Sonntag, 31. Mai 2015

Häkeln für Anfänger - Rundhäkeln: unser sechstes Projekt - ein Kissenbezug in Runden - Die Knöpfe häkeln

Ja, ihr lest richtig: wir häkeln die Knöpfe für unseren Kissenbezug selbst. (^.^) Wir arbeiten die Knöpfe jetzt, da wir nur so die Größe der Knopflöcher ermitteln können, das können wir nämlich erst, wenn wir wissen wie groß die Knöpfe sind. Die grundsätzliche Größe von Häkelknöpfen hängt von der Dicke des verwendeten Garns ab: Je dicker das Garn desto größer werden die Knöpfe. Für extragroße Knöpfe kann man das Häkelgarn zusätzlich doppelt verhäkeln, so kann man die Größe zumindest grob regulieren. Dennoch haben gehäkelte Knöpfe den Vorteil, dass sie nicht nur angenehm weich und damit perfekt gerade für Kissen sind, sondern auch, dass sie so farblich perfekt zum jeweiligen Häkelmodell passen.

Häkelknöpfe werden in Spiralrunden gehäkelt. So gehts:
Grundmuster:
feste Maschen

2 Luftmaschen anschlagen
1. Runde: 8 feste Maschen in die erste Luftmasche häkeln
2. Runde: in jeder Masche je 1 Masche zunehmen (16 Maschen)
3. Runde: im Grundmuster häkeln (16 Maschen)
4. Runde: in jeder Masche je 1 Masche abnehmen (8 Maschen)
Abketten

Je 10 cm Kissenbezug benötigt ihr einen Knopf. Nachdem ich einen Kissenbezug mit 60 cm Breite häkle, habe ich 5 Knöpfe gemacht. Anfangs- und Endfaden werden erstmal nicht vernäht, wir nutzen die beiden Fäden direkt zum Annähen. (^.^)

Freitag, 29. Mai 2015

Bayrische Kuchl - Rindfleisch

Die bayrische Küche würde ich jetzt nicht unbedingt als rindfleischlastig bezeichnen. Rindfleisch gibt es in aller Regel gekocht, ob nun wegen der guten Suppe oder gekocht wegen seiner selbst, sei dabei dahingestellt.

Rinder dienten üblicherweise als Nutzvieh und nicht als primäre Fleischlieferanten, daher wurde Rind eben mehr gekocht, um das Fleisch der alten Milchkuh oder des altersschwachen Zugochsen wieder weich zu bekommen. Feine Stücke oder der ein oder andere Fresser, der wegen seines Fleisches geschlachtet wurde, kam in den meisten Familien nur an Feier- und Festtagen auf den Tisch.

Nachdem ich mich bereits intensiv den Suppen der Bayrischen Küche gewidmet habe, ist es nur nahe liegend als nächstes die Rindfleischgerichte nachzukochen, nicht nur, weil sich meine Vorräte an Fleischbrühe dem Ende zuneigen. (^.^) Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 25. Mai 2015

Omas hellbrauen Reisetasche bekommt einen Begleiter

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich an Omas Reisetasche gar nicht so viel ändern möchte. Ich wollte sie nur offensichtlicher als Reisetasche erkennbar machen, da wir heutzutage ja auch Handtaschen in dieser Größe haben. Ich habe daher einen Taschenanhänger mit einem Lederschild in Form eines Adressanhängers gebastelt, auf den ich meine Initialen aufgemalt habe, der nun seinen Platz an einem der Reißverschlüsse gefunden hat:

Samstag, 23. Mai 2015

Wohnen und Farbe - mehr als nur eine Frage des Zeitgeistes

Ob nun die Wände farbig sind oder nicht, ob gemustert oder uni, ist natürlich manchmal eine Frage des Zeitgeistes, zumindest aber eine Frage des persönlichen Geschmacks. Farbe in einen Raum bringt man schließlich nicht nur durch streichen, sondern kann das auch durch Möbel oder Wohnaccessoires erreichen. Immerhin haben Farben (oder Nichtfarben) eine bestimmte Wirkung auf den Betrachter und lösen durch die Wahrnehmung bestimmte Assoziationen aus. Und genau dieser Assoziationen sollte man sich beim Einrichten bewusst sein (und beim Einkaufen im Supermarkt, dort werden wir unter anderem genau damit zum Kaufen stimuliert; das ist aber wieder eine andere Geschichte).

Eines vorneweg mit meinem Ausbildungshintergrund als Psychologin möchte ich aber jetzt dringend noch loswerden. Das was langläufig als "Farbpsychologie" bekannt ist, ist vergleichbarer Hokuspukus wie Horoskope, Glaskugellesen und Zukunftsdeutung aus Vogelkot. Die Wahrnehmung einer Farbe ist erstmal nur reine Physik. Punkt. Was wir mit einer Farbe verbinden hingegen ist sozialisiert, d.h. erlernt. Und genau darum löst nicht jede Farbe bei jedem auch gleiches aus. Die von der Natur erdachte Warnkombination schwarz-gelb hat bei einem Borussia-Dortmund-Fan beispielsweise vermutlich eher weniger abschreckende Wirkung, genauso, wie grün nicht immer frisch und vital bedeutet, sofern man schon mal eine Zitrusfrucht hat verschimmeln sehen.

Dennoch gibt es einige (wenige - definitiv nicht genug um ein Buch zu füllen) Hinweise zum Thema Farbe und Wohnraumgestaltung, wobei ich mich auf einen westlichen Sozialisationshintergrund beschränke.

