Freitag, 1. April 2016

Bayrische Kuchl: - Saures Lüngerl

Als Kind habe ich saures Lüngerl wirklich gerne gegessen, dann aber wieder lange nicht mehr. Immerhin ist es kein Gericht, das man sich kocht, wenn man alleine lebt, selbst für zwei Personen ist eine halbe Kalbslunge eine kaum zu bewältigende Portion und Innereien sind nichts, wovon man Reste behalten sollte. Aber was tut man nicht alles für einen Blogbeitrag. (^.^)

Nachdem sich Erna Horn mit den Mengenangaben wieder einmal sehr bedeckt hält, habe ich zu Omas Rezept gegriffen (meine Mutter hat Lüngerl eher weniger gekocht) und habe losgelegt. Nun ist es ja manchmal so, dass einem Gerichte aus Kindheitstagen nicht mehr ganz so gut schmecken. So war es beim Lüngerl nicht; es war viel schlimmer: boah ist das widerlich! Wie konnte ich das früher nur essen?! Pfui! Kurzum: ich erspare es euch.

Dienstag, 29. März 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: schließen der Seitennaht und angleichen der Länge

Kommen wir nun zur Seitennaht unseres Petticoats. Bevor wir die Seitennaht jedoch tatsächlich schließen können, müssen wir erst noch die Länge unseres Rockes, bzw. deren Gleichmäßigkeit überprüfen. Dafür heften wir die Naht mit Stecknadeln und zwar so, dass die Spitzeneinsätze Stoß an Stoß  liegen. Jetzt breiten wir das gute Stück aus und überprüfen, ob unser Saum gleich lang ist. Ist er das nicht, gleichen wir an und versäubern die entsprechenden Stellen nochmal neu. So funktioniert das übrigens bei jeder Art von Rock oder Rockteil und sollte auch bei jedem ebenso gemacht werden.
Sobald die Länge passt, schließen wir die Seitennaht immer noch nicht, sondern nähen an der unteren Saumkante zunächst noch das noch fehlende Spitzenband an, und zwar ebenfalls wieder mit dem genähten Zickzack-Stich.



Probiert jetzt euren Petticoat an und überprüft so, wie viel der Seitennaht ihr offen lassen müsst, um ihn bequem an und wieder ausziehen zu können. Jetzt wird aber wirklich zusammengenäht: steppt die Seitennaht mit 1 cm Nahtzugabe bis zu der Stelle zusammen, die ihr euch zum bequemen an- und ausziehen markiert habt. Schlagt nun die Nahtzugaben der beiden offen Seiten der Seitennaht um und steppt sie fest.

Beim nächsten Mal widmen wir uns noch dem Bund. (^.^)

Mittwoch, 23. März 2016

Rumrosinen

Rumrosinen kann man immer brauchen, wenn nicht zum Backen, dann für Desserts, in den Tee oder zum einfach so essen. (^.^) Und sie sind außerdem total einfach gemacht!



Für 2 Gläser à 500 ml:
500 g Sultaninen (ungeschwefelt)
1 Zitrone
1 Vanilleschote
2 Gewürznelken
500 ml brauner Rum (54 %)



Die Gläser sterilisieren. Jedes Glas mit 250 g Sultaninen füllen. Die Zitrone zur Hälfte mit dem Sparschäler schälen. Die Schalen auf die beiden Gläser verteilen. Die Vanilleschote der länge nach halbieren und in jedes Glas eine Hälfte geben. Je eine Gewürznelke zugeben und mit Rum auffüllen. Die Gläser verschließen und an einem dunklen kühlen Ort mindestens 4 Wochen ziehen lassen.

Montag, 21. März 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Innereien

Zugegeben sind Innereien nicht jedermanns Sache, auch ich mag nicht immer unbedingt alles, grundsätzlich esse ich sie aber schon, oder probiere es zumindest. Auch die Verarbeitung von Innereien ist nicht jedermanns Sache und auch das ist nicht immer unbedingt meins, aber was tut man manchmal nicht alles. (^.^)

Die oberste Regel bei Innereien ist: kauf nur und ausschließlich schlachtfrisch und nur und ausschließlich bei Handwerksmetzgereien. Gerade bei Innereien ist wirklich nicht zu spaßen. Die Küchenklassiker unter den Schlachttierinnereien sind:

  • Kalbsbries - ja, das Kalbsbries zählt zu den Innereien und ist dennoch oder trotzdem eines der feinsten Stücke vom Kalb. Beim Bries handelt es sich um die Thymusdrüse, eine Wachstumsdrüse, die sich bei Kälbern im Brustkorb befindet.
  • Hirn - im Handel ist nach der BSE-Krise nur noch Kalbs- und Schweinehirn erhältlich. Zu viel sollte man aufgrund seines hohen Cholesteringehalts allerdings nicht essen. Bevor es zubereitet wird, wird das Hirn gewässert, also in Wasser gelegt, um eventuelle Blutgerinsel zu lösen.
  • Nieren - Nieren gelten zwar als Delikatesse, aber sowohl der Geschmack als auch die Zubereitung sind eine Herausforderung, die ich beide beim besten Willen nicht nehmen kann. Eiegens Wissen dazu kann ich also nicht verbreiten und in einem Kochbuch nachschlagen oder googlen schaffen entsprechend Interessierte sicherich auch selbständig.
  • Leber - Leber wird gehäutet und in kalter Milch eingelegt, um ihr etwas von ihrem manchmal strengen Geschmack zu nehmen (je dunkler die Leber, desto älter das Tier und desto strenger schmeckt die Leber auch; es gibt ja auch Leute die das mögen). Leber ist schnell gar und sollte auf gar keinen Fall zu lang gekocht werden, da sie ansonsten zu zäh und trocken wird. Auch Salz kommt erst nach dem Garen an die Leber um ihr nicht unnötig Flüssigkeit zu entziehen.
  • Herz - Herz ist sehr fein, gerade Kalbsherz kann ich empfehlen! Zur Zubereitung wird das Herz gespalten und die großen Blutgefäße sowie mögliche Blutgerinsel entfernt, was zugegebenermaßen etwas Überwindung kostet
  • Lunge - auch Lunge ist sehr fein, aber auch hier ist die Zubereitung nicht unbedingt eine feine Angelegeneheit. Erfreulicherweise kann man Lunge aber auch gekocht und sogar in Streifen geschnitten kaufen, was die Zubereitung schon mal enorm erleichtert.
  • Zunge - wird zunächst gekocht um die obere Haut abzuziehen, wer das nicht kann oder möchte kann Zunge auch bereits vorgekocht und abgezogen, gepökelt oder geräuchert kaufen.
  • Kutteln - Kutteln gibt es erfreulicherweise nur in küchenfertig vorbereitet, also gekocht und in Streifen geschnitten. Bei den Kutteln handelt es sich um Pansen, Lab- und Blättermagen des Rindes.

