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Montag, 31. August 2015

Vintage & Retro - was? wieso? warum? und überhaupt?

Ich habe das innere Bedürfnis die beiden Begriffe "Vintage" und "Retro" einmal zu erklären, da beide gerade "in" sind und damit inflationär genutzt werden, leider nicht immer ganz korrekt. Und damit gleich das wichtigste Vorweg: "Vintage" und "Retro" kann man nicht synonym verwenden, das ist nicht das gleiche.

Vintage (engl. "alt", "altmodisch", "aus einer bestimmten Zeit") ist alles Originale aus einer bestimmten Zeit.

Retro (lat. "zurück", "rückwärts") ist Neues, das dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfunden wird.

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele:
Ihr näht euch nach einem Schnittmuster aus den 40er Jahren ein Kleid. Dann ist das Schnittmuster, da Original aus den 40er Jahren, vintage, das Kleid, das ihr nach diesem Schnittmuster gearbeitet habt ist aber retro.
Ihr lasst euch in einem Second Hand Shop eine 80er Jahre Bluse als 50er Jahre Bluse andrehen und merkt es erst bei der näheren Überprüfung zu Hause. Dann ist die Bluse ein 80er-Jahre-Vintage- und ein 50er Jahre-Retro-Teil (sofern sie im Stil der 50er gearbeitet wurde).
Ihr macht euch eine 40er Jahre-Pin-up-Girl-Frisur, dann ist euer Styling retro. Die Frisur wäre Vintage, wenn ihr sie euch in den 40ern gemacht hättet... Was ihr aber habt ist ein Vintage-Look, ihr seht also aus, wie aus einer bestimmten Zeit. (^.^)

Klar soweit? (^.^) Genau deshalb heißt mein Blog auch LiliGoesRetro und nicht VintageLiliBlablabla, weder bin ich, noch ist mein Blog alt, oder altmodisch... Mein Blog ist Vintage 2013 (mit einigen Überarbeitungen), ich bin Vintage 19sagichnicht, aber für meine Lieblingsjahrzehnte muss ich meinen Blick eben zurück wenden. Daher "Retro", auch wenn ich einiges hier poste, das Vintage ist, hätte ein Vintage im Titel bei mir einfach nicht gepasst, schlicht, weil ich einen Lifestyle-Blog schreibe. (^.^)

Eigentlich ganz leicht, oder? Aber wisst ihr was: ich erwische mich selbst regelmäßig dabei, dass ich die beiden Begriffe durcheinander schmeiße, obwohl ich es besser weiß. Manchmal passiert das einfach, im Eifer des Gefechts. (^.^)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Omas dunkelbraune Rahmenhandtasche

Heute möchte ich mich Omas dunkelbrauner Rahmenhandtasche widmen, die meiner Einschätzung nach das zweitälteste Modell in Omas Handtaschensammlung sein dürfte. Sehr ähnliche Rahmenhandtaschen waren bereits in den 30er Jahren modern, in den 40er Jahren mal kurz weg von der modischen Bühne, aber in den 50er Jahren mit dem New Look als Tageshandtaschen wieder sehr beliebt. Omas Modell dürfte dabei ein 50er Jahre Exemplar sein, obschon es hier nur Kleinigkeiten sind, die die 50er Jahre Modelle von den 30er Jahre Modellen unterscheiden:
Bei den 30er Jahre Modellen war der Henkel mehr schmückendes Beiwerk, denn wirklich funktionell, da Taschen damals überlicherweise unter dem Arm getragen wurden. In den 50ern hingegen waren die Taschenhenkel zum tragen der Tasche da und damit auch anders gearbeitet.
Die Rahmenhandtaschen der 30er waren sehr Art Deco, die der 50er dagegen New Look.
Die Rahmenhandtaschen der 30er waren üblicherweise aus Leder gearbeitet, in den 50ern war nicht nur aufgrund des immer noch bestehenden Kriegsmangels, sondern auch aufgrund einer Zuneigung gegenüber des "künstlichen" die Rahmenhandtaschen oft aus Kunstleder gearbeitet.
Die Rahmenhandtaschen der 30er waren mehr ein Schmuckstück, die der 50er eine funktionelle geräumige Tagestasche mit breitem Boden, so dass man sie bequem hinstellen konnte.
Nun und nachdem all das, was typisch für die 50er Jahre Rahmenhandtaschen ist, auf Omas Rahmenhandtasche zutrifft, handelt es sich bei Omas Modell wohl sehr wahrscheinlich auch um ein 50er Jahre Modell. (^.^) Hier mal zum Vergleich:
Rahmenhandtaschen der 30er Jahre
Rahmenhandtaschen der 50er Jahre
Omas Täschchen ist leider schon etwas mitgenommen, allerdings hatte Oma diese Tasche bis zum Ende in Gebrauch. Umso mehr hänge ich sentimental an dieser speziellen Tasche, Omas Lieblingshandtasche. Hier sind ihre aktuellen Blessuren:
Wie ihr sehen könnt, ist das Leder der Henkel mehrfach gebrochen, die Nähte sind aufgeplatzt. Auch das Innenfutter hat etwas gelitten. Am oberen Taschenrand sind auch einer Seite tiefe Einrisse. Es gibt also einiges zu tun. ZUnächst muss ich mir aber nun einen Plan machen, wie ich die Blessuren wieder ausbügeln kann. Selbstverständlich berichte ich, alles ganz wie gewohnt. (^.^)

