Freitag, 31. Januar 2014

Pompadour

Auch der Pompadour ist ein Frisurenelement, das sich - zumindest für die Damenwelt - in den 40ern veroten lässt (die Herren werden den Pompadour in den 50ern für sich entdecken, dann wird aber wieder anders gestyled, also keine Panik meine Herren). Der Pompadour ist im Grunde eine Kombination von Top und Side Rolls, die so gelegt werden, dass sich ein ununterbrochener Haarkranz ergibt.

Auch ein Pompadour ist nicht gerade ein Alltags-Frisurenelement, sondern diente mehr für besondere Anlässe. Auch hier sind die Basis für Form und Haltbarkeit wieder einmal Pin Curls. Wie die einzelnen Variationen des Pompadour gelegt und frisiert werden, zeige ich euch in den nächsten drei Wochen. Heute belasse ich es bei diesen kurzen Ausführungen und zeige euch lieber noch ein paar Bilder bekannter Damen der bewegten Bilder der 40er, die einen Pompadour tragen. (^.^)
Jeanne Crain - Olivia de Havilland - Lana Turner

Mittwoch, 29. Januar 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 2 - Peelings

Selbst das beste Make-up sieht nur auf gepflegter Haut gut aus, daher möchte ich mich heute und die nächsten beiden Male noch kurz der Gesichtspflege widmen, bevor wir dann mit dem eigentlichen Schminken beginnen. Bei mir gibt es einmal die Woche eine Runde extra an Gesichtspflege in Form eines Peeling. Anstatt ein fertiges Peeling zu kaufen, verwende ich schlicht und ergreifend ein Gesichtsbürstchen, mit dem ich mit die Haut auf Gesicht, Hals und Dekolleté massiere, das erfüllt den gleichen Zweck wie die käuflichen Fertigpeelings, ist aber deutlich günstiger und außerdem ganz ohne ggf. unverträgliche Zusatzstoffe. (Trotzdem muss das Gesichtsbürstchen regelmäßig gewechselt werden - bei wöchentlicher Anwendung reicht aber ein jährlicher Wechsel)

Sinn und Zweck eines Peelings ist es, abgestorbene Hautschüppchen abzutragen, das Hautbild zu verfeinern (große Poren erscheinen kleiner, leichte Fältchen werden reduziert, Akne wird entgegengewirkt), die Durchblutung zu verbessern und die Aufnahme von Pflegestoffen zu optimieren. Zu häufiges Peelen führt allerdings zu einem verstärkten Verhornen der Haut - Hornhaut ist schließlich nichts anderes als ein körpereigenes Schutzschild - daher sollte man nicht zu oft peelen. Einmal die Woche reicht vollkommen aus.

Die meisten der Peelings im Einzelhandel sind mechanische Peelings, darunter fällt auch mein Gesichtsbürstchen, der leichtesten Variante. Alle anderen Peelings sollte man unbedingt vom Fachmann machen lassen, da hier die gesundheitlichen Risiken bei Fehlanwendung einfach zu groß sind.

Aber nun zur Anwendung:
Ich mache mein Peeling der Einfachheit halber unter der Dusche und gebe einen kleinen Klecks meines Waschgels auf das Gesichsbürstchen (muss man aber nicht, man kann auch blanko massieren). Ich massiere die Haut dabei im Gesicht von der Mitte nach außen in kreisenden Bewegungen, am Hals vom Halsansatz nach oben zum Kinn streichend und am  Dekolleté wieder mit kreisenden Bewegungen von der Mitte nach außen. So werden Falten quasi rausmassiert (die grünen Bereiche werden bei einem Peeling ausgespart) und: nach gleichem Prinzip werden auch "Fertigpeelings" aufgetragen:

Montag, 27. Januar 2014

Eischwerteig ohne Fett - Zitronenkuchen

Dieser Zitronenkuchen geht ganz besonders leicht und schnell und schmeckt auch noch unheimlich lecker:

4 Eier
4 Eischwer Zucker
100 ml Zitronensaft
4 Eischwer Mehl
200 g Puderzucker
4 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Eine Kastenform mit Backpapier ausschlagen bzw. einfetten. Den Backofen auf 180° C (160° C Umluft) vorheizen.
Eier und Zucker auf höchster Stufe zu einer weißschaumigen Masse schlagen, den Zitronensaft zum Schluss zugeben und unterrühren. Das Mehl auf die Schaummasse sieben und auf geringster Stufe kurz unterrühren.
Den Teig in die Form füllen und bei 180° C (160° C Umluft) etwa 45 Minuten lang backen. Am besten überprüft ihr das Backergebnis mit der so genannten Stäbchenprobe: nehmt dafür ein Holzstäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß o.ä.), stecht in den Kuchen und zieht das Stäbchen wieder raus. Sobald kein Teig mehr am Holzstäbchen anhaftet ist der Kuchen fertig und kann raus aus dem Rohr.
Etwa 5 Minuten in der Form abdampfen lassen und dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen. (Backpapier drunter, sonst bleibt der Kuchen kleben). Puderzucker und Zitronensaft zu einer Glasur verrühren und den Kuchen damit überziehen.

Samstag, 25. Januar 2014

Kostenplan, Budget und wer zahlt was

Zum Thema Heiraten und Kosten gibt es mehr Meinungen, Traditionen und Überzeugungen als hier Platz wäre, sie aufzuzählen. Ich fasse mich daher hierzu kurz. (^.^) Früher, zu einer Zeit, zu der Frauen kein eigenes Einkommen und kein eigenes Einkommen hatten und direkt von der Obhut der Familie in die Obhut des Ehemannes wechselten (und damit auch zu keiner Zeit mündig und entscheidungsfrei waren), war es üblich, dass die Eltern der Braut die Kosten der Hochzeit trugen. Nun, diese Zeiten sind mittlerweile glücklicherweise vorbei. Allerdings heißt das auch, dass heutige Brautpaare zu einem mehr oder weniger großen Teil die Kosten ihrer Hochzeit selbst tragen (müssen).

Der Wermutstropfen dabei: überall wo "Hochzeit", "Heirat" oder "Wedding" draufsteht, verdoppelt sich der Preis ganz automatisch. Steht noch "Braut" drauf, kann es auch mal das Zehnfache sein. Daher heißt die oberste Devise bei der Hochzeitsplanung: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Günst'geres findet..."

Jetzt mal ohne Witz Leute, heiraten kann echt teuer sein, bei den Preisen kann ich mir gut vorstellen, dass sich manche Paare gar verschulden, um vor den Altar zu treten. Wie gesagt: heiraten "kann" teuer sein, muss es aber nicht. Und keine falsche Scham bitte: nur weil man bei der Hochzeit aufs Geld schaut, heißt das weder, dass einem "der besondere Tag" nichts wert ist, noch heißt es dass man damit automatisch weniger schön feiert. es gibt beim Thema heiraten genauso wie bei allen anderen Dingen im Leben, Dinge die ihr Geld wert sind und Dinge die ihr Geld eben nicht wert sind. Was wem wie viel Wert ist, ist grundsätzlich eine subjektive Entscheidung. Ich bin mir sicher, dass ich bei manchen Dingen in den Augen des ein oder anderen Lesers wahlweise zu viel ausgebe oder zu geizig bin. Das muss grundsätzlich jeder für sich entscheiden. Was ich euch hier geben will, ist eine Übersicht der Dinge, die ihr bei eurer Hochzeitsplanung als Kostenfaktor berücksichtigen solltet. Manche Dinge sind ein Muss, die meisten aber wirklich optional. Zudem gibt es oft riesige preisliche Spreizungen, von richtig billig (meist sieht es dann aber auch so aus) bis ins annähernd Unendliche. Nach oben gibt es bei den Kosten einer Hochzeit scheinbar keine Grenzen - zumindest habe ich sie noch nicht gefunden.

Ihr solltet euch daher in jedem Fall als aller erstes überlegen, wie viel Geld ihr ausgeben wollt und könnt. Ganz ehrlich: ich halte es für ziemlich überzogen, für eine Hochzeit Schulden zu machen - grundsätzlich entscheidet das aber jeder selbst - nur: übertreibt es nicht - ernsthaft. Setzt euch also ein Budget und versucht dieses Budget auch wirklich einzuhalten. Damit ihr euch leichter tut, euer Budget entsprechend einzuteilen und zu verteilen, habe ich euch mal zusammengefasst, was man als Brautpaar alles so an Kosten zu stemmen hat:

Vor der Hochzeit - alles optional und jeweils sehr davon abhängig welchen Rahmen man plant:
  • die Verlobungsfeier (zur Orientierung: unsere kam uns alles in allem auf rund 750,- €)
  • den Polterabend
  • den Jungesellenabschied
  • den Brautabend

Das Outfit der Braut:
  • für das Standesamt - wer noch kirchlich heiratet, kann hier durchaus zu Garderobe greifen, die man auch später noch trägt
  • Brautkleid
  • dazu passende Wäsche, die auch Hochzeitsnacht-tauglich ist
  • Strümpfe zuzüglich mindestens ein Ersatzpaar
  • Handschuhe, sofern passend und gewollt
  • Schuhe ggf. noch ein flaches Paar zum wechseln
  • Friseur und Kosmetikerin - man bedenke aber, dass sich die heutige Prinzessin von Wales für ihre Hochzeit selbst gestyled hat und die hätte es sich echt leisten können. Falls ihr euch das nicht zutraut ist eine preisgünstigere Alternative von der ihr auch noch zukünftig profitieren könnt ein Stylingkurs. (^.^)
  • der Haarschmuck, sprich Schleier, Hut, Haargesteck, was auch immer euer Haupthaar zieren soll
  • Schmuck - der muss eigentlich nicht neu sein.

