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Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Look von Lauren Bacall

Lauren Bacall war in den 40er und 50er Jahren zweifelsohne eine DER Stiliconen, die vor allem durch ihre Natürlichkeit und ihre kühle Eleganz überzeugte. Lauren Bacalls Frisur in den 40er Jahren, so wie ihr sie rechts sehen könnt, ist eine meiner Favoriten, die ich mir immer wieder gerne lege. Mit der Frisur sind die Haare gemacht ohne "zu viel" zu sein, das heißt, ich kann so auch in die Arbeit gehen und sehe trotzdem, oder gerade deshalb, seriös und erwachsen aus. Zudem geht das Legen des Pin-Curl-Sets schön schnell, das auskämmen und legen genauso und - was am aller besten ist - das Set überlebt bei entsprechender Pflege eine ganze Woche. (^.^)

So gehts:
Wascht wie gewohnt eure Haare und legt sie handtuchtrochen in das folgende Legeschema:


Am nächsten Tag löst ihr die Pin Curls und kämmt sie partienweise gründich aus. Um die typische Welle in der Ponypartie zu bekommen, klammert ihr die Haare so wie linksstehend zu sehen in Wellen, gebt etwas Haarspray darüber und lasst es gut trocknen.

Nach dem Trocknen kommen die Klämmerchen wieder raus und fertig ist der Lauren Bacall-Look:


Fehlt noch Laurens Make-up. Sie trägt hellbraunen Lidschatten, den sie, typisch für die 40er Jahe auf dem gesamten Oberlid  aufträgt, abgesehen von der Highlighterstelle unter dem Augenbrauenbogen. Die Wimpern sind dezent getuscht. Die Augenbrauen sind definiert und leicht betont nachgezogen, ihre Lippen sind mit einem orangeroten Lippenstift geschminkt.

Meine Übersetzung dazu sieht sehr ähnlich aus. Ich schminke meinen Teint wie gewohnt. Die Augenbrauen ziehe ich mit Augenbrauenpuder nach und fixiere sie mit einem farblosen Brauengel. Auf das Oberlid trage ich meinen Bronzer als Lidschattenersatz auf; lediglich unter den Brauenbogen kommt etwas perlmutfarbiger Lidschatten. Entlang des Wimpernkranzes trage ich eine dünne (!) Linie Eyeliner auf und tusche die Wimpern. Auf meine Lippen kommt orangerote Liptint, die ich aber dezenter auftrage als Lauren Bacall auf dem Bild oben. Fertig wäre meine Adaption des Lauren Bacall Looks:

Mittwoch, 29. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - die Lippen

oben: Jane Fonda, Elizabeth Taylor, Jean Shrimpton
unten: Twiggy, Elizabeth Taylor, Audrey Hebburn
Die Lippenfarbe wird in den 60er Jahren deutlich zurückhaltender, wobei Blassrosa die Farbe der Wahl war, die wir heute noch instinktiv mit "der" Lippenstiftfarbe der 60er Jahre verbinden. Neben dem Blassrosa wurden aber durchaus noch andere zurückhaltende Farben wie Beige- oder Brauntöne getragen. Aber selbst in den 60ern durfte es manchmal bunt werden, aber selbst dann war die Lippenstiftfarbe der Wahl eher ein Orange- denn ein Rotton, wenngleich rote Lippen nie so ganz verschwunden waren.
meine Adaption der 60er-Jahre-Lippen

Mittwoch, 1. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - jetzt wirds bunt!

