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Freitag, 15. Juni 2018

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Hoabadatschi

Der bekannteste der Datschis ist vermutlich der Augsburger Zwetschgendatschi, der definitiv sehr lecker schmeckt, dennoch gibt es auch andere Datschis, die sich nicht hinten an stellen müssen. Der Hoabadatschi gehört mit dazu. Bevor wir uns aber dem Rezept widmen, gibt es erst wieder eine Runde Sprachkurs. (^.^)
Hoaba sind Heidelbeeren, der Datschi leitet sich vom datschen ab (das hochdeutsche tätscheln kommt auch daher) und beschreibt das, was mit den Früchten getan wird: sie werden sanft in den Teig gedrückt. (^.^) aber kommen wir zum Rezept, wofür ich einmal mehr in der Familienrezeptkiste kramen musste. Erna Horn empfiehlt lediglich, einen festen Pfannkuchenteig mit Eischnee zu machen. Ich habe also zum Rezept für Kaiserschmarrn vom Blech von meiner Mutter gegriffen, das wäre nämlich ein Pfannkuchenteig mit Eischnee, der zudem erprobterweise gut im Ofen gebacken funktioniert. So gehts:

6 Eier
1 Prise Salz
100 g Puderzucker
100 g gemahlene Mandeln
150 g Mehl
250 ml Milch
140 g Butter
50 g Butter
500 g Heidelbeeren
Puderzucker

Die Eier trennen und den Eischnee mit einer Prise Salz steif schlagen. Die 140 g Butter zerlassen. Die Eigelbe mit dem Puderzucker glatt rühren. Nach und nach die Mandeln, das Mehl, die Milch und die zerlassene Butter zugeben und zu einem dickflüssigen teig verrühren. Den Teig nun 30 Minuten quellen lassen. Währenddessen den Ofen auf 180° C vorheizen und die 50 g Butter in einem tiefen Backblech schmelzen.

Nun noch den Eischnee unterheben, den teig auf das Backblech gießen, die Heidelbeeren darauf verteilen und den Hoabadatschi in ca. 30 Minuten goldgelb backen. Den Kuchen abkühlen lassen, mit Puderzucker besieben und schmecken lassen. (^.^)

Erna Horn empfiehlt außerdem als Variante den Kuchen in warm als Mehlspeise zu essen. (^.^)

Montag, 11. Juni 2018

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Gelbe-Rüben-Torte

Für Möhrenkuchen gibt es viele Rezepte, mit der Gelbe-Rüben-Torte zeige ich euch heute die bayerische Variante. (^.^)

250 g gelbe Rüben (Karotten)
5 Eier
250 g Zucker
1/2 TL Zimt
Nelkenpulver
Muskat
1 Prise Salz
250 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Backpulver
50 g Speisestärke
Saft und Schale einer halben Zitrone
10 Tropfen Bittermandelöl
1/2 TL Kardamom

Für die Glasur:
200 g Puderzucker
2 EL lauwarmes Wasser
2 EL Zitronensaft

Den ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Karotten fein reiben. Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Die Eigelb mit Zucker, Zimt Nelkenpulver, Muskat und Salz schaumig rühren. Anschließend die fein geriebenen Karotten, die Mandeln, das Backpulver, die Speisestärke, Zitronensaft und -schale das Bittermandelöl und den Kardamom zugeben und unterrühren. Zuletzt den Eischnee unterheben in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und in ca. 40 Minuten goldgelb backen.

Den Kuchen nach dem Backen auf einem Gitter abkühlen lassen. den Puderzucker sieben, mit Wasser und Zitronensaft verrühren und den Kuchen damit glasieren. Nach belieben verzieren.

Samstag, 9. Juni 2018

Bayrische Kuchl - Brot: Kindbettbrot

So meine Lieben, heute gibt es mal wieder ein Originalrezept, das Erna Horn in ihrer Rezeptsammlung abgedruckt hat. Dieses mal für ein süßes Brot, das Kindbettbrot aus dem Augsburger Kochbuch der Sophie Juliane Weiler aus dem Jahr 1788:

Man nimmt ein Vierling recht frischen Butter, ebenso viel Zucker, 1 Vierling abgezogene und fein gewiegte oder gestoßene Mandeln und die Schale von einer halben Citrone klein geschnitten; macht dieses mit einem Ey, und ein Vierling schönes weißes Mehl durcheinander; firmiret lauter kleine Fingers lange und noch einmal so dicke kleine Wärgelein daraus, die aber hinten und vornen dünner und etwas spitzig seyn müssen; legts auf ein mit Mehl betreutes Blech, bestreichts mit zerkleppertem Ey, schneidet oben kleine Gitter darauf, streuet sie mit Zucker, und läßts im Backofen schön gelb backen. Man kann sie auch ohne Mehl machen, aber dann nimmt man zu so vielen Zucker, Butter und Mandeln, als oben gesagt worden ist, nur ein halbes Ey, und verfertigt sie wie das vorher angezeigte.
Für die Übersetzung muss man nun wissen - zum Glück gibt es Google - dass ein Vierling 140 g entspricht,, schon kann man loslegen. (^.^) "Übersetzt" lautet das Rezept wie folgt:


140 g Butter
140 g Zucker
140 g gemahlene Mandeln
Schale einer 1/2 Zitrone
1 Ei
140 g Mehl

Zum Bestreuen:
1 Ei
Zucker

Die Butter mit dem Zucker, den Mandeln, der Zitronenschale, dem Ei und dem Mehl zu einem festen Teig verkneten und den Teig kurz im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Aus dem Teig fingerlange und fingerförmige kleine Laibe formen und auf das Backblech legen. Die Laibchen einschneiden, mit verquirltem Ei bestreichen und mit Zucker bestreuen. Das Kindbettbrot in ca. 20 Minuten goldgelb backen und genießen.

Freitag, 25. Mai 2018

Bayrische Kuchl - Kleingebäck - Zuckerschnecken

Die Zuckerschnecke aus erna Horns Rezeptsammlung, werden aus einem einfachen, mittelfesten Hefeteig bereitet. So gehts:

500 g Mehl
1 Würfel Hefe
180 g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier
75 g Butter
1/2 TL Salz
abgeriebene Schale einer Zitrone
10 Tropfen Bittermandelöl
250 ml Milch

Zum Ausformen:
125 g Butter
250 g Hagelzucker
1 Ei

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, 1 EL vom Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Die Butter zerlassen, die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, in Fünf Teile teilen, jedes Teil länglich ausrollen, mit zerlassener Butter besteichen, dick mit Hagelzucker bestreuen und die Teile jeweils aufeinander stapeln. Nun den Stapel zusammenrollen, fingerdicke Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Das Ei verquirlen, die Schnecken damit bestreichen, nochmals mit Hagelzucker bestreuen und weitere 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Schnecken in ca. 30 Minuten goldgelb backen.

Mein Fazit: eigentlich ganz lecker... schwer süß, aber gut, es sind Zuckerschnecken und mit einem gewissen Suchtfaktor. Mache ich sie wieder? Vermutlich eher nicht, ich hab schon bessere Teilchen gegessen, sie sind aber auf jeden Fall gut genug um das Rezept zu teilen. (^.^)

Freitag, 4. Mai 2018

Bayrische Kuchl - Kleingebäck: gefüllte Brezn

Die gefüllten Brezn sind ein Mürbteiggebäck. Untergekommen ist mir diese Bebäckvariante zwar noch nie, aber immerhin verrät Erna Horn bei Ihren angaben, dass man eine  Mürbteig zubereiten solle - und nun - das kann ich; nachdem sie nicht mehr verrät, greife ich zum Grundrezept:


250 g Mehl
160 g Butter
80 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei

Für die Füllung:
1 Ei
80 g Zucker
125 g Magerquark
abgeriebene Schale von einer Zitrone
10 Tropfen Bittermandelöl
1 EL Rosinen

Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Knethaken erst auf niedrigster dann auf höchster Stufe rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zu einer Kugel formen auf einen Teller setzen und mindestens 30 Minuten lang im Kühlschrank kalt stellen.
Währenddessen die Füllung zubereiten, indem die genannten Zutaten zu einer cremigen Masse verrühren. Schließlich den Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig ausrollen und Ovale ausstechen. aus dem übrigen Teig Brezn formen und auf die Ovale legen, so dass die Ränder jeweils übereinstimmen. Die Füllung in die drei Breznöffnungen gießen, nochmals überzuckern und in ca. 20 Minuten im Ofen goldgelb backen.

