Donnerstag, 31. Oktober 2013

Wäsche waschen ist nicht schwer (^.^)

Das ist keine Ironie, Wäsche waschen ist wirklich nicht schwer... Wäsche rein in die Maschine, Maschine an, warten bis die Maschine fertig ist, ab in den Trockner bzw. ab auf den Wäschständer, nochmal warten und fertig. Richtig?

Nein, falsch. Zumindest vorausgesetzt der Tatsache, dass ihr wert darauf legt, dass eure Wäsche möglichst lange schön bleibt und gleichzeitig vorausgesetzt der Tatsache, dass es euch nicht egal ist, wie eure Nebenkostenabrechnung so ausschaut. Schwer ist es aber trotzdem nicht. (^.^)

Also fangen wir mal los: Wäsche wird vor dem Waschen sortiert. Dabei braucht ihr nicht jedes Etikett einzeln überprüfen, es reicht die folgende Sortierung:
1. Stapel: Wolle, Seide, Feinstrümpfe, Spitze (nicht die Plastikausgaben davon, nur die Echten)
2. Stapel: helle Wäsche
3. Stapel: bunte Wäsche
4. Stapel: dunkle Wäsche
5. Stapel: besonders beanspruchte Wäsche, also Arbeitskleidung, Geschirrtücher, Handtücher, Putzlappen, Bettwäsche, Vorhänge, Decken, Kissen, Kissenbezüge...
Beim Wäsche sortieren könnt ihr euch zeitgleich einer anderen wichtigen Vorarbeit widmen: sämtliche Wäschestücke werden auf links gewendet.

Jetzt kommen die BHs der einzelnen Stapel in Wäschesäckchen, da die Hakenverschlüsse während des Waschens gerne Löcher in leichtere Baumwollstoffe reißen. Zudem schützt ihr eure Waschmaschine, weil so BH-Bügel, die sich gerne mal während des Waschens verflüchtigen sich nicht ins Innenleben eurer Waschmaschine verabschieden können.

Die einzelnen Stapel werden jeweils getrennt voneinander gewaschen und zwar erst, wenn ihr eine Maschine voll habt. Schaut in der Waschanleitung eurer Waschmaschine nach, wie viel Kilo Trockenwäsche ihr reinpacken könnt und wiegt ab, meistens packen wir nämlich weniger Wäsche in die Maschine als rein könnte. Das ist zum einen Verschwendung und zum anderen ist es dann auch kein Wunder, wenn die Wäsche durch die dauerhaft zu hohe Dosierung von Waschpulver und Weichspüler geschädigt wird. Zu viel Waschpulver macht gerne Flecken, insbesondere auf dunkler Kleidung, zu viel Weichspüler bzw. Flüssigwaschmittel macht diese komischen kleinen Fussel insbesondere auf Baumwollstoffen.

So, dann fangen wir mal mit dem ersten Stapel an, nämlich Wolle, Seide, Feinstrümpfe, Spitze. Da müsst ihr nicht warten, bis die Maschine voll ist all das wird nämlich per Hand gewaschen. Nur wenn eure Waschmaschine ein Handwaschprogramm hat, könnt ihr diese Kleidungsstücke - ebenfalls nach Farben sortiert - in der Maschine waschen. Allerdings nur dann, ein Woll- oder Feinwaschgang sind nicht ausreichend.

Für die Handwäsche ein Waschbecken mit lauwarmen (max. 30° C) Wasser füllen. Für die Handwäsche reicht ein Wollwaschmittel, auch wenn man gerade nur Seide, Spitze oder Nylons zu waschen hat. Wichtig für Naturmaterialien wie Wolle oder Seide ist, dass das Waschmittel keine Protease enthält, das macht nämlich die natürlichen Fasern brüchig. Es gibt zwar auch Seidenwaschmittel, das ist aber deutlich teurer und kann auch nicht mehr, daher mein Tipp: zum Wollwaschmittel greifen. Nylons und Spitze ist es eigentlich ziemlich wurscht, mit welchem Waschmittel sie gewaschen werden, Wollwaschmittel ist allerdings für die Handwäsche geeignet, die Maschinenwaschmittel sind das nicht (eure Hände werden es euch danken) und ein extra Handwaschmittel wäre ebenfalls ziemlich übertrieben, sauber macht Wollwaschmittel nämlich auch und teurer ist es auch nicht. Das Wollwaschmittel nach Packungsangabe dosieren.
Jetzt wird aber wirklich gewaschen. (^.^) Die Handwäsche vorsortiert nach Farben waschen. Dabei arbeitet ihr euch von hell nach dunkel durch den Wäschestapel. Das jeweilige Wäschestück ins Wasser geben und sanft durchdrücken - nicht reiben oder wringen. Aus dem Wasser nehmen, wieder vorsichtig ausdrücken und zunächst in eine bereit gestellte Schüssel legen. Sobald alle Kleidungsstücke gewaschen sind, geht es ans ausspülen. Dazu das Wasser ablassen und frisches wieder lauwarmes Wasser einlassen. Die Kleidungsstücke wieder von hell nach dunkel vorsortiert eines nach dem anderen ausspülen und wieder nicht rubbeln oder wringen sondern nur vorsichtig drücken. Nylons und Spitze gründlich aber immer noch vorsichtig ausdrücken und zum trocknen aufhängen. Kleidungsstücke aus Wolle oder Seide werden auf ein ausgebreitetes Handtuch gelegt und von unten nach oben eingerollt. (für jedes Kleidungsstück ein Handtuch). So etwa eine Stunde vortrocknen lassen. Die Kleidungsstücke aus Seide können zum Trocknen dann aufgehängt werden, die Wolle wird nur entrollt und muss im Liegen trocknen. Gerade Wolle neigt nämlich dazu sich durch das zusätzliche Gewicht des aufgesogenen Wassers zu verziehen. Ist das einmal passiert kann man es nicht mehr rückgängig machen. Echte Wolle also immerimmerimmer liegend trocknen (das geht auch liegend auf dem Wäscheständer).

