Freitag, 29. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Bamberger Blaue Zipfel

Die Bamberger Blauen Zipfel, sind - wie der Name schon vermuten lässt - keine altbayrische, sondern eine fränkische Spezialität. Blöderweise hält sich auch hier Erna Horn mit Mengenangaben über Gebühr zurück; "blöderweise" deshalb, weil es hier auch kein Rezept aus dem Familienfundus gibt, dank zweier Kochbücher und viel googeln konnte ich aber ein umsetzbares Rezept, möglichst dicht an der traditionellen Zubereitung zusammenschustern und: lecker wars! Das hat mich ehrlich überrascht, das Rezept las sich seltsam, während der Zubereitung hat es wirklich streng nach Essig gerochen, das Ergebnis war aber wirklich sehr fein.

So gehts:
1 l Salzwasser
125 ml Essig
3 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
4 rohe Bratwürste

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Das Salzwasser mit dem Essig, dem Lorbeerblatt, den Wacholderbeeren und den Zwiebelringen in einen Topf geben, zum Kochen bringen und 20 Minuten kochen lassen.
Die Bratwürste zugeben und auf niedriger Temperatur (die Würste dürfen nicht kochen) in 15 Minuten gar ziehen lassen.
Die Bratwürste zusammen mit den Zwiebeln und etwas Essigsud anrichten und schmecken lassen.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Mandarinenmarmelade

Meine Mandarinenmarmelade ist die erste richtige Marmelade die ich euch zeige, sofern mich jetzt nicht alles täuscht... Na dann wird es aber Zeit! Noch viel wichtiger: das Projekt "Marmelade" (Marmelade ist nur, was aus Zitrusfrüchten hergestellt wird, alles andere ist Konfitüre) braucht auch noch weiteren Nachschub. (^.^)

Aber jetzt erstmal zu meiner Mandarinenmarmelade:

Man nehme - für 5 Gläser a 220 ml:
1500 g Mandarinen
500 g Gelierzucker 1:3

Zubereitung:
Die Gläser vorbereiten. Die Mandarinen schälen, und mit einem Mixer pürieren. Das Püree durch einen feinen Sieb in einen Topf streichen. Den Gelierzucker zugeben und ca. 2 Stunden durchziehen lassen. Dann die Masse unter rühren 5 Minuten sprudelnd kochen und die Gelierprobe machen. Geliert die Marmelade, wird sie abgeschäumt und in die bereit stehenden Gläser gefüllt. Diese sofort verschließen und zunächst 15 Minuten auf dem Deckel stehend, dann richtig herum stehend abkühlen lassen.

Die Mandarinenmarmelade hält sich locker ein Jahr.

Freitag, 22. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck: Anislaiberl

Um mich gleich mal kurz zu fassen: die Anislaiberl sind geschmacklich wirklich lecker (für meinen Geschmack dürfte es aber mehr Anis sein), optisch allerdings ein Disaster. Erna Horn empfiehlt gar noch, die Plätzchen über Nacht stehen zu lassen, damit sie schön aufgehen. Bei der Mischung an Backzutaten, entsteht allerdings eher dickliche Suppe, da geht nichts mehr auf, sondern läuft lediglich auseinander und so sehen sie nunmal aus. So lecker sie also auch schmecken mögen, das Rezept kommt nicht auf meine Hitlist, Kekse gibts wirklich bessere.... Auch Aniskekse...

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Häkelmuster - Tripplestäbchen III

Ein weiteres schönes Muster aus Dreifachstäbchen ist das folgende: Hierfür häkeln wir abwechselnd Luftmaschenbögen und eine Gruppe aus drei Stäbchen. Nach der Anschlagreihe folgen zunächst Luftmaschenbögen; drei Luftmaschen im Wechsel mit einer festen Masche gehäkelt; mit den Luftmaschen werden ebensoviele Maschen aus der Anschlagreihe übergangen, d.h. in jede vierte Masche wird eine feste Masche gehäkelt. Nun folgt die Stäbchenreihe. In jeden zweiten der darunter liegenden Luftmaschenbögen werden drei Stäbchen gehäkelt, die anderen Luftmaschenbögen werden mit festen Maschen übergangen: drei Stäbchen, zwei Luftmaschen, eine feste Masche, zwei Luftmaschen, wieder drei Stäbchen und so weiter.
Diese beiden Reihen, die Luftmaschenbögen und die Stäbchenreihe werden nun immer im Wechsel gehäkelt:

Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Look von Lauren Bacall

Lauren Bacall war in den 40er und 50er Jahren zweifelsohne eine DER Stiliconen, die vor allem durch ihre Natürlichkeit und ihre kühle Eleganz überzeugte. Lauren Bacalls Frisur in den 40er Jahren, so wie ihr sie rechts sehen könnt, ist eine meiner Favoriten, die ich mir immer wieder gerne lege. Mit der Frisur sind die Haare gemacht ohne "zu viel" zu sein, das heißt, ich kann so auch in die Arbeit gehen und sehe trotzdem, oder gerade deshalb, seriös und erwachsen aus. Zudem geht das Legen des Pin-Curl-Sets schön schnell, das auskämmen und legen genauso und - was am aller besten ist - das Set überlebt bei entsprechender Pflege eine ganze Woche. (^.^)

So gehts:
Wascht wie gewohnt eure Haare und legt sie handtuchtrochen in das folgende Legeschema:


Am nächsten Tag löst ihr die Pin Curls und kämmt sie partienweise gründich aus. Um die typische Welle in der Ponypartie zu bekommen, klammert ihr die Haare so wie linksstehend zu sehen in Wellen, gebt etwas Haarspray darüber und lasst es gut trocknen.

Nach dem Trocknen kommen die Klämmerchen wieder raus und fertig ist der Lauren Bacall-Look:


Fehlt noch Laurens Make-up. Sie trägt hellbraunen Lidschatten, den sie, typisch für die 40er Jahe auf dem gesamten Oberlid  aufträgt, abgesehen von der Highlighterstelle unter dem Augenbrauenbogen. Die Wimpern sind dezent getuscht. Die Augenbrauen sind definiert und leicht betont nachgezogen, ihre Lippen sind mit einem orangeroten Lippenstift geschminkt.

Meine Übersetzung dazu sieht sehr ähnlich aus. Ich schminke meinen Teint wie gewohnt. Die Augenbrauen ziehe ich mit Augenbrauenpuder nach und fixiere sie mit einem farblosen Brauengel. Auf das Oberlid trage ich meinen Bronzer als Lidschattenersatz auf; lediglich unter den Brauenbogen kommt etwas perlmutfarbiger Lidschatten. Entlang des Wimpernkranzes trage ich eine dünne (!) Linie Eyeliner auf und tusche die Wimpern. Auf meine Lippen kommt orangerote Liptint, die ich aber dezenter auftrage als Lauren Bacall auf dem Bild oben. Fertig wäre meine Adaption des Lauren Bacall Looks:

Sonntag, 17. Dezember 2017

Mein Bullet Journal

Ich bin schon seit einiger Zeit vom aktuellen Blogger-, Pinterest- und Instagram-Trend des Bullet Journals angefixt, zum Start ins neue Jahr wage ich nun den Selbstversuch. Ich habe mir kurzerhand ein Leuchtturm 1917-Notizbuch zugelegt und bisher schon mal die Startseiten befüllt. Zunächst mit dem Inhaltsverzeichnis, gefolgt von einem Jahresdeckblatt und dem so genannten "Future Log", also im Grunde einer Jahresübersicht. Als erklärter Fan von Zielen und absoluter Kritiker von "guten Vorsätzen", habe ich anstelle der üblichen "Level 10 Goals" meine persönliche Zielplanung für das Jahr 2018 mitaufgenommen, einschließlich eines Zieltrackers, was ich als Übersicht dann ganz charmant finde. Zu guter Letzt folgen dann wieder zwei Klassiker, die "Wishlist", bei mir "Wunschzettel" genannt, sowie eine Ideenliste für neue Blogposts.
Über das Jahr werde ich euch jeweils zum Monatsersten mein Layout für den jeweiligen Monat zeigen und außerdem erste Erfahrungen teilen. Ich bin gespannt, wie es mir so geht mit einem Bullet Journal. (^.^)

