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Dienstag, 9. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up im Stil von Audrey Hebburn

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up im Stil von Audrey Hepburn zeigen, das wunderbar auch tagsüber funktioniert und herrlich natürlich ist:
Das ganze nochmal in Farbe:

Der Schlüssel dieses Looks sind die starken Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Die Augen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden stark nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun mittelbrauner Lidschatten aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)



Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem nudefarbenen Lipliner konturiert und mit einem ebenso nudefarbenen Lippenstift geschminkt.

Montag, 1. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up für den Tag zeigen. Eigentlich sind die 50er Jahre, was das Make-up betrifft sehr dezent und natürlich, auch wenn das die heutige Neobilly-Szene kaum vermuten lässt, allerdings ist deren Make-up eher den 60er Jahren entlehnt. Aber kommen wir zu den authentischen 50er Jahren:
Der Schlüssel dieses Looks sind die eckigen Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.
Die Augen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden am oberen Brauenbogen dezent eckig nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Die Ecke zeichne ich mit einem Augenbrauenstift nach und verblende die Linie ebenfalls. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun zartrosefarbener Lidschatten mit Schimmer aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)


Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem zartrosa Lipliner konturiert und mit einem ebenso zartrosa Lippenstift geschminkt.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - der Teint

Auch die 50er Jahre lieben es natürlich. Im Vergleich zu den 40er Jahren hat sich beim Make-u hier nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 50er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 50er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Samstag, 15. Oktober 2016

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - ein 40er Jahre Abend-Make-up

Heute möchte ich euch ein 40er Jahre Abend-Make-up zeigen, bei dem nun schon dicker aufgetragen wurde, obschon es grundsätzlich immer noch natürlich gehalten ist. Inspiriert wurde das Make-up vom Bühnenlook der Sängerin Billie Holiday in den frühen 40er Jahren:
Und nun nochmals in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks sind die betonten Augenbrauen, die natürlich geschminkten Augen und die roten Lippen, die Billie Holiday sich schmaler schminkte, wie auf dem obigen Bild gut zu erkennen ist. Das Problem zu üppiger Lippen kenne ich allerdings eher nicht. (^.^)

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.
Die Augenbrauen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden dunkel, aber nicht zu dunkel geschminkt. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun mittelbrauner Lidschatten mit Schimmer aufgetragen. In der Mitte des Lides wird goldener Lidschatten aufgetragen um dem Augen-Make-up einen Hauch Glamour zu verleihen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der mit dem Wimpernkranz endet. Und etwas Wimperntusche. Wer möchte kann auch zu langen künstlichen Wimpern greifen, so wie sie Billie Holiday trug.

 Auf die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem kirschroten Lipliner konturiert und mit einem ebenso kirschroten Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.

Samstag, 17. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Die Inneneinrichtung

Nun heißt es noch den Stauraum sinnvoll zu nutzen. Platz bietet Omas Frisiertisch nun wahrlich genug, allerdings muss nun noch Struktur rein. Den unteren Schrank möchte ich für größere Dinge sowie für Dinge nutzen, die ich nicht so oft brauche. So wie beispielsweise diverse Stylinggeräte, Lockenwickler, Nagellacke etc. pp. Für Ordnung und Überblick verpacke ich all diese Dinge thematisch sortiert in Kistchen:

Die beiden Schubladen möchte ich für den ganzen kosmetischen Kleinkram, den ich nicht jeden Tag brauche, nutzen, also Tübchen, Pinsel, Karrklammern, Kämme, Bürsten usw. Damit auch hier nichts durcheinanderfliegt, organisiere ich das ganze mit einer Schubladeneinteilung. Und nachdem nun gerade Kosmetik dazu neigt, einzuschmutzen, man denke nur an ausgefallene Haare, Puderstaub oder Haarspraynebel, greife ich zu einer Schubladeneinteilung mit Deckel:
Zugegebenermaßen sehen die Korkdeckel alles andere als hübsch aus, aber das ändert sich zeitnah. Wie, sehr ihr in einem späteren Beitrag. (^.^)

Mittwoch, 7. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Schönheitskorrekturen

Die Schönheitskorrekturen bei Omas Frisiertisch hielten sich erfreulicherweise in Grenzen, weil die Makel wirklich nur oberflächlich waren. Das schlimmste war ein fehlender Beschlag, den ich mit einem ähnlichen ergänzt habe und etliche Kratzer im Lack rund um das Schlüsselloch, die sich mit etwas Holzwachs problemlos wieder auffüllen ließen:

Nun blieben nur noch die festgerosteten Schließzylinder der Schlösser, die ich aber mit einigen Tropfen des guten alten Ballistol ins Schlüsselloch problemlos wieder lauffähig bekommen habe:

Mittwoch, 29. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Der Spiegel

Ich hatte ja schon anklingen lassen, dass ich ursprünglich seitliche Spiegel zum anklappen anbringen wollte, um einen dreiteiligen Spiegel zum optimalen Schminken und frisieren zu haben. Ich habe nun auch bereits zig Möglichkeiten geistig durchgespielt, wie man das bewerkstelligen könne, wirklich praktikabel war aber keine. So habe ich mich nun entschlossen, einen dreiteiligen Standspiegel zu kaufen, der, sobald er gebraucht wird, aufgeklappt wird. Wird er nicht gebraucht beheimatet er praktischerweise meine Halsketten. Diese geschickte Gebrauchsweise ermöglicht das schwedische Möbelhaus mit dem Modell Karmsund.

