Posts mit dem Label Lili näht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lili näht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. August 2016

Nähen für Fortgeschrittene - aus Omas Trägerrock wird ein Flapperkleid: Die Vorbereitungen

Bevor wir unser Flapperkleid zuschneiden können, müssen wir erstmal unseren Trägerrock vorbereiten. Das heißt, das Futter wird herausgetrennt, der Halssaum wird aufgetrennt und der Rocksaum komplett herausgelassen. Die Ärmelausschnitte brauche ich hingegen nicht auftrennen, weil diese beim Zuschnitt ohnehin weggeschnitten werden. Ich habe nun auch lange hin und her überlegt, ob ich den Reißverschluss drin lasse oder nicht. Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen, er bleibt erstmal drin. Sollte es doch nicht möglich sein, kann ich ihn immer noch raustrennen. (^.^)
Das Futter hebe ich erstmal auf. Ich mag eigentlich keine gefütterten Kleidungsstücke, ich bin - wer hätte das gedacht - eher der Unterrock-Typ, aber man weiß ja nie. Wegwerfen kann ich es dann immer noch.

Montag, 29. August 2016

Nähen für Fortgeschrittene - aus Omas Trägerrock wird ein Flapperkleid: Das Schnittmuster

Nachdem Original-Schnittmuster für Flapperkleider nur schwer und vor allem für teuer Geld zu bekommen sind und dann üblicherweise auch noch ziemlich aufwändig für die eigene Größe vergrößert werden müssen, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Schnittmuster begeben. Nun, was soll ich sagen: das was man zu 99,9% findet, sind Faschingskleidchen und gerade das will ich eben nicht. Ich wurde dann aber doch noch mehr durch Zufall fündig. In einem Nähbuch nämlich, das seit gut zwei Jahren unberührt in meinem Bücherregal stand. (^.^) Enthalten: ein Schnittmuster für ein wunderschönes, originalgetreues und wandelbares Flapperkleid als Mehrgrößenschnitt! Das Buch "Vintage - Modeklassiker der 1920er bis 1970er Jahre" von Jo Barnfield ist nach wie vor für relativ kleines Geld (19,90 € für 15 Schnittmuster und detaillierte Beschreibungen) erhältlich. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, woran demnächst genäht wird, hier die Konstruktionszeichnung des Flapperkleidchens das es nun werden soll:

Montag, 1. August 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat ist fertig

Nachdem nun auch der Bund fertig genäht ist, ist auch unser Petticoat fertig gestellt. (^.^) So sieht das Prachtstück in voller Schönheit aus:

Nähen für Fortgeschrittene - aus Omas Trägerrock wird ein Flapperkleid

Unser nächstes Nähprojekt, wird ein Upcyclingprojekt, was sich aber auch ganz normal ohne passenden Trägerrock nachschneidern lässt, also keine Sorge. Es gibt ein richtiges Schnittmuster dazu. Ich habe mir allerdings aus sentimentalen Gründen einige Kleidungsstücke meiner Großeltern gesichert, die mir allerdings nicht passen, noch nicht mal ansatzweise. In den meisten Fällen gefallen Sie mir auch nicht so wirklich, so dass ich sie, so wie sie jetzt sind, ohnehin nicht anziehen würde. Klar also, dass sie überarbeitet werden müssen und sei es nur ein Anpassen der Größe.

Als erstes möchte ich mich einem dunkelblauen Trägerrock meiner Oma widmen, der vom Schnitt her aus den späten 60ern oder 70er Jahren stammen müsste. Der Schnitt an und für sich gefällt mir allerdings nicht, so dass ein bloßes enger machen schon mal ausfällt. Vielmehr soll aus dem Trägerrock ein Flapperdress werden. Allerdings keines mit zig Perlen und Pailletten, sondern ein tages- und sogar bürotaugliches Flapperdress. Solltet ihr euch ebenfalls einem Upcycling-Projekt widmen wollen (ihr könnt aber durchaus auch aus normalem Stoff nähen), ähnliche Trägerröcke gibt es bereits für kleines Geld in Second Hand Shops, ihr müsst nur darauf achten, dass ihr sie euch ordentlich zu groß kauft. Mein Exemplar ist eine (Vintage) Größe 50, ich selbst trage 34/36. Also nur keine Scheu beim Griff nach der Übergröße.



Mittwoch, 27. April 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Der Bund

Jetzt kommen wir endlich zum Bund und damit auch zum letzten Arbeitsschritt bei unserem Petticoat:


Zunächst nähen wir mit dem elastischen Zickzackstich ein 2 cm breites Elasikschrägband an die Saumkante des Bundes (direkt auf die rechte Seite).




Ganz wichtig für mich - ich ärgere mich auch immer wenn ich Röcke von der Stange kaufe, bei denen das fehlt: Aufhängebänder für den Kleiderbügel. Dafür 2 Satinbänder mit 15 cm Länge zuschneiden, zur Schlaufe legen und an den Seiten des Petticoats festnähen.



