Mittwoch, 17. Januar 2018

Olivenöl mit Orange

Aromatisierte Öle sind zwar wirklich lecker aber auch wirklich teuer, zumindest wenn man sie im Laden kauft. Dabei sind sie so einfach, schnell und vor allem günstig gemacht. Wie einfach, schnell und günstig möchte ich euch heute zeigen. (^.^)

Für eine Flasche mit 500 ml Öl:
3 Bio-Orangen
400 ml natives Olivenöl

Die Orangen heiß abwaschen, abtrocknen und mit einem Sparschäler dünn schälen. Mit einem nicht all zu scharfen Messer das Weiße auf der Innenseite der Schale vorsichtig abschaben. Die Schalen in eine Flasche mit weiter Öffnung geben. Mit Olivenöl auffüllen und das ganze ca. 4 Wochen durchziehen lassen, dabei am besten in einem kühlen Raum lagern. Danach kann man die Orangenschalen entnehmen, muss man aber nicht (sieht auch noch schön dekorativ aus). Fertig ist das aromatisierte Olivenöl mit Orange, das herrlich fruchtig in Salaten aber auch zu Kurzgebratenem schmeckt

Freitag, 5. Januar 2018

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Schmarrn

Jeder der "Schmarrn" hört denkt als erstes unweigerlich an die berühmteste Spielart des Schmarrn, den Kaiserschmarrn. Das Grundrezept des Schmarrn ist aber sehr viel weniger aufwendig und das zeige ich euch heute; einmal mehr mit dem Familienrezept, mehr als man solle einen dicken Pfannkuchenteig machen, schreibt Erna Horn in ihrer Rezeptsammlung nämlich nicht. (^.^)

250 g Mehl
400 ml Milch
4 Eier
1 Prise Salz
50 g Butterschmalz
Zucker zum bestäuben

Das Mehl mit einem guten Schuss der Milch klumpenfrei glatt rühren, die übrigen Zutaten zugeben gut verrühren und den Teig ca. 30 Minuten quellen lassen.

Das Butterschmalz in einer tiefen Pfanne zerlassen, den gesamten Teig hineingießen und braten. Sobald der Teig unten bräunt den Schmarrn mit zwei Pfannenhebern "umstechen", also zerreißen und das jeweilige Stück wenden. So die Teigstücke durchbraten, ohne dass sie trocken werden (ggf. noch etwas Fett zugeben), auf einer Platte anrichten, mit Zucker bestäuben und schmecken lassen. (^.^)

Dazu gibt es Kompott, bevorzugt Apfelkompott gerne aber auch Zwetschgenröster und: der Schmarrn ist kein Dessert sondern ein Hauptgang. Das schlicht deshalb, weil er viel zu mächtig ist, um ihn als Dessert zu essen. (^.^)


Mittwoch, 3. Januar 2018

Häkelmuster - Tripplestäbchen IV

Heute gibt es wieder ein etwas kompakteres Muster aus Dreifachstäbchen. in Reihe eins wird in jede dritte Masche eine feste Masche gehäkelt. Zwischen den festen Maschen sind jeweils zwei Luftmaschen. In Reihe zwei werden in jede feste Masche drei Stäbchen gehäkelt. Zwischen den Stäbchengruppen werden keine weiteren Maschen gehäkelt, so dass in Reihe zwei eine reine Stäbchenreihe gehäkelt wird. Die beiden Reihen werden dabei jeweils im Wechsel gehäkelt.

Montag, 1. Januar 2018

Bayrische Kuchl - Kartoffeln: Erdäpfelfladen

Die Erdäpfelfladen sind mal wieder ein Rezept aus Erna Horns Sammlung, die schlicht nicht funktioniert. Der nach Rezept hergestellte Teig bindet nicht, der Versuch den Teig zu Braten führt zu Gebrösel in der Pfanne. An und für sich schmeckt das Mus das Fladen werden sollte zwar lecker aber es sieht einfach nicht aus.
Geschmacklich genauso lecker wären die Geschmackszutaten, also Zwiebeln und Essiggurke in Reiberdatschi, der bindet dann auch. Kurzum, kein Rezept zum teilen und nachkochen.

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: gebackener Kalbskopf

Ich hatte mir bei meinem Kochbuchexperiment ja fest vorgenommen, wirklich alles auszuprobieren. Da ist er aber nun doch, der Riegel, der mir sagt: IGITT!!! Das mach ich nicht, das koche ich nicht und das esse ich vor allem nicht! Ich meine damit Kalbskopf... Nach einem kurzen Bemühen von Google weiß ich zwar, dass man Kalbskopf immer noch kaufen kann, allerdings sieht der Kalbskopf auch aus wie ein Kalbskopf und nein, das geht wirklich nicht, das kann ich nicht. Ich lasse es daher dieses Rezept auszuprobieren und esse das sicherlich wohlschmeckende Kalbskopffleisch weiter in der Wurst, wo ich nicht sehe, was drin ist...

