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Montag, 11. September 2017

Die Schalrolle - eine 40er Jahre Hochsteckfrisur für den Tag

Heute möchte ich euch eine schnelle, einfache und alltagstaugliche 40er Jahre Hochsteckfrisur zeigen, die perfekt für ausgehangene Pin Curls und sonstige Bad-Hair-Days geeignet ist, aber trotzdem chic aussieht:
So gehts:
Die Haare zum Pferdeschwanz binden . Den Zopfgummi nach unten ziehen. In den Schal der Wahl ein Steckkissen (ich nutze einen Hairdonut mit Druckknopf, den ich geöffnet eindrehe)wickeln. Den Losen Pferdeschwanz mit dem Schal aufrollen, den Schal am Oberkopf verknoten und die Enden unter dem Schal verstecken. Die Haare gleichmäßig verteilen und bei bedarf mit einigen Bobby Pins sichern. Auf Wunsch aus der Ponypartie eine Roll formen, Haarspray drüber zum Fliegehärchen glätten und fertig ist die Frisur. (^.^)

Sonntag, 23. April 2017

La Choucroute - Haare wie Sauerkraut als 60er Jahre Key-Look (^.^)

Ja meine Lieben, ihr lest richtig, in den 60ern gab es eine Frisur, die "La Choucroute", also "das Sauerkraut" genannt wurde und die zu einer "der" 60er Jahre Frisuren werden sollte. "La Choucoute" war zunächst natürlich gehässig gemeint. Bezeichnet wurde damit die Frisur, die Brigitte Bardot auf ihrem Kopf trug, also alles so ein bisschen strähnig-zottelig und mit ihrem (gefärbten) blonden Haar lag die Assoziation zum Sauerkraut natürlich nahe. Trotzdem war ihre Frisur zu Beginn der 60er Jahre richtungsweisend, man - oder besser frau - löste sich auch mit der Frisur aus dem starren Korsett der Konventionen, auch die Haare durften schwingen. Und sind wir mal ehrlich, so ein bisschen zerzaust, "Out of Bed" wie man heute sagt, wirkt auch etwas verrucht, oder?
Nachdem die Bardot eine bekennende Rassistin ist, werde ich den Teufel tun und sie auch noch per Bild in meinem Blog abbilden. Dafür gibts aber gleich drei Bilder von mir einschließlich einer Erklärung, wie ihr euer Haar ebenfalls in Sauerkraut verwandelt. (^.^)
La Choucroute eignet sich super, wenn eure Haare schon etwas ausgehangen sind, oder aber, wenn ihr keine Zeit oder Lust habt eure Haare feucht einzulegen, sondern "was schnelles" braucht. La Choucroute ist eines der wenigen Hitze-Styles das ich euch wahrscheinlich zeigen werde; diese Frisur mache ich mir nämlich mit Heizwicklern (Lockenstab geht natürlich genauso). Legt eure Haare nach dem folgenden Legemuster auf Heizwickler mit einem Durchmesser von 4-5 cm (Hitzeschutz nicht vergessen):

Lasst eure Haare gut auskühlen, löst die Lockenwickler und kämmt dann gründlich durch euer Haar, Ziel ist es schließlich nicht, Locken oder Wellen zu haben, sondern nur noch den Rest davon. Toupiert nun eure Haare am Oberkopf, nehmt die Oberkopfpartie locker zurück und fixiert sie mit einer Haarklammer. Lasst dabei, solltet ihr keinen Pony haben, die Stirnsträhnen locker ins Gesicht hängen. Wuschelt nochmal alles durch (Ziel ist strähnig-zottelig), und gebt dann zum fixieren noch etwas Haarspray drüber. Fertig ist "La Choucroute", eine Frisur, über die man sich selbst am stürmischsten Tag keine weiteren Gedanken mehr machen muss; sitzt einfach (^.^).

Mittwoch, 11. Januar 2017

Der Pferdeschwanz - ein 50er Jahre Klassiker

Der Pferdeschwanz ist"die Frisur der 50er Jahre und dann auch noch so herrlich einfach zu frisieren. Nein ich habe heute nicht vor, euch zu zeigen, wie man einen Pferdeschwanz macht, ich denke, das schafft ihr gerade noch so allein. (^.^) Ich möchte euch heute meinen Lieblingspferdeschwanz zeigen, nämlich den, den Audrey Hepburn in "Ein süßer Fratz" aus dem Jahr 1957 trägt. Nun trug Audrey Hepburn zu der Zeit einen zur Seite gekämmten, kurzen Pony, aber selbst der lässt sich imitieren, ganz ohne dass man zur Schere greifen muss.

Die Haare werden zum Pferdeschwanz gebunden, die Ponypartie wird zu einem seitlichen Drycurl (wie ein Pincurl, nur im trockenen Haar) gelegt und mit Haarklemmen fixiert. Auch die Spitzen des Pferdeschwanzes werden mit Klemmen fixiert und nun folgt eine Ordentliche Runde Haarspray. Das Haarspray gut trocknen lassen (etwa 15 Minuten), dann geht es an Finish: Die Spitzen des Pferdeschwanzes nach innen einschlagen und mit Haarklammern feststecken, so wirkt der Pferdeschwanz ordentlicher. Das seitliche Drycurl mit einer Schmuckspange fixieren, nochmal Haarspray darüber geben und fertig ist eine wunderschöne erwachsene und frisierte Variante eines Pferdeschwanzes, die trotzdem schön jung wirkt.

Samstag, 7. Januar 2017

Meine allerliebste 50er Jahre Frisur für jeden Tag

Heute möchte ich euch eine klassische 50er Jahre-Frisur für Eilige zeigen. Für Eilige deshalb, weil diese Frisur auch wunderbar mit Heizwicklern oder Lockenstab funktioniert (Lockenwickler über Nacht wäre die Originalvariante). Diese Frisur ist außerdem eine meiner Standardfrisuren, die ich gerade auch fürs Büro gerne mache, wenn ich keine Lust habe, meine Haare am Abend noch zu legen:
 Die Haare am Oberkopf und an den Seiten werden vom Scheitel weg auf Lockenwickler gewickelt, die übrigen Haare am Hinterkopf vom Wirbel weg gewickelt (Bei Lockenstab und Heizwicklern: Hitzeschutzspray nicht vergessen):



Nach dem auskühlen der Lockenwickler, werden diese gelöst und die Haare mit einem grobzinkigen Kamm locker durchgekämmt. Haarspray drüber und fertig ist die Pracht. (^.^)

Das Ergebnis ist eine lockere, voluminöse Frisur mit einer leichten Wellenbewegung, so wie sie Mitte der 50er Jahre modern war.



