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Samstag, 7. Mai 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: einzelne Maschen abnehmen

Bei unserem Pulli steht nun erstmal eine Maschenabnahme auf dem Plan: wir mussen in Reihe 12 insgesamt 8 Maschen gleichmäßig verteilt abnehmen. Die einfachste und zugleich annähernd unsichtbare Möglichkeit Maschen im Strickstück abzunehmen, ist es zwei Maschen zusammen abzustricken, so dass aus zwei Maschen eine Masche wird. Das funktioniert sowohl bei rechten als auch bei linken Maschen gleichermaßen.

Für unseren Pulli stricken wir nun die Randmasche, dann 6 Maschen glatt rechts, stricken zwei Maschen zusammen rechts ab, stricken jetzt 9 Maschen glatt rechts, stricken wieder zwei Maschen  rechts zusammen, erneut 9 Maschen glatt rechts, wieder zwei zusammen, bis zum Ende der Reihe.

Nun wechseln wir un unsere Grundmuster, das ihr bereits kennengelernt habt. Dabei wird in jeder 5. Reihe auf beiden Seiten je eine Masche abgenommen. Hierfür strickt ihr immer die 2. und die 3. Masche bzw. die vorvorletzte und vorletzte Masche zusammen. Die erste und letzte Masche wird unabhängig vom Muster immer glatt rechts gestrickt, das brauchen wir später zum zusammennähen. Insgesamt machen wir 5 Abnahmen, nehmen also in Summe 10 Maschen ab. Zu guter letzt stricken wir noch zwei weitere Maschen ganz normal im Grundmuster.

Um es euch leichter zu machen, habe ich für euch die Reihen einzeln zusammengestellt:

Montag, 25. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: Huch! Ein Fehler!

Nachdem ihr nun bereits Maschen wieder auffangen gelernt habt, möchte ich euch noch zeigen, wie man zurück strickt. Gerade beim Muster stricken passiert es immer wieder mal, dass man im Muster durcheinander kommt und sich verstrickt. Jetzt ist zurückstricken angesagt. So gehts:

Ihr stecht also in die untere Masche ein und zieht den Arbeitsfaden wieder heraus. Das macht ihr so lange, bis ihr eueren Fehler beseitigt habt und wieder im regulären Muster weiterstricken könnt.

Dienstag, 5. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen: wenn mal eine Masche fällt

Nachdem wir uns nun direkt einem anspruchsvolleren Projekt widmen, möchte ich euch noch kurz zeigen, wie ihr eine fallen gelassene Masche auffangen und wieder aufstricken könnt. Auch hierzu habe ich ein kleines Video gemacht:

Ihr nehmt also die Masche und den untersten Querfaden auf und zieht die Masche über den Querfaden, nehmt den nächsten Querfaden auf, zieht die Masche wieder über usw. usf. bis ihr die Masche komplett aufgestrickt habt.

Sonntag, 3. April 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - jetzt gehts aber wirklich los

Ich hatte ja schon angedroht, dass wir jetzt erstmal ein bisschen rechnen müssen, wir bleiben aber beim Grundlagenmathe, es ist nur simple Dreisatzrechnung. (^.^)

Wir haben nun das Ergebnis unserer Maschenprobe: 19 Maschen und 29 Reihen ergeben ein 10x10 cm Quadrat. Die Maschenprobe der Anleitung sagt, dass 38 Maschen und 64 Reihen ein 10x10 cm Quadrat ergeben. Damit uns unser Pulli nicht meilenweit zu groß wird, müssen wir also mit der folgenden Formel umrechnen:
Laut Anleitung müssen wir für den Pulli in einer heutigen Größe 36 172 Maschen anschlagen. Durch simples Einsetzen ergibt sich, dass wir 86 Maschen anschlagen müssen (bei krummen Ergebnissen: immer aufrunden). Damit das Muster aufgeht, entnehmen wir außerdem aus der Anleitung, dass die Maschenzahl durch 8 teilbar + 3 Maschen sein muss, womit wir bei 91 Maschen wären. Nun kommen noch unsere zwei Randmaschen hinzu, womit wir also 93 Maschen anschlagen.