Die Zuckerbrezn sind so naja... Ich fand sie etwas trocken, allerdings habe ich die Zuckerbrezn auch verhältnismäßg groß (handtellergroß) gebacken. Das ganze etwas filligraner und sie sind sicherlich lecker. (^.^)

Freitag, 22. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck: Anislaiberl

Um mich gleich mal kurz zu fassen: die Anislaiberl sind geschmacklich wirklich lecker (für meinen Geschmack dürfte es aber mehr Anis sein), optisch allerdings ein Disaster. Erna Horn empfiehlt gar noch, die Plätzchen über Nacht stehen zu lassen, damit sie schön aufgehen. Bei der Mischung an Backzutaten, entsteht allerdings eher dickliche Suppe, da geht nichts mehr auf, sondern läuft lediglich auseinander und so sehen sie nunmal aus. So lecker sie also auch schmecken mögen, das Rezept kommt nicht auf meine Hitlist, Kekse gibts wirklich bessere.... Auch Aniskekse...

Freitag, 15. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck

Heute versteht man unter Kleingebäck nach der offiziellen Definition "alle Backwaren, die die Anforderungen an Brot erfüllen und weniger als 250 g wiegen"; also Semmeln, Brezn, etc. Das ist aber weder bei Erna Horn noch in alten Kochbüchern mit "Kleingebäck" gemeint. Vielmehr geht es hier um süße Teilchen, Törtchen und Kekse, also alles was die heimische Kaffeetafel aufwertet, aber eben nicht gleich ein Kuchen oder gar eine Torte ist. Der Vorteil des Kleingebäcks liegt auf der Hand: die Teilchen und Törtchen schmecken länger frisch als ein Kuchen, der, einmal angeschnitten, schnell trocken wird. Zudem bieten sie mehr Abwechslung. Und ja, Oma hat auch während des Jahres Plätzchen gebacken, für Weihnachten gab es nur spezielle Sorten. Und nein während des Jahres heißt es nicht "Keks", Keks ist ein Lehnwort aus dem Englischen und meint ursprünglich nur den Butterkeks, die eigentliche deutsche Bezeichnung ist tatsächlich Plätzchen. (^.^)
Soviel mal zur Sprachkunde, jetzt wird aber gebacken, einiges, wirklich Leckeres habe ich bereits endeckt. (^.^)

Freitag, 8. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Zwetschgennudeln

Auch Zwetschgennudeln finden sich bei Erna Horn unter Mehlspeisen, obwohl ich sie als Gebäck kenne. Aber auch hier muss ich auf das Familienrezept zurückgreifen, denn auch hier hüllt sich Erna Horn in schweigen bzgl. Zutaten und Mengenangaben.

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch
16 Zwetschgen

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Die Zetschgen entsteinen, die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Die Teigstücke mit je einer Zwetschge füllen und zu Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Zwetschgennudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und aus der Auflaufform stürzen.

Freitag, 1. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Rohrnudeln

Rohrnudeln sortiert Erna Horn unter "Mehlspeisen" ein und rät auch dazu diese warm und mit Dessertsauce zu servieren. Ich kenne Rohrnudeln als Hefegebäck, dass es kalt zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee gibt, wobei eine Rohrnudel auseinander gerissen und dick mit Konfitüre bestrichen gegessen wird. Und: bei Mama waren immer noch Rosinen drin - gut, die habe ich um des Testlaufs Willen weggelassen, allerdings einmal mehr auf das Familienrezept zurückgreifen müssen, einmal mehr, mangels Rezept (diesesmal stand gleich mal gar nichts dabei, abgesehen davon, dass man einen Teig machen soll, der nach dem Gehen goldbraun gebacken wird).

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Rohrnudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und dann aus der Auflaufform stürzen.

Freitag, 10. November 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Butterkuchen

Butterkuchenrezepte gibt es viele, diese bayrische Variante, die ich bisher nicht kannte, ist vielmehr ein Butter-Zucker-Kuchen und außerdem richtig lecker und leicht gemacht. (^.^)



250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
125 g Zucker
1 Ei
150 g Butter
125 ml Milch
Hagelzucker
100 g Butter




Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).

Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).

Den Herd auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig zusammendrücken, auf dem Boden der Form verteilen und mit dem Teigrad oder einem Messer ein Rautenmuster einritzen. Die Oberfläche des Teiges dick mit Hagelzucker bestreuen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.

Nun den Butterkuchen in ca 30 Minuten goldgelb backen. Die Butter zerlassen und den Kuchen in der Form damit tränken.