Montag, 17. Oktober 2016

Eine festliche 40er Jahre Frisur für glamuröse Parties

Heute möchte ich euch eine leicht zu machende aber sehr glamouröse klassische Frisur für Stylings der frühen 40er Jahre zeigen:
Im Grunde ist diese Frisur nichts anderes als ein lockiger tiefer Pferdeschwanz mit Schmuckspange (wer längeres Haar hat steckt die einzelnen Locken seitlich hoch) in Kombination mit einem locker gelegten Pompadour, der am Scheitel, anstatt geschlossen gelegt, zu einzelnen, locker fallenden Locken drapiert wird, die entsprechend festgesteckt werden.

Die Seitenpartien und die Stirnpartie wird so gelegt, wie für einen Straight Back Pompadour. Die Haarlängen werden nach dem klassischen Legeschema für Locken mit Pin Curls gelegt. Zum Legen kämmt ihr zunächst die Längen aus und fasst sie im Nacken mit einer Schmuckspange zusammen. Drapiert und strukturiert eure Locken mit Pomade.

Löst nun die Seiten und kämmt sie zu Siderolls. Zieht dabei die Haarspitzen etwas weiter nach oben, so dass erste Kringellöckchen liegen. Legt schließlich euer Stirnhaar in einige schön definierte Locken (hier hilft wieder Pomade) und steckt sie fest. Haarspray drüber und fertig. (^.^)


Dienstag, 27. September 2016

Wir häkeln uns ein Haarnetz - let's crochet a snood

Das Haarnetz, heute in der Vintage-Szene bevorzugt bei seinem englischen Namen "Snood" genannt, ist ein Must Have für Frisuren der späten 30er und frühen 40er Jahre. In den 50ern hat das Haarnetz jedoch nichts mehr zu suchen, auch wenn in der Neo-Rockabilly-Szene heute ohnehin so ungefähr alles geht, wirklich stimmig und passend sieht es einfach nicht aus. Gut, aber soviel nun mal zum Dresscode, kommen wir zum Häkeln. Ich arbeite mit Mille Fili von Rödel (130 m/50 g, Maschenprobe 22 Maschen und 28 Reihen) und einer Nadel der Stärke 3,5. Mein Snood fällt etwas weniger voluminös aus, als der auf nebenstehendem Bild, das macht allerdings gar nichts, da ich auch eine Vintage-Länge trage, so dass ich einen Snood in der abgebildeten Größe vermutlich nicht ausfüllen würde. Er passt aber auf jeden Fall und es sieht gut aus. (^.^) Tragebilder von mir kommen zeitnah. (^.^)

  • 49 Maschen anschlagen
  • Reihe 1: in die 12 Masche ein dreifaches Stäbchen häkeln, 4 Luftmaschen, dann in jede weitere  5. Masche ein dreifaches Stäbchen häkeln. 9 Luftmaschen häkeln und wenden.
  • Reihe 2: über das erste dreifache Stäbchen wieder ein dreifaches Stäbchen setzen. Am Ende der Reihe 4 Luftmaschen anschlagen und ein dreifaches Stäbchen in die 5. Wendemasche der Vorreihe häkeln. 9 Luftmaschen und wenden.
  • Reihe 3: wie Reihe 2.
  • Reihe 4: wie Reihe 2.
  • Reihe 5: wie Reihe 2.
  • Reihe 6: wie Reihe 2.
  • Reihe 7: wie Reihe 2.
  • Reihe 8: wie Reihe 2.
  • Reihe 9: wie Reihe 2.
  • Reihe 10: wie Reihe 2, zum Wenden jedoch nur noch 5 Luftmaschen machen
  • Reihe 11: wie Reihe 10.
  • Reihe 12: wie Reihe 10.
  • Reihe 13: wie Reihe 10.
  • Reihe 14: wie Reihe 10.
  • Reihe 15: wie Reihe 10.
  • Reihe 16: wie Reihe 10.
  • Reihe 17: wie Reihe 10, jedoch beim vorletzten Stäbchen 3 Umschläge auf die Nadel nehmen, in das Stächen einstechen, den Faden zur Schlinge ziehen und je 2 Schlaufen 3 mal hintereinander abhäkeln. Wieder drei Umschläge auf die Nadel nehmen (es sind nun 6 Umschläge auf der Nadel). Erneut 2 Schlaufen 3 mal hintereinander abhäkeln. Die restlichen Maschen auf einmal abhäkeln, 5 Luftmaschen und wenden.
  • Reihe 18: wie Reihe 17.
  • Reihe 19: wie Reihe 17.
  • Reihe 20: wie Reihe 17.
  • Reihe 21: wie Reihe 17.
  • Reihe 22: wie Reihe 17.
  • Reihe 23: wie Reihe 17.
  • Reihe 24: wie Reihe 17, jedoch am Ende der Reihe nur eine Luftmasche häkeln und nicht mehr wenden.

Einen Rundgummi (wählt ihn am besten passend zu eurer Haarfarbe) auf 58 cm Länge zuschneiden und verknoten. Jetzt den Rundgummi einhäkeln indem ihr in jedes Loch locker 2 feste Maschen häkelt und dabei den Gummi mitführt. Ihr fangt dabei übrigens in der oberen Mitte eures Haarnetzes an, den Konten platiert ihr am besten unten. Schließt die Runde mit einer Kettmasche und fertig ist euer Haarnetz. Nur noch schnell die beiden Fadenenden vernähen und los gehts. (^.^)

Einige Snood-Frisuren zeige ich euch demnächst, seid also gespannt. (^.^)

Samstag, 17. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Die Inneneinrichtung

Nun heißt es noch den Stauraum sinnvoll zu nutzen. Platz bietet Omas Frisiertisch nun wahrlich genug, allerdings muss nun noch Struktur rein. Den unteren Schrank möchte ich für größere Dinge sowie für Dinge nutzen, die ich nicht so oft brauche. So wie beispielsweise diverse Stylinggeräte, Lockenwickler, Nagellacke etc. pp. Für Ordnung und Überblick verpacke ich all diese Dinge thematisch sortiert in Kistchen:

Die beiden Schubladen möchte ich für den ganzen kosmetischen Kleinkram, den ich nicht jeden Tag brauche, nutzen, also Tübchen, Pinsel, Karrklammern, Kämme, Bürsten usw. Damit auch hier nichts durcheinanderfliegt, organisiere ich das ganze mit einer Schubladeneinteilung. Und nachdem nun gerade Kosmetik dazu neigt, einzuschmutzen, man denke nur an ausgefallene Haare, Puderstaub oder Haarspraynebel, greife ich zu einer Schubladeneinteilung mit Deckel:
Zugegebenermaßen sehen die Korkdeckel alles andere als hübsch aus, aber das ändert sich zeitnah. Wie, sehr ihr in einem späteren Beitrag. (^.^)

Mittwoch, 7. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Schönheitskorrekturen

Die Schönheitskorrekturen bei Omas Frisiertisch hielten sich erfreulicherweise in Grenzen, weil die Makel wirklich nur oberflächlich waren. Das schlimmste war ein fehlender Beschlag, den ich mit einem ähnlichen ergänzt habe und etliche Kratzer im Lack rund um das Schlüsselloch, die sich mit etwas Holzwachs problemlos wieder auffüllen ließen:

Nun blieben nur noch die festgerosteten Schließzylinder der Schlösser, die ich aber mit einigen Tropfen des guten alten Ballistol ins Schlüsselloch problemlos wieder lauffähig bekommen habe:

Dienstag, 5. Juli 2016

Eine 40er-Jahre-Frisur für wirklich jeden Tag

Heute möchte ich euch eine leicht zu machende, absolut alltagstaugliche und sehr natürliche 40er Jahre Frisur zeigen:

Die Haare werden nach dem klassischen Legeschema für Wellen mit Pin-Curls gelegt und ausgekämmt. Um den Wellenfall der Oberkopfpartie nochmals besonders herauszuarbeiten, wird die Welle mit zwei Clips fixiert. Drüber kommt Haarspray (reichlich), welches man gut trocknen lässt (dauert etwa 15 Minuten). Danach nimmt man die Clips wieder heraus und die Welle hält. (^.^)
Die andere Seitenpartie wird zurückgekämmt und mit einem Kamm oder einer schlichten Spange festgesteckt:
Drapiert und strukturiert eure Wellen in den übrigen Haaren mit Pomade.


Mittwoch, 29. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Der Spiegel

Ich hatte ja schon anklingen lassen, dass ich ursprünglich seitliche Spiegel zum anklappen anbringen wollte, um einen dreiteiligen Spiegel zum optimalen Schminken und frisieren zu haben. Ich habe nun auch bereits zig Möglichkeiten geistig durchgespielt, wie man das bewerkstelligen könne, wirklich praktikabel war aber keine. So habe ich mich nun entschlossen, einen dreiteiligen Standspiegel zu kaufen, der, sobald er gebraucht wird, aufgeklappt wird. Wird er nicht gebraucht beheimatet er praktischerweise meine Halsketten. Diese geschickte Gebrauchsweise ermöglicht das schwedische Möbelhaus mit dem Modell Karmsund.

Sonntag, 19. Juni 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Jetzt wirds ernst

Heute ist es endlich so weit, mein Frisiertisch ist bei mir eingezogen. (^.^) So sieht das gute Stück aus:
Ist zwar schon ganz hübsch, es muss aber trotzdem noch einiges gemacht werden. Das steht nun auf dem Plan:

  • kleinere Holzschäden abspachteln und angleichen
  • Deko unter der Glasplatte, denn Spitzendeckchen scheidet schon mal aus
  • zwei seitliche Spiegel zum anklappen, so dass ich einen dreiteiligen Spiegel habe
  • Tageslichtbeleuchtung zum perfekten Schminken
  • ein Ordnungssystem das es mir ermöglicht, den Stauraum optimal zu nutzen
  • eine passende Sitzmöglichkeit

Selbstverständlich berichte ich über meine Fortschritte wieder ausführlich (^.^)

Samstag, 11. Juni 2016

Mein Look für das "Vintage Motor & Music Festival" der Gasoline Gang in Peißenberg

Es wird mal Zeit, dass ich euch einen Komplettlook zeige. (^.^) Heute geht es auf das Vintage Motor & Music Festival der Gasoline Gang in Peißenberg. Nachdem das Wetter leider etwas durchwachsen ist, brauche ich etwas wärmendes und halbwegs regenfestestes, das außerdem bequem ist, so dass ich den ganzen Tag auf den Beinen sein durchhalte. Erschwerend kommt hinzu, dass es abends auf gleichem Festival noch zum tanzen geht, es sollte also auch etwas sein, das sich gut und schnell umstylen lässt. Hier meine Rätselslösung:
Tuch: Vintage von Oma
Ohrclips: Claire's
Baseballjacke: H&M
Bluse: H&M
Jeans: Levi's Modell 1950's 701 Jeans
Schuhe: Converse Chuck Taylor All Star
Tasche: New Look über asos.de
Unter dem Kopftuch trage ich übrigens Pin Curls so dass ich für den Abend nur noch auskämmen muss und auch schon wieder los kann. Wie man das Kopftuch bindet, zeige ich euch in einem späteren Tutorial. Mein Make-up ist ein klassischer 50's Tageslook, wie ihn beispielsweise Audrey Hepburn trug. Ein großes Make up mit roten Lippen wäre zu eine solchen Outfit auch eher eine Spur zu viel. (^.^) Aber auch hierzu kommt noch ein eigenes Tutorial. Hier den Look nochmal im Detail:

Mittwoch, 3. Februar 2016

So viele Blümchen, nur was damit tun?

