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Montag, 11. Juni 2018

Wardrobe Essentials - Das kleine Weiße

Ich verstehe ehrlicherweise gar nicht, warum es nur ein Kleines Schwarzes als feststehenden Modeausdruck gibt, nicht aber den des Kleinen Weißen. Auch weiß als zweite, so genannte Nichtfarbe bietet alle Vorteile die auch schwarz zu bieten hat. Genauso wie schwarz geht weiß zu allem, es ist ein Stück Leinwand, dem man mit den Accessoires immer wieder einen neuen Look einhaucht.
Aber auch weiße Kleider bergen ein Risiko: so wie bei schwarz die Gefahr besteht, dass es zu duster wird, besteht bei weiß das Risiko, dass es zu mädchenhaft-unschuldig wird. Daher gilt auch hier: achtet auf klassische Schnitte, das macht das Kleid nicht nur länger tragbar, sondern es wirkt auch gleich sehr viel erwachsener. Auch hier gilt natürlich: achtet auf die Qualität von Stoff und Verarbeitung und verzichtet außerdem auf Materialien und Verarbeitung die das kleine Weiße trotz klassischem Schnitt wieder den Hauch der Unschuld geben und es am Ende wirken lassen wie ein verhindertes Brautkleid, also keine Spitze, keine Rüschen, keine Schleifchen. (^.^)
Das kleine Weiße schreit natürlich nach Sommer, aber auch im Winter - mit blickdichten, gerne farbigen Strümpfen  - hat es seine ganz eigene Wirkung und sorgt natürlich für Aufmerksamkeit, wenn sich alle anderen lieber in dunkle Farben hüllen.
Selbstverständlich zeige ich euch bei der Gelegenheit auch meine weißen Lieblinge:

Wie ihr seht habe ich keine reinweißen Kleider - reinweiß finde ich schwierig, da es den wenigsten Frauen wirklich gut steht. Nachdem ich sehr blass bin greife ich lieber zum Offwhite, dann wirke ich nicht wie eine Kalkleiste. (^.^)
Meine weißen Kleider sind zugegebenermaßen noch etwas übersichtlicher... Irgendwie bräuchte ich noch ein bis zwei (ich hätte gerne zumindest eines mit langen Ärmeln, gerne auch noch eines mit 3/4-langen Ärmeln, allerdings sind weiße Kleider wirklich schwierig zu finden... Vermutlich muss ich auch hier einmal mehr meine Nähmaschine anwerfen. (^.^)

Donnerstag, 1. März 2018

Die Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2018

Die diesjährigen Frühjahr-/Sommerkollektionen sind sehr einheitlich, die entsprechenden Key-Looks damit übersichtlich, dennoch gibt es Neues bzw. lange Verschwundenes wieder zu entdecken, wenn auch mehrheitlich auf Altbewährtes gesetzt wird. Selbstverständlich gibt es auch einiges für uns Vintagedamen frisch von den Laufstegen:

Bunte Hosenanzüge
Seit letzter Saison ist der Hosenanzug zurück, jetzt wird es bunt, ganz zur Freude unserer Politikdamen von Angie bis Hillary, die den Trend schon trugen, als er noch lange nicht Trend war - was sie nun trotzdem nicht zu Trendsetterinnen macht, sind doch die Schnitte der neuen bunten Anzüge sehr viel aufregender und trotzdem mit einem herrlichen 40er und 50er Jahre Charme.

Karo
Ja, ihr seht richtig, Karomuster im Sommer auch das geht, von Glencheck über Vichy bis Pepita ist alles dabei, gerne auch in Kombinationen mit anderen Mustern.

Jeans
Der Denimtrend bleibt, die Schnitte werden allerdings femininer und aufregender, die Beine sind Skinny oder Marlene, es ist also auch für jede Tagesform etwas dabei.

Blumen
Keine Sommerkollektion ohne Blumenmuster, so selbstverständlich auch in dieser Saison, hier in Kombination mit klassischen, schlichten Schnitten.

Transparenz
Auch transparente Stoffe sind ein Sommerklassiker, der jedes Jahr so pünktlich kommt, wie Krokusse im März. Diese Saison hat der Transparenztrend eine herrlich weibliche Note, der etwas nach Boudoir wirkt, ohne dass es aber zu nackt wird.