Das Outfit des Bräutigams:
  • für das Standesamt - auch hier gilt wer noch kirchlich heiratet, kann zu Garderobe greifen, die man auch später noch trägt
  • Hochzeitsanzug - der muss nicht sein. es tut auch ein normaler Anzug, den Man(n) später noch anziehen kann. Hier geht selbst der vorhandene Anzug, wenn euer Zukünftiger ohnehin nur alle Jubeljahre mal Anzug trägt und einen wirklich schönen bereits besitzt.
  • Hemd - auch hier kann vorhandenes ruhig genutzt werden, solange es (noch) gut aussieht. Viele Männer sind beim Heiratsthema sehr pragmatisch. Sind seine vorhandenen Sachen echt noch gut, spart euch die Energie ihn vollzujammern, dass er sich was Neues kaufen soll, für wichtigeres. Schließlich ist es euer beider Tag und ihr sollt euch auch beide wohl fühlen.
  • Krawatte, Fliege oder was auch immer sich Mann so um den Hals zu binden gedenkt
  • ggf. ein Einstecktuch
  • ein Kummerbund falls euer Bräutigam einen Smoking trägt
  • Strümpfe - erneut: Vorhandenes darf genutzt werden, sofern es nicht die asugenuckelten Sportsocken in bester Frotteequalität sind
  • Schuhe - und nochmal: wenn sie noch gut aussehen kann hier vorhandenes durchaus genutzt werden
  • Gürtel passend zu den Schuhen - hat er? Klasse (^.^)
  • Handschuhe - sofern gewollt und eigentlich nur mit einem Smoking passend
  • Friseur
Außerdem Teil des Outfits des Brautpaares: Die Eheringe. Hier kann man sehr viel Geld lassen. Die Preise richten sich nach dem verwendeten Material. Überlegt euch hier, was zu euch passt und welches Material in eurem Schmuckkästchen bisher so vorherrscht, dann fangt an zu vergleichen. Üblicherweise sind Ringe im Internet günstiger als beim Juwelier. Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall.

Wenn ihr Wert darauf legt, dass die "Offiziellen" also Blumenkinder, Brautjungfern oder der Brautführer bei eurer Hochzeit was ganz bestimmtes tragen, dann solltet ihr das auch bezahlen. Möchtet ihr das nicht, dann solltet ihr euch bei euren Vorgaben auch etwas zurückhalten und bspw. nur eine Farbe bzw. einen Stil vorgeben.

Die Kosten der Räumlichkeiten sind sehr davon abhängig, wie ihr feiern möchtet. Wollt ihr zu Hause im Garten feiern klingt das zunächst mal günstig, ihr braucht aber evtl. Zelte oder Pavillions (es könnte ja regnen) ggf. braucht ihr auch eine mobile Heizung und auf jeden Fall ausreichend Mobiliar, wollt ihr in einem besonderen Gebäude, wie einem Schloss heiraten, zahlt ihr Miete und manchmal auch nochmal extra für Wasser, Strom und dergleichen. Wollt ihr in einem Restaurant feiern, sind die Räumlichkeiten üblicherweise gratis - sprich werden nicht extra berechnet; die Kosten dafür werden aber über die Preise für Speisen und Getränke wieder reingeholt. Seid ihr bzgl. der Räumlichkeiten nicht sonderlich festgelegt, dann rechnet die Optionen die für euch grundsätzlich in Frage kommen erstmal exemplarisch  mit realistischen Schätzpreisen durch, bevor ihr euch umschaut und erste Angebote einholt. So könnt ihr vielleicht die ein oder andere Option vorab schon mal ausschließen und ihr ertrinkt nicht in Angeboten.

Das Essen ist definitiv der teuerste Hochzeitsposten - aber in seiner Höhe eben auch sehr stark davon abhängig, wie und in welchem Umfang ihr feiern wollt. Üblich sind die folgenden Punkte im Rahmen einer Hochzeitsfeier - ich gehe dabei von Restaurant bzw. Catering aus; das dürfte das Häufigste und Üblichste sein und ich runde großzügig auf, es wird also wahrscheinlich günstiger und nicht teurer:
  • ein Sektempfang - reicht ihr nur Sekt bzw. Nichtalkoholisches zum Anstoßen müsst ihr pro Gast mit etwa 5,- € rechnen. Solls mehr Auswahl an Getränken zum Anstoßen sein (also zusätzlich noch Sprizz, Hugo und dergleichen) schlagt besser 7,50 € pro Gast an. Sollen noch kleine Häppchen dazu gereicht werden, plant mit 10,- € pro Gast. Als Grundlage habe ich hier guten Sekt bzw. Prosecco im mittleren Preissegment im Hinterkopf (ganz ehrlich, die meisten - und dazu zähle ich auch - können doch sowieso Rotkäppchen nicht von Veuve Clicquot unterscheiden). Soll der Schaumwein exklusiver sein, wirds natürlich teurer. Wollt ihr wirklich Champagner und dann vielleicht tatsächlich Veuve Clicquot dan rechnet pro Gast ganz ohne Häppchen und Alternativen mit 20,- €
  • die Hochzeitstorte - hierzu habe ich mich ja schon ausgelassen: Hochzeitstorten vom Konditor sind echt unverschämt teuer, dafür dass sie zwar gut aussehen aber nicht schmecken. Pro Person solltet ihr mindestens mit 5,- € rechnen, für eine richtige Motivtorte die wirklich verziert ist, rechnet besser mit 7,50 € pro Person. Für das Exklusivmodell rechnet mit 10,- € pro Person. Teurer geht natürlich immer (^.^)
  • Nachdem sich nicht jeder Gast auf nur ein Stück Kuchen beschränkt, braucht es zusätzlich ein Kuchenbuffet. Hier ist es eigentlich üblich, dass die fähigen Bäckerinnen und Bäcker unter den Gästen gebeten werden Kuchen zu machen und mitzubringen. Möchtet ihr das nicht, müsst ihr pro Kuchen mit etwa 30,- € und pro Torte mit etwa 50,- € zusätzlich rechnen. Pro Kuchen/Torte habt ihr dann zwischen 8 und 12 weitere Stücke. Zusätzlich müsst ihr in einem Restaurant - vorausgesetzt ihr bezieht eure Kuchen und Torten nicht über das Restaurant - mit einem sog. Gabelgeld rechnen. Pro Gast beträgt das nochmal zwischen 2,- € und 3,- €. Als weitere Alternative könnt ihr natürlich auch mein Hochzeitskuchenbuffet-Recherche-Programm verfolgen, vielleicht ist das ja was für euch. (^.^)
  • Ein Abendessen mit mindestens drei Gängen, wahlweise als Menü oder als Buffet, hier solltet ihr pro Person zwischen 30,- € und 40,- € veranschlagen.
  • Die Getränke: dafür kommen je nach Dauer und Außentemperatur nochmal etwa 20,- € bis 50,- € pro Gast hinzu.
  • Wenn ihr in Räumen ohne Bewirtung heiratet, müsst ihr zusätzlich noch die Kosten für den Service, die Anlieferung und den Auf- und Abbau mit einkalkulieren.
  • wer jetzt noch ein Mittagessen anbieten will, was nicht unbedingt üblich ist, kann sich an den Abendessenpreisen orientieren.
  • Sofern ihr standesamtlich und kirchlich heiratet - das macht man normalerweise ja nicht an einem Tag - findet die große Feier erst nach der kirchlichen Trauung statt, mit den Gästen der standesamtlichen Hochzeit geht man Mittagessen, auch hier sollte man mit etwa 25,- € bis 35,- € pro Gast rechnen
Beim Essen kann man aber auch sparen:
  • erkundigt euch beim Einholen der Angebote, ob es möglich ist die eine extra Getränkekarte anzubieten, so habt ihr mehr Planungssicherheit was die Getränkepreise betrifft und keiner in Versuchung kommt den 80,- € Wein zu bestellen oder sich auf eure Kosten mit flaschenweise Wodka die Kante gibt - außer natürlich ihr wollt das. (^.^)
  • fragt nach, ob es möglich ist Korkgeld zu bezahlen und wenn ja, wie hoch dieses ist. Dann könnt ihr nämlich Wein und Sekt selbst mitbringen. Das lohnt sich allerdings nicht immer: Korkgeld wird üblicherweise pro geöffneter Flasche bezahlt und liegt zwischen 5,- € und 10,- €. Mit dabei ist dann aber nur Öffnen und Ausschenken - kein mischen.
  • fragt nach, ob ihr Pauschalen vereinbaren könnt - idealerweise für ein Gesamtpaket. Das haben wir gemacht und sind damit wirklich zufrieden.
Weiter gehts mit den Kosten - jetzt kommen wir zur Deko und allem was dazu gehört:
Ihr braucht Tischdeko fürs Restaurant, Blumenschmuck und Deko für Standesamt und ggf. Kirche. Dazu kommen noch Ringkissen, Hochzeitskerze, Anstecksträußchen für die Gäste, evtl. Blumenkränze und Streukörbchen für die Blumenkinder, ihr selbst braucht euren Brautstrauß und der Bräutigam dazu das passende Ansteckbouquet und zuguter letzt brauchen eure Brautjungfern noch ihre Blumensträuße (üblicherweise eine kleinere Version eures Straußes) und evtl. auch Blumenkränze; nicht zu vergessen wäre noch der Blumenschmuck für euer Hochzeitsgefährt.
Ja ihr braucht... davon sicher nicht alles. Ihr solltet euch aber Gedanken darüber machen, was davon ihr wollt und wieviel ihr ausgeben wollt. Das meiste von den hier genannten Sachen kann man für wenig Geld selbst machen. Allerdings ist das immer mit Arbeit, Können und Zeitinvest verbunden. Zeit hat man aber nicht immer, wenn man gerade dabei ist seine eigene Hochzeit vorzubereiten. Das oft angebotene "Rundum-Sorglos-Paket" (z.. Blumenschmuck durch den Autovermieter, Deko im Restaurant durch das Restaurant) ist aber sicher nicht immer die günstigste Variante. Hier lohnt es sich auf jeden Fall zu vergleichen und abzuwägen. Gerade bei den kleinen Dingen kann man viel Geld für eigentlich Nebensächliches ausgeben.