Sonntag, 19. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Jetzt wirds ernst

Heute ist es endlich so weit, mein Frisiertisch ist bei mir eingezogen. (^.^) So sieht das gute Stück aus:
Ist zwar schon ganz hübsch, es muss aber trotzdem noch einiges gemacht werden. Das steht nun auf dem Plan:

  • kleinere Holzschäden abspachteln und angleichen
  • Deko unter der Glasplatte, denn Spitzendeckchen scheidet schon mal aus
  • zwei seitliche Spiegel zum anklappen, so dass ich einen dreiteiligen Spiegel habe
  • Tageslichtbeleuchtung zum perfekten Schminken
  • ein Ordnungssystem das es mir ermöglicht, den Stauraum optimal zu nutzen
  • eine passende Sitzmöglichkeit

Selbstverständlich berichte ich über meine Fortschritte wieder ausführlich (^.^)

Samstag, 11. Juni 2016

Mein Look für das "Vintage Motor & Music Festival" der Gasoline Gang in Peißenberg

Es wird mal Zeit, dass ich euch einen Komplettlook zeige. (^.^) Heute geht es auf das Vintage Motor & Music Festival der Gasoline Gang in Peißenberg. Nachdem das Wetter leider etwas durchwachsen ist, brauche ich etwas wärmendes und halbwegs regenfestestes, das außerdem bequem ist, so dass ich den ganzen Tag auf den Beinen sein durchhalte. Erschwerend kommt hinzu, dass es abends auf gleichem Festival noch zum tanzen geht, es sollte also auch etwas sein, das sich gut und schnell umstylen lässt. Hier meine Rätselslösung:
Tuch: Vintage von Oma
Ohrclips: Claire's
Baseballjacke: H&M
Bluse: H&M
Jeans: Levi's Modell 1950's 701 Jeans
Schuhe: Converse Chuck Taylor All Star
Tasche: New Look über asos.de
Unter dem Kopftuch trage ich übrigens Pin Curls so dass ich für den Abend nur noch auskämmen muss und auch schon wieder los kann. Wie man das Kopftuch bindet, zeige ich euch in einem späteren Tutorial. Mein Make-up ist ein klassischer 50's Tageslook, wie ihn beispielsweise Audrey Hepburn trug. Ein großes Make up mit roten Lippen wäre zu eine solchen Outfit auch eher eine Spur zu viel. (^.^) Aber auch hierzu kommt noch ein eigenes Tutorial. Hier den Look nochmal im Detail:

Donnerstag, 5. Mai 2016

Ein leichtes 40er Jahre Tagesmake-up ganz im Stile von Ingrid Bergman

Heute möchte ich euch ein superleichtes und dezentes Make-up zeigen, das an den Look von Ingrid Bergman erinnert, die ja bekanntermaßen von Make-up nicht all zu viel hielt:
Und nun nochmal in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks ist die absolute Natürlichkeit. Das ganze soll möglichst ungeschminkt aussehen.

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm, lasse aber das Rouge weg und konturiere auch meine Wangen nicht mit meinem Bronzer. Stattdessen verwende ich den Bronzer wie Rouge, um meinem Teint einen leicht sonnengebräunten Look zu verleihen.


Die Augen werden für diesen Look im Grunde nicht geschminkt. Ich habe meine Augenbrauen lediglich mit etwas farblosem Augenbrauengel fixiert und meine Wimpern einmal mit einer verlängernden Wimperntusche in schwarz getuscht. Solltet ihr nicht schwarzhaarig sein, so wie ich, greift ihr allerdings besser zu einer braunen Mascara, das wirkt nicht so hart.





Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem rosenholzfarbenen Lipliner konturiert und mit einem passenden Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch! (^.^)

 Ich habe mich bisher - so wie vermutlich der Großteil der Frauen - vor dem Badezimmerspiegel geschminkt und frisiert. Aber seien wir mal ehrlich: das Licht in deutschen Badezimmern ist schlicht zu schlecht für wirklich gutes Make-up, um sich wirklich vernünftig stylen zu können, gibt es grundsätzlich zu wenig Ablagefläche und stehend vor dem Spiegel hat man oft nicht die Haltung die wirklich praktikabel und bequem ist. Kurzum: schminken und frisieren im Bad ist echt suboptimal. Mit unserer neuen und vor allem größeren Wohnung hat das aber für mich jetzt ein Ende: ich habe jetzt nämlich endlich Platz für Omas wunderschönen Frisiertisch aus den späten 30er Jahren; ein Unikat vom Schreiner ist er außerdem. (^.^)

Der Frisiertisch, der jetzt noch bei meinen Eltern eingelagert ist, findet seinen neuen Platz ganz stilecht im Schlafzimmer und soll zwar genauso stilecht dekoriert und eingerichtet werden, aber dennoch funktional sein. Funktional vor allem aber auch in einer Beziehung (Ablagefläche und bequem sitzen bringt ja "Frisiertisch" schon ganz automatisch mit), der idealen Ausleuchtung nämlich, die ich selbst konstruieren werde und worüber ich natürlich noch gesondert berichten werde.

Nun hat nicht jede von euch das Glück, einen wunderbaren Frisiertisch zu erben, und kaufen lässt sich sowas heute nur mit einem entsprechend hohen finanziellen Invest (warum eigentlich?). Daher möchte ich noch kurz zusammenfassen, worauf es bei einem wirklich guten und brauchbaren Schminktisch ankommt:
  • die Sitzhöhe, also die Höhe des Frisiertisches beträgt 74 cm
  • der Tisch ist ausreichend tief, damit ihr genug Platz zum Stellen von täglich Benötigtem und gleichzeitig zum Ablegen habt
  • die Tischplatte ist unempfindlich gegen Make-up-Verschmutzungen und Hitze; sinnvoll ist also eine (Plexi-)Glasplatte
  • der Tisch bietet außerdem genug Stauraum für all euer Utensilien
  • der Spiegel ist hoch genug und dreiteilig, für den Rundum-Blick
Mehr braucht es nicht, für den perfekten Schminktisch. Wie mein neuer alter Schminktisch aussieht und vor allem wie ich ihn einem kleinen Make-over unterziehe, damit er wieder in glamourösem Glanz erstrahlt. lest ihr demnächst hier. (^.^)

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - der Teint

Die Foundations der 40er Jahre  sind deutlich leichter, als noch die der 30er Jahre, so dass der Teint bei weitem nicht mehr so "abgespachtelt" ist, wie das noch in den 30er Jahren üblich war. Kurzum: der Teint wirkt natürlich. Für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 40er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 40er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Montag, 31. August 2015

Vintage & Retro - was? wieso? warum? und überhaupt?