Freitag, 15. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Kleingebäck

Heute versteht man unter Kleingebäck nach der offiziellen Definition "alle Backwaren, die die Anforderungen an Brot erfüllen und weniger als 250 g wiegen"; also Semmeln, Brezn, etc. Das ist aber weder bei Erna Horn noch in alten Kochbüchern mit "Kleingebäck" gemeint. Vielmehr geht es hier um süße Teilchen, Törtchen und Kekse, also alles was die heimische Kaffeetafel aufwertet, aber eben nicht gleich ein Kuchen oder gar eine Torte ist. Der Vorteil des Kleingebäcks liegt auf der Hand: die Teilchen und Törtchen schmecken länger frisch als ein Kuchen, der, einmal angeschnitten, schnell trocken wird. Zudem bieten sie mehr Abwechslung. Und ja, Oma hat auch während des Jahres Plätzchen gebacken, für Weihnachten gab es nur spezielle Sorten. Und nein während des Jahres heißt es nicht "Keks", Keks ist ein Lehnwort aus dem Englischen und meint ursprünglich nur den Butterkeks, die eigentliche deutsche Bezeichnung ist tatsächlich Plätzchen. (^.^)
Soviel mal zur Sprachkunde, jetzt wird aber gebacken, einiges, wirklich Leckeres habe ich bereits endeckt. (^.^)

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Desserts

Das beste kommt meist zum Schluss, und so ist es auch bei einem guten Essen, zumindest für alle, die einen vergleichbaren Hang zum Süßen haben, wie ich. (^.^) Idealerweise orientiert sich das Dessert am vorausgegangenen Menü: war es eher schwer, reicht man ein leichtes Dessert, war das Menü eher leicht, dann darf es auch gerne eine etwas üppigere Nachspeise sein.

Grundsätzlich lassen sich Desserts in die folgenden Kategorien einteilen:

  • Flammeris werden umgangssprachlich mit dem Lehnwort "Pudding" bezeichnet; Schuld daran hat Dr. Oetker mit seiner "Erfindung" des "Puddingpulvers", dass umgangssprachlich pauschal aus jedem Flammeri ein Pudding wurde. Streng genommen, ist der Pudding nur eine Spielart des Flammeri, der in einer Form im Wasserbad gekocht, dann gestürzt und noch warm auf den Tisch kam. In Kochbüchern, die es genau nehmen werdet ihr also das, was wir unter Pudding kennen, unter dem Begriff Flammeri finden. Und weil wir gerade bei Dr. Oetker sind: es gibt keine sinnlosere "Erfindung" Puddingpulver. Hier kauft ihr nur etwas Speisestärke mit Zucker  vermischt für enorm teures Geld ein. Ein Flammeri ist nämlich wahrlich idiotensicher ganz ohne Pülverchen zuzubereiten. Heiße Milch wird mit Speisestärke (bzw. Grieß oder Reis) gebunden und beliebig abgeschmeckt (Vanille, Kakao, Mandeln etc.). 
  • Grützen werden aus Frucktmark oder -püree zubereitet indem sie mit Speisestärke oder Grieß gebunden werden.
  • Gelees werden aus Flüssigkeiten, also Säften, Wein, Sekt oder dergleichen zubereitet und mit Gelatine gebunden.
  • Cremes werden mit einer Schaummasse aus Eiern und Zucker zubereitet und ebenfalls mit Gelatine gebunden. Gerne wird auch noch geschlagene Sahne untergehoben.
  • Eis lässt sich seinerseits unterteilen in Milcheis (Milch/Sahne, Eier, Zucker, Geschmackszutaten), Cremeeis (Milcheis verfeinert mit geschlagener Sahne), Parfait (Cremeeis mit extra viel geschlagener Sahne), Fruchteis (Fruchtmark, Zucker, Sahne), Sorbet (Saft/Fruchtmark mit Läuterzucker, ggf. Eischnee)
  • süße Saucen werden selten alleine gereicht, sondern runden ein Dessert ab. Hier unterscheidet man Cremesaucen und Fruchtsaucen.

Freitag, 8. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Zwetschgennudeln

Auch Zwetschgennudeln finden sich bei Erna Horn unter Mehlspeisen, obwohl ich sie als Gebäck kenne. Aber auch hier muss ich auf das Familienrezept zurückgreifen, denn auch hier hüllt sich Erna Horn in schweigen bzgl. Zutaten und Mengenangaben.