Der 50er Jahre Fake Bob - so angelt man sich einen Millionär

Kennt ihr "Wie angelt man sich einen Millionär?" mit Lauren Bacall, Betty Grable und Marilyn Monroe? Falls nein: unbedingt anschauen! Lediglich der Titel klingt promiskuitiv-opportunistisch, der Film ist es nicht. (^.^)
Gut, eigentlich will ich euch hier aber keine Filmtipps geben, sondern euch eine Frisur aus diesem Film zeigen, die es mir schwer angetan hat, nämlich der herrliche 50er-Jahre-Bob, den Marilyn Monroe in diesem Film trägt:

Marilyn hatte zu keiner Zeit einen Bob geschnitten, sie hat sich ihren Bob gelegt und wie das funktioniert, zeige ich euch heute. In euren Haaren braucht ihr wahlweise einen Rest Wellen oder Locken, die noch soviel Rest sind, dass sie sich glatt einschlagen lassen, oder ihr arbeitet mit Heizwicklern. Mit Heizwicklern deshalb, weil die Haare für diesen Look nicht zu lockig/wellig werden dürfen, daher ist es hier nicht sinnvoll die Haare feucht einzulegen. Vergesst aber den Hitzeschutz für eure Haare nicht. (^.^) Hier das Legeschema:
NAch dem Auskühlen der Wickler werden diese gelöst und das Haar ausgekämmt und nach unten innen eingeschlagen und festgesteckt. Die Seiten fixiert ihr dort, wo Wellenbewegung sein soll, mit Haarklemmen und gebt Haarspray darüber.
Nachdem das Haarspray trocken ist, kommen die Klemmen wieder raus, und fertig ist der Fake-Bob im Stil der 50er Jahre:


DIE Frisur der 60er Jahre: der Beehive für Faule

Heute wird gerne jede Variante der hoch toupierten Haare als Beehive bezeichnet. Dem ist aber nicht so. Zuerst waren die hoch toupierten Haare Ende der 50er, beim Bouffant beispielsweise, dann kam der Beehive. Er war eine "Auftragsarbeit" eines US-Amerikanischen Friseurmagazins, an die Star-Friseurin der Zeit, Margaret Vinci Heldt, die im Jahr 1960 eine Frisur kreieren sollte, die den Zeitgeist des neuen Jahrzehnts ausdrücken sollte. Heraus kam... ja... der Beehive, eine Frisur, die aussah, wie sie hieß, wie ein Bienenstock nämlich:
Ich möchte euch heute allerdings nicht den Original-Beehive zeigen, sondern vielmehr eine Beehive-Variante für Faule, die schön schnell geht und für ordentlich Sixties-Flair sorgt, auch wenn sie nicht ganz so aussieht wie das Original.
Für diese Hochstechfrisur macht ihr euch einen Pferdeschwanz am Oberkopf. Mit einem Loop-Tool zieht ihr den Pferdeschwanz von unten nach oben durch, steckt die Haare über ein Steckkissen und fixiert Fliegehaare schließlich noch mit Haarspray.


Nachdem es nicht das Original ist und auch nur ein bisschen so aussieht, mache ich bei meiner Schnellversion des Beehive gerne noch durch passende Accessoires klar, was gemeint ist, soll heißen, ich pinne mir noch ein Schmuckbienchen ins Haar. (^.^)

So sieht meine Schnellvariante des Beehive in ihrer ganzen Pracht aus:


Der Look von Lucille Ball

Lucille Ball kennt man heute hauptsächlich durch ihre Rolle in "I love Lucy" (1951-1957), in der sie eine gelangweilte und dadurch ständig zu Blödsinn aufgelegte Hausfrau spielt. Der Lucy-Look wurde durch die Paraderolle auch zum Lucille-Ball-Look: eine nicht ganz modische Frisur, ein nicht ganz modisches Make-up und ein nicht ganz modisches Outfit: der klassische Hausfrauenlook eben. Dennoch war Lucille-Ball damit stilprägend, nämlich darin, was modehistorisch weniger bewanderte Leute für "typisch 50er" halten: Polkadots in allen möglichen Variationen... Dazu ein zu grelles Make-up und eine Frisur, die nach gewollt, aber nicht gekonnt aussieht: die Pudelfrisur, die sich gerade in der Rockabillyszene durchaus Beliebtheit erfreut, dort wird sie allerdings "The Poodle" genannt, klingt halt nur auch nicht schmeichelhafter. Nachdem die Rockabillyszene nicht authentisch 50er ist (und dies auch bewusst nicht sein möchte), wird die Bezeichnung "Poodle" gerne für alle möglichen Frisuren genutzt, der einzig echte Poodle ist aber ein wildes Lockenest auf dem Oberkopf; sorgsam gesteckte Dry-Curls sind kein Poodle. Ich möchte euch heute "The one and only" zeigen, nämlich den Original-Lucille-Ball-Poodle einschließlich passendem Make-up, ich greife selbst noch zu Polkadots und Perlenkette, um den Look nachzuempfinden. Einzig am Gesichtsausdruck muss ich eindeutig noch arbeiten... (^.^)