Weiß verbinden wir erlernterweise mit Reinheit, zuviel weiß in Wohnungen kann daher steril und wenig behaglich wirken. Mein heißer Tipp daher: Farbe schafft Abhilfe. (^.^)
Rottöne verbinden wir mit Wärme (Feuer), Rottöne machen sich daher ganz besonders in der kalten Jahreszeit gut. Es gibt Studien, die belegen, dass Menschen die sich in einem rot gestrichenen Raum befinden, um zwei grad tiefere Temperaturen als angenehm empfinden, als die gleichen Menschen, wenn sie sich in einem weiß gestrichenen Raum aufhalten. Wer also Heizkosten sparen will, greift zu rot, zumindest in Räumen, in denen wir es besonders gerne als warm und kuschelig empfinden möchten: im Wohnzimmer beispielsweise.
Blautöne hingegen verbinden wir mit Kühle. Die gerade erwähnte Studie hatte noch ein drittes Zimmer, dieses mal ein blau gestrichenes Zimmer in der Testreihe: hier waren es sogar 3 Grad, um die die Temperatur im Raum erhöht werden musste, bis sie als angenehm empfunden wurde. Nun ist es heutzutage nur noch selten der Fall dass die Bausubstanz derart schlecht ist, dass wir im Sommer tropische Temperaturen in den Wohnungen hätten (vorausgesetzt natürlich, man beherrscht das kleine 1x1 des Lüftens und Abdunkelns), dennoch ist es aber für viele Menschen angenehm, wenn sie im Schlafzimmer kühlere Temperaturen wahrnehmen - genau das kann man durch blau im Schlafzimmer unterstützen - entsprechend passgenau bis zur Türschwelle heizen oder nicht, ist da schon deutlich schwieriger. (^.^)
Gelbtöne verbinden wir erlernterweise mit der Sonne und damit nicht nur mit Wärme, sondern auch mit "Tag". Wer sich eher schwer tut, hochzufahren, der greift zu gelb im Bad, das hilft beim Hochfahren, gerade in der dunklen Jahreszeit.
Grüntöne scheinen nach Untersuchungen Essen besser schmecken zu lassen. Eine Studie ergab, dass gleiches Essen, auf Tellern mit unterschiedlichen Farben serviert, am besten von grünen Tellern schmeckt (am eckligsten übrigens von blau, dicht gefolgt von schwarz). Mehr davon essen wir aber auch nicht, auch wenn es besser schmeckt; also keine Sorge, liebe Diätanhänger. (^.^) Selbstredend ist daher zumindest meine Küche mit Grüntönen aufgewertet. (^.^)
Naturtöne gehören zu den neutralen Elementen, die in unseren Breitengraden nicht besonders sozialisiert sind.
Grautöne gelten ebenfalls als neutrale Elemente, die nicht besonders sozialisiert sind.
Schwarz ist bei uns zwar eigentlich die Farbe der Trauer, uim Zusammenhang mit Einrichtung und Wohnen wirkt hier aber eher die Assoziation "Dunkelheit": zuviel schwarz ist erdrückend und schluckt de facto Licht, man drückt also häufiger auf den Lichtschalter als in heller gehaltenen Räumen.

Ich habe mich ja nun auch schon seit längerem als Anhängerin der Farbenlehre nach Itten geoutet, nicht weil ich alles weitere an Entwicklung auf diesem Gebiet als unwesentlich abtun würde, nein. Nur: ich bin keine Malerin und will es auch nicht werden: ich begeistere mich für Itten und seine Farbenlehre, weil sie es war, die den Farbgeschmack meiner Lieblingszeit sehr maßgeblich beeinflusst hat. Daher möchte ich auch im Zusammenhang mit der Wohnraumgestaltung auf die Farbenlehre nach Itten verweisen, zumindest für die Freunde des Vintage (und für Freunde der populärliterarischen Einrichtungs- und Wohnmagazine, die leben bis heute noch von Itten). Zur Wiederholung hier nochmal der Farbkreis nach Itten, über den wir im Folgenden sprechen:


Kommen wir nun zu den sieben Farbkontrasten im Zusammenhang mit Wohnen und Einrichten und mit unserer Westeuropäischen Grundsozialisation im Hinterkopf:

Der simpleste Farbkontrast ist der "Farbe-an-sich-Kontrast": sprich - kommen zwei oder mehr Farben zusammen entsteht für den Betrachter in der Gesamtwirkung ein Kontrast, der je nach Intensität der Farben mal laut und kraftvoll (bei reinen Farben) mal gedämpft und beruhigend (bei abgedunkelten Farben) oder zart und fröhlich (bei aufgehellten Farben) wirken kann. Diese Wirkung kann man sich natürlich auch zum Thema Einrichten zunutze machen, indem man hier schwerpunktmäßig zu abgedunkelten oder aufgehellten Farben greift und reine Farben nur für Akzente nutzt.

Der "Hell-Dunkel-Kontrast" entsteht durch die Kombination von Schwarz bzw. abgedunkelten Farben und Weiß bzw. aufgehellten Farben (grau ist je nach Weißanteil der einen oder anderen Kategorie zuzuordnen). Dabei ist wichtig zu wissen, dass für den Betrachter Helles hervortritt, also betont wird, Dunkles tritt hingegen zurück. Sehr hohe, schlauchige Räume, macht ihr durch dunklere Böden und Decken optisch niedriger und weniger langgezogen, Sehr große Räume (aber wer hat die schon, also ich nicht), werden durch abgedunkelte Wände weniger hallenmäßig und wirken kuscheliger.