Kommen wir nun zur Maschinenwäsche und klären zunächst die Waschmittelfrage. Neben dem bereits genannten Wollwaschmittel für die Handwäsche braucht ihr ein Vollwaschmittel für die weiße Wäsche und ein Buntwaschmittel für die bunte und dunkle Wäsche. Ja, im ernst jetzt, drei verschiedene Waschmittel, das kommt euch aber auch nicht teurer als eines für alle zu nehmen und ihr habt auch noch länger Freude an eurer Kleidung. Vollwaschmittel enthalten üblicherweise Bleiche und optische Weißmacher, wäscht man bunte und dunkle Wäsche damit passiert was? Genau, bleicht aus und bekommt einen Grauschleier und das will doch keiner, oder? Daher für bunte und dunkle Wäsche immer ein Buntwaschmittel verwenden, weil diese weder Bleiche noch Weißmacher enthalten. Ich weiß, es gibt auch Waschmittel für schwarze und sogar für rote Kleidungsstücke, das halte ich aber für Nepp, das Geld kann man sich getrost sparen.
Die Gretchenfrage beim Waschmittel: Pulver- oder Flüssigwaschmittel? Ich persönlich plädiere für Pulver, da Pulver deutlich weniger Chemikalien enthält und das nicht nur wegen der Gewässerverschmutzung sondern weil die Waschmittelrückstände, die immer in der Wäsche bleiben den ganzen Tag über auf unserer Haut liegen. Ich weiß, Pulver macht manchmal weiße Flecken insbesondere auf dunkle Wäsche, das liegt allerdings an Fehldosierung und: die Waschpulverflecken lassen sich, wenn es doch mal passiert ist, mit einem feuchten Lappen locker wegreiben.
Und was ist mit Weichspüler? Also ich nehme keinen, weil es Chemie pur ist, die für mich keinen merklichen Effekt erzielt. Solltet ihr auf Weichspüler bestehen, dann macht das, lasst ihn aber bei allem was saugfähig sein soll, also bspw. Handtücher, Geschirrtücher, Putzlappen etc. definitiv nicht, die verlieren durch den Weichspüler Saugkraft. Beim Kauf des Weichspülers zudem unbedingt auf Hautverträglichkeit achten.
Kommen wir nun zur Dosierung von Waschmittel und Weichspüler. Das hängt zum einen vom Härtegrad des Wassers ab, das lässt sich beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt herausfinden. Üblicherweise auch online. Für München liegt der durchschnittliche Härtegrad bei 16,4° dH, das liegt im unteren Drittel des Härtegrades "hart" = 3. Weiterhin hängt es davon ab, wie schmutzig eure Wäsche ist. Dabei unterscheidet man zwischen leicht (= getragen, ruhig auch verschwitzt), mittel (= kleinere Flecken, kann durchaus auch riechen) und stark (der gesamte Stapel 5, auch wenn einzelne Teile nicht sichtbar schmutzig sind sowie alles mit größeren Flecken). Zuguterletzt spielt noch die Beladung eine Rolle. Schaut also auf die Packung eures Waschmittels sowie des Weichspülers, auf welche Belandungsmenge sich die Angaben beziehen und messt in Abhängigkeit von Härte- und Verschmutzungsgrad die erforderlichen Mengen ab.
Nun zur Waschtemperatur; Bei Kleidung sind 30° C vollkommen ausreichend. Die Waschmaschine verbraucht die meiste Energie für das Aufheizen der Waschlauge, je niedriger aufgeheizt werden muss, desto weniger Energie muss auch aufgewandt werden. Schließlich macht nicht die Temperatur oder das Wasser die Kleidung sauber, das macht allein das Waschmittel. Lediglich unser Stapel 5 wird so heiß wie möglich gewaschen, hier geht es insbesondere auch darum Keime abzutöten. Hier ein kurzer Einschub zur Problemstellung farbige Handtücher und farbige Bettwäsche: was ist euch wichtiger - hübsche Farben oder Hygiene? Mein Credo hierzu: 60° C...
Und welches Programm soll man wählen? Das Eco-Programm, das verbraucht am wenigsten Strom und Wasser. Falls eure Maschine kein Eco-Programm hat, dann den normalen Waschgang. Und niemals, nie, wirklich neverever das Kurzwaschprogramm. Ja, ich weiß, das ist so schön schnell. Das ist aber nur so schön schnell, weil die Maschine in einem Affenzahn Wasser einpumpt, aufheizt, mit nochmal irre viel Wasser durchspült und abpumpt. Das verschwendet nicht nur Energie und Wasser ohne Ende, der Dauerspurt schadet auch eurer Waschmaschine und führt zu schnellerem Verschleiß.
Noch eine Gretchenfrage zum Schluss: soll man Flecken vorbehandeln? Also ich mache es nur bedingt. Klar, Verkrustungen wie Matsch werden abgewischt, bzw. falls die Flecken schon getrocknet sind, abgekratzt. Wenn ich mich irgendwo vollsaue, wasche ich den Fleck gleich etwas mit Wasser aus, ansonsten behandle ich Flecken nicht vor. Wenn es die Maschine wider Erwarten doch nicht schafft, behandle ich den Fleck vor und wasche das Teil nochmal. In den allermeisten Fällen braucht es das aber nicht.

Nachdem wir jetzt die Wäsche sauber haben, stellen wir die Maschine noch richtig ab, damit sie nicht anfängt zu müffeln, nämlich sowohl die Tür als auch den Waschmittelschub einen Spalt weit offen lassen. Fertisch! (^.^)

Wer es ganz genau und nochmal von Experten hören will, der kann auch gerne nochmal bei den Experten von Stiftung Warentest nachlesen: Stiftung Warentest: Wäsche waschen

Dienstag, 29. Oktober 2013

Die Sache mit der Figur und dem Gewicht und so...

Ich predige euch hier sicher kein unerreichbare Idealfigur. Wobei es die eine erstrebenswerte Idealfigur heute sowieso nicht mehr gibt, von klapperdürr bis enorm adipös scheint mittlerweile alles dabei zu sein. Ich bin auch kein Mediziner oder Diätologe, so dass ich hier Expertenberatung liefern könnte. Ich halte mich aber für einen vernünftigen rationalen Menschen, der Ammenmärchen und Bauernfängerei von wissenschaftlicher Realität unterscheiden kann. Und an meinen Erkenntnissen dazu, möchte ich euch heute gerne teilhaben lassen.

Hauptsächlich maßgeblich was euer Gewicht und eure Figur betrifft seid in aller erster Linie ihr selbst und zwar einzig und allein. Ihr fühlt euch so wohl wie ihr seid? Wunderbar! Bleibt so (wenn gesundheitlich nichts entgegen steht - dazu aber später mehr)! Ihr fühlt euch nicht wohl? Dann jammert nicht rum, ändert es! Ganz einfach! (ja hach, ich bin so böse und direkt - ich weiß - so ist es aber nun mal, durch jammern ändert man nichts)

Zunächst aber erstmal: wie schwer sollte "man" den sein?
Mir ist es ehrlich gesagt ziemlich Sternschnuppe was irgendein Beautypapst grad wieder abseiert, welches Gewicht denn für welche Größe erstrebenswert sei, mir ist da die gesundheitliche Komponente deutlich wichtiger und hier ist nun mal Fakt: zu dünn ist ungesund - zu dick ist ungesund - basta.

Um "zu dünn" und "zu dick" zu beurteilen, gibt es leider nach wie vor keine eindeutige und einheitliche Methode. Ich greife daher gerne auf ein Kombiverfahren aus den gängigsten medizinischen Methoden zurück.

Zunächst wäre da der BMI = Body-Mass-Index. Hierbei handelt es sich zwar um das momentan gängigste "Messverfahren", dennoch ist der BMI eigentlich ziemlich ungenau, weil er lediglich Körpergröße und Gewicht in Relation bringt, aber Dinge wie Statur oder Geschlecht komplett außen vor lässt. Genau deshalb reicht er nicht als einziges Maß, taugt aber immerhin schon mal als grobes Richtmaß. Um seinen BMI zu berechnen, dividiert man sein Gewicht in kg durch die quadrierte Körpergröße in m:
Die Werte bedeuten im Einzelnen:
BMI < 18,5 Untergewicht
BMI 18,5 - 25,0 Normalgewicht
BMI > 25,0 Übergewicht, die so genannte Präadipositas - hier fängt "zu dick" bereits an
BMI > 30,0 Fettleibigkeit also Adipositas

Zur Onlineberechnung gehts hier lang: BMI-Rechner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Eine höhere Aussagekraft im Zusammenhang mit gefährlichem Körperfett und damit auch eine gesundheitliche Aussage zum Übergewicht, da die Fettverteilung berücksichtigt wird, liefert die so genannte Waist-to-Height-Ratio. Auch Menschen, die nach BMI normalgewichtig sind, können eine ungesunde Verteilung des Körperfetts haben und müssen damit auch mit den gleichen gesundheitlichen Folgen rechnen wie Übergewichtige. Anderseits können sehr trainierte Menschen, die nach BMI übergewichtig sind (Muskeln sind schwerer als Fett...), hier im Normalwertbereich liegen und gehören da eigentlich auch hin (^.^). Andererseits bietet der Index aber keine Aussage zum Untergewicht. Die Waist-to-Height-Ratio berechnet sich aus dem Taillenumfang dividiert durch die Körpergröße in cm:
Als gesundheitlich bedenklich gelten bei unter 40jährigen Werte über 0,5. Zwischen 40 und 50 darf der Wert maximal im Bereich zwischen 0,5 und 0,6 liegen. Bei über 50jährigen sind Werte über 0,6 kritisch.