Die Pudelfrisur wird mit einem Pin-Curl-Set im feuchten Haar gelegt. Für mehr Halt kann man die Haare noch mit Festiger einsprühen. Insgesamt werden 15 stehend nach hinten gewickelte Pin Curls gelegt. Die Länge der Haare spielt dabei nur eine nachgeordnete Rolle. Der Trick des Looks ist es nämlich die Pin Curls nach dem Trocknen gerade nicht ordentlich auszukämmen, sondern dann wenn die Haare beim Auskämmen den "Zuckerwattezustand" erreicht haben, nicht mehr weiter auszukämmen. Eventuell zu lange Haare werden unsichtbar in dem Vogelnest auf dem Oberkopf mit Haarklammern festgesteckt. Die Seiten und Längen werden zu einem Pferdeschwanz zurückgenommen, der idealerweise auch lockig ist, hier reicht aber ein Rest an Locken oder Wellen, der noch im Haar ist. Auch hier ist es wichtig, dass der Look in Summe nicht zu ordentlich und frisiert aussieht. Hausfrauenmäßig eben:

Nun fehlt noch das Make-up für den stilechten Lucy-Look. Meinen Teint schminke ich passend zum Jahrzehnt im Stil der 50er Jahre. Für das Augen-Make-up wird auf das bewegliche Lid hellblauer Lidschatten aufgetragen, der über die Lidfalte hinaus Richtung Augenbraue verblendet wird. Der Wimpernkranz wird mit einer dünnen Eyelinerlinie betont, ohne allerdings in einem Wing zu enden. Die Wimpern getuscht. Wer möchte greift zu extralangen künstlichen Wimpern, die Lucille Ball in ihrer Rolle als Lucy standardmäßig trug, ich bin so frei und lasse sie weg. Die Augenbrauen werden dezent nachgezogen und mit transparentem Gel in Form gebracht.. Auf die Lippen kommt rose-roter Lippenstift. Lucille Ball hat ihren Amorbogen immer sehr stark überschminkt, ich folge bei meinem Lippen-Make-up meiner natürlichen Lippenline, schlicht weil ich finde, dass ein überschminkter Amorbogen alt wirken lässt und das ist nun nicht das Ziel meines Make-ups. Aber nun: fertig ist der 50er Jahre Hausfrauenlook und damit nochmal die ganze Pracht in Farbe (^.^)

Mein Bullet Journal - Der Januar

Mein erstes Monatslayout ist fertig... und ich war mir noch enrom unsicher, was ich brauche und welches Layout für mich überhaupt Sinn macht. Ich möchte mit mein Bullet Journal nur privat nutzen, Sinn und Zweck ist es also nicht mir damit Jobtermine zu planen und Besprechungsmitschriften zu visualisieren und genau deshalb weiß ich nicht so recht was ich genau brauche, also welches Layout, wieviel Platz etc. Ich habe also einfach mal drauf los gemalt um so etwas auszuprobieren. Natürlich gibt es auch die Klassiker wie die Monatsübersicht, das Stimmungsbarometer ("Moodtracker") und einer Zielerreichungsskala ("Habit Tracker"). Ich berichte selbstverständlich wie gut ich klar komme (^.^)

Freitag, 29. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Bamberger Blaue Zipfel

Die Bamberger Blauen Zipfel, sind - wie der Name schon vermuten lässt - keine altbayrische, sondern eine fränkische Spezialität. Blöderweise hält sich auch hier Erna Horn mit Mengenangaben über Gebühr zurück; "blöderweise" deshalb, weil es hier auch kein Rezept aus dem Familienfundus gibt, dank zweier Kochbücher und viel googeln konnte ich aber ein umsetzbares Rezept, möglichst dicht an der traditionellen Zubereitung zusammenschustern und: lecker wars! Das hat mich ehrlich überrascht, das Rezept las sich seltsam, während der Zubereitung hat es wirklich streng nach Essig gerochen, das Ergebnis war aber wirklich sehr fein.