Der "Kalt-Warm-Kontrast" ist eigentlich kein wirklicher Kontrast zweier oder mehrer Farben sondern beschreibt die Wirkung einzelner Farben auf den Betrachter als kalt oder warm. Dazu hat Johannes Itten sogar Versuche mit unterschiedlich gestrichenen Räumen durchgeführt. So wurde die Raumtemperatur in einem blaugrün gestrichenen Raum um 4° C kälter empfunden als in einem rotorange gestrichenen Raum. Pferde beruhigten sich in dem blaugrün gestrichenen Raum nach einem Rennen deutlich schneller als in dem rotorange gestrichenen Raum, was im Endeffekt auch zu den Erkenntnissen aus unserer sozialisierten rot-blau-Assoziation passt. Fragt euch also welche Räume für euch kuschelig warm sein sollen? Welche anregend? Welche beruhigend? Welche sollen kühl sein? Entscheidet dann, zu welchen Farben ihr zur Raumgestaltung greift. Und nein, keine Sorge, das heißt jetzt nicht, dass ihr euer Wohnzimmer nun nicht mehr maritim gestalten könnt, wenn ihr es gleichzeitig kuschelig warm haben möchtet. Der Fabkreis ist nur eine Orientierung. Es gibt von jeder Farbe warme und kalte Nuancen, die im Zusammenwirken mit Umgebungsfarben verstärkt oder abgeschwächt werden können.

Der "Intensitätskontrast" meint die unterschiedliche Wirkung von abgeschwächten Farben und reinen Farben. Abgeschwächte Farben sind alle Farben die mit schwarz, grau oder weiß gemischt sind. Dadurch wirken die Farben zurückhaltender als Reinfarben und treten für den Betrachter auch zurück, wenn sie mit Reinfarben kombiniert werden. Die knallblaue Couch tritt für den Betrachter vor der zartgelb gestrichenen Wand also hervor, ist der Raum klein, kann der Raum dadurch schnell vollgestellt wirken, da sich durch die Farbwahrnehmung die Proportionen verschieben, die Couch also größer wirkt als sie tatsächlich ist.

Der "Proportionskontrast" meint das Verhältnis unterschiedlicher Farben in ihrer Kombination zueinander, damit in Summe ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Kurz gesagt: wieviel blau braucht es beispielsweise um gelb zu neutralisieren, so dass es harmonisch wirkt? Nun ja, kommt drauf an: auf die gewünschte Wirkung nämlich. (^.^) Je nach Wirkziel müsst ihr ggf. nicht nur neutralisieren, sondern überwiegen, wenn ihr also eine kühle Farbe in einem Raum kombinieren möchtet, der in der Gesamtwahrnehmung aber kuschelig warm wirken soll, braucht ihr anteilig mehr an ausgleichender Farbe, als für das ledigliche Neutralisieren. Hier gibt es keine feste Formel, hier hilft nur probieren und ggf. die Fausregel: eins zum Neutralisieren zwei zum überiegen (gleiche Wahrnehmungsfläche vorausgesetzt).

Der "Komplementärkontrast" beschreibt die Wirkung zwischen Komplementärfarben. Komplementärfarben sind die Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen und die, wenn man sie mischt ein neutrales Grau ergeben. Diesen Komplementärkontrast braucht das menschliche Auge und bekommt es ihn nicht, stellt es ihn selbst her (sogenannte induzierte Farben). Ein Reinweiß in Kombination mit einem Klargrün wird daher nie als Reinweiß wahrgenommen, sondern ist leicht ins rötliche verschoben, das Auge addiert also quasi den Schatten der Komplementärfarbe hinzu um wieder ein stimmiges Bild zu haben. Komplementärfarben in Kombination miteinander verstärken sich gegenseitig (ihr kennt vielleicht noch diese 90er Jahre Gruselmode des blau-gelb-Farbmixes zum Thema Wohnen und Einrichten: davon fühlte zumindest ich mich regelmäßig erschlagen, also schön ist was anderes). Den Komplementärkontrast kann man zum Thema Wohnen grundsätzlich vernachlässigen, es reicht, wenn man sich der Wirkung bewusst ist, und beim Kauf daran denkt. Idealerweise habt ihr ein Farbmuster griffbereit, ein Foto auf dem Handy zum danebenhalten reicht hier schon. Dann vermeidet ihr in Zukunft auch ein "komisch, die Farbe sah im Baumarkt noch ganz anders aus..." (^.^)

Freitag, 22. Mai 2015

Bayrische Kuchl - Fleischerl

Lovis Corinth - Schlachterladen in Schäftlarn an der Isar
Das gute Fleischerl gehört einfach zur bayrischen Küche, die ja bekannt ist für ihre Fleischlastigkeit. Dennoch hat man in früherer Zeit kaum so viel Fleisch gegessen, wie das heute der Fall ist. Ich erinnere mich noch gut an Erzählungen meiner Oma zum Wirtschaftswunder in den 50ern: es ging ihnen so gut, dass sie drei Mal in der Woche Fleisch essen konnten! Drei Mal! Und wir sprechen hier von einer bürgerlichen und damit Mittelklassefamilie. Zudem wurde noch so ziemlich alles vom Tier gegessen, nicht nur Schnitzel und Kotelett.

Ihr dürft euch also auf besondere und einfache Fleischgerichte freuen, vom Rind, über Schwein und Geflügel bis hin zu Wildgerichten. Ich freue mich auf jeden Fall. (^.^)

Donnerstag, 21. Mai 2015

Stricken für Anfänger - Materialkunde: was man sonst noch so braucht

Neben Garn braucht es zum Stricken selbstverständlich Stricknadeln. Ob ihr zu Metall oder Bambus greift, bleibt eurem jeweiligen Geschmack überlassen. Bambus- und Kunstsoffnadeln sind leichter und angeblich lässt es sich damit auch besser arbeiten - insbesondere für Anfänger. Nachdem ich Stricken allerdings mit Gewicht in der Hand - sprich mit Metallnadeln gelernt habe, komme ich mit Bambus und Kunststoff nicht klar. Damit wird mein Maschenbild total unsauber. Ich bleibe also auf jedem Fall den guten alten Stricknadeln aus Metall treu. (Außer ich brauche eine sehr dicke Nadel, dann greife ich zu Bambus - dann stimmt auch das Gewicht in der Hand wieder). Für welches Material ihr euch entscheidet, bleibt letztendlich dem persönlichen Geschmack überlassen. (^.^)