Jetzt wird erstmal glatt rechts gestrickt, ihr strickt also in der 1. Reihe linke Maschen, in der 2. Reihe rechte Maschen, jeweils immer schön im Wechsel, bis ihr 11 Reihen gestrickt habt. In Reihe 12 müssen wir einzelne Maschen abnehmen. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)

Samstag, 5. März 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - Maschenprobe und Grundmuster (einschließlich Umschlag)

Ihr kennt es nun schon: bevor das eigentliche Projekt startet, wird eine Maschenprobe gestrickt; wirklich immer. Bei unserem Pulli nach einer Vintageanleitung umso mehr, da es die dort verwendete und empfohlene Wolle nicht mehr zu kaufen gibt.

Ich habe mich bei der Wahl der Wolle an den Angaben aus der Anleitung zur Maschenprobe orientiert und dabei eine Wolle gefunden, die dem zumindest annähernd ähnlich ist. Es ist die Wolle Mille Filli von Wolle Rödel. Insbesamt brauchen wir 200 g Wolle.

Gestrickt wird die Maschenprobe immer im angegebenen Grundmuster - also dieses wunderschöne Lochmuster unseres Pullis, das aber wirklich leicht zu stricken ist. Auch dazu gibt es wieder ein kleines Video:

So geht es Schritt für Schritt:
Reihe 1: Randmasche, 4 Maschen links stricken, einen Umschlag (d.h. ihr legt den Arbeitsfaden vorne über die rechte Nadel) zwei Maschen wie zum links stricken abheben (der Arbeitsfaden wird dabei wieder hinter der Arbeit weitergeführt) eine Masche links abstricken und die beiden abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche ziehen, so dass aus ursprünglich drei Maschen eine wird. jetzt folgt wieder ein Umschlag, dann strickt ihr fünf Maschen ganz normal links ab. Weiter geht es in der Reihe mit Umschlag, 2x links abheben, 1x links abstricken, die abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche heben, 1 Umschlag, 5 Maschwen links abstricken usw. usf. bis ihr am Ende der reihe angekommen seid.
Reihe 2: alle Maschen (auch die Umschläge) rechts stricken
Reihe 3: alle Maschen links stricken
Reihe 4: alle Maschen rechts stricken
Reihe 5: wie Reihe 1
Reihe 6: wie Reihe 2
Reihe 7: wie Reihe 3
Reihe 8: wie Reihe 4
usw. usf.

Mit Mille Filli ergibt sich bei mir eine Maschenprobe von 19 Maschen auf 29 Reihen. Mit diesem Wissen rechnen wir beim nächsten Mal etwas, damit unser Pulli auch wirklich sitzt. (^.^)

Donnerstag, 11. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - der Anfang (einschließlich linke Maschen)

Bevor es mit unserem neuen Projekt wirklich losgehen kann, müssen wir erst noch eine neue Masche lernen: die linke Masche. Auch hierzu habe ich euch ein kurzes Video gedreht:

Für die linke Masche legt ihr also den Arbeitsfaden vor die Nadel, so dass er über der abzustrickenden Masche liegt. Stecht nun mit der rechten Nadel von oben durch Arbeitsfaden und Masche und holt den Arbeitsfaden von unten durch die Masche. Fertig - so leicht ist das. (^.^)

Strickt man nun abwechselnd eine Reihe rechte eine Reihe linke Maschen, so erhält man das, für vor allem Feinstrick klassische Muster des "glatt Rechts".

Sonntag, 7. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen

So meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Strickprojekt. Dieses mal wagen wir uns auch direkt schon an ein Kleidungsstück, einen wunderschönen leichten, ärmellosen Sommerpullover, der in der Schachenmayrin aus dem Juli 1958 erschienen ist. Das Modell ist wirklich leicht zu bearbeiten, ist zeitlos schön und wird im kommenden Sommer sicherlich eines meiner Lieblingsstücke werden:
Bald gehts los mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung, seid also gespannt. (^.^)

Sonntag, 15. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - abketten

Kommen wir nun zum Abketten, auch hierzu habe ich wieder ein kleines Video gedreht:
Wie ihr seht: ihr strickt ganz normal zunächst zwei Maschen ganz normal wie sie kommen und zieht dann die hintere über die vordere Masche. Strickt nun wieder eine Masche ab, zieht die hintere über die vordere Masche und so weiter und so fort, bis ihr alle Maschen abgekettet habt (ja, auch die Randmasche wird normal abgestrickt). Die letzte Masche auf der Nadel wird dann einfach durchgezogen, das heißt, ihr schneidet euren Arbeitsfaden nicht zu kurz ab und zieht die Masche so lange hoch, bis ihr keine Masche mehr habt, sie also durchgezogen ist. (^.^)