Das Make-up im Stil der 60er Jahre, das ich euch heute zeigen möchte, ist entsprechend kräftig bunt, wurde damals aber durchaus auch tagsüber so getragen, gerne auch in der heute durchaus mutigen Farbkombination aus violett und orange. Nachdem ich eher ein Freund des Natürlichen bin - vielleicht liebe ich gerade deshalb die 40er und 50er Jahre so, trage ich ein solches Make-up eher abends. (^.^)
So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Wie bei allen 60er Jahren Looks kommt auch hier den Augen eine besondere Bedeutung zu. Die Augenbrauen bleiben jedoch natürlich und werden lediglich etwas in Form gebracht. Auf dem Oberlied wird entlang des Wimpernkranzes eine satte Linie violetter Lidschatten aufgetragen. Über dem violetten Lidschatten wird bis hinauf zur Lidfalte nun ein leichter brauner Farbton aufgrtagen. Die beiden Lidschattenfarnben werden nun ineinander verblendet. Nun folgt noch Eyeliner mit einem Wing bis hoch zur Lidfalte und selbstverständlich Wimperntusche, fertig ist das kräftigere 60er Jahre Augen-Make-up.




Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem orangefarbenen Lipliner konturiert und mit einem ebenso orangefarbenen Lippenstift geschminkt.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - ein dezentes Tages-Make-up

Das Make-up in den 60ern wird nun wieder etwas kräftiger, als es in den beiden Jahrzehnten zuvor war, vor allem die Augen werden nun stärker betont, die Lippen treten dabei mehr in den Hintergrund; insbesondere die Farbe rot ist jetzt erstmal weniger präsent. Das Make-up, das ich euch heute zeigen möchte, ist dennoch dezent genug für ein Tages-Make-up.
So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Wie bereits gesagt, kommt den Augen bei diesem Look eine besondere Bedeutung zu. Die Augenbrauen bleiben natürlich und werden lediglich etwas in Form gebracht. Auf das gesamt Oberlid kommt ein blassrosa Lidschatten ohne Glitzerpartikel. In die Lidfalte kommt nun rötlichbrauner Lidschatten, der leicht verblendet wird. Gerade die Lidfalte wird in den 60ern sehr gerne und oft auch sehr stark betont, was den Augen eine besondere Tiefe gibt. Abschließen wird noch eine dünne Eyeliner-Linie gezogen und die Wimpern getuscht.


Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem blaßrosa Lipliner konturiert und mit einem ebenso blaßrosa Lippenstift geschminkt.

Donnerstag, 17. August 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - die Augenbrauen

Die Augenbrauen treten in den 60ern in den Hintergrund. Sie sind natürlich, haben also auch keine besonders herausgearbeitete Form und weiterhin eher breit. Sie werden allenfalls noch etwas in Form gezupft und im Rahmen des täglichen Makeups noch etwas in Form gebürstet. Nachgezogen werden sie allerdings nicht mehr, wie man hier schön an den Augenbrauen von Audrey Hepburn sehen kann:
Wie weit die neue Natürlichkeit bei den Augenbrauen in den 60ern ging, kann man wunderbar an den Augenbrauen von Jean Shrimpton sehen, einem der Top-Models und gleichzeitig Schönheitsideal der Zeit. Jean Shrimpton trägt den damals durchaus verbreiteten Wildwuchs:
Nachdem ich kein Fan des Wildwuchses bin (ich finde es sogar richtig gruselig...), bevorzuge ich die 60er Jahre Variante Nr. 1: ich zupfe meine Augenbrauen wie immer, schminke sie für 60er-Jahre Look allerdings nicht, sondern bringe sie nur etwas mit farblosem Gel in Form:

Mittwoch, 9. August 2017

Der Look von Lucille Ball

Lucille Ball kennt man heute hauptsächlich durch ihre Rolle in "I love Lucy" (1951-1957), in der sie eine gelangweilte und dadurch ständig zu Blödsinn aufgelegte Hausfrau spielt. Der Lucy-Look wurde durch die Paraderolle auch zum Lucille-Ball-Look: eine nicht ganz modische Frisur, ein nicht ganz modisches Make-up und ein nicht ganz modisches Outfit: der klassische Hausfrauenlook eben. Dennoch war Lucille-Ball damit stilprägend, nämlich darin, was modehistorisch weniger bewanderte Leute für "typisch 50er" halten: Polkadots in allen möglichen Variationen... Dazu ein zu grelles Make-up und eine Frisur, die nach gewollt, aber nicht gekonnt aussieht: die Pudelfrisur, die sich gerade in der Rockabillyszene durchaus Beliebtheit erfreut, dort wird sie allerdings "The Poodle" genannt, klingt halt nur auch nicht schmeichelhafter. Nachdem die Rockabillyszene nicht authentisch 50er ist (und dies auch bewusst nicht sein möchte), wird die Bezeichnung "Poodle" gerne für alle möglichen Frisuren genutzt, der einzig echte Poodle ist aber ein wildes Lockenest auf dem Oberkopf; sorgsam gesteckte Dry-Curls sind kein Poodle. Ich möchte euch heute "The one and only" zeigen, nämlich den Original-Lucille-Ball-Poodle einschließlich passendem Make-up, ich greife selbst noch zu Polkadots und Perlenkette, um den Look nachzuempfinden. Einzig am Gesichtsausdruck muss ich eindeutig noch arbeiten... (^.^)