Samstag, 19. März 2016

Häkelmuster - Der gerippte Häkelstich

Der gerippte Häkelstich besteht ebenfalls aus festen Maschen. Hierfür wird jeweils in das hintere Maschenglied eingestochen:

Freitag, 18. März 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Gespicktes Kalbsherz

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal so explizit erwähnt habe: die traditionelle Münchner Küche ist sehr innereienlastig. Ich esse sowas durchaus, Lieblingsessen sind es aber selten und am meisten Überwindung kostet mich die Zubereitung. Glücklicherweise gibt es aber zumindest in München genug Metzgereien, bei denen man küchenfertig bestellen kann, so dass ich das Herz nicht selbst parieren musste. Es war auch eigentlich richtig gut. (^.^)

1 Kalbskerz
150 g Speck
Salz
Pfeffer
20 g Butterschmalz
1Zwiebel
1 Bund Suppengrün
150 ml Weißwein
300 ml Wasser
100 g Sauerrahm

Den Speck auslegen und salzen und pfeffern. Das Herz in den Speck einschlagen. Das Buttersalz in eine weiten Topf erhitzen und das Herz von allen Seiten darin scharf anbraten. Die Zwiebel und das Suppengemüße grob würfeln und ebenfalls kurz anbraten. Mit Wein und Wasser ablöschen und bei mittlerer Temperatur etwa 60 Minuten simmernd kochen.

Das Herz aus dem Sud nehmen und warm stellen, Den Sud abgießen, nochmals wallend aufkochen, mit Sauerrahm binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Herz in fingerdicke Scheiben schneiden und schmecken lassen.

Dienstag, 15. März 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Milchprodukte

Nachdem wir uns beim letzten Mal der Milch gewidmet haben, werfen wir heute einen näheren Blick auf die Milchprodukte. Die Milchprodukte untergliedern sich ihrerseits in Milcherzeugnisse und Käse.
Zu den Milcherzeugnissen zählt man:

  • Molke ist ein Nebenprodukt der Käseherstellung. Sobald die Milch mit dem Lab bzw. den Milchsäurebakterien reagiert und gerinnt, ist die Molke der flüssige Rest, der dabei abgekippt wird. Süßmolke wird aus Käse gewonnen der mit Lab fermentiert wird, Sauermolke hingegen aus Käse, der mit Milchsäurebakterien hergestellt wird. Molke ist sehr fettarm, klar, das Fett wird ja auch durch die Gerinnung im Käse gebunden.
  • Buttermilch ist - wie der Name schon sagt - ein Nebenprodukt der Butterherstellung. Genauer gesagt, die Flüssigkeit die aus der geronnenen Rohbutter gepresst wird. Nachdem sich Buttermilch als Getränk aber durchaus einer gewissen Beliebtheit erfreut, wird sie heute auch durch ansäuern und verdünnen hergestellt. Das schmeckt natürlich nicht so gut wie richtige Buttermilch und hat zudem auch nicht diese günstige Nährwertkombination. Wer richtige Buttermilch will, sollte im Kühlregal nach Reiner Buttermich Ausschau halten. Alles andere ist gepanscht. Buttermilch hat in etwa 1 % Fett.
  • Joghurt ist durch Milchsäurebakterien verdickte Milch, der im Naturzustand eher säuerlich schmeckt und zwischen 1,5 und 3,8 % Fett hat. Weniger Fett geht nur unter Einsatz von Chemie (üblicherweise wird mit Gelatine gebunden und gründlich Zucker zugesetzt) für mehr Fett wird nachträglich Milchfett zugesetzt.
  • Kondensmilch ist ebenfalls ein sprechender Name: der Milch wird Wasser entzogen, dadurch wird sie sämiger und haltbarer. Duch den Wasserentzug ist der Fettgehalt höher als in normaler Milch, weil sich die gleiche Menge Fett auf weniger Flüssigkeit verteilt. Er liegt zwischen 7 % und 10 %.
  • Sahne ist nichts anderes als die fetthaltige Phase der Milch, die bei Rohmilch oben auf schwimmt und abgeschöpft bzw. zentrifugiert werden kann. Nachdem die Sahne den größten Fettanteil der Rohmilch ausmacht, ist sie auch ziemlich gehaltvoll. Sie hat etwa 30 % Fett.
  • saure Sahne auch Sauerrahm oder Schmand genannt wird ebenfalls durch das Zusetzen von Milchsäurebakterien hergestellt, allerdings wird hier Sahne mit den Bakterien geimpft. Damit hat Sauerrahm natürlich genauso viel Fett wie Sahne, nämlich rund 30 %.
  • Crème fraîche ist eine Variante des Sauerrahms, also im Grunde das gleiche nur mit anderen Milchsäurebakterien versetzt. Im Zweifelsfalle lässt sich das eine gegen das andere austauschen, sofern es keine gsüßte Crème fraîche ist. Auch hier liegt der Fettgehalt bei 30 %.
  • Crème double wird wie Crème fraîche hergestellt, enthält jedoch mehr Fett (zwischen 40 % und 55 %). Diesen erreicht man durch ein Kondensieren der Sahne bevor die Milchsäurebakterien zugesetzt werden
  • Butter ist nicht anderes als Sahne, die so lange geschlagen wird bis sie beginnt zu flocken. Dann nämlich trennen sich fetthaltige und wasserhaltige Bestandteile der Milch. Die ausgeflockte Rohbutter wird nun kräftig gepresst, um die Buttermilch auszupressen und fertig ist die Butter. Butter enthält mindestens 80 % Milchfett. Es gibt sie als Sauerrahmbutter (vor dem Schlagen mit Milchsäurebakterien versetzt), Süßrahmbutter (keine Zusätze), mild gesäuerte Butter (Süßrahmbutter der nachträglich Milchsäurebakterien zugesetzt werden) und gesalzene Butter (hier wird Salz eingearbeitet). Fettreduzierte Butter funktioniert nur mit chemischen Zusätzen.