Damit sich das Elastikband optisch in das Gesamtbild einfügt - ja, es ist Unterwäsche, trotzdem darf es hübsch sein -  verblende ich den Übergang vom Elastikband zum Stoff mit halbiertem Spitzenband. Auch hier nutze ich den elastischen Zickzackstich.



Zuguterletzt noch der Verschluss, nämlich Knopf und Schlaufe. Die Schlaufe schneide ich wieder aus dem Satinband passend zur Größe des Wäscheknopfes. Beides festnähen und fertig ist der Bund unseres Petticoats.

Dienstag, 29. März 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: schließen der Seitennaht und angleichen der Länge

Kommen wir nun zur Seitennaht unseres Petticoats. Bevor wir die Seitennaht jedoch tatsächlich schließen können, müssen wir erst noch die Länge unseres Rockes, bzw. deren Gleichmäßigkeit überprüfen. Dafür heften wir die Naht mit Stecknadeln und zwar so, dass die Spitzeneinsätze Stoß an Stoß  liegen. Jetzt breiten wir das gute Stück aus und überprüfen, ob unser Saum gleich lang ist. Ist er das nicht, gleichen wir an und versäubern die entsprechenden Stellen nochmal neu. So funktioniert das übrigens bei jeder Art von Rock oder Rockteil und sollte auch bei jedem ebenso gemacht werden.
Sobald die Länge passt, schließen wir die Seitennaht immer noch nicht, sondern nähen an der unteren Saumkante zunächst noch das noch fehlende Spitzenband an, und zwar ebenfalls wieder mit dem genähten Zickzack-Stich.



Probiert jetzt euren Petticoat an und überprüft so, wie viel der Seitennaht ihr offen lassen müsst, um ihn bequem an und wieder ausziehen zu können. Jetzt wird aber wirklich zusammengenäht: steppt die Seitennaht mit 1 cm Nahtzugabe bis zu der Stelle zusammen, die ihr euch zum bequemen an- und ausziehen markiert habt. Schlagt nun die Nahtzugaben der beiden offen Seiten der Seitennaht um und steppt sie fest.

Beim nächsten Mal widmen wir uns noch dem Bund. (^.^)

Sonntag, 21. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Stiftelfalten

Damit unser Petticoat ein schönes Volumen bekommt, nähen wir jetzt Stiftelfalten ein. Was früher enorm mühsam mit der Hand passieren musste, geht heute Dank Stiftelband, das nur noch aufgesteppt wird, ganz enorm schnell und im vergleich dazu auch wirklich leicht. Wir nähen uns jetzt von unten nach oben, das heißt, wir greifen zu unserer 4 Meter breiten Stufe und steppen an der oberen Kante auf der linken Seite des Stoffes Stiftelband fest und zwar an den Außenkanten als auch zwischen den Zugfäden. Damit die Zugfäden nicht gleich schon beim Nähen verrutschen werden sie am Bandanfang mit Knoten gesichert.

Nach dem Feststeppen kommt durch die bereits geknoteten Zugfäden eine Sicherheitsnadel damit sie uns beim folgenden ziehen nicht entgegenkommen. Breitet nun eure zweite Stufe zur Orientierung aus und nun zieht an den Zugfäden bis die dritte Stufe so zusammengerafft ist, dass sie die Länge der zweiten Stufe hat. Ja, das ist anstrengend, das ist zeitraubend und das ist nervig. Es ist allerdings nichts im vergleich zum Stifteln per Hand, ehrlich.Nun verteilt ihr die Falten noch gleichmäßig und heftet dann die beiden Stufen mit Stecknadeln aneinander, wobei die gestiftelte Kante der dritten Stufe an die Spitze der zweiten Stufe genäht wird. Näht die beiden Stufen nun noch mit dem genähten Zickzackstich aneinander.

Gleiches wiederholen wir nun nochmal. Wir steppen an die obere Kante der zweiten Stufe Stiftelband fest um es genauso wie oben beschrieben an die erste Stufe zu steppen.

Damit lassen wir es für heute gut sein. Beim nächsten mal wird unser Petticoat fertig. (^.^)

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wir wollen eine neue Couch!

Ok, zugegeben: ich will eine neue Couch, mein Mann meint, dass es die alte Couch eigentlich noch tut, aber wenn ich unbedingt will... (^.^) Naja, meine weiblichen Leser wissen vermutlich was ich meine. (^.^)

Ich weiß schon ziemlich genau was ich will, aber genau das ist auch das Problem: meine Vorstellungen sind so genau, dass es schier unmöglich ist, die ideale Couch überhaupt zu finden. Auf Zugeständnisse oder gar eine Verlegenheitslösung habe ich aber keine Lust, im Vergleich dazu tut es unsere jetzige Couch nämlich wirklich noch.

Ich hätte gerne etwas, das mehr im Vintagelook ist, ein Original kommt jedoch nicht in Frage, da ich da vermutlich nicht entspannt drauf sitzen könnte, aus lauter Sorge, das gute Stück zu ruinieren. Außerdem soll die Couch funktional sein: wir haben gerne und durchaus des öfteren Übernachtungsgäste: eine Schlaffunktion ist daher Pflicht. Unsere aktuelle Couch hat die zwar, bequem ist aber trotzdem anders, es darf also ruhig komfortabler werden. Dann hätte ich auch gerne wieder waschbare Bezüge. Ehrlich: sowas ist Gold wert. Und: eine u-förmige Couch soll es nicht mehr werden. Ich liebäugle mit einer Couch-Sessel-Kombination.