So gehts:
1 l Salzwasser
125 ml Essig
3 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
4 rohe Bratwürste

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Das Salzwasser mit dem Essig, dem Lorbeerblatt, den Wacholderbeeren und den Zwiebelringen in einen Topf geben, zum Kochen bringen und 20 Minuten kochen lassen.
Die Bratwürste zugeben und auf niedriger Temperatur (die Würste dürfen nicht kochen) in 15 Minuten gar ziehen lassen.
Die Bratwürste zusammen mit den Zwiebeln und etwas Essigsud anrichten und schmecken lassen.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Mandarinenmarmelade

Meine Mandarinenmarmelade ist die erste richtige Marmelade die ich euch zeige, sofern mich jetzt nicht alles täuscht... Na dann wird es aber Zeit! Noch viel wichtiger: das Projekt "Marmelade" (Marmelade ist nur, was aus Zitrusfrüchten hergestellt wird, alles andere ist Konfitüre) braucht auch noch weiteren Nachschub. (^.^)

Aber jetzt erstmal zu meiner Mandarinenmarmelade:

Man nehme - für 5 Gläser a 220 ml:
1500 g Mandarinen
500 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Die Mandarinen schälen, und mit einem Mixer pürieren. Das Püree durch einen feinen Sieb in einen Topf streichen. Den Gelierzucker zugeben und ca. 2 Stunden durchziehen lassen. Dann die Masse unter rühren 5 Minuten sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Marmelade, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und zunächst 15 Minuten auf dem Deckel stehend, dann richtig herum stehend abkühlen lassen.

Die Mandarinenmarmelade hält sich locker ein Jahr.

Freitag, 22. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck - Anislaiberl

Um mich gleich mal kurz zu fassen: die Anislaiberl sind geschmacklich wirklich lecker (für meinen Geschmack dürfte es aber mehr Anis sein), optisch allerdings ein Disaster. Erna Horn empfiehlt gar noch, die Plätzchen über Nacht stehen zu lassen, damit sie schön aufgehen. Bei der Mischung an Backzutaten, entsteht allerdings eher dickliche Suppe, da geht nichts mehr auf, sondern läuft lediglich auseinander und so sehen sie nunmal aus. So lecker sie also auch schmecken mögen, das Rezept kommt nicht auf meine Hitlist, Kekse gibts wirklich bessere.... Auch Aniskekse...

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen III

Ein weiteres schönes Muster aus Dreifachstäbchen ist das folgende: Hierfür häkeln wir abwechselnd Luftmaschenbögen und eine Gruppe aus drei Stäbchen. Nach der Anschlagreihe folgen zunächst Luftmaschenbögen; drei Luftmaschen im Wechsel mit einer festen Masche gehäkelt; mit den Luftmaschen werden ebensoviele Maschen aus der Anschlagreihe übergangen, d.h. in jede vierte Masche wird eine feste Masche gehäkelt. Nun folgt die Stäbchenreihe. In jeden zweiten der darunter liegenden Luftmaschenbögen werden drei Stäbchen gehäkelt, die anderen Luftmaschenbögen werden mit festen Maschen übergangen: drei Stäbchen, zwei Luftmaschen, eine feste Masche, zwei Luftmaschen, wieder drei Stäbchen und so weiter.
Diese beiden Reihen, die Luftmaschenbögen und die Stäbchenreihe werden nun immer im Wechsel gehäkelt:

Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Look von Lauren Bacall

Lauren Bacall war in den 40er und 50er Jahren zweifelsohne eine DER Stiliconen, die vor allem durch ihre Natürlichkeit und ihre kühle Eleganz überzeugte. Lauren Bacalls Frisur in den 40er Jahren, so wie ihr sie rechts sehen könnt, ist eine meiner Favoriten, die ich mir immer wieder gerne lege. Mit der Frisur sind die Haare gemacht ohne "zu viel" zu sein, das heißt, ich kann so auch in die Arbeit gehen und sehe trotzdem, oder gerade deshalb, seriös und erwachsen aus. Zudem geht das Legen des Pin-Curl-Sets schön schnell, das auskämmen und legen genauso und - was am aller besten ist - das Set überlebt bei entsprechender Pflege eine ganze Woche. (^.^)

So gehts:
Wascht wie gewohnt eure Haare und legt sie handtuchtrochen in das folgende Legeschema:


Am nächsten Tag löst ihr die Pin Curls und kämmt sie partienweise gründich aus. Um die typische Welle in der Ponypartie zu bekommen, klammert ihr die Haare so wie linksstehend zu sehen in Wellen, gebt etwas Haarspray darüber und lasst es gut trocknen.