Was Käse ist, dürfte klar sein. (^.^) Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten Käse herzustellen: durch den Zusatz von Milchsäurebakterien oder durch den Zusatz von Lab, einem Enzym aus dem Kälbermagen (also Vorsicht Veggies). Für Edelschimmelkäse werden auch noch Schimmelkulturen zugesetzt.
Weltweit gibt es über 4.000 Käsesorten, die sich aber alle nach zwei Kriterien klassifizieren lassen: den Fettgehaltsstufen  und der sog. Käsegruppe.

Der Fettgehalt von Käse wird als Fett i.Tr. also Fett in Trockenmasse angegeben. Sie gibt also an, wieviel Prozent des Käses aus Fett bestehen würden, wenn man ihm das gesamte Wasser entziehen würde. 100 g Käse mit viel Flüssigkeit hat weniger Trockenmasse als 100 g eines sehr trockenen Käses, über den tatsächlichen Fettgehalt sagt das also nichts aus, lasst euch von dieser Angabe erstmal nicht abschrecken, solltet ihr von der figurbewussten Fraktion sein. Die Fettgehaltsstufen reichen dabei von der Magerstufe bis zur Doppelrahmstufe.

Bei den Käsegruppen unterscheidet man insgesamt 6 Stufen, je nach dem wieviel Wasser der Käse enthält:

  • Hartkäse hat den geringsten Wasseranteil und damit auch den größten Anteil an Trockenmasse (mindestens 60 %). Hartkäsesorten reifen besonders lange, sind aber auch besonders lange haltbar. Je länger sie reifen, desto intensiver ist auch ihr Geschmack. Zu den Hartkäsesorten zählen Emmentaler, Bergkäse und Parmesan
  • Schnittkäse hat einen Trockenmasseanteil von 50 % bis 60 %. Sie sind weicher und geschmacklich milder als Hartkäse. Zum Schnittkäse zählt man etwa Edamer, Gouda und Appenzeller.
  • Halbfester Schnittkäse ist weicher als Schnittkäse; der Trockenmasseanteil liegt bei 45 % bis 50 %. Halbfeste Schnittkäsesorten sind Bonbel, Esrom oder Gorgonzola.
  • Weichkäse hat einen Trockenmasseanteil von 40 % bis 45 %, hierzu zählen Camembert, Münsterkäse oder Brie.
  • Frischkäse ist ungereifter Käse, der mit Milchsäurebakterien versetzt wurde. Hierunter fallen Quark, Mascarpone oder Schichtkäse
  • Sauermilchkäse ist Käse der aus Sauermilchquark der Magerstufe hergestellt wird, beispielsweise Harzer, Mainzer oder Korbkäse.
Milchprodukte werden wie Milch kühl und dunkel - kurzum im Kühlschrank - gelagert. Damit Käse seine Aromen optimal entfalten kann, nimmt man ihm eine Stunde vor dem servieren aus dem Kühlschrank. Sollten Milchprodukte Schimmel angesetzt haben, werden sie vollständig weggeworfen. Lediglich bei Hartkäse ist es ausreichend, schimmelige Stellen großzügig wegzuschneiden.

Montag, 7. März 2016

Wiener Biskuit - Lilis Frangelico-Torte mit Erdbeeren

Ich habe vor kurzem ein neues Likörchen entdeckt, das wie flüssiges Nutella schmeckt!!! Oh herrlich, sowas Feines! Allein der Name ist schon ein Gedicht: Frangelico. Damit standen zwei Dinge fest - zum einen: ich muss mir ein paar Flaschen kaufen - und zum anderen: damit muss sich doch was backen lassen. Gesagt getan und probiert, auch Torte mit Frangelico ist sehr fein. Meine Kreation ist mit Wiener Nussbiskuit, Erdbeeren und weißer Schokolade. So gehts

Für den Tortenboden:
6 Eier
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
75 g Mehl
75 g gemahlene Haselnüsse
30 g Speisestärke
75 g Butter


Zum Tränken:
6 EL Frangelico


Zum Füllen:
250 g Erdbeeren
75 g weiße Kuvertüre
50 g weiche Butter
1 TL Vanillezucker
1 EL Puderzucker
1 Eigelb
2 EL Frangelico


Zum Überziehen:
400 g weiße Kuvertüre
200 g Sahne
1 EL Frangelico
einige schöne Erdbeeren
100 g gehackte Haselnüsse

Zur Zubereitung:
Eine Springform mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Butter zerlassen Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Die Haselnüsse zugeben sowie das Mehl und die Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze backen.

Nach dem Backen den Tortenboden auf ein Tortengitter stürzen und auskühlen lassen.

Nach dem Auskühlen den Tortenboden in der Mitte auseinander schneiden und beide Tortenhälften mit je 3 EL Frangelico gleichmäßig Tränken.

Den Tortenboden mit einem Tortenring umschließen. Die Erdbeeren putzen vierteln und auf dem Tortenboden verteilen. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Butter mit dem Vanillezucker und dem Puderzucker schaumig rühren, das Eigelb und die lauwarme geschmolzene Kuvertüre und den Frangelico zugeben und unterrühren. Die Creme auf den Erdbeeren verstreichen. Den zweiten Tortenboden aufsetzen und einige Stunden - am besten über Nacht - in den Kühlschrank zum durchziehen stellen.