Eine ebenfalls hohe Aussagekraft zur Verteilung des Körperfetts liefert die Waist-to-Hip-Ratio. Zudem lässt sich hier eine evolutionsbiologisch fundierte Attraktivitätskomponente ablesen, die ja nun auch nicht so uninteressant ist (-.^). Die Waist-to-Hip-Raitio ist der Quotient aus Taillen- und Hüftumfang:
bei Frauen:
WHR < 0,8 Normalgewicht
WHR 0,8 - 0,84 Übergewicht
WHR > 0,85 Fettleibigkeit
Evolutionsbiologisch nachgewiesen wirken Frauen mit einer WHR < 0,7 besonders attraktiv auf Männer. (Singh, Devendra: "Did the perils of abdominal obesity affect depiction of feminine beauty in the sixteenth to eighteenth century British literature? Exploring the health and beauty link")

bei Männern:
WHR < 0,9 Normalgewicht
WHR 0,9 - 0,99 Übergewicht
WHR > 1,0 Fettleibigkeit

Zusammengefasst heißt das:
  • Ihr seid bei allen dreien im grünen Bereich? Perfekt! Bleibt so!
  • Ihr seid bei allen dreien im grünen Bereich, seid aber trotzdem unzufrieden mit eurer Figur oder eurem Gewicht? Kenn ich - ich glaube, so wirklich zufrieden ist man nie mit sich selbst, das liegt auch ein Stück weit in der menschlichen Natur, wie wäre sonst Fortschritt und Entwicklung möglich? Aber gut, ich will hier nicht philosophisch werden, kleine Unzufriedenheiten - solange sie sich im Rahmen des Normalmaßes bewegen kann man leicht ausbügeln, durch gezieltes Training beispielsweise.
  • Laut BMI seid ihr übergewichtig, aber sowohl WtHR und WHR sind im grünen Bereich? Dann ist alles paletti - normalgewichtig.
  • Laut BMI seid ihr untergewichtig? Auch wenn WtHR und WHR im grünen Bereich sind bitte unter "Untergewicht" weiterlesen...
  • Euer BMI ist eigentlich im Normalbereich die WtHR oder die WHR oder sogar beide sind im roten Bereich? In diesem Fall seid ihr eine Abweichung von der BMI-Norm. Ihr seid eigentlich übergewichtig, da ihr gefährlich viel Bauchfett abgelagert habt und genau dieses Bauchfett begünstigt am stärksten die medizinischen Nebenwirkungen von Übergewicht. Für euch gilt, was für Übergewichtige gilt, bitte also unten weiterlesen.
Jetzt aber mal zu den deutlicheren Abweichungen vom Normalbereich - ihr seid zwei oder gar drei mal im roten Bereich:

Untergewicht
"Zu dünn" kann einfach nur Veranlagung sein und man kann - eine gesunde und ausgewogene Ernährung vorausgesetzt - auch so ein gesundes Leben führen. Hat man sich dieses "zu dünn" aber erhungert, hat das hingegen schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen. Am Schlimmsten  ist hier wohl der Teufelskreis in den man sich unweigerlich begibt: der Stoffwechsel verlangsamt sich durch Unterernährung, dadurch kann man immer weniger essen um sein Klappergestell zu halten. Unterernährung führt im krassesten Fall zum Tod durch Auszehrung. Und Mädels, wenn ihr euch dauernd unterernährt schaltet euer Körper die Dinge ab, die er nicht unmittelbar zum überleben braucht, dazu gehören geistige und körperliche Leistungsfähigkeit genauso wie auch euer Zyklus und die Fruchtbarkeit. Und ja: das kann zu dauerhaften Schäden führen, sowohl im Hirn als auch bei eurem Herz-Kreislaufsystem und bei eurer Fortpflanzungsfähigkeit. Die andauernde Mangelernährung - jemand der hungert bekommt nun mal nicht all die Vitalstoffe, die er eigentlich bräuchte - kann zudem auch zu chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Osteoporose oder der erlernten Laktoseintoleranz (also Laktoseintoleranz, die erst im Erwachsenenalter auftritt) führen. Außerdem sieht man Mangelernährung: die Haut sieht schlecht, fahl und ungepflegt aus, die Fingernägel werden brüchig, die Zähne schlecht, die Haare stumpf und glanzlos, ihr altert deutlich schneller, kurz: es sieht scheiße aus, punkt.

Ihr seid untergewichtig? Dann ab zum Arzt und erstmal ein Blutbild machen lassen um zum einen Mangel- und Fehlernährungen kontrollieren zu können. Solltet ihr mangel- bzw. fehlernährt sein, hilft euch direkt euer Arzt weiter, aus dieser Todesschleife wieder rauszukommen und zwar so, dass chronische Erkrankungen möglichst minimiert werden. Doktert auf gar keinen Fall selbst rum - GEHT ZUM ARZT!

Und wenn ihr schon mal beim Arzt seid: lasst auch eure Schilddrüse untersuchen. Auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann die Ursache von Untergewicht sein, das bekommt man aber medikamentös leicht wieder in den Griff, sollte aber in jedem Fall behandelt werden.

Zu guter letzt sei auch noch der Parasitenbefall genannt. Gut, in westlichen Ländern mit unseren Hygienestandards eher selten, nichts desto trotz möglich - schließlich kann man sich sowas auch als Urlaubssouvenir mitbringen.

Die letzteren beiden Fälle sind bei der Fraktion die "essen kann soviel sie will" durchaus möglich, also lasst euch besser mal durchchecken.

Übergewicht
Übergewicht ist zumindest nicht ganz so schädlich wie Untergewicht, dennoch hat auch Übergewicht weitreichende gesundheitliche Folgen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, erhöhtes Krebsrisiko, Fettleber, Knochen- und Gelenkschäden, verminderte Fruchtbarkeit und insbesondere bei Schwangeren die so genannte Schwangerschaftsdiabetes, die sich enorm negativ auf die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes auswirkt - um hier nur mal die häufigsten Einschränkungen zu nennen. Und ja, auch Übergewichtige können sich mangel- und fehlernähren, nämlich die Fraktion die nur Plastikmist in sich reinschaufelt. Auch hier hat die Mangel- und Fehlernährung die gleichen Konsequenzen wie bei der Untergewichtsfraktion.

Ja, es gibt genetische und medikamentöse Faktoren, die zu Übergewicht führen, aber mal ernsthaft: auf wie viele trifft das schon zu? Bei den meisten ist es schlicht und ergreifend angefressen. Entweder durch tatsächliche Überernährung oder aber durch Bewegungsmangel. Nichts desto trotz sollten Übergewichtige ebenfalls zum Arzt um sich durchchecken zu lassen. Hier lassen sich zum einen genetische, körperliche oder medikamentöse Faktoren des Übergewichts überprüfen und zudem sollten Übergewichtige aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch ihr Gewicht auf jeden Fall nur unter ärztlicher Aufsicht abnehmen. Im Ernst jetzt! KEINE ALLEINGÄNGE!

Und: nur wenn euer Arzt nach einem gründlichen Check sagt, dass bei euch aus gesundheitlicher Sicht alles Ok ist, ist auch alles ok, NUR DANN.

Adipositas sprich krankhafte Fettleibigkeit
Im Grunde: siehe Übergewicht - wobei hier die Folgen umso extremer sind. Auch hier gilt - um so mehr: AB ZUM ARZT! UND ZWAR SCHNELL! UND BLOß KEINE ALLEINGÄNGE!

