Freitag, 27. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - spannen

Zwar müssen wir unseren Kissenbezug nicht zwingend spannen, allerdings müssen Strickteile, insbesondere, wenn es sich um Kleidungsstücke handelt, sehr wohl auch aufgespannt werden, daher möchte ich euch der Vollständigkeit halber an dieser Stelle direkt zeigen, wie Strickstücke gespannt werden.

Zum Spannen nehmt ihr Stecknadeln und steckt das jeweilige Strickstück unter leichter Spannung auf einer geraden Oberfläche auf. ich benutze hierfür mein Bügelbrett. Das Strickstück wird dann noch feucht gesprüht und - sofern es das Muster zulässt, auf der höchstmöglichen Bügelstufe (siehe Wollbanderole) angebügelt. Es bleibt zum Trocknen weiter aufgesteckt. Strickstücke mit eher plastischem Muster würde man allerdings eher platt bügeln, solche Stücke werden feucht gesprüht und entweder mit einem Dampfbügeleisen angedampft oder einfach zum Lufttrocknen aufgespannt.

Strickstücke werden gespannt um sie zum einen in die gewünschte Form zu bekommen und zum anderen, um die Strickarbeit flexibler zu bekommen, so dass die folgenden Arbeitsschritte leichter von der Hand gehen. Zudem werdet ihr im Laufe eurer Strickkarriere noch auch Muster stoßen, die erst nach dem Aufspannen voll zur Geltung kommen, weil sie sich frisch gestrickt zusammenziehen, bzw. sich der Rand einrollt.

Montag, 23. November 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Größen und Maß nehmen

Auf dem Bild zu meinem Petticoatschnittmuster ist euch vielleicht die Größe des Petticoats aufgefallen: Größe 40 - die Mehrgrößenschnitte waren damals in Nähzeitschriften noch nicht üblich. Nun, Größe 40 trage ich nicht, aber: das Model von damals trägt sicherlich auch keine heutige Größe 40. Daher als Regel Nummer eins zu Vintageschnitten: Kleidergrößen sind willkürliche Zahlen, die sich Pi mal Daumen alle 10 Jahre ändern, also, die Maße die hinter der jeweiligen Größenbezeichnung stecken, werden jeweils angepasst. Das heißt wiederum: erst mal die Größentabelle prüfen, die bei jeder Nähanleitung enthalten ist:
Maßgeblich für unseren Petticoat, genauso wie für Röcke im Allgemeinen ist die Taillenweite und die Hüftweite. Der Petticoat ist also für eine Taillenweite von 68 cm und eine Hüftweite von 98 cm entworfen. Wirft man nun einen Blick auf die aktuelle offizielle Konfektionstabelle ("offiziell" deshalb, weil jeder Kleidungsfabrikant eigene, von der offiziellen Tabelle leicht abweichende Hausmaße nutzt), sehen wir folgendes:
Ein Taillenumfang von 68 cm entspricht also einer heutigen Größe 36, der Hüftumfang von 98 cm tatsächlich auch einer heutigen Größe 40. Das ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass in den 50er Jahren durchaus noch Mieder und Hüftgürtel getragen wurden, die für die besonders schlanke Taille sorgten, die die Mode der Zeit erst so richtig zur Wirkung brachten. Nun könnte ich mir den Petticoat natürlich in der Größe 40 des Jahres 1956 nähen, immerhin trage ich Größe 34/36 und so würde er sicherlich irgendwie an der Taille passen, und das mehr an Stoff aus der Hüfte schadet bei einem Petticoat ja nun auch nicht gerade, ich will aber endlich einen Petticoat der absolut perfekt sitzt und keinen, der nur so ungefähr passt. Also ist nun Maß nehmen angesagt.



Das Taillenmaß wird an der schmalsten Stelle der Taille genommen, das Hüftmaß an der stärksten Stelle der Hüfte. Stellt euch zum Messen so unbekleidet als nur möglich, barfuß oder zumindest in flachen Schuhen vor einen Ganzkörperspiegel. Kontrolliert eure Haltung, steht so gerade und aufgerichtet als nur möglich und führt nun das Maßband gerade um Taille und Hüfte und notiert euch die so gemessenen Zahlen. Solltet ihr allein nicht klar kommen, lasst euch lieber helfen, als dass ihr es nur "so ungefähr" macht.

Die so erhaltenen Maße werden dann im folgenden Schritt, den ihr im nächsten Teil des Fortgeschrittenenkurses kennen lernt, auf den Papierschnitt übertragen, so dass euer Kunstwerk am Ende perfekt sitzt.