Die Pudelfrisur wird mit einem Pin-Curl-Set im feuchten Haar gelegt. Für mehr Halt kann man die Haare noch mit Festiger einsprühen. Insgesamt werden 15 stehend nach hinten gewickelte Pin Curls gelegt. Die Länge der Haare spielt dabei nur eine nachgeordnete Rolle. Der Trick des Looks ist es nämlich die Pin Curls nach dem Trocknen gerade nicht ordentlich auszukämmen, sondern dann wenn die Haare beim Auskämmen den "Zuckerwattezustand" erreicht haben, nicht mehr weiter auszukämmen. Eventuell zu lange Haare werden unsichtbar in dem Vogelnest auf dem Oberkopf mit Haarklammern festgesteckt. Die Seiten und Längen werden zu einem Pferdeschwanz zurückgenommen, der idealerweise auch lockig ist, hier reicht aber ein Rest an Locken oder Wellen, der noch im Haar ist. Auch hier ist es wichtig, dass der Look in Summe nicht zu ordentlich und frisiert aussieht. Hausfrauenmäßig eben:

Nun fehlt noch das Make-up für den stilechten Lucy-Look. Meinen Teint schminke ich passend zum Jahrzehnt im Stil der 50er Jahre. Für das Augen-Make-up wird auf das bewegliche Lid hellblauer Lidschatten aufgetragen, der über die Lidfalte hinaus Richtung Augenbraue verblendet wird. Der Wimpernkranz wird mit einer dünnen Eyelinerlinie betont, ohne allerdings in einem Wing zu enden. Die Wimpern getuscht. Wer möchte greift zu extralangen künstlichen Wimpern, die Lucille Ball in ihrer Rolle als Lucy standardmäßig trug, ich bin so frei und lasse sie weg. Die Augenbrauen werden dezent nachgezogen und mit transparentem Gel in Form gebracht.. Auf die Lippen kommt rose-roter Lippenstift. Lucille Ball hat ihren Amorbogen immer sehr stark überschminkt, ich folge bei meinem Lippen-Make-up meiner natürlichen Lippenline, schlicht weil ich finde, dass ein überschminkter Amorbogen alt wirken lässt und das ist nun nicht das Ziel meines Make-ups. Aber nun: fertig ist der 50er Jahre Hausfrauenlook und damit nochmal die ganze Pracht in Farbe (^.^)

Dienstag, 25. Juli 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - der Teint

Die 60er Jahre werden zwar wieder etwas bunter, es wird allerdings lange nicht so dick aufgetragen wie in den 20er und v.a. in den 30er Jahren. Insbesondere der Teint bleibt natürlich. Im Vergleich zu den 40er und 50er Jahren hat sich beim Make-up auch nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Auch der Teint der 60er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 60er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren


Samstag, 27. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Abendlook à la Marilyn

Heute wird es etwas glamuröser, ich zeige euch Marilyn Monroes Abend-Make-up aus "Wie angelt man sich einen Millionär?", das aber eigentlich herrlich schlicht ist und mit einer ebenso schlichten Frisur durchaus auch tagsüber tragbar ist. (^.^)

Und hier meine Adaption des Looks:

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Die Augenbrauen werden mit der 50er Jahre typischen Ecke am höchsten Punkt des Brauenbogens einheitlich nachgezogen und fixiert. Das Oberlied wird mit einem nudefarbenen Lidschattengrundiert. Auf das bewegliche Lid wird blaßrose Lidschatten aufgetragen, wobei die Lidfalte betont wird.Anschließend wird eine dünne Eyelinerlinie gezogen, die in einem Wing ausläuft. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)



Die Lippen werden leicht überzeichnet mir einem rosenholzfarbenen Lipliner nachgezogen, wobei der Amorgoben 50er-Jahre-typisch rund nachgezogen wird. Die Lippen werden mit einem ebenfalls rosenholzfarbenen Lippenstift nacgezogen, auf die Lippen kommt noch etwas Glanz und fertig ist der Look.

Dienstag, 9. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up im Stil von Audrey Hebburn

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up im Stil von Audrey Hepburn zeigen, das wunderbar auch tagsüber funktioniert und herrlich natürlich ist:
Das ganze nochmal in Farbe:

Der Schlüssel dieses Looks sind die starken Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Die Augenbrauen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden stark nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun mittelbrauner Lidschatten aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)



Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem nudefarbenen Lipliner konturiert und mit einem ebenso nudefarbenen Lippenstift geschminkt.

Montag, 1. Mai 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - ein 50er Jahre Tages-Make-up

Heute möchte ich euch ein klassisches 50er Jahre Make-up für den Tag zeigen. Eigentlich sind die 50er Jahre, was das Make-up betrifft sehr dezent und natürlich, auch wenn das die heutige Neobilly-Szene kaum vermuten lässt, allerdings ist deren Make-up eher den 60er Jahren entlehnt. Aber kommen wir zu den authentischen 50er Jahren:
Der Schlüssel dieses Looks sind die eckigen Augenbrauen und der dezent geschwungene Eyeliner.

So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.
Die Augen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden am oberen Brauenbogen dezent eckig nachgezogen. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende, um die Brauen aufzufüllen. Die Ecke zeichne ich mit einem Augenbrauenstift nach und verblende die Linie ebenfalls. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun zartrosefarbener Lidschatten mit Schimmer aufgetragen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der nach oben geschwungen wird. Der Schwung und das Ende der Augenbrauen liegen dabei auf einer gedachten Linie, der Lidstrich endet spätestens mit dem Augenhöhlenknochen. Nun noch die Wimpern tuschen und fertig sind die Augen. (^.^)


Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem zartrosa Lipliner konturiert und mit einem ebenso zartrosa Lippenstift geschminkt.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 50er Jahre - der Teint

Auch die 50er Jahre lieben es natürlich. Im Vergleich zu den 40er Jahren hat sich beim Make-u hier nicht groß etwas verändert: für gewöhnlich wird zunächst eine leicht lila getönte Veilchencreme aufgetragen, die dem Teint diesen fantastischen Glow verleiht, den man aus alten Filmen und von alten Bildern kennt. Darüber folgen Foundation und Puder dazwischen und danach außerdem diverse Abdeck- und Konturierungsarbeiten, abgeschlossen mit einem Hauch von Rouge.

Der Teint der 50er Jahre lässt sich damit leicht mit heutigen Mitteln nachschminken. Veilchencreme gibt es zwar heute noch, allerdings nicht mehr mit der natürlichen leichten lila Tönung, diese wird heute gerne chemisch entfernt. Dafür gibt es aber Primer, mit genau der richtigen lila Tönung. Ansonsten reichen unsere ganz gewöhnlichen Make-up-Produkte aus Drogerie und Parfümerie um sich  den Teint ganz im Stile der 50er Jahre zu schminken. Mein Teintprogramm habe ich euch einschließlich lila Primer bereits schon einmal zusammengestellt:
Lilis kleine Malstunde - Der Primer
Lilis kleine Malstunde - Die Grundierung
Lilis kleine Malstunde - Konturieren und Kaschieren
Lilis kleine Malstunde - Mattieren und Schattieren

Donnerstag, 17. November 2016

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - Schminken während des 2. Weltkriegs