Sonntag, 27. Oktober 2013

Ein kleiner Manikürealmanach für Vintagequeens - Die 50er Jahre

Auch die 50er Jahre hindurch bleiben rund gefeilte Fingernägel in Mode. Auch die mittlerweile klassischen Farben, nämlich rot und pink bleiben uns erhalten, wie ihr bei linksstehender Werbung de Firma Cutex sehen könnt. Besonders modern waren Tomaten- und Kirschrot sowie ein klares Pink. Auch in den 50ern galt bei diesen Farben der oberste Grundsatz der Matching Lips and Fingertips und zwar in der strengen Interpretation, wie sie sich auch schon in den 40er Jahren durchsetzte: Nagellack und Lippenstift hatten die gleiche Farbe. Zwar schon in den 40ern von Max Factor entwickelt, jetzt aber großes Modethema waren Satinlacke, also Nagellacke mit einem matten Finish. Lackiert wurde dabei immer der volle Nagel, was dem Umstand geschuldet war, dass sich die Nagellacke mittlerweile nicht mehr so schnell abstießen und man auch beim Volllackieren eine gute Haltbarkeit erzielen konnte.
Tomate, Kirsche und Pink, oben in der Lack und unten in der Mattversion
Rottöne waren in den 50ern zwar schon alltagstauglicher als noch in den Jahrzehnten zuvor, der eigentliche Alltagslook der 50er ist aber auch eine Maniküre-Innovation der 50er: die French Manicure. Genutzt wurde dafür ein milchig-weißer, sehr natürlicher Lack für die Nagelspitzen sowie Klarlack bzw. sehr dezenter Rosélack, so wie ihr das hier bei Grace Kelly sehen könnt:

Selbstverständlich gab es auch in den 50ern einiges an wirklich bunten Farblacken, passend zur Bekleidungsmode der 50er Jahre herrschten hier die unterschiedlichsten Pastelltöne vor. Auch diese Lacke wurden gerne mit mattem Finish getragen:

Freitag, 25. Oktober 2013

Gegen den Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls

Gegen den Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls fallen spiegelverkehrt zu den im Uhrzeigersinn gewickelten Pin-Curls. Auch hier habe ich mir mal eben zwei davon gemacht, um euch zu zeigen wie sie gewickelt werden und wie sie nach dem Ausdrehen fallen:
Wie ihr sehen könnt rollen sich die Locken nach einem ersten Auskämmen einheitlich vom Gesicht weg.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Apfelkompott - zum gleich essen und zum einkochen

Ich stehe total auf Äpfel, egal in welcher Form, nachdem Lageräfpel (von Gewächshaus- und Transportäpfeln rede ich an der Stelle nicht, sowas kommt mir nicht ins Haus) irgendwann an Geschmack verlieren, ist es nun an der Zeit auch diese leckeren Früchtchen in Gläser zu bannen um sie haltbar zu machen. Beginnen möchte ich dabei mit einem absoluten Klassiker: Apfelkompott - in nördlicheren Landstrichen auch Apfelmus genannt. (^.^)

Für 3 Gläser à 500 ml nehme man:
1,5 kg Äpfel
2 Zimtstangen
3 EL Zucker

Zubereitung:
Die Gläser sterilisieren. Die Äpfel schälen, vom Kernhaus befreien und vierteln. In einen weiten Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Die Zimtstangen und den Zucker zugeben, das ganze zum Kochen bringen und so lange köcheln lassen bis die Äpfel weich sind. Jetzt wird das ganze püriert, wer es sehr fein mag, streicht die Masse nun noch durch einen Sieb und füllt sie nun in die vorbereiteten Gläser.

Jetzt noch die Gläser verschließen,  in den großen Kochtopf setzen und so hoch mit Wasser füllen, dass die Gläser mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das ganze jetzt auf 80° C erhitzen, diese Temperatur halten und den Rhabarber so 30 Minuten einkochen. Danach werden die Gläser aus dem Wasserbad genommen und kühlen, mit einem Tuch bedeckt, ab.

Eingekochtes Apfelkompott hält sich mindestens ein Jahr.

Montag, 21. Oktober 2013

Die Einladungskarten zu unserer Verlobungsfeier

Die Einladungskarten für unsere Verlobungsfeier wollte ich als Testlauf für die Einladungskarten zur Hochzeit unbedingt selbst machen. Um ehrlich zu sein: allein deshalb gibt es überhaupt Einladungskarten, grundsätzlich würden wir es auch so schaffen, unseren Eltern und Geschwistern Bescheid zu sagen (^.^)

Zum Einsatz kommen:
  • Blanko-Klappkarten DIN A6
  • Tortenspitze in Cup-Cake-Größe
  • Glanzbilder
  • weißes Spitenband
  • goldfarbenes Spitzenband
  • Halbperlen in Herzform
  • "Einladung"-Aufkleber
  • und natürlich Schere und Kleber
Und so schauts aus, nachdem ich alles zuerecht geschnippelt und aufgeklebt habe:
Cool oder? Auch Arbeitsaufwand und Schwierigkeitsgrad hielten sich mehr als nur in Grenzen, daher: Test bestanden: die Einladungskarten zur Hochzeit mache ich auch selbst. (^.^)

Samstag, 19. Oktober 2013

Auer Kirchweihdult

Es fehlt noch die letzte der Auer Dulten des Jahres, die Kirchweihdult. Für die Nichtbayern: eine Dult ist ein Volksfest - üblicherweise mit einer kirchlichen Entstehungsgeschichte. Die Auer Dult ist dabei vermutlich die Bekannteste.

Die Auer Dult ist aber nicht dummprollig und überteuert wie das Oktoberfest (ich kenne keinen Münchner, der da noch hin geht, da sind nur noch Landvolk, Touris und Zugezogene - Münchner: Fehlanzeige). Es gibt zwar auch das ein oder andere Fahrgeschäft und einen Biergarten aber eben keine Volksverblödungskapellen, die niveaulose Ballermannhits trällern. Dominiert wird die Auer Dult von dem was traditionell auf einer echten bayerischen Dult im Zentrum steht: Marktstände, die Neues und Altes verkaufen sowie für das leibliche Wohl sorgen. Daher spaziere ich auch mit meiner beliebig erweiterbaren Flohmarktliste auf die Auer Dult. Dort finden sich zwar Hauptsächlich professionelle Antiquitäten- und Trödelhändler, allerdings haben sie echt vernünftige Preise. (^.^)

Die Kirchweihdult ist jedes Jahr ab dem Kirchweihsamstag (Mitte Oktober) bis zum darauf folgenden Sonntag in der Münchner Au auf dem Mariahilfplatz.

Freitag, 18. Oktober 2013

Im Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls

Im Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls werden - wie der Name schon sagt - im Uhrzeigersinn gewickelt. (^.^) Ich habe mir mal eben zwei davon gemacht, um euch hier zu zeigen wie sie gewickelt werden und wie sie nach dem Ausdrehen und  fallen:
Wie ihr sehen könnt rollen sich die Locken nach einem ersten Auskämmen einheitlich zum Gesicht hin.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Vorhänge für den Kleiderschrank

Es wird Zeit, dass ich das Projekt Kleiderschrank nun endlich mal zu Ende führe. Die Vorderseite ist nämlich immer noch offen. Schiebevorhänge passen hier nicht wirklich, das macht den Raum zu gedrückt. Ich habe mich stattdessen dafür entschieden, zumindest das Obere Drittel des Kleiderschranks zu verhängen. Das wirkt ordentlicher.

