich pflegeleichter.
  • synthetische Chemiefasern werden aus Mineralöl gewonnen, dazu zählen Polyester, Polyamid, Polyacryl und all die anderen Polytierchen; synthetische Chemiefasern sind je nach Qualität sehr unterschiedlich. Aus diesen Materialien wird das Billigste vom Billigen hergestellt und so sieht es dann auch aus; zudem riecht man nach 10 Minuten in diese Plastiktüte eingehüllt auch wie eine verschwitzte Fußballmannschaft. Selbstverständlich gibt es auch höherwertig verarbeitete synthetische Chemiefasern, die mittlerweile den hochwertigeren Rohstoffen aus der Natur etwas näher gekommen sind. Sollte man aber bereit sein, etwas mehr an Geld zu investieren, kann man auch gleich zu den beiden oben genannten Alternativen greifen, da man es nach wie vor sieht, ob ein Kleidungsstück aus Stoff, oder aus gewebten Plastik hergestellt wird. Zudem wird es euch eure Haut und eure Gesundheit und nicht zuletzt die Umwelt und irgendwann mal eure Kinder danken, wenn ihr euch nicht von oben bis unten in Erdöl hüllt. Und mal ehrlich: wenn ihr euch schon die Mühe machen wollt, um euch schöne Dinge selbst zu nähen, dann doch auch mit den qualitativ bestmöglichen Materialien und nicht mit dem billigsten Mist, der gerade hergeht. Just my two Cents...
Stoffe lassen sich außerdem nach ihrem Gewicht unterscheiden. Man unterscheidet dabei leichte Stoffe, mittelschwere Stoffe sowie schwere Stoffe. Leichte Stoffe verwendet man üblicherweise für Sommergarderobe, mittelschwere Stoffe sind die Ganzjahresallrounder und schwere Stoffe finden in der Herbst- und Wintergarderobe Verwendung. Daneben gibt es noch viele Spezialstoffe, angefangen beim Segeltuch, über Markisenstoffe, Wachstuch, Lackstoffe, Stoffe zu beziehen von Sitzmöbeln und so weiter und so fort.
Als Anfänger ist es zunächst sinnvoll sich erstmal an die mittelschweren Stoffe zu halten, da diese am leichtesten zu verarbeiten sind.

Als ob das nicht alles schon kompliziert genug wäre, gibt es noch eine riesige Litanei an Stoffbezeichnungen, die je nach Web- und Verarbeitungsart unterschiedlich sind. So beispielsweise Batist, Chiffon, Köper, Rips oder Voule um nur ein paar zu nennen. Zugegebenermaßen ist der Dschungel der Stoffabteilung für einen Anfänger erstmal schwer zu durchblicken. Daher: lasst euch vor Ort beraten. Die Damen in den Handarbeitsläden und -abteilungen kennen sich üblicherweise gut aus. Solltet ihr Online kaufen wollen, kann ich euch stoffe.de empfehlen, deren Webshop wirklich gut sortiert ist, so dass sich auch ein Anfänger gut zurechtfindet. Solltet ihr nachschlagen wollen, dann habe ich hier noch ein Stofflexikon für euch, das das wichtigste leicht verständlich erklärt: stofflexikon.com
Und: bei all den kommenden Projekten erkläre ich auch genau, welche Stoffe ich verwende, bzw. verlinke sie direkt, sollte ich sie online gekauft haben. Aber keine Sorge: wie bei so vielem im Leben kommt mit der Zeit und der Übung auch die Erfahrung, das lernt ihr mehr oder weniger "so nebenbei" und "nach und nach".

Mittwoch, 21. Mai 2014

Häkeln für Anfänger - feste Maschen

Wie bereits angekündigt, geht es heute weiter mit den festen Maschen. Auch hierzu habe ich euch wieder ein kleines Video zur Veranschaulichung gedreht:

Mit der Häkelnadel so in die darunterliegende (Luft-)Masche einstechen, dass zwei Querfäden auf der Häkelnadel liegen. Den Lauffaden von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen und durch den Durchstich ziehen. So liegen zwei Maschen auf der Häkelnadel. Wieder den Faden von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen und diesen durch die beiden, auf der Nadel liegenden Maschen ziehen. Wieder in die darunterliegende (Luft-)Masche einstechen, so dass zwei Querfäden auf der Häkelnadel liegen und den Lauffaden durchziehen. Den Lauffaden erneut von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen und diesen durch die beiden, auf der Nadel liegenden Maschen ziehen und so weiter und so fort. Zum Wenden der Häkelarbeit eine Luftmasche häkeln, die Arbeit wenden und wieder wie gewohnt feste Maschen häkeln.