Von unserer Hochzeit habe ich immer noch unzählige Blümchen - weiße und rote Rosen um genau zu sein - übrig, die bisher in einem Karton als "irgendwann mal"-Bastelprojekt ihr Dasein gefristet haben. Um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht so recht, was ich damit anstellen will. Was ich wusste war, dass es etwas in Richtung Schmuck/Accessoires werden soll. Was ich ebenfalls wusste, war, dass das unmöglich alles für mich sein kann, sondern irgendwie unter die Leute muss. Nachdem ich eine Freundin habe, die schon seit längerem einen erfolgreichen DaWanda-Shop hat und auch das eines der "irgendwann mal ausprobieren"-Projekte ist, hatte ich jetzt endlich die Eingebung! Ich versuche nun mal mein Gebastle auf DaWanda an den Mann - oder besser: an die Frau zu bringen. Und aus den Rosen soll Schmuck werden. Vintage-Schmuck um genau zu sein. Und um richtig genau zu sein: Schmuck im Stil von Miriam Haskell, die zum einen vorwiegend Blumenschmuck entworfen hat und die zum anderen von den frühen 40ern bis in die 60er die "It-Pieces" für die damaligen "It-Girls" wie Lucille Ball, Joan Crawford oder Wallis Simpson kreiert hat. Klar dass ihre Originalarbeiten heute schier unbezahlbar sind und umso mehr ein Grund, günstigere Alternativen zu schaffen. Einmal mehr halte ich euch auf dem Laufenden und freue mich natürlich umso mehr, wenn sich unter meinen Leserinnen auch künftige Küferinnen befinden. (^.^)

Dienstag, 15. Dezember 2015

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch! (^.^)

 Ich habe mich bisher - so wie vermutlich der Großteil der Frauen - vor dem Badezimmerspiegel geschminkt und frisiert. Aber seien wir mal ehrlich: das Licht in deutschen Badezimmern ist schlicht zu schlecht für wirklich gutes Make-up, um sich wirklich vernünftig stylen zu können, gibt es grundsätzlich zu wenig Ablagefläche und stehend vor dem Spiegel hat man oft nicht die Haltung die wirklich praktikabel und bequem ist. Kurzum: schminken und frisieren im Bad ist echt suboptimal. Mit unserer neuen und vor allem größeren Wohnung hat das aber für mich jetzt ein Ende: ich habe jetzt nämlich endlich Platz für Omas wunderschönen Frisiertisch aus den späten 30er Jahren; ein Unikat vom Schreiner ist er außerdem. (^.^)

Der Frisiertisch, der jetzt noch bei meinen Eltern eingelagert ist, findet seinen neuen Platz ganz stilecht im Schlafzimmer und soll zwar genauso stilecht dekoriert und eingerichtet werden, aber dennoch funktional sein. Funktional vor allem aber auch in einer Beziehung (Ablagefläche und bequem sitzen bringt ja "Frisiertisch" schon ganz automatisch mit), der idealen Ausleuchtung nämlich, die ich selbst konstruieren werde und worüber ich natürlich noch gesondert berichten werde.

Nun hat nicht jede von euch das Glück, einen wunderbaren Frisiertisch zu erben, und kaufen lässt sich sowas heute nur mit einem entsprechend hohen finanziellen Invest (warum eigentlich?). Daher möchte ich noch kurz zusammenfassen, worauf es bei einem wirklich guten und brauchbaren Schminktisch ankommt:
  • die Sitzhöhe, also die Höhe des Frisiertisches beträgt 74 cm
  • der Tisch ist ausreichend tief, damit ihr genug Platz zum Stellen von täglich Benötigtem und gleichzeitig zum Ablegen habt
  • die Tischplatte ist unempfindlich gegen Make-up-Verschmutzungen und Hitze; sinnvoll ist also eine (Plexi-)Glasplatte
  • der Tisch bietet außerdem genug Stauraum für all euer Utensilien
  • der Spiegel ist hoch genug und dreiteilig, für den Rundum-Blick
Mehr braucht es nicht, für den perfekten Schminktisch. Wie mein neuer alter Schminktisch aussieht und vor allem wie ich ihn einem kleinen Make-over unterziehe, damit er wieder in glamourösem Glanz erstrahlt. lest ihr demnächst hier. (^.^)

Samstag, 7. November 2015

Haare selbst färben - Ja oder nein?

Frauen (und je nach historischem Zeitschnitt auch mal mehr, mal weniger Männer) färben sich ihre Haare schon ziemlich lange. Es ist also durchaus auch ein Vintage-Thema über das Haare färben zu sprechen. Aber selbst färben? Nun auch das wäre durchaus ein historisches Thema, aber soll man? Oder eher nicht? Auf die Frage von mir gibt es ein entschiedenes Jein! (^.^)

Es kommt ganz darauf an, was ihr vorhabt. Habt ihr größere Farbveränderungen vor - einschließlich Blondierungen jeder Art - gehört ihr unter die Obhut eines Friseurs. Wenn ihr eure Haarfarbe aber nicht groß verändern möchtet, könnt ihr das beruhigt selbst machen.

Dazu braucht es auch nicht viel. Die größte Herausforderung ist es, eine vernünftige und brauchbare Drogeriehaarfarbe zu finden. Ich habe, als ich noch mit Drogeriehaarfarben gefärbt habe, mich nach langem Herumprobieren und Ärgern für Casting Crème Gloss von L'Oréal entschieden und war damit auch ganz zufrieden. (Warum ich heute dennoch mit Profihaarfarben färbe, erzähle ich euch ein anderes mal)

Eine weitere Schwierigkeit scheint es erstaunlicherweise zu sein, die richtige Haarfarbe zu finden... Wählt eine Farbe die zu euch, eurem Typ und eurem Hautton passt. Kühle Farben wirken bei kühlen Typen gut, warme Farben bei warmen Typen. (Falls ihr nicht wisst, was für ein Typ ihr seid - demnächst folgt auch noch was von mir zur Farbberatung, ihr könnt euch aber auch schon mal bei den drei Damen vom Cadika-Beautyblog einlesen: Farb- und Typberatung) Üblicherweise steht es sogar auf der Farbpackung drauf, ob die Farbe der Wahl nun kühle oder warme Reflexe hat. Also einfach genau lesen. Seid ihr eher ein klassischer Typ, oder eher weniger an Mode interessiert, lasst auch die Finger von Farbnuancen die in der Natur nicht vorkommen, so wie Blauschwarz und knalliges Rot. Das wirkt nur fremd bis befremdlich. Einen Farbton unter den "natürlichen" Drogeriefarben gibt es allerdings trotzdem, der schwierig ist: schwarz. Drogerieschwarz ist immer einen Tick zu schwarz um natürlich auszusehen. Es sieht - um ehrlich zu sein - eher aus, als hätte man sich eine Krähe auf den Kopf drapiert. Also wer nicht gerade eine Gothicphase durchmacht oder wem es nicht ausmacht, dass die Haare nach selbst gefärbt aussehen, der kann natürlich Drogerieschwarz tragen. wer echtes schwarz will, muss zum Friseur. Nachdem ich zu geizig bin, meine Haare beim Friseur färben zu lassen, färbe ich mein naturschwarzes Haar, das schön langsam das ein oder andere graue Haar zeigt mit einem kühlen mittelbraun. Das hat gleich zwei Vorteile: Die so überfärbten grauen Haare wirken wie natürliche Sonnenreflexe und der Ansatz fällt nicht so auf, wenn die Farbe rauswächst. (^.^)