Weniger Nebensächlich, sondern richtig wichtig ist die musikalische Gestaltung eurer Hochzeit, damit steht und fällt oft die Stimmung. Grundsätzlich habt ihr die Wahl zwischen Band und DJ für die Hochzeitsfeier. Nehmt hier nicht einfach irgendjemanden, nur weil es günstig ist. Hört euch die Bands und DJs erstmal an und zwar live - Videos kann man bearbeiten. Und wählt dann unter denen, die euch wirklich überzeugt haben, aus.Ihr solltet dabei auch daran denken, dass eure Musiker auch auch eure Kosten mitessen und mittrinken. Das sollte idealerweise in eure Vergleichsberechnung mit rein.
Für die musikalische Untermalung der Trauungszeremonie ist es üblicher einen Organisten, einen Chor oder Akustikmusiker bzw. Solosänger zu engagieren. Gerade die so genannten Hochzeitsmusiker, die man für solche Zwecke buchen kann, haben bei ihrer Preisgestaltung wirklich gar keine Skrupel. Hier habe ich schon Angebote gelesen, bei denen pro Lied abgerechnet wird, wobei ein Lied bereits einen dreistelligen Betrag kostet. Wenn ihr kirchlich heiratet, überlegt euch, ob nicht der Gemeindeorganist bzw. der Kirchenchor der Gemeinde für euch in Frage kommt. Oft gibt es in den Pfarrgemeinden auch Jugendmusikgruppen die gute akustische Musik machen. Außerdem finden sich in vielen Gemeinden auch gute Solosänger. Die Kosten halten sich in dieser Variante auch absolut im Rahmen. Unser Organist - der Organist der Kirchengemeinde, der auch Konzertorganist ist - kostet einschließlich Anfahrt 40,- €. Ein noch nicht mal ansatzweise vergleichbar guter "Hochzeitsorganist" kostet das Zehnfache. Bei standesamtlichen Hochzeiten ist es nicht üblich diese musikalisch zu begleiten. Solltet ihr das unbedingt wollen, überlegt euch, ob Musik vom Band nicht auch reicht.

Ebenfalls richtig wichtig ist ein guter Hochzeitsfotograf. Schließlich wollt ihr schöne Erinnerungsfotos an eure Hochzeit haben. Diejenigen Fotografen, die sich "Hochzeitsfotograf" nennen, sind wieder einmal richtig teuer. Eine gute Alternative sind Hobbyfotografen. Dazu gibt es einschlägige Seiten im Internet, auf denen die Fotografen auch ihre Bilder zeigen. Klar werden Hobbyfotografen von den gelernten Fotografen gerne schlecht geredet. Allerding shalte zumindest ich Fotografie für eine Kunst und Kunst kommt nun mal von können. Das ist nichts, das man in einer dreijährigen Ausbildung lernen kann. Entweder man hats drauf, oder man hats nicht drauf. Ich kenne aus meinen Modeljahren noch einige Fotografen, die Fotografie nicht als Handwerk gelernt haben und trotzdem millionenmal besser sind, als so mancher vermeintliche Profi. Und glaubt mir: ich habe in den letzten Wochen wirklich schon reichlich murksige Bilder  von den sogenannten "Hochzeitsfotografen"  gesehen. Das Umschauen im Laienlager lohnt sich wirklich. Einfach mal auf www.fotocommunity.de klicken und sich in aller Ruhe umsehen - so spar man oft mehr als die Hälfte (bei den "Hochzeitsfotografen" müsst ihr für den kompletten Tag mit rund 3.000,- € rechnen) und bekommt sogar noch mehr Bilder überlassen (oft sogar alle, die entstanden sind). Wenn euch ein kurzes Fotoshooting reicht, könnt ihr auf der Feier auch auf den Tischen Einwegkameras auslegen, so dass eure Gäste für euch schöne Erinnerungsbilder machen.

Ein nicht ganz so dicker Posten, der aber trotzdem reiflicher Überlegung bedarf: mit welchem Fahrzeug will denn das Brautpaar fahren? Soll es eine Kutsche sein? Oder ein Oldtimer? Vielleicht auch eine Stretchlimousine? Wie auch immer ihr euch entscheidet: denkt an die erforderlichen Rahmenbedingungen: Für die Kutsche braucht ihr zwingend einen Kutscher, der Chauffeur kann auch durch einen der Hochzeitsgäste ersetzt werden. Pferdekutschen können nicht im Parkhaus parken, sondern brauchen eine Möglichkeit, bei der die Pferde versorgt werden können. Auch überdimensionierte Autos brauchen mehr Platz zum parken. Für Oldtimer besteht oft Garagenzwang. Nehmt ihr die Sparvariante des Hochzeitsautos, sprich "ohne Chauffeur", braucht ihr einen Garagenstellplatz und müsst zudem das Auto komplettgereinigt - also einschließlich Innenreinigung am nächsten Tag zurückgeben. Das bedeutet am Tag nach der Hochzeit nochmal eine Runde Arbeit und ggf. auch Zeitdruck. Alles andere kostet wieder mehr. Anderseits müsst ihr Kutscher/Chauffeur als "Gast" miteinrechnen, schließlich wollt ihr nach der Feier auch wieder irgendwie heimkommen. Auch hier ist das vermeintlich billigste Angebot nicht immer das günstigste Angebot. Nachdem wir in einem Schloss heiraten und demnach weder Kutsche noch Hochzeitsauto brauchen (wir gehen von der Trauung zur Feier 20 Meter über den Schlosshof), habe ich mich mit den Preisen für Hochzeitsgefährte nicht richtig auseinander gesetzt. Nur so viel: ich habe schöne gepflegte Oldtimer zum Selbstfahren im Münchner Umland für 200,- € am Tag entdeckt; ebenso habe ich genauso schöne und gepflegte Oldtimer ebenfalls zum selbstfahren auf einer Hochzeitsmesse in München für 1.300,- € am Tag entdeckt. Irgendwo dazwischen werden sich die Preise wohl bewegen.

Zu guter letzt noch der Kleinkram, der in Summe dann doch wieder ganz schön ins Geld geht. Hier wären zunächst die Drucksachen zu nennen. Dazu gehören üblicherweise:

  • Einladungskarten (+ Porto)
  • Platzkarten
  • Menükarten
  • Programmheft zur Trauung
  • Dankeskarten (+ Porto)
Das sind für mich alles Dinge, die man locker selbst machen kann. Allerdings ist mir durchaus bewusst das das nicht jeder kann oder will. Allerdings kann ich zur "Einkaufsvariante" nicht so viel sagen, die stand für mich nie zur Frage. Daher: vergleichen und ggf. Komplettangebote für alles aushandeln, schließlich soll bei einem konsequenten Hochzeitskonzept auch ein einheitliches gestalterisches Konzept durchgezogen werden.

Solltet ihr Gäste mit weiter Anreise einladen, solltet ihr euch außerdem fragen, ob ihr ihnen nicht eine oder zwei Übernachtungen bezahlt. Zumindest der gute Ton würde das verlangen, es muss ja nicht das 5-Sterne-Hotel sein. Günstig sind hier insbesondere Ferienwohnungen oder kleinere Frühstückspensionen. Schaut euch einfach auf der Homepage eures Hochzeitsortes um, dort ist unter Tourismus üblicherweise eine komplette Anbieterübersicht. So könnt ihr am leichtesten vergleichen.

Schließlich hält auch Vater Staat noch die Hand auf: für die Urkunden, die ihr zur standesamtlichen Trauung benötigt, zahlt ihr aktuell 30,- €. Die Prüfung der Ehefähigkeit kostet nochmal 50,- €. Die Kosten der Trauung hängen davon ab, wann ihr heiratet (nach den Öffnungszeiten für den Parteiverkehr kostet es bspw. einen Aufpreis) und wo ihr heiratet; Besondere Trausäle kosten nochmal extra. Die normale Trauzeremonie ohne weitere Extras kostet 40,- €. So zumindest mein aktueller Kenntnisstand. Sollte sich hier noch was ändern, passe ich entsprechend an.
Außerdem kostet das Stammbuch, das ihr mit der Hochzeit nehmen müsst Geld, wieviel hängt von der Ausführung ab, die ihr nehmt. Die Preise liegen grob zwischen 10,- € und 25,- €. Außerdem kostet eure Hochzeitsurkunde, die ihr für spätere Ämter- und Behördengänge sowie für euren Arbeitgeber braucht 15,- € je Ausfertigung. Zwei Ausfertigungen braucht ihr schon mal sicher, für jeden eine. Zudem braucht ihr bei Namensänderungen neue Pässe und Führerscheine, auch das kostet wieder... Grob veranschlaget habe ich bei meiner Planung mal 250,- €. Meine Erfahrungswerte ergänze ich dann noch, sobald ich die Erfahrungen dazu habe. (^.^)

Wem jetzt die Ohren schlackern vor lauer Kosten: die deutsche Durchschnittshochzeit kostet alles in allem 11.500,- €. Günstig ist eine Hochzeit, wenn man es schafft unter 8.000,- € zu bleiben. Und: am leichtesten spart man mit der Anzahl der Gäste. Sind also eure kalkulierten Kosten zu hoch: werft nochmal einen Blick auf die Gästeliste und überlegt euch, wen ihr unter diesen Umständen doch nicht einladen wollt. (^.^)

Freitag, 24. Januar 2014

Side Rolls - The Side Full-Wave Reverse Roll


Auch bei der Side Full-Wave Reverse Roll sind wir an die Grenzen meiner Haare. Dieses Haarstyling funktioniert nur in Haaren mit der richtigen Länge, bei der Side Full-Wave Reverse Roll sollte die Seitenpartie eine Länge zwischen etwa 18 cm direkt am Haaransatz und nach hinten kürzer werdend bis auf etwa 15 cm in der Länge bei den Haaren am Scheitel hinter den Ohren. Recht viel länger geht nicht, da sich die Anzahl der Pin-Curls nicht reduzieren lässt ; insgesamt müssen vierzehn Pin Curls gelegt werden. so werden aber meine zu langen Haare zu kraus, so dass sie sich nicht mehr legen lassen.

Nachdem die Frisur aber ebenfalls ein 40er Jahre Klassiker ist, will ich euch zumindest das Legeschema nicht vorenthalten - Zeichnungen nach "40s Hairstyles" von Daniela Turudich:


Donnerstag, 23. Januar 2014

Balkonpflanzenplanung 2014 - Die Grobplanung

Ja ihr lest, richtig. Ich mache mir jetzt, im Januar, Gedanken darüber, was ich auf meinem Balkon pflanzen will. Nach dem wirklich stümperhaften Try-and-Error-Verfahren des letzten Jahres habe ich mich mal etwas belesen, was Balkonbepflanzung betrifft und habe nun gelernt, dass die sinnvollste Zeit, sich Gedanken über eine Sommerbepflanzung zu machen ernsthaft der Januar ist. Also mache ich das doch glatt. (^.^)

Als bisher ziemlich Unbedarfte, was Pflanzen betrifft, habe ich keine Lieblingspflanzen, die es unbedingt sein müssen. Gekauft habe ich bisher was gefällt. Daher kann ich sehr frei in die Planung einsteigen.