Nach dem Trocknen kommen die Klämmerchen wieder raus und fertig ist der Lauren Bacall-Look:


Fehlt noch Laurens Make-up. Sie trägt hellbraunen Lidschatten, den sie, typisch für die 40er Jahe auf dem gesamten Oberlid  aufträgt, abgesehen von der Highlighterstelle unter dem Augenbrauenbogen. Die Wimpern sind dezent getuscht. Die Augenbrauen sind definiert und leicht betont nachgezogen, ihre Lippen sind mit einem orangeroten Lippenstift geschminkt.

Meine Übersetzung dazu sieht sehr ähnlich aus. Ich schminke meinen Teint wie gewohnt. Die Augenbrauen ziehe ich mit Augenbrauenpuder nach und fixiere sie mit einem farblosen Brauengel. Auf das Oberlid trage ich meinen Bronzer als Lidschattenersatz auf; lediglich unter den Brauenbogen kommt etwas perlmutfarbiger Lidschatten. Entlang des Wimpernkranzes trage ich eine dünne (!) Linie Eyeliner auf und tusche die Wimpern. Auf meine Lippen kommt orangerote Liptint, die ich aber dezenter auftrage als Lauren Bacall auf dem Bild oben. Fertig wäre meine Adaption des Lauren Bacall Looks:

Sonntag, 17. Dezember 2017

Mein Bullet Journal

Ich bin schon seit einiger Zeit vom aktuellen Blogger-, Pinterest- und Instagram-Trend des Bullet Journals angefixt, zum Start ins neue Jahr wage ich nun den Selbstversuch. Ich habe mir kurzerhand ein Leuchtturm 1917-Notizbuch zugelegt und bisher schon mal die Startseiten befüllt. Zunächst mit dem Inhaltsverzeichnis, gefolgt von einem Jahresdeckblatt und dem so genannten "Future Log", also im Grunde einer Jahresübersicht. Als erklärter Fan von Zielen und absoluter Kritiker von "guten Vorsätzen", habe ich anstelle der üblichen "Level 10 Goals" meine persönliche Zielplanung für das Jahr 2018 mitaufgenommen, einschließlich eines Zieltrackers, was ich als Übersicht dann ganz charmant finde. Zu guter Letzt folgen dann wieder zwei Klassiker, die "Wishlist", bei mir "Wunschzettel" genannt, sowie eine Ideenliste für neue Blogposts.
Über das Jahr werde ich euch jeweils zum Monatsersten mein Layout für den jeweiligen Monat zeigen und außerdem erste Erfahrungen teilen. Ich bin gespannt, wie es mir so geht mit einem Bullet Journal. (^.^)

Freitag, 15. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck

Heute versteht man unter Kleingebäck nach der offiziellen Definition "alle Backwaren, die die Anforderungen an Brot erfüllen und weniger als 250 g wiegen"; also Semmeln, Brezn, etc. Das ist aber weder bei Erna Horn noch in alten Kochbüchern mit "Kleingebäck" gemeint. Vielmehr geht es hier um süße Teilchen, Törtchen und Kekse, also alles was die heimische Kaffeetafel aufwertet, aber eben nicht gleich ein Kuchen oder gar eine Torte ist. Der Vorteil des Kleingebäcks liegt auf der Hand: die Teilchen und Törtchen schmecken länger frisch als ein Kuchen, der, einmal angeschnitten, schnell trocken wird. Zudem bieten sie mehr Abwechslung. Und ja, Oma hat auch während des Jahres Plätzchen gebacken, für Weihnachten gab es nur spezielle Sorten. Und nein während des Jahres heißt es nicht "Keks", Keks ist ein Lehnwort aus dem Englischen und meint ursprünglich nur den Butterkeks, die eigentliche deutsche Bezeichnung ist tatsächlich Plätzchen. (^.^)
Soviel mal zur Sprachkunde, jetzt wird aber gebacken, einiges, wirklich Leckeres habe ich bereits endeckt. (^.^)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Desserts

Das beste kommt meist zum Schluss, und so ist es auch bei einem guten Essen, zumindest für alle, die einen vergleichbaren Hang zum Süßen haben, wie ich. (^.^) Idealerweise orientiert sich das Dessert am vorausgegangenen Menü: war es eher schwer, reicht man ein leichtes Dessert, war das Menü eher leicht, dann darf es auch gerne eine etwas üppigere Nachspeise sein.