Eine Idee habe ich auch schon: es wird wahrscheinlich auf eine halb selbst gemachte Lösung hinauslaufen. Zu hundert Prozent sicher bin ich aber noch nicht. Nichts desto trotz wird es einmal mehr ein kleines Projekt, über das ich hier berichten werde. Seid also gespannt. (^.^)

Dienstag, 9. Februar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat wird genäht

Jetzt geht es mit unserem Petticoat aber endlich ab an die Nähmaschine. (^.^) Zunächst werden alle Schnittteile versäubert. Dann wird eine Naht der obersten Stufe zusammengesteppt und die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Schließlich nähen wir an die Unterkante der ersten und zweiten Stufe mit dem genähten Zickzack-Stich das Spitzenband mit etwa 0,5 cm Übersatz fest. Mit dem Spitzenbesatz der unteren Stufe warten wir noch, da es immer sein kann, dass wir noch etwas an der Länge anpassen müssen und sei es nur, dass der Saum nicht gerade ist. Daher wird bei Röcken die untere Kante immer zum Schluss genäht.
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wie man mit Stiftelfalten Volumen zaubert und die einzelnen Stufen ineinander passt. Seid also gespannt. (^.^)

Montag, 11. Januar 2016

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Die Anprobe

Nachdem wir nun zugeschnitten haben folgt ein weiterer wichtiger Vorbereitungsschnitt beim Nähen von Kleidung: die Anprobe. Trotz allem Maß nehmens und aller Maßkonfektion ist nun mal jeder Körper anders. Wenn man sich schon die Mühe macht und ein Kleidungsstück selbst näht, soll es auch perfekt sitzen. Daher führt wirklich kein Weg vorbei an der Anprobe. Heftet dafür eure Schnitteile entweder mit Stecknadeln oder mit Heftfaden an den wesentlichen Nahtstellen aneinander und probiert sie an. Kontrolliert den Sitz und ändert ggf. den Schnitt so, dass es perfekt sitzt: durch versetzen der Nähte, durch das hinzufügen von Abnähern oder durch Korrektur des Zuschnitts.

Bei unserem Petticoat reicht es, wenn die Zuschnitte aus dem Papierschnittübertrag an den Seiten aneinander geheftet werden. Sitzt der Zuschnitt in der Taille? Wenn ja: alles gut. Wenn nein: versetzt die Naht und markiert entsprechend mit Schneiderkreide.

Montag, 7. Dezember 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Papierschnitt und Schnittkorrektur bei Röcken und Rockteilen

Der Originalpetticoat ist 72,25 cm lang, was mir allerdings zu lang ist. Nachdem ich nicht so groß bin, wirke ich in Röcken, die so lang sind, wie zusammengestaucht, weswegen ich den Petticoat gerne nur etwa überknielang hätte. Der Petticoat soll also eine Länge von 60 cm haben. Ich muss also den Schnitt entsprechend anpassen, was ich euch heute zeigen möchte. Dieses System der Schnittkorrektor könnt ihr für alle Röcke (und natürlich auch Rockteile von Kleidern) verwenden, die nach unten hin breiter oder enger werden. Gerade geschnittene Röcke werden schlicht und ergreifend am Saum gekürzt.

Die oberste Stufe unseres dreistufigen Petticoats ist 14,25 cm lang. Diese Stufe bleibt unverändert. Zwischen die erste und die zweite Stufe, sowie zwischen die zweite und die dritte Stufe wird ein Spitzenband mit einer breite von 3,5 cm eingesetzt. Auch hier bleibe ich dem Originalschnitt treu. Als Abschlusskante sieht der Originalschnitt ein Spitzenband mit einer Breite von 2 cm vor. Nachdem ich kein schönes Band in dieser breite gefunden habe, greife ich auch hier zum Band mit 3,5 cm. All das zusammengerechnet bleibt mir also noch eine Dispositionsmasse von 35,25 cm.

Erfreulicherweise sind Stufenröcke sehr einfach zuzuschneiden. lediglich für die oberste Stufe benötigt man wegen der Rundung ein Schnittmuster (siehe rechts - auf Kantenlänge 14,25 cm vergrößern), alle weiteren Stufen sind schlichte Rechtecke. Für die zweite Stufe sieht der Originalschnitt eine Breite von 2,40 m und eine Höhe von 22 cm vor und für die Dritte Stufe eine Breite von 4 m und eine Höhe von 26,5 cm. Auf meinen Petticoat übertragen bedeutet das, dass die zweite Stufe 16 cm hoch, die dritte Stufe 20 cm hoch ist (die Höhenrelation sollte ungefähr gleich bleiben, wobei beim Nähen grundsätzlich aufgerundet wird). Die Breite bleibt unverändert.