Sonntag, 1. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Knäuel ansetzen

Bei unserem Kissen kommt ihr definitiv in die Verlegenheit ein neues Knäuel anzusetzen, spätestens jetzt, wo unser Farbwechsel bei unserem zweifarbigen Kissen machen ist es so weit. Wie das Ansetzen funktioniert, zeige ich euch wieder in einem kleinem Video:

Ihr strickt die Randmasche also mit doppeltem Faden und strickt dann ganz normal mit dem neuen Knäuel weiter. Nach einigen Maschen zieht ihr die Randmasche nochmals straff und schon ist der Knäuelwechsel vollzogen. (^.^)

Für unser Kissen strickt ihr nun in der neuen Farbe die noch fehlenden 20% eures Kissens fertig. Dann sind wir auch schon so weit, dass wir abketten können. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)

Samstag, 3. Oktober 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Die Maschenprobe

Bevor wir uns an unseren Kissenbezug machen, ist es erstmal erforderlich eine Maschenprobe zu stricken, damit der Kissenbezug später auch passt. (^.^) Eine Maschenbrobe wird grundsätzlich immer gestrickt, da jeder anders strickt oder aber Änderungen vornimmt (andere Wolle, anderes Muster, aber auch fremdsprachige oder alte Anleitung).

Für die Maschenbprobe werft ihr zunächst einen Blick auf die Wollbanderole. Wie ihr bereits wisst, ist dort auch angegeben, wie viele Maschen und Reihen es für ein Quadrat in der Größe 10 x 10 cm braucht. Diese Angabe bezieht sich beim Stricken auf rechte Maschen. Rundet die Maschenangabe etwas auf, mehr als 10 Maschen zusätzlich braucht ihr nicht aufschlagen und strickt im gewünschten Muster - bei uns sind es rechte Maschen - solange, bis ihr ein quadratisches Stück habt (dafür das Strickstück diagonal gefaltet Kante auf Kante liegt, habt ihr ein Quadrat). Den Lauffaden bitte nicht abschneiden und abmaschen, sondern einfach hängen lassen. Jetzt könnt ihr auszählen, wie viele Maschen und wie viele Reihen ihr für jeweils 10 cm braucht:

Dafür spannt ihr das Strickstück etwas auf, messt zunächst in der Breite 10 cm aus, markiert dafür 0-Punkt als auch 10-Punkt mit einer Stecknadel und zählt dann die Anzahl der Maschen aus. Jetzt wiederholt ihr gleiches in der Höhe und zählt die Anzahl der Reihen aus. Beides notiert ihr euch auf einem Zettel, den ihr nicht verlieren oder wegwerfen solltet, solange ihr noch nicht komplett fertig seid. Legt ihn am besten zu euren Stricksachen.

Bei der von mir benutzten Wolle "Passion" von Galeria Home mit Nadelstärke 7 ergibt sich bei mir für das 10-cm-Quadrat:
15 Maschen und
22 Reihen

Mit Hilfe dieser Angaben können wir nun die erforderliche Maschen- und Reihenzahl für unseren Kissenbezug berechnen. Messt zunächst die Breite eures Füllkissens aus, teilt die Breite durch 10 und multipliziert das Ergebnis mit der Anzahl der Maschen aus eurer Maschenprobe:
Genauso verfahren wir bei der Berechnung der erforderlichen Reihenzahl:
Die Maschenprobe, sobald ihr eure Angaben habt, trennt ihr wieder auf und wickelt die Wolle straff ums Knäuel, damit sie sich wieder glatt zieht, schließlich kostet Wolle auch Geld und wegwerfen muss man sie ja nicht, nur weil man eine Maschenprobe gestrickt hat. (^.^)

Nun wisst ihr wieviele Maschen ihr anschlagen müsst. Macht das nun und strickt rechte Maschen bis ihr 80 Prozent der erforderlichen Reihen gestrickt habt. Dann geht es mit einem Farbwechsel weiter. Dazu aber mehr beim nächsten Mal. (^.^)

Montag, 21. September 2015

Elsa Schiaparelli

Heute möchte ich euch eine ganz besondere Frau vorstellen, die wie keine andere die Mode der 30er Jahre prägte, und die heute traurigerweise fast in Vergessenheit geraten ist: Elsa Schiaparelli.