Selbstverständlich hatte der 2. Weltkrieg deutliche Auswirkungen auf Schönheit und Mode. Das dick aufgetragene "Spachtel-Make-up" der 30er Jahre war schnell passé. Natürlichkeit war wieder gefragt. Das ist gleich mehreren Umständen geschuldet:
Zum einen wurden Rohstoffe aufgrund des Krieges für entscheidendere Dinge benötigt, als für Make-up, so dass schlicht weniger verfügbar war. Zum anderen waren viele Männer im Krieg; die Arbeit zu Hause musste aber auch gemacht werden, so dass viele Frauen berufstätig waren und das nicht selten in klassischen "Männerberufen", mit teilweise schwerer körperlicher Arbeit, so dass ein aufwendiges Make-up ziemlich sinnfrei gewesen wäre.
Dennoch kam es aber nicht ganz aus der Mode, sich zu schminken. Auch das hatte mehrere Gründe:
Die Entbehrungen und Belastungen des Krieges machen eine Frau schlicht und ergreifend nicht schöner. Um dem entgegen zu wirken, gibt es erfreulicherweise Gesichtsfarbe aus dem Döschen. Ein beliebtes Werbeklischee der Zeit war auch der Männermangel. Frei nach dem Motto "wollt ihr einen von der raren Sorte abhaben - alternativ auch den euren behalten - macht euch hübsch, Mädels." Selbst das von den Nazis in Deutschland propagierte Frauenbild der natürlichen Frau ("eine deutsche Frau schminkt sich nicht") findet nach wie vor wenig Anhänger, insbesondere da auch die Freundinnen und Gattinnen der Nazigrößen auf diesen Sinnspruch herzlichst pfeifen und sich mehr oder weniger dezent schminken.
Dennoch sollte das ohnehin schon sehr natürliche Make-up der 40er Jahre nochmal einen Zacken natürlicher werden, nämlich mit der Rationalisierung.
Durch die Raionalisierung wurden alle kriegswichtigen Güter so gut wie ausschließlich für die kriegsnahe Produktion, aber auch für die Lebensmittelproduktion verwendet. Dazu gehörten auch viele Grundbestandteile für Make-up und dessen Verpackung, so beispielsweise Mineralöl, Pflanzenöle, Gummi, Metall, Bakelit, Papier usw. Außerdem gab es selbstverständlich keine Bezugsscheine für Make-up, selbst wenn noch etwas verfügbar war, war es lediglich für sehr viel Geld, bzw. Tauschwert und ausschließlich unter der Ladentheke zu haben. Man könnte nun meinen, dass die Nazis jetzt endlich ihre ungeschminkte deutsche Frau haben, aaaaber weit gefehlt, mit der findigen Damenwelt hatten sie nicht gerechnet:
Freilich war es schier unmöglich Teint-Produkte irgendwie zu substituieren, Lippen- und Wangenrot konnten aber sehr leicht durch Rotebetesaft ersetzt werden. Für den speziellen Glanz kam auf die Lippen dann noch eine Schicht Vaseline, Wimperntusche wurde kurzerhand durch Kohlenstaub, alternativ auch Asche und Vaseline oder sonstiges Fett; gerne auch Butter, ersetzt und fertig war das Rationalisierungs- und dann auch das frühe Nachkriegs- bzw. Trümmerfrauen-Make-up. Und das das gar nicht so doof aussah, möchte ich euch auch noch zeigen. Ich habe es mal eben nachgeschminkt:

Samstag, 15. Oktober 2016

Der kleine Schminkalmanach: die 40er Jahre - ein 40er Jahre Abend-Make-up

Heute möchte ich euch ein 40er Jahre Abend-Make-up zeigen, bei dem nun schon dicker aufgetragen wurde, obschon es grundsätzlich immer noch natürlich gehalten ist. Inspiriert wurde das Make-up vom Bühnenlook der Sängerin Billie Holiday in den frühen 40er Jahren:
Und nun nochmals in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks sind die betonten Augenbrauen, die natürlich geschminkten Augen und die roten Lippen, die Billie Holiday sich schmaler schminkte, wie auf dem obigen Bild gut zu erkennen ist. Das Problem zu üppiger Lippen kenne ich allerdings eher nicht. (^.^)