Was uns nun noch fehlt ist der Stoffverbrauch. Nachdem die weiteste Stufe 4 Meter lang ist und wir außerdem noch eine Nahtzugabe von je einem Zentimeter benötigen, brauchen wir also mindestens 4,02 Meter Stofflänge, nachdem es immer so ein bisschen ausfransen und verschnitt gibt, runde ich auf 4,20 Meter auf. Als Stoffbreite ist 1 Meter ausreichend, notfalls reichen auch 80 Zentimeter.

Nach diesem Prinzip kürzt man nun auch Röcke und Rockteile die nach unten hin breiter oder enger werden. Man überträgt das Schnittmuster auf einen Papierschnitt und faltet ihn unterhalb der Hüfte und über eventuellen Gehschlitzen bzw. irgendwo im unteren Drittel auf die gewünschte Länge ein, fixiert die Stellen mit Tesa und gleicht die äußeren Kanten des Schnittmusters so an, dass die Übergänge wieder passen.

Nun aber an den Zuschnitt. (^.^) Wisst ihr noch, was der erste Schritt eines jeden guten Zuschnitts ist? Genau: erstmal den Stoff separat waschen, trocknen und bügeln. Legt dann den Papierschnitt an den Stoffbruch, übertragt ihn mit 1 cm Nahtzugabe bzw. 2 cm Nahtzugabe am Taillenbund auf den Stoff, zeichnet die beiden Rechtecke (ebenfalls mit halbem Breitenmaß am Stoffbruch), ebenfalls mit 1 cm Nahtzugabe direkt auf und schneidet die Teile zu. Den Papierschnitt schneidet ihr nun noch ein zweites Mal für die Rückseite zu. Weiter gehts beim nächsten Mal. (^.^)

Montag, 23. November 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Größen und Maß nehmen

Auf dem Bild zu meinem Petticoatschnittmuster ist euch vielleicht die Größe des Petticoats aufgefallen: Größe 40 - die Mehrgrößenschnitte waren damals in Nähzeitschriften noch nicht üblich. Nun, Größe 40 trage ich nicht, aber: das Model von damals trägt sicherlich auch keine heutige Größe 40. Daher als Regel Nummer eins zu Vintageschnitten: Kleidergrößen sind willkürliche Zahlen, die sich Pi mal Daumen alle 10 Jahre ändern, also, die Maße die hinter der jeweiligen Größenbezeichnung stecken, werden jeweils angepasst. Das heißt wiederum: erst mal die Größentabelle prüfen, die bei jeder Nähanleitung enthalten ist:
Maßgeblich für unseren Petticoat, genauso wie für Röcke im Allgemeinen ist die Taillenweite und die Hüftweite. Der Petticoat ist also für eine Taillenweite von 68 cm und eine Hüftweite von 98 cm entworfen. Wirft man nun einen Blick auf die aktuelle offizielle Konfektionstabelle ("offiziell" deshalb, weil jeder Kleidungsfabrikant eigene, von der offiziellen Tabelle leicht abweichende Hausmaße nutzt), sehen wir folgendes:
Ein Taillenumfang von 68 cm entspricht also einer heutigen Größe 36, der Hüftumfang von 98 cm tatsächlich auch einer heutigen Größe 40. Das ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass in den 50er Jahren durchaus noch Mieder und Hüftgürtel getragen wurden, die für die besonders schlanke Taille sorgten, die die Mode der Zeit erst so richtig zur Wirkung brachten. Nun könnte ich mir den Petticoat natürlich in der Größe 40 des Jahres 1956 nähen, immerhin trage ich Größe 34/36 und so würde er sicherlich irgendwie an der Taille passen, und das mehr an Stoff aus der Hüfte schadet bei einem Petticoat ja nun auch nicht gerade, ich will aber endlich einen Petticoat der absolut perfekt sitzt und keinen, der nur so ungefähr passt. Also ist nun Maß nehmen angesagt.



Das Taillenmaß wird an der schmalsten Stelle der Taille genommen, das Hüftmaß an der stärksten Stelle der Hüfte. Stellt euch zum Messen so unbekleidet als nur möglich, barfuß oder zumindest in flachen Schuhen vor einen Ganzkörperspiegel. Kontrolliert eure Haltung, steht so gerade und aufgerichtet als nur möglich und führt nun das Maßband gerade um Taille und Hüfte und notiert euch die so gemessenen Zahlen. Solltet ihr allein nicht klar kommen, lasst euch lieber helfen, als dass ihr es nur "so ungefähr" macht.

Die so erhaltenen Maße werden dann im folgenden Schritt, den ihr im nächsten Teil des Fortgeschrittenenkurses kennen lernt, auf den Papierschnitt übertragen, so dass euer Kunstwerk am Ende perfekt sitzt.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Nähen für Fortgeschrittene - Der Petticoat: Now and Then

Der Petticoat, zu deutsch in den 50ern und 60ern auch Wipprock genannt, ist heute quasi synonym für "den" Rock der 50er Jahre. Eigentlich ist der Petticoat aber ein Unterrock und die weit schwingenden Röcke und Kleider, unter denen ein Petticoat getragen werden konnte, aber noch lange nicht musste, waren nur eine Variante einer Vielzahl von Rockformen in den 50er und frühen 60er Jahren. Denn bis hinein in die frühen 60er Jahre geht die Petticoat-Mode, die bereits 1947 mit dem New-Look von Christian Dior entstand.