Western
Das ist neu: der Westernlook ist wieder da, zu freude der Rockabillyfraktion, endlich gibt es den Westernlook in aufregend-hochwertig in den Läden zu kaufen, man muss nicht mehr auf schlechte Repros aus Kunstfaser zurückgreifen. (^.^)

Dienstag, 13. Februar 2018

Neue Farbe für den Matrosenlook

Manchmal sind unsere Schrankhüter zu Schrankhütern geworden, weil die Farbe nicht mehr schön ist. Entweder die Farbe gefällt allgemein nicht mehr, sie ist verwaschen oder das gute Stück hat sich verfärbt. Und meistens bei Fabproblemen handelt es sich um ehemalige Lieblingsteilchen, die irgendwann anfangen nur noch ein Schattendasein in unserer Garderobe zu führen. Wegwerfen wäre zwar grundsätzlich eine Option, aber was man mal geliebt hat, gibt man nicht so leicht wieder her... Kennt ihr vermutlich auch. (^.^) Die schnelle Lösung, die das Lieblingsteil rettet und gleichzeitig eure Garderobe wieder erweitert, lautet "Färben". Entweder komplett neu, also umfärben, oder mit einer Auffrischung, also in einer ähnlichen Farbe. Der einzige Haken an der Sache: Chemiefasern können nicht gefärbt werden, ein Grund mehr also auf Qualität beim Kleidungskauf zu achten. Ansonsten geht Färben aber ganz leicht und unkompliziert in der Waschmaschine. Ich bevorzuge dabei übrigens die Farben von Simplicol. Dazu habe ich auch bei meiner Marinejeans gegriffen, die eine kleine Verfärbung hat, aber damit auch untragbar wurde, es jetzt aber nicht mehr ist. (^.^)

Mittwoch, 31. Januar 2018

Ein Partyjäckchen wird zum Basicteil

Habt ihr auch Partykleidung in "chic-chic" in eurem Schrank? Vermutlich ja... Wie oft zieht ihr diese Kleidung an? Mag sein, dass einige von euch laufend auf rauschende Bälle gehen, ich tue es nicht. Damit habe ich auch einiges an Kleidung, das zwar wunderschön ist, das ich aber kaum bis gar nicht trage. So auch eine rote, mit Pailletten bestickte Strickjacke, die ich zwar schon seit Jahren habe, aber nur zwei mal angezogen habe. Die Strickjacke an und für sich hat eine tolle mittelschwere Qualität und wäre eigentlich ein schönes Basicteil - gerade auch für die Arbeit, wären da die Pailletten nicht. Nachdem ich nun ohnehin gerade dabei bin, meine Garderobe etwas aufzuwerten und zu überarbeiten, bietet sich die Gelegenheit natürlich an, auch diese Jacke auf das Level "trage ich regelmäßig" zu heben. Bei der Jacke, wie bei vielen anderen Partykleidern ist es wahrlich simpel: weg mit dem Blingbling und man hat ein wunderbares neues Basicteil:

Dienstag, 23. Januar 2018

So leicht bindet man aus einem Schal einen 50er-Jahre-Turban

Ich mag es ja einfach und unkompliziert. Allerdings gibt es Tage, da wollen meine Haare nicht einfach und unkompliziert sein... Bad-Hair-Day-Alarm also... Und dann gibt es Tage, da müsste ich eigentlich meine Haare ordentlich stylen, habe aber wahlweise keine Zeit oder keine Lust... Und es gibt Tage, da will ich am Abend oder am nächsten Tag phantastisch aussehen und habe deshalb bereits Pin-Curls oder Lockenwickler im Haar, müsste aber dringend mal raus und unter Leute, aber so...

Die Lösung bei mir heißt Turban! In jedem meiner Lieblingsjahrzehnte waren Turbane in Mode. Sie wurden zwar unterschiedlich gebunden, aber da waren sie immer, und immer sahen sie cool aus und tun genau das auch heute noch. Das Herrlichste daran: einen zeittypischen Turban zu binden ist wirklich leicht und unkompliziert, also genau meins. (^.^)

Heute möchte ich euch eine 50er-Jahre-Variante zeigen, die ich auf einer abfotografierten Anleitung auf Pinterest für mich entdeckt habe:
Zur besseren Nachvollziehbarkeit habe ich euch ein kleines Video gemacht, damit ihr den Bindevorgang besser und leichter nachvollziehen könnt. (^.^)
Musik: Miss Nicollet & Te Novelairs "Crazy over you" Public Domain über archive.org