Soviel zunächst zu den festen Maschen. Habt ihr schon ein bisschen geübt? Nein? Naja, macht nichts, nächstes Mal widmen wir uns auch schon unserem ersten Häkelprojekt, dort bekommt ihr die nötige Übung auf jeden Fall. (^.^)

Montag, 19. Mai 2014

Häkeln für Anfänger - Anschlag und Luftmaschen

Heute geht es endlich ans Eingemachte, wir fangen an, mit dem praktischen Häkeln. (^.^) Nachdem das Erklären alleine zu umständlich und kompliziert wäre, habe ich euch kleine Videos gedreht, die euch die Grundlagen hoffentlich veranschaulichen.

Als erstes: der Anschlag, sprich die erste Masche:

Den Faden zu einer Schlaufe legen, so dass das Fadenende die Schlaufe untenliegend kreuzt. Mit der Häkelnadel von oben durch die Schlaufe den Lauffaden (also das Ende des Fadens das aus dem Knäuel kommt) durchziehen und festziehen.

Und nun noch die Luftmasche als klassische Grundreihe für viele Häkelarbeiten:

Den Lauffaden zwischen kleinem Finger und Ringfinger hindurchführen, um den Zeigefinger wickeln (ich wickle nur einen Umschlag, für viele ist es bequemer wenn sie mit zwei oder drei Umschlägen um den Zeigefinger häkeln; wichtig ist, dass der Lauffaden locker durch eure Hand hindurch läuft. Den Faden, der nun zwischen Zeigefinger und Häkelarbeit gespannt ist, von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen und durch den Anschlag ziehen, so entsteht die erste Luftmasche. Wieder den Faden von hinten nach vorne um die Häkelnadel legen, durch die erste Luftmasche ziehen, schon hat man die zweite Luftmasche - und so weiter und so fort.

Soviel zunächst zum Einstieg in die Praxis. Beim nächsten mal widmen wir uns den festen Maschen. (^.^)

Samstag, 17. Mai 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 11 - Den Teint schminken - Das Komplettprogramm

Nach meiner grundlegenden Kleinserie zum Thema Make-up und Schminken, möchte ich euch heute nochmal Schritt für Schritt zeigen, wie man den Teint schminkt, da gerade ein perfekter aber dezent geschminkter Teint die Grundlage jedes gut geschminkten Gesichts ist.
so kommt ihr von müde, blass und fahl (links) zu frisch und erholt (rechts)
Das braucht ihr:
Primer (optional)
Grundierung
Eyebase
je nach geplantem Lippen-Make-up ggf. noch eine Lipbase
Concealer
Abdeckcreme
Puder
Bronzer/Konturrouge
Rouge
Highlighter
Thermalwasser/Fixierspray (optional)

Und so geht es - in 11 einfachen Schritten:



Die Basis jedes guten Make-ups ist die Pflege eurer Haut, also erstmal klären und eine Tagespflege auftragen und gut einziehen lassen.



Jetzt den Primer auftragen; ich mache das ganz schlicht und einfach mit den Fingern.


Über den Primer kommt nun noch eine Schicht Grundierung, die ich ebenfalls schlicht und einfach mit den Fingern auftrage. Danach folgen Eye- und Lipbase, die dazu dienen, dass die Farbe von Lidschatten und Lippenstift schöner rauskommen und beide vor allem auch länger und besser halten.




Den Concealer trage ich in der Nasolabialfalte und unter dem hinteren Drittel der Augenbrauen auf. So wirkt die Nasolabialfalte weniger tief und die Augen wirken frischer, der Blick wirkt quasi geöffnet indem der Brauenbogen optisch angehoben wird.




Jetzt wird abgedeckt: die Augenringe und ein geplatztes Äderchen, das mitten auf meiner Nasenspitze prangt. Außerdem noch einen Pickel am Kinn - man gönnt sich ja sonst nichts.



Und matt: Puder drauf. (^.^)





Mein Gesicht modelliere ich, indem ich Bronzer unter die Wangenknochen und auf die komplette Nase gegeben habe. So werden die Wangenknochen betont und mein Riesenzinken optisch kleiner gezaubert.
Wichtig bei Schnewittchentypen wie mir: den Bronzer immer in der hellsten verfügbaren Farbe kaufen und nur einen klitzekleinen Hauch aufstäuben, sonst siehts nach Assitoaster aus.