Montag, 25. Mai 2015

Omas hellbrauen Reisetasche bekommt einen Begleiter

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich an Omas Reisetasche gar nicht so viel ändern möchte. Ich wollte sie nur offensichtlicher als Reisetasche erkennbar machen, da wir heutzutage ja auch Handtaschen in dieser Größe haben. Ich habe daher einen Taschenanhänger mit einem Lederschild in Form eines Adressanhängers gebastelt, auf den ich meine Initialen aufgemalt habe, der nun seinen Platz an einem der Reißverschlüsse gefunden hat:

Sonntag, 17. Mai 2015

Omas hellbraune Reisetasche

Die hellbraune Reisetasche ist für mich das schwierigste Exemplar in Omas Handtaschensammlung was die zeitliche Einordnung betrifft. Sie kann aus den 50ern aber genauso gut aus den 60ern stammen. Selbst ein altmodisches 70er Jahre Modell käme noch in Frage, ich tippe aber dennoch auf 50er bis frühe 60er, zumindest wenn ich nach Modeaspekten entscheiden muss.
Ich bin mir sicher, dass die Tasche nicht noch älter ist (stilistisch würde nämlich auch das passen), weil es den Hersteller des Reißverschlusses (Ries) erst seit 1949 gibt. (^.^)

Und ja meine Lieben ihr lest richtig, diese Tasche ist keine Handtasche sondern eine Reisetasche. Handtaschen in dieser Größe gab es meine ganzen Lieblingsjahrzehnte hindurch nicht (nun ok, abgesehen von Einkaufstaschen, Arbeitsmappen und dem Trümmerfrauen-Look, aber das ist eine andere Geschichte). Auch die heute in diversen Rockabilly-Shops weit verbreiteten "Bowlingbags", die in ihrer Form dieser Tasche ähneln, sind eine Modeerscheinung ab den 90ern; 20er bis 60er: absolute Fehlanzeige was diese Taschenform betrifft - nun: abgesehen von Reisetaschen. In solchen Reisetaschen wurde das Handgepäck verstaut oder sie wurden als Gepäckstück für Kurzreisen genutzt. Frau trug aber immer, wirklich immer, eine Handtasche dazu, wie ihr auf den folgenden Bildern aus den 50ern und frühen 60ern sehen könnt:
Omas Tasche hat keine sichtbaren Gebrauchsspuren, daher bleibt sie auch genau so, wie sie ist. Ich werde ihr lediglich noch ein kleines Begleiterchen in Form eines Gepäckanhängers basteln, so dass sie einen deutlicheren Reisetaschenlook bekommt. Ich habe allerdings dennoch vor, sie als Handtasche zu nutzen. (^.^)

Donnerstag, 9. April 2015

Omas rotbraune Schultertasche in neuem Kleid

Die Schultertasche
- vorher -
Nun habe ich mich an das Aufarbeiten der rotbraunen Schultertasche gemacht, über die ich bereits berichtet hatte und habe zunächst - ganz so wie sich das gehört, wenn man mit Ledermalfarben arbeiten will, mit denen ich ja die kleineren Abnutzungen bearbeiten wollte - zunächst zum Lederreiniger gegriffen. Auf solchen Mittelchen steht ja immer drauf, dass man sie an einer unauffälligen Stelle testen soll. Nun, ich gebe zu: das mache ich nie und bisher - toitoitoi - habe ich es auch nie bereut.