Donnerstag, 11. Januar 2018

Eine Hose unsichtbar reparieren

Manchmal gehen Hosen nicht da kaputt, wo sie normalerweise kaputt gehen sollten, sondern an den wirklich dämlichen Stellen, wo es auch wirklich schwierig ist, sie zu reparieren, ohne dass es nach geflickt und damit nach ärmlich aussieht. Da reißt eine Gürtelschlaufe aus, ein Ziernaht löst sich auf, oder so wie in meinem Falle bei meiner roten Jeans: eine der Taschen löst sich. Würde man die Tasche nun so, wie sie ist einfach festnähen, oder mit Textilkleber sichern, dann würde man das sehen. Und reparierte Dinge, die auch nach repariert aussehen, sehen nicht gut aus...

Also was tun? Wegwerfen kann hier kaum die Lösung sein... Leider gibt es hier nicht die eine richtige Lösung, lediglich einen Lösungsweg, den man beschreiten kann. Der wäre: erstmal abtrennen/auftrennen, sowie waschen und bügeln; sind die Nahtlöcher dann noch sichtbar, bzw. die Nahtstellen farblich heller als der Rest der Hose gibt es eine runde Textilfarbe zum auffrischen. Nach dem Färben wird nochmal gewaschen und gebügelt, sind die Nahtlöcher auf dann noch sichtbar muss dort wo was war, auch wieder was drauf. Ich klebe mit Textilkleber die Taschen wieder drauf (mit Textilkleber deshalb, weil es schier unmöglich ist, die richtige Nähfadenfarbe zu treffen). Alternativ kann man die Stellen aber natürlich auch mit anderem Stoff benähen, die Stellen besticken, mit Borten benähen etc.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Winter

Ich habe nun schon ein Jahr Capsule Wardrobe für meine Business-Garderobe hinter mir. Nun startet der letzte Testballon, bevor ich den Capsule Wardrobe auf meine Freizeitgarderobe ausweite. (^.^) Ich werde auf jeden Fall immer routinerter im Zusammenstellen und Kombinieren. Das Anziehen morgens ist entspannter und: ich habe wirklich weniger Wäsche, was ganz ungemein entspannt. (^.^)

Samstag, 11. November 2017

Stricken wie in den 1930ern - Der Steckschal

Der Steckschal, oder besser gesagt, die spezielle Schleifenform, ist in den Wintermonaten in der Vintageszene regelmäßig in aller Munde: jeder, oder besse jede will einen und zwar wahlweise kaufen oder selbst stricken. Ich nutze daher die Gelegenheit und zeige euch, im Detail wie es geht, möchte aber dennoch ein paar Worte dazu verlieren. Bei diesem Schal handelt es sich nicht um eine historische Anleitung oder ein historisches Modell. Der Schal tauchte erstmals in der 2000er BBC-Fernsehserie "Agatha Christie's Marple" auf (daher im englischen Sprachraum auch als "Miss-Marple-Schal" bekannt):
 Nun ist die BBC besonders bekannt dafür, auf wirklich jedes kleine historische Detail zu achten und insbesondere bei der Ausstattung annähernd perfekt zu arbeiten (von Hollywood kann man das lange nicht behaupten!), so auch hier: Steckschals waren im allgemeinen in den 30er und 40er Jahren durchaus beliebt, wurden damals allerdings Kravattenschals oder Cravatte genannt. Nachdem sich Miss Marple literarisch gewachsen regelmäßig konsequent altmodisch und in besagter Folge ("Ordeal by Innocence") konsequent im Stil der frühen 30er Jahre kleidet, verorte ich besagten Schal eben auch in den frühen 30er Jahren; dort passt er als großes Schleifchen auch am besten hin, die 30er Jahre waren schließlich das große Jahrzent der Schleifchen. (^.^)
Nun aber zur Anleitung - so gehts:

Ich stricke mit "Originals Wool 125" von Schachenmayr in der Farbe 00132, einem schönen weinrot. Die Maschenprobe ergibt 24 Maschen und 29 Reihen mit Nadeln Größe 4. Gestrickt wird kraus rechts.


5 Maschen anschlagen und dann in jeder 3. Reihe am Anfang und Ende der Arbeit jeweils eine Masche zunehmen, bis 33 Maschen auf der Nadel sind.