Nach dem Bronzer  kommt nun noch Rouge auf die Wangenknochen. Ich schminke mir üblicherweise Apfelbäckchen, das sieht natürlicher aus. Dafür schenkt ihr euch im Spiegel ein Lächeln und tragt einen Hauch Rouge in kreisenden Bewegungen auf dem höchsten Punkt der Wangen auf und blendet es leicht zu den Schläfen hin aus. Und schon seid ihr frisch und jung und gesund. (^.^)




Jetzt folgt noch Highighter und zwar auf dem allerhöchsten Punkt der Wangen wenn ihr euch anlächelt und zwar leicht bogenförmig und unmittelbar unter dem Brauenbogen und den Augenöffnereffekt des Concealers noch zu verstärken.



Im letzten Schritt gebe ich noch etwas Face-Make-up-Fixer über das Make-up, damit es besser hält und nicht verläuft.







Fertig ist der Teint und - und das verspreche ich - mit etwas Übung in Ablauf und Anwendung in ca. 5 Minuten problemlos zu schaffen.

Freitag, 16. Mai 2014

The Marcel Wave (aka. Kreppwellen)

Auch mit Lockenwicklern lassen sich Wellen legen, die so genannten Kreppwellen (Marvel Wave), die Frau schon Jahrhunderte auf dem Kopf trug -naja, mit Unterbrechungen natürlich, je nach Mode - und gerade von den 1910ern bis hinein in die 1930er nochmal sehr in war. Obwohl Wellen das Ziel sind, werden eher kleine Lockenwickler verwendet und verhältnismäßig schmale Partien abgeteilt. Die Lockenwickler werden ins fast trockene Haar gedreht, wobei jede Strähne zusätzlich noch mit Festiger (ich nutze den von Balea - siehe Bild) eingesprüht wird, bevor sie gelegt werden.



Ich habe euch das Basisset wieder als schematische Zeichnung zusammengestellt, da bei meinen dunklen Haaren das Legeschema nur sehr schwer zu erkennen ist:



Die Haare werden dafür, jeweils am gewünschten Scheitel beginnend, vom Scheitel weg auf Lockenwickler gewickelt.

Nach dem Durchtrocknen - am besten über Nacht, je nach Wahl der Lockenwickler schläft es sich mehr oder weniger bequem, werden die Haare wieder gelöst und ausgekämmt bis Wellen zu erkennen sind. Diese Wellen werden jetzt mit Haarklammern festgesteckt und ordentlich mit Haarspray eingesprüht und leicht angeföhnt (siehe Bild links). Wer es "Original" will, greift stattdessen zur Brennschere und brennt die Vertiefungen ein, wer es nicht so Original will, aber trotzdem lieber mit Hitze arbeiten möchte oder muss, der kann auch zum Lockenstab greifen. Nachdem das Haarspray getrocknet ist, werden die Haarklammern wieder vorsichtig entnommen und fertig ist die Kreppwelle:



Die neue Freitagsserie: Der Grundkurs Nähen (^.^)

An der ein oder anderen Stelle habe ich es ja schon anklingen lassen, was ich als neue Freitagsserie planen könnte. Heute gehts los und es wird... Ein Grundkurs nähen, passend für all jene die so gerne nähen würden, sich aber bisher noch nicht wirklich rangetraut haben. (^.^)

Zunächst gibt es natürlich eine Runde trockene Theorie, bevor wir dann richtig einsteigen und Nähen werden. Ich zeige euch zu den jeweiligen Arbeitsschritten auch gleich noch kleinere Nähprojekte, die ihr zu Übungszwecken mit dem Gelernten direkt umsetzen könnt. Bei der Auswahl achte ich natürlich möglichst darauf, dass die Nähprojekte in die Kategorie "nützlich", zumindest aber in die Kategorie "schön" fallen. Sollte euch irgendeines der Übungsprojekte nicht so zusagen, macht es trotzdem, immerhin dient es eurer Übung. Ihr müsst es dann ja nicht behalten und auch nicht die teuersten Materialien hinein investieren.