Elsa Schiaparelli wurde am 10. September 1890 in Rom als Tochter einer bekannten piemontesischen Gelehrtenfamilie geboren. Sie studierte Philosophie in Rom und ging danach nach London, wo sie Wilhelm Wendt de Kerlor kennen und lieben lernte und ihn nach nur wenigen Wochen Beziehung, im Juni 1914 das Ja-Wort gab. Das Paar war nur ein Jahr nach der Hochzeit aufgrund diverser dubioser Machenschaften Wendt de Kerlors (u.a. seine Betätigung als "Medium" und "Wahrsager"), gezwungen, London zu verlassen. Sie tingelten zunächst durch Europa, bevor die Bedrohung durch den tobenden Weltkrieg zu groß wurde, so dass sie 1916 nach New York übersiedelten. Dort nahm Wendt de Kerlor seine dubiosen Praktiken wieder auf und bekannte sich mehr aus Selbstdarstellungszwang denn aus tatsächlicher Überzeugung zum Bolschewismus, was ihn schnell in den geheimdienstlichen Ermittlungsfokus brachte. Elsa Schiaparelli lernte in New York Gaby Picabia kennen und kam durch sie in Kontakt mit namhaften dadaistischen Künstlern wie Francis Picabia, Man Ray oder Alfred Stieglitz, die sie sehr inspirierten.
Kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Maria Luisa im Jahr 1920 verließ Wendt de Kerlor Elsa Schiaparelli für die Tänzerin Isadora Duncan. Fast mittellos kehrte Elsa Schiaparelli 1922 nach Europa zurück und ließ sich in Paris nieder, wo sie zunächst, dank der finanziellen Unterstützung ihrer Familie ein Strickwarengeschäft eröffnete.

Wer nun in Paris im Modegeschäft erfolgreich sein will, musste auch damals schon vor allem eines tun: auf Modenschauen gehen. Wer nun wie Elsa Schiparelli zwar einen Namen und Beziehungen hat um an die begehrten Karten zu kommen, aber andererseits nicht über die finanziellen Mittel verfügt, sich dafür in teure Designerroben zu hüllen, dem bleibt nur eines: selbst ist die Frau. (^.^) Elsa Schiaparelli machte sich für eine Modenschau im Jahr 1927 einen schwarzen Pulli in dem eine weiße Schleife eingestrickt und weiße Manschetten angestrickt waren. Dieser Pulli traf genau den Zeitgeist, setzte er doch das moderne grafische Design in der Strickmode sehr gekonnt um. Was nun kam, ging rasend schnell: jeder wollte diesen Pulli! Das New Yorker Luxuskaufhaus Lord & Taylor orderte 40 Stück, wenige Wochen später war der Pulli bereits in der französischen, britischen und amerikanischen Vouge abgebildet und Schiaparellis Strickwarengeschäft war über Nacht zu einem gefragten Modelabel geworden. Schnell erweiterte sie ihr Repertoire und designte auch Abendkleider, Hüte und Handschuhe. Ihr Label war "Shocking Pink", ein grelles Pink, das bald Schiaparelli-Pink genannt wurde, auf das ihr Nachname eingestickt war und auch bei ihren Entwürfen schockte - eigentlich revolutionierte - sie immer wieder: sie kreierte den Hosenrock, arbeitete mit sichtbaren Reißverschlüssen als Designelement, und brachte als erste das Dianadekolleté auf die Laufstege. Sie kreierte Hüte in Schuhform und Handtaschen in Telefonform. Sie war schrill, sie war chic, sie war avantgarde und schon bald war sie die richtungsweisende Designerin in Paris. Sie kleidete Stars wie Greta Garbo, Peggy Guggenheim, Marlene Dietrich, Mae West, Gloria Swanson oder Joan Crawford ein.
Am Höhepunkt ihres Erfolges kam es jedoch zu einem jähen Ende für die Schiaparelli: als die deutsche Wehrmacht Frankreich besetzte, setzte sich Elsa Schiaparelli in die USA ab. Sie kehrte zwar nach Kriegsende nach Frankreich zurück, doch die Modewelt hatte sich geändert. Die Mode war nicht mehr schrill, aufsehenerregend, revolutionär und künstlerisch. Der New Look, der nun die Laufstege beherrschte, war schon fast altbacken, im Vergleich zur Mode vor dem 2. Weltkrieg. Eine Modewelt in der Elsa Schiaparelli keinen Platz mehr fand und sich ihre ewige Rivalin Coco Chanel durchsetzte. 1954 musste Schiaparelli ihr Label aufgeben.
Elsa Schiaparelli starb am 13. November 1973 im Alter von 83 Jahren in Paris.