Weitere 28 Reihen ohne Zunahme Stricken.



Nun über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster stricken.


Nun in jeder 6. Reihe jeweils am Anfang und Ende der Arbeit je eine Masche zunehmen, bis 47 Maschen auf der Nadel sind.


Weitere 130 Reihen ohne Zunahme Stricken. Anschließend gehts wieder umgekehrt: in jeder 6. Reihe jeweils am Anfang und Ende der Arbeit je eine Masche abnehmen, bis 33 Maschen auf der Nadel sind.

In die letzte Reihe zieht ihr euch nun mit einer Stumpfen Nadel einen Orientierungsfaden in Kontrastfarbe ein, bevor ihr jetzt wieder über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster strickt.

Jetzt kommen wir zum Orientierungsfaden: fasst eine Reihe maschen auf und strickt auch diese über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster. Beide Nadeln werden nun zusammengefasst, indem von jeder Nadel jeweils eine Masche rechts zusammengestrickt wird. Darauf folgen 27 Reihen  ohne Abnahme, gefolgt von Abnahmen von jeweils einer Masche in jeder 3. Reihe am Anfang und Ende der Arbeit Die letzten 5 Maschen abketten. Die Fäden vernähen und den schall locker aufspannen und anfeuchten. Fertig ist der neue Schal im alten Stil:

Samstag, 21. Oktober 2017

Ein mädchenhafter Midirock wird erwachsen

Manchmal sind Kleidungsupdates die bisher nur ein Schattendasein geführt haben, so leicht. (^.^) Ich habe da seit Jahren einen Rock, den ich aber kaum getragen habe, obwohl er eigentlich ganz hübsch ist, nur: für mich etwas zu süß-mädchenhaft, zu unerwachsen und so will ich nun wahrlich nicht wirken. Dennoch, er hat einen herrlichen 50er-Schnitt, genau die richtige Länge, sowohl Rock als auch Futter sind aus Baumwolle gearbeitet, er ist in einem schönen altrosa, er hat außerdem wunderschön eingenähte Falten, nur: er hat ein Häkelspitzenband, das dann eben einfach einen Tick zu viel ist und den Rock und damit auch seine Trägerin sehr kindlich wirken lässt. Kurzum: das Band muss weg.

Gesagt getan, das Band war schnell abgetrennt, die Seitennähte, die ich dafür etwas öffnen musste ebnso schnell wieder geschlossen, dann brauchte es noch zwei Wäschen und zweimal heiß bügeln, bis die Nahtlöcher aus den Stoff wieder verschwunden und fertig ist mein aufgehübschter, da schlichter gemachter Rock.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover: fertig ist das gute Stück!

Sobald nun auch der zweite Ärmel gestrickt ist, müssen nur noch ein paar wenige Fäden vernäht werden. Danach wir der Pulli noch feucht aufgespannt, damit er in Form kommt und schon ist unser Raglanpulli, den wir an einem Stück gestrickt haben fertig und ausgehbereit. (^.^)

Sonntag, 3. September 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Herbst

Auch für den Herbst leibe ich bei den klassischen 37 Kleidungsstücken im Capsule Wardrobe. Gut funktioniert auch das Festlegen auf zwei Basisfarben, ich bleibe einmal mehr bei rot und blau:

Freitag, 1. September 2017

Die Laufstegtrends Herbst/Winter 2017/18

Wenn man der diesjährigen Mode für den Herbst und Winter glaubt, haben wir eine wirklich kalte Jahreszeit vor uns, so schön kuschelig und warm, wie die Entwürfe aussehen. (^.^) Auch für die Damen der Vintage-Fraktion ist wieder viel schönes im Stile alter Zeiten dabei, aber seht selbst:

Rot
Rot ist die Farbe der Saison, alleine dadurch wird einem schon warm ums Herz. (^.^)

Norwegerpulli
Der Liebling der Skimode der 40er und 50er Jahre feiert sein großes Revival, ganz weit weg vom gruseligen Ökolook der späten 70er und frühen 80er Jahre: der Norwegerpulli ist wieder da.

Midirock
Der Midirock in der klassischen 50er Jahre Länge bleibt, um den Winter etwas aufzulockern, gerne aber aus Seide und mit leichten erfrischenden Prints.