Bevor ihr eure Haare färbt, reinigt eure Haare mit einem Tiefenreinigungsshampoo, so kann euer Haar die neue Farbe besser aufnehmen. Damit eure Kopfhaut von der Farbe nicht zu sehr angegriffen wird, lasst die nächste Haarwäsche ausfallen, damit sich eine schützende Fettschicht auf der Kopfhaut bildet. So färbt ihr auch nicht unbeabsichtigt eure Kopfhaut mit. Sobald dann die nächste Haarwäsche ansteht, lasst ihr auch die ausfallen und färbt stattdessen euer Haar. Solltet ihr also beispielsweise jeden zweiten Tag eure Haare waschen, dann wascht ihr am Montag die Haare mit dem Tiefenreinigungsshampoo, am Mittwoch lasst ihr die Haarwäsche ausfallen und am Freitag färbt ihr euer Haar.

Habt ihr die richtige Farbe und euer Haar ist entsprechend vorbereitet, geht es weiter zur Anwendung. Das ist eigentlich nicht schwer, vorausgesetzt ihr lest die Gebrauchsanleitung eurer Haarfarbe und haltet euch auch daran. Insbesondere was Einwirkzeit und und Anwendungsart betrifft. Bei den Anwendungsarten gibt es üblicherweise zwei Alternativen:
  • Bei der ersten Alternative - der Vollanwendung - wird die Haarfarbe direkt auf dem gesamten Haar angewendet. Diese Anwendungsform eignet sich nur, wenn das Haar längere Zeit schon nicht mehr getönt wurde, oder aber man eine neue Farbe nutzt. Das lässt sich zwar auch auf allen Gebrauchsanweisungen nachlesen: warum das aber so sein muss, leider nicht. Daher sorge ich hier mal für Aufklärung. (^.^) Je mehr Haarfarbe sich übereinander lagert, desto farbübersättigter werden die Haare und nehmen irgendwann mal keine andere Haarfarbe mehr an, sondern werden einfach immer nur dunkler und dunkler und dunkler. Woher ich das weiß? Erfahrungslernen...
  • Bei der zweiten Alternative wird die Haarfarbe zunächst nur auf den Ansätzen verteilt. Man lässt sie dann einwirken und verteilt sie erst zum Schluss im gesamten Haar um sie nochmal kurz einwirken zu lassen. Das geht aber leichter als vermutet. Ich nehme dafür zunächst alle Haare hoch um die Ansätze im Nacken zu färben, teile dann direkt mit meiner Haarklemme am Hinterkopf auf Höhe der Ohren ab und verteile die Farbe auf den Ansätzen - und zwar auf den sowohl nun nach unten hängenden, als auch auf denen die ich nach oben weggeklemmt habe. Dann teile ich nochmal die Oberkopfhaare ab, gebe wieder Farbe auf die Ansätze; diesesmal auch auf den Stirnansatz. Zuguter letzt scheitle ich meine Haare in der Mitte des Oberkopfes und gebe auch hier nochmals Farbe auf die Ansätze. Ich lasse dann die Farbe die vorgegebene Zeit einwirken, käme meine Haare mit meiner Färbebürste durch und verteile so die Haarfarbe in den Längen. Zum Auftagen der Farbe nehme ich übrigens ganz platt und einfach meine Hände. Färbepinsel habe ich mal ausprobiert, war aber mit Anwendung und Ergebnis nicht zufrieden. Ich gebe also einfach nur einen Klacks Haarfarbe in meine Hand, verreibe es auf beiden Handflächen und matsche die Farbe anschließend mit den Handflächen auf die Ansätze. (^.^) Und: meine Färbebürste ist kein teures Spezialutensil, sondern sie ist nichts anderes als eine billige Plastikhaarbürste (^.^)
Übrigens: statt eines alten Handtuches, das a) nicht da bleibt, wo es soll und b) auch zu klein ist, um meinen Rücken soweit abzudecken, dass keine Farbe an die Haut kommt, verwende ich einen Friseurumhang. Die gibt es für wenig Geld im Friseurfachhandel zu kaufen. Aber Achtung: verwechselt nicht einen Friseurumhang mit einem Frisierumhang. Frisierumhänge gehen grad mal über die Schultern und sollen verhindern, dass ausgefallene Haare und Schuppen beim Kämmen die Kleidung verunstalten...

Sollte trotz Friseurumhang mal etwas Haarfarbe eure Haut verunstalten, müsst ihr nicht zu den überteuerten Entfernermittlelchen greifen, die es in Drogerien zu kaufen gibt. Ordinäre Zahnpasta und ein Wattepad erfüllen den gleichen Zweck. (^.^)