Ich hatte aus meiner früheren Wohnung noch weiße Store, die in unsere jetzige Wohnung einfach nicht passen. Die habe ich kurzerhand umgenäht. (^.^) Nachdem die Store Schlaufenaufhängung hatten, habe ich diese zunächst herausgetrennt. Anschließend habe ich - in der Mitte ansetzend - Flauschband in der passenden Länge für die Schiebegardinenschienen auf die kürzere Seite der Store genäht. Die überstehenden Enden habe ich nach vorne geschlagen, ebenfalls festgenäht und das ganze mit einem breiten weißen Satinband verblendet. Um nun die ursprünglich bodenlangen Store zu kürzen, ohne sie abzuschneiden, habe ich genau das an der gegenüberliegenden Längsseite wiederholt, allerdings genau umgedreht. Sprich: Flausch- und Satinband sowie die Einschläge der überstehenden Enden sind einmal auf der rechten und einmal auf der linken Seite der Store. Das lässt sie dann bauschiger fallen. Insgesamt habe ich zwei Store verarbeitet. So sieht es jetzt aus:


Dienstag, 15. Oktober 2013

Ein kleiner Manikürealmanach für Vintagequeens - Die 40er Jahre

Wie ich bereits erzählt habe, wurde Ende der 30er Jahre die Idee der "Matching Lips and Fingertips" durch Charles Revson, dem Mitbegründer des Kosmetikunternehmens Revlon geboren, die sich im Laufe der 40er Jahre zum Modedogma entwickeln sollte. Zunächst war "matching" noch wörtlich gemeint: die Lippen- und Nagelfarbe sollte zusammenpassen, so wie ihr es in der rechts stehenden Werbeanzeige nachlesen könnt. Bald schon, sollten Lippen und Nägel aber die exakt gleiche Farbe haben (abgesehen von Extremfarben wie gelb oder schwarz), was das Farbspektrum für Lippenstifte um Violetttöne erweiterte. (^.^)

Außerdem sollte im Jahr 1940 die über 100jährige Mode der mandelförmigen, also spitz gefeilten Nägel, abgelöst werden: Rita Hayworth trägt nun oval gefeilte, etwas kürzere Nägel und Millionen sollten folgen. Hatte doch diese Nagelform den entschiedenen Vorteil, dass die Nägel so deutlich stabiler waren, als die mandelförmigen Nägel, die bei der (kriegsbedingten) körperlichen Arbeit einfach viel zu schnell abbrachen.

oben: die 3 Lackvarianten der 40er
in einer Werbeanzeige aus dem Jahr 1946

unten: meine Adaption davon
Auch die Lackiervarianten entwickelten sich weiter: die Moon Manicure in der Form, wie wir sie bereits aus den 20ern und 30ern kennen bleibt noch erhalten. Nachdem die Nägel nun aber kürzer getragen werden, wird an der Nagelspitze nur noch ein schmaler Streifen freigelassen. Im Original wurde hierfür der Nagel einschließlich Nagelspitze lackiert. Ausgespart wurde lediglich der Nagelmond. Nach dem Trocknen des Farblacks wurde mit Hilfe von Nagellackentferner und einem schmalen Pinsel ein schmaler Streifen an der Nagelspitze wieder ablackiert. Wir können uns jedoch anderweitig behelfen:



Der Nagelmond wird mit einem Lochverstärker abgeklebt, die Nagelspitze wird schmal mit einer handelsüblichen French-Manicure-Schablone abgeklebt. Nun kommt zunächst eine Schicht Klarlack, quasi zum Abdichten, damit vom Farblack nichts unter die Schablonen läuft, auf den Nagel, die jetzt erstmal durchtrocknen muss. Darauf folgt nun der Nagellack der Wahl, der ebenfalls vollkommen durchtrocknen muss, bevor die Schablonen wieder abgezogen werden. Darüber kommt, zum Schutz des Kunstwerks noch eine Schicht Überlack und fertig ist das Fingernagelkunstwerk. (^.^)

Etwas aufwandsärmer und damit auch in den 40ern häufiger anzutreffen waren Nägel, bei denen nur noch der Nagelmond ausgespart war, die Nagelspitzen aber voll lackiert waren. Diese Variante ist auch meine Lieblingsvariante der 40er Jahre, da die schmale lackfreie Nagelspitze immer so ein bisschen nach bereits abgestoßenen Lack aussieht, daher lackiere ich lieber die Nagelspitze voll. Auch komplett lackierte Nägel waren häufiger anzutreffen, insbesondere bei Tageslooks, wo es aufgrund sehr verbreiteter Berufstätigkeit auch öfter mal schnell gehen musste.

Farblich waren vor allem kräftige Nagellackfarben gefragt. Als Trendfarben galten insbesondere:
Die Trendfarben dier 40er Jahre: kräftige Farben, selbstverständlich aus dem Rot-, Pink- und Rosaspektrum, aber auch lila, schwarz, gelb, blau und grün
Die zeitgenössische Farbpalette eines Kosmetikherstellers mit passenden Lippenstiften aus einer Zeitschriftenannonce
1945 präsentiert Max Faktor seinen Satin Smooth Nail Polish, der ein mattes Finish hatte und insbesondere in den 50er Jahren zum Trendthema werden sollte.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Der Rumtopf im Oktober

Wieder sind vier Wochen rum; auf ein Neues: weiter gehts mit dem Rumtopf.

Im Oktober: Zwetschgen ansetzen
400 g makellose Zwetschgen
100 g Zucker
brauner Rum (54%)

Die Zwetschgen waschen, putzen, gründlich trocken tupfen und entkernen. Mit dem Zucker bestreuen, etwa 2 Stunden durchziehen lassen, in den Rumtopf füllen und soviel Rum aufgießen, dass die Früchte wieder etwa zwei Finger breit bedeckt sind und erneut mit einem Teller beschweren. Den Deckel wieder aufsetzen und mit dem Wasserrand verschließen. Der Rumtopf ist damit fertig und zieht jetzt traditionell bis zum 1. Advent durch, bevor er geöffnet wird.

Das gab es bisher:

Freitag, 11. Oktober 2013

Pin Curls - die Basics

Bevor ich euch die grundlegende Techniken der Pin-Curls vorstelle, gibts noch einiges Grundsätzliches zu Pin-Curls zu erklären.

Was sind Pin-Curls?
Pin-Curls sind Haarsträhnen, die kreisförmig ohne zu verzwirbeln aufgewickelt und mit einer Haarnadel festgesteckt werden. Pin-Curls sind allerdings keine "fertige" Frisur, sondern bereiten die Haare für bestimmte Stylings vor. Man macht sich also nicht mal schnell Pin-Curls und ist dann fertig frisiert. Und: auch wenn ihr am Anfang möglicherweise verzweifelt: Die Geschwindigkeit kommt wie bei so vielem im Leben mit der Übung. Also nicht verzagen, wenn die ersten Pin-Curls noch schwer von der Hand gehen, ihr werdet immer schneller und besser, je öfter ihr euch Pin-Curls legt. Zu meiner Anfangszeit stand ich über eine Stunde im Bad und habe gewickelt und abgeteilt und gekämmt, wieder gewickelt und zwischendurch geflucht wie ein Droschkenkutscher. Heute schwurble ich mir meine Pin-Curls schnell in 10 Minuten rein. (^.^)

Wie werden Pin-Curls gewickelt?
Egal welche der Legetechniken man verwendet: immer von den Spitzen zur Kopfhaut, ohne das Haar ineinander zu zwirbeln. Dabei werden die Haare zunächst abgeteilt und glatt gekämmt. Die Strähne wird zum aufdrehen immer so gehalten, wie sie natürlich auch fallen würde wenn man die Haare vom Mittelkopfwirbel aus glatt kämmt. Ist die Pin-Curl fertig aufgewickelt, ist sind also die Spitzen im Inneren des Kreises, um den sich der Rest der Strähne in einer Spirale herumwickelt.

Wie klein muss man die Haare abteilen?
Das hängt ganz von der gewünschten Frisur, der Dicke und Länge der Haare, sowie von eurer Haarstruktur ab. Ich gebe bei den Erläuterungen zu den einzelnen Sets zwar Tipps, wie es bei mir am besten klappt, im Grunde hilft hier aber nur ausprobieren.

Wie groß werden Pin-Curls gewickelt?
Es gibt drei grundsätzliche Pin-Curl-Größen. Die klassische Pin-Curl-Größe hat an den Spitzen den Durchmesser eures Zeigefingers. Die Medium-Size-Pin-Curl hat an den Spitzen den Durchmesser eures Daumens und die Large-Size-Pin-Curl hat an den Spitzen den Durchmesser von Zeige- und Mittelfinger. Wie groß der Durchmesser der fertigen Pin-Curl dann gesamt ist, hängt wieder von der Länge und Dicke eurer Haare ab. Pin-Curls, die in einem Longbob gewickelt werden sind logischerweise im Durchmesser kleiner, als Pin-Curls die in hüftlanges Haar gewickelt werden.