Damit ein Balkon richtig wirkt, müssen die Farben passen. Hierbei soll man unbedingt auch die vorhandenen Farben von Wänden oder Möbeln berücksichtigen, damit sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Meine Möbel sind zwar farblich sehr zurückhaltend, allerdings wäre da noch die grau-blaue Balustrade, die ich noch verhängen wollte und, da kann ich dann leider nicht mehr so viel verhängen: die schmutzgelbe Hauswand. Also sollte ich mich an dem Schmutzgelb der Wand orientieren. Die Idee der Pastellfarben des letzten Jahres war also ziemlich schnapsig, das hätte nicht gewirkt zu der Farbe der Wand. Ich zücke also den Itten'schen Farbkreis und suche Schmutzgelb heraus um ein passendes Farbdreieck einzuzeichnen. Nachdem ich auch die ein oder andere Nutzpflanze auf dem Balkon unterbringen will, geht meine erste Verbindungslinie zu grün. Damit ergibt sich ein Violettton als passende Ergänzung:
Als Vintage-Lady halte ich es hier mit der Farbenlehre des Bauhauskünstlers  Johannes Itten. Was genau dahinter steckt und wie diese Farbenlehre funktioniert, erkläre ich nochmal gesondert, das wäre sonst zu ausschweifend. Merkt euch hier einfach nur: Farbenkreis nach Itten + gleichschenkliges Dreieck einzeichnen = passende Kombination.
Weiterhin zu berücksichtigen wäre die Lage des Balkons und die Sonneneinstrahlung. Unser Balkon geht nach Nordwesten und hat auch durch die Bebauung - er ist im Innenhof - zwar Sonne, allerdings erst in den Abendstunden. Für unseren Balkon kommen damit nur Pflanzen in Frage, die im Halbschatten gedeihen.

Bei den Blumen will ich mich diesen Sommer mal an den folgenden Pflanzen probieren:
Violetttöne:
Fleißiges Lieschen
Fuchsie

Gelbtöne:
Knollenbegonie
Löwenmäulchen

weiß (als Nichtfarbe nach Itten geht das immer):
Eisbegonie
Fleißiges Lieschen
Knollenbegonie

grün:
Efeu

Nachdem mein Balkon auch zum gesunde Sachen naschen da ist, gibts außerdem noch Grünkohl, Pflücksalat, Rucola, Zucchini sowie rote Johannisbeeren. Selbstverständlich will ich auch mein Kräuterregal wieder bestücken, nämlich mit Bärlauch, Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch und Thymian.

Sooooo, das wäre es jetzt erstmal mit der ersten Planung im Balkonjahr. Weiter geht es dann im Februar mit einer Konkretisierung der Planung und den ersten Vorbereitungsarbeiten. (^.^)

Mittwoch, 22. Januar 2014

Unser erstes Traugespräch

Gestern hatten wir nun endlich unser erstes Traugespräch. Ganz ehrlich kurz davor waren wir beide ganz schön nervös, schlicht weil wir beide auch nicht so recht wussten, was da nun auf uns zukommt.

Die Nervosität hatte sich aber bald gelegt, unser Pfarrer macht einen richtigen freundlichen und aufgeschlossenen Eindruck und das Gespräch war echt locker. Inhaltlich ging es zunächst um formale Fragen im Protokoll zum ersten Traugespräch. Außerdem musste mein Freund seinen Eid (eigentlich war es eine Unterschrift) leisten, dass er bisher noch nie verheiratet war. Bei mir hat die Vorlage meiner Taufurkunde gereicht.

Im zweiten Teil des Gesprächs ging es um das christliche Eheverständnis, das uns unser Gemeindepfarrer ganz ohne die verklausulierte Sprache des Kirchenrechts verständlich gemacht hat. Nein, mehr noch: er hat das christliche Eheverständnis mit uns im Gespräch eund im Dialog das Eheverständnis erarbeitet. Das hat insbesondere meinem Freund sehr viel gebracht - ich konnte "das alles" einfach nie so wirklich gut erklären. Was meinem Freund auch sehr wichtig war - verständlicherweise: er muss nichts vor Gott geloben oder dergleichen. Jede christliche Formulierung hat auch eine weltliche Variante, die bei einem nichtchristlichen Partner für denjenigen verwendet wird, während für den christlichen Partner die christliche Formulierung verwendet wird. Nachdem wir uns beide mit dem christlichen Eheverständnis einverstanden erklärt haben, kann nun unser Gemeindepfarrer den Dispens beim Bischof beantragen. Sobald dieser Dispens vorliegt geht es weiter. (^.^)

Wer wissen will, was denn nun das christliche Eheverständnis ist: nach dem Einverständnis dazu, wird man nochmal explizit während der Trauzeremonie gefragt - nämlich mit diesen vier Fragen:

... ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut .../Ihrem Bräutigam ... den Bund der Ehe zu schließen?

Wollen Sie Ihre Frau/Ihren Mann lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?

Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?
(dazu gibt es auch eine weltliche Formulierung)

Sind Sie beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?
(Auch hierzu gibt es eine weltliche Formulierung)

Außerdem hat uns unser Pfarrer ein Angebot zu einem Ehevorbereitungsseminar für chrsitlich-konfessionslose Paare mitgegeben. Das liest sich schon mal ziemlich interessant, das werden wir in jedem Fall mal ins Auge fassen. Sollten wir teilnehmen, berichte ich natürlich auch darüber.

Dienstag, 21. Januar 2014

Ein Schlüsselboard der etwas anderen Art

Momentan gibt es sie überall zu kaufen: ordinäre Geweihe für die Wand, allerdings schön kitschig verziert. Und ich finde die soooo toll! Retro Kitsch! (^.^) Aber mal ehrlich: was die kosten, wenn sie auch nach was ausschauen sollen, ist wirklich jenseits von gut und böse... Also einmal mehr: selbst ist die Frau (^.^)



Geweihe gibt es für ein paar Euro auf jedem Flohmarkt. Damit ihr preislich nicht über den Tisch gezogen werdet: Je unregelmäßiger und unsymmetrischer die Hörner sind, desto teurer. Geweihe von Rehböcken (so eines wie ich habe) kosten zwischen 1,- € bis 2,- € für sehr symmetrisch bis aller maximalst 10,- €. Hirschgeweihe sind teurer - und zwar umso teurer je mehr "Verästelungen" das Geweih hat (sogenannte Ender: 12 Verästelungen = 12-Ender). Hier gilt die Devise: je symmetrischer das Geweih ist, desto teurer ist es auch. Hier geht die Preisspanne bei etwa 10,- € los (bei einem 2-Ender), pro zusätzlichen Ender kostet es etwa 5,- € mehr.






Zunächst wird das Geweih vorsichtig von der Holzplatte abgeschraubt und beides mit weißem Sprühlack sorgfältig lackiert. Lackiert dabei maximal drei dünne Schichten gleichzeitig. Sofern das Geweih noch weitere Schichten braucht (braucht es vermutlich), damit der Lack deckt, erst antrocknen lassen bis der Lack überlackierbar ist (wie lange das dauert, steht bei der Anwendungsbeschreibung eures Lacks) und dann erneut drei dünne Schichten aufsprühen. Das wiederholt ihr so lange, bis die gewünschte Deckkraft erzeugt ist. Dann lasst ihr den Lack vollständig durchtrocken (auch hier siehe Anleitung).





Nach dem Durchtrocknen, wird der Übergang von den Hörnern zum Schädel sorgfältig abgeklebt. Das Geweih kommt auf ein Blatt Papier. Die Vorderseite der Hörner wird jetzt mit Glittermedium eingepinselt und der Glitter aufgestreut. Das Geweih vorsichtig umdrehen, so dass der zu viel aufgestreute Glitter auf das Papier fällt und den so überschüssigen Glitter wieder zurück in die Glitterdose füllen. Das Geweih, wie auf der Anleitung des Klebers beschrieben trocknen lassen. Auf diese Weise glittert ihr nach und nach das gesamte Geweih ein und lasst es nochmal gut - am besten über Nacht - durchtrocknen. Als Finish (damit sich der Glitter nicht löst und überall penetrant hängen bleibt) kommt noch eine Runde Klarlack aus der Sprühdose auf das Geweih. Auch diesen wieder komplett durchtrocknen lassen.





Während der ganzen Trockenphasen des Geweihs kommt zwischendurch die Holzplatte dran. Diese habe ich zunächst grob mit einem schön gemusterten Stoff bezogen. Dafür die Umrisse der Holzplatte mit Schneiderkreide auf die Linke Seite des Stoffs zeichnen (bei größer gemusterten Stoff auf das gewünschte Muster achten) und entlang der Linie mit einer Zick-Zack-Schere ausschneiden. Den so zugeschnittenen Stoff mit Stoffkleber (wichtig, damit der Kleber sich nicht durch den Stoff drückt) auf die Holzplatte kleben.

Auf den Rand klebe ich, ebenfalls mit Stoffkleber, verschiedene Borten und Bordüren um den Rand des Stoffes zu verdecken. Nun wird das Geweih wieder auf die Holzplatte montiert. Ich nehme dazu Bilderhakennägel und nutze die bereits vorhandenen Löcher im Schädel.







Und fertig ist mein Schlüsselboard, ergänzt um ein kleines Dekoelement, das ich vor einiger Zeit in einer Kruschbox in einem Bastelshop gefunden habe:

Sonntag, 19. Januar 2014

Eischwerteig ohne Fett - Früchtebrot

Das Früchtebrot, das ich euch heute zeigen möchte, ist kein klassisches Weihnachstfrüchtebrot, sondern vielmehr ein Restefrüchtebrot (^.^) Ich mache es immer dann, wenn ich wieder einiges an angebrochenen Backzutaten, die man nun nicht jeden Tag braucht, aufbrauchen möchte. Hier lässt sich ziemlich viel heiter zusammenkippen, so dass immer wieder ein anderes lecker Früchtebrot rauskommt. Es ist auch nicht all zu schwer, so dass es wirklich das ganze Jahr über schmeckt. Die Grundlage dazu ist ein Eischwerteig ohne Fett und es ist superleicht und schnell gemacht. (^.^)

Zutaten für eine Kastenform:
3 Eier
3 Eischwer Zucker
3 Eischwer Mehl
1 TL Zimt
2 TL Rum
200 g (gemischte) Nüsse (Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, ...)
375 g (gemischte) Trockenfrüchte (Feigen, Pflaumen, Cranberries, Rosinen, Korinthen, ...)
125 g (gemischte) kandierte Früchte (Zitronat, Orangeat, Cocktailkirschen, ...)

Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen bzw. einfetten. Den Backofen auf 180° C (160° C Umluft) vorheizen.
Die Nüsse, sofern nicht gemahlen, hacken. Die kandierten Früchte und Trockenfrüchte grob hacken. Eier und Zucker auf höchster Stufe zu einer weißschaumigen Masse schlagen. Den Rum zugeben. Das Mehl mit dem Zimt auf die Schaummasse sieben und auf geringster Stufe kurz unterrühren. Nüsse und Früchte zugeben und unterheben.

Den Teig in die Form füllen und bei 180° C (160° C Umluft) etwa 75 MInuten lang backen. Am besten überprüft ihr das Backergebnis mit der so genannten Stäbchenprobe: nehmt dafür ein Holzstäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß o.ä.), stecht in den Kuchen und zieht das Stäbchen wieder raus. Sobald kein Teig mehr am Holzstäbchen anhaftet ist der Kuchen fertig und kann raus aus dem Rohr.
Das Früchtebrot dampft etwa 5 Minuten in der Form ab und wird dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter gestürzt (Backpapier drunter, sonst bleibt der Kuchen kleben).

Freitag, 17. Januar 2014

Side Rolls - The Side Have-Wave Reverse Roll

Zum Legen der Side Half-Wave Reverse Roll wird zunächst ein Seitenscheitel und anschließend vom Seitenscheitel aus ein senkrechter Scheitel hinter das Ohr gezogen um so die kompletten seitlichen Vorderpartien auf beiden Seiten abzuteilen.

Hier werden 10 Pin Curls (je vier Pin Curls in drei Reihen) gelegt. Damit ihr nicht genauso Erfahrungslernen müsst wie ich: die ideale Länge liegt zwischen etwa 16,5 cm direkt am Haaransatz und nach hinten kürzer werdend bis auf etwa 14 cm in der Länge bei den Haaren am Scheitel hinter den Ohren. Recht viel länger geht nicht mehr, da sich die Anzahl der Pin-Curls kaum reduzieren lässt - von den eigentlich 10 Pin Curls kann man maximal auf 6 Pin Curls reduzieren.



Jetzt gehts aber wirklich ans machen:
Haare waschen und lufttrocknen lassen bis sie nur noch leicht feucht sind, bzw die Haare leicht anfeuchten.

Eine Seitenpartie abteilen (tiefer Seitenscheitel und dann senkrecht nach unten hinter das Ohr), die übrigen Haare zur Seite stecken. Die Seitenpartie nun zu einer Welle schieben und die Längen in zwei Reihen, eine mit 6 und eine mit 4 Pin Curls, die gegen den Uhrzeigersinn gewickelt werden. Arbeitet dabei von oben nach unten und von vorne nach hinten. Genauso mit der anderen Seite verfahren.

Die Haare komplett durchtrocknen lassen - am besten über Nacht.

Die Pin Curls vorsichtig lösen, die Haare normal hängen lassen und durchbürsten bis sich die einzelnen Haarsträhnen wieder gleichmäßig verbunden haben. Dann die Haare nach oben nehmen und die Side Roll von oben nach unten zur hinteren Schläfe hin wickeln. Falls ihr sehr dünnes Haar habt müsst ihr eure Half-Wave Reverse Roll vor dem Einrollen am Ansatz noch etwas toupieren, damit sie genug Stand hat und auch entsprechend hält.  Mit Bobby Pins feststecken. Nehmt so viele dass ihr euch sicher fühlt, übertreibts aber nicht, auch hier reichen bei mir normalerweise 3 - 4. Und bitte meine Damen: Bobby Pins sollen die Haare unsichtbar in Form halten. Eine Dame der 20er, 30er, 40er, 50er oder 60er hätte niemals freiwillig das Haus verlassen, wenn sie gewusst hätte, dass man ihre Haarnadeln sieht. Und: das sieht auch heute noch sch... aus. Das nur mal am Rande.
So, das Ding hält. Glaubt ihr nicht? Probierts aus und drückt eure Side Half-Wave Reverse Roll mal platt. Pling, da isse wieder (^.^) Der reinste Schachtelteufel, oder? (^.^)
Wer mag oder wer viel tanzen will oder sich sonstwie hoher Luftfeuchtigkeit aussetzt, gibt noch Haarspray drüber. Fertig!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Die Sache mit der Hochzeitstorte

So meine Lieben, es gibt erschreckende Neuigkeiten von der Hochzeitsfront: die Hochzeitstorte wird zur ernsthaften Herausforderung! Die Problemstellung: wir mögen beide keine Fondant- und schon erst recht keine Motivtorten. Die mögen zwar toll aussehen, schmecken aber zum - mit Verlaub - kotzen. Das ist Zucker pur, nur noch süß und pappig und zumindest für uns muss ein Kuchen erstmal gut schmecken, die Optik ist zwar auch wichtig, aber sicher nicht das Einzige, das zählt. Zudem war ich auch schon auf einigen Hochzeiten, bei denen die Torte zunächst "wow" und dann "pfui" war und ich weiß noch bei jeder Pfui-Motiv-Torte auf welcher Hochzeit sie war und welches Brautpaar mir dieses kulinarische Schreckenserlebnis angetan hat. Ich will wirklich nicht, dass sich unsere Gäste so an unsere Hochzeit erinnern. Eine weitere Schwierigkeit was mögliche Hochzeitstorten betrifft: Mein Schatz mag kein Marzipan und ich mag keine Buttercreme - und zumindest dem Brautpaar sollte die eigene Torte doch schmecken, oder?

Ich habe mich allerdings bei meiner Hochzeitslektüre in etwas verguckt, das ich auf unserer Hochzeit gerne hätte: nämlich einen Sweet Table. Das ist nicht der ordinäre, herkömmliche Kuchentisch, sondern ein farblich stimmiges Arrangement unterschiedlicher Kuchen, Torten, Törtchen, Muffins, Petits Fours, Cake Pops, Cup Cakes, Keksen, und diverser anderer Süßigkeiten. Das ganze dann noch mit schön stimmiger Deko. Also habe ich mal eben Google angeworfen und mich etwas umgesehen, was wie viel kostet und direkt bei der Hochzeitstorte mit unseren Voraussetzungen (da muss man erstmal noch eine Bäckerei finden die vernünftige Torten ohne igitt-Zeug backen kann) wieder aufgehört. Bei unserer überschaubaren Zahl an Hochzeitsgästen müssten wir allein für die Hochzeitstorte schon mit 300,- € rechnen. In der einfachsten kaum verzierten Variante. Für nen Kuchen... Mit einem Materialwert von maximal 20,- € und einem Arbeitsaufwand von 2 Stunden... Hallo???!!! Also ich habe ja echt kein Problem damit, für gutes Essen auch etwas mehr Geld auszugeben, aber das ist ja echt mal Geldschneiderei. Kaum steht Hochzeit drauf kostet es das Zehnfache! Wir waren uns da schnell einig, dass uns das die Sache nicht wert ist. Also heißt es einmal mehr: selbst ist die Frau... Oder naja, nicht ganz: meine Mutter, meine Schwester und meine angehende Schwiegermutter sind sich sehr sicher, dass es Unglück in der Ehe bedeutet, wenn ich die Torte selbst backe (ich bin ja nicht abergläubig - aber um des lieben Friedens willen...), also backen *wir* mein Schatz und ich. Außerdem spanne ich die Abergläubigenfraktion auch direkt für Arbeitsdienste ein. Kommt davon (^.^)

Nachdem wir alle miteinander kurz vor der Hochzeit sicher nicht mehr den Nerv haben noch mehrere Kuchen und Torten zu backen, habe ich mal versucht mich schlau zu machen, welche Kuchen und Torten man gut vorbereiten kann, bzw. was sich gut einfrieren lässt und bin leider nicht wirklich fündig geworden. Welche Teigsorten sich gut einfrieren lassen, lässt sich noch in jedem Standardbackbuch nachlesen, bei den Cremes und Verzierungen hört es dann schon auf. Völlige Fehlanzeige heißt es dann schlussendlich bei fertigen Kuchen und Torten. Nichts desto trotz muss das gehen - immerhin geht es bei den Fertigtiefkühlkuchen im Supermarkt. Aber nicht verzagen - es ist ja noch Zeit. Ich starte in der nächsten Zeit eine Einfrierversuchsreihe und werde hier selbstverständlich ausführlich berichten, was geht und was aber auch nicht geht.