Samstag, 5. September 2015

Haare färben mit Elumen von Goldwell

Ich habe schon vor einiger Zeit den Drogeriehaarfarben den Rücken gekehrt um mich endlich an die Profifarben herangewagt, an Elumen von Goldwell um genau zu sein. Was mich dazu bewogen hat, mich an Elumen heranzutrauen ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass ich nun mal von Papa das frühe Ergrauen geerbt habe - ich ergraue bereits seit meinem 21. Lebensjahr vor mich hin. Gut, es sind nicht viele graue Haare die ich habe, nachdem ich aber von Natur aus dunkelbraunes Haar habe, fallen die einzelnen Grauen dazwischen halt einfach echt fies auf. Vor allem weil die natürlich auch noch ausgerechnet am Oberkopf wachsen müssen... Deshalb färbe bzw. intensivtöne ich. Was dabei allerdings nervt: man muss echt regelmäßig die Ansätze nachtönen, damit man die Längen aber nicht farbübersättigt, schmeißt man regelmäßig die Hälfte des Produkts weg und: theoretisch reicht es bei mir auch nicht mit meiner jetzigen Intensivtönung, die immerhin die beste ist, die ich finden konnte, nur alle paar Wochen mal nachzutönen, weil sie sich eben schon ziemlich auswäscht, gerade auf den grauen Haaren. Normalerweise müsste ich damit fast schon alle drei Wochen ran - das will ich meinen Haaren aber nicht antun. Nachdem Elumen direktziehend ist, sprich: die Farbe ist bereits fertig angemischt ist, kann man die Farbe ganz ohne Probleme aufbewahren und immer nur soviel entnehmen, wie man gerade braucht, also im Grunde genau das Richtige für mich. Zudem wirkt Elumen ohne Ammoniak oder Peroxid, also genau die beiden Bestandteile von Haarfarben, auf die ich zum Schutz meiner Haare gut und gerne verzichten kann. Mehr noch: sie pflegt das Haar sogar noch kräftiger und gesünder, indem die Farbe brüchige Stellen im Haar quasi durch eine pysikalische (und eben nicht chemische) Reaktion "auffüllt". Und: sie hält superbombenfest, es reicht allein die Ansätze nachzufärben, die Längen brauchen nur etwa alle 6 Monate ein Auffrischen.

Zugegebenermaßen ist die Erstinvestition in das Haarfarbensystem von Elumen etwas größer, nachdem man alle Produkte aber mehrmals verwenden kann, bevor sie aufgebraucht sind, amortisiert sich die Erstinvestition auch schnell. Zudem braucht man auch nicht unbedingt das komplette System, wie ich mittlerweile in einer kleinen Versuchsreihe feststellen konnte:
  • Elumen Prepare - eine Farbvorbehandlung, die das Haar schützt und dafür sorgt, dass die Farbpigmente besser im Haar halten; 150 ml kosten etwa 15,- €, wer graue Haare hat, so wie ich oder helle Haare merklich dunkler färben möchte, sollte in Elumen Prepare investieren, da die FArbe damit wirklich besser hält und weniger schnell auswäscht.
  • Elumen Farbe - 200 ml kosten etwa 20,- €, die braucht man wirklich immer.
  • Elumen Lock - eine Farbnachbehandlung, die dafür sorgt, dass die Farbpigmente sicher im Haar bleiben; zudem werden überschüssige Pigmente vom Haar entfernt; 250 ml kosten etwa 10,- €, ich habe bei meinen Haaren keinen Unterschied zwischen mit und ohne Lock feststellen können, ich würde also behaupten, dass diese Investition lässlich ist.
  • Elumen Clean - ist ein Farbentferner für die Haut um die Ferkelei beim Färben wieder zu entfernen; 250 ml kosten etwa 15,- €, nutzlos, jeder billige Augenmakeupentferner kann mehr als Elumen Clean.
Insgesamt muss ich also 35,- € investieren; meine bisherige Haarfarbe kostet pro Packung 5,- €, Elumen lohnt sich also, wenn das ganze Zeug 7 Monate lang hält und das tut es locker. (^.^)

Zusätzlich gibt es aus der Elumenserie natürlich noch Pflegeprodukte wie Shampoo, Kur usw. darauf habe ich verzichtet, weil ich nicht wirklich daran glaube, dass ein (überteuertes) Friseurshampoo wirklich besser ist, als eines aus der Drogerie. Außerdem gibt es von Elumen auch Färbeschalen, Applikatorfläschchen, Pinsel und dergleichen. Nachdem die No-Names allerdings nur einen Bruchteil dessen gekostet haben, als das Original-Elumen-Zubehör, habe ich ein No-Name-Schälchen und einen No-Name Silikonpinsel zum Auftragen der Farbe gekauft. Außerdem braucht ihr noch Einweghandschuhe zum Färben. Die gibts im 100er-Pack im Baumarkt oder im Supermarkt bei den 1,- €-Kruschartikeln. (^.^) Und: man kann dann sogar Handschuhe in der passenden Größe wählen und muss keine Dinger anziehen, die man von der Größe her auch als Müllbeutel verwenden könnte.

Für später habe ich mir aus der Elumenserie übrigens noch Elumen Return, eine Farbreduktion speziell für Elumen-Farben vorgemerkt; sie zieht die Farbe wieder aus dem Haar, sollte man mal wechseln wollen. Zudem gibt es noch Elumen Clear zum Mischen von Haarfarben, sollte man einen weniger satten und intensiven Ton färben wollen.

Soviel der Vorrede, kommen wir zum machen:
Zunächst werden die Haare mit einem Tiefenreinigungsshampoo gründlich gewaschen. Danach kommt Elumen Prepare ins handtuchtrockene Haar. Das Ganze gründlich verteilen und wieder den Handtuchturban drauf. Vor dem Färben müssen die Haare komplett trocken sein; wirklich komplett, da Wasser verhindert, dass die Farbpigmente ins Haar eindringen. Daher habe sogar ich ausnahmsweise mal zum Föhn gegriffen um meine Haare komplett durchzutrocknen.

Dann kommt die Haarfarbe drauf, bzw. vorher noch die Handschuhe und ein Friseurumhang oder zumindest ein altes T-Shirt an (^.^). Ich habe etwas von der Farbe in mein Schälchen gegeben und mit dem Pinsel partienweise vom Ansatz zu den Spitzen aufgetragen und jede Strähne nochmal mit meiner Färbehaarbürste durchgekämmt, um die Farbe zu verteilen. Ist die Farbe erstmal drauf, muss sie 45 Minuten einwirken. Danach wird sie solange ausgewaschen bis das Wasser klar bleibt. Wer möchte wäscht seine Haare nochmals wie gewohnt durch - muss man aber nicht.

Eventuelle Spritzer von Fliesen und Waschbecken lassen sich übrigens super wieder entfernen, Badteppiche und ähnliches würde ich aber vor den Färben rauslegen.

Mein persönliches Fazit will ich euch auch nicht vorenthalten:
Suuuuuuuper!!!! Ich habe ja eigentlich ohnehin gesundes kräftiges Haar, aber Elumen hat wahre Wunder bewirkt! Es fühlt sich an... der Hammer, weich, aber trotzdem kräftig, wie Samt und Seide, einfach nur unbeschreiblich wunderbar! Und die Farbe... hach... ich bin verliebt... (^.^)
Der Nachteil, dass das Färben ziemlich lange dauert im vergleich zu den herkömmlichen Drogerieprodukten relativiert sich auf jeden Fall mit zunehmender Übung, die Kosten sowieso.