Samstag, 21. November 2015

Eingelegter Feta mit Knoblauch

Ich habe ja ein gewisses Faible für mediterrane Küche, wobei mein Herz am allerheftigsten für die italienische Küche schlägt. Gerade die griechische Küche ist mir zu fleischlastig, um es auf den Punkt zu bringen, zu schaflastig und definitiv zu ölig, was mein Magen auch nicht so gut mitmacht. einige wenige Dinge der griechischen Küche haben es mir aber trotzdem innigst angetan. Dazu gehört auch eingelegter Feta mit Knoblauch, den man in Deutschland beim Griechen - wenn man ihn überhaupt bekommt - definitiv nicht so lecker bekommt, wie in Griechenland. Daher bereite ich meinen eingelegten Feta selbst nach einem Rezept das ich mit mittels Versuch und Irrtum selbst erarbeitet habe:

Für ein Glas mit 500 ml Inhalt:
400 g Feta (Vollfettstufe)
3 Knoblauchzehen
1 getrocknete Chilischote
Olivenöl zum Auffüllen (etwa 150 ml)

Den Feta abtropfen lassen und würfeln, den Knoblauch schälen und Würfeln, aus der Chilischote die Kerne ausschaben und in dünne Ringe schneiden. Alles zusammen in das Glas geben und mit Olivenöl auffüllen. Der Feta muss nun etwa 3 Tage im Kühlschrank durchziehen, bevor er seinen ganzen Geschmack entfaltet hat. Der eingelegte Feta hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Dienstag, 17. November 2015

Feiner Biskuit - Malakofftorte

Die Malakoff-Torte ist ein wahrer Wiener Klassiker, der heutzutage leider etwas aus der Mode gekommen ist. Warum das so ist, verstehe ich nicht wirklich, sie schmeckt phantastaisch. Normalerweise wird die Malakoff auf einmal gebacken und der Tortenboden dann zwei mal durchgeschnitten. Nachdem ich dabei ein Pfuscher vor dem Herren bin, backe ich die Malakoffböden einzeln.

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
Der Teig:
6 Eier
150 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g Backpulver

Die Füllung:
7 EL Rum
2 Eigelb
50 g Zucker
250 ml Milch
1/2 Vanilleschote
3 Blatt Gelatine
250 g Sahne

Für den Überzug:
250 g Sahne
1 EL Vanillezucker
16 Belegkirschen und 50 g geröstete Mandelblättchen für das Original
Ich verwende Zuckerperlen und Zuckerglitzer

Die Form mit Backpapier ausschlagen und den Backofen auf 180 ° C vorheizen. Einen Biskuit aus zwei Eiern zubereiten: Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben.
Den Teig in die Form füllen und etwa 15 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze backen. Den Tortenboden auf ein Kuchengitter zum Auskühlen stürzen. Das ganze nun noch zwei mal wiederholen, so dass ihr drei Böden habt.

Den unteren und den mittleren Boden mit jeweils 3 EL Rum tränken. Das Eigelb, den Zucker und die Milch glatt rühren, die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zu milch geben und das ganze unter ständigem rühren aufkochen, bis die Creme dicklich wird. Die Creme vom Herd nehmen Die Geatine ausdrücken und unter die Creme ziehen und das ganze etwa 30 Minuten kühl stellen, bis es zu stocken beginnt.
Nun die Sahne steif schlagen und zusammen mit dem verbliebenen Esslöffel Rum unter die Creme ziehen. Die Tortenböden damit bestreichen und zusammensetzen. Mit der restlichen Creme die Torte dünn einstreichen so dass Brösel schön gebunden werden. Jetzt die Torte einige Stunden - am besten über Nacht - durchziehen lassen.

Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen, die Torte dünn damit einstreichen und einen Sahne-Tuff-Kranz den Tortenrand entlang spritzen. Auf jeden zweiten Sahentuff kommt nach Originalrezept nun eine Belegkirsche. Sowohl der Rand als auch die Meitte der Torte werden mit gerösteten MAndelblättchen bestreut. Nachdem Belegkrischen aber *würg* sind, greife ich zu rosa Zuckerperlen. Dazu passen nun keine Mandelblättchen, also kommt silberner Glitzerzucker zum Einsatz. Fertig ist das Prachtstück. (^.^)