Nun setze ich also mit dem Lederreiniger an und... die Farbe löst sich! Ok, daran hätte ich denken können, früher wurden Leder oft auch mit Fettfarben nur oberflächlich eingefärbt, aber was kommt denn da zum Vorschein?! Wunderschönes cognacfarbenes Leder! Also gab es kurzerhand eine Planänderung: ich habe mit Lederreiniger die komplette Oberflächenfarbe abgenommen. Die Abnutzungen sind damit weg - in Wahrheit waren das nämlich keine richtigen Abnutzungen des Leders, sondern einfach nur Farbabrieb und ich habe jetzt eine wunderschöne cognacfarbene Tasche, deren Vintagelook sich sogar noch verfärbt hat, da sich die dunklere Farbe in Lederfalten und an Nähten festgesetzt hat, so dass meine eigentlich 70er Jahre Schultertasche nach dem Farbabrieb deutlich älter aber auch schöner aussieht, als zuvor. (^.^) Trotz dieser glücklichen Umstände schreibe ich es mir aber hinter die Löffel, in Zukunft den Test an der unauffälligen Stelle zu machen. Ok, vielleicht nicht immer, aber zumindest bei Dingen, wo ich echt was kaputt machen kann, vielleicht... (^.^)

Um die Tasche nach dem Farbabtrag zu pflegen und zu schützen habe ich sie mit Lederintensivpflege eingerieben und mit einer weichen Bürste aufpoliert. Und fertig ist mein wunderschönes neues altes Täschchen. (^.^) Man glaubt es kaum, aber ja, das ist wirklich die gleiche Tasche (^.^)

Dienstag, 7. April 2015

Omas rotbraune Schultertasche


Die rotbraune Schultertasche ist das modernste Exemplar in Omas Handtaschensammlung und stammt vermutlich aus den 70ern. Nachdem diese Art Taschen in den 70ern allerdings nicht zu den modernen Taschen gehörten, lässt sich daraus mit Sicherheit noch was für mich passendes machen. (^.^)

Schultertaschen kamen in den 30ern auf, waren aber insbesondere ab Mitte der 40er Jahren sehr modern, insbesondere, weil sie den Vorteil hatten, dass die Trägerin beide Hände frei hatte. Die hochwertigeren Schultertaschen waren aus Leder, aufgrund der Kriegsknappheit aber oft auch einfach nur aus Stoff oder Garn und nicht selten selbst genäht, gehäkelt oder gestrickt. Die Schultertaschen als vorrangig praktische Taschen hielten sich bis in die frühen 50er, also bis zum beginnenden Wirtschaftswunder:
Schultertaschen aus Leder in den 40ern (die Tasche rechts kommt meiner noch am ehesten nahe)
Schultertaschenmodelle aus dem Jahr 1944
Schultertaschenmodelle aus dem Jahr 1947
Schultertaschen 1949
Schultertasche 1951
 Nachdem Omas Schultertasche aus Leder ist, bleibt sie - passend zu den 40er Jahre Modellen - in klassischer Lederfarbe (wer sich Leder leisten konnte, hat das gezeigt!), dennoch ist sie bereits etwas abgenutzt und stellenweise abgerubbelt:
Die Abnutzungen halten sich aber glücklicherweise in Grenzen, so dass ich vor habe, nicht die ganze Tasche neu einzufärben, sondern versuchen werde, den Farbton so gut als möglich zu treffen, so dass ich nur dort malen muss, wo sich die Abnutzungen befinden, nämlich rund um den Verschluss und an den Seiten der Klappe. Die Klappe selbst ist durch eine Naht abgesetzt, so dass kleinere Nuanceabweichungen nicht weiter auffallen dürften. Die kleineren Kratzer müssten sich durch die Lederreinigung und anschließende Versiegelung kaschieren lassen. (^.^) Ich werde euch selbstverständlich berichten. (^.^)

Mittwoch, 1. April 2015

Abgegriffene Handtaschenhenkel erneuern

Kennt ihr das? Eigentlich ist die Handtasche richtig schön, wären da nur diese abgegriffenen, abgenutzten Henkel nicht... Handtaschenhenkel sind bei mir ja die neuralgischen Punkte - vermutlich weil ich meine Taschen grundsätzlich zu voll und zu schwer packe. Mit der Zeit sehen sie einfach nicht mehr vorzeigbar aus, mit dem Effekt, dass ich die gesamte Tasche nicht mehr vorzeige, obwohl sie, abgesehen von diesem kleinen Makel, eigentlich richtig schön ist.