Denim
Ein alter Bekannter auf dem Laufsteg: Denimstoffe sind auch wieder dabei, diesesmal mit Schnitten in klassisch-edel und durchaus ausgehfein.

Overknees
In dieser Saison geht nichts ohne Overknees, allerdings ganz ohne den Pretty-Woman-Prostituierten-Charm. Nicht Sexy soll der Look sein, sondern stark und selbstbewsusst.

Kleider
Weich und fließend, aus edlen Stoffen, zumindest knielang und angezogen, so sind die Kleider der Saison; die Farben bleiben dabei eher gedeckt, trotzdem darf es extravagant sein.

Hosenanzug
Die Hosenanzüge sind wieder dabei. Nichts ist praktischer fürs Büro um schnell chic und trotzdem bequem angezogen zu sein. Ein Hosenanzug ist wie ein kleines Schwarzes, jede Frau sollte mindestens einen haben.

Leder
Leder ist nun schon fast zum Herbst/Winterklassiker geworden; so auch in diesem Jahr, nun wieder mehrheitlich in klassischem Schwarz oder Naturfarben, allerdings nie sexy, sondern immer cool.

Ethno
Auch der Ethnotrend taucht wieder auf, nachdem er nun einige Zeit von den Laufstegen verschwunden war. Auch hier geht cool vor verspielt.

Samstag, 3. Juni 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Sommer

Der zweite Versuch mit dem Capsule Wardrobe klappt schon deutlich besser, es geht also in eine weitere Runde. (^.^) Ich habe nun gelernt, dass ich maximal zwei Farben in meinem Caspule Wardrobe haben darf, die idealerweise auch miteinander kombinierbar sind, das macht das kombinieren in Summe leichter, ich entscheide mich für rot und blau. Zudem ziehen jetzt auch 3 Taschen in meinen Capsule Wardrobe ein: ich habe nämlich festgestellt: 6 Paar Schuhe reichen auch und auf zwei weitere Kleidungsstücke kann ich durch die Farbvorauswahl ebenfalls verzichten. Dennoch habe ich auch in dieser Saison die klassische Anzahl von 37 Kleidungsstücken in meinem Capsule Wardrobe für meine Businessgarderobe. So sieht es aus:

Montag, 29. Mai 2017

Stricken für Anfänger: Unser fünftes Projekt - ein Raglanpullover

Raglan ist keine bestimmt Art zu stricken, sondern vielmehr eine bestimmte Ausschnitt- bzw. Ärmelform. Ein Raglanärmel verläuft über die Schulter bis zum Kragen, wobei die Ärmelnähte diagonal in die Kragennaht verlaufen. Benannt wurde diese Ärmelform nach dem einarmigen Lord Raglan (1788-1855), der einen Mantel mit eben solchen Ärmeln besaß, was ihm das Anziehen erleichterte. Heute sind Raglanärmel bevorzugt in der sportlichen Mode zu finden, insbesondere schlichte Jersey-Oberteile gibt es häufig mit (farblich kontrastierenden) Raglanärmeln.

Raglan ist allerdings auch nahezu perfekt zu Stricken, zumindest für all jene, die nicht gerne zusammennähen und dazu gehöre auf jeden Fall ich. (^.^) Strickt man Raglan schrägen in Strickeinzelteile, ist es nur eine besondere Form des Armausschnitts und wird im Grunde nicht anders gearbeitet, als jeder andere Armausschnitt auch; er sieht nur anders aus. Strickt man Raglan allerdings in Runden, kann man Pullover ohne auch nur eine einzige Naht stricken! Und genau das machen wir die nächste Zeit auch: wir stricken einen Pullover in einem Stück. Ich muss dabei zugeben - so sehr ich auf Kleidung und Mode fixiert bin - so sehr vernachlässige ich meine "Zuhause-Garderobe". Im Grunde trage ich nur irgendwelches altes Zeug auf, das würde ich aber gerne zeitnah ändern, ich will mich nicht immer schämen müssen, wenn ich Paket- oder Pizzaboten die Tür öffne. Daher fangen wir doch mit einem gut sitzenden, schönen Kuschelpulli an. (^.^)

Samstag, 1. April 2017

Nähen für Fortgeschrittene - Vichy-Bluse

Da ist Vichy schon die zweite Saison ganz furchtbar im Trend und ich kann nirgendwo eine schlichte, klassisch geschnittene Vichy-Bluse auftreiben. Alles was es an Blusen gibt, ist wahlweise langweilig oder zu trachtig. Ich hätte aber wirklich gerne eine Vichy-Bluse, weil Vichy insbesondere auch in den 50ern ein riesen Modethema war, so dass ich einmal mehr zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hätte. Immerhin werden die Reproshops auch immer mehr Faschingsshop denn dass sie tatsächlich gute Reproduktionen anbieten würden.