Montag, 31. August 2015

Vintage & Retro - was? wieso? warum? und überhaupt?

Ich habe das innere Bedürfnis die beiden Begriffe "Vintage" und "Retro" einmal zu erklären, da beide gerade "in" sind und damit inflationär genutzt werden, leider nicht immer ganz korrekt. Und damit gleich das wichtigste Vorweg: "Vintage" und "Retro" kann man nicht synonym verwenden, das ist nicht das gleiche.

Vintage (engl. "alt", "altmodisch", "aus einer bestimmten Zeit") ist alles Originale aus einer bestimmten Zeit.

Retro (lat. "zurück", "rückwärts") ist Neues, das dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfunden wird.

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele:
Ihr näht euch nach einem Schnittmuster aus den 40er Jahren ein Kleid. Dann ist das Schnittmuster, da Original aus den 40er Jahren, vintage, das Kleid, das ihr nach diesem Schnittmuster gearbeitet habt ist aber retro.
Ihr lasst euch in einem Second Hand Shop eine 80er Jahre Bluse als 50er Jahre Bluse andrehen und merkt es erst bei der näheren Überprüfung zu Hause. Dann ist die Bluse ein 80er-Jahre-Vintage- und ein 50er Jahre-Retro-Teil (sofern sie im Stil der 50er gearbeitet wurde).
Ihr macht euch eine 40er Jahre-Pin-up-Girl-Frisur, dann ist euer Styling retro. Die Frisur wäre Vintage, wenn ihr sie euch in den 40ern gemacht hättet... Was ihr aber habt ist ein Vintage-Look, ihr seht also aus, wie aus einer bestimmten Zeit. (^.^)

Klar soweit? (^.^) Genau deshalb heißt mein Blog auch LiliGoesRetro und nicht VintageLiliBlablabla, weder bin ich, noch ist mein Blog alt, oder altmodisch... Mein Blog ist Vintage 2013 (mit einigen Überarbeitungen), ich bin Vintage 19sagichnicht, aber für meine Lieblingsjahrzehnte muss ich meinen Blick eben zurück wenden. Daher "Retro", auch wenn ich einiges hier poste, das Vintage ist, hätte ein Vintage im Titel bei mir einfach nicht gepasst, schlicht, weil ich einen Lifestyle-Blog schreibe. (^.^)

Eigentlich ganz leicht, oder? Aber wisst ihr was: ich erwische mich selbst regelmäßig dabei, dass ich die beiden Begriffe durcheinander schmeiße, obwohl ich es besser weiß. Manchmal passiert das einfach, im Eifer des Gefechts. (^.^)

Montag, 17. August 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug

Es wird nun Zeit für unser erstes Strickprojekt. (^.^) Nachdem Kissenbezüge in Grobstrickoptik so in sind wie noch nie, wird es genau ein solcher werden. (^.^)

Dafür greife ich zu verhältnismäßig dicker Wolle für Nadelstärke 6 - 7 und stricke mit Nadeln in Größe 7, damit das Maschenbild verhältnismäßig locker ist. Gestrickt wird das ganze mit rechten Maschen, das ist nicht nur schön leicht und genau richtig um Stricken zu lernen, sondern ergibt auch einen richtig schönen Grobstricklook.