Ich habe das innere Bedürfnis die beiden Begriffe "Vintage" und "Retro" einmal zu erklären, da beide gerade "in" sind und damit inflationär genutzt werden, leider nicht immer ganz korrekt. Und damit gleich das wichtigste Vorweg: "Vintage" und "Retro" kann man nicht synonym verwenden, das ist nicht das gleiche.

Vintage (engl. "alt", "altmodisch", "aus einer bestimmten Zeit") ist alles Originale aus einer bestimmten Zeit.

Retro (lat. "zurück", "rückwärts") ist Neues, das dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfunden wird.

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele:
Ihr näht euch nach einem Schnittmuster aus den 40er Jahren ein Kleid. Dann ist das Schnittmuster, da Original aus den 40er Jahren, vintage, das Kleid, das ihr nach diesem Schnittmuster gearbeitet habt ist aber retro.
Ihr lasst euch in einem Second Hand Shop eine 80er Jahre Bluse als 50er Jahre Bluse andrehen und merkt es erst bei der näheren Überprüfung zu Hause. Dann ist die Bluse ein 80er-Jahre-Vintage- und ein 50er Jahre-Retro-Teil (sofern sie im Stil der 50er gearbeitet wurde).
Ihr macht euch eine 40er Jahre-Pin-up-Girl-Frisur, dann ist euer Styling retro. Die Frisur wäre Vintage, wenn ihr sie euch in den 40ern gemacht hättet... Was ihr aber habt ist ein Vintage-Look, ihr seht also aus, wie aus einer bestimmten Zeit. (^.^)

Klar soweit? (^.^) Genau deshalb heißt mein Blog auch LiliGoesRetro und nicht VintageLiliBlablabla, weder bin ich, noch ist mein Blog alt, oder altmodisch... Mein Blog ist Vintage 2013 (mit einigen Überarbeitungen), ich bin Vintage 19sagichnicht, aber für meine Lieblingsjahrzehnte muss ich meinen Blick eben zurück wenden. Daher "Retro", auch wenn ich einiges hier poste, das Vintage ist, hätte ein Vintage im Titel bei mir einfach nicht gepasst, schlicht, weil ich einen Lifestyle-Blog schreibe. (^.^)

Eigentlich ganz leicht, oder? Aber wisst ihr was: ich erwische mich selbst regelmäßig dabei, dass ich die beiden Begriffe durcheinander schmeiße, obwohl ich es besser weiß. Manchmal passiert das einfach, im Eifer des Gefechts. (^.^)

Mittwoch, 7. Januar 2015

Der kleine Schminkalmanach: die 20er Jahre - die Augenbrauen

Das, was man sich heute unter den modischen Augenbrauen der 20er Jahre üblicherweise vorstellt, nämlich komplett entfernte Brauen, die dann mit einem dünnen Strich aufgemalt werden, gehört eigentlich nicht in die 20er, sondern erst in die 30er Jahre. In den 20ern wurden die Augenbrauen zwar auch dünn getragen, jedoch nur dünn gezupft, es gab also durchaus noch Augenbrauenhaare im Gesicht (^.^). Die Augenbrauen waren dabei gleichmäßig dick, hatten dabei einen leichten Bogen und waren üblicherweise bewusst nicht an die Gesichtsproportion angepasst. Vielmehr wurde versucht einen melancholischen Augenausdruck zu erzielen. Je nach Ausgangsproportion wurden dafür die Augenbrauen entweder zur Nasenwurzel oder zu den Schläfen hin verlängert, bzw. verkürzt, je nach dem, welche Gesichts-. und Augenproportion man hatte:
Die Augenbrauen von Asta Gundt, Gloria Swanson, Josephine Baker und Marion Davies
Wer den Look der 20er Jahre nachschminken möchte, könnte sich seine Augenbrauen natürlich genau in diese Form zupfen, allerdings ist diese Brauenform, die entgegen der Gesichtsproportionen gearbeitet ist weder schmeichelhaft noch aktuell vorzeigbar oder gar modern. Vielmehr sehen solche Brauen nach heutigem Empfinden nach "verzupft" aus und so will man nun ja nicht unbedingt auf die Straße. Hinzu kommt, dass Augenbrauen zupfen einen gewissen Flair von Endgültigkeit hat; ausgezupfte Augenbrauenhaare brauchen eine halbe Ewigkeit um wieder nachzuwachsen. Habt ihr beim Zupfen gar die Haarwurzel verletzt, können die Haare auch gar nicht mehr nachwachsen. Wer diesen Look also imitieren will ohne sich für sehr lange Zeit darauf festzulegen, greift besser zum Augenbrauenrasierer (was in den 20er Jahren durchaus auch eine verbreitete Methode zum Augenbrauen formen war). Aber selbst dann kann es manchmal dauern, bis die Haare wieder vollkommen nachgewachsen sind. Ich selbst habe absolut keine Erfahrungen mit dem Augenbrauenrasierer und erspare euch daher theoretisierende Ratschläge abgesehen von: wenn ihr euch nicht selbst Hand anlegen traut: sucht euch eine gute Vorlage, durckt sie aus und geht damit zum Profi.