Womit werden Pin-Curls festgesteckt?
Üblicherweise mit ordinären Haarklammern, auch Schieberle oder auf gut bayerisch Bobby Pins genannt. Wichtig ist, dass ihr die glatten Klammern und nicht die gewellten nehmt. Die gewellten Haarklammern drücken leider ein unvorteilhaftes Zusatzmuster in die Pin-Curls. Dank der Haarklammern lässt es sich auch super mit aufgewickelten Haaren schlafen ohne das was drückt.

Was brauche ich alles um mir Pin-Curls zu machen?
Einen Stielkamm zum Abteilen und Durchkämmen der Haare
Haarkalmmern zum Feststecken

Brauche ich einen bestimmten Haarschnitt, damit Pin-Curls gut aussehen?
Ja und nein. Idealerweise habt ihr einen Vintage-Haarschnitt - wie man einen solchen an sich selbst schneidet, zeige ich noch - damit klappen Vintage-Frisuren nach wie vor am besten. Aber auch, wenn ihr keinen Vintage-Haarschnitt habt und ihn vielleicht auch gar nicht wollt, so funktionieren Pin-Curl-Sets auch an heutigen Frisuren. Wichtig ist, dass eure Haare durchgestuft sind, idealerweise verlaufen sie in der Haarkante U- bzw. bogenförmig. Bei stumpf geschnittenem Haar, also Haare ohne Stufen oder aber zu großen Stufen funktionieren nicht nur Pin-Curl-Sets nicht - das ist einfach nicht der Haarschnitt der Wahl für Retro-Styles.

Wie werden Pin-Curls gestyled?
Die grundsätzlichen Styles zeige ich euch im Rahmen dieser Serie, komplette Frisuren, bei denen die unterschiedlichen Basissets kombiniert bzw. ergänzt werden folgen dann an späterer Stelle noch. Ich wünsche auf jeden Fall schon mal viel Spaß beim rum- und ausprobieren. (^.^)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Sauce Vinaigrette

Die Sauce Vinaigrette ist die Mutter aller Salatdressings (auf deutsch heißt "Dressing" übrigens Marinade) und nach wie vor der wandelbare Klassiker auf jedem Salatteller. Nachdem sich Sauce Vinaigrette für eine Portion so dämlich mischen lässt und irgendwie auch nie so lecker wird, wie wenn man eine größere Menge ansetzt, mische ich die Basis immer auf Vorrat.

Für die Vinaigrette-Basis:
1 l Essig
8 TL Salz
8 TL Zucker
8 TL mittelscharfer Senf

Zubereitung:
Salz, Zucker und Senf im Essig auflösen und in eine gut schließende Flasche umfüllen.

Klassische Sauce Vinaigrette à la Lili
Pro Portion:
1EL der Vinaigrette-Basis,
1 TL Olivenöl  und
2 TL Wasser miteinander verrühren.
("à la Lili" deshalb, weil in die echteechte Sauce Vinaigrette eigentlich kein Wasser, dafür aber anstelle eines Teelöffels ein Esslöffel Öl reingehört, das Fett kann man sich aber wirklich guten Gewissens sparen)

Für die Kalorienzähler:

Brennwert: 55 kcal
Fett: 5,1 g
Kohlenhydrate: 1,3 g
...davon Zucker: 1,4 g
Eiweiß: 0,1 g
Ballaststoffe: 0,1 g

Montag, 7. Oktober 2013

Ein kleiner Manikürealmanach für Vintagequeens - Die 30er Jahre

Nachdem es nun schon einige Jahre Nagellack gibt, wird 1930 durch die Gena Labratories schließlich auch der Nagellackentferner erfolgreich in den Markt eingeführt. Ohne deckende Lacke braucht es nun nicht unbedingt Nagellackentferner. Die damaligen Lacke sind nach wenigen Tagen bereits wieder abgeblättert. Mögliche Reste hat man einfach abgekratzt, allerdings werden immer mehr unterschiedliche rosa-, pink- und Rotschattierungen eingeführt, so dass "Frau" ein regelmäßiger Wechsel, üblicherweise passend zur Kleidung, erleichtert wurde.

Im Jahre 1932 sollte sich eine weitere wichtige Entwicklung hin zu unserer heutigen Maniküre tun. Ausgerechnet ein Frauen verachtender Macho, Charles Revson nämlich, entwickelte zusammen mit dem Chemiker Carles Lachman deckenden Nagellack und vermarktete ihn unter dem Markennamen Revlon. Die ersten deckenden Nagellacke waren in rosa-, pink- und Rottönen und lackiert wurde immer noch mit der Moon Manicure, bei der Nagelmond und Nagelspitze ausgespart wurden. Da aber viele Frauen keine, oder zumindest keine regelmäßigen Nagelmonde haben und auch die Nagelspitze nicht immer perlweiß ist, was bei deckenden Lacken mehr auffällt,  wurde nun auch der gesamte Nagel lackiert um diese Schönheitsmängel zu kaschieren (und weil es zugegebenermaßen schneller geht). Modern und als gepflegt galt aber einzig und allein die Moon Manicure. Entgegen einiger Behauptungen die man Online so finden kann, ist ein fehlender Nagelmond kein Anzeichen für eine furchtbar schlimme Erkrankung, sondern einfach nur ein Indiz dafür, dass euer Naglemond komplett von der Nagelwurzelhaut verdeckt ist. Der Nagelmond ist nichts anderes als die manchmal sichtbare Teil der Wachstumsstelle des Nagels. Es ist vielmehr evolutorisch bedingt, dass die Nagelmonde immer mehr unter der Nagelbetthaut verschwinden, also ein kleiner Schritt in der Weiterentwicklung der Menschheit. Das hat mir übrigens ein Hautarzt erklärt, hat also durchaus Hand und Fuß. (^.^) Aber nun zurück zu den Fingernägeln der 30er Jahre oder besser: zur Maniküre. (^.^)

Die Nägel wurden weiterhin mandelförmig gefeilt, wie bereits in den 20er Jahren und auch in den 30er Jahren hat man die Moon Manicure freihändig aufgetragen, glücklicherweise jedoch können wir uns anderweitig behelfen:


Der Nagelmond wird mit einem Lochverstärker abgeklebt, die Nagelspitze wird mit einer handelsüblichen French-Manicure-Schablone abgeklebt. Nun kommt zunächst eine Schicht Klarlack, quasi zum Abdichten, damit vom Farblack nichts unter die Schablonen läuft, auf den Nagel, die jetzt erstmal durchtrocknen muss. Darauf folgt nun der Nagellack der Wahl, der ebenfalls vollkommen durchtrocknen muss, bevor die Schablonen wieder abgezogen werden. Darüber kommt, zum Schutz des Kunstwerks noch eine Schicht Überlack. Jetzt wird noch die Nagelspitze mit dem Nagelweißstift eingefärbt und fertig ist das Fingernagelkunstwerk. (^.^)