Sonntag, 15. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - abketten

Kommen wir nun zum Abketten, auch hierzu habe ich wieder ein kleines Video gedreht:
Wie ihr seht: ihr strickt ganz normal zunächst zwei Maschen ganz normal wie sie kommen und zieht dann die hintere über die vordere Masche. Strickt nun wieder eine Masche ab, zieht die hintere über die vordere Masche und so weiter und so fort, bis ihr alle Maschen abgekettet habt (ja, auch die Randmasche wird normal abgestrickt). Die letzte Masche auf der Nadel wird dann einfach durchgezogen, das heißt, ihr schneidet euren Arbeitsfaden nicht zu kurz ab und zieht die Masche so lange hoch, bis ihr keine Masche mehr habt, sie also durchgezogen ist. (^.^)

Freitag, 13. November 2015

"Gretchen mags mondän - Damenmode der 1930er Jahre" im Münchner Stadtmuseum

Heute möchte ich eine besondere Ausstellung ans Herz liegen, die aktuell noch im Münchner Stadtmuseum läuft und nun bis zum 29. Mai 2016 verlängert wurde: "Gretchen mags mondän - Damenmode der 1930er Jahre". Wie vom Stadtmuseum gewohnt, ist die Ausstellung unheimlich faettenreich und bildet tatsächlich alle Belange der Modegeschichte dieses durchaus mondänen Jahrzehnts unheimlich abwechslungsreich ab. Selbst wenn ihr es nicht in die Ausstellung schaffen solltet: der Ausstellungskatalog ist quasi wie ein ausführlicher Rundgang durch die Ausstellung und liefert zudem viele weitere Hintergrundinfos und nette Anekdoten.

Als kleinen Vorgeschmack gibt es auch einen kurzen Film von Fashion TV Production, der anlässlich der Ausstellung gedreht wurde und den ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

Auch das Stadtmuseum selbst hat dieses mal noch einen kleinen Teaser gedreht, der hier auch genannt sein soll:

Mittwoch, 11. November 2015

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Rindfleisch

Rindfleisch wird je nach Alter und Geschlecht des Tieres in drei Kategorien angeboten:
  • Färsenfleisch stammt von weiblichen Rindern, die noch nicht gekalbt haben. Das Fleisch ist besonders saftig und zart, von kräftigem rot und fein gemasert.
  • Jungbullenfleisch ist sehr mager, damit aber leider auch eher trocken. Es ist hellrot und nicht ganz so feinfaserig.
  • Ochsenfleisch stammt von kastrierten männlichen Tieren. Das Fleisch ist zart, saftig und hat einen kräftigen Geschmack. Das Fleisch von Jungochsen ist kräftig rot und fein marmoriert, während das Fleisch von Mastochsen dunkler und kräftig von Fett durchzogen ist.
Weiterhin wesentlich für die Fleischqualität ist die Dauer des Reifeprozesses. Frisches Rindfleisch ist zäh und quasi nicht essbar. Erst wenn es mehrere Tage abgehangen ist und Milchsäuren die Fleischfasern weich gemacht haben, ist es essbar. Kochfleisch hängt etwa 5 Tage ab, Braten bis zu 12 Tage und Kurzbratstücke mindestens zwei Wochen. Außerdem ist es entscheidend, ob das Fleisch von einer Milch- oder einer Fleischrasse stammt, wobei die Fleischrassen logischerweise hochwertigeres Fleischabgeben. Zum Kochen, für Brühen und dergleichen tut es aber die alte Milchkuh allemal.

Kommen wir nun zur Verarbeitungs- und Zubereitungsfrage, oder: Welches Stück wofür?


  • Nacken: vor allem zum Kochen und Schmoren geeignet.
  • Bug/Schulter: der Bug besteht aus drei Teilen, dem dicken Bug, dem falschen Filet und der Schaufel. Der Bug eignet sich vor allem für Braten, Gulasch und Ragout.
  • Wade: die Wade kommt insbesondere als Beinscheiben für Brühe und Suppen zum Einsatz.
  • Fehlrippe: als Suppenfleisch und für Schmorgerichte
  • Zwerchrippe auch Spannrippe oder Querrippe genannt: als Kochfleisch für Suppen und Eintöpfe
  • Brust: der Klassiker für Eintöpfe
  • Hochrippe auch Hohe Rippe oder Zwischenrippenstück genannt: zum Kochen und Schmoren
  • Lende: zum Braten und Grillen
  • Filet: zum Braten und Grillen
  • Flanke auch Dünnung oder Bauchlappen genannt: als Suppenfleisch
  • Tafelspitz: zum Kochen und Braten
  • Hüfte auch Blume genannt: zum Braten und Schmoren
  • Nuss auch Kugel genannt: zum Braten und Schmoren
  • Oberschale: das klassische Rouladenstück, also zum Schmoren
  • Unterschale: zum Braten und Schmoren
  • Wadschenkel: auch der Wadschenkel kommt insbesondere als Beinscheiben für Brühe und Suppen zum Einsatz.