Glücklicherweise für alle Frauen, die eine natürliche Augenbrauenform tragen, waren in den 20er Jahren aber nicht nur dünne Augenbrauen, sondern auch dickere (Achtung: nicht dicke) Brauen modern:

Während die Augenbrauenform von Asta Nielsen (links oben) noch stark an die 1910er Jahre erinnert - ja, auch altmodisch gab es zu allen Zeiten (^.^) - sind die Brauenformen von Gloria Swanson (rechts oben) und Louise Brooks (3x unten) sehr typisch für die 20er Jahre. Die Augenbrauen sind relativ durchgängig gleich breit und haben kaum, idealerweise sogar gar keinen Schwung - immer soweit das auch das natürliche Haarwachstum zulässt. Das geht bei Louise Brooks sogar so weit, dass sie zeitweise "Würmchenbrauen" (unten links und Mitte) getragen hat. Also Augenbrauen, die sowohl an Nasenwurzel als auch an den Schläfen zu kurz gezupft waren und ansonsten strichgerade verliefen.

Solche Augenbrauen lassen sich mit einigen kleinen Make-up-Tricks auch mit einer natürlichen Brauenform nachschminken, um genau zu sein mit dem richtigen Konturieren und Schattieren:
Setzt Highlighter am Brauenansatz und an der unter dem ersten Brauenteil sowie unter dem letzen Brauenteil um die Augenbrauen optisch zu verkürzen und den hinteren Bogen anzuheben. Außerdem kommt Highlighter über den höchsten Punkt der Augenbrauen sowie Bronzer/Konturrouge unter den Brauenbogen um den Brauenschwung optisch zu verflachen. Auf der linken Seite seht ihr das nochmal dargestellt. (^.^) Kämmt die Härchen nun von oben und unten zur Mitte der Braue hin und gebt etwas Brauenwachs für die Haltbarkeit darüber. FAls erforderlich, zieht ihr die Brauen dann noch etwas nach, folgt dabei aber nur der gekämmten Mittellinie der Braue. Und fertig (^.^) Zum Vergleich, meine Brauen vorher, also so, wie ich sie normalerweise trage, links und nachher, also im Stil der 20er Jahre geschminkt, rechts:

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der kleine Schminkalmanach: die 20er Jahre - der Teint: ganz authentisch

Für den authentischen 20er Jahre Teint braucht es nicht viel, schlicht, weil die Kosmetikindustrie noch nicht viel dazu hervorgebracht hatte. (^.^) Es gab Foundations, diese waren jedoch meist farblos bis maximal leicht getönt und dienten lediglich als "Haftgrund" für den Gesichtspuder, der im Grunde das einzige Mittel zum Abdecken war. Aufgetragen wurde der Puder mit einer Puderquaste.
Während zu Beginn der 20er Jahre noch blasse Haut gefragt war, wurde in den folgenden Jahren gebräunte Haut modern, so dass auch die Gesichtspuder dunkler wurden und auch die ersten Bronzer erhältlich waren, für all jene die für den gebräunten Look nachhelfen mussten.

Neben Puder wurde Rouge genutzt, allerdings wurden damals mit Rouge die Gesichtspartien betont die hervortreten sollten - nun, man wusste es noch nicht besser, steckte doch das offizielle Schminken quasi noch in den Kinderschuhen (^.^) Die Farben waren in der ersten Hälfte der 20er Jahre nach heutigem Ermessen sehr grell, wurden dafür aber umso großzügiger aufgetragen. In Mode war Mandarinorange, Mohnrot und Karminrot, erst Ende der 20er Jahre gab es die ersten Rosé-Schattierungen, die dann auch dezenter waren. Aufgetragen wurde Rouge mit den Fingern (bei Cremerouge) oder aber mit einer Puderquaste direkt auf die Wangen, um die typischen Apfelbäckchen zu schminken.

So bekommt ihr heute den authentischen 20er Jahre Teint hin:

Das Gesicht mit einer Tagescreme eincremen und sofort danach mit losem Puder abpudern. Wer es besonders original will, greift dafür zu einer Puderquaste. Die Wangen werden nun auf dem höchsten Punkt der Wangenknochen mit kreisenden Bewegungen ebenfalls mit einer Quaste satt mit einem Orange- oder Rotton gerötet. Und mit satt meine ich satt: wenn es nach heutigem empfinden nach "echt zu viel" aussieht, ist es "genau richtig" für die 20er Jahre. Nachdem heutzutage orangefarbener oder roter Rouge enorm schwer aufzutreiben ist, kann man ersatzweise auch zu Lippenstift greifen, den man erst auf den Finger gibt um dann die Farbe auf den Wangen zu verteilen. Nun das ganze noch in angewandt:

Zugegeben Deckkraft sieht anders aus, aber mehr war in den 20er Jahren nun mal nicht drin... Glücklicherweise haben wir heute noch ein paar mehr Möglichkeiten, deren Nutzung ich euch natürlich demnächst noch zeigen werde. Schließlich wollen wir doch auch authentisch aussehen, wie wir das gezaubert haben, bleibt unser Geheimnis. (^.^)

Samstag, 13. Dezember 2014

Ein kleiner Schminkalmanach für Vintagequeens

Die Menschheit schminkt sich zwar schon seit Jahrtausenden, eine tatsächliche Kosmetikindustrie, so wie wir sie heute kennen, entstand aber erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Geschminkt hat sich all die Jahrtausende zuvor allein eine privilegierte Oberschicht und das - je nach Mode - mal mehr mal weniger.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es nun vollkommen verpönt sich zu schminken. Geschminkt haben sich nur Prostituierte und Schauspielerinnen, die damals noch in etwa auf der gleichen sozialen Ebene rangierten, auf der untersten nämlich (es gab zwar Ausnahmen, allerdings sehr sehr wenige). Das zumindest offiziell... Selbstverständlich benutzte Frau auch in dieser Zeit etliche Helferlein, die schöner machten, schön zu sein war nämlich immer schon ein erstrebenswertes Ziel, völlig unabhängig von der sozialen Schicht. Diese Helferlein zauberten unter anderem auch Farbe in das Gesicht, das aber um Gottes Willen so, dass man ja nicht sehen konnte dass hier nachgeholfen wurde.