Um euch mal genau zu zeigen, was ich meine: erinnert ihr euch diese wunderschöne cremeweiße Ledertasche mit Lasercuts, die ich mir letztes Jahr im Frühling gekauft habe? Diese hier:

Nun nach einem Jahr (eigentlich nur einen Sommer) in Gebrauch sehen die Taschenhenkel so aus:

Für mich definitiv nicht mehr vorzeigbar - also was tun? Wegwerfen? Aber die Tasche ist soooooo schön!!! Daher: die Henkel auswechseln. Ja das geht und nein, das ist weder schwer noch teuer. Ihr braucht dazu nur
...passende Handtaschenhenkel (meine sind von Buttinette),
...farblich passende Wolle,
...eine Stopfnadel und
...eine Schere.
Mehr nicht.

Fertige Taschengriffe sind üblicherweise schon vorgestanzt, ihr müsst die Griffe also lediglich mit einigen wenigen Schlingstichen festnähen, nachdem ihr die alten Griffe entfernt habt. Zum Festnähen verwende ich gerne Wolle, weil Wolle deutlich reißfester ist als normaler Nähfaden. Die Fadenenden auf der Rückseite halbwegs verdeckt verknoten und dran sind die neuen Taschengriffe. (^.^)

Nachdem ich noch einen Rest heller Wolle hatte, die aber nicht so hundertprozentig farblich zu meiner Tasche passt, habe ich zusätzlich noch schnell ein kleines Häkeldetail, dass das Lasercutmuster aufnimmt, an meine Tasche gezaubert, so dass sie wieder wie aus einem Guss aussieht. Hier ist das fertige Stück:

Hier nochmal die Naht am Griff, sowie das Häkeldetail in groß. Die Schülerinnen meines Häkelkurses düfen sich übrigens freuen: das Häkeldetail ist etwas, das ihr mit euren bisherigen Häkelkenntnissen nachhäkeln könnt und selbstverständlich wird das noch eines unserer nächsten Projekte werden:

Donnerstag, 19. März 2015

Omas alte Handtaschen werden meine neuen Schätzchen

Ich habe ja nun schon an der ein oder anderen Stelle erwähnt, dass wir nun - lange nach dem Tod meiner Großeltern - den noch verbliebenen Hausstand aufgelöst haben. Ich habe mir dabei auch Omas Handtaschen gesichert. Wer von euch fleißigen Lesern jetzt denkt, ich hätte nun ein riesiges Sammelsurium an Originalhandtaschen, den muss ich leider enttäuschen. Mode ist ein Punkt wo meine Oma und ich so gut wie nichts gemeinsam haben. Meine Oma besaß gerade mal vier, wirklich sehr schlichte und dezente Handtaschen. Dennoch habe ich so nun die 30er bis hin zu den 70ern abgedeckt. (^.^)
Nun ist es so, dass jemand, der nur wenige Handtaschen besitzt, sie auch entsprechend oft nutzt. Dementsprechend abgenutzt sind die Taschen auch, obwohl sie durch die Bank qualitativ hochwertig gearbeitet sind.

Mir ist durchaus klar, dass es genug Vintagefreunde gibt, die diese Taschen, genau so, wie sie sind, auch verwenden würden. Ich gehöre nicht dazu: Mir geht es primär um Erhalt und Schutz; so wie die Taschen jetzt aussehen, haben sie den Zenit ihrer Lebensdauer bereits lange überschritten. Daher werde ich sie aufarbeiten. In zweiter Linie geht es mir aber auch um Optik: nur weil ich auf "alt" stehe, muss ich noch lnage nicht abgeschoddert aussehen und diese Taschen sind nun wirklich schon arg abgegriffen. Daher werde ich auch an der Optik feilen.
Ich berichte euch selbstverständlich von der Aufmöbelungsaktion. (^.^)

Donnerstag, 5. März 2015

Der Vintage Flaneur - Ausgabe IX und Lilis Strickcape

Ja, meine Lieben, ihr lest richtig, es ist nun bereits die 9. Ausgabe des Vintage Flaneur erschienen. Dieses mal erwartet euch Deko- und Rezeptideen für das Frühjahr, der Vintage-Reisetipp Stockholm, eine Retrospektive zu Roy Lichtenstein, Hüte und Accessoires für Damen und Herren sowie zarte Frühlingsmode in Pastell.