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch
16 Zwetschgen

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Die Zetschgen entsteinen, die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Die Teigstücke mit je einer Zwetschge füllen und zu Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Zwetschgennudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und aus der Auflaufform stürzen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Mein Capsule Wardrobe für den Winter

Ich habe nun schon ein Jahr Capsule Wardrobe für meine Business-Garderobe hinter mir. Nun startet der letzte Testballon, bevor ich den Capsule Wardrobe auf meine Freizeitgarderobe ausweite. (^.^) Ich werde auf jeden Fall immer routinerter im Zusammenstellen und Kombinieren. Das Anziehen morgens ist entspannter und: ich habe wirklich weniger Wäsche, was ganz ungemein entspannt. (^.^)

Freitag, 1. Dezember 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Rohrnudeln

Rohrnudeln sortiert Erna Horn unter "Mehlspeisen" ein und rät auch dazu diese warm und mit Dessertsauce zu servieren. Ich kenne Rohrnudeln als Hefegebäck, dass es kalt zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee gibt, wobei eine Rohrnudel auseinander gerissen und dick mit Konfitüre bestrichen gegessen wird. Und: bei Mama waren immer noch Rosinen drin - gut, die habe ich um des Testlaufs Willen weggelassen, allerdings einmal mehr auf das Familienrezept zurückgreifen müssen, einmal mehr, mangels Rezept (diesesmal stand gleich mal gar nichts dabei, abgesehen davon, dass man einen Teig machen soll, der nach dem Gehen goldbraun gebacken wird).

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 Eier
1 TL Salz
250 ml Milch

Zum Backen:
60 g Butter

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in eine Auflaufform geben und im vorheizenden Backofen zerlassen.
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 16 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen, in die Auflaufform setzen und zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Die Rohrnudeln bei 180° Ober-/Unterhitze in ca. 40 Minuten goldbraun backen. Danach noch etwa 5 Minuten im Ofen abdampfen lassen und dann aus der Auflaufform stürzen.

Mittwoch, 29. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - die Lippen

oben: Jane Fonda, Elizabeth Taylor, Jean Shrimpton
unten: Twiggy, Elizabeth Taylor, Audrey Hebburn
Die Lippenfarbe wird in den 60er Jahren deutlich zurückhaltender, wobei Blassrosa die Farbe der Wahl war, die wir heute noch instinktiv mit "der" Lippenstiftfarbe der 60er Jahre verbinden. Neben dem Blassrosa wurden aber durchaus noch andere zurückhaltende Farben wie Beige- oder Brauntöne getragen. Aber selbst in den 60ern durfte es manchmal bunt werden, aber selbst dann war die Lippenstiftfarbe der Wahl eher ein Orange- denn ein Rotton, wenngleich rote Lippen nie so ganz verschwunden waren.
meine Adaption der 60er-Jahre-Lippen

Freitag, 24. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen: Dampfnudeln

Dampfnudeln sind eines der beiden Gerichte, die sich am prägnantesten von meiner Oma eingeprägt haben. Meine Mutter hat eigentlich nie Dampfnudeln gemacht, wenn es welche gab, dann bei Oma und ich habe sie geliebt. (^.^)

Erfreulicherweise finden sich Dampfnudeln auch in Erna Horns Rezeptsammlung, aber wie gewohnt hält sie sich mit Rezeptangaben großzügig zurück, so dass ihr von mir das ohnehin vertrautere Familienrezept bekommt. (^.^)

Für den Teig:
250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Ei
1/2 TL Salz
125 ml Milch

Zum Dämpfen:
30 g Butter
1 EL Zucker
250 ml Milch

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Nun die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken und in 8 gleichgroße Teigstücke teilen. Aus dem Teig Kugeln rollen und zugedeckt auf der Arbeitsfläche nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Butter Zucker und Milch in einer hohen Pfanne oder einem weiten Topf zum kochen bringen. Die Hefeteigbällchen hineinsetzen, sofort mit einem Deckel  abdecken und die Temperatur auf eine mittlere Temperatur reduzieren. Nach ca. 15 Minuten Kochzeit auf eine niedrige Temperatur reduzieren und in weiteren 15 Minuten fertigdämpfen.

Die Pfanne von der Herdplatte ziehen und erst einige Minuten ruhen lassen, bevor der Deckel geöffnet wird. Dampfnudeln sind sehr temperaturempfindlich; zu früh geöffnet, können sie zusammenfallen.