Grundsätzlich lassen sich Desserts in die folgenden Kategorien einteilen:

  • Flammeris werden umgangssprachlich mit dem Lehnwort "Pudding" bezeichnet; Schuld daran hat Dr. Oetker mit seiner "Erfindung" des "Puddingpulvers", dass umgangssprachlich pauschal aus jedem Flammeri ein Pudding wurde. Streng genommen, ist der Pudding nur eine Spielart des Flammeri, der in einer Form im Wasserbad gekocht, dann gestürzt und noch warm auf den Tisch kam. In Kochbüchern, die es genau nehmen werdet ihr also das, was wir unter Pudding kennen, unter dem Begriff Flammeri finden. Und weil wir gerade bei Dr. Oetker sind: es gibt keine sinnlosere "Erfindung" Puddingpulver. Hier kauft ihr nur etwas Speisestärke mit Zucker  vermischt für enorm teures Geld ein. Ein Flammeri ist nämlich wahrlich idiotensicher ganz ohne Pülverchen zuzubereiten. Heiße Milch wird mit Speisestärke (bzw. Grieß oder Reis) gebunden und beliebig abgeschmeckt (Vanille, Kakao, Mandeln etc.). 
  • Grützen werden aus Frucktmark oder -püree zubereitet indem sie mit Speisestärke oder Grieß gebunden werden.
  • Gelees werden aus Flüssigkeiten, also Säften, Wein, Sekt oder dergleichen zubereitet und mit Gelatine gebunden.
  • Cremes werden mit einer Schaummasse aus Eiern und Zucker zubereitet und ebenfalls mit Gelatine gebunden. Gerne wird auch noch geschlagene Sahne untergehoben.
  • Eis lässt sich seinerseits unterteilen in Milcheis (Milch/Sahne, Eier, Zucker, Geschmackszutaten), Cremeeis (Milcheis verfeinert mit geschlagener Sahne), Parfait (Cremeeis mit extra viel geschlagener Sahne), Fruchteis (Fruchtmark, Zucker, Sahne), Sorbet (Saft/Fruchtmark mit Läuterzucker, ggf. Eischnee)
  • süße Saucen werden selten alleine gereicht, sondern runden ein Dessert ab. Hier unterscheidet man Cremesaucen und Fruchtsaucen.

Freitag, 8. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Zwetschgennudeln

Auch Zwetschgennudeln finden sich bei Erna Horn unter Mehlspeisen, obwohl ich sie als Gebäck kenne. Aber auch hier muss ich auf das Familienrezept zurückgreifen, denn auch hier hüllt sich Erna Horn in schweigen bzgl. Zutaten und Mengenangaben.

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch
16 Zwetschgen

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Die Zetschgen entsteinen, die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Die Teigstücke mit je einer Zwetschge füllen und zu Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Zwetschgennudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und aus der Auflaufform stürzen.

Freitag, 1. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Rohrnudeln

Rohrnudeln sortiert Erna Horn unter "Mehlspeisen" ein und rät auch dazu diese warm und mit Dessertsauce zu servieren. Ich kenne Rohrnudeln als Hefegebäck, dass es kalt zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee gibt, wobei eine Rohrnudel auseinander gerissen und dick mit Konfitüre bestrichen gegessen wird. Und: bei Mama waren immer noch Rosinen drin - gut, die habe ich um des Testlaufs Willen weggelassen, allerdings einmal mehr auf das Familienrezept zurückgreifen müssen, einmal mehr, mangels Rezept (diesesmal stand gleich mal gar nichts dabei, abgesehen davon, dass man einen Teig machen soll, der nach dem Gehen goldbraun gebacken wird).

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Rohrnudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und dann aus der Auflaufform stürzen.

Mittwoch, 29. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - die Lippen

oben: Jane Fonda, Elizabeth Taylor, Jean Shrimpton
unten: Twiggy, Elizabeth Taylor, Audrey Hebburn
Die Lippenfarbe wird in den 60er Jahren deutlich zurückhaltender, wobei Blassrosa die Farbe der Wahl war, die wir heute noch instinktiv mit "der" Lippenstiftfarbe der 60er Jahre verbinden. Neben dem Blassrosa wurden aber durchaus noch andere zurückhaltende Farben wie Beige- oder Brauntöne getragen. Aber selbst in den 60ern durfte es manchmal bunt werden, aber selbst dann war die Lippenstiftfarbe der Wahl eher ein Orange- denn ein Rotton, wenngleich rote Lippen nie so ganz verschwunden waren.
meine Adaption der 60er-Jahre-Lippen

Freitag, 24. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Dampfnudeln

Dampfnudeln sind eines der beiden Gerichte, die sich am prägnantesten von meiner Oma eingeprägt haben. Meine Mutter hat eigentlich nie Dampfnudeln gemacht, wenn es welche gab, dann bei Oma und ich habe sie geliebt. (^.^)

Erfreulicherweise finden sich Dampfnudeln auch in Erna Horns Rezeptsammlung, aber wie gewohnt hält sie sich mit Rezeptangaben großzügig zurück, so dass ihr von mir das ohnehin vertrautere Familienrezept bekommt. (^.^)

Für den Teig:
250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Ei
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Zum Dämpfen:
30 g Butter
1 EL Zucker
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 8 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen und zugedeckt auf der Arbeitsfläche nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Butter Zucker und Milch in einer hohen Pfanne oder einem weiten Topf zum kochen bringen. Die Hefeteigbällchen hineinsetzen, sofort mit einem Deckel  abdecken und die Temperatur auf eine mittlere Temperatur reduzieren. Nach ca. 15 Minuten Kochzeit auf eine niedrige Temperatur reduzieren und in weiteren 15 Minuten fertigdämpfen.