Wovon ich übrigens immer noch nicht weg, sondern vielmehr ganz dicht dran bin, ist der Sweet Table. Wir machen uns unseren eigenen Hochzeits-Sweet-Table (^.^)

Montag, 13. Januar 2014

Mein Look zur Verlobungsfeier

Dem aufmerksamen Leser meines Blogs ist sicher aufgefallen, dass ich mittlerweile eine kleine Collage zu unserer Verlobungsfeier eingestellt habe. Heute zeige ich euch noch meinen Look für den großen Tag im Detail. (^.^)
Das Outfit:
Kleid: Collectif "Cynthia Doll" über Miss Mole
dazu ein Vintage-Gürtel, Nahtnylons und T-Straps - ebenfalls Vintage; außerdem:
Ringe: mein Verlobungsring und ein Vorsteckring für den sicheren Sitz (an der linken Hand habe ich eine kleinere Ringgröße als an der rechten und rechts soll er später auf jeden Fall passen)

Das Styling:
Meine Haare habe ich zu einer Variante der Pin-Curl-Wave gelegt. Wie eine Pin-Curl-Wave grundsätzlich funktioniert, zeige ich euch noch im Rahmen meiner Serie zu den Frisuren-Grundlagen vergangener Jahrzehnte.
Nachdem ich ein Kleid im Stil der 40er Jahre trage, habe ich auch ein 40er Jahre Tages-Make-up aufgelegt. Worauf es dabei ankommt, gibt es demnächst in meiner Serie zum Thema Schminken.
Eigentlich wollte ich auch meine Nägel im 40er Jahre Stil, also mit ausgespartem Nagelmond lackieren. Nur, wie das immer so ist, wenn was besonderes ansteht. Irgendwas haut nie hin. Bei mir war es die Maniküre. Also habe ich kurzentschlossen ganz normal lackiert und zwar in der Farbe 031 "Love Letter" von P2, weil sie einfach perfekt zu meinem Kleid passt (^.^). Damit es wenigstens halbwegs stilecht ist, habe ich als Überlack Matte about you von Essie benutzt - derart hochglänzende Nagellacke, wie wir sie heute haben, gab es in den 40ern noch nicht. Hier nochmal im Detail:

Sonntag, 12. Januar 2014

Hochzeitstage im M.O.C. München

Ich wage mich also nochmal auf eine Hochzeitsmesse, auf die Hochzeitstage, die in München im M.O.C. gastieren (gibts auch noch in anderen Städten)... Dieses mal begleitet von meiner Mutter und meiner zukünftigen Schwiegermutter. Mein Schatz kam trotz der Erfahrungen auf der Trau Dich! völlig freiwillig uns selbständig mit. Ich habe sogar versucht es ihm auszureden, er ließ sich aber nicht beirren, er wollte - freiwillig - mit, weil es schließlich auch seine Hochzeit ist. Ganz ehrlich: das muss Liebe sein, ich fand das ganz wunderbar von ihm.  ♥♥♥

Laut Eigenwerbung ist die "Hochzeitstage" ja die schönste Hochzeitsmesse Deutschlands. Das mag sein - sie ist auf jeden Fall besser als die "Trau Dich!", da die Aussteller definitiv besser ausgewählt wurden und die Standmitarbeiter zudem nicht derart aufdringlich bis fast schon unverschämt sind. Ich habe auch dieses mal wieder vieles an Ideen und Impressionen eingesammelt. Außerdem gab es einiges an interessanten Anbietern, bei denen ich mal Flyer eingesammelt habe und bei denen ich sicher noch auf den ein oder anderen zurückkommen werde und dann selbstverständlich auch hier vorstellen werde. Die Angebote auf der Messe waren zwar immer noch teuer, aber nicht derart unverschämt überteuert wie auf der "Trau Dich!" und: es waren sogar einige wirklich preiswerte Anbieter mit dabei. (^.^)

Ob die Hochzeitstage nun wirklich die schönste Hochzeitsmesse Deutschlands ist, wage ich nicht wirklich zu beurteilen. Wenn das ernsthaft das beste ist, ist auf jeden Fall noch Spielraum nach oben es besser zu machen. Nichts desto trotz lohnt sich der Besuch der Hochzeitstage aber, alleine schon, weil es nicht nur 0815-Mainstream-Aussteller sind, sondern hier wirklich Wert auf Individualität gelegt wird. Groß ist die Messe auch nicht, immerhin haben wir uns aber 3 Stunden aufgehalten, ohne groß zu trödeln oder größere Pausen zu machen. Die 12,- € Eintritt pro Person sind zwar immer noch teuer, lohnen sich aber, wenn man schon mal so ungefähr weiß, in welche Richtung die eigene Hochzeit so gehen soll. Trotzdem bekommt man sicher seine Hochzeit auch gut und wundervoll über die Bühne, wenn man sich Hochzeitsmessen grundsätzlich spart. Ggf. muss man nach dem ein oder anderen etwas länger suchen, fündig wird man aber dank Onkel Internet und Tante Hochzeitszeitschrift aber auch so. Solltet ihr zu den glücklichen gehören, die die Hochzeitstage in der Nähe ihrer Heimat haben (Dortmund, Hamburg, Hannover, München, Münster), fahrt da ruhig hin. Weitere Anreisen lohnen sich meiner Meinung nach nicht wirklich.

Samstag, 11. Januar 2014

Der weiße Stadtvogel in München - Stadtführungen mal anders

So ihr lieben, ich plane zwar eine große Museenserie für Münchner und Münchenbesucher, ich möchte euch heute aber auch ein Stadtführungsunternehmen vorstellen, das ich einfach wunderbar finde. Den weißen Stadtvogel. (^.^)

Wenn man "Stadtführung" hört, denkt man (also "ich" *gg*) vor allem an dröges runtergeleiere von Namen, die der durchschnittsgebildete Bürger noch nie gehört hat und Daten die man ohnehin sofort wieder vergisst. Der Stadtvogel hingegen bietet Event- und Erlebnisführungen ohne einfach nur ahistorischen Klamauk zu veranstalten (das habe leider bereits in anderen Städten erlebt). Ja, man kann auch Geschichte und Unterhaltung ganz wunderbar verbinden ohne zu arg in den Bereich Mythen und Märchen abzudriften, immerhin bietet die reale Geschichte auch genug spannenden Erzählstoff. (^.^) Das allerschönste dabei: selbst für eingesessene Münchner (wie mich) gibt es auf diesen Touren immer wieder Neues zu entdecken und: an mancher Tour (den Nachtwächter zum Beispiel) habe ich sogar schon mehrmals teilgenommen und fand sie jedesmal wieder unheimlich unterhaltsam und kurzweilig. (^.^)

Kurzum: ihr seid zu Gast in München und möchtet euch eine kleine Stadtführung gönnen: schaut beim Stadtvogel rein. Ihr seid aus München ihr habt nichts vor, ihr würdet aber so gerne: wie wäre es denn mal mit einer Stadtführung beim Stadtvogel? Es lohnt sich! (^.^)

Ganz besonders empfehlen kann ich übrigens den kulinarischen Nachtwächter sowie die Viktualienmarkt-Probiertour. (^.^)

Freitag, 10. Januar 2014

Side Rolls - The Side Reverse Roll

Nachdem es mir letzte Woche beim Einleitungstext zu den Side Rolls schon ein dringendes Anliegen war, zu sagen dass Side Rolls keine Victory Rolls sind, zeige ich euch ab heute, wie man Side Rolls legt. Los gehts mit der klassischen Side Reverse Roll.

Zum Legen wird zunächst ein Seitenscheitel gezogen und anschließend vom Seitenscheitel aus ein senkrechter Scheitel hinter das Ohr gezogen um so die komplette seitliche Vorderpartien auf beiden Seiten abzuteilen.

Auch hier werden 12 Pin Curls (je vier Pin Curls in drei Reihen) gelegt. Damit ihr nicht genauso Erfahrungslernen müsst wie ich: die ideale Haarlänge an den Seiten für Side Reverse Rolls mit der klassischen Anzahl von 12 Pin Curls liegt bei etwa 15 cm direkt am Haaransatz und nach hinten kürzer werden bis auf etwa 12,5 cm in der Länge bei den Haaren am Scheitel hinter den Ohren. Die Haare sollten dabei im Längenverlauf nicht stufig abgesetzt sondern schräg geschnitten sein. Kürzer sollten eure Haare nicht sein, recht viel länger aber auch nicht - außer ihr arbeitet mit meinem bekannten Trick: weniger Pin Curls setzen als eigentlich vorgesehen.


Jetzt gehts aber wirklich ans machen:
Haare waschen und lufttrocknen lassen bis sie nur noch leicht feucht sind, bzw die Haare leicht anfeuchten.

Eine Seitenpartie abteilen (tiefer Seitenscheitel und dann senkrecht nach unten hinter das Ohr), die übrigen Haare zur Seite stecken. Gleichmäßig große Strähnen abteilen, mit Festiger einsprühen und zu gegen den Uhrzeigersinn gewickelten Pin Curls legen. Arbeitet dabei von oben nach unten und von vorne nach hinten. Bei der Ideallänge 15 cm vorne und 12,5 cm hinten legt ihr insgesamt 12 Pincurls mit je vier Pin Curls in drei Reihen. Genauso mit der anderen Seite verfahren.


Die Haare komplett durchtrocknen lassen - am besten über Nacht.

Die Pin Curls vorsichtig lösen, die Haare normal hängen lassen und durchbürsten bis sich die einzelnen Haarsträhnen wieder gleichmäßig verbunden haben. Dann die Haare nach oben nehmen und die Side Roll von oben nach unten zur hinteren Schläfe hin wickeln. Falls ihr sehr dünnes Haar habt müsst ihr eure Side Reverse Roll vor dem Einrollen am Ansatz noch etwas toupieren, damit sie genug Stand hat und auch entsprechend hält.  Mit Bobby Pins feststecken. Nehmt so viele dass ihr euch sicher fühlt, übertreibts aber nicht, auch hier reichen bei mir normalerweise 3 - 4. Und bitte meine Damen: Bobby Pins sollen die Haare unsichtbar in Form halten. Eine Dame der 20er, 30er, 40er, 50er oder 60er hätte niemals freiwillig das Haus verlassen, wenn sie gewusst hätte, dass man ihre Haarnadeln sieht. Und: das sieht auch heute noch sch... aus. Das nur mal am Rande.
So, das Ding hält. Glaubt ihr nicht? Probierts aus und drückt eure Side Reverse Roll mal platt. Pling, da isse wieder (^.^) Der reinste Schachtelteufel, oder? (^.^)
Wer mag oder wer viel tanzen will oder sich sonstwie hoher Luftfeuchtigkeit aussetzt, gibt noch Haarspray drüber. Fertig!

Donnerstag, 9. Januar 2014

Saisonales Obst und Gemüse im Januar

Auch im Januar halten die Südfrüchte unserenVitaminversorgung aufrecht. Produkte, deren Hauptsaison gerade losgeht sind grün, Produkte deren Hauptsaison endet rot markiert. Außerdem verlinke ich nach und nach Rezepte zu den einzelnen Produkten.

Regionales Obst gibt es im Januar leider nicht - weder frisch noch als Lagerware.

exotisches Obst
  • Ananas
  • Bananen
  • Clementine
  • Grapefruit
  • Kiwi
  • Limetten
  • Mandarine
  • Mango
  • Orange
  • Papaya
  • Zitronen

Salat
  • Chicorée
  • Feldsalat

regionales Gemüse
  • Grünkohl
  • Lauch
  • Rosenkohl
  • Schwarzwurzeln
  • Wirsingkohl

Pilze gibt es im Januar leider nicht - weder frisch noch als Lagerware.