Währenddessen wird schon mal die Canache für den Überzug vorbereitet: Die weiße Kuvertüre hacken und die Sahne erhitzen. Die Kuvertüre unter rühren in der Sahne schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen und den Frangelico unterrühren. Jetzt wird die Schokosahne homogenisert, was wichtig ist, damit sie ihre Stabilität erhält. Das heißt, die Schokosahne wird mit dem Stabmixer oder dem Handrührgerät mindestens 1 Minute auf höchster Stufe aufgeschlagen. Zugedeckt einige Stunden - am besten über Nacht - ruhen lassen.

Die Canache wie Sahne aufschlagen, bis sie schön streichfähig ist. Den Tortenring lösen und die Torte rundherum mit weißer Canache einstreichen. Mit einigen Erdbeeren und mit gehackten Haselnüssen dekorieren. Fertig ist das Prachtwerk (und keine Sorge, der Frangelico ist nicht so präsent, dass die Torte nach Alkohol schmecken würde).

Samstag, 5. März 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - Maschenprobe und Grundmuster (einschließlich Umschlag)

Ihr kennt es nun schon: bevor das eigentliche Projekt startet, wird eine Maschenprobe gestrickt; wirklich immer. Bei unserem Pulli nach einer Vintageanleitung umso mehr, da es die dort verwendete und empfohlene Wolle nicht mehr zu kaufen gibt.

Ich habe mich bei der Wahl der Wolle an den Angaben aus der Anleitung zur Maschenprobe orientiert und dabei eine Wolle gefunden, die dem zumindest annähernd ähnlich ist. Es ist die Wolle Mille Filli von Wolle Rödel. Insbesamt brauchen wir 200 g Wolle.

Gestrickt wird die Maschenprobe immer im angegebenen Grundmuster - also dieses wunderschöne Lochmuster unseres Pullis, das aber wirklich leicht zu stricken ist. Auch dazu gibt es wieder ein kleines Video:

So geht es Schritt für Schritt:
Reihe 1: Randmasche, 4 Maschen links stricken, einen Umschlag (d.h. ihr legt den Arbeitsfaden vorne über die rechte Nadel) zwei Maschen wie zum links stricken abheben (der Arbeitsfaden wird dabei wieder hinter der Arbeit weitergeführt) eine Masche links abstricken und die beiden abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche ziehen, so dass aus ursprünglich drei Maschen eine wird. jetzt folgt wieder ein Umschlag, dann strickt ihr fünf Maschen ganz normal links ab. Weiter geht es in der Reihe mit Umschlag, 2x links abheben, 1x links abstricken, die abgehobenen Maschen über die abgestrickte Masche heben, 1 Umschlag, 5 Maschwen links abstricken usw. usf. bis ihr am Ende der reihe angekommen seid.
Reihe 2: alle Maschen (auch die Umschläge) rechts stricken
Reihe 3: alle Maschen links stricken
Reihe 4: alle Maschen rechts stricken
Reihe 5: wie Reihe 1
Reihe 6: wie Reihe 2
Reihe 7: wie Reihe 3
Reihe 8: wie Reihe 4
usw. usf.

Mit Mille Filli ergibt sich bei mir eine Maschenprobe von 19 Maschen auf 29 Reihen. Mit diesem Wissen rechnen wir beim nächsten Mal etwas, damit unser Pulli auch wirklich sitzt. (^.^)

Freitag, 4. März 2016

Bayrische Kuchl - Knödel: Münchner Reisknödel

Da heißen die Dinger "Münchner Reisknödel" und ich habe noch nie was davon gehört oder gelesen. Klar kenne ich die italienischen und österreichischen Reisknödel, die sind allerdings gebacken. Laut Rezept aus Erna Horns Sammlung werden die Münchner Reisknödel aber gekocht.  Auch eine Webrecherche dazu brachte mich nicht wirklich weiter. Erfreulicherweise haben sich bei diesem Rezept aber glatt mal Mengenangaben in das Rezept geschlichen, zumindest teilweise, so dass ich damit und mit ein bisschen Erfahrung und ausprobieren doch halbwegs ansehnliche Reisknödel zustande gebracht habe. Schmeckt aber nicht. Also, schmeckt jetzt nicht irgendwie eklig, man kanns schon essen, allerdings ist der Reis, der gekocht zu einem Knödelteig verarbeitet wird, um dann nochmal gekocht zu werden halt genau das: verkochter Reis. Kurzum: das Rezept braucht man nicht wirklich, ich erspare es euch.

Donnerstag, 3. März 2016

Häkelmuster - Der Vorderstich

Ein weiteres Muster aus festen Maschen ist der Vorderstich. Hierfür sticht man nur in das vordere Maschenglied der Vorreihe ein:

Dienstag, 1. März 2016

Die Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2016

Punk meets Glam
Diesen Sommer wird gerockt - aber mit Grandezza! Es ist mehr als der Stilbruch zwischen hart und zart, es ist eher die Kreuzung aus Sid Vicious und Prinzessin, die in diesem Sommer den besonderen Dreh macht.

Omas Kostüm gibts auch in jung
Kostüme bleiben usn aus der Wintersaison erhalten, werden aber nochmal eine Spur jünger ohne ihre Klasse zu verlieren.

Angezogene Transparenz
Es darf natürlich auch wieder durchsichtig werden, allerdings in angezogen, was einen fast schon elfengleichen Look ergibt.

Auf Streifzug
Diese Saison gibt es wieder Streifen soweit das Auge reicht. Gerne mit maritimem Hauch, aber auch Nadelsteifen gehen wieder.

Clash of Cultures
Endlich darf es wieder Ethno werden, gerne auch mit einem Hauch Safariurlaub.

Lingerie
Es erinnert ein bisschen an die Mischung aus griechischer Göttin und den zarten Unterkleidern vergangener Jahrzehnte. Die Materialien sind zart und leicht, aus Seide, leicht transparent und mit Spitze besetzt, genau das richtige für heiße Sommertage.

Romantic Summer
Es wird romantisch: Blumen, Spitze, Rüschen und weit schwingende Rücke - fast wie Prinzessinnenkleider.

Der neue Overall
Overalls können seltsam sein, ja... Diese Saison lässt aber hoffen, sie wirken locker und cool, aber trotzdem weiblich.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider...
Last but not least - die Farbe der Saison ist grün!