Freitag, 3. November 2017

Bayrische Kuchl - Brot: Zwiebelbrot

Es wird mal wieder Zeit ein Brot zu backen und meine Entscheidung fällt dieses Mal auf ein Zwiebelbrot, das ganz gut schmeckt, aber ehrlicherweise nicht an das Zwiebelbrot vom Bäcker rankommt. Nachdem es aber auch immer weniger Bäckereien gibt, die Zwiebelbrot führen, ist es dpch eine ganz brauchbare Alternative. (^.^) So gehts:

500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
4 Zwiebeln
Butterschmalz
je 1 TL Kümmel, Koriander, Muskat und Salz
3 Eier
100 g Butter
125 ml Milch
1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, den Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Die Zwiebeln würfeln und im Butterschmalz glasig dünsten. Zusammen mit allen anderen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Brotkastenform mit Backpapier ausschlagen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen, in die Form geben und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Dann das Brot in ca 1 Stunde ausbacken. Nach dem Backen aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Freitag, 2. Juni 2017

Bayrische Kuchl - Nachspeisen

Nachdem mich seit einigen Tagen ein ausgeprägter Süßhunger verfolgt, habe ich mal eben beschlossen, mich in der nächsten zeit nun auch endlich den bayrischen Nachspeisen zu widmen. Bayern hatte in der Geschichte zwei Grundvoraussetzungen für besonders feine Nachspeisenkrationen erfüllt:die auch in historische Zeiten weitverbreitete Milchwirtschaft lieferte den Grundstock, die geographische Lage am Schnittpunkt diverser Fernhandelsstraßen lieferte die Zutaten zur Verfeinerung. Kein Wunder also, dass die bayrische Küche auch reichlich Desserts hervorgebracht hat, die zumindest am Sonntag nach dem Hauptgang gereicht wurden. Ich bin nun gespannt auf das Nachkochen, die meisteen der Rezepte kenne ich allenfalls dem Namen nach, aber wenn es süß ist, ist es auf jeden Fall schon mal nicht falsch. (^.^)

Freitag, 26. Mai 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Münchner Apfeltorte

Die Münchner Apfeltorte kannte ich bis dato nicht. Auch optisch ist sie nicht wirklich gelungen, aber sie ist wirklich immens lecker. (^.^) Beim nächsten Mal werde ich die Torte allerdings mit einem deckenderen Zuckerguss, wie einem Eiweißguss überziehen, das macht es dann auch optisch gleich nochmal ansprechender. (^.^) Denn: diese Torte gibt es sicher wieder!

150 g Butter
3 Eier
200 g Zucker
1 TL Zimt
1 Prise Selz
250 g Mehl
200 g Speisestärke
1 Packung Backpulver
200 g Sauerrahm
1000 ml Apfelmus (möglichst dickflüssig)
1 EL Zitronensaft
1 Fläschchen Arrakaroma
150 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen.
Die Butter glatt rühren. Eier, Zucker, Zimt und Salz zugeben und zu einer Schaummasse rühren. Mehl, Seisestärke und Backpulver darübersieben und mit dem Sauerrahm unterheben, so dass ein zähflüssiger Teig entsteht.

Aus dem Teig werden nacheinander in jeweils ca. 20 Minuten 4 Böden gebacken. Die Böden gut abkühlen lassen.
Das Apfelmus mit dem Zitronensaft und dem Arrakaroma verrühren. Einen Tortenboden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umspannen. ein Dritten des Apfelmuses auf dem Boden verteilen, den zweiten Boden auflegen, wieder ein Drittel des Apfelmuses darauf verteilen, den dritten Boden auflegen und den Rest Apfelmus darauf verstreichen. Die letzte Tortenplatte auflegen und die Torte einige Zeit - am besten über Nacht durchziehen lassen. Die Tortenböden saugen sich so quasi voll mit dem Apfelmus, was die Torte nicht nur aromatisch, sondern auch besonders saftig macht.
Den Puderzucker sieben, mit dem Zitronensaft glatt rühren die Torte damit überziehen,




Freitag, 10. Februar 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Datteltorte

Nachdem gerade die südbayrischen Städte an den bedeutensten Fernhandelsstraßen in Richtung Süden lagen (und auch heute noch liegen) fanden bereits früh exotische Früchte Einzug auf den bayrischen Speisezetteln, wenn auch als Besonderheit für den Sonntagskuchen, so auch in diesem Falle, bei der Datteltorte, die wirklichwirklich lecker schmeckt, daher hier auch das Rezept für euch:

5 Eier
250 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
je eine Msp. Muskat, Kardamom, gemahlenen Kaffee und Kakao
200 g gemahlene Mandeln
100 g Mehl
200 g Datteln
4 EL Rum
150 g Puderzucker
3 EL Zitronensaft

Den Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit Backpapier ausschlagen. Die Datteln hacken.
Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker weißschaumig rühren. Die Gewürze, 1 EL des Rums die gemahlenen Mandeln und das Mehl zugeben und unterrühren. Zum Schluss die Datteln unterheben, den Teig in die Springform füllen und in ca. 40 Minuten goldgelb backen.