Samstag, 7. November 2015

Haare selbst färben - Ja oder nein?

Frauen (und je nach historischem Zeitschnitt auch mal mehr, mal weniger Männer) färben sich ihre Haare schon ziemlich lange. Es ist also durchaus auch ein Vintage-Thema über das Haare färben zu sprechen. Aber selbst färben? Nun auch das wäre durchaus ein historisches Thema, aber soll man? Oder eher nicht? Auf die Frage von mir gibt es ein entschiedenes Jein! (^.^)

Es kommt ganz darauf an, was ihr vorhabt. Habt ihr größere Farbveränderungen vor - einschließlich Blondierungen jeder Art - gehört ihr unter die Obhut eines Friseurs. Wenn ihr eure Haarfarbe aber nicht groß verändern möchtet, könnt ihr das beruhigt selbst machen.

Dazu braucht es auch nicht viel. Die größte Herausforderung ist es, eine vernünftige und brauchbare Drogeriehaarfarbe zu finden. Ich habe, als ich noch mit Drogeriehaarfarben gefärbt habe, mich nach langem Herumprobieren und Ärgern für Casting Crème Gloss von L'Oréal entschieden und war damit auch ganz zufrieden. (Warum ich heute dennoch mit Profihaarfarben färbe, erzähle ich euch ein anderes mal)

Eine weitere Schwierigkeit scheint es erstaunlicherweise zu sein, die richtige Haarfarbe zu finden... Wählt eine Farbe die zu euch, eurem Typ und eurem Hautton passt. Kühle Farben wirken bei kühlen Typen gut, warme Farben bei warmen Typen. (Falls ihr nicht wisst, was für ein Typ ihr seid - demnächst folgt auch noch was von mir zur Farbberatung, ihr könnt euch aber auch schon mal bei den drei Damen vom Cadika-Beautyblog einlesen: Farb- und Typberatung) Üblicherweise steht es sogar auf der Farbpackung drauf, ob die Farbe der Wahl nun kühle oder warme Reflexe hat. Also einfach genau lesen. Seid ihr eher ein klassischer Typ, oder eher weniger an Mode interessiert, lasst auch die Finger von Farbnuancen die in der Natur nicht vorkommen, so wie Blauschwarz und knalliges Rot. Das wirkt nur fremd bis befremdlich. Einen Farbton unter den "natürlichen" Drogeriefarben gibt es allerdings trotzdem, der schwierig ist: schwarz. Drogerieschwarz ist immer einen Tick zu schwarz um natürlich auszusehen. Es sieht - um ehrlich zu sein - eher aus, als hätte man sich eine Krähe auf den Kopf drapiert. Also wer nicht gerade eine Gothicphase durchmacht oder wem es nicht ausmacht, dass die Haare nach selbst gefärbt aussehen, der kann natürlich Drogerieschwarz tragen. wer echtes schwarz will, muss zum Friseur. Nachdem ich zu geizig bin, meine Haare beim Friseur färben zu lassen, färbe ich mein naturschwarzes Haar, das schön langsam das ein oder andere graue Haar zeigt mit einem kühlen mittelbraun. Das hat gleich zwei Vorteile: Die so überfärbten grauen Haare wirken wie natürliche Sonnenreflexe und der Ansatz fällt nicht so auf, wenn die Farbe rauswächst. (^.^)

Bevor ihr eure Haare färbt, reinigt eure Haare mit einem Tiefenreinigungsshampoo, so kann euer Haar die neue Farbe besser aufnehmen. Damit eure Kopfhaut von der Farbe nicht zu sehr angegriffen wird, lasst die nächste Haarwäsche ausfallen, damit sich eine schützende Fettschicht auf der Kopfhaut bildet. So färbt ihr auch nicht unbeabsichtigt eure Kopfhaut mit. Sobald dann die nächste Haarwäsche ansteht, lasst ihr auch die ausfallen und färbt stattdessen euer Haar. Solltet ihr also beispielsweise jeden zweiten Tag eure Haare waschen, dann wascht ihr am Montag die Haare mit dem Tiefenreinigungsshampoo, am Mittwoch lasst ihr die Haarwäsche ausfallen und am Freitag färbt ihr euer Haar.