Tja... was also tun? Nun ja: selbst nähen natürlich. Erfreulicherweise ist wenigstens das Angebot an schönen Vichy-Stoffen reichlich. (^.^) Ich entscheide mich für "meine" Farbe, rot, und habe außerdem eine Bluse griffbereit, von der ich das Muster abnehmen werde. Mit dem Unterschied: meine neue Bluse wird kragen- und ärmellos um den Freizeitlook der 1950er Jahre besser aufzugreifen. (^.^) Nachdem das Abnehmen eines Blusenschnittmusters von einer vorhandenen Bluse ziemlich kompliziert ist und ich hier auch mehr nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum" arbeite, zeige ich euch die Grundsätze des Schnittmusterabnehmens an einem anderen Beispiel. Ich nutze die Vichy-Bluse aber, um eich zu zeigen wie man Hals- und Armausschnitte sowie Blenden arbeitet. (^.^)

Dienstag, 7. März 2017

Stricken für Anfänger - Unser viertes Projekt: ein Vintage Pulli aus dem Jahr 1938

Es wird Zeit für unser nächstes Strickprojekt, dieses Mal widmen wir uns wieder einmal einem Vintagemodell - einem Pulli aus dem Jahr 1938 aus der Schachenmayerin. Mit diesem Pulli lernen wir in Runden zu stricken, meine Lieblingsstrickvariante übrigens, dann muss man nämlich weniger zusammennähen. (^.^) Im Grunde stricke ich so viel als nur möglich in Runden, Zeit also, es euch zu zeigen. Wie üblich bei Strickanleitungen aus Zeiten, in denen Farbfotos noch Zukunftsmusik und kolorieren wirklich teuer war, enthält meine Anleitung, nach der wir den Pulli arbeiten, noch Farbvorschläge für die modische Dame. Diese wären:

  • grün mit terra
  • blau mit terra
  • dunkelgrün mit rost
  • beige mit dunkelbraun

Ich habe mich für die Fabrkombination beige und dunkelbraun entschieden, wobei in meiner Variante der Pulli dunkelbraun wird, die Schleife wird beige. Damit brauchen wir nach Anleitung 300 g der Grundfarbe und 100 g der Schmuckfarbe, ich kaufe vorsichtshalber ein bisschen mehr. (^.^) Falls genug übrig bleibt, werde ich mich wahrscheinlich auch noch dem Hütchen widmen. Mal schauen...
Die nächsten Wochen führe ich euch wie gewohnt durch die Strickanleitung, wobei ich die Inhalte nun etwas straffe, immerhin seid ihr nicht mehr gar so blutige Anfänger, so dass es jetzt vermutlich auch etwas schneller gehen darf. Seid also gespannt. (^.^)

Sonntag, 5. März 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Frühling

Nachdem ich bei meinem ersten Versuch zum Capsule Wardrobe einige Teilchen kaum bis gar nicht an hatte, habe ich mich dazu entschlossen, die Anzahl der Kleidungsstücke auf 30 zu reduzieren. Gleichzeitig nehme ich Schuhe mit in den Capsule Wardrobe mit auf, nämlich 7 an der Zahl, so dass ich auch in dieser Saison die klassische Anzahl von 37 Kleidungsstücken in meinem Capsule Wardrobe für meine Businessgarderobe habe. So sieht es aus:
Selbstverständlich werde ich auch dieses Mal wieder berichten. (^.^)

Mittwoch, 1. März 2017

Die Laufstegtrends Frühjahr/Sommer 2017

Die diesjährige Frühjahr/Sommer-Mode ist für meinen Geschmack ziemlich übersichtlich, weil es schlicht und ergreifend vieles gibt, das ich einfach nicht mitmache, weil es für mich eher den Charakter von "Billigfähnchen meets Faschingslook" hat. Dazu gehören für mich sehr eindeutig die neue 80er-Jahre-Welle (what the f**k?, ausgerechnet das Jahrzehnt das Neonradlerhosen und Monsterschulterpolster hervorgebracht hat?), Neonfarben, Gürteltaschen, "unordentlich angezogen" und "nicht ganz fertig genäht". Die letzten beiden vor allem deshalb, weil ich nicht rumlaufen will wie ein Penner. Ein klein bisschen habe ich dann aber doch noch gefunden, das für mich umsetzbar und tragbar ist. (^.^)

Vichy-Karo
Dieser Trend ist quasi die Fortsetzung des Karo-Trends der zurückliegenden Saison in der leichteren Sommervariante. Vichy, trägt dabei jedes beliebige Kleidungsstück.