Dienstag, 7. Januar 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 1 - Abschminken

Ja, ihr lest richtig: meine Schminkschule beginnt mit dem Abschminken am Abend zuvor. Aber genau dort beginnt ein gutes Make-up: bei sauberer und gepflegter Haut und das funktioniert nur wenn ihr euch abschminkt. Und ja, ich weiß auch, abschminken ist nervig, vor allem wenn man nach einem langen Tag schon viel zu müde ist, oder lange gefeiert hat und man vielleicht auch nicht mehr so ganz nüchtern ist. Dennoch ist abschminken grundsätzlich Pflichtprogramm. Grundsätzlich deshalb, weil die Welt nicht untergeht, wenn man sich *mal* nicht abschminkt. Es ist ja nun nicht so dass dann zur Strafe tausende Pickel blühen würden. Wenn es so wäre, würden sämtliche sich schminkenden Frauen Pickel an Pickel haben, selbst wenn sie sich immer gründlichst abschminken würden - immerhin haben wir unser Make-up deutlich länger auf der Haut als wir es nicht drauf haben (bei 8 Stunden Schlaf am Tag, was ich schon für utopisch viel halte, tragen wir immer noch 16 Stunden Make-up). Nein, keine Sorge, Make-up-Produkte sind mittlerweile so fein, dass sie die Poren nicht verstopfen.

Was allerdings passieren kann, und das finde ich viel schlimmer als mal nen Pickel, den kann man ja abdecken: getuschte Wimpern können im Schlaf abbrechen. Ein Ekelfaktor kommt auch noch dazu: wer sich abends nicht abschminkt bzw. nicht wäscht - das gilt jetzt nämlich auch für die Fraktion die kein Make-up trägt und meint auch mal ohne die abendliche Wäsche ins Bett gehen zu können: der reibt über mehrere Stunden mit seinem Gesicht den ganzen angesammelten Dreck des Tages (bzw. seit der letzten Gesichtswäsche) in sein Kopfkissen. Und in den Dreck legt man sich dann so lange und reibt sein Gesicht wieder über Stunden rein, bis der Bezug gewechselt wird. Das ist ungefähr so, als würde man sein Gesicht mal schnell 5 Minuten in eine Dreckpfütze am Straßenrand tunken. Pfui Spinne! Also ein Merke: wenn man schon *mal* zu faul zum Waschen ist - am nächsten Tag den Kissenbezug wechseln.

Aber jetzt zum Abschminken - so gehts:
  • Zunächst wird das Gesicht gereinigt. Dafür kann man Abschminklotion und Wattepads oder aber ein Waschgel nehmen. Mit Abschminklotion habe ich ehrlich gesagt immer das Gefühl als wäre ich immer noch nicht ganz sauber. Für mich gehört zum Waschen und damit auch zum Abschminken einfach Wasser, daher bevorzuge ich das Waschgel.
  • Nach dieser ersten Grundreinigung, werden die hartnäckigeren Reste an Augen-Make-up bzw. wasserfesten Produkten entfernt. Für Augen-Make-up, bzw. die Waschbäraugen, die ich nach dem Waschen habe, nehme ich zwei Wattepads, tränke beide mit Augen-Make-up-Entferner, lege sie einige Sekunden auf die Augen und wische dann sanft von innen nach außen, bis der Waschbär weg ist. Auch wenn es verlockend ist: nicht zu fest aufdrücken und nicht rubbeln, das beansprucht die dünne Haut um die Augen und macht auf Dauer Falten. Hartnäckiges wasserfestes Make-up bekommt man übrigens entweder mit teuren Spezialentfernern, oder aber mit einem kleinen Spritzer Speiseöl auf einem Wattepad weg.
  • Jetzt wird geklärt, sprich, die letzten Mikro-Reste Schmutz und Hautschüppchen werden gelöst. Dafür nimmt man Gesichtswasser, tränkt damit wieder einen Wattepad und wischt sanft über die Gesichtshaut und zwar jeweils von der Mitte des Gesichts nach außen.
  • Zu guter letzt noch die Pflege: Für die Gesichtshaut eine Nachtcreme, die die Haut über Nacht mit Wirkstoffen zur Regeneration versorgt, für die Augenpartie eine Augencreme, die sanft eingeklopft wird und für die Lippen einen Lippenpflegestift.

Montag, 6. Januar 2014

Lili heiratet: in 8 Monaten: das steht jetzt an

Und weiter gehts mit den Hochzeitsplanungsbeiträgen (^.^) Zunächst wieder unsere Fortschritte:

Die Verlobungsfeier
...war ein voller Erfolg, so darfs weitergehen (^.^)

Die kirchliche Trauung
Meine Taufurkunde heißt eigentlich Taufzeugnis und war nach meinem Anruf in meiner Taufpfarrei innerhalb weniger Tage da. Und: sie kostet nicht mal was. ich hatte ja mit 20,- bis 30,- € Gebühr gerechnet, aber nein, in der katholischen Kirche gibt es solche Leistungen noch gratis. Wunderbar (^.^)

Für unser erstes Traugespräch in zwei Wochen habe ich mir eine Frageliste zusammengestellt bzw. stelle immer noch zusammen, sobald mir wieder was einfällt. Zum Traugespräch gibt es dann aber noch einen extra Beitrag, einschließlich meiner Eindrücke und einem kurzen Resümee dazu.

Zudem habe ich die verwaltende Pfarrei unserer Trauungskirche wegen des Trauungstermins angeschrieben, und sogar unsere Wunschzeit bestätigt bekommen. Die Tage bekomme ich noch ein Infoblatt zugesandt, insbesondere was Blumenschmuck, Zugang etc. betrifft. Zudem bekomme ich direkt von der verwaltenden Pfarrei noch den Kontakt zum zuständigen Organisten zugeschickt. Mit dem müssen wir uns dann natürlich noch in Verbindung setzen und alles weitere mit ihm abstimmen.
Außerdem müssen wir...
...uns genauere Gedanken um das Catering machen
...uns mit der Fotografin abstimmen
...uns mit der Band abstimmen

Was zwischenzeitlich feststeht ist das Farbkonzept: es wird schwarz-weiß-rot werden. Darauf gilt es nun das ganze Drumrum abzustimmen. Auch die Sache mit der Hochzeitstorte ist soweit geklärt, es wird nämlich nicht nur eine Hochzeitstorte sondern ein Sweet Table - näheres dazu folgt aber extra. Außerdem habe ich mir kürzlich I Do - By you angeschaut, auch auch hierzu kommt noch ein Extrabericht.

Die standesamtliche Trauung
Unser Wunschstandesamt haben wir ja bereits ins Auge gefasst, den Termin können wir aber frühestens am 5. März vereinbaren, daher üben wir uns hier noch in Geduld. Trotzdem haben wir uns schon mal schlau gemacht, was wir zur standesamtlichen Trauung alles so brauchen:
Nachdem wir beide Deutsche sind, die bisher noch nicht verheiratet waren, nicht adoptiert wurden und keine Kinder haben, sind die erforderlichen Unterlagen verhältnismäßig übersichtlich. Wir brauchen...
...jeweils eine beglaubigte Abschrift unserer Geburtsurkunden
...jeweils eine Aufenthaltsbescheinigung
...sowie jeweils einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.
Gültige Personalausweise haben wir. Die beglaubigten Abschriften der Geburtsurkunden sowie die Aufenthaltsbescheinigungen dürfen zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung nicht älter als 6 Monate sein, d.h. wir können uns jetzt schon mal um die Abschriften kümmern.

Beglaubigte Abschriften der Geburtsurkunden heißen auf amtsdeutsch "beglaubigte Ausdrucke aus dem Geburtenregister" und kosten 10,- € Gebühr. Sie werden von der Gemeinde ausgestellt in der man geboren wurde, sprich, die Gemeinde in der das Krankenhaus steht, in dem ihr zur Welt gekommen seid. Bei vielen Gemeinden kann man das mittlerweile online beantragen. Nachdem wir aber beide in Käffern geboren wurden, geht das bei uns natürlich nicht. Und selbstverständlich haben die zuständigen Gemeindeverwaltungen auch nur vormittags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr auf. Glücklicherweise ist die bei mir zuständige Gemeinde so freundlich und schickt mir den Ausdruck nebst Rechnung zu und weiterhin glücklicherweise dürfen auch Eltern die beglaubigten Ausdrucke abholen, so dass das bei meinem Liebsten auch seine Mutter übernehmen kann. In seinem Falle würde das anderenfalls nämlich eine einfache Fahrtstrecke von 600 km bedeuten.

Die Aufenthaltsbescheinigungen zum Zwecke der Eheschließung bekommt man beim Einwohnermeldeamt des Hauptwohnsitzes. Wer allerdings in der Gemeinde heiratet, in der er gemeldet ist, bekommt die Aufenthaltsbescheinigung direkt bei der Anmeldung der Eheschließung im Standesamt ausgestellt. Kostenpunkt: 5,- € . Nachdem das bei uns der Fall ist, können wir uns hier bequem zurücklehnen.

Für die standesamtliche Trauung wäre dann noch die Kleidungsfrage zu klären. Hier haben wir bisher lediglich ungefähre Vorstellungen. Mit der Kleidung möchte ich aber noch die Sommerkollektionen abwarten, bevor ich ernsthaft anfange mich umzusehen.

Das Rahmenprogramm zu standesamtlichen Trauung hält sich in Grenzen. Wir gehen danach halt essen. Wir haben kürzlich beschlossen, dass wir uns nicht in München standesamtlich trauen lassen (die schönen Trausäle kosten pervers viel Geld und die Termine gibts nur im Losverfahren, die anderen Trausäle sind turbohässlich). Stattdessen lassen wir uns in meiner Heimatgemeinde trauen. Dort ist der Trausaal zwar auch turbohässlich, aber immerhin haben wir eine persönliche Verbindung zum Ort des Geschehens. Leider sind die gängigen Hochzeitsratgeber sowie das Internet nicht sonderlich ergiebig was das Thema standesamtliche Trauung an einem anderen Ort als den Wohnort betrifft. Um mögliche Schreckmomente was Verwaltungsaufwand und Zusatzgebühren betrifft, zu vermeiden, habe ich kurzerhand das Standesamt in dem wir uns trauen lassen möchten angeschrieben und sie befragt, was an Unterlagen etc. unsererseits noch benötigt wird und welche Gebühren hier zusätzlich anfallen. Auf die Antwort warte ich noch.