Ich hoffe ich mache euch mit der neuen Serie eine kleine Freude. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den virtuellen Nähkurs und die gemeinsamen Nähprojekte. (^.^)

Donnerstag, 15. Mai 2014

Ich zeig euch meinen Kleiderschrank die Fünfte - meine Blusen

Nachdem ich im Verwaltungsbereich eines großen Unternehmens tätig bin, kann ich natürlich nicht genug Blsuen haben... Zwar haben wir keine offizielle Kleiderordnung, unser inoffizieller Dresscode ist aber trotzdem Business Casual, so dass meine Blusen fast arbeitstäglich zum Einsatz kommen. Glücklicherweise sind Blusen sehr Zeitlos, zumindest was meine Lieblingsdekaden von den 20ern bis zu den 60ern betrifft - alles eine Frage der Kombination. Hier sind die guten Stücke aus meiner Sommergarderobe:



Der Klassiker in schlichtem weiß ist selbstverständlich dabei...











...genauso wie der Klassiker in schlichtem weiß mit Biesendetail.











Selbstverständlich gibt es den Klassiker auch noch in Kurzarm, jetzt als Blusenbody, der verhindert, dass die Bluse unschön aus dem Bund rutscht.










Kurzärmlig mit Rüschen ist auch noch im Angebot...











...genauso wie kurzärmlig aus Satin im Stil einer 40er JAhre Bluse (abgerundete Kragenspitzen, Puffärmel, stark tailliert)










Schließlich noch den Klassiker für sehr heiße Sommertage, aus Leinen und ohne Ärmel (für die Freunde des Retro-Stils: sowas geht erst für Looks ab den 50ern).










Diese Bluse ist so dermaßiger absolut gruseliger Pseudo-50er-Rockabilly-Kitsch, das sie schon wieder cool ist: Bubikragen (eigentlich eher 60er denn 50er), zum Binden mit Schleifchen, dazu Rüschen und durchsichtig und Polkadots (zu klein für 50er) und Kirschprint (80er Rockabilly). *gg* Naja gut, sowas trage ich dann nun nicht im Büro, zumindest nicht, ohne nicht noch einen Pulli drüber zu ziehen.







Nochmal im 40er Jahre Stil, dieses mal transparent und mit Schleifenkragen.











Ich liebe Schluppenblusen, besitze aber kaum welche... Hier wäre eines meiner wenigen Stücke.










Wieder ein klassischer Schnitt, dafür eine kräftige Farbe, es muss schließlich nicht immer weiß sein.










Ein Jeanshemd darf in keinem Kleiderschrank fehlen - naja, außer man Orientiert sich an Dekaden vor den 50ern, dann schon, ansonsten aber wirklich nicht.










Einmal mehr der klassische Schnitt, in einer erneut klassischen Bürofarbe: hellblau











Das ganze gibt es auch noch in hellblau-weiß gestreift.











Die Bluse begleitet mich schon sehr lange und ich glaube, ich kann mich niemals von ihr trennen. Wieder toll für 40er aber auch 50er Jahre Looks.










Zum Abschluss nochmal klassisch diesesmal grau-weiß gestreift.

Dienstag, 13. Mai 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 10 - Das Make-up haltbar(er) machen

So ihr Lieben, nun haben wir also grundiert und gepinselt, schattiert und gepudert, Rouge aufgelegt und Highlights gesetzt. Bliebe noch die Frage im Raum wie lang bleibt das so? Nun, durchaus lange, wenn man das Make-up noch fixiert.

Klar grundsätzlich könnte man natürlich extra langhaltende Make-up-Produkte kaufen. Die haben dann allerdings gleich zwei Nachteile: zum einen ist das Zeug quasi Silikon pur und zum anderen sind die langhaltenden Produkte deutlich teurer als ihre normalen Pendants.

Die gute Nachricht ist: haltbares Make-up geht auch leichter und günstiger, nämlich mit Thermalwasserspray. Thermalwasserspray gibt es in kleinen Sprayflaschen in jeder Drogerie. Es muss kein bestimmtes sein, weil es nun mal nur Wasser ist und Wasser ist in diesem Falle wirklich Wasser. Allerdings braucht ihr echt Thermalwasserspray, weil die Spritzdüsen handelsüblicher Sprühflaschen zum Selbstbefüllen leider nicht fein genug sind. Damit ruiniert ihr euch euer mühsam aufgetragenes Make-up nur wieder.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie Wasser denn bitte euer Make-up fixieren soll, oder? Der feine Sprühnebel des Thermalwassersprays legt sich auf eure Haut und sorgt dafür, dass euer Make-up quasi mit eurer Haut verschmilzt. damit hält es nicht nur länger, es sieht auch natürlicher aus, weil das Thermalwasserspray auch diesen Talkum-Look abschwächt.