Zur Blütezeit des Ballett, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren es diese feengleichen Ballerinas, die dazu betrugen, dass sich schminken nach und nach gesellschaftsfähiger wurde. Als nun noch die Suffragetten, die ersten Frauenrechtlerinnen, mit großem Gala-Make-up auf die Straßen gingen um für ihre Rechte einzutreten (auch sich zu schminken war ein Recht das sie sich erst nehmen mussten, wurde ihnen doch vorgeschrieben es nicht oder nur heimlich zu tun), war ein weiterer großer Schritt getan. Zwei durchaus bedeutende Frauenrechtlerinnen der Zeit waren übrigens Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. (^.^)
Spätestens mit dem Stummfilm war der Durchbruch geschafft, immerhin brauchte es - so ganz ohne Farbe und ganz ohne Ton aber mit vielen Close-ups ein richtig tolles und ausdrucksstarkes Make-up. Plötzlich waren Schauspieler auch nicht mehr einer verpönten Gesellschaftsschicht entsprungen, sondern sie waren prominent, sah man sie doch im Lichtspieltheater und kannte ihre Namen, über die außerdem jeder sprach.
Die Massenproduktion tat nun noch ihr übriges: sich zu Schminken, gehörte nun mehr zum guten Ton, war breitenwirksam und in Mode - kurzum Ausdruck einer neuen und modernen Zeit.

Durch die Jahrzehnte hat sich nicht nur die Make-up-Mode geändert, sondern auch die Möglichkeiten und Techniken. Für den passenden Look braucht es aber schlicht auch ein passendes Make-up, ansonsten wirkt es immer "irgendwie komisch". Unpassend irgendwie, wie versucht und nicht gekonnt. Daher möchte ich euch nun in einer Miniserie einiges zum Thema Make-up passend zum jeweiligen Jahrzehnt meiner Lieblingsjahrzehnte erzählen. (^.^)

Sonntag, 7. Dezember 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 19 - Ein superdezentes Tages-Make-up für wirklich jeden Tag

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblings-Tages-Make-ups zeigen. Es ist superdezent - fast schon ungeschminkt, obwohl man komplett geschminkt ist und wirklich sehr natürlich.

Zunächst schminkt ihr euren Teint, so wie ich es euch hier schon einmal beschrieben habe; die Lip-Base lasst ihr dabei weg. Für das weitere Make-up benötigt ihr:

  • Brauenpuder bzw. Lidschatten ohne Glitzerpartikel in der Farbe eurer Augenbrauen
  • einen abgeschrägten Augenbrauenpinsel
  • einen Augenbrauenstift bzw. einen Kajal in der Farbe eurer Augenbrauen
  • eine Augenbrauenbürste
  • Brauengel
  • euren Bronzer sowie einen abgerundeten Lidschattenpinsel
  • euren Highlighter sowie einen weiteren abgerundeten Lidschattenpinsel
  • Wimperntusche
  • einen dezenten Lippenstift bzw. einen getönten Lippenpflegestift




Zunächst schminkt ihr eure Augenbrauen, indem ihr sie zunächst mit Brauenpuder und dem abgeschrägten Brauenpinsel auffüllt. Mit dem Augenbrauenstift bringt ihr eure Augenbrauen nun in Form, indem ihr insbesondere den beginn und das Ende sowie den Brauenbogen nachzieht. Nun werden die Augenbrauen noch mit dem Augenbrauenbürstchen in Form gekämmt. Gleichzeitig wird so die Brauenfarbe etwas verblendet, so dass es natürlicher aussieht.




Im nächsten Schritt schminkt ihr eure Augen. Zunächst zieht ihr eure Lidfalte mit dem Bronzer, den ihr mit einem abgerundeten Brauenpinsel auftragt, nach. Hierfür setzt ihr auf der gedachten Linie zwischen Augenwinkel und dem Ende der Augenbraue an und folgt dem Knochen eurer Augenhöhle bis hin zum Augenwinkel. Das gibt dem Blick mehr Tiefe. Nun tragt ihr den Highlighter, ebenfalls mit einem abgerundeten Brauenpinsel auf. Gebt etwas davon unter den höchsten Punkt der Augenbrauen und verblendet es etwas zu den Seiten. Anschließend gebt ihr den Highlighter auf das bewegliche Lid des inneren Augenwinkels. Verblendet den Highlighter dabei sowohl zur Lidmitte hin als auch in die Lidfalte, so dass der Bronzer in der Lidfalte des Augenwinkels etwas abgeblendet wird. Nun tuscht ihr noch eure Wimpern. Ich tusche dabei nur die oberen Wimpern, das macht den Blick wacher, und für den Wow-Effekt, in drei Lagen. Die Wimpern werden dabei immer mit klitzekleinen Zickzackbewegungen vom äußeren Wimpernkranz nach innen getuscht.




Zu guter Letzt werden nun noch die Lippen mit Gesichtswasser und einem Wattestäbchen abgeschminkt und mit einem dezenten Lippenstift (ich greife zu meinem Lip Colour-Intensifier von Catrice) geschminkt. Wahlweise geht natürlich auch ein getönter Lippenpflegestift.




Und fertig ist euer superdezentes und natürliches Tages-Make-up. (^.^)

Sonntag, 23. November 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 18 - Die Lippen schminken

Heute sind wir auch schon beim letzten Teil meiner kleinen Malstunde zu den Grundlagen des Schminkens, nämlich beim Schminken der Lippen. Auch die Lippen schminkt man eigentlich nicht völlig isoliert vom anderen Make-up, allerdings finde ich die Lippen ähnlich speziell wie die Augen, so dass ich ihnen einfach einen eigenen Beitrag widmen möchte.