Stricknadeln gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die Stärke der Nadel die ihr braucht, richtet sich nach dem Garn, das ihr verarbeiten wollt. Die ideale Nadelstärke ist dabei jeweils auf der Garnbanderole angegeben. Nachdem auf den Banderolen üblicherweise von-bis-Angaben gemacht werden, richtet sich die benötigte Nadelstärke nach eurem Maschenbild: häkelt ihr sehr locker, greift zur kleineren Größe, häkelt ihr zu fest greift zu größeren Nadelstärke. Bei normalem Maschenbild, oder wenn ihr euch nicht sicher seid, wie euer Maschenbild aussieht, nehmt die goldene Mitte. (^.^)

Nachdem beim Stricken die Maschen einer Reihe auf der Nadel gehalten werden, gibt es zudem noch unterschiedliche Nadelarten, die sich ebenfalls nach dem jeweiligen Strickprojekt aber auch nach den persönlichen Präferenzen richten:


Jackennadeln werden heute eigentlich kaum noch genutzt, seien hier der Vollständigkeit halber aber erwähnt.




Flex-Schnellstricknadeln eignen sich für große Maschenzahlen etwa bei Pullovern.




Rundstricknadeln benötigt man zum Rundstricken von Strickstücken mit hoher Maschenzahl wie bei Oberteilen, die in einem Stück gestrickt werden. Man kann sie aber auch wie Flex-Schnellstricknadeln verwenden



Ein Nadelspiel benötigt man zum Rundstricken von Strickenteilen mit kleinerer Maschenzahl, bspw. für Rollkragen oder Socken





Hilfsnadeln benötigt man für Muster wie Zöpfe.






Ich persönlich arbeite ausschließlich mit Rundstricknadeln und bei bestimmten Projekten mit Nadelspiel und Hilfsnadeln. Für mich reicht das vollkommen.

Außerdem braucht ihr zum Stricken:
  • ein Maßband
  • eine Schere
  • Woll- bzw. Sticknadeln ohne Spitze mit ausreichend großem Öhr
  • Stecknadeln
  • eine Häkelnadel
Für künftige Projekte könnt ihr evtl. noch das Folgende brauchen - das kauft ihr aber erst, wenn es wirklich so weit ist, denn vielleicht braucht ihr es nie (^.^)
  • für Fortgeschrittene, die sich an Jacquard- oder Intarsienmuster wagen möchten: Garnspulen damit sich die unterschiedlichen Garne nicht verheddern
  • je nach Strickprojekt eventuell einen Maschenraffer (sieht aus wie eine große Sicherheitsnadel) zum Stilllegen von Maschen
  • ein Reihenzähler, das ist ein kleines Rädchen das man auf die Nadel steckt um dort manuell den Reihenfortschritt einzustellen
  • Nadelschützer um die Maschen auf der Nadel zu sichern, was insbesondere bei der Arbeit mit einem Nadelspiel manchmal sinnvoll ist
Fertig. Mehr ist es nicht. Jetzt können wir auch schon losstricken (^.^) Und genau das werden wir auch: beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man Maschen anschlägt. (^.^)

Sonntag, 17. Mai 2015

Omas hellbraune Reisetasche

Die hellbraune Reisetasche ist für mich das schwierigste Exemplar in Omas Handtaschensammlung was die zeitliche Einordnung betrifft. Sie kann aus den 50ern aber genauso gut aus den 60ern stammen. Selbst ein altmodisches 70er Jahre Modell käme noch in Frage, ich tippe aber dennoch auf 50er bis frühe 60er, zumindest wenn ich nach Modeaspekten entscheiden muss.
Ich bin mir sicher, dass die Tasche nicht noch älter ist (stilistisch würde nämlich auch das passen), weil es den Hersteller des Reißverschlusses (Ries) erst seit 1949 gibt. (^.^)

Und ja meine Lieben ihr lest richtig, diese Tasche ist keine Handtasche sondern eine Reisetasche. Handtaschen in dieser Größe gab es meine ganzen Lieblingsjahrzehnte hindurch nicht (nun ok, abgesehen von Einkaufstaschen, Arbeitsmappen und dem Trümmerfrauen-Look, aber das ist eine andere Geschichte). Auch die heute in diversen Rockabilly-Shops weit verbreiteten "Bowlingbags", die in ihrer Form dieser Tasche ähneln, sind eine Modeerscheinung ab den 90ern; 20er bis 60er: absolute Fehlanzeige was diese Taschenform betrifft - nun: abgesehen von Reisetaschen. In solchen Reisetaschen wurde das Handgepäck verstaut oder sie wurden als Gepäckstück für Kurzreisen genutzt. Frau trug aber immer, wirklich immer, eine Handtasche dazu, wie ihr auf den folgenden Bildern aus den 50ern und frühen 60ern sehen könnt:
Omas Tasche hat keine sichtbaren Gebrauchsspuren, daher bleibt sie auch genau so, wie sie ist. Ich werde ihr lediglich noch ein kleines Begleiterchen in Form eines Gepäckanhängers basteln, so dass sie einen deutlicheren Reisetaschenlook bekommt. Ich habe allerdings dennoch vor, sie als Handtasche zu nutzen. (^.^)

Eine Ode an das Pausenbrot

Nein, keine Sorge, ich fange jetzt nicht auch noch an zu dichten. Dennoch wird das gute alte Pausenbrot heute viel zu sehr gering geschätzt und das hat es nicht verdient, ganz im Gegenteil.