Auch von mir gibt es wieder einen kleinen Beitrag nachzulesen: eine exklusiv im Vintage Flaneur veröffentlichte Anleitung für ein frühlingszartes Strickcape, also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)



Sonntag, 1. März 2015

Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2015

Die diesjährigen Frühjahr-Sommer-Kollektionen sind wieder etwas übersichtlicher als die Trends der vergangenen Saison, wenngleich das ein oder andere Revival dabei ist. Wie immer gibt es aber auch jetzt wieder meine persönlichen Highlights:

Pastell
Quasi der Sommerklassiker schlechthin: Pastellfarben. So auch in dieser Saison und bei fast jedem der großen Designer vertreten sind die Pastellfarben in jeder möglichen Pastellnuance. Die Schnitte dazu reichen von geradlinig kühl bis verspielt mädchenhaft und von klassisch bis extravagant.

Blumen
Noch so ein Sommerklassiker: Blumenmuster und diese Saison auch in allen möglichen Variationen, vom Mille-Fleurs bis hin zu großformatigen Blumenmustern geht alles.

Siebziger
Nachdem wir in der letzten Herbst-Winter-Saison bereits ein kleines 60er Comeback hatten gibt es in dieser Saison nun ein Wiedersehen mit den 70ern. Die 70er sind nun zugegebenermaßen nicht so mein Jahrzehnt, allerdings haben sich die Modeschöpfer der 70er Jahre sehr stark an den 40ern bedient, so dass wir damit auch ein kleines "Unter-der-Hand"-Comeback der 40er haben, zumindest für diejenigen, die etwas Ahnung von Modegeschichte haben. (^.^) Meine Highlights - klar, mit 40er Jahre Anklängen - habe ich schon mal zusammengestellt (ja, ein Hippiekleid sollt ihr bekommen, das hat aber nix mit den 40ern zu tun).

Streifen
Eigentlich ist es ja auch schon fast ein Klassiker in den Frühjahr-Sommer-Kollektionen: Streifen, selbstverständlich nach wie vor bevorzugt in marineblau auf weißem Grund - der Marinelook lässt grüßen - andere Farben sind aber durchaus auch vertreten.

Denim
Jeansstoffe bleiben in dieser Saison nicht nur "Nebenbei"-Thema auf den Laufstegen: sie nehmen nach einer kurzen Pause wieder eine wichtigere Rolle ein; bevorzugt als Hose und zwar weder skinny noch boyfriend (wird ja auch langsam mal Zeit); dafür sind Schlaghosen wieder da.

Knallfarben
Kräftige Farben in allen Schattierungen bilden auch diese Saison das Kontrastprogramm zu den Pastellfarben.

Weiß
Ja, diese Saison gibt es wieder eine Trendfarbe, die bei allen Designern zu finden ist, die aber streng genommen gar keine Farbe, sondern vielmehr die Summe aller Farben ist: weiß.

Leder
Ja, ihr lest richtig, Leder im Sommer. Neben den Klassikern wie Lederjacken, -röcken und -hosen, sind mit dem 70er Jahre-Trend nun auch wieder reihenweise Ledermäntel und - klar - Wildleder in allen Variationen zu finden.

Brokat und Co.
Das was ich flapsig unter "Brokat und Co." zusammenfasse, ist der Schuss Geschichte in der Mode dieser Saison. Darunter Vertreten sind Kreationen die an Revue-Kostüme erinnern, genauso wie Elemente alter Uniformen oder auch Kleider aus Stoffen die auch aus dem 18. Jahrhundert stammen könnten.