Den Kuchen nach dem Abkühlen mit dem übrigen Rum tränken. Aus dem Zitronensaft und dem gesiebten Puderzucker einen Zuckerguss anrühren und den Kuchen damit überziehen.

Freitag, 27. Januar 2017

Bayrische Kuchl - Brot: Topfensemmeln

An das Semmeln backen habe ich mich bisher nicht gertraut, schlicht, weil ich immer dachte, dass es richtig schwer sein muss die perfekte Semmel zu backen, nachdem es kaum wirklich gute Semmeln zu kaufen gibt. Man muss wirklich lang suchen, um die eine perfekte Semmel vom entsprechend perfekten Handwerksbäcker zubekommen, zumal es mittlerweile kaum mehr richtig echte Handwerksbäcker gibt. Aber das steht auf einem anderen Blatt...
Nunja, mit all den Gedanken im Hinterkopf habe ich das Rezet für Topfensemmeln mit äußerstem Argwohn gelesen, man braucht nämlich nur 5 Zutaten, das kann doch nichts werden, dachte ich...

500 g Mehl
1 Prise Salz
2 Packungen Backpulver
500 g Topfen (=Quark; ich greife zur Magerstufe)
3 EL Milch

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Rolle formen, gleichmäßige Stücke abschneiden und zu kleinen Semmeln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen längs einschneiden und in ca. 40 Minuten goldbraun backen.

...ich habe keine Ahnung, weswegen ich solchen Respekt vor dem Semmeln backen hatte. Es war a) superleicht und b) die Dinger schmecken phänomenal!

Freitag, 23. Dezember 2016

Bayrische Kuchl - Gebildbrote: Ofenkindl

Das Ofenkindl ist eine herrliche Spielart des Gebildbrots, bei dem sich all die angebrochenen Reste der Weihnachtsbäckerei verbrauchen lassen und welches traditionell für die Weihnachtstage gebacken wird. Grundlage dafür ist ein feiner Hefeteig. So gehts:

500 g Mehl
1 Würfel Hefe
80 g Zucker
2 Eier (alternativ auch 4 Eigelb)
125 g Butter
1/2 TL Salz
125 ml Milch
250 g Weihnachtsbäckerei-Reste (Zitronat, Orangeat, Rosinen, Nüsse, usw. alles jeweils zumindest gehackt)


Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und nochmal kurz durchkneten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für den mittleren Zopf werden etwa 2/3 des Teiges genommen und zu einem dreigliederigen Zopf geflochten. Den Zopf mittig auf das Backblech setzen. Das verbleibende Drittel wird nochmals geteilt. Aus der Hälfte werden zwei lange Stränge geformt, die ineinander verschlungen werden. Gleiches macht man mit der zweiten Hälfte des Teiges. Beide Stränge werden nun wie ein Kranz um den Zopf gelegt, wobei die Enden unter den Enden des Zopfes verschwinden. Den Teig zugedeckt nun nochmals für weitere ca. 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Ofenkindl mit Eigelb einpinseln, mit Hagelzucker bestreuen und für 10 Minuten anbacken. Dann die Temperatur auf 180° C reduzieren und in etwa 35 Minuten fertig backen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Bayrische Kuchl - Gebildbrote

Gebildbrote sind quasi Omas "Motivtorten" und jetzt nicht unbedingt ein speziell bayrisches Phänomen. Die Anlässe zu denen Gebildbrote gebacken wurden, waren ähnlich, die Motive, also die Ausformungen jedoch je nach Region unterschiedlich. Klar, dass ich mich im Rahmen dieser Serie auf die bayrischen Varianten beschränke und im folgenden Jahr immer wieder Gebildbrote passend zur Saison vorstelle.