Wer heutzutage einen Petticoat kaufen möchte - selbst wenn er das bei namhaften Vintage-Bekleidungsgeschäften vor hat - bekommt ein riesiges multilagiges Tüllungetüm, das sich beim Tragen spätestens nach dem zweiten Schritt als riesiger Tüllknödel zwischen den Beinen sammelt und in Summe einfach nur unpraktisch und unbequem ist. Außerdem sind die heutigen Petticoats, neben der Alltagsuntauglichkeit  auch noch zu kurz für 50er Jahre Looks und zu lang für die frühen 60er. Die heute erhältlichen Längen passen dafür super in die 80er Jahre, das ist aber zumindest nicht mein Styling-Ziel.

Eigentlich - im Original der 50er und frühen 60er Jahre, war der Petticoat ein Unterrock aus Perlon oder gestärkter Baumwolle, der gefältelt genäht war und oft zusätzlich mit Spitzenvolants besetzt war, was für zusätzliches Volumen sorgte, aber definitiv alltagstauglich war. Petticoats waren - nebst zugehöriger Röcke zunächst wadenlang, wurden Ende der 50er kürzer und reichten nur noch bis knapp über das Knie. In dieser Länge blieben sie auch noch in den frühen 60ern erhalten. Was damals aber gar nicht ging - und auch heute noch sehr seltsam aussieht - war ein vorhängender Unterrocksaum. Das galt damals als schlampig und sieht auch heute noch so aus. Klar durfte ein Unterrocksaum mal blitzen, quasi als kleine erotische Geste, aber eben nicht permanent vorhängen. Um den Wirkfaktor etwas in die heutige Zeit zu übertragen: ein vorhängender Unterrocksaum in den 50ern ist zu vergleichen mit dem permanent sichtbaren String über der Hose in der heutigen Zeit, also nicht "sexy" sondern "billig".

Abbildung aus der Burda Juni 1956
Fotograf und Model unbekannt,
daher nur eine geduldete,
keine freigegebene Veröffentlichung
Viele Frauen aus der Vintage-Szene mögen keine Petticoats, ich würde aber die steile Behauptung wagen, dass das nur daran liegt, dass es keine vernünftigen, den eigentlichen Originalen nachempfundenen Petticoats zu kaufen gibt, sondern eben nur diesen Faschings- und Tanzsportkram, den der Szenenachwuchs gerne trägt, der schlicht ziemlich seltsam aussieht. Ich persönlich mag den Petticoatlook der 50er und 60er Jahre, finde die kaufbaren Petticoats aber echt gruselig. Daher möchte ich euch die nächsten Wochen Schritt für Schritt zeigen, wie man einen Petticoat näht und zwar anhand eines Originalschnitts aus dem Jahr 1956. Der Schnitt erschien in der Burda aus dem Juni 1956 und wie ihr auf dem nebenstehenden Foto bereits erkennen könnt: die damaligen Petticoats sehen komplett anders aus als der Tüllkram von heute, mit dem man beim besten Willen nicht den Originallook hinbekommt.

Ich möchte das zum Anlass nehmen, um euch zunächst einen kleinen Einstieg zum Nachnähen von Vintageschnitten zu geben, außerdem geht mein Grundkurs nähen nun in die Fortsetzung, in Form eines Fortgeschrittenenenkurses, in dem ich euch ein paar mehr nützliche Dinge zeige, die ihr für aufwendigere Näharbeiten, insbesondere aber auch für das Nähen von Kleidung, benötigt.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Erste Überlegungen zur Wandgestaltung

Nachdem wir nun in wenigen Wochen bereits unsere neue Wohnung beziehen, bin ich momentan nicht nur fleißig am aussortieren und einpacken, was bereits weg kann, nein, ich überlege natürlich auch schon, wie unsere neue Wohnung so aussehen könnte. Dabei beschäftigt mich momentan vor allem die Wandgestaltung, denn eines steht auf jeden Fall fest: langweilige weiße Wände sollen es sicher nicht werden (bzw. bleiben). Auf übermäßig und aufwendig streichen habe ich aber auch nicht so recht Lust und für das Geld für einen Maler bin ich zu geizig, das können wir selbst auch. Außerdem soll es zu all dem auch noch den gewissen Zeitgeist haben, kurzum: stilistisch zu den 20ern bis 60ern passen und das tun weiße Wände nun mal so gar nicht (die wurden übrigens erst ab etwa Mitte der 80er Jahre in und blieben es die 90er Jahre hindurch, sind seitdem aber schon wieder ziemlich durch). Aber kommen wir nun zum Zeitschnitt, der mich wirklich interessiert (^.^)