Der Polterabend
Wir überlegen immer noch, tendieren mittlerweile aber eher zu nein.

Die Gästelisten
Status quo - stehen.

Der Kosten- und Budgetplan
Mein Excel-Tool ist hart am fertig werden, sobald alles so funktioniert wie es soll und ich es noch etwas aufgehübscht habe stelle ich es hier mit einem Beitrag zum Kosten- und Budgetplan ein. Dürfte die nächsten Wochen soweit sein, ihr dürft also gespannt sein. (^.^)

Bliebe festzuhalten - das steht im Januar an:
  • das Catering für die Hochzeitsfeier planen
  • das Catering vorbesprechen
  • den musikalischen Rahmen vorbesprechen
  • den Fotoplan vorbesprechen
  • ggf. den vorläufigen Kosten- und Budgetplan anpassen
  • den restlichen Papierkram für die standesamtliche Trauung zusammensammeln
  • rausfinden an welchen übrigen rechtlichen Kram  (Namensänderung, Ehevertrag, Testament, Patientenverfügung, ...) wir so denken müssen und was wir dafür brauchen
  • Dann: welche Deko "brauchen" wir? Was kann und will ich davon selbst machen?
  • die Einladungskarten entwerfen
  • welche zusätzliche Papierwaren brauchen wir, also sowas wie einem Menüplan, Tischkarten und solche Dinge
  • weiterhin Musikstücke sammeln, die laufen sollen
  • wir müssen weiter tanzen üben
  • auf die Hochzeitstage in München gehen - dazu kommt natürlich noch ein Sonderbericht.
Zudem sind die Kleiderfragen noch offen:
  • der Polterabend - eher der Jeans-Lässig-Look
  • zur standesamtlichen Trauung - ich liebäugle mit einem 40er Jahre Style
  • und zur Hochzeit - 50er, aber sowas von 50er (^.^)
  • was zieht unser Kranzlpaar und unser Brautmädchen an?
  • geben wir an die Gäste einen Dress-Code raus, oder nicht?
Ich bin immer noch entspannt. Warum sind bloß alle Bräute sonst so gestresst? Bisher ist doch alles ganz locker.

Sonntag, 5. Januar 2014

Saucen einkochen

Saucen lassen sich genauso wie Suppen einkochen. Das Einkochen von Saucen bietet sich gerade bei zeitaufwändigeren Saucen oder aber bei Saucen aus Zutaten, die nicht ganz jährig frisch und qualitativ hochwertig zu bekommen sind, an.

Saucen einkochen geht ziemlich leicht und schnell - einfach die Sauce wie im Rezept angegeben zubereiten, jedoch nicht binden bzw. mit Sahne verfeinern. Die Sauce in Einmachgläser füllen, diese verschließen und in einem Topf im Wasserbad bei 90° C 60 Minuten einkochen. Dabei die gefüllten und verschlossenen Gläser in einen ausreichend großen Topf stellen und den Topf bis zur Füllhöhe der Einmachgläser mit Wasser füllen, einen Deckel aufsetzen und das ganze erhitzen. Die Einkochzeit beginnt erst, wenn das Wasser die Einkochtemperatur erreicht hat. Dafür verwendet ihr am besten ein Kochthermometer.

Eingekochte Sauce hält sich locker 12 Monate. Zum Essen einfach die Sauce erwärmen, ggf. noch binden bzw. verfeinern und schmecken lassen - schneller gehts mit keinem Beutelchen oder Pülverchen. (^.^)

Freitag, 3. Januar 2014

Side Rolls

Side Rolls sind sehr eindeutig ein Frisurenelement, das ausschließlich in den 40ern stattfindet. Und weil es mir ein Anliegen ist: Side Rolls sind keine Victory Rolls! Es laufen unzählige Mädels in der Vintageszene (üblicherweise die Marke ahnungsloser Möchtegern - schnell da und schnell wieder weg - je nach dem was an Subkulutur gerade "in" ist) rum, die sich stinknormale Side Rolls machen und diese als Victory Rolls bezeichnen. Aber: nein, Side Rolls sind Side Rolls und Victory Rolls sind Victory Rolls. Ich zeige zwar auch noch wie man Victory Rolls macht - die richtigen - heute und hier geht es aber um Side Rolls.

Side Rolls sind ein besonderes Frisurenelement, das man sich gemacht hat, wenn man sich mal besonders chic machen wollte und sind nicht unbedingt eine Alltagsfrisur. Die Alltagsvariante zu den Side Rolls war straffes zurück- oder hochkämmen und feststecken der Seitenpartien.

Side Rolls werden mit den vorderen Seitenpartien geformt. Es werden also die Haare bis hinter das Ohr abgeteilt. Sie werden - wie der Name schon sagt - seitlich getragen. Die Basis für Form und Haltbarkeit stellen einmal mehr Pin Curls dar, die liegend gewickelt werden. Wie die einzelnen Variationen (ja, auch hier gibts wieder mehr) der Side Rolls gelegt und frisiert werden, zeige ich euch in den nächsten drei Wochen. Heute belasse ich es bei diesen kurzen Ausführungen und zeige euch lieber noch ein paar Bilder bekannter Damen der bewegten Bilder der 40er, die Side Rolls tragen. (^.^)
Betty Grable - Hedy Lamarr - Vivian Leigh

Mittwoch, 1. Januar 2014

Vintagetischchen goes Couchtisch

Ich hatte euch ja schon mal erzählt, dass wir vom Opa meines Süßen einen Beistelltisch mit Fliesenplatte "geerbt" haben, der vermutlich aus den 60er Jahren stammt. Nachdem der Tisch Jahrzehnte in Gebrauch war und schließlich noch Jahre auf einem Speicher stand, hat er mittlerweile seine schönsten Zeiten hinter sich. Er braucht also dringend einen Aufenthalt auf der Beautyfarm. Wo wir schon dabei sind, auch direkt ein 40er bis 50er Jahre Umstyling. Außerdem soll er sich noch in einen Couchtisch verwandeln. Wie wir das machen, zeige ich euch hier. Als erstes aber gibt es noch ein Bild von dem guten Stück bevor wir Hand anlegen:

Zunächst löse ich die Fliesen von der Tischplatte ab und zwar voooooorsichtig (mit einem Spachtel - glücklicherweise hat abwohnen auch den Vorteil, dass die Fliesen ohnehin schon locker sind) - die vier mittleren Fliesen mit dem Blumendekor sollen nämlich wieder drauf. Danach wird der Tisch erstmal gründlich geputzt.

Beim Tischgestell übernimmt jetzt erstmal mein Schatz den Staffelstab, er kürzt den Tisch von "Normaltischhöhe" (62 cm) auf "Couchtischhöhe" (45 cm) und schleift mit einer Schleifmaschine die alte Farbe rundrum ab (Schleifpapier mit 80er Körnung - damit lassen sich auch kleinere Kratzer ausebnen), um es anschließend für die neue Farbe vorzuschleifen (mit 120er Körnung). Das Tischgestell bekommt noch eine neue Farbe, es soll in weiß abgebeizt werden. Auch das nimmt mir wieder mein Süßer ab. (^.^)

Jetzt bin aber ich dran (^.^) Zunächst versiegle ich die abgebeizten Flächen mit Antikwachs, indem ich es mit einem Poliertuch auftrage, 2 Stunden trocknen lasse und danach mit einem sauberen Poliertuch aufpoliere.


Nun aber zu den neuen Fliesen für die Tischplatte. Die Tischplatte hat insgesamt eine Fläche von 50 cm x 50 cm, die einzelnen Fliesen dafür aber ein dämliches Maß von 12,7 cm x 12,7 cm (daran erkennt man u.a. auch das Vintageteil im Vergleich zum Retro-Teil: keine Normmaße). Solche Fliesenmaße sind heute nicht mehr in ausreichender Zahl, passend, hübsch und v.a. bezahlbar aufzutreiben. Also heißt es einmal mehr: selbst ist die Frau - her mit den Mosaiksteinen. (^.^) Nachdem die mittleren Fliesen wieder drauf sollen, klebe ich diese zunächst mit Fliesenkleber wieder auf, damit ich den Höhenunterschied zwischen den eher dicken Keramikfliesen und den eher dünnen Glasmosaiksteinchen besser ausgleichen kann. Zum Ausgleichen des Höhenunterschieds nehme ich Holzspachtelmasse, mit dem ich die komplette Holzplatte rund um die Fliesen abspachtle und erstmal gründlich trocknen lasse.
Während die Tischplatte noch trocknet, klebe ich schon mal die Mosaiksteine auf - nein nicht auf die Spachtelmasse, sondern ich verklebe indirekt. Dafür passend zugeschnittene Klebefolie (da gibts extra für Mosaik welche für teuer Geld zu kaufen, ich habe noch Deko-Klebefolie übrig, die tuts genauso) mit den Mosaiksteinen belegen. Bei einseitig dekorierten Mosaiksteinen kommt die dekorierte Seite auf die Klebefläche.


Jetzt Mosaikkleber gleichmäßig (mit einem Pinsel) auf der Tischplatte verstreichen und die aufgeklebten Mosaiksteine auflegen (die Klebefolie ist jetzt oben). Die Steine gleichmäßig mit Büchern beschweren und den Kleber erstmal anziehen lassen. Ich lasse direkt über Nacht trocknen. Jetzt die Klebefolie vorsichtig und langsam abziehen. Sollte sie sich nur schwer lösen, die Folie etwas mit dem Föhn anwärmen, dann löst sie sich leichter.

Nun muss nur noch verfugt werden: ich nehme dafür stinknormale Fliesenfugenmasse aus dem Baumarkt. Das ist auch nichts anderes als die Fugenmasse aus dem Bastelladen, nur dass sie deutlich günstiger ist. Das Fugenamssenpulver einfach wie auf der Packung beschrieben anrühren und mit einem Spachtel gleichmäßig in die Fugen einarbeiten. Die Fugenmasse antrocknen lassen (man erkennt das daran, dass die Masse matt wird) und die Fliesen mit einem gut angefeuchteten Schwamm sauber wischen und damit gleichzeitig auch die Fugen einglätten. Gut durchtrocknen lassen.
Statt der alten Holzleisten habe ich mit Fugenmasse und Spachtel eine Schrägkante gezogen, passt einfach besser. So, fertig ist unser Couchtisch (^.^)