Aufgetragen wird es ganz leicht: Ihr sprüht mit dem Thermalwassspray einfach nur einmal kurz in euer Gesicht und fertig. (^.^)

Neben Thermalwasersprays gibt es auch Make-up-Fixer diverser Kosmetikhersteller, die preislich in etwa in der Riege der Thermalwassersprays unterwegs sind. Selbstverständlich kann man auch dazu greifen. (^.^)

Sonntag, 11. Mai 2014

Häkeln für Anfänger - Materialkunde: was man sonst noch so braucht

Neben Häkelgarn braucht es zum Häkeln selbstverständlich eine Häkelnadel. Ob ihr zu Metall oder Bambus greift, bleibt eurem jeweiligen Geschmack überlassen. Bambus- und Kunstsoffnadeln sind leichter und angeblich lässt es sich damit auch besser arbeiten - insbesondere für Anfänger. Nachdem ich Häkeln allerdings mit Gewicht in der Hand - sprich mit Metallhäkelnadeln gelernt habe, komme ich mit Bambus und Kunststoff nicht klar. Damit wird mein Maschenbild total unsauber. Ich bleibe also auf jedem Fall den guten alten Häkelnadeln aus Metall treu. (Außer ich brauche eine sehr dicke Nadel, dann greife ich zu Bambus - dann stimmt auch das Gewicht in der Hand wieder). Für welches Material ihr euch entscheidet, bleibt letztendlich dem persönlichen Geschmack überlassen. (^.^)

Häkelnadeln gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die Stärke der Nadel die ihr braucht, richtet sich nach dem Garn, das ihr verarbeiten wollt. Die ideale Nadelstärke ist dabei jeweils auf der Garnbanderole angegeben. Nachdem auf den Banderolen üblicherweise von-bis-Angaben gemacht werden, richtet sich die benötigte Nadelstärke nach eurem Maschenbild: häkelt ihr sehr locker, greift zur kleineren Größe, häkelt ihr zu fest greift zu größeren Nadelstärke. Bei normalem Maschenbild, oder wenn ihr euch nicht sicher seid, wie euer Maschenbild aussieht, nehmt die goldene Mitte. (^.^)

Außerdem braucht ihr zum Häkeln (keine Sorge: viel ist es nicht mehr - Häkeln ist wirklich easy):
  • ein Maßband
  • eine Schere
  • Woll- bzw. Sticknadeln ohne Spitze mit ausreichend großem Öhr
  • Stecknadeln
Fertig. Mehr ist es nicht. Jetzt können wir auch schon loshäkeln (^.^)


Mittwoch, 7. Mai 2014

Das Ringkissen für unsere Trauung

Auch unser Ringkissen wollte ich unbedingt selbst machen. Das vor allem, weil käufliche Ringkissen billig aussehen (wirklich so wie aus dem 1,- € Shop) aber ganz schön teuer sind. Außerdem lege ich ja ziemlichen Wert drauf, das alles durchgestyled und super gut zusammenpassend ist, schon alleine deshalb muss es sein, dass ich das Ringkissen selbst mache. Ganz davon abgesehen, ist es so natürlicxh auch wunderbar individuell. Dieses Ringkissen habe nur ich und sonst niemand. (^.^)

So gehts:
Den Stoff in der gewünschten Größe und Form doppellagig zuschneiden. Ich habe weißer Baumwolle gegriffen und in einer Größe von etwa 15 cm x 12 cm zugeschnitten. Die zwei langen und eine der kurzen Seiten habe ich mit einem Steppstich geschlossen und anschließend einen 1,5 cm breiten Rand abgesteppt. Nun werden die Bänder zum befestigen der Ringe aufgesteppt.



Anschließend wird das Kissen mit Füllwatte (nicht zu prall) gefüllt und die beiden Nähte ebenfalls noch geschlossen und abgesteppt.