Die Pfanne von der Herdplatte ziehen und erst einige Minuten ruhen lassen, bevor der Deckel geöffnet wird. Dampfnudeln sind sehr temperaturempfindlich; zu früh geöffnet, können sie zusammenfallen.

Perfekt sind die Dampfnudeln, wenn sich an der Unterseite ein schönes Ramerl gebildet hat. Gemeint ist damit eine goldene bis hellbraune Färbung und ein zarter Überzug aus gestockter Milch und karamellisiertem Zucker.

Dazu gibt es Zimt-Zucker, Vanillesauce und Zwetschgenröster. "Und" deshalb, weil in unserer Familie jeder seine eigene Präferenz hatte, daher gab es imer alle drei der Dampfnudelbegleiter zur Auswahl. Ich habe grundsätzlich alle drei genommen. (^.^)

Und: Dampfnudeln schmecken auch kalt, sollten versehentlich doch mal welche übrig bleiben.

Donnerstag, 23. November 2017

Obst und Gemüse trocknen

Eine weitere Möglichkeit um Obst und Gemüse aber auch Kräuter zu konservieren, ist das Trocknen. Eine Konservierungsmöglichkeit, mit der ich mich in der Vergangenheit ehrlicherweise absolut gar nicht auseinandergesetzt habe. Das schlicht deshalb weil ich bisher die Not gar nicht hatte. Jetzt, mit unserem Gärtchen haben wir allerdings reichlich Obst und Gemüse, das es schnell zu verarbeiten gilt. Wie in den meisten Gärten, haben wir auch einen Apfelbaum, und wie bei den meisten Apfelbäumen in Privatgärten, trägt auch dieser Früchte mit eher zwergenhaften Wuchs, dafür aber reichlich davon. Nachdem es mir ehrlich zu doof ist, all diese kleinen Äpfelchen zu schälen, um sie dann einzukochen oder um daraus Kuchen zu machen, ich andererseits die Äpfel aber auch zu schade finde, als "nur" Saft oder Gelee daraus zu machen. Daher möchte ich mich nun am Früchte trocknen versuchen.
Dafür gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten: zunächst auffädeln und aufhängen, dann im Backofen trocknen und schließlich das Trocknen im Dörrautomaten. Nachdem wir den Apfelbaum vermutlich nicht behalten werden (unfachmännisch, also zu flach gepflanzt, daher sehr instabil und ebenfalls unfachmännisch geschnitten, daher die kleinen Äpfel), kaufe ich erstmal keinen Dörrautomaten sondern probiere nur die ersten beiden Varianten aus. Selbstverständlich berichte ich. (^.^)

Sonntag, 19. November 2017

Häkelmuster - Sternstäbchen

Unser heutiges Muster ist ein Sternenmuster, das herrlich leicht und schnell gehäkelt ist. Hierfür werden in jede dritte Masche im Wechsel eine feste Masche und ein einfaches Stäbchen gehäkelt. dazwischen sind immer zwei Luftmaschen. in der darauffolgenden Reihe, wird auf jedes Stäbchen eine feste Masche und auf jede feste Masche ein Stäbchen gehäkelt. Dazwischen sind weiterhin jeweils zwei Luftmaschen. In den Folgereihen wird das Muster entsprechend fortgesetzt.