Samstag, 21. Februar 2015

Meine Kindergartentasche erlebt nun endlich doch noch ihr Revival

Meine Petzi-Bär-Tasche frisch aus dem Keller...
Jetzt habe ich des Rätsels Lösung endlich gefunden, wie ich meine Kindergartentasche gerettet bekomme, ohne sie zu krass auf neu zu trimmen, sie aber trotzdem wieder ausgehfähig zu bekommen und um sie vor allem gegen weitere Schädigungen zu schützen!

Ich habe kürzlich Lederreiniger und Lederlack (von Rico Design) in einem Bastelladen entdeckt. Mit dem Lederreiniger habe ich die Verschmutzungen durch die Aufkleber super wieder abbekommen, ohne dass das Leder selbst in Mitleidenschaft gezogen wurden wäre. Theoretisch hätte ich die abgeschmurgelten Stellen, vor allem an den Trägern mit Lederfarbe nachbessern können, das wollte ich aber nicht, mein Täschchen soll ruhig alt aussehen. Der Überlack dient der Versiegelung und dem Schutz des Leders und gibt dem Leder zudem einen schönen natürlichen Glanz. Fertig ist mein neues altes Kindergartentäschchen. (^.^)
... und nach meiner Verjüngungskur
Wie ich die Tasche wieder in Form gebracht habe, könnt ihr hier nachlesen: Meine Kindergartentasche kommt wieder in Form
Und falls ihr meine Freude über den Kellerfund meiner Mutter nochmal lesen wollt - hier gehts lang: Meine allererste Handtasche (^.^)

Dienstag, 3. Februar 2015

Meine Kindergartentasche kommt wieder in Form

Ich habe euch ja kürzlich vom Kellerfund meiner Mutter berichtet: meine Petzi-Bär-Kinderkartentasche!!! ♥ ♥ ♥

Nachdem das gute Stück wirklich nicht mehr gut aussah, nach Jahren (ja, ok, Jahrzehnten) im Keller, bin ich jetzt zumindest einen kleinen Schritt weitergekommen. Ich habe sie nämlich wieder in Form gebracht, nachdem sie etwas außer Form geraten war.

Dafür habe ich sie im Wollwaschgang und mit Wollwaschmittel zu nächst in der Waschmaschine gewaschen. Dass man das mit Echtleder im Wollwaschgang und mit Wollwaschmittel ohne Schmerz machen kann, hab ich euch ja schon an anderer Stelle beschrieben (Lederkleidung muss in die Reinigung! Richtig?). Nachdem die Tasche zudem genäht und eben nicht geklebt ist habe ich sie freimütig wie ich bin, auch in die Maschine gepackt, allerdings zum Schutz von Tasche und Maschine in einem Wäschebeutel. Mit Taschen die nur verklebt sind, würde ich das nicht machen, weil gerade bei günstigeren Taschen der Kleber oft wasserlöslich ist. Nach einem Waschgang in der Maschine besteht also durchaus die Gefahr dass man dann nur noch die Einzelteile in der Maschine hat.

Unmittelbar nach dem Waschen habe ich die Tasche großzügig mit Lederpflege eingerieben (von Poliboy - siehe auch oben im Link zum Beitrag mit den Grundlagen der Lederwäsche) und das innere der Tasche mit Geschirrtüchern (alte Zeitungen gehen auch, hatte ich aber nicht da) ausgestopft. Alles was sich dann noch gewellt hat oder abstand habe ich bis zum kompletten Durchtrocknen mit Wäscheklammern fixiert. Das Durchtrocknen selbst dauert jetzt ein paar Tage. Solltet ihr auch Leder trocknen wollen, versucht das Trocknen nicht mit "auf die Heizung legen" zu beschleunigen. Leder hat einen natürlichen Wasseranteil. Verdunstet der durch zu große oder zu trockene Hitze bzw. durch zu schnelles Trocknen, wird das Leder trocken und damit starr und rissig. Habt ihr schon ein Lederteil das starr und rissig ist (so wie meine Kindergartentasche), hilft in der Tat der Waschgang in der Maschine. Dann aber unbedingt bei normalem Raumklima trocknen lassen. Der Waschgang hilft auch bei aus der Form geratenem Leder (ebenfalls so wie bei meiner Kindergartentasche), sofern man es in nassem Zustand durch ausstopfen oder dergleichen wieder in Form bringt. Und selbstverständlich hilft der Waschgang auch bei Verschmutzungen. Allerdings: leider nicht bei allen...