Den abgesteppten Rand habe ich dann noch mittels Stoffkleber mit Stoffblumen beklebt - übrigens die gleichen Stoffblumen, die auch noch für weitere Hochzeitsdeko und Accessoires zum Einsatz kommen werden. (^.^) Dazu werden die Blumen vorsichtig (sic!) und mit kleinen leichten Drehbewegungen vom Blumendraht gezogen und aufgeklebt.
Das einzige, was noch gemacht werden muss, ist das Einkürzen der Bänder, das passiert aber erst, wenn unsere Eheringe aufgebunden sind. (^.^)

Dienstag, 6. Mai 2014

Lili heiratet: in 4 Monaten: das steht jetzt an

Ich habe mein Tief überwunden und bin mittlerweile wieder frisch am Werk - alles wieder gut (^.^) Daher wird es auch Zeit für die aktualisierte To Do-Liste.

Die kirchliche Trauung
Der Vorbereitungstermin mit unserem Traupfarrer wäre abgestimmt - wir besprechen uns am 5. Juli. Ich werde selbstverständlich berichten.

Wie ich das letzte Mal schon erwähnt habe, mussten wir unsere Planungen zum Hochzeitsvorbereitungsseminar im April wieder verwerfen - das Seminar selbst haben wir aber nicht verworfen. Unser neuer Termin ist der 28. Juni, auch hierüber werde ich natürlich wie gewohnt berichten.

Den ersten Abstimmungstermin mit unserem Restaurant hatten wir mittlerweile. Wir bekommen demnächst ein konkretes Angebot auf Grundlage unserer Wünsche per E-Mail zugesandt. Was bereits feststeht ist die Tischordnung - die gibt mehr oder weniger der Raum vor: die Tische stehen als zwei lange Tafeln, was unseren Vorstellungen sehr entgegen kommt, so dass wir uns jetzt konkrete Gedanken um die Sitzordnung und die Tischdeko machen können.

Unser vorläufiger Tagesplan steht soweit, die Abstimmungstermine mit Band und Fotografin auch. Den Organisten haben wir mittlerweile auch erreicht. Er hat uns um eine Terminvereinbarung nach Pfingsten gebeten. Bis dahin können wir uns überlegen, wie wir den musikalischen Rahmen nun konkret gestalten wollen. Ungefähre Vorstellungen haben wir bereits, einzelne Stücke, die gespielt werden sollen auch. Jetzt muss das ganze nur noch in eine sinnvolle Reihung.

Die Einladungen zur Trauung sind mittlerweile fertig und versandt.

Auch meine Backversuche laufen fleißig weiter. Die Auswahl der Torten für die Hochzeitstorte steht soweit - da verrate ich jetzt aber noch nicht, was es gibt. (^.^) Auch was Mama an selbst gebackenen Kuchen beisteuert, steht fest und was es an Kleinkram gibt und welche Dekomöglichkeiten ich so habe, teste ich gerade aus. Außerdem werde ich demnächst das "Zubehör" sprich Kuchenplatten, Etageren und dergleichen kaufen bzw. zusammenschnorren. Eventuell hat hier auch unser Restaurant Kontakte. Erfreulicherweise kümmert sich das Restaurant um den kompletten Abbau. Auch bezüglich der Anlieferung sind sie dort flexibel.

Jetzt verrate ich euch noch was... Ich habe schon seit Monaten mein Brautkleid. (^.^) Das gute Stück war ein richtiger Zufallsfund bzw. hat mich gefunden. Ich war an meinem Geburtstag im November (ich habe ja von meinem Schatz Shopping geschenkt bekommen) in einem meiner Lieblings-Second-Hand-Shops, bei Alexas in München und habe mich nur ganz unverbindlich erkundigt, ob sie auch hin und wieder mal Brautkleider reinkriegt, weil ich ein 50er-Jahre Brautkleid suche. Da greift die gute Alexa doch glatt hinter sich und holt einen 50er Jahre Spitzentraum von der Kleiderstange und: es passte wie angegossen, so als wäre es für mich gemacht worden. Also: zugegriffen und mitgenommen und zwar für sagenhafte 95,- € (^.^)
Mein schickes Kleidchen muss ich jetzt nur nochmal Reinigen und Aufbügeln lassen (nein, das mache ich dann nun doch nicht selbst).
Auch Schuhe habe ich mir geleistet und zwar weinrote, klassische Lacklederpumps. Ja, ihr lest richtig, "weinrot", farbige Schuhe, ja, das ist sicher mein Ernst (^.^) Ich weiß, dass farbige Brautschuhe nicht Original 50er sind, aaaaber: Mein Kleid ist 50er Jahre typisch nicht boden-, sondern knöchellang, d.h. die Schuhe müssen ein Highlight sein. Nachdem es aber schier unmöglich ist, das exakt passende Weiß zum Kleid zu treffen und ich auch nicht dieses trashig-billige silber-gold-glitzer-glimmer-Ding abziehen wollte und unsere Hochzeitsfarben nun mal cremeweiß, schwarz und weinrot sind, habe ich eben zum weinroten Schuh gegriffen.
Was jetzt bei meiner Garderobe noch fehlt sind:
  • der Schleier - den nähe ich selbst; der Stoff ist bestellt und sobald er da ist gehts los
  • ein Blumengesteck für die Zeit sobald der Schleier abgenommen wird (klassischerweise nach dem Brauttanz) auch das Blumengesteck mache ich selbst und auch hier ist das Material bereits da
  • etwas zum Schultern bedecken für die Kirche - auch hier nähe ich selbst
  • eine Tasche - da habe ich noch nicht mal angefangen zu suchen und bin auch noch ziemlich ideenlos
  • "das Darunter" - bequem sollte es sein und formend
  • Nahtstrümpfe - die hab ich eigentlich schon - die stehen hier jetzt mehr der Vollständigkeit halber (^.^)
  • sicherheitshalber ein weißer Regenschirm
  • meinen Schmuck muss ich mir auch noch zusammenstellen