Samstag, 27. Februar 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Lamm-, Hammel- und Schaffleisch

Zugegebenermaßen finden sich Lamm-, Hammel- und Schaffleisch traditionell eher weniger auf den bundesdeutschen Speisezetteln. Dennoch möchte ich dieser Fleischsorte einen eigenen Beitrag im Rahmen meiner Warenkunde widmen, es lohnt sich nämlich auf jeden Fall dieses Fleisch mal zu probieren.

Zunächst zur Einteilung:
Lammfleisch stammt von Tieren die maximal 12 Monate alt sind. Dabei unterscheidet man weiter zwischen Milchlamm und Mastlamm. Milchlämmer sind mindestens 8 Wochen, maximal aber 6 Monate alt. Das Fleisch ist besonders zart und feinfaserig, kaum mit Fett durchzogen und zart lachsfarben. Mastlämmer sind mindestens 6 Monate, höchstens aber 12 Monate alt, ihr Fleisch ist fester, aber immer noch feinfaserig. Es ist leicht mit Fett durchzogen und hat eine kräftige ziegelrote Farbe. Geschmacklich kann ein Mastlamm schon etwas schafeln, das umso stärker wenn das Tier nicht kastriert wurde und je älter das Tier war.
Hammelfleisch kann sowohl vom kastrierten männlichen Schaf als auch von einem weiblichen Schaf stammen, das noch nicht gelammt hat. Das Tier ist dabei nicht älter als zwei Jahre. Hammelfleisch schmeckt intensiv nach Schaf, hat ein kräftiges rot und ist deutlich mit Fett marmoriert.
Schaffleisch stammt von über zwei Jahre alten männlichen oder weiblichen Schafen die kastriert sind. Das Fleisch ist mit Fett durchwachsen ziemlich grobfaserig und kräftig rot. Der Schafgeschmack ist noch etwas intensiver als bei Hammelfleisch. Nicht kastrierte Böcke sind quasi ungenießbar so dermaßen schafeln sie.
Grundsätzlich gilt die Fausregel: je dunkler das Fleisch, je mehr Fett und je gelber das Fett ist, desto älter ist das Tier, desto faseriger ist das Fleisch und desto strenger ist auch der Geschmack.

Ich persönlich mag schafelndes Fleisch nicht und mir wird der Schafgeschmack bereits bei älteren Mastlämmern zu viel, so dass ich hier wohl einen sehr "deutschen" Gaumen habe; nicht umsonst findet man bei uns überwiegend Lammfleisch zu kaufen. Achtet beim Kauf aber unbedingt auf Schafe aus Wanderschäferei oder zumindest Weidehaltung und verzichtet bitte auf das Tiefkühlzeug, das gerne aus Neuseeland (sic!) importiert wird. Auch heimische Schafe kann man essen...

Kommen wir nun zur Verarbeitungs- und Zubereitungsfrage, oder: Welches Stück wofür?

  • Hals und Kamm: da beide Teile sehr knochig und sehnig sind, eignen sie sich vor allem für Eintöpfe und Ragouts
  • Bug (auch Schulter oder Schaufel genannt): für Braten, die äußere Fettlage muss vor dem braten jedoch entfernt werden
  • Kotelett und Lendenkotelett (auch ganz banal "Rücken" genannt): am Stück als Braten, als Karree, welches aus dem Lendenkotelett geschnitten wird, aber auch als Steak oder als Chops (Rippensteaks) und nun ja, wie der Name schon sagt, als Kotelett.
  • Filet: als Filet (^.^)
  • Brust und Dünnung: für Eintöpfe und Ragouts, die Dünnung aber auch zum Schmoren
  • Keule (auch Schlegel genannt): sowohl im ganzen als auch ausgelöst als Braten, man kann aber auch Nüsschen, Steaks und Schnitzel aus der Keule schneiden.

Freitag, 26. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Fleischerl: Kalbsvögerl

Kalbsvögerl ist Muskelfleisch aus der Kalbshaxe, das auf bayrisch zubereitet erst gebeizt und dann gedünstet wird. So gehts:

500 g Kalbsvögerl
100 g geräucherter Speck
1 Gemüsezwiebel
250 ml Essig
750 ml Wasser
20 g Butterschmalz
150 ml Weißwein
150 ml Wasser
2 Zitronenscheiben

Die Kalbsvögerl waschen, trockentupfen und mit dem Speck umwickeln. Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Beides in einen Topf oder eine verschließbare Schüssel geben, mit Essig und Wasser übergießen und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage beizen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Kalbsvögerl von allen Seiten darin anbraten, mit Wasser und Wein ablöschen, die Zitronenscheiben zugeben und in etwa 20 Minuten zartweich garen.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XV



Seit gestern ist die 15. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich. Dieses mal erwartet euch ein Special zum Neoswing mit einem Interview mit der zauberhaften Alice Francis. Außerdem ein Plädoyer für das Geschriebene Wort, Mode in Schwarz und Weiß sowie ein Tutorial für den perfekten Lidstrich.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Sonntag, 21. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Stiftelfalten

Damit unser Petticoat ein schönes Volumen bekommt, nähen wir jetzt Stiftelfalten ein. Was früher enorm mühsam mit der Hand passieren musste, geht heute Dank Stiftelband, das nur noch aufgesteppt wird, ganz enorm schnell und im vergleich dazu auch wirklich leicht. Wir nähen uns jetzt von unten nach oben, das heißt, wir greifen zu unserer 4 Meter breiten Stufe und steppen an der oberen Kante auf der linken Seite des Stoffes Stiftelband fest und zwar an den Außenkanten als auch zwischen den Zugfäden. Damit die Zugfäden nicht gleich schon beim Nähen verrutschen werden sie am Bandanfang mit Knoten gesichert.