Bereits seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts kam es in Mode die Wände zu schablonieren, dabei wurden ein oder mehrfarbige Bordüren auf die weiße oder aber farblich passende aber hell gehaltene Wand schabloniert. Einige Beispiele dazu, habe ich vor einiger Zeit bereits im Freilichtmuseum Glentleiten fotografiert. Die Schabloniermode hielt sich bis in die 40er Jahre hinein. Bereits ab den 30er Jahren werden unifarbene Wände mit weiß abgesetzten Decken modern, die mit Leimfarbe gestrichen wurden. Sollte ich jemals Wohneigentum besitzen (nun, wir überlegen, das absolut passende - und es muss absolut passen - haben wir bisher aber noch nicht finden können) würde ich ausschließlich mit Leimfarbe streichen, schon allein des Raumklimas wegen. Allerdings kann man das in einer Mietwohnung den Nachmietern nicht wirklich antun. Leimfarbe deckt zwar perfekt und ist besonders brillant, Leimfarbe lässt sich aber nur noch mit Leimfarbe überstreichen, oder muss, vor einem Anstrich mit moderner Chemiefarbe mit warmem Wasser abgewaschen werden - was ein mordsmäßiger Aufwand ist. Unifarbene Wände mit abgesetzten Decken hielten sich bis in die 70er Jahre hinein, wobei ab den 50ern auch Effektfarben und Strukturfarben beliebt waren. Neben den unifarbenen Wänden kamen ab Ende der 30er Jahre auch Walzmuster in Mode, wobei auf einen fast trockenen oft farbigen Anstrich ein Muster in einer kräftigeren Farbe mit einer Musterwalze aufgetragen wurde. An dieser Mode blieb meine Oma übrigens den Rest ihres Lebens hängen: Walzmuster. (^.^) Tatsächlich in Mode waren Walzmuster ebenfalls bis in die 70er Jahre hinein.

Neben dem Streichen der Wände bietet sich natürlich auch noch die Tapetenoption, wobei das Tapezieren der Wände in unseren Breitengraden nicht so verbreitet war und ist, wie in nördlicheren Gefilden. Abgesehen davon finde ich Tapezieren ungemein aufwendig und teuer. Erschwerend kommt noch das Problem der passenden Motive für meinen Lieblingszeitschnitt, die zumeist nicht oder nur schwer aufzutreiben sind, hinzu. Schlussendlich hat tapezieren sowas "dauerhaftes". Es ist halt einfacher und schneller neu gestrichen als neu tapeziert. Ganz davon abgesehen: so wirklich "in" war es in meinem Lieblingszeitschnitt auch nicht; Tapeten wurden erst Ende der 60er Jahre wieder zum Trendthema. So ganz bin ich von den Tapeten aber doch noch nicht ab. Vermutlich wird es aber nicht auf eine Tapete im klassischen Sinne hinauslaufen. Gegegebenenfalls werden es Akzente, oder ich besinne mich der 50er Jahre und greife zur d-c-fix-Folie. (^.^)

Neben diesen dauerhafteren Methoden gäbe es auch variablere Möglichkeiten der Wandgestaltung mit Flächenvorhängen, Wandbespannung oder Wandverkleidungen. Auch diese drei Möglichkeiten ziehe ich durchaus in Betracht, jetzt muss nur noch die passende Inspiration für unsere neue Wohnung kommen.

Montag, 21. September 2015

Elsa Schiaparelli

Heute möchte ich euch eine ganz besondere Frau vorstellen, die wie keine andere die Mode der 30er Jahre prägte, und die heute traurigerweise fast in Vergessenheit geraten ist: Elsa Schiaparelli.

Elsa Schiaparelli wurde am 10. September 1890 in Rom als Tochter einer bekannten piemontesischen Gelehrtenfamilie geboren. Sie studierte Philosophie in Rom und ging danach nach London, wo sie Wilhelm Wendt de Kerlor kennen und lieben lernte und ihn nach nur wenigen Wochen Beziehung, im Juni 1914 das Ja-Wort gab. Das Paar war nur ein Jahr nach der Hochzeit aufgrund diverser dubioser Machenschaften Wendt de Kerlors (u.a. seine Betätigung als "Medium" und "Wahrsager"), gezwungen, London zu verlassen. Sie tingelten zunächst durch Europa, bevor die Bedrohung durch den tobenden Weltkrieg zu groß wurde, so dass sie 1916 nach New York übersiedelten. Dort nahm Wendt de Kerlor seine dubiosen Praktiken wieder auf und bekannte sich mehr aus Selbstdarstellungszwang denn aus tatsächlicher Überzeugung zum Bolschewismus, was ihn schnell in den geheimdienstlichen Ermittlungsfokus brachte. Elsa Schiaparelli lernte in New York Gaby Picabia kennen und kam durch sie in Kontakt mit namhaften dadaistischen Künstlern wie Francis Picabia, Man Ray oder Alfred Stieglitz, die sie sehr inspirierten.
Kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Maria Luisa im Jahr 1920 verließ Wendt de Kerlor Elsa Schiaparelli für die Tänzerin Isadora Duncan. Fast mittellos kehrte Elsa Schiaparelli 1922 nach Europa zurück und ließ sich in Paris nieder, wo sie zunächst, dank der finanziellen Unterstützung ihrer Familie ein Strickwarengeschäft eröffnete.