Auch mein Schatz hat seinen Anzug bereits, allerdings nicht neu gekauft, er trägt aber eigentlich nie Anzüge, daher hat er einen, den er seit drei Jahren besitzt und seitdem erst zwei Mal getragen hat, der aber wirklich teuer war und super passt, also zieht er den Anzug an und gut ist. (Nein, ich hab mich da nicht so, warum auch? Das muss ja auch nicht sein, dass er sich jetzt für mehrere hundert Euro einen zweiten Anzug kauft, der dann auch nur im Schrank hängt.) Auch klassische schwarze Schuhe dazu hat er bereits (die sind sogar nur einmal getragen), genauso wie einen passenden Gürtel.
Was mein Schatz noch braucht:

  • ein weißes Hemd
  • eine schmale weinrote Krawatte



Wir müssen beide außerdem noch unsere Schuhe zum einen einlaufen: das geht am besten, wenn man sie für zwei Wochen jeden Tag etwa 30 Minuten zu Hause trägt, während man Dinge im Stehen und Gehen tut, Aufräumen beispielsweise, oder putzen... Sobald wir sie halbwegs eingelaufen haben, müssen wir damit zum anderen noch unseren Brauttanz üben. Ich bin allerdings noch am Überlegen, ob ich mir für die Feier nach der Trauung nicht noch weinrote Ballerinas zulege.

Was meine Schwester mittlerweile gekauft hat, ist das Kleidchen für meine kleine Nichte, sicherheitshalber in ihrer jetzigen Größe und in einer Größe größer. Meine Nichte trägt ein weißes Spitzenkleid, passend zu mir (sie ist auch die einzige, die das darf - außer mir als Braut natürlich). Dazu bekommt sie eine große weinrote Schleife um die Taille und passende Lackschühchen dazu. Der Blumenkranz fürs Haar fehlt ebenfalls noch, der entsteht passend zu meinem Gesteck. Allerdings hasst sie es irgendetwas auf dem Kopf zu haben, ich glaube, da muss ich mit der Kleinen nochmal reden, vielleicht ist ein Haarreif, der schnell rauf und auch schnell wieder runter ist, passender als ein Blumenkranz, der gesteckt werden muss.

Was bei der Kleidung noch fehlt, ist das Kleid für meine Kranzljungfrau. Hier muss ich mit ihr noch reden was für sie vorstellbar wäre. Nun und mein Bruder als Kranzlherr hat einen Anzug (bei ihm verhält es sich genauso wie bei meinem Liebsten, was Tragen und Besitz von Anzügen betrifft) und ich glaube nicht, dass er sich einen neuen Anzug kaufen wird. Wobei ich mit ihm dazu auch noch nicht gesprochen habe. Das sollte ich vielleicht auch zeitnah machen.