Jetzt sollte ich vielleicht noch ganz kurz etwas genauer erklären, was Gebildbrote eigentlich sind: Gebildbrote sind meist süßes Gebäck, häufig aus Hefeteig, das speziell geformt wird. Die klassische und bekannteste Form eines Gebildbrotes ist der ordinäre Hefezopf. Oma konnte da aber noch sehr viel mehr, als nur einen dreisträngigen Zopf zu flechten, und genau dem widme ich mich nun auch und freue mich schon auf die gestalterische Herausforderung. (^.^)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Quittenleckerle

Quittenleckerle sind ehrlicherweise nichts anderes, als das, was in anderen Landstrichen Deutschlands Quittenkonfekt bzw. Quittenbrot genannt wird, mit dem Unterschied, dass Quittenleckerle in Bayern auf den Plätzchenteller gehören - aber nun gut, recht viel länger haben Quitten ohnehin nicht Saison, als rund um die Advents- und Weihnachtszeit. Der Vorteil an den Quittenleckere: sie sind leicht und schnell gemacht und sie halten quasi ewig. So gehts:

350 g Quitten
2 EL Zitronensaft
125 ml Orangensaft
175 g Gelierzucker 1:1
150 g Zucker für das Mus
50 g Zucker als Dekor

Die Quitten in Würfel schneiden und weich kochen, abkühlen lassen und aus den Quittenstücken die Reste des Kerngehäuses mit einem Teelöffel auskratzen. Zucker und Gelierzucker in einem Topf in Zitronen- und Orangensaft auflösen, die Quittenstücke zugeben, pürieren und nun so lange einkochen, bis das Mus dicklich zäh ist (fährt man mit einem Kochlöffel durch das Mus, bleibt also eine sichtbare "Straße").

Nun wird ein Backblech mit Backpapier ausgelegt und das noch heiße Quittenmus darauf glatt gestrichen. Das Mus kann man nun traditionell mehrere Tage bei Raumteperatur, ggf. in der Nähe einer Heizung trocknen lassen. Alternativ kann man das Quittenmus auch im Ofen trocknen, dafür das Mus bei 80° C Umluft für ca. 3 Stunden im Ofen trocknen. Dabei in regelmäßigen Abständen die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Aus dem nun trockenen Quittenmus Sterne und Herzen ausstechen und diese in Zucker wenden. Weniger verschwenderisch, aber auch weniger schön wäre es, das Mus in gleichmäßige Stücke zu schneiden.

Die Quittenleckerle sind unmittelbar nach Fertigstellung bereits lecker, müssen also nicht noch weiter durchziehen, sie halten sich aber auch mehrere Monate, am Besten in einer Blechdose.

Dienstag, 29. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Würzburger Marzipan

Das Würzburger Marzipan ist gar kein wirkliches Marzipan, es ist noch nicht mal Marzipan mit drin. Eigentlich sind es Plätzchen, die nach einer Ruhephase von zwei bis drei Wochen zart wie Marzipan werden. Ich selbst kenne das Rezept bisher nicht. Es wird also Zeit es auszuprobieren. (^.^)

Die Zutaten:
500 g Zucker
4 Eier
1 Msp. Hirschhornsalz
600 g Mehl
1 TL gemahlener Anis

So gehts:
Den Zucker mit den Eiern und dem Hirschhornsalz etwa 10 Minuten lang mit dem Rührgerät rühren. Mehl und Anis unterkneten. Den Teig im Kühlschrank etwa 30 Minuten lang ruhen lassen.

Nun den Teig portionsweise ausrollen und in Holzmodeln („Spekulatiusformen“) drücken, herausklopfen und die Ränder glatt schneiden. Die Plätzchen an einem warmen Ort über Nacht ruhen lassen und am nächsten morgen bei 180° C Ober-/Unterhitze in ca. 10 Minuten backen. Die Plätzchen dürfen dabei noch keine Farbe bekommen.

Nach dem Abkühlen in eine mit Pergament ausgeschlagene Blechdose schichten und 2-3 Wochen durchziehen lassen.

Sonntag, 27. November 2016

Bayrische Kuchl - Weihnachtsbäckerei: Zitronenküchelchen

Bei dem Rezept handelt es sich laut Erna Horn um ein original aus dem Jahr 1841 und um ehrlich zu sein - es liest sich so ein bisschen wie Butterplätzchen. So gehts nach meiner freien Übersetzung Anno 2016:

500 g Mehl
250 g Butter
250 g Zucker
abgeriebene Schale von 6 Zitronen
4 Eier
100 g Hagelzucker

Mehl, Butter, Zucker, Zitronenschale, 2 Eier und 2 Eigelb zu einem glatten Teig verkneten und ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise ausrollen, Plätzchen ausstechen, mit dem noch übrigen Eiweiß bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und auf der mittleren Schiene im Ofen ca. 12 Minuten goldgelb backen.

Nach dem Abkühlen in eine mit Pergament ausgeschlagene Blechdose schichten und 2-3 Wochen durchziehen lassen.