Ich nehme einmal an, dass der Großteil meiner Leser berufstätig ist, studiert oder zur Schule geht. Auf jeden Fall also tagsüber außer Haus ist. Wer, wie ich, gesunden Hunger hat, oder zumindest Wert darauf legt, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, der wird tagsüber etwas zu essen brauchen. Das Übliche ist es dann in die Mensa, in die Kantine, in ein Restaurant, zur Dönerbude oder wohin auch immer zum Essen zu gehen. Richtig? Ok, machen wir mal die erste Rechnung auf:
Ihr arbeitet wie jeder Normalsterbliche auch 5 Tage die Woche. Das günstigste Essen in Mensa, Kantine, beim Imbiss und dergleichen kostet zwischen 2,- und 5,- €. Pro Woche sind das 10,- bis 25,- €. Aufs Jahr hochgerechnet - der Einfachheit halber auf 45 Arbeitswochen im Jahr - wären wir schon bei 450,- bis 1.125,- €. Wer regelmäßig ins Restaurant geht und dort den günstigen Mittagstisch wählt, muss 8,- bis 10,- € pro Tag veranschlagen, wäre im Jahr dann bei 1.800,- bis 2.250,- €. Das sind Beträge die bei vielen mehr als ein Netto-Monatsgehalt ausmachen. Und das nur um mittags schnell was zu essen. Und wenn wir mal ehrlich sind: meistens bleibt es doch auch nicht beim günstigsten Gericht... Es gibt was besseres, das kostet aber mehr. Man nimmt noch ein Getränk dazu, oder ein Dessert, vielleicht noch einen Kaffee. Zwischendurch gehts vielleicht noch an den Automaten... Und das summiert sich ganz gewaltig...

Die Zweite Rechnung, die ich aufmachen möchte, ist etwas abstrakter: Ihr geht also in die Kantine eurer Firma. Dort gibt es mehrere Gerichte zur Auswahl. Und alle kosten nur ein paar Euro. Wenn ihr nun einen gewinnorientierten Arbeitgeber habt - und das haben wohl die meisten - was glaubt ihr, welche Qualität die Zutaten in den Gerichten so haben, wenn sie nur ein paar Euro kosten? Habt ihr schon mal einen (heimlichen) Blick in die Küche riskiert und dort ganz viele übergroße Halbfertig- und Fertiggerichtpackungen neben riesigen Plastikeimern, die wir Endverbraucher als kleine Tütchen mit "Fix" im Namen kennen, gesehen? Ist euch bewusst, dass all das Kantinenessen, das während der Mittagszeit in zwei bis drei Stunden ausgegeben wird, bereits fertig vorgekocht auf seine Abnehmer wartet und lediglich warm gehalten wird? Was glaubt ihr, wieviel Nährwert euer Essen noch hat, wenn ihr erst eine Stunde nach Mittagstischeröffnung in die Kantine geht? Schmeckt euch das Essen in eurer Kantine wirklich? Oder dient es vielleicht eher nur dazu, was gegen den Hunger zu tun?
Ich war lange Kantinenesser. Geschmeckt hat es mir nie, aber es war warm, es war Essen, es ging schnell und die paar Euro hatte ich gerade noch. Bis sich mir irgendwann genau diese Fragen aufgedrängt haben und ich sie für mich schnell mit einen "Nein" zur Kantine beantwortet hatte.

Die Alternative "Essen gehen" ging mir auf Dauer zu sehr ins Geld und: das kann man auch nur machen, wenn man mindestens 1,5 - 2 Stunden Zeit hat, nur, soviel Zeit habe ich üblicherweise nicht. Solche Dinge wie Pommes-Bude und Dönergrill sind auch keine Lösung auf Dauer, zumindest wenn man halbwegs auf eine ausgewogene Ernährung achtet.

Meine Lösung daher: Pausenbrot (^.^) Ich nehme mir mein Essen mit zur Arbeit. Das ist günstiger, ausgewogener, gesünder und abwechslungsreicher als jede andere Alternative, seinen Hunger in der Mittagspause zu stillen. Und: ganz herrlich vintage ist es auch noch, sein eigenes Essen mitzubringen. (^.^)

Wir haben in der Arbeit eine kleine Küche mit Mikrowelle, daher gibt es sogar die Möglichkeit etwas Warmes zu essen. (^.^) Damit die Pause dann aber auch wirklich Pause ist, setze ich mich mit meinem Essen eben nicht zurück an den Schreibtisch, sondern an meinen Besuchertisch, in den Meetingpoint, irgendwohin eben, wo ich nicht in Versuchung komme, nebenbei zu arbeiten.

Man muss auch zukünftig nicht alleine essen. Zur Netzwerkpflege im kollegialen Umfeld kann man sich Gleichgesinnte suchen, die Kollegen zum Imbiss begleiten und trotzdem gemeinsam Essen, hin und wieder mitkommen in Kantine, Restaurant oder wohin auch immer, derer Möglichkeiten gibt es viele. (^.^)

Bliebe noch die Frage: was nehme ich denn nun mit? Wer mich kennt, weiß: auf jeden Fall kein schnödes Butterbrot (^.^) Meistens koche ich, obwohl wir nur zu zweit sind, drei oder vier Portionen und friere die Reste in Portionsgrößen ein (ich esse ungern zweimal hintereinander das gleiche), und nehme das als Mittagspause mit ins Büro. Oder ich mache mir Salat (bei Salat der schnell zusammenfällt, packe ich das Dressing extra ein), oder es gibt im wahrsten Sinne des Wortes Pausenbrot, dann aber mit lecker abwechslungsreichen Belag.