Montag, 31. August 2015

Vintage & Retro - was? wieso? warum? und überhaupt?

Ich habe das innere Bedürfnis die beiden Begriffe "Vintage" und "Retro" einmal zu erklären, da beide gerade "in" sind und damit inflationär genutzt werden, leider nicht immer ganz korrekt. Und damit gleich das wichtigste Vorweg: "Vintage" und "Retro" kann man nicht synonym verwenden, das ist nicht das gleiche.

Vintage (engl. "alt", "altmodisch", "aus einer bestimmten Zeit") ist alles Originale aus einer bestimmten Zeit.

Retro (lat. "zurück", "rückwärts") ist Neues, das dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfunden wird.

Zur Verdeutlichung zwei Beispiele:
Ihr näht euch nach einem Schnittmuster aus den 40er Jahren ein Kleid. Dann ist das Schnittmuster, da Original aus den 40er Jahren, vintage, das Kleid, das ihr nach diesem Schnittmuster gearbeitet habt ist aber retro.
Ihr lasst euch in einem Second Hand Shop eine 80er Jahre Bluse als 50er Jahre Bluse andrehen und merkt es erst bei der näheren Überprüfung zu Hause. Dann ist die Bluse ein 80er-Jahre-Vintage- und ein 50er Jahre-Retro-Teil (sofern sie im Stil der 50er gearbeitet wurde).
Ihr macht euch eine 40er Jahre-Pin-up-Girl-Frisur, dann ist euer Styling retro. Die Frisur wäre Vintage, wenn ihr sie euch in den 40ern gemacht hättet... Was ihr aber habt ist ein Vintage-Look, ihr seht also aus, wie aus einer bestimmten Zeit. (^.^)

Klar soweit? (^.^) Genau deshalb heißt mein Blog auch LiliGoesRetro und nicht VintageLiliBlablabla, weder bin ich, noch ist mein Blog alt, oder altmodisch... Mein Blog ist Vintage 2013 (mit einigen Überarbeitungen), ich bin Vintage 19sagichnicht, aber für meine Lieblingsjahrzehnte muss ich meinen Blick eben zurück wenden. Daher "Retro", auch wenn ich einiges hier poste, das Vintage ist, hätte ein Vintage im Titel bei mir einfach nicht gepasst, schlicht, weil ich einen Lifestyle-Blog schreibe. (^.^)

Eigentlich ganz leicht, oder? Aber wisst ihr was: ich erwische mich selbst regelmäßig dabei, dass ich die beiden Begriffe durcheinander schmeiße, obwohl ich es besser weiß. Manchmal passiert das einfach, im Eifer des Gefechts. (^.^)

Dienstag, 11. August 2015

Die Frisuren vergangener Jahrzehnte: die 50er Jahre

Wie bereits bei dem Betrag zu den Frisuren der 40er Jahre gesagt, beginnen zur Frisurenmode die 50er Jahre ausnahmsweise im Jahre 1947, mit der von Christian Dior geschaffenen New Line, um genau zu sein. Dieser markante Schnitt in der Modegeschichte veränderte nämlich auch die Frisurenmode einschneiden und prägte mit seinem markanten Look insbesondere das Erscheinungsbild der 50er Jahre: Passend zur neuen, weichen und sehr weiblichen Mode wurden auch die Frisuren weicher, welliger und voluminöser, gleichzeitig aber auch im erscheinungsbild um einiges Schlichter als es zuvor Mode war: das Haar wurde kurz bis Halblang und wellig, nicht mehr lockig getragen. Anstatt es kunstvoll zu drapieren und zu stecken, kamen schlichte Knoten und Chignons wieder in Mode:
Diormodels 1947
Als eine der wenigen Frisuren aus den 40ern sollte sich der Pageboy als Frisur auch weiterhin halten und in Mode bleiben, bzw. sogar noch moderner werden, als er es bereits im vorhergegangenen Jahrzehnt war, passte er in seiner Schlichtheit und doch Weiblichkeit so wunderbar zu den neuen Schnitten:
Haarmodels mit Pageboy
Lucille Ball mit Pudelfrisur




Trotzdem waren Locken noch nicht so ganz durch, sie kamen nochmal zurück in die Welt der Mode, unter dem wenig schmeichelhaften Namen Pudelfrisur ("The Poodle", wie diese Frisur in Vintagekreisen heute genannt wird, ist auch nicht schmeichelhafter, also bleibe ich beim Originalnamen in unseren Breitengraden). Nun, aber auch wenn der Name nicht schmeichelhaft war, so war er doch wenigstens Programm, es ist wirklich eine Pudelfrisur.

Auch Film- und Musikstars prägten weiterhin die Mode, so kam der italienische Lockenkopf in Mode, den die beiden Italienerinnen Gina Lollobrigida und Sophia Loren etablierten und der Hollywood im Sturm eroberte; auch eine Elizabeth Taylor und eine Marilyn Monroe wurden mit diesem Schnitt berühmt:
Sophia Loren und Gina Lollobrigida mit dem "italienischen Lockenkopf"

Gerade jüngere Frauen orientierten sich an Schauspielerinnen wie Audrey Hepburn und trugen ihr Haar kurz mit fransigem Pony, gerne aber auch lang und dann zum Pferdeschwanz gebunden. Auch das oft auch mit Pony:
Audrey Hepburn mit Kurzhaarschnitt und einige Jahre später mit Pferdeschwanz
Zum Ende der 50er Jahre kam dank Jackie Kennedy der Bouffant in Mode, der bereits die Weichen für die weitere Entwicklung der Haarmode in den 60er Jahren stellte:
Liz Taylor und Jackie Kennedy mit Bouffant

Donnerstag, 9. Juli 2015

Haare schneiden ist nicht schwer...