Nach dem Feststeppen kommt durch die bereits geknoteten Zugfäden eine Sicherheitsnadel damit sie uns beim folgenden ziehen nicht entgegenkommen. Breitet nun eure zweite Stufe zur Orientierung aus und nun zieht an den Zugfäden bis die dritte Stufe so zusammengerafft ist, dass sie die Länge der zweiten Stufe hat. Ja, das ist anstrengend, das ist zeitraubend und das ist nervig. Es ist allerdings nichts im vergleich zum Stifteln per Hand, ehrlich.Nun verteilt ihr die Falten noch gleichmäßig und heftet dann die beiden Stufen mit Stecknadeln aneinander, wobei die gestiftelte Kante der dritten Stufe an die Spitze der zweiten Stufe genäht wird. Näht die beiden Stufen nun noch mit dem genähten Zickzackstich aneinander.

Gleiches wiederholen wir nun nochmal. Wir steppen an die obere Kante der zweiten Stufe Stiftelband fest um es genauso wie oben beschrieben an die erste Stufe zu steppen.

Damit lassen wir es für heute gut sein. Beim nächsten mal wird unser Petticoat fertig. (^.^)

Freitag, 19. Februar 2016

Bayrische Kuchl - Rindfleisch: gebackene Kalbsbrust

Die gebackene Kalbsburst kenne ich nun tatsächlich wieder aus Kindheitstagen und ich erinnere mich, ich habe sie eigentlich ganz gern gegessen; es war jetzt kein Lieblingsessen aber auf jeden Fall ein Gericht, das geschmeckt hat. Mal sehen, wie es heute so ist. (^.^)
Erfreulicherweise ist es ein Rezept, das sich gut vorbereiten lässt.


1 kg Kalbsburst
Salz
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
Mehl zum Wenden
2 Eier
100 g Semmelbrösel
40 g Butterschmalz


Die Kalbsbrust parieren, Zwiebel und Suppengrün putzen, schälen und grob schneiden. Alles in einen weiten Topf geben, mit Wasser bedecken und salzen. Zum kochen bringen und die Kalbsbrust leicht simmernd in ca. 1 Stunde gar kochen. Die Kalbsbrust herausnehmen und abkühlen lassen; am besten über Nacht.

Mehl, Eier (verschlagen) und Semmelbrösel in je einen tiefen Teller geben. Die Kalbsbrust in zweifingerbreite Scheiben schneiden, erst in Mehl, dann in den Eiern und schließlich in den Semmelbröseln wenden. Das Butterschmalz zerlassen und die panierte Kalbsbrust darin goldbraun braten.
Dazu gibts selbstverständlich Preiselbeeren und Kartoffelsalat und es schmeckt immer noch (^.^) So gut sogar, dass ich gar nicht verstehen kann, wieso es dabei in meiner Kindheit nicht zum Lieblingsessen gereicht hat. (^.^)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wir wollen eine neue Couch!

Ok, zugegeben: ich will eine neue Couch, mein Mann meint, dass es die alte Couch eigentlich noch tut, aber wenn ich unbedingt will... (^.^) Naja, meine weiblichen Leser wissen vermutlich was ich meine. (^.^)

Ich weiß schon ziemlich genau was ich will, aber genau das ist auch das Problem: meine Vorstellungen sind so genau, dass es schier unmöglich ist, die ideale Couch überhaupt zu finden. Auf Zugeständnisse oder gar eine Verlegenheitslösung habe ich aber keine Lust, im Vergleich dazu tut es unsere jetzige Couch nämlich wirklich noch.

Ich hätte gerne etwas, das mehr im Vintagelook ist, ein Original kommt jedoch nicht in Frage, da ich da vermutlich nicht entspannt drauf sitzen könnte, aus lauter Sorge, das gute Stück zu ruinieren. Außerdem soll die Couch funktional sein: wir haben gerne und durchaus des öfteren Übernachtungsgäste: eine Schlaffunktion ist daher Pflicht. Unsere aktuelle Couch hat die zwar, bequem ist aber trotzdem anders, es darf also ruhig komfortabler werden. Dann hätte ich auch gerne wieder waschbare Bezüge. Ehrlich: sowas ist Gold wert. Und: eine u-förmige Couch soll es nicht mehr werden. Ich liebäugle mit einer Couch-Sessel-Kombination.

Eine Idee habe ich auch schon: es wird wahrscheinlich auf eine halb selbst gemachte Lösung hinauslaufen. Zu hundert Prozent sicher bin ich aber noch nicht. Nichts desto trotz wird es einmal mehr ein kleines Projekt, über das ich hier berichten werde. Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 15. Februar 2016

Wiener Biskuit - Drei Mal Sachertorte

Die Sachertorte ist ein wahrer Klassiker aus Wiener Biskuit. Ich habe die Gelegenheit nun mal genutzt und die berühmte Sacher nicht nur mit Zartbitter-Kuvertüre, sondern auch mit Vollmilch- und weißer Kuvertüre gebacken und beides schmeckt wunderbar. (^.^)

Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
7 Eier
30 g Zucker
150 g Butter
150 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker
150 Kuvertüre
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver

350 g Aprikosenkonfitüre

200 g Zucker
125 ml Wasser
150 g Kuvertüre

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen. Die Kuvertüre auf dem Wasserbad schmelzen. Die Eier trennen und die Eiweiße mit dem Zucker steif schlagen. Die Butter mit dem Puderzucker und dem Vanillezucker schaumig rühren und die Eigelbe unterziehen. Die geschmolzene Kuvertüre unterrühren. Das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver auf den Teig sieben und unterheben. Zuletzt das Eiweiß zugeben und ebenfalls unterheben. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und in etwa 5 Minuten backen. Auf ein Kuchengitter stürzen und über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Kuchen einmal durchschneiden und mit Aprikosenkonfitüre füllen. Die restliche Konfitüre erhitzen und den wieder zusammengesetzten Kuchen damit rundherum mit einem Pinsel dünn einstreichen. Das ganze nennt sich Aprikotieren, man macht das, um Brösel zu binden, damit der Guss möglichst perfekt aussieht. Die Torte nun mindestens zwei Stunden trocknen lassen.

Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Zucker und Wasser aufkochen und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die geschmolzene Kuvertüre mit dem Schneebesen unter das Zuckerwasser rühren und wenige Minuten abkühlen lassen. Den Guss auf die Torte gießen und verstreichen. Fertig ist die weltberühmte Sacher, die übrigens am am nächsten Tag besser schmeckt, als frisch gebacken. (^.^)

Samstag, 13. Februar 2016

Häkelmuster - Der Rosenstich

Das heutige Häkelmuster kennt ihr bereits, allerdings noch nicht unter seinem offiziellen Namen und ich will es vor allem auch der Vollständigkeit halber noch nennen: Es ist der Rosenstich, der sich ergibt, wenn ihr ganz klassische feste Maschen häkelt und dabei ebenfalls ganz klassisch immer in beide Maschen der Vorreihe einstecht:

Freitag, 12. Februar 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Altbayrisches Blaukraut

Blaukraut ist kein Rotkohl, die Zubreitungsart und damit der Geschmack ist eine völlig andere. Wie das altbayrische Blaukraut gelingt, beschreibt Erna Horn eher dürftig, daher greife ich hier einmal mehr zum Familienrezept:

1 Kopf Blaukraut
50 g Butterschmalz
1 Zwiebel
2 Äpfel (Boskop)
1 EL Zucker
2 EL Essig
4 EL Rotwein
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
4 EL Preiselbeeren
250 ml möglichst heißes Wasser

Die äußeren Blätter des Krautkopfes entfernen, vierteln oder achteln und - nis auf den weißen Strunk - in feine Streifen hobeln.
Die Zwiebel und die Äpfel schälen und fein würfeln. In einem weiten Topf  das Fett erhitzen und Zwiebel- und Apfelwürfel darin andünsten. Das Blaukraut zugeben und unter rühren ebenfalls andünsten. Essig, Rotwein, Gewürze, Preiselbeeren und Wasser zugeben und das Blaukraut in etwa einer Stunde bei mittlerer Hitze weich dünsten. Dabei immer wieder umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser nachgießen.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - der Anfang (einschließlich linke Maschen)

Bevor es mit unserem neuen Projekt wirklich losgehen kann, müssen wir erst noch eine neue Masche lernen: die linke Masche. Auch hierzu habe ich euch ein kurzes Video gedreht:

Für die linke Masche legt ihr also den Arbeitsfaden vor die Nadel, so dass er über der abzustrickenden Masche liegt. Stecht nun mit der rechten Nadel von oben durch Arbeitsfaden und Masche und holt den Arbeitsfaden von unten durch die Masche. Fertig - so leicht ist das. (^.^)

Strickt man nun abwechselnd eine Reihe rechte eine Reihe linke Maschen, so erhält man das, für vor allem Feinstrick klassische Muster des "glatt Rechts".

Dienstag, 9. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat wird genäht

Jetzt geht es mit unserem Petticoat aber endlich ab an die Nähmaschine. (^.^) Zunächst werden alle Schnittteile versäubert. Dann wird eine Naht der obersten Stufe zusammengesteppt und die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Schließlich nähen wir an die Unterkante der ersten und zweiten Stufe mit dem genähten Zickzack-Stich das Spitzenband mit etwa 0,5 cm Übersatz fest. Mit dem Spitzenbesatz der unteren Stufe warten wir noch, da es immer sein kann, dass wir noch etwas an der Länge anpassen müssen und sei es nur, dass der Saum nicht gerade ist. Daher wird bei Röcken die untere Kante immer zum Schluss genäht.
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man mit Stiftelfalten Volumen zaubert und die einzelnen Stufen ineinander passt. Seid also gespannt. (^.^)

Sonntag, 7. Februar 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen

So meine Lieben, es wird Zeit für unser zweites Strickprojekt. Dieses mal wagen wir uns auch direkt schon an ein Kleidungsstück, einen wunderschönen leichten, ärmellosen Sommerpullover, der in der Schachenmayrin aus dem Juli 1958 erschienen ist. Das Modell ist wirklich leicht zu bearbeiten, ist zeitlos schön und wird im kommenden Sommer sicherlich eines meiner Lieblingsstücke werden:
Bald gehts los mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung, seid also gespannt. (^.^)

Mittwoch, 3. Februar 2016

So viele Blümchen, nur was damit tun?

Von unserer Hochzeit habe ich immer noch unzählige Blümchen - weiße und rote Rosen um genau zu sein - übrig, die bisher in einem Karton als "irgendwann mal"-Bastelprojekt ihr Dasein gefristet haben. Um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht so recht, was ich damit anstellen will. Was ich wusste war, dass es etwas in Richtung Schmuck/Accessoires werden soll. Was ich ebenfalls wusste, war, dass das unmöglich alles für mich sein kann, sondern irgendwie unter die Leute muss. Nachdem ich eine Freundin habe, die schon seit längerem einen erfolgreichen DaWanda-Shop hat und auch das eines der "irgendwann mal ausprobieren"-Projekte ist, hatte ich jetzt endlich die Eingebung! Ich versuche nun mal mein Gebastle auf DaWanda an den Mann - oder besser: an die Frau zu bringen. Und aus den Rosen soll Schmuck werden. Vintage-Schmuck um genau zu sein. Und um richtig genau zu sein: Schmuck im Stil von Miriam Haskell, die zum einen vorwiegend Blumenschmuck entworfen hat und die zum anderen von den frühen 40ern bis in die 60er die "It-Pieces" für die damaligen "It-Girls" wie Lucille Ball, Joan Crawford oder Wallis Simpson kreiert hat. Klar dass ihre Originalarbeiten heute schier unbezahlbar sind und umso mehr ein Grund, günstigere Alternativen zu schaffen. Einmal mehr halte ich euch auf dem Laufenden und freue mich natürlich umso mehr, wenn sich unter meinen Leserinnen auch künftige Küferinnen befinden. (^.^)

Montag, 1. Februar 2016

Häkelmuster

Nun meine Lieben, das Handwerkszeug zum Häkeln habe ich euch gezeigt, im Grunde könnt ihr nun alles um alles mögliche zu häkeln. ich hatte euch zu Beginn meines Häkelkurses ja schon versprochen, dass Häkeln wirklich nicht schwer ist. (^.^) Eines möchte ich euch aber jetzt doch noch zeigen, die gängigsten Häkelmuster nämlich.