Für "Notfälle" sprich: ich habe keine Zeit eine vernünftige Pause zu machen, oder keine Zeit mir mein essen einzupacken, ich habs zu Hause vergessen oder ich habe einfach nur Hunger zwischendurch, habe ich auch noch eine Schublade in meinem Schreibtisch, die randvoll ist mit lecker Essen, das sich gut hält (Schreibtichschublade deshalb, weil wir eine mundräuberische Putzfrau haben, ich muss da echt absperren, sonst ist am nächsten Morgen die Hälfte des Inhalts weggefressen). Allein schon wegen dieser Schublade, oder besser wegen dem Inhalt (Kuchen im Glas, Kekse, selbstgemachte Konfitüre, Bonbons, frisches Obst, Brot, deftiger Brotaufstrich, eingelegte Gurken und noch ganz viel mehr) erfreut sich mein Büro auch einer wahren Beliebtheit bei allen Kollegen im Zuckertief. Wer also nicht mehr mit den Kollegen essen geht, braucht sich also trotzdem keine Sorgen um kollegiale Isolation zu machen. (^.^)

Ihr wollt ebenfalls den Ausstieg aus der Mittagspausenfalle durchziehen? (^.^) Ich liefere euch demnächst ein paar Rezepte und Ideen für leichte und leckere Mittagspausenideen zum Mitnehmen. (^.^)

Mittwoch, 13. Mai 2015

Die Frisuren vergangener Jahrzehnte: die 20er Jahre

Wie bei so vielem in der Geschichte hält sich auch die Modegeschichte nicht an künstlich geschaffene Datumsgrenzen und willkürliche Dekadeneinteilungen. So auch bei der Frisurenmode der 20er Jahre. Noch vor Beginn des ersten Weltkriegs schickten zwei Designer (der Franzose Paul Poiret 1911 und der Österreicher Max Snischek 1914) ihre Manequins mit Kurzhaarfrisuren auf die Laufstege, womit sie die Jahrtausendealte Langhaarmode für Frauen beenden sollten. Als nun noch Coco Chanel 1916 den Pagenkopf kreierte, war das modische Ende des langen Frauenhaares nahe. Klar, getragen wurde langes Haar immer noch, nur modern war es eben nicht mehr. Nachdem ich mich hier aber der jeweiligen aktuellen Mode widme, blende ich das aus, das eben gerade nicht Mode war.

Aber nun wieder zurück zu Coco Chanels Pagenkopf. "Pagenkopf" klingt schon so antiquiert, oder? Nun ja, was soll ich sagen: gebt dem Kind einen englischen Namen und schon ist es wieder cool. (^.^) "Pagenkopf" ist nichts anderes als die deutsche Bezeichnung für einen Bob, welche in den 20ern einfach die gebräuchliche war. (^.^) Um genauer zu sein handelte es sich beim Pagenkopf um eine kinnlange, gerade geschnittene Frisur, mit oder ohne Stirnfransen (=Pony), die mit Mittel- oder Seitenscheitel getragen wurde. Coco Chanel war zu dieser Zeit zwar bereits Modeschöpferin, aber trotzdem noch sehr weit von ihrem späteren Erfolg entfernt. Der Pagenkopf wurde durch sie und vor allem ihre bequeme Mode, zu der diese einfache Frisur so gut passte, zwar bereits bekannter, setzte sich aber noch lange nicht endgültig durch.

Asta Nielsen als Hamlet mit Pagenkopf


Die erste Protagonistin des Pagenkopfes in Deutschland war die Schauspielerin Asta Nielsen, die sich für ihre Rolle als Hamlet in der gleichnamigen Literaturverfilmung aus dem Jahr 1921 einen Pagenkopf schneiden ließ und so für den Durchbruch in Deutschland sorgte. Trotzdem sollten sich lange Haare und zwar mittig gescheitelt, glatt und straff zurückgekämmt und im Nacken zu einem Knoten gesteckt, noch bis in die Mitte der 20er Jahre als Frisurenmode halten.




Der Pagenkopf wurde bis in die Mitte der 20er Jahre noch onduliert, gewellt oder gelockt getragen, wurde mit der Zeit aber immer glatter, bis die Haare sehr exakt glatt gekämmt wurden.

von links nach rechts:
Marion Davies mit onduliertem Pagenkopf - Gloria Swanson mit einem Pagenkopf mit Fingerwelle - Asta Nielsen mit gelocktem Pagenkopf
Louise Brooks mit ihrem Markenzeichen:
dem Bubikopf


Eine Spielart des Pagenkopfes stellt der Bubikopf dar, der sich in den frühen 20er Jahren entwickelte und sich bis zum Ende der 20er Jahre in der Modewelt halten sollte. Hier wird das Haar kürzer getragen als beim Pagenkopf, die Nackenpartie wird ausrasiert. Ansonsten ist aber auch der Bubikopf gerade geschnitten und er wird meist mit Pony, aber immer glatt getragen.






Asta Gundt mit Windstoßfrisur




Eine weitere Legemöglichkeit des Bubikopf stellt die so genannte Windstoßfrisur dar, bei der alle Haare mit Hilfe von Pomade in das Gesicht gekämmt und die spitzen zu einer leichten Außenwelle geformt wurden.






Joséphine Baker mit einem Eton-Boy


Eien erneute Steigerung bezüglich der kürze der Haare kam 1926 auf und hielt sich in etwa bis 1928: der Eton-Boy, ein sehr kurzer Haarschnitt der Ohren und Stirn freilässt und sehr an einen Herrenhaarschnitt mit längerem Deckhaar erinnert. Die Haare werden auch hier wieder mit Pomade streng glatt nach hinten gekämmt. Zur Auflockerung wurden einzelne Strähnen zu so genannten Sechser-Locken gelegt. Berühmte Trägerin eines Eton-Boy war die Tänzerin Joséphine Baker.




Gerade für den großen Auftritt am Abend wurden aber auch - unabhängig vom jeweiligen Schnitt - Perücken getragen, einige Jahre hindurch waren insbesondere weiße Bubi-Kopf-Perücken sehr gefragt. Wer auf Perücken verzichtete legte sich sein Haar in der Regel  mit Pomade streng nach hinten, setzte ggf. noch kleine Akzente durch Wellen oder Locken  und gab für den besonderen Glanz noch etwas Brillantine darüber.