Die Lippen zu schminken ist eigentlich nicht schwer, einen ganz krassen Fehler kann man allerdings machen: nämlich geschminkt zu sein, aber die Lippen nicht zu schminken. Lippen schminken heißt ja nicht automatisch einen megaauffälligen Lippenstift zu tragen. Die Lippen sind auch mit einem leicht getönten Lippenpflegestift schon "geschminkt", sprich schön glatt und gepflegt und mit einem leichten Hauch von Farbe versehen. Aber so nix auf den Lippen geht halt gar nicht nur leiderleider sehe ich das soooo oft.

Aber jetzt genug gejammert, jetzt wird gearbeitet, sprich, ich zeige euch, wie man Lippen schminkt.

Ich habe keinen ultimativen Tipp für euch, womit sich Lippen am besten schminken, ob nun Gloss, Lippenstift oder nur Lipliner, ich kenne von allen dreien richtig gute und richtig schlechte, sowohl was Farbe als auch was Haltbarkeit betrifft. Meine Favoriten zeige ich euch hier aber sicher noch. (^.^)

Aber jetzt wirklich zum schminken (^.^)

Wenn ihr euren Lippen Farbe geben wollt, tragt eine Lipbase auf. Die deckt eure Lippen ab, so dass die Lippenstiftfarbe besser rüber kommt, außerdem verbessert sie die Haltbarkeit der Lippenfarbe. Die Lipbase wird nach der Grundierung und vor dem Abpudern aufgetragen.
Für leichtere Farben einschließlich getönter Lippenpflegestifte ist es hingegen wichtig, dass die eigene Lippenfarbe sichtbar ist, daher müssen Grundierung und Puder, die ja nach dem Gesichts-Make-up auch auf den Lippen sind wieder runter. Ich nutze dafür Gesichtswasser und ein Wattestäbchen, so lassen sich die Lippen am exaktesten wieder abschminken.

Damit eure Lippenfarbe nicht verläuft braucht es außerdem einen Lipliner, der farblich zum Lippenstift passen muss (etwas heller geht auch, dunkler sollte der Lipliner auf keinen Fall sein). Der Nachteil dabei, falls man gerne mal die Farbe wechselt: irgendwann hat man eine schiere Sammlung an Liplinern, die man alle irgendwann mal nicht mehr braucht. Gerade für dezente Glosse oder getönte Lippenpflegestifte gibt es ohnehin keine Lipliner, aber gerade diese sehr leichten Farben laufen eben gerne aus. Ich greife daher zu einem unsichtbaren Lipliner, mit dem man die Lippen außerhalb der natürlichen Lippenlinie nachzeichnet. So läuft der Lippenstift dann nicht aus. Die Lippen fülle ich, wenn ich intensivere Farben auftragen möchte, mit Lippenfarbe und Pinsel aus, so können die Lippen schön gleichmäßig nachgezogen werden. Bei leichten Farben und insbesondere bei Lippenpflegestiften muss das Ausfüllen der Lippen nicht so super genau sein, da gehts direkt mit dem Stift bzw. mit dem Applikator.

Fertig sind eure Lippen und so kann es dann aussehen (hier mit einem Art-Deco-Lipliner,den ich als Lippenfarbe benutzt habe und den ich euch schon mal vorgestellt hatte):

Montag, 17. November 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 17 - Der Wimperntusche

Es gibt eine schiere Unmenge an Wimperntuschen auf dem Markt. Und - ihr kennt das vermutlich auch - wirklich ausprobieren kann man Wimperntuschen im Geschäft nun mal nicht (wär auch nicht gerade das gesündeste was man machen kann, gibt schließlich auch keine Tester bei den Tampons, was von der Bakterienzahl her ungefähr vergleichbar wäre...). Dementsprechend dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis man die eine perfekte Wimperntusche findet - wenn man sie denn findet. Und kaum hat man sie, wird sie aus dem Programm genommen, so ging es zumindest mir in der Vergangenheit bereits zwei mal. Genau deshalb habe ich mich mit dem Thema Wimperntusche nun doch mal etwas genauer auseinander gesetzt, und möchte euch nun an meinen Erkenntnissen natürlich teil haben lassen. Ganz so schwer ist das Wimperntuschenlatinum nämlich gar nicht wie zunächst befürchtet. (^.^)

Völlig egal, was die Werbung sagt: es gibt exakte zwei Arten von Wimerntuschen - oder besser: Wimperntuschebürstchen, genau darauf kommt es nämlich in aller erster Linie an.


Wimperntuschenbürstchen mit langen und dicken Borsten sorgen für mehr Volumen. Gleichzeitig ist die Tusche selbst dickflüssiger.





Wimperntuschebürstchen mit kurzen Gummiborsten sorgen für Verlängerung. Die Wimperntusche selbst ist dünnflüssiger und neigt so auch weniger zum verklumpen.




Alles andere, sei es Kugel, geschwungen oder von mir aus herzchenförmig kann man getrost vergessen: das ist Kategorie Marketingmaßnahme. Genauso vergessen kann man Wimperntuschen die beides versprechen, nämlich mehr Länge und gleichzeitig mehr Volumen. Das ist nix Halbes und nix Ganzes und so sieht es dann leider auch aus. Es ist nur von beidem ein bisschen. Wer beides will (vermutlich die meisten, ich auf jeden Fall) braucht zwei Wimperntuschen für ein optimales Ergebnis - dazu aber gleich noch mehr.