Bei Häkelanleitungen ist es zwar normalerweise so, dass das jeweilige Muster in der Anleitung nochmal genau dargestellt wird, eventuell findet ihr aber Lust daran, eigene Kreationen zu häkeln. In dem Falle ist es auf jeden Fall praktisch, auf eine Zusammenstellung von Mustern zurückgreifen zu können, ohne vorher lange selbst zu testen, was gefällt.

Daher gibt es die nächste Zeit immer mal wieder zwischendurch ein neues Häkelmuster, mal einfach, mal anspruchsvoll, auf jeden Fall ist sicher für jeden was dabei. (^.^)

Samstag, 23. Januar 2016

Wiener Biskuit - Vanilletorte

Heute möchte ich euch eine Torte vorstellen, die es bei uns zum Bestandteil der Hochzeitstorte geschafft hat. Eine wirklich leckere Torte also. (^.^)

6 Eier
150 g Zucker
10 g Vanillezucker
150 g Mehl
30 g Speisestärke
75 g Butter

Für die Füllung:
2 Blatt Gelatine
500 ml Milch
1 Vanilleschote
4 Eigelb
100 g Zucker
30 g Speisestärke
200 g Sahne

Für den Guss:
200 g Zartbitterkuvertüre
200 g Sahne
je nach Geschmack Tortendeko
(ich nehme hier Vanilletrüffel)

Zur Zubereitung:
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier ausschlagen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl und Speisestärke auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben. Währenddessen die zerlassene Butter einlaufen lassen.
Ein Drittel des Teiges (zwei Schöpfkellen) in die Form füllen und in etwa 15 Minuten goldbraun backen, auf ein Kuchengitter zum auskühlen stürzen (Backpapier drunter damit nichts festklebt) und zwei weitere Böden entsprechend backen.

Die Gelatine einweichen. Die Vanilleschote aufschlitzen und zusammen mit der Milch aufkochen. Die Milch von der Herdplatte nehmen und 5 - 10 Minuten durchziehen lassen. Die Eigelbe mit dem Zucker und der Speisestärke in einem Topf glatt rühren, auf eine Herdplatte setzen und die Vanillemilch nach und nach zugießen und unterrühren. Die Maße unter Rühren aufkochen bis sie einmal aufpufft, von der Herdplatte nehmen und glatt rühren. Nun noch die Gelatine ausdrücken und unter die Vanillecreme ziehen. Den Topf in kaltes Wasser setzen (am besten lasst ihr kaltes Wasser in eure Spüle) und die Creme kalt schlagen, also weiterhin kräftig durchrühren, damit sie herunterkühlt.
Die Sahne steif schlagen und unter die Creme ziehen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umspannen. Die Hälfte der Creme aufstreichen, den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme, bis auf einen Esslöffel, darauf verstreichen. Den letzen Boden aufsetzen und den Esslöffel zurückbehaltene Crene darauf verstreichen um Brösel zu binden. Jetzt kommt die Torte erstmal für mindestens 60 Minten in den Kühlschrank, damit sie schön fest wird.

Die Kuvertüre hacken und in eine Schüssel geben. Die Sahne aufkochen, über die Kuvertüre gießen und die Mischung zunächst etwa 5 Minuten ruhen lassen, dann mit dem Rührstab die Masse homogenisieren, also solange rühren, bis eine glatte Mischung entstanden ist.

Den Tortenring von der Torte lösen und die Torte mit der lauwarmen Zartbitter-Canache einstreichen, nach Gusto dekorieren und die Torte über Nacht kühl stellen.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Münchner Museen - Das Bier- und Oktoberfestmuseum

Selbstverständlich gibt es in München ein Bier- und Oktoberfestmuseum. Wie sollte es auch anders sein? (^.^) Das Bier- und Oktoberfestmuseum in München befindet sich in zentraler Lage in der Altstadt (Sterneckerstraße 2, Nähe Isartor)  und ist in einem Bürgerhaus aus dem frühen 14. Jahrhundert untergebracht, schon allein das und die innenliegende so genannte Himmelstreppe über vier Stockwerke ist sehenswert.

Das Biermuseum bietet einen Überblick über die Geschichte von Bier und Braukunst im Allgemeinen, fokussiert sich im Speziellen aber auf das beste Bier der Welt: das Münchner Bier und die Geschichte der Münchner Brauereien. Neben der Ausstellung und dem üblichen Führungsprogramm kann man dazu auch den Praxistransfer buchen: eine Bierverkostung mit einem Biersommelier, die sensationell gut gemacht ist.

Das obere Stockwerk widmet sich der Geschichte der Wiesn, (aka Oktoberfest), das zwischenzeitlich gedanklich so fest mit dem Münchner Bier verknüpft ist, dass diese Ausstellung einen runden Abschluss bildet.

Wer möchte (eigentlich sollte man), beendet seinen Museumsbesuch im Museumsstüberl im Erdgeschoss und findet dort eine urige typisch bayrische Wirtschaft, ganz ohne Touristentumult, so wie in den großen traditionellen Häusern.

Rundherum eine absolute Empfehlung von mir. (^.^)

Montag, 11. Januar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Die Anprobe

Nachdem wir nun zugeschnitten haben folgt ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschnitt beim Nähen von Kleidung: die Anprobe. Trotz allem Maß nehmens und aller Maßkonfektion ist nun mal jeder Körper anders. Wenn man sich schon die Mühe macht und ein Kleidungsstück selbst näht, soll es auch perfekt sitzen. Daher führt wirklich kein Weg vorbei an der Anprobe. Heftet dafür eure Schnitteile entweder mit Stecknadeln oder mit Heftfaden an den wesentlichen Nahtstellen aneinander und probiert sie an. Kontrolliert den Sitz und ändert ggf. den Schnitt so, dass es perfekt sitzt: durch versetzen der Nähte, durch das hinzufügen von Abnähern oder durch Korrektur des Zuschnitts.

Bei unserem Petticoat reicht es, wenn die Zuschnitte aus dem Papierschnittübertrag an den Seiten aneinander geheftet werden. Sitzt der Zuschnitt in der Taille? Wenn ja: alles gut. Wenn nein: versetzt die Naht und markiert entsprechend mit Schneiderkreide.