Durch die Entwicklung von Charles Revson und Charles Lachman, die anstelle von Farbstoffen die damals neu entdeckten Pigmente verwendeten, eröffnete sich ein völlig neues Farbspektrum für Nagellacke, das sich in der 30er-Jahre-Maniküre-Mode auch entsprechend niederschlug:
Die zurückhaltendste Lackvariante waren zarte Rosétöne, wer es etwas kräftiger mochte griff zu Pinktönen; beide Lackfarben galten als alltagstauglich. Alles andere als zurückhaltend, dafür aber sehr modern und ebenfalls als alltagstauglich eingestuft, waren Nagellacke in smaragdgrün und konrblumenblau.
Die Nagellackmodefarben der 30er Jahre für den Alltag
Selbstverständlich gab es auch alle möglichen Rotschattierungen, hier galt jedoch der Grundsatz "no reds in business", d.h. rot lackierte Nägel waren Ausgehnägel, keine Alltagsnägel. Gleiches galt für Silber und Gold, zwei weitere Nagellackfarben, die in den 30er Jahren sehr beliebt waren. Zeitweise war auch schwarzer Nagellack sehr modern.
Die Nagellackmodefarben der 30er Jahre für besondere Anlässe
Einige Farbbeispiele für Nagellack aus der zeitgenössischen Werbung
Nachdem Charles Revson an seiner Frau (die wie vielte es war, entzieht sich meiner Kenntnis) Ende der 30er Jahre zum Ausgehen einen Nagellack sah, der sich ganz gruselig mit ihrem Lippenstift biss, erfand er den Slogan der "Matching Lips an Fingertips", der bald zum Modedogma werden sollte, das sich über Jahrzehnte hielt: Der Nagellack passt zum Lippenstift, punktum; bald sollte es zu jedem Lack in Rosa-, Pink- und Rottönen auch den passenden Lippenstift geben, nur die bunten Lacke waren eine Ausnahme, allerdings sollten auch hier die Nagellack- und Make-up-Farben zueinander, zur Haar-, Augen- und Hautfarbe sowie zur gewählten Garderobe passen. Die Zeiten des unabhängigen Mixens waren erstmal vorbei. (^.^) Das gehört aber schon mehr in die 40er, obschon die Idee noch in den 30ern geboren wurde.
Fußnägel lackieren wird in den 30ern zum Modethema
Das galt auch für die Füßnägel, die laut einer Cutex-Werbung ab 1932 erstmals lackiert wurden. Die Sport- und damit auch Bademode, sowie das allgemein neue Körpergefühl, das sich bereits in den 20ern herausbildete und ab den 30ern breitenwirksam war, machte es möglich, bzw. erforderlich auch die Fußnägel zu pflegen und passend zu den Fingernägeln zu lackieren.

Was es übrigens nicht gab, war weißer Nagellack um Nagelspitzen und Mond in einheitliches Weiß zu tönen - vermutlich deshalb, weil freihändig gemalt wurde und man mit einer weißen Unterlackschicht nicht mehr exakt sehen kann, wo man langlackiert. Technisch möglich wäre es auf jeden Fall gewesen... Nun ja... Wer keinen sichtbaren Nagelmond hatte, hat einfach ein adäquates Stück Nagelbett nicht farbig lackiert. Wer heute gerne zur Nachhelfvariante greifen möchte, dem sei Nagellack für French-Manicure-Spitzen ans Herz gelegt, der idealerweise einen möglichst natürlichen Ton hat, also nicht reinweiß ist, dann sieht es auch am passendsten aus. Ich persönlich, obwohl ohne sichtbaren Nagelmond ausgestattet (außer an meinen Daumen), lackiere meistens lieber authentisch, nicht weil ich so ein riesiger Authentiker bin, sondern weils schneller geht. Der weiße Lack muss nämlich wirklich absolut trocken sein, bevor weiterlackiert werden kann. Wenn ich mich dazu mal hinreißen lasse, lackiere ich am Vorabend weiß und arbeite mit der Moon Manicure erst am nächsten Tag weiter. Ihr versteht hoffentlich, warum mir das in aller Regel zu viel Aufwand ist, für etwas, das noch nicht mal original ist. (^.^)

Im Jahre 1937 tut sich noch etwas weiteres entscheidendes: Harriet Fligenbaum lässt sich künstliche Nagelspitzen zur Reperatur und Verlängerung von Naturnägeln patentieren. Die Rettung also, für Frauen wie mich, die a) tollpatschig sind und gerne mal irgendwo hängen bleiben oder sich stoßen und  b) nicht gerade die stabilsten Nägel der Welt besitzen. (^.^)

Sonntag, 6. Oktober 2013

Lili heiratet - in 11 Monaten: das steht jetzt an

So meine Lieben, weiter gehts mit der Hochzeitsplanung. Zunächst mal zu meinen Fortschritten auf meiner ersten To Do Liste:

Die Verlobungsfeier
Wir werden unsere Verlobungsfeier am 28. Dezember steigen lassen. Es gibt dabei Kaffee/Tee und Kuchen. Ein passendes Café haben wir uns bereits ausgeguckt, jetzt müssen wir nur noch reservieren. Gefeiert wird im Kreis von insgesamt 15 Personen. Neben uns beiden kommen unsere Eltern, der Bruder meines Bräutigams nebst Gattin, sowie meine Schwester mit Mann und Tochter, mein Bruder mit seiner Freundin und meine jüngste Schwester mit ihrem Freund. Unsere Gäste wollen wir dabei schriftlich einladen. Als Probelauf für die Hochzeitseinladungen werde ich die Einladungskarten selbst gestalten. Sowohl dazu, als auch zu unserer Location und selbstverständlich zur Feier folgen noch extra Beiträge. (^.^) Die Bilder zur Feier werden dann auch ausnahmsweise richtig profimäßig, ich knipse nämlich nicht selbst mit meinem iPhone, wir haben eine Fotografin mit dabei. (^.^)
Die Verlobungsringe haben wir bereits ausgewählt, die müssen wir jetzt nur noch bestellen und gravieren lassen, damit wir sie uns rechtzeitig zu Weihnachten anstecken können (die gibts dann als gegenseitiges Weihnachtsgeschenk, man ist ja praktisch veranlagt... *gg*). Auch zu den Verlobungsringen kommt dann noch ein extra Beitrag.

Die Gästelisten
Ok, ich gestehe, da bin ich noch nicht wirklich weiter... Ich habe die Gästeliste für die Verlobungsfeier fertig, ja und zudem haben wir eine ungefähre Vorstellung wen wir ansonsten so einladen wollen. Das wars dann aber auch schon.

Die Angebote
Wir haben unsere Traumlocation ergattern können (^.^). Sobald ich hier den Mietvertrag unterzeichnet in Händen halte gehts weiter mit der Detailplanung was Essen und Getränke dort betrifft. Zudem habe ich schon mal mit meiner Wunschfotografin gesprochen, von der kommt demnächst ein Angebot für das Komplettpaket. Außerdem habe ich den Pfarrer meiner Heimatpfarrei angeschrieben zwecks Trauung und Dispens, bisher aber nichts mehr weiter gehört. Ohne den Pfarrer und einen konkreten Trautermin kann ich aber die weiteren Themen wie Musik und Catering nicht abklären, so dass ich jetzt erstmal im Pfarramt vorbeispazieren muss, um dort mal den weiteren Rahmen abzustecken.

Der Kosten- und Budgetplan
Ja, da is no nix passiert... Aber wir machen noch... Kommt halt jetzt auf die Oktober-To-Do-Liste...