Mein Bruder musste die Kindergartentasche nach mir "auftragen". Nachdem er die zu mädchenhaft fand (es sind zwar keine typischen Mädchenfarben, dennoch reicht bei einem Jungen mit drei Schwestern schon der Aspekt, dass das Teil vor ihm ein Mädchen hatte) hat er sie großzügig mit Auto- und Fußballaufklebern "verziert". Die bekam zwar meine Mutter so halbwegs wieder ab, auf der Vorderseite sieht man aber noch dunkle Kleberrückstände:
Normalerweise bekommt man sowas mit Waschbenzin oder wahlweise mit acetonhaltigem Nagellackentferner wieder ab. Allerdings mache ich mir etwas Sorgen, dass ich damit die Farbe der Tasche mitabrubble. Hier muss ich mich also noch schlau machen, wie ich die Kleberrückstände abbekomme.

Zudem ist der Trageriemen schon arg mitgenommen. Auch hier muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich den zumindest wieder stabilisieren kann.
Last but not least: die Seiten der Tasche sind etwas eingerissen. Hier hat meine Mutter zwar die Naht mal gesichert, das ausgerissene Leder ist aber weg. Auch da brauchts noch eine Lösung:
Falls jemand von euch hier Erfahrungen oder Ideen hat: ich freue mich über jeden Tipp, wie ich mein Täschchen wieder ausgehfertig bekomme. (^.^)

Sonntag, 1. Februar 2015

Meine allerallererste Handtasche (^.^)

Meine Mutter hat neulich etwas im Keller gesucht (aufgrund meiner nahenden Hochzeit, schwant mir: nicht ganz so zufällig...) und hat dabei mein Kindergartentäschchen gefunden!!!! (^.^) Quasi die erste Handtasche, die ich jemals besessen habe! Meine Petzi-Bär Tasche!!! ♥ ♥ ♥

Kennt man heute eigentlich noch den Petzi-Bär? Ich habe die Petzi-Comics ja geliebt! Scheint fast so, als wäre ich schon im zarten Alter von 4 voll auf die 50er abgefahren. (^.^) Na auf jeden Fall musste es anno 1984 genau diese Petzi-Bär-Tasche sein. Hach was war ich stolz. (^.^) Und ganz ehrlich: das bin ich heute noch. Die Tasche sieht richtig cool aus! Ok, aktuell eher etwas ramponiert, schließlich lag sie jahrelang im Keller, aber ich habe beschlossen, das gute Stück wieder aufzumotzen und ausgehfein zu machen. Ich will die nämlich wieder benutzen. (Bin ich kindisch?)

Wie das geht, weiß ich selbst noch nicht so genau, aber ich werde es rausfinden und euch natürlich berichten. (^.^)

Montag, 15. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: unser 50er Jahre Oberteil ist fertig (^.^)

Ja meine Lieben, wir sind bereits am Ende: unser 50er Jahre Häkeloberteil ist fertig. Wer möchte, bestickt nun noch den Ausschnitt und den Ärmelsaum so wie in der Originalvorlage mit Pailletten - ich verzichte darauf, da ich bereits zu Wolle mit Metallicfäden gegriffen habe - das wird mir ansonsten zu glitzerig. (^.^) Wie man mit Pailletten bestickt, könnt ihr hier nachlesen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Tragen, spätestens im nahenden Frühjahr kann unser Oberteil auf jeden Fall ausgeführt werden. (^.^)

Sonntag, 9. November 2014

Happy Birthday to me (^.^)

Die ganz besonders aufmerksamen Leser meines Blogs ahnen es ohnehin bereits, was heute kommt: mein Geburtstagsbeitrag. (^.^) Stolze 35 Jährchen habe ich mittlerweile auf dem Buckel... Und auch dieses Jahr hat mein Schatz wieder für mich gebacken und auch dieses Jahr wieder meine Lieblingstorte: Käse-Sahne-Torte (^.^)

Sein Geschenk für mich ist ebenfalls der absolute Hammer: es sind massig alte Burda-Ausgaben!!! Die älteste Ausgabe von 1950, die neueste von 1970 (^.^)
Nun, da freut sich nicht nur eine Burdasammlung, sondern hoffentlich bald ihr, und zwar auf einige neue Nähprojekte. Als erstes steht übrigens ein Petticoat auf dem Plan, für den ich jetzt endlich ein Schnittmuster habe. (^.^)