Wer nun in Paris im Modegeschäft erfolgreich sein will, musste auch damals schon vor allem eines tun: auf Modenschauen gehen. Wer nun wie Elsa Schiparelli zwar einen Namen und Beziehungen hat um an die begehrten Karten zu kommen, aber andererseits nicht über die finanziellen Mittel verfügt, sich dafür in teure Designerroben zu hüllen, dem bleibt nur eines: selbst ist die Frau. (^.^) Elsa Schiaparelli machte sich für eine Modenschau im Jahr 1927 einen schwarzen Pulli in dem eine weiße Schleife eingestrickt und weiße Manschetten angestrickt waren. Dieser Pulli traf genau den Zeitgeist, setzte er doch das moderne grafische Design in der Strickmode sehr gekonnt um. Was nun kam, ging rasend schnell: jeder wollte diesen Pulli! Das New Yorker Luxuskaufhaus Lord & Taylor orderte 40 Stück, wenige Wochen später war der Pulli bereits in der französischen, britischen und amerikanischen Vouge abgebildet und Schiaparellis Strickwarengeschäft war über Nacht zu einem gefragten Modelabel geworden. Schnell erweiterte sie ihr Repertoire und designte auch Abendkleider, Hüte und Handschuhe. Ihr Label war "Shocking Pink", ein grelles Pink, das bald Schiaparelli-Pink genannt wurde, auf das ihr Nachname eingestickt war und auch bei ihren Entwürfen schockte - eigentlich revolutionierte - sie immer wieder: sie kreierte den Hosenrock, arbeitete mit sichtbaren Reißverschlüssen als Designelement, und brachte als erste das Dianadekolleté auf die Laufstege. Sie kreierte Hüte in Schuhform und Handtaschen in Telefonform. Sie war schrill, sie war chic, sie war avantgarde und schon bald war sie die richtungsweisende Designerin in Paris. Sie kleidete Stars wie Greta Garbo, Peggy Guggenheim, Marlene Dietrich, Mae West, Gloria Swanson oder Joan Crawford ein.
Am Höhepunkt ihres Erfolges kam es jedoch zu einem jähen Ende für die Schiaparelli: als die deutsche Wehrmacht Frankreich besetzte, setzte sich Elsa Schiaparelli in die USA ab. Sie kehrte zwar nach Kriegsende nach Frankreich zurück, doch die Modewelt hatte sich geändert. Die Mode war nicht mehr schrill, aufsehenerregend, revolutionär und künstlerisch. Der New Look, der nun die Laufstege beherrschte, war schon fast altbacken, im Vergleich zur Mode vor dem 2. Weltkrieg. Eine Modewelt in der Elsa Schiaparelli keinen Platz mehr fand und sich ihre ewige Rivalin Coco Chanel durchsetzte. 1954 musste Schiaparelli ihr Label aufgeben.
Elsa Schiaparelli starb am 13. November 1973 im Alter von 83 Jahren in Paris.

Montag, 31. August 2015

Vintage & Retro - was? wieso? warum? und überhaupt?

Ich habe das innere Bedürfnis die beiden Begriffe "Vintage" und "Retro" einmal zu erklären, da beide gerade "in" sind und damit inflationär genutzt werden, leider nicht immer ganz korrekt. Und damit gleich das wichtigste Vorweg: "Vintage" und "Retro" kann man nicht synonym verwenden, das ist nicht das gleiche.

Vintage (engl. "alt", "altmodisch", "aus einer bestimmten Zeit") ist alles Originale aus einer bestimmten Zeit.

Retro (lat. "zurück", "rückwärts") ist Neues, das dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfunden wird.

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele:
Ihr näht euch nach einem Schnittmuster aus den 40er Jahren ein Kleid. Dann ist das Schnittmuster, da Original aus den 40er Jahren, vintage, das Kleid, das ihr nach diesem Schnittmuster gearbeitet habt ist aber retro.
Ihr lasst euch in einem Second Hand Shop eine 80er Jahre Bluse als 50er Jahre Bluse andrehen und merkt es erst bei der näheren Überprüfung zu Hause. Dann ist die Bluse ein 80er-Jahre-Vintage- und ein 50er Jahre-Retro-Teil (sofern sie im Stil der 50er gearbeitet wurde).
Ihr macht euch eine 40er Jahre-Pin-up-Girl-Frisur, dann ist euer Styling retro. Die Frisur wäre Vintage, wenn ihr sie euch in den 40ern gemacht hättet... Was ihr aber habt ist ein Vintage-Look, ihr seht also aus, wie aus einer bestimmten Zeit. (^.^)