Freitag, 17. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen

Was ist denn mit das erste, wenn ihr an die klassische altbayrische Küche denkt? Also nach Knödel und Schweinsbraten? Mehlspeisen, oder? (^.^) Wird Zeit, dass ich mich eben auch diesem Kapitel in Erna Horns Rezeptesammlung widme. Immerhin haben sich heutzutage die österreichischen, böhmischen und bayrischen Rezepte heiter vermischt und je nach dem wo man gerade is(s)t, gibt es den Original altbayrischen/österreichischen/böhmischen Apfelstrudel/Palatschinken/Germknödel. Umso gespannter bin ich, als bekennendes Zuckermäulchen auf die alten Originalrezepte aus bayrischen Landen. (^.^)
Wusstet ihr eigentlich, warum sich ausgerechnet in Bayern, Österreich und Böhmen so viele Mehlspeisen entwickelt haben? Als urkatholische Länder hielt man sich selbstverständlich an die Fastengebote der katholischen Kirche und diese besagten immerhin, dass es an gut 150 Tagen im Jahr kein Fleisch geben durfte. Fisch war zwar ok, aber im Binnenland fernab von Meer und Küste eben nicht ganzjährig zu erschwinglichen Preisen verfügbar. Was verfügbar war, waren allerdings Mehl, Eier, Milch, Zucker/Honig und Früchte, die zu immer neuen kreativen Mehlspeisen, also Hauptgerichten, die auch schwer arbeitende Menschen satt und kräftig hielten zusammengemischt. (Es gab übrigens auch deftige Mehlspeisen, die hat Erna Horn allerdings den anderen Kapiteln ihres Büchleins zugeordnet, was mir durchaus entgegen kommt.)

Freitag, 10. November 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Butterkuchen

Butterkuchenrezepte gibt es viele, diese bayrische Variante, die ich bisher nicht kannte, ist vielmehr ein Butter-Zucker-Kuchen und außerdem richtig lecker und leicht gemacht. (^.^)



250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
125 g Zucker
1 Ei
150 g Butter
125 ml Milch
Hagelzucker
100 g Butter




Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).

Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).

Den Herd auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig zusammendrücken, auf dem Boden der Form verteilen und mit dem Teigrad oder einem Messer ein Rautenmuster einritzen. Die Oberfläche des Teiges dick mit Hagelzucker bestreuen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.

Nun den Butterkuchen in ca 30 Minuten goldgelb backen. Die Butter zerlassen und den Kuchen in der Form damit tränken.

Donnerstag, 9. November 2017

Happy Birthday to me (^.^)

Ja, es ist doch tatsächlich schon wieder so weit... Ich werde ein Jahr älter und auch in diesem Jahr hat sich mein Schatz etwas ganz besonderes einfallen lassen, das ich euch unbedingt zeigen und definitiv auf empfehlen möchte! (^.^) Mein Geschenk in diesem Jahr waren Karten für ein Krimidinner im Schloss Blutenburg in München!
Die Blutenburg - ihr erinnert euch vielleicht - dort haben wir auch geheiratet - ist natürlich eine phänomenale Kulisse für ein Krimidinner, der Anbieter "meines" Krimidinners, ist aber auch in vielen anderen deutschen Städten zu sehen und zu erleben: https://www.krimidinner.de/ Es ist auf jeden Fall jeden Cent Wert! Einfach herrlich unterhaltsam umrahmt von köstlichem Essen mit Weinbegleitung in nobler Atmosphäre. Nur all zu hungrig sollte man nicht hingehen, bis zum Hauptgang dauert es. (^.^)




Und wisst ihr was? Ich Spürnase habe den Mörder nebst Motiv erraten, wurde unter den richtigen ausgelost und habe eine Flasche Wein gewonnen. (^.^) Mein Man beteuert nach wie vor, dass es wirklich keine Schiebung war und dass mein Gewinn absolut nichts mit dem zwanzigsten Geburtstag meiner Volljährigkeit zu tun hat. (^.^)

Dienstag, 7. November 2017

Häkelmuster - Luftmaschengitter II

Weiter geht es mit den lockereren Häkelmustern. Hierfür wird im Wechsel in jede 2. Masche eine feste Masche - zwei Luftmaschen - ein Stäbchen zwei Luftmaschen - eine feste Masche usw. gehäkelt. In Reihe 2 wird in jedes Stäbchen eine feste Masche gehäkelt, zwischen den festen Maschen sind jeweils drei Luftmaschen. Die beiden Reihen werden dabei im Wechsel gehäkelt.

Freitag, 3. November 2017

Bayrische Kuchl - Brot: Zwiebelbrot

Es wird mal wieder Zeit ein Brot zu backen und meine Entscheidung fällt dieses Mal auf ein Zwiebelbrot, das ganz gut schmeckt, aber ehrlicherweise nicht an das Zwiebelbrot vom Bäcker rankommt. Nachdem es aber auch immer weniger Bäckereien gibt, die Zwiebelbrot führen, ist es dpch eine ganz brauchbare Alternative. (^.^) So gehts:

500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
4 Zwiebeln
Butterschmalz
je 1 TL Kümmel, Koriander, Muskat und Salz
3 Eier
100 g Butter
125 ml Milch
1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, den Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Die Zwiebeln würfeln und im Butterschmalz glasig dünsten. Zusammen mit allen anderen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Brotkastenform mit Backpapier ausschlagen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen, in die Form geben und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Dann das Brot in ca 1 Stunde ausbacken. Nach dem Backen aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.