Bliebe festzuhalten - das steht jetzt an:

  • im Café für die Verlobungsfeier reservieren
  • das Catering für die Verlobungsfeier absprechen
  • Verlobungsringe bestellen und gravieren lassen
  • Einladungen zur Verlobungsfeier basteln und verschicken
  • die vorläufigen Gästelisten schreiben
  • Catering für die Hochzeitsfeier grob planen
  • einen vorläufigen Kosten- und Budgetplan erstellen
  • Vorgespräch mit dem Pfarrer führen
  • klären, in welcher Kirche geheiratet wird
  • Angebot der Band einholen
  • Catering vorbesprechen
  • Wunschstandesamt raussuchen

Außerdem sollten wir uns schön langsam aber sicher mal Gedanken machen, was wir so anziehen wollen und zwar:
  • zur Verlobungsfeier
  • zum Polterabend
  • zur standesamtlichen Trauung
  • und zur Hochzeit
Puuuuuhhhhh, doch ganz schön was zu tun... Noch bin ich aber nicht so weit meiner Schwester recht zu geben, dass ich spät dran bin. (^.^)

Samstag, 5. Oktober 2013

Saisonales Obst und Gemüse im Oktober

Im Oktober wird das Angebot schön langsam aber sicher übersichticher. Auch dieses mal sind Produkte, deren Hauptsaison gerade losgeht grün, Produkte deren Hauptsaison endet rot markiert. Außerdem verlinke ich nach und nach Rezepte zu den einzelnen Produkten.

regionales Obst
  • Apfel
  • Birne
  • Holunderbeeren
  • Quitten
  • Weintrauben
  • Zwetschgen

exotisches Obst
  • Ananas
  • Bananen
  • Grapefruit
  • Kiwi
  • Limetten
  • Mango
  • Papaya
  • Zitronen

Salat
  • Chicorée
  • Eichblattsalat
  • Eisbergsalat
  • Endiviensalat
  • Feldsalat
  • Kopfsalat
  • Lollo Rosso
  • Radiccio

regionales Gemüse
  • Aubergine
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Butterrübe
  • Fenchel
  • grüne Bohnen
  • Gurke
  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • Kürbis
  • Lauch
  • Lauchzwiebeln
  • Mangold
  • Mais
  • Paprika
  • Radieschen
  • Rosenkohl
  • Rote Bete
  • Rotkraut
  • Schwarzwurzeln
  • Spinat
  • Staudensellerie
  • Steckrüben
  • Tomate
  • Weißkohl
  • Wirsingkohl
  • Zucchini
  • Zwiebel

Pilze
  • Marone
  • Pfifferling
  • Rotkappe
  • Steinpilz

Freitag, 4. Oktober 2013

Haare im Vintage-Look

Jaja, da töne ich vollmundig rum, dass ich euch meine Kniffe und Tricks zu Vintage-Frisuren zeige, und dann komme ich ewig nicht dazu, irgendetwas dazu zu veröffentlichen. Das wird jetzt aber schleunigst geändert! Ich mache jetzt einfach eine Wochesserie daraus und zeige euch erstmal einiges an Grundlagen der unterschiedlichen Legetechniken.

Los gehts mit "der" Legetechnik für Vintage-Styles: Pin-Curls, die für viele Frisuren der 30er, 40er, 50er und 60er die Grundlage darstellen. Dabei gibt es sechs grundsätzliche Varianten,
  • im Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls,
  • gegen den Uhrzeigersinn gewickelte Pin-Curls,
  • stehende Pin-Curls im Uhrzeigersinn gewickelt,
  • stehende Pin-Curls gegen den Uhrzeigersinn gewickelt,
  • stehende Pin-Curls nach vorne gewickelt und
  • stehende Pin-Curls nach hinten gewickelt.
Weiter gehts mit den Einsatzmöglichkeiten der Pin-Curls bei Frisurelementen. Die folgenden Frisurenelemente stehen dabei auf meiner Liste:
  • Top Rolls,
  • Side Rolls,
  • Pompadours und
  • Bangs.

Schlussendlich die klassische Pin-Curl-Wave als Basis-Styling für die Längen.

Außerdem will ich euch in einer Folgeserie Alternativen zu Pin-Curls zeigen und verrate euch auch gleich, was nicht oder nur mit Abstrichen funktioniert.Ihr müsst ja nicht den gleichen Quatsch durchprobieren, den ich schon durch habe.

Ja und dann, dann fehlen noch so richtig ganze Frisuren, das kommt auch noch... aber jetzt gibts erstmal die Grundlagen als Wochenserie, bevor wir über die Fortsetzungen sprechen. (^.^)

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Vorratsgläser gestalten

Lili und Vorratsgläser ist eine ziemliche Krux, entweder sie gefallen mit nicht, sie sind zu teuer und passen schlicht nicht zu meinen Bedürfnissen. Ich bin mir aber sicher dass ich Vorratsgläser will, Mehl, Zucker und co. in unansehnlichen Tüten ist nicht nur unansehnlich sondern auch nicht gerade ordentlich, insbesondere wenn die Tüten bereits offen sind. Tja, was also tun? Genau (^.^) Selbst machen!

Ich nehme einfach nur die Einkochgläser "Korken" von Ikea, die es dort in verschiedenen Größen für wenig Geld gibt und beschrifte sie mit einer Zierschrift mit Hilfe eines Glasmalstiftes. Ich nutze dabei keine speziellen Vorlagen, ich habe mir einfach in Word eine schöne Schrift ausgesucht (Edwardian  Script ITC) sie passend für meine Gläser vergrößert (72) und ausgedruckt. (^.^)

Und so kommt die Schrift jetzt auf die Gläser:
Die Einmachgläser müssen staub- und fettfrei sein, daher drehen sie erstmal noch eine Runde in der Spülmaschine. Dann wird der jeweilige Schriftzug ausgeschnitten (nicht zu knapp, ihr braucht noch etwas Fläche drumrum um den Zettel zu fixieren). In passender Größe wird dann noch ein Stück Graphitpapier (gibts im Bastelladen bzw. bei den Schreibwaren im Kaufhaus) zugeschnitten, zwischen Glas und Vorlage gelegt und das ganze mit Klebestreifen an der passenden Stelle fixiert. Jetzt einfach die Ränder des Schriftzuges mit einem Kuli oder Bleistift nachzeichnen und den Klebestreifen vorsichtig wieder ablösen, damit nichts verwischt. Jetzt zuerst die Ränder mit einem Glasmalstift (Bastelladen) nachziehen und nach belieben ausmalen. Bei den von mir verwendeten Glasmalstiften von Marabou muss die Farbe drei Tage lang durchtrocken und ist dann bei bis zu 40°C spülmaschinenfest (trotzdem stecke ich die Gläser nicht in die Spülmaschine, sondern reinige sie von außen per Hand, nach innen kommt in regelmäßigen Abständen heißes Essigwasser).

Und so sehen meine ersten Vorratsglaskunstwerke aus:

Dienstag, 1. Oktober 2013

Eischwerteig ohne Fett - Anisbrot und Aniszwieback

Heute backen wir quasi 2 in 1 (^.^) Zunächst Anisbrot, das sich mit zweitem Mal backen in Aniszwieback (daher auch der Name) verwandeln lässt. Sehr leckerer Zwieback lässt sich übrigens aus jedem trockenen Kuchen aus Eischwerteig ohne Fett herstellen. (^.^)

Die Zutaten für eine Kastenform:
5 Eier
5 Eischwer Zucker
abgeriebene Zitronenschale von einer halben Zitrone
1 EL gemahlenes Anis
5 Eischwer Mehl

Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen. Den Backofen auf 180° C (160° C Umluft) vorheizen.
Eier und Zucker auf höchster Stufe zu einer weißschaumigen Masse schlagen, die Zitronenschale und das Anis zugeben, das Mehl auf die Schaummasse sieben und alles auf geringster Stufe kurz unterrühren.
Den Teig in die Form füllen und bei 180° C (160° C Umluft) für etwa
backen. Überprüft vor dem Herausnehmen das Backergebnis mit der so genannten Stäbchenprobe: nehmt dafür ein Holzstäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß o.ä.), stecht in den Kuchen und zieht das Stäbchen wieder raus. Sobald kein Teig mehr am Holzstäbchen anhaftet ist der Kuchen fertig und kann raus aus dem Rohr.
Das Anisbrot in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Das Anisbrot lässt sich nun leicht in Aniszwieback weiterverarbeiten. Dafür wird das Brot am Tag nach dem Backen  in Scheiben geschnitten und auf einem Backblech auf mittlerer Schiene bei 120°C goldgelb geröstet. Fertig ist der Zwieback, der sich luftdicht verpackt mehrere Wochen lang hält, zumindest in der Theorie, bei uns ist er immer sehr schnell gegessen. (^.^)