Klar soweit? (^.^) Genau deshalb heißt mein Blog auch LiliGoesRetro und nicht VintageLiliBlablabla, weder bin ich, noch ist mein Blog alt, oder altmodisch... Mein Blog ist Vintage 2013 (mit einigen Überarbeitungen), ich bin Vintage 19sagichnicht, aber für meine Lieblingsjahrzehnte muss ich meinen Blick eben zurück wenden. Daher "Retro", auch wenn ich einiges hier poste, das Vintage ist, hätte ein Vintage im Titel bei mir einfach nicht gepasst, schlicht, weil ich einen Lifestyle-Blog schreibe. (^.^)

Eigentlich ganz leicht, oder? Aber wisst ihr was: ich erwische mich selbst regelmäßig dabei, dass ich die beiden Begriffe durcheinander schmeiße, obwohl ich es besser weiß. Manchmal passiert das einfach, im Eifer des Gefechts. (^.^)

Dienstag, 21. April 2015

Frühlingsdeko lässt ihr rosa Band oder so...

Der Winter ist vorbei und Ostern ist überstanden, trotzdem oder gerade erst recht darf man die Frühlingsgefühle auch per Deko in die Wohnung bringen. Auch diesmal wieder dabei: Omas Kristallplatte sowie ihr schmiedeeiserner Kerzenständer. Auch mein selbstgenähtes Schleifenkissen und mein Häkelkissenbezug passen super dazu. (^.^) Kerzen, Kleindeko und die beiden anderen Kissenbezüge sind aus dem schwedischen Möbelhaus; das Kirschblütenbild auf dem rechten Foto im Hintergrund ist selbst gemacht, dazu kommt noch ein separater Beitrag (^.^).

Dienstag, 17. März 2015

Omas Nachtkastl - Der Plan steht

Nachdem ich nun lange hin und her überlegt habe, ist die Entscheidung jetzt gefallen: ich werde die Nachtkästchen nicht ablacken, da sowohl beizen als auch schleifen die Holzoberfläche angreifen und eine solche Behandlung bisher schlicht nicht erforderlich ist, da die Lackoberfläche nach wie vor schön und gepflegt aussieht. Dennoch bekommen die Nachtkästchen noch etwas Tuning:

  • Beide Nachtkästchen bekommen neue Glasplatten, da eine komplett fehlt und die andere einen großen Sprung hat. Ich hätte allerdings gerne etwas bruchsicheres und nicht mehr nur einfaches Fensterglas.
  • Originalgetreu unter der Glasplatte wären Spitzendecken, auch bei mir werden es Spitzendeckchen werden, allerdings mit einem etwas moderneren Dreh.
  • Ebenfalls originalgetreu sind Quasten an den Türgriffen, auch das gibt es bei mir passend zum Spitzendeckchen.
Ich werde natürlich weiterhin berichten. (^.^)

Samstag, 3. Januar 2015

Ein wintersportliches Kissen für die Couch

Diejenigen von euch, die meinen Grundkurs nähen verfolgt haben, kennen es bereits, wenn auch nicht in seiner vollen Pracht, heute möchte ich es nochmals allen Zeigen, weil jetzt auch seine zeit auf unserer heimischen Couch beginnt. Schließlich ist die Winterdeko mittlerweile abgebaut und verräumt. Mein selbst genähtes Kissen im winterlichen Design für unsere Couch:

Freitag, 5. Dezember 2014

Die Grundkurs Nähen - Burda Style: Die neue Nähschule

So meine Lieben, jetzt habt ihr es überstanden: heute kommen wir zum letzten Teil unseres Nähgrundkurses. Ja, ihr lest richtig, wir sind schon wieder am Ende. Ihr habt so weit alle erforderlichen Grundlagen für erfolgreiches Nähen gelernt.

Das, was ihr jetzt nicht braucht ist zum einen - klar - Übung und zum anderen dabei natürlich auch die Herausforderung. Tastet euch also ruhig an zunehmend schwierigere Dinge heran. Sobald euch gerade Nähte leicht von der Hand gehen, wagt euch ruhig an Schnittmuster mit geschwungenen Nähten, versucht euch an schwieriger zu verarbeitenden Stoffen oder wagt euch an die Königsdisziplin des Nähens: an das Nähen von Kleidung. (^.^)

Selbstverständlich gibt es noch vieles zu lernen, gefühlt lernt man beim Nähen eigentlich nie aus, ihr habt aber jetzt die nötigen Grundlagen, um euch alles weitere selbst anzueignen. Diverse Feinheiten und Techniken zeige ich natürlich auch weiterhin hier im Blog, je nach dem was sich bei meinem jeweiligen Nähprojekt gerade anbietet. Nachdem ihr jetzt aber sicherlich erstmal selbst loslegen wollt und vielleicht auch nicht dauernd das gleiche Zeug nähen wollt, das ich gerade in Arbeit habe, habe ich noch eine Empfehlung für euch:



"Die neue Nähschule" von Burda Style. Damit habt ihr ein Nachschlagewerk für alle Fragen des Nähens, die in einer entsprechenden Nähanleitung vielleicht nicht so ausführlich erklärt werden. Ich selbst und ich nähe nun doch schon seit einigen Jahren, nutze meine Nähschule nach wie vor ausgiebig und kann sie euch daher nur wärmstens empfehlen.