Weiterhin offen ist:
  • wir müssen uns überlegen, welche weitere Hochzeitspapeterie wir haben wollen (also Programmhefte, Platzkarten usw. usf.) und diese gestalten
  • mit unserem Kranzlpaar müssen wir uns demnächst sowieso näher absprechen
  • Die Anstecksträußchen für unsere Gäste wollen gebastelt werden
  • Das Ringkissen will genäht werden
  • die Hochzeitskerze will gestaltet werden
Neu kommt diesen Monat hinzu:
  • wir müssen unsere Ringe aussuchen, bestellen und gravieren lassen

Die standesamtliche Trauung
Beim Standesamt sind wir bezüglich Garderobe nun doch einen Schritt weitergekommen. Wir haben uns nämlich darauf geeinigt Tracht zu tragen. Ich dabei ein bisschen mehr als mein Schatz, der ja aus nördlichen Gefilden stammt und sich logischerweise nicht verkleiden möchte. Er wird sich aber einen Lodenjanker kaufen und dazu eine dunkle Hose und ein Karohemd sowie seine weinroten Docs kombinieren. Ich habe mein Kleid, ein klassisches Schwarzes mit Kettenschnürung. Dazu brauche ich nur noch eine neue Schürze, ein Brusttuch und Strümpfe, eventuell noch eine neue Bluse und den ein oder anderen Taler für die Kettenschnürung. Meine Mutter hat mir kürzlich zwei vermacht, ein paar weitere kaufe ich mir wohl noch. Außerdem will ich neue Schuhe - ich habe mich da kürzlich bei Tamaris in ein Paar verliebt und, als dann verheiratete Frau, eine Riegelhaube. Die mache ich mir aber selbst. Was ich ebenfalls schon habe und was mein Outfit komplettiert, ist ein silbernes Kropfband, dafür weiß ich noch nicht, ob ich eine passende Tasche habe, sobald das Outfit fertig ist. Darüber muss ich noch nachdenken.

Noch offen ist:
  • auch für das Standesamt darf man sich musikalische Untermalung wünschen; dazu müssen wir uns auch noch Gedanken machen
  • Sobald wir unseren Termin fix haben, müssen wir noch im Restaurant zum Essen reservieren. Wo es hingeht wissen wir bereits (^.^)

Der Polterabend
Gestrichen, wir laden aber unsere Kollegen nochmal separat ein und feiern mit ihnen nochmal gemeinsam.

Die Gästelisten
Status quo - stehen.

Die Flitterwochen
Wirkliche "Wochen" werden es bei uns wohl nicht, nach unserer Hochzeit möchten wir aber auf jeden Fall einige Tage verreisen um zu flittern und uns zu erholen. Daher sollten wir uns bald Gedanken machen, wo es hingehen soll. Mein Schatz will Wasser, am allerliebsten Meer und ich will einfach nur Erholung und ausspannen und idealerweise Wellness. Unseren Urlaub für die Flitterwochen haben wir bereits beantragt, die Reise selbst haben wir noch nicht gebucht. Allerdings arbeite ich in einem Bereich, in dem man Expedientenvergünstigungen erhält, so dass es reicht, wenn wir erst jetzt anfangen uns umzusehen. Woran wir in dem Zusammenhang aber auf jeden Fall noch denken sollten, ist mein neuer Personalausweis bzw. Reisepass, nachdem ich ja den Namen meines zukünftigen Gatten annehme. Hier muss ich mich noch beim Standesamt erkundigen, wie das nun genau funktioniert. Außerdem müssten wir noch erfragen, wie das mit den weiteren Reiseunterlagen funktioniert, sprich: welcher Name drauf stehen sollte.

Neben dem bereits genannten steht außerdem noch folgendes im Mai an:
  • ggf. den vorläufigen Kosten- und Budgetplan anpassen
  • rausfinden an welchen übrigen rechtlichen Kram  (Namensänderung, Ehevertrag, Testament, Patientenverfügung, ...) wir so denken müssen und was wir dafür brauchen
  • Dann: welche Deko "brauchen" wir noch? Was kann und will ich davon selbst machen?
  • weiterhin Musikstücke sammeln, die laufen sollen
  • wir müssen weiter tanzen üben
  • Wie kommen wir zum Standesamt und von dort aus weiter?
  • wie kommen wir zur Trauung und von dort aus wieder zurück?
Ich bin mittlerweile wieder völlig entspannt, da ich nach wie vor total im Zeitplan bin (eigentlich bin ich sogar schneller als ich dachte), allerdings wird schön langsam aber sicher der Aufgabenberg auch größer... (genauso wie meine Nervosität). NAja, ich halte euch auf jeden Fal auf dem Laufenden. (^.^)