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.
Die Augenbrauen spielen bei diesem Look eine ganz besondere Rolle. Sie werden dunkel, aber nicht zu dunkel geschminkt. Ich nutze dafür dunkelbraunen Lidschatten, den ich mit einem abgeschrägten Pinsel in Wuchsrichtung auftrage und mit einer Aufgenbrauenbürste leicht verblende. Unter den Brauenbogen kommt Highlighter; ich nutze hierfür perlmuttfarbenen Lidschatten ohne Glitzerpartikel. Auf das gesamte Lid wird nun mittelbrauner Lidschatten mit Schimmer aufgetragen. In der Mitte des Lides wird goldener Lidschatten aufgetragen um dem Augen-Make-up einen Hauch Glamour zu verleihen. Nun folgt noch ein dünner (!) Lidstrich der mit dem Wimpernkranz endet. Und etwas Wimperntusche. Wer möchte kann auch zu langen künstlichen Wimpern greifen, so wie sie Billie Holiday trug.

 Auf die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem kirschroten Lipliner konturiert und mit einem ebenso kirschroten Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.

Samstag, 17. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Die Inneneinrichtung

Nun heißt es noch den Stauraum sinnvoll zu nutzen. Platz bietet Omas Frisiertisch nun wahrlich genug, allerdings muss nun noch Struktur rein. Den unteren Schrank möchte ich für größere Dinge sowie für Dinge nutzen, die ich nicht so oft brauche. So wie beispielsweise diverse Stylinggeräte, Lockenwickler, Nagellacke etc. pp. Für Ordnung und Überblick verpacke ich all diese Dinge thematisch sortiert in Kistchen:

Die beiden Schubladen möchte ich für den ganzen kosmetischen Kleinkram, den ich nicht jeden Tag brauche, nutzen, also Tübchen, Pinsel, Karrklammern, Kämme, Bürsten usw. Damit auch hier nichts durcheinanderfliegt, organisiere ich das ganze mit einer Schubladeneinteilung. Und nachdem nun gerade Kosmetik dazu neigt, einzuschmutzen, man denke nur an ausgefallene Haare, Puderstaub oder Haarspraynebel, greife ich zu einer Schubladeneinteilung mit Deckel:
Zugegebenermaßen sehen die Korkdeckel alles andere als hübsch aus, aber das ändert sich zeitnah. Wie, sehr ihr in einem späteren Beitrag. (^.^)

Mittwoch, 7. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Schönheitskorrekturen

Die Schönheitskorrekturen bei Omas Frisiertisch hielten sich erfreulicherweise in Grenzen, weil die Makel wirklich nur oberflächlich waren. Das schlimmste war ein fehlender Beschlag, den ich mit einem ähnlichen ergänzt habe und etliche Kratzer im Lack rund um das Schlüsselloch, die sich mit etwas Holzwachs problemlos wieder auffüllen ließen:

Nun blieben nur noch die festgerosteten Schließzylinder der Schlösser, die ich aber mit einigen Tropfen des guten alten Ballistol ins Schlüsselloch problemlos wieder lauffähig bekommen habe:

Mittwoch, 29. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Der Spiegel

Ich hatte ja schon anklingen lassen, dass ich ursprünglich seitliche Spiegel zum anklappen anbringen wollte, um einen dreiteiligen Spiegel zum optimalen Schminken und frisieren zu haben. Ich habe nun auch bereits zig Möglichkeiten geistig durchgespielt, wie man das bewerkstelligen könne, wirklich praktikabel war aber keine. So habe ich mich nun entschlossen, einen dreiteiligen Standspiegel zu kaufen, der, sobald er gebraucht wird, aufgeklappt wird. Wird er nicht gebraucht beheimatet er praktischerweise meine Halsketten. Diese geschickte Gebrauchsweise ermöglicht das schwedische Möbelhaus mit dem Modell Karmsund.