Ich zeige euch nun die nächsten Wochen Schritt für Schritt den Weg zu unserem Kissenbezug. Los geht es beim nächsten Mal mit der Maschenprobe und dem Berechnen der erforderlichen Maschen- bzw.Reihenzahl für die gewünschte Breite bzw. Höhe. (^.^)

Montag, 27. Juli 2015

Stricken für Anfänger - Randmaschen: Der Kettrand

Kommen wir nun noch zu den Randmaschen - heute - als die gebräuchlichste Methode, der Kettrand. Der Kettrand kommt immer dann zum Einsatz, wenn Strickteile zusammengenäht werden sollen, da sich so eine schöne glatte Naht ergibt. So gehts:

Dienstag, 21. Juli 2015

Stricken für Anfänger - rechte Maschen

Weiter geht es mit unserem Strickkurs. Nachdem ihr nun bereits Maschen anschlagen könnt, stricken wir heute rechte Maschen. Auch hierzu habe ich wieder einen kleinen Clip für euch:

Samstag, 13. Juni 2015

Stricken für Anfänger - Maschen anschlagen

Wie bereits angekündigt, wird es jetzt ernst. Heute zeige ich euch, wie man Maschen anschlägt. Der Leichtigkeit halber in einem kleinen Clip:

Donnerstag, 21. Mai 2015

Stricken für Anfänger - Materialkunde: was man sonst noch so braucht

Neben Garn braucht es zum Stricken selbstverständlich Stricknadeln. Ob ihr zu Metall oder Bambus greift, bleibt eurem jeweiligen Geschmack überlassen. Bambus- und Kunstsoffnadeln sind leichter und angeblich lässt es sich damit auch besser arbeiten - insbesondere für Anfänger. Nachdem ich Stricken allerdings mit Gewicht in der Hand - sprich mit Metallnadeln gelernt habe, komme ich mit Bambus und Kunststoff nicht klar. Damit wird mein Maschenbild total unsauber. Ich bleibe also auf jedem Fall den guten alten Stricknadeln aus Metall treu. (Außer ich brauche eine sehr dicke Nadel, dann greife ich zu Bambus - dann stimmt auch das Gewicht in der Hand wieder). Für welches Material ihr euch entscheidet, bleibt letztendlich dem persönlichen Geschmack überlassen. (^.^)

Stricknadeln gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die Stärke der Nadel die ihr braucht, richtet sich nach dem Garn, das ihr verarbeiten wollt. Die ideale Nadelstärke ist dabei jeweils auf der Garnbanderole angegeben. Nachdem auf den Banderolen üblicherweise von-bis-Angaben gemacht werden, richtet sich die benötigte Nadelstärke nach eurem Maschenbild: häkelt ihr sehr locker, greift zur kleineren Größe, häkelt ihr zu fest greift zu größeren Nadelstärke. Bei normalem Maschenbild, oder wenn ihr euch nicht sicher seid, wie euer Maschenbild aussieht, nehmt die goldene Mitte. (^.^)

Nachdem beim Stricken die Maschen einer Reihe auf der Nadel gehalten werden, gibt es zudem noch unterschiedliche Nadelarten, die sich ebenfalls nach dem jeweiligen Strickprojekt aber auch nach den persönlichen Präferenzen richten:


Jackennadeln werden heute eigentlich kaum noch genutzt, seien hier der Vollständigkeit halber aber erwähnt.




Flex-Schnellstricknadeln eignen sich für große Maschenzahlen etwa bei Pullovern.




Rundstricknadeln benötigt man zum Rundstricken von Strickstücken mit hoher Maschenzahl wie bei Oberteilen, die in einem Stück gestrickt werden. Man kann sie aber auch wie Flex-Schnellstricknadeln verwenden



Ein Nadelspiel benötigt man zum Rundstricken von Strickenteilen mit kleinerer Maschenzahl, bspw. für Rollkragen oder Socken





Hilfsnadeln benötigt man für Muster wie Zöpfe.






Ich persönlich arbeite ausschließlich mit Rundstricknadeln und bei bestimmten Projekten mit Nadelspiel und Hilfsnadeln. Für mich reicht das vollkommen.