Zunächst noch einiges Grundlegendes:
  • Mittlerweile gibt es auch Mascara mit Fibres, die sich an den Wimpern anlagern, um diese zu verlängern und zu verdichten. Das funktioniert grundsätzlich, nicht aber bei Kontaktlinsenträgerinnen oder Frauen mit empfindlichen Augen. Die Fibres ("Fasern" war bei der Namensgebung wohl wieder zu uncool), können ins Auge gelangen und echt fies weh tun und durch tränendes Matschauge dafür sorgen, dass selbst das haltbarste Make-up in Minuten in Strömen zerfließt.
  • Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären - wasserfeste Wimperntusche - die geht hin und wieder mal, aber nicht jeden Tag. Die wasserfesten Inhaltsstoffe machen die Wimpern auf Dauer brüchig. Für den täglichen Gebrauch reicht eine herkömmliche Mascara allemal, wischfest sind sie nämlich alle, damit überstehen sie auch schwitzen und das ein oder andere kleine Tränchen ganz ohne Probleme.
  • Mascara muss 6 Monate nach dem Öffnen entsorgt werden (wirklich) und wird selbst mit der alleraller besten Freundin dieser Welt nicht geteilt. Niemals. Nach Entzündungen am Auge wird die Wimperntusche übrigens sofort entsorgt, das kriegt ihr im Fall der Fälle nicht mehr wegdesinfiziert. (Dass man sich mit einer Augenentzündung nicht am Auge schminkt muss ich nicht gesondert erwähnen, oder?)
  • Ihr habt eine neue Mascara und findet sie direkt doof? Das liegt am Gewöhnungseffekt, gebt der Neuen ein paar Engewöhnungstage und fällt erst dann ein Urteil. (^.^)

Jetzt kommen wir aber zum Tuschen (ich erkläre die Variante lang und dicht - das Prinzip ist aber immer das gleiche):
  1. Zunächst kommt die Wimpernzange zum Einsatz. Setzt sie dich am Wimpernkranz an und drückt für etwa 10 Sekunden eure Wimpern nach oben.
  2. Tuscht sofort danach ein bis zwei Lagen mit der Volumenmascara, indem ihr das Bürstchen dicht am Wimpernkranz ansetzt und es zunächst in leichtem Zickzack hin und her bewegt bevor ihr es langsam nach oben zieht. Arbeitet euch dabei vom äußeren Wimpernrand zum inneren Wimpernrand vor, ohne zwischendurch nochmal Tusche aufzunehmen. (Apropos Tusche aufnehmen: nicht pumpen, Bürstchen aus der Tube ziehen und fertig, anderenfalls pumpt ihr mit der Luft nur ordentlich Bakterien in die Tube, die ihr euch dann gleichmäßig ums Auge verteilt. Ein zu Viel an Tusche am Bürstchen steift ihr ab, sonst gibts nur Klümpchen und Fliegenbeine). Das Tuschen von Außen nach innen folgt der natürlichen Wimpernform: außen länger und dichter, innen dünner und kürzer. Alles andere würde sehr seltsam aussehen. Das Zickzack am Wimpernansatz soriert zum einen die Härchen in die richtige Richtung zum anderen erwischt ihr sie so besonders effektiv. Lasst die Volumenschicht(en) etwas antrocknen und widmet euch solange eurem zweiten Auge.
  3. Tuscht als nächstes mit der Längenmascara ein bis zwei Lagen, dabei konzentriert ihr euch mehr auf die Wimpernspitzen und weniger auf die Ansätze. Insgesamt tuscht ihr maximal drei Lagen. Ihr müsst euch also entscheiden, ob ihr auf Volumen oder auf Länge mehr wert legt. (^.^) (probiert beides aus, und entscheidet dann, was euch besser gefällt)
  4. Eventuell zusammenklebende Wimpern werden nun mit einem Wimpernkamm getrennt. Jetzt folgt wieder Auge zwei und fertig sind die Wimpern. (^.^)

Montag, 13. Oktober 2014

Die Farbenlehre nach Itten

Ich habe euch ja schon angekündigt, dass ich euch die Grundlagen der Farbenlehre nach Itten zusammenfassen wollte, möchte dabei aber auch nicht zu theoretisch werden, also keine Sorge. Itten beschreibt mit seiner Theorie der sieben Farbkontraste hauptsächlich die Farbenwirkung auf den Betrachter. Jeder der schön wohnen möchte, der sich schön anziehen möchte und der sich schön schminken möchte sollte vom Farbkreis und der Wirkung einzelner Farben und deren Kombinationen also schon mal was gehört haben. (^.^)

Hier also zunächst der Farbkreis, über den wir im Folgenden sprechen:


Kommen wir nun zu den sieben Farbkontrasten:
Der simpleste Farbkontrast ist der "Farbe-an-sich-Kontrast": sprich - kommen zwei oder mehr Farben zusammen entsteht für den Betrachter in der Gesamtwirkung ein Kontrast, der je nach Intensität der Farben mal laut und kraftvoll (bei reinen Farben) mal gedämpft und beruhigend (bei abgedunkelten Farben) oder zart und fröhlich (bei aufgehellten Farben) wirken kann.
Der "Hell-Dunkel-Kontrast" entsteht durch die Kombination von Schwarz bzw. abgedunkelten Farben und Weiß bzw. aufgehellten Farben (grau ist je nach Weißanteil der einen oder anderen Kategorie zuzuordnen). Dabei ist wichtig zu wissen, dass für den Betrachter Helles hervortritt, also betont wird, Dunkles tritt hingegen zurück. Besonders für Kleidung und Make-up heißt das also: Dinge die ihr betonen wollt, aufhellen, Dinge die ihr aus dem Blickfeld nehmen wollt, abdunkeln. Solltet ihr meine Schminkschule verfolgt haben, konntet ihr das beispielsweise zum Konturieren des Gesichts lesen.
Der "Kalt-Warm-Kontrast" ist eigentlich kein wirklicher Kontrast zweier oder mehrer Farben sondern beschreibt die Wirkung einzelner Farben auf den Betrachter als kalt oder warm. Dazu hat Johannes Itten sogar Versuche mit unterschiedlich gestrichenen Räumen durchgeführt. So wurde die Raumtemperatur in einem blaugrün gestrichenen Raum um 4° C kälter empfunden als in einem rotorange gestrichenen Raum. Pferde beruhigten sich in dem blaugrün gestrichenen Raum nach einem Rennen deutlich schneller als in dem rotorange gestrichenen Raum. Diese Erkenntnisse kann man sich gerade zur Farbgestaltung der einzelnen Räume in der Wohnung zunutze machen. Welche Räume sollen für euch kuschelig warm sein? Welche anregend? Welche beruhigend? Welche sollen kühl sein? Entscheidet dann, zu welchen Farben ihr zur Raumgestaltung greift. Gleiches gilt aber auch bei der Wahl von Make-up-Farben und Kleidung: hat eure Haut eher einen bläulichen oder einen gelblichen Unterton? Sind eure Haare eher aschig oder eher rotstichig? Welche Farbe haben eure Augen?
Und nein, keine Sorge: mit blaustichiger Haut aschigem Haar heißt das nicht, dass ihr jetzt nie mehr wieder rot tragen könnt, genausoweinig wie es heißt, dass ihr euer Wohnzimmer nun nicht mehr maritim gestalten könnt, wenn ihr es gleichzeitig kuschelig warm haben möchtet. Der Fabrkreis ist nur eine Orientierung. Es gibt von jeder Farbe warme und kalte Nuancen, die im Zusammenwirken mit Umgebungsfarben verstärkt oder abgeschwächt werden können. So dezidiert wollte ich aber nicht in die Theorie einsteigen um all das zu erklären, zumindest jetzt und an dieser Stelle noch nicht (^.^)
Der "Intensitätskontrast" meint die unterschiedliche Wirkung von abgeschwächten Farben und reinen Farben. Abgeschwächte Farben sind alle Farben die mit schwarz, grau oder weiß gemischt sind. Dadurch wirken die Farben zurückhaltender als Reinfarben und treten für den Betrachter auch zurück, wenn sie mit Reinfarben kombiniert werden (Achtung: schwarz weiß und grau sind keine Reinfarben, sondern Nichtfarben, hier ist die Wirkung genau andersrum). Tragt ihr also beispielsweise eine zartgelbe Bluse zu einem blauen Rock, trott optisch der Rock und damit auch euer Unterkörper hervor, die Bluse tritt optisch in den Hintergrund.
Der "Proportionskontrast" meint das Verhältnis unterschiedlicher Farben in ihrer Kombination zueinander, damit in Summe ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Kurz gesagt: wieviel blau braucht es beispielsweise um gelb zu neutralisieren, so dass es harmonisch wirkt? Diese Frage stellt sich allerdings mehr bei der Wohnungsgestaltung, bei Kleidung und Make-up macht man sich den Proportionskontrast eher zu nutze, um gewisse Dinge kleiner oder größer, länger oder kürzer, dicker oder dünner erscheinen zu lassen. So werden kurze Beine beispielsweise durch farblich zur Hose passende Schuhe, bzw. beim Tragen von Röcken durch hautfarbene oder farblich zur Strumpfhose passende Schuhe verlängert - das allerdings nur, wenn ansonsten auch ein Farbkontrast stattfindet, sprich: das Oberteil sich farblich absetzt also optisch vom Unterteil getrennt ist und sei es nur durch einen andersfarbigen Gürtel.
Der "Komplementärkontrast" beschreibt die Wirkung zwischen Komplementärfarben. Komplementärfarben sind die Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen und die, wenn man sie mischt ein neutrales Grau ergeben. Diesen Komplementärkontrast braucht das menschliche Auge und bekommt es ihn nicht, stellt es ihn selbst her (sogenannte induzierte Farben). Ein Reinweiß in Kombination mit einem Klargrün wird daher nie als Reinweiß wahrgenommen, sondern ist leicht ins rötliche verschoben, das Auge addiert also quasi den Schatten der Komplementärfarbe hinzu um wieder ein stimmiges Bild zu haben. Komplentärfarben in Kombination miteinander verstärken sich gegenseitig. Den Komplementärkontrast gilt es insbesondere beim Make-up zu beachten. Manchmal kann der schöne rote Lippenstift der an eurer Freundin so toll aussieht, in Kombination mit eurem Hautton und der Wirkung des Komplementärkontrasts nämlich echt verheerend aussehen, indem er grell hervorsticht oder ihr irgendwie ungesund kränkelnd ausseht. Und weil wir gerade bei Lippenstiften und dem Komplementärkontrast sind: der funktioniert natürlich auch bei Lippenfarbe und Zähnen. Zähne sind üblicherweise nicht Reinweiß sondern mal mehr mal weniger gelbstichig, daher funktioniert zu 99,9% auch kein oranger Lippenstift, der lässt eure Zähne nämlich richtig ungesund aussehen (warum der überhaupt hergestellt wird, frage ich mich allerdings schon).
Die beiden noch fehlenden Farbkontraste, der "Simultankontrast" sowie der "Sukzessivkontrast" beschäftigen sich noch eingehender mit den Wirkungen des Komplementärkontrasts, führen für einen ersten Einstieg in die Farbenlehre insbesondere vor dem Hintergrund "Wohnen, Kleiden, Schminken" aber zu weit. Daher belasse ich es bei meinen heutigen Ausführungen bei der Erwähnung der beiden.

Ich hoffe ich konnte euch einen ersten Eindruck zu Farben und deren Wirkung vermitteln. Selbstverständlich war das noch nicht alles, ich wollte euch aber aufs erste auch nicht überfrachten. Den Themen "Wohnen und Farbe", "Kleidung und Farbe", sowie "Make-up und Farbe" widme ich mich nochmal gesondert, genauso wie den Farbkombinationen. Alles andere würde hier ansonsten nur den Rahmen sprengen. (^.^)