Sonntag, 19. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Jetzt wirds ernst

Heute ist es endlich so weit, mein Frisiertisch ist bei mir eingezogen. (^.^) So sieht das gute Stück aus:
Ist zwar schon ganz hübsch, es muss aber trotzdem noch einiges gemacht werden. Das steht nun auf dem Plan:

  • kleinere Holzschäden abspachteln und angleichen
  • Deko unter der Glasplatte, denn Spitzendeckchen scheidet schon mal aus
  • zwei seitliche Spiegel zum anklappen, so dass ich einen dreiteiligen Spiegel habe
  • Tageslichtbeleuchtung zum perfekten Schminken
  • ein Ordnungssystem das es mir ermöglicht, den Stauraum optimal zu nutzen
  • eine passende Sitzmöglichkeit

Selbstverständlich berichte ich über meine Fortschritte wieder ausführlich (^.^)

Samstag, 11. Juni 2016

Mein Look für das "Vintage Motor & Music Festival" der Gasoline Gang in Peißenberg

Es wird mal Zeit, dass ich euch einen Komplettlook zeige. (^.^) Heute geht es auf das Vintage Motor & Music Festival der Gasoline Gang in Peißenberg. Nachdem das Wetter leider etwas durchwachsen ist, brauche ich etwas wärmendes und halbwegs regenfestestes, das außerdem bequem ist, so dass ich den ganzen Tag auf den Beinen sein durchhalte. Erschwerend kommt hinzu, dass es abends auf gleichem Festival noch zum tanzen geht, es sollte also auch etwas sein, das sich gut und schnell umstylen lässt. Hier meine Rätselslösung:
Tuch: Vintage von Oma
Ohrclips: Claire's
Baseballjacke: H&M
Bluse: H&M
Jeans: Levi's Modell 1950's 701 Jeans
Schuhe: Converse Chuck Taylor All Star
Tasche: New Look über asos.de
Unter dem Kopftuch trage ich übrigens Pin Curls so dass ich für den Abend nur noch auskämmen muss und auch schon wieder los kann. Wie man das Kopftuch bindet, zeige ich euch in einem späteren Tutorial. Mein Make-up ist ein klassischer 50's Tageslook, wie ihn beispielsweise Audrey Hepburn trug. Ein großes Make up mit roten Lippen wäre zu eine solchen Outfit auch eher eine Spur zu viel. (^.^) Aber auch hierzu kommt noch ein eigenes Tutorial. Hier den Look nochmal im Detail:

Donnerstag, 5. Mai 2016

Ein leichtes 40er Jahre Tagesmake-up ganz im Stile von Ingrid Bergman

Heute möchte ich euch ein superleichtes und dezentes Make-up zeigen, das an den Look von Ingrid Bergman erinnert, die ja bekanntermaßen von Make-up nicht all zu viel hielt:
Und nun nochmal in Farbe:
Der Schlüssel dieses Looks ist die absolute Natürlichkeit. Das ganze soll möglichst ungeschminkt aussehen.

So gehts:
Der Teint der 40er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm, lasse aber das Rouge weg und konturiere auch meine Wangen nicht mit meinem Bronzer. Stattdessen verwende ich den Bronzer wie Rouge, um meinem Teint einen leicht sonnengebräunten Look zu verleihen.


Die Augen werden für diesen Look im Grunde nicht geschminkt. Ich habe meine Augenbrauen lediglich mit etwas farblosem Augenbrauengel fixiert und meine Wimpern einmal mit einer verlängernden Wimperntusche in schwarz getuscht. Solltet ihr nicht schwarzhaarig sein, so wie ich, greift ihr allerdings besser zu einer braunen Mascara, das wirkt nicht so hart.





Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem rosenholzfarbenen Lipliner konturiert und mit einem passenden Lippenstift geschminkt. Denkt daran, dass die Lippen in den 40er Jahren den Anspruch hatten, natürlich zu wirken, tragt also nicht zu dick auf und nehmt keinen zu schweren Lippenstift.