Habt ihr die richtige Farbe und euer Haar ist entsprechend vorbereitet, geht es weiter zur Anwendung. Das ist eigentlich nicht schwer, vorausgesetzt ihr lest die Gebrauchsanleitung eurer Haarfarbe und haltet euch auch daran. Insbesondere was Einwirkzeit und und Anwendungsart betrifft. Bei den Anwendungsarten gibt es üblicherweise zwei Alternativen:
  • Bei der ersten Alternative - der Vollanwendung - wird die Haarfarbe direkt auf dem gesamten Haar angewendet. Diese Anwendungsform eignet sich nur, wenn das Haar längere Zeit schon nicht mehr getönt wurde, oder aber man eine neue Farbe nutzt. Das lässt sich zwar auch auf allen Gebrauchsanweisungen nachlesen: warum das aber so sein muss, leider nicht. Daher sorge ich hier mal für Aufklärung. (^.^) Je mehr Haarfarbe sich übereinander lagert, desto farbübersättigter werden die Haare und nehmen irgendwann mal keine andere Haarfarbe mehr an, sondern werden einfach immer nur dunkler und dunkler und dunkler. Woher ich das weiß? Erfahrungslernen...
  • Bei der zweiten Alternative wird die Haarfarbe zunächst nur auf den Ansätzen verteilt. Man lässt sie dann einwirken und verteilt sie erst zum Schluss im gesamten Haar um sie nochmal kurz einwirken zu lassen. Das geht aber leichter als vermutet. Ich nehme dafür zunächst alle Haare hoch um die Ansätze im Nacken zu färben, teile dann direkt mit meiner Haarklemme am Hinterkopf auf Höhe der Ohren ab und verteile die Farbe auf den Ansätzen - und zwar auf den sowohl nun nach unten hängenden, als auch auf denen die ich nach oben weggeklemmt habe. Dann teile ich nochmal die Oberkopfhaare ab, gebe wieder Farbe auf die Ansätze; diesesmal auch auf den Stirnansatz. Zuguter letzt scheitle ich meine Haare in der Mitte des Oberkopfes und gebe auch hier nochmals Farbe auf die Ansätze. Ich lasse dann die Farbe die vorgegebene Zeit einwirken, käme meine Haare mit meiner Färbebürste durch und verteile so die Haarfarbe in den Längen. Zum Auftagen der Farbe nehme ich übrigens ganz platt und einfach meine Hände. Färbepinsel habe ich mal ausprobiert, war aber mit Anwendung und Ergebnis nicht zufrieden. Ich gebe also einfach nur einen Klacks Haarfarbe in meine Hand, verreibe es auf beiden Handflächen und matsche die Farbe anschließend mit den Handflächen auf die Ansätze. (^.^) Und: meine Färbebürste ist kein teures Spezialutensil, sondern sie ist nichts anderes als eine billige Plastikhaarbürste (^.^)
Übrigens: statt eines alten Handtuches, das a) nicht da bleibt, wo es soll und b) auch zu klein ist, um meinen Rücken soweit abzudecken, dass keine Farbe an die Haut kommt, verwende ich einen Friseurumhang. Die gibt es für wenig Geld im Friseurfachhandel zu kaufen. Aber Achtung: verwechselt nicht einen Friseurumhang mit einem Frisierumhang. Frisierumhänge gehen grad mal über die Schultern und sollen verhindern, dass ausgefallene Haare und Schuppen beim Kämmen die Kleidung verunstalten...

Sollte trotz Friseurumhang mal etwas Haarfarbe eure Haut verunstalten, müsst ihr nicht zu den überteuerten Entfernermittlelchen greifen, die es in Drogerien zu kaufen gibt. Ordinäre Zahnpasta und ein Wattepad erfüllen den gleichen Zweck. (^.^)

Sonntag, 1. November 2015

Stricken für Anfänger - Unser erstes Projekt: Ein Kissenbezug - Knäuel ansetzen

Bei unserem Kissen kommt ihr definitiv in die Verlegenheit ein neues Knäuel anzusetzen, spätestens jetzt, wo unser Farbwechsel bei unserem zweifarbigen Kissen machen ist es so weit. Wie das Ansetzen funktioniert, zeige ich euch wieder in einem kleinem Video:

Ihr strickt die Randmasche also mit doppeltem Faden und strickt dann ganz normal mit dem neuen Knäuel weiter. Nach einigen Maschen zieht ihr die Randmasche nochmals straff und schon ist der Knäuelwechsel vollzogen. (^.^)

Für unser Kissen strickt ihr nun in der neuen Farbe die noch fehlenden 20% eures Kissens fertig. Dann sind wir auch schon so weit, dass wir abketten können. Wie das geht, zeige ich euch beim nächsten Mal. (^.^)