Volants
Auch die Volants sind ein alter bekannter der Vorsaison. Der luftig leichte Look fügt sich aber genausogut - oder sogar noch besser - in die warme Jahreszeit ein. Und: das Schößchen erlebt einmal mehr ein Revival, wunderbar für den Vintage-Look.

Taille
Die Weiblichkeit der Vorsaison bleibt und wird sogar noch mehr betont. Mit Kleidern die die Sanduhrfigur unterstreichen und Gürteln, die die Taille nochmal mehr betonen.

Trenchcoat
Ein Modeklassiker erlebt ein ganz großes Comeback: der Trenchcoat ist wieder da!

Die neuen Hosen
Die neuen Hosen sind High-Waist (man beachte auch hier den Taillen-Trend), haben weites Bein, alternativ auch 7/8-Länge (streckt!) und/oder Karottenschnitt (bequemer Figurschmeichler!). Allesamt sind einmal mehr herrlich vintagetauglich!

Weiß
Nichts neues: weiß ist einmal mehr die Farbe des Sommers und wird bevorzugt als Komplettlook, aber auch mit schwarzen Akzenten getragen.

Montag, 27. Februar 2017

Die fixe Idee vom Capsule Wardrobe - Das Fazit

Schon wird es Zeit für mein erstes Fazit zum Capsule Wardrobe. Die schnelle Zwischenbilanz: war eigentlich ganz gut. Hat sogar besser geklappt als ich dachte. Es gab allerdings Tage, an denen ich mich etwas underdressed gefühlt habe, obwohl ich dachte, ich hätte genug Blazer und Blusen eingepackt. Es gab auch Tage, da hätte ich mir eine Hose mehr gewünscht, aber alles in allem war das Capsule-Wardrobe-Experiment durchaus erfolgreich, auch was das Waschen der Kleidung betrifft. Trotz der überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken, gab es keinen Wäschestau. (^.^) Und auch die Kombination hat seht gut geklappt: ich hatte an jedem Arbeitstag von Dezember bis Februar im Büro ein anderes Outfit an. (^.^)

Jetzt aber mal an die Detailanalyse, wie oft ich welche Kleidungsstücke getragen habe:
Am häufigsten trug ich meine Jeans (10 Mal), weil es im Januar echt kalt war - soviel auch zum Thema ich hätte mir hin und wieder eine Hose mehr gewünscht. dicht gefolgt vom schwarzen Anzugblazer, den ich 9 Mal anhatte. Das passt eindeutig zum underdressed-Gefühl, das ich hin und wieder hatte.

Die folgenden Teilchen hatte ich angemessen häufig an, nämlich zwischen drei und sechs Mal:

Diese Kleidungsstücke eindeutig zu selten, nämlich nur ein oder zwei Mal:

Und wer jetzt richtig mitzählt und sich erinnert, dass mein Capsule Wardrobe aus 37 Kleidungsstücken bestand, dem fällt auf: da muss es auch noch Dinge gegeben haben, die ich gar nicht an hatte und ja, so ist es auch: drei Kleidungsstücke hatte ich nicht an, weil es sich schlicht und ergreifend nicht ergeben hat:

Nachdem es mit dem Capsule Wardrobe so gut geklappt hat, starte ich eine weitere Runde und stelle mir für den Frühling eine weitere Kollektion zusammen. (^.^) Ich werde berichten.

Montag, 13. Februar 2017

Stricken für Anfänger - Unser drittes Projekt: eine herbstliche Strickjacke: FERTIG (^.^)

So meine Lieben, unser Strickjäckchen und damit unser drittes Projekt ist fertig und ausfühbereit. Klar, dass ich euch das gute Stück noch in seiner vollen Schönheit zeigen muss. (^.^) Ist es nicht ganz wunderbar geworden?