...und ja, ich meine selbst schneiden. (^.^) Für meine heißgeliebten Vintagefrisuren braucht es dringend den richtigen Haarschnitt, nämlich bogenförmig in der Kontur, das Deckhaar gestuft und die Seitenpartien einschließlich des Oberkopfes sind steil zum Gesicht hin geschnitten. Nun, solche Schnitte sind heute nicht modern und es ist echt schwer einen Friseur davon zu überzeugen, genau das trotzdem zu machen. Leider habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass sie sagen, sie würden es tun, schneiden aber dann doch was anderes, das sagen sie dann aber erst, wenn es schon passiert ist... (Wieso eigentlich? Das ist doch mein Kopf...) Nun, nachdem ich mich in meinem Leben wirklich genug über Friseure und verschnittene Haare geärgert habe, bin ich irgendwann mal dazu übergegangen selbst zu schneiden. Und selbst das ist sehr vintage, immerhin war der Haushaarschnitt früher weit verbreitet. Wie ich das mache (dank einiger Originalanleitungen, die ich für mich etwas angepasst habe), möchte ich euch heute zeigen. (^.^) Vier Dinge aber dennoch vorweg:
a) ich bin kein Profi - aber absolut glücklich mit dem Ergebnis, es mag sein, dass ich technisch ganz furchtbar viel falsch mache und alle Friseure dieser Welt in ihrer Berufsehre kränke. Das ist mir aber wurscht, ICH bin damit glücklich und zufrieden, ich zwinge niemandem es mir nachzutun.
b) investiert in gutes Handwerkszeug, allen voran eine Profihaarschere, wirklich
c) schneidet lieber zuerst etwas weniger, nachschneiden kann man immer noch, wieder drankleben ist schon schwieriger
d) Fangt klein an, wenn ihr euch noch nicht so recht traut; stuft nur durch, oder schneidet nur Pony- und Seitenpartien. Grundsätzlich aber: nur Mut (^.^)
Selbst wenn ihr eure Haare nicht selbst schneiden möchtet, allein mein Gesichtsfasching lohnt schon das anschauen (^.^) (^.^) und: wo ist die Katze? (^.^)


Musik: The Crevulators (Crevulators, the) / CC BY-NC-ND 3.0, "Linda" aus Live On WFMU's Fool's Paradise with Rex, 11-10-12 (Stompin' Riff Raffs) / CC BY-NC-ND 3.0

Dienstag, 23. Juni 2015

Die Frisuren vergangener Jahrzehnte: die 40er Jahre


1. Reihe - Pompadour:  Jeanne Crain, Olivia de Havilland, Lana Turner
2. Reihe - Side Rolls: Betty Grable, Hedy Lamarr, Vivian Leigh
3. Reihe - Top Roll: Katharine Hepburn, Ava Gardner, Susan Hayward
4. Reihe - Bangs: Linda Darnell, Lana Turner, Ava Gardner
Auch der Übergang von den 30ern zu den 40ern ist in Zusammenhang mit der Frisurengeschichte mehr fließend denn eine Zäsur. Allerdings sorgten die Wirren des zweiten Weltkriegs und die langen Jahre des Wiederaufbaus dafür, dass sich in den Nebensächlichkeiten des Lebens, so auch bei der Frisurenmode nicht all zu viel tat. Im Grunde war das weiterhin in Mode, was bereits Ende der 30er Jahre in Mode war.

Die Haare waren maximal schulterumspielend und rund, also bogenförmig geschnitten und dabei leicht durchgestuft. Sie wurden zum Pompadour friesiert, wie er bereits Ende der 30er Jahre in Mode kam. Nach und nach setzen sich auch Abwandlungen davon, wie Side Rolls, Top Roll oder Bangs durch. Die Ohren waren dabei jeweils frei, die Seitenpartien wurden dafür zurückgekämmt und mit Klammern oder Kämmen zurückgesteckt oder mit einem Haarband zurück gebunden. Die Haarlängen wurden offen und gewellt bis leicht lockig getragen, wahlweise aber auch hochgesteckt oder zusammengefasst.










Linda Darnell mit Turban

Mit fortschreitendem Krieg und damit einhergehender, verstärkter Berufstätigkeit der Frau, insbesondere in körperlich schweren Berufen, setzte sich auch eine Kopftuch- und Turbanmode durch, die praktischerweise auch gewickelte Haare schützten, die unter dem Stoff nicht nur geschützt waren, sondern auch trocknen konnten und dann nur noch gelöst und gelegt werden mussten. Selbstverständlich gab es beides bereits davor (den Turban insbesondere auch in den 20ern) und auch noch lange danach, beides war jedoch gerade in der ersten Hälfte der 40er Jahre fast schon omnipräsent auf deutschen Straßen. Selbstverständlich auch in chic, nicht nur in praktisch.
Ingrid Bergman mit Kopftuch
Zwei Kriegsfrisuren aus den USA, die im Rahmen der Kriegspropaganda bekannt wurden, erfreuen sich heute besonderer Beliebtheit:

Werbeposter von J Howard Miller

Rosie, the Riveter - zu deutsch Rosie, die Nieterin - ist eine Figur aus einem US Propagandafilm zur Anwerbung von Frauen zur Arbeit in der Rüstungsindustrie. Die Frisur der Dame vom Werbeposter von J. Howard Miller für den Rüstungsproduzenten Westinghouse ist heute ein Rockabilly-Szenen-Klassiker und im Grunde eine Mischung aus Kopftuch- und Turban-Style und nun, zum Nieten und Schweißen in einer Rüstungsfabrik trug man das durchaus, Anfang bis Mitte der 40er Jahre, auch in unseren Landen - allerdings auch nur dort.





Betty Grable mit Victory Rolls



Victory-Rolls sind eine Frisurenkreation die insbesondere Betty Grable, als beliebtestes Pin-up-Girl der US-Truppen, trug. Vicotry Rolls bilden dabei ein V für Victory, und sind einem Flugmanöver der US Luftwaffe nachempfunden, das sie nach einem erfolgreichen Angriff flogen. Die Spitze des V sitzt dabei vorne an der Stirn, so dass man beim Senken des Kopfes das Victory-Symbol sieht. Damit dürfte klar sein, dass nicht jede Side Roll eine Victory Roll ist, auch wenn das heute gerne durcheinander gewürfelt wird.



Erst ab 1947 und dem New Look von Christian Dior tut sich auch wieder merklich etwas in der Frisurenmode. Die Haare werden insgesamt schlichter, zurückhaltender und glatter, die Frisuren haben aber deutlich mehr Volumen, als noch zuvor. Nachdem der New Look aber die große Zäsur ist, die kostümgeschichtlich die 40er von den 50ern trennt, werde ich trotz der Jahreszahl "1947" auf die Frisuren des New Look im Beitrag zu den Frisuren der 50er Jahre eingehen.