Samstag, 1. November 2014

Meine beigen Collegepumps bekommen eine Verjüngungskur

Erinnert ihr euch an meine beigen Collegepumps, die ich euch vor einigen Monaten schon gezeigt habe? Nun, zugegeben, die Schuhe hatten auch damals schon ihre besten Zeiten hinter sich... um jetzt nicht zu sagen, sie sind völlig abgeranzt... Aber kennt ihr das: es gibt diese bestimmten Lieblingssachen, von denen man sich einfach nicht trennen kann und seien sie noch so runter. Und, nun ja, diese Schuhe gehören für mich eindeutig dazu. Sie sind angenehm hoch (ich bin ja nicht so groß und "muss" da quasi schon aus Prinzip mogeln), aber dennoch sehr bequem. Sie passen außerdem so gut wie zu allem - man kann sie sowohl chic als auch sportlich, leger als auch edel kombinieren. So wie sie aber mittlerweile aussehen, kann man sie aber ehrlich gesagt zu nichts mehr kombinieren.

Als Freundin vergangener Zeiten pflege ich auch eine Tugend aus vergangenen Zeiten, die mittlerweile wieder immer mehr in Mode kommt: reparieren statt wegwerfen (gut, heut heißt es "upcycling"). Und ja, auch Schuhe "reparieren" geht selbst, solange keine Schusterarbeiten zu machen sind. (^.^)

Meine Pumps sind gut und hochwertig verarbeitet, da fehlt sich nichts, lediglich das Leder ist mittlerweile ziemlich abgewetzt. Diese Schönheitskorrekturen kann man aber ganz alleine durchführen, mit Lederfarbe nämlich. Nachdem auch der Absatz nicht gerade Vintage-tauglich ist - er hat diese mitunter arg billig wirkende gepresste Holzoptik, streiche ich diesen gleich mit. (^.^) Dafür einfach die zu bemalenden Flächen zunächst mit Lederreiniger vorbehandeln. nicht zu bemalende Flächen mit herkömmlichen Malerkrepp abkleben und anschließend mit Lederfarbe und einem weichen Pinsel bemalen (ich nutze dazu Lederreiniger und Ledermalfarbe von Rico Design über Idee Creativ).

Meine Collegepumps haben so einen schwarzen Anstrich bekommen. Nach der Trocknungszeit von 48 Stunden, die sie mit Schuhspannern verbracht haben, habe ich sie noch mit Lederfett behandelt, et voilà - sie sind wieder bereit für weitere Einsätze zu meinen Füßen. (^.^)

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Latest Fashion by me: Lili bastelt eine Patchworkhandtasche


Mir haben es ja diese herrlich bunten Patchworkhandtaschen angetan, wie man sie schon im Sommer bei Dolce & Gabbana und Missoni gesehen hat und die für diese Saison von weiteren Häusern adaptiert wurden (u.a. Burberry, Versace, Chanel). Allerdings haben sie es mir nicht so angetan, dass ich direkt einen "Kaufen"-Reflex entwickelt hätte (das ist aber auch kein Wunder bei den Preisen...). Immerhin haben sie es mir aber so angetan, dass ich einen "Kann-ich-selbst"-Trieb entwickelt habe. Ich mache mir meine Patchworktasche einfach selbst und zwar so widewidewie ich will - nämlich im 50er Jahre Retrolook, ha!

Für meine Version der Patchworktasche nehme ich ein Satchel, das ich für ein paar Euro bei Kleiderkreisel gekauft habe, sowie eine Packung Patchworkstoffe mit 50er Jahre Mustern, die die Grundfarbe der Tasche aufnehmen. Als Hilfsmittel brauche ich außerdem ein Maßband, meine Zickzackschere, Schneiderkreide und meinen Stoffkleber.

Der Rest ist eigentlich ganz einfach. (^.^) Die zu beklebenden Taschenteile exakt vermessen (denkt dabei dran, dass bestimmte Teile einer Handtasche besonders strapaziert werden und sich der Stoff dort schneller abnutzt), die Maße auf den Stoff übertragen, mit der Zickzackschere zurechtschneiden und mit dem Stoffkleber aufkleben. Fertig (^.^)