Kurzum: 20er Jahre-Frisuren sind herrlich einfach und unkompliziert und bestens für all jene geeignet, die ihr Haar gerne kurz bis wirklich kurz tragen. Diese Frisuren sind allerdings nichts für runde Gesichter und kommen nur mit einem schönen schlanken Schwanenhals zur Geltung. Auch Frauen mit kräftigerer Statur können die Frisurenmode der 20er nicht immer und in allen Facetten tragen, da diese Frisuren sehr bewusst auf das damals vorherrschende Schönheitsideal eines androgynen und sehr schlanken Frauentyps angepasst waren, so dass sie an stärkeren Frauen oft seltsam wirken (man denke nur an die Frisur unserer Kanzlerin, als sie sich das erste Mal zur Wahl stellte: sie trug einen klassischen Bubikopf).

Montag, 11. Mai 2015

Häkeln für Anfänger - Rundhäkeln: unser sechstes Projekt - ein Kissenbezug in Runden - Der Bezug

Gleich zu Beginn möchte ich mit der größten Schwierigkeit beim Häkeln in Runden anfangen: Man häkelt zwar in Runden, das Ergebnis kann aber auch eckig sein, so werden beispielsweise auch die Häkelquadrate (=Granny Squares) in Runden gehäkelt. (^.^) Ja, das ist in der Tat die größte Schwierigkeit. (^.^)

So gehts:
Beginnt eure Runde je nach Anleitung oder nach Belieben mit zwei Luftmaschen, einem Luftmaschenring oder einem Fadenring und häkelt die erforderliche Maschenzahl ein. Schließt die Runde mit einer Kettmasche in die erste Masche, häkelt - wie sonst zum Wenden - die erforderliche Anzahl Luftmaschen. Das heißt: bei festen Maschen 1 Luftmasche, bei halben Stäbchen 2 Luftmaschen, bei Stäbchen 3 Luftmaschen usw. Häkelt nun in eurem jeweiligen Muster rundherum und schließt die Runde erneut mit einer Kettmasche, ab Runde zwei und im Folgenden in die oberste der Luftmaschen. Das ist es schon, das ganze Geheimnis. (^.^)

Soll euer Häkelstück rund bleiben, verteilt ihr die Zunahmen gleichmäßig über die Runden, wollt ihr Ecken, dann bündelt ihr die Zunahmen in den Ecken. Ansonsten gilt auch beim Häkeln in Runden was ihr bereits von den Spiralrunden kennt: das Häkelstück bleibt flach, solange regelmäßig Maschen zugenommen werden. Das Häkelstück wölbt sich, wenn nicht mehr zugenommen wird.

Aber nun genug der Theorie, kommen wir zur Praxis: wir häkeln uns einen rundgehäkelten quadratischen Kissenbezug (^.^) So gehts:
Das Muster im Detail
  1. Einen Luftmaschenring aus fünf Luftmaschen häkeln
  2. Drei Luftmaschen häkeln;
  3. Zwei einfache Stäbchen durch die Mitte des Luftmaschenrings häkeln;
  4. Zwei Luftmaschen häkeln;
  5. Drei einfache Stäbchen durch die Mitte des Luftmaschenrings häkeln;
  6. Zwei Luftmaschen häkeln;
  7. Drei einfache Stäbchen durch die Mitte des Luftmaschenrings häkeln;
  8. Zwei Luftmaschen häkeln;
  9. Drei einfache Stäbchen durch die Mitte des Luftmaschenrings häkeln;
  10. Mit einer Kettmasche in die oberste der drei anfänglichen Luftmaschen die Runde schließen;
  11. Zwei weitere Kettmaschen setzen, so dass der Arbeitsfaden am ersten Luftmaschenbogen liegt.
Fertig ist auch schon das innere Quadrat - auch wenn es noch nicht soooo eckig ausschaut, das wird noch, wenn euer Häkelquadrat größer wird. Und fertig ist im Grunde auch schon der Mustersatz. Der wäre nämlich:
  1. Drei Luftmaschen und zwei einfache Stäbchen in die Schlaufe des darunter liegenden Eckstäbchens häkeln.
  2. Zwei Luftmaschen häkeln
  3. Drei Stäbchen häckeln
  4. eine Luftmasche häkeln
  5. drei Stäbchen häkeln
  6. ... Schritt vier und fünf solange wiederholen, bis man am Ende einer Reihe ist. Um um die Ecke zu kommen zwei Luftmaschen häkeln, dann wieder drei Stäbchen, eine Luftmasche, drei Stäbchen, eine Luftmasche bis zur nächsten Ecke.
  7. Seid ihr einmal rum, sprich, ihr habt in den vorletzten Luftmaschenbogen der letzten Reihe drei Stäbchen gesetzt (der letzte Luftmaschenbogen ist ja gleichzeitig der erste der ersten Reihe gewesen und damit schon mit Stäbchen vollgehäkelt); folgt wieder eine Luftmasche, dann schließt ihr die Runde mit einer Kettmasche in die oberste der drei Anfangsluftmaschen der Runde, häkelt zwei weitere Kettmaschen, bis euer Arbeitsfaden wieder an der richtigen Stelle liegt und es geht wieder von vorne los - siehe Punkt 1.
Wenn ihr möchtet, köönt ihr selbstverständlich auch Farbwechsel häkeln, die genauso funktionieren, wie beim Häkeln im Reihen. Häkelt nun so viele Runden, bis euer Kissenbezug die gewünschte Größe erreicht hat und macht euch dann noch an die zweite Hälfte, die ihr ebenso arbeitet wie die erste Seite des Kissenbezugs. Sobald ihr auch die zweite Hälfte des Kissenbezuges fertig gehäkelt habt, schneidet den Arbeitsfaden nicht ab, wir arbeiten damit in Teil 2 noch weiter. (^.^)

Samstag, 9. Mai 2015

Die Frisuren vergangener Jahrzehnte

Wer von euch, wie ich, ein Fable für vergangene Jahrzehnte hat, weiß, dass gerade bei den Frisuren der Teufel oft im Detail steckt: es sind die vielen Kleinigkeiten die den ganz besonderen Vintage-Look ausmachen. Das schlimme daran: es dauert wirklich lange und es erfordert viel Such- und Lesezeit bis man den besonderen Dreh gefunden hat, die eine Kleinigkeit eben, die der Frisur den richtigen Dreh gibt.