Außerdem braucht ihr zum Stricken:
  • ein Maßband
  • eine Schere
  • Woll- bzw. Sticknadeln ohne Spitze mit ausreichend großem Öhr
  • Stecknadeln
  • eine Häkelnadel
Für künftige Projekte könnt ihr evtl. noch das Folgende brauchen - das kauft ihr aber erst, wenn es wirklich so weit ist, denn vielleicht braucht ihr es nie (^.^)
  • für Fortgeschrittene, die sich an Jacquard- oder Intarsienmuster wagen möchten: Garnspulen damit sich die unterschiedlichen Garne nicht verheddern
  • je nach Strickprojekt eventuell einen Maschenraffer (sieht aus wie eine große Sicherheitsnadel) zum Stilllegen von Maschen
  • ein Reihenzähler, das ist ein kleines Rädchen das man auf die Nadel steckt um dort manuell den Reihenfortschritt einzustellen
  • Nadelschützer um die Maschen auf der Nadel zu sichern, was insbesondere bei der Arbeit mit einem Nadelspiel manchmal sinnvoll ist
Fertig. Mehr ist es nicht. Jetzt können wir auch schon losstricken (^.^) Und genau das werden wir auch: beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man Maschen anschlägt. (^.^)

Mittwoch, 15. April 2015

Stricken für Anfänger - Materialkunde: Strickgarne

Wie bereits angedroht: bevor es an die Praxis geht, braucht es erstmal noch etwas Theorie und zwar zu den Materialien, die es zum Stricken braucht.

Strickgarne
Strickgarne sind aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt, die alle in Bezug auf Verarbeitung, Verwendungs-, Trage- und Pflegeeigenschaften ihre Vor- und Nachteile haben. Ich persönlich bevorzuge Garne die mindestens zu 50% aus natürlichen Materialien bestehen, schlicht, weil man Plastik einfach auch ansieht, dass es nur Plastik ist. Wenn ich mir also schon die Mühe mache, etwas Individuelles und Schönes zu handarbeiten, dann auch aus hochwertigen Materialien und eben nicht aus billigstem Polyester. Ich greife daher zu Baumwolle und Wolle, wobei Beimischungen in geringen Anteilen erlaubt sind. Eine nähere Auskunft über die Garnzusammensetzung liefert die Garnbanderole. Die Garnbanderole liefert darüber hinaus aber noch andere wichtige Informationen:

Was mit Material gemeint ist dürfte klar sein. (^.^)

Wurde eure Wolle noch veredelt, wird die jeweilige Veredelungsmethode mit der Materialangabe genannt. "Gasiert" bedeutet, dass der Faden abgeflammt wurde, sprich keine Härchen abstehen, "mercerisiert" meint eine Behandlung von Baumwolle mit Natronlauge, das lässt sie seidig matt glänzen, die Farben sind farbstabiler und die sie ist strapazierfähiger und formstabiler als nicht mercerisierte Baumwolle. Habt ihr die Wahl, greift immer zu mercerisierter Baumwolle, da diese qualitativ besonders hochwertig ist.

Die Empfehlung zur Nadelstärke ist immer eine von-bis-Angabe. Strickt ihr besonders fest, nehmt ihr die größere Nadelstärke, strickt ihr besonder locker, nehmt ihr die kleinere Nadelstärke. Haben eure Maschen normale Festigkeit, greift ihr am besten zur goldenen Mitte (die Nadelstärken steigen jeweils um 0,5).

Der Durchschnittsverbrauch gibt an, wie viel Wolle in Gramm ihr wofür ungefähr brauchen werdet. Also hier für ein ärmelloses schlichtes Damentop Größe 38 ungefähr 310 g.

Die Maschenprobe gibt an, wieiviele Maschen in der Breite und wieviele Reihen in der Höhe ein Quadrat vom Format 10x10 cm ergibt. Diese Angabe ist besonders wichtig, wenn ihr Muster anpasst oder Freihand arbeitet. Die Maschenprobe ist ein Fortgeschrittenenthema. Ich will euch nicht gleich schon am Anfang  unnötig verwirren. (^.^) Es reicht für den Moment, wenn ihr wisst, was das Symbol bedeutet.

Die Pflegehinweise dürften wieder klar sein.

Gesamtlänge und Gewicht dürften grundsätzlich auch klar sein. Mit diesen Größen muss man als Fortgeschrittener eventuell wieder rechnen, wenn man Muster nacharbeiten möchte, bei denen die verwendete Wolle nicht mehr erhältlich ist, bzw. wenn ihr lieber mit einem anderen Garn arbeiten möchtet. Für den Moment brauchen wir die beiden Größen aber noch nicht.

