Donnerstag, 13. März 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 7 - Die Grundierung

Mit der Grundierung fangen auch schon die Probleme an. Weniger beim Auftragen sondern vielmehr beim Kauf der richtigen Grundierung. Dabei kommt es weniger auf die Pflegeeigenschaften an (immerhin habt ihr ja eure Tagescreme schon aufgetragen, das reicht an Pflege) auch nicht unbedingt was irgendwelche Zusatzeigenschaften wie "besonders haltbar" oder "mattierend" betrifft - das kriegt man auch anders hin. Worauf es ankommt sind Farbton und Textur.
Zur Bestimmung des passenden Farbtons, werft erstmal einen Blick in den Spiegel, wenn ihr ungeschminkt seid. Hat eure Haut eher einen kühlen, roséfarbenen Unterton? Oder vielleicht mehr einen warmen, goldenen Unterton? Orientiert euch am Grundton eurer Haut, wenn ihr eure Grundierung auswählt. Wählt eure Grundierung nicht zu dunkel - und zwar aus zwei Gründen: Make-up-Ränder schauen scheiße aus (nein, das lässt sich sicher nicht ausblenden) und eine dunkle Grundierung lässt frau auf die ungesunde Art und Weise vorzeitig gealtert wirken. Der Farbton der idealen Grundierung nimmt den Farbton eures Untertons auf und ist einen klitzekleinen Zacken heller, als euer Hautton. Wer im Sommer viel in der Sonne bräunt, greift besser dann zu einer dunkleren, bzw. im Winter eben zu einer helleren Grundierung, als einen Ganzjahresfarbton zu verwenden. Das würde nur ganzjährig komisch aussehen.

Die Textur muss so sein, dass die Grundierung quasi mit eurer Haut verschmilzt. Sie darf auf keinen Fall einen Film bilden, sich in Poren und Fältchen absetzen oder irgendwie "angemalt" wirken. Bei der Textur gibt es aber (entgegen der Werbung) keine ultimativ passende Lösung für alle Hauttypen, vielmehr hängt es sehr von eurer Haut, aber auch von der verwendeten Hautpflege ab, welche Grundierung die für euch passende Textur hat. Hier hilft nur ausprobieren.

Geht ungeschminkt zum Ausprobieren in Drogerie oder Parfümerie. Packt euch zu Hause noch einen Taschenspiegel und feuchte Abschminktücher mit ein. Am besten zum Testen eignet sich die Haut auf den Wangenknochen. Tragt von den Grundierungen, die ihr testen wollt und deren Farbton ihr für passend haltet, jeweils einen schmalen Streifen auf die Wangen auf, wartet 10 Minuten, geht raus und werft einen Blick in euren Taschenspiegel. Welche Grundierung sieht man gar nicht mehr? Die ist es! Man sieht jede der Grundierungen irgendwie? Dann ist es keine davon. Da hilf nur weitersuchen.

Aber Mädels, ich kann euch beruhigen. Es muss nicht immer Grundierung sein. Sofern ihr keine größeren Hautprobleme habt, die stärkeres Abdecken brauchen, also sowas wie starke Akne, Couperose, Narben oder dergleichen kann man als Alternative zur Grundierung auch zu Leichterem greifen. Ich nehme als "Grundierung" eine BB Cream, alternativ gehen natürlich auch CC-Creams, getönte Tagescremes, auf jeden Fall aber irgendwas "farbiges" als Basis für das weitere Make-up (nicht umsonst heißt es "Grundierung"). Anderenfalls würde euer Gesicht seltsam unfertig aussehen. "Nur Puder", ohne dass man das sehen würde, funktioniert nicht. Man sieht es, weil es fleckig wird. Ist es nicht mehr fleckig, sieht man es, weil ihr euer Gesicht so dermaßen abgepudert habt. Echt jetzt, es fällt auf.

Aber kommen wir nun zum Auftragen:
Solange ihr euch nur selbst schminkt, bleibt es euch überlassen, ob ihr zum Schminken eure Finger oder einen Pinsel, eine Quaste oder ein Schwämmchen nehmt. (Solltet ihr euch jedoch professionell schminken lassen und der Schminkende will euch mit seinen Fingern ins Gesicht packen: steht auf, geht...)
Wer wie de Profis lieber zum Grundierungspinsel, zur Quaste oder zum Schwämmchen greift, sollte hier nicht geizen. Gerade qualitativ minderwertige Produkte schlucken mehr von eurer Grundierung als ihr damit eingearbeitet bekommt und das kann mit der Zeit durchaus ins Geld gehen. Zum Auftragen gebt ihr etwas von eurer Grundierung auf Pinsel/Quaste/Schwämmchen und streicht sie (nicht reiben) sanft und dünn auf euer Gesicht. Egal welches Auftrageinstrument ihr benutzt: nach der Verwendung unbedingt sofort sauber machen und zwar im Minimum unter fließendem Wasser auswaschen, noch besser: anschließend noch mit Pinseldesinfektion behandeln. Alles andere wäre eine Brutstätte für großstämmige Bakterienkulturen und die zukünftige Quelle zahlreicher Hautprobleme.
Ich selbst bin ein Fingerauftrager, weil es sowohl einfacher als auch schneller und hygienischer ist. (^.^) Dafür zunächst die Hände waschen und einfach einen kleinen Klacks Grundierung auf die Fingerspitzen, etwas zwischen den Händen verteilen und gleichmäßig auf dem gesamten Gesicht (auch Lippen, Augenlider, Ohransätze und der Übergang vom Kiefer zum Hals) verteilen. Fertig (^.^)

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