Wisst ihr, was ich so ganz besonders am Vintage-Look, insbesondere bei den Haaren mag: es sind noch richtige Frisuren, gemacht mit schönen, gepflegten und glänzenden Haaren. Ich kann gerade mit der aktuellen Frisurenmode nichts anfangen. Heute ist es in der Tat modern struppig-verfilzte ("Beach-Waves") und splissig-strohig-verfärbte ("Ombré") Haare zu haben. Die Krönung sind dann noch die so genannten Blogger-Dutts, die aussehen, als hätte eine psychisch kranke Krähe auf dem Kopf genistet. Hey, ich bin auch eine Bloggerin, aber NIEMALS und noch nicht mehr für alles Geld der Welt würde ich DAS machen, noch nicht mal zu Hause und wenn mich niemand sieht. Ich finde es absolut erstaunlich, dass ungepflegt und geschädigt jemals zum Ideal werden kann; immerhin sind die Haare einer Frau (Achtung: jetzt spricht die Psychologin) ein Attraktivitätssymbol: je gesünder und gepflegter, desto attraktiver, da üblicherweise nur Menschen die sich über längere Zeit gesund und ausgewogen ernährten auch schönes gesundes Haar haben (gut heute kann man sich vernünftig ernähren und seine Haare trotzdem kaputt pflegen, das steht aber auf einem anderen Blatt). Nun ja: lange Rede kurzer Sinn: ich habe wirklich keinerlei Ambitionen mich auf unattraktiv zu stylen, nur weil irgendein Kerl in Paris, Mailand oder New York gerade beschlossen hat, dass das ab sofort so zu sein hat. Ganz nebenbei liebe ich die Mode der 20er bis 60er, und die kommt erst richtig zur Geltung, wenn man auch die passende Frisur dazu trägt.

Nachdem ich die eingangs erwähnte Such- und Lesearbeit nur zu gut kenne und wirklich oft genug bei den unterschiedlichsten teilweise sogar namhaften Friseuren fluchend bis stocksauer rausgegangen bin, weil selbst sie es nicht so hinbekommen, möchte ich euch in einer Kleinserie die Frisuren der 20er bis 60er im Überblick vorstellen; das nicht unbedingt bis ins kleinste Detail und mit jeder Facette, ich möchte euch vielmehr zeigen was ich selbst bisher nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip herausgefunden habe und worauf es wirklich ankommt: vom Schnitt bis zur Legetechnik, um den zeitgenössischen Look hinzubekommen. Also seid gespannt. (^.^)

Dienstag, 5. Mai 2015

Kirschblüten und Pailletten passen manchmal gut zusammen...

Auf den Bildern zu meiner Frühlingsdeko habt ihr es bestimmt schon entdeckt: ein Kirschblütenbild, das mit Pailletten verziert ist. Selbstverständlich habe ich das Bild selbst gemacht, wenn auch - zugegebenermaßen - mit einer Bastelpackung (von Rico Design, falls ihr Interesse habt).

Ich wollte mir das Prinzip hinter den Paillettenbildern anschauen, finde es sehr leicht und nachvollziehbar und traue mich demnächst sicher auch an eine erste Eigenkreation. (^.^) Im Grunde handelt es sich bei den Paillettenbildern lediglich um eine, mit einem Bild bezogene Styroporplatte. Darauf werden Pailletten in passenden Farben und Größen zur Akzentuierung gesteckt. Das ganze ergibt ein sehr klassisches aber dennoch besonderes Bild mit Struktur und besonderer Illustration, das gleichzeitig auch sehr individuell ist. Obwohl das Aufstecken sehr kleinteilig ist, ist es trotzdem an einem Nachmittag bequem gemacht - zumindest war das bei meinem Kirschblütenbild der Fall. Und selbst wenn es länger dauern sollte, man kann jederzeit nahtlos aufhören und später weitermachen, was ich ebenfalls ganz wunderbar finde.

Bis es nun aber soweit ist, dass ich euch ein erstes eigenes Design vorstelle, dekorieren die Kirschzweige erstmal unser Wohnzimmer. (^.^)

Freitag, 1. Mai 2015

Bayrische Kuchl - Suppn: das geht nicht, das mach ich nicht

Meine Lieben, es gibt im Abschnitt Suppen zwei Rezepte, die ich beim besten Willen nicht nachkochen kann. Nicht, weil ich nicht wollen würde, ich bin ja mehr vom Schlag "erstmal ausprobieren", in diesem Falle hindert mich das Gesetz...

Rinderhirn darf nicht mehr verkauft werden, daher kann ich weder die Hirnwürstelsuppe noch die gebackenen Hirnknöpf für euch testen, obwohl ich es gerne getan hätte. Ich mag Hirn nämlich ganz gerne, obgleich ich bisher "nur" Schweinehirn bewusst als solches gegessen habe (unbewusst in irgendwelcher Wurst verhäckselt natürlich noch um einiges mehr, aber welches genau: keine Ahnung). Schweinehirn kann man aber wohl nicht als Substitut verwenden, wie mir meine Mutter erklärt hat, weil das die Suppe vertrüben würde. Nun ja, damit reihen sich also diese beiden Rezepte in eine lange Liste an Gerichten ein, die wohl niemand mehr kosten wird. Schade drum...