Was außerdem wichtig ist, steht auf dieser Banderole sogar ausdrücklich drauf: "Verarbeiten Sie immer nur Knäuel mit gleicher Farb- und Partienummer." Die Farb- und die Partienummer sind auf jeder Garnbanderole angegeben. Die Farbnummer ist schlicht der Farbcode der Wolle, die Partienummer bezeichnet das jeweilige Farbbad, in dem das Garn gefärbt wurde. Bei Naturmaterialien kann es immer sein, dass sie unterschiedlich auf Farbbehandlungen reagieren. Wenn ihr darauf achtet für ein Projekt nur Wolle zu kaufen, die auch im gleichen Farbbad gefärbt wurde, habt ihr schlicht die Sicherheit, dass die Farbe nicht abweicht. Grundsätzlich gilt aber hier: je hochwertiger die Wolle, desto weniger oft kommt es zu Farbabweichungen zwischen den Partien. Mir ist es bisher auch nur ein einziges Mal passiert, dass ich merkliche Farbabweichungen hatte, als ich Wolle aus einer anderen Partie nachkaufen musste und nachkaufen muss ich oft, weil ich tendenziell weniger als mehr Wolle kaufe.

Soviel erstmal zu den Strickgarnen. Im nächsten Teil gibt es nochmal Materialkunde,dann zu den Stricknadeln.

Montag, 23. März 2015

Stricken für Anfänger - ein Grundkurs

Mit der Vorstellung meiner neuen Rubrik "Lili strickt", habe ich es ja bereits angedeutet: es gibt einen neuen Grundkurs bei LiliGoesRetro, einen Grundkurs Stricken. (^.^) Wer auf Vintage steht, kommt in vielen Fällen ums selbst machen nicht herum, gerade was Kleidung betrifft. Daher schadet es sicherlich nicht, auch stricken zu könnnen. (^.^) Außerdem ist Stricken so unglaublich entspannend, gerade für gequälte, verspannte Büroschultern einfach eine herrliche Wohltat. (^.^)

Ich weiß, dass ich das immer sage, aber es ist auch so: stricken ist nicht schwer. Es ist nicht ganz so leicht wie häkeln, aber auch stricken lernt man richtig leicht und schnell und man hat wirklich schnell echt schöne Ergebnisse. (^.^)

Wie es meistens so ist, braucht es vor der Praxis erstmal Theorie. Der widme ich mich zu aller erst, bevor ich euch dann zeige, wie man die ersten Maschen strickt. Ich habe mich dazu entschlossen dafür kleinere Videotutorials neben Bildern und Erklärungen einzustellen. Außerdem werden wir bereits ziemlich schnell kleinere Projekte in Angriff nehmen. Ich versuche dabei darauf zu achten, dass ich mir nützliche kleine Alltagshelfer und keinen all zu großen Unsinn einfallen lasse. Aber selbst wenn ihr mal eines der Übungsmodelle nicht gebrauchen könnt: macht trotzdem mit - allein wegen der Übung. Ihr müsst das Ergebnis dann ja nicht behalten. (^.^)

Nachdem ich sehr wahrscheinlich nicht anders dazu komme und ich außerdem schon andere Planungen habe, was meine regelmäßigen Serien im Blog betrifft, wird der Grundkurs eine unregelmäßige Serie, zu der ich nur alle Nase lang mal einen neuen Beitrag einstelle. Also lest hier fleißig mit, damit ihr auf dem Laufenden seid. (^.^)

Donnerstag, 5. März 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe IX und Lilis Strickcape

Ja, meine Lieben, ihr lest richtig, es ist nun bereits die 9. Ausgabe des Vintage Flaneur erschienen. Dieses mal erwartet euch Deko- und Rezeptideen für das Frühjahr, der Vintage-Reisetipp Stockholm, eine Retrospektive zu Roy Lichtenstein, Hüte und Accessoires für Damen und Herren sowie zarte Frühlingsmode in Pastell.

Auch von mir gibt es wieder einen kleinen Beitrag nachzulesen: eine exklusiv im Vintage Flaneur veröffentlichte Anleitung für ein frühlingszartes Strickcape, also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)