Perfekt sind die Dampfnudeln, wenn sich an der Unterseite ein schönes Ramerl gebildet hat. Gemeint ist damit eine goldene bis hellbraune Färbung und ein zarter Überzug aus gestockter Milch und karamellisiertem Zucker.

Dazu gibt es Zimt-Zucker, Vanillesauce und Zwetschgenröster. "Und" deshalb, weil in unserer Familie jeder seine eigene Präferenz hatte, daher gab es imer alle drei der Dampfnudelbegleiter zur Auswahl. Ich habe grundsätzlich alle drei genommen. (^.^)

Und: Dampfnudeln schmecken auch kalt, sollten versehentlich doch mal welche übrig bleiben.

Donnerstag, 23. November 2017

Obst und Gemüse trocknen

Eine weitere Möglichkeit um Obst und Gemüse aber auch Kräuter zu konservieren, ist das Trocknen. Eine Konservierungsmöglichkeit, mit der ich mich in der Vergangenheit ehrlicherweise absolut gar nicht auseinandergesetzt habe. Das schlicht deshalb weil ich bisher die Not gar nicht hatte. Jetzt, mit unserem Gärtchen haben wir allerdings reichlich Obst und Gemüse, das es schnell zu verarbeiten gilt. Wie in den meisten Gärten, haben wir auch einen Apfelbaum, und wie bei den meisten Apfelbäumen in Privatgärten, trägt auch dieser Früchte mit eher zwergenhaften Wuchs, dafür aber reichlich davon. Nachdem es mir ehrlich zu doof ist, all diese kleinen Äpfelchen zu schälen, um sie dann einzukochen oder um daraus Kuchen zu machen, ich andererseits die Äpfel aber auch zu schade finde, als "nur" Saft oder Gelee daraus zu machen. Daher möchte ich mich nun am Früchte trocknen versuchen.
Dafür gibt es drei grundsätzliche Möglichkeiten: zunächst auffädeln und aufhängen, dann im Backofen trocknen und schließlich das Trocknen im Dörrautomaten. Nachdem wir den Apfelbaum vermutlich nicht behalten werden (unfachmännisch, also zu flach gepflanzt, daher sehr instabil und ebenfalls unfachmännisch geschnitten, daher die kleinen Äpfel), kaufe ich erstmal keinen Dörrautomaten sondern probiere nur die ersten beiden Varianten aus. Selbstverständlich berichte ich. (^.^)

Sonntag, 19. November 2017

Häkelmuster - Sternstäbchen

Unser heutiges Muster ist ein Sternenmuster, das herrlich leicht und schnell gehäkelt ist. Hierfür werden in jede dritte Masche im Wechsel eine feste Masche und ein einfaches Stäbchen gehäkelt. dazwischen sind immer zwei Luftmaschen. in der darauffolgenden Reihe, wird auf jedes Stäbchen eine feste Masche und auf jede feste Masche ein Stäbchen gehäkelt. Dazwischen sind weiterhin jeweils zwei Luftmaschen. In den Folgereihen wird das Muster entsprechend fortgesetzt.

Freitag, 17. November 2017

Bayrische Kuchl - Mehlspeisen

Was ist denn mit das erste, wenn ihr an die klassische altbayrische Küche denkt? Also nach Knödel und Schweinsbraten? Mehlspeisen, oder? (^.^) Wird Zeit, dass ich mich eben auch diesem Kapitel in Erna Horns Rezeptesammlung widme. Immerhin haben sich heutzutage die österreichischen, böhmischen und bayrischen Rezepte heiter vermischt und je nach dem wo man gerade is(s)t, gibt es den Original altbayrischen/österreichischen/böhmischen Apfelstrudel/Palatschinken/Germknödel. Umso gespannter bin ich, als bekennendes Zuckermäulchen auf die alten Originalrezepte aus bayrischen Landen. (^.^)
Wusstet ihr eigentlich, warum sich ausgerechnet in Bayern, Österreich und Böhmen so viele Mehlspeisen entwickelt haben? Als urkatholische Länder hielt man sich selbstverständlich an die Fastengebote der katholischen Kirche und diese besagten immerhin, dass es an gut 150 Tagen im Jahr kein Fleisch geben durfte. Fisch war zwar ok, aber im Binnenland fernab von Meer und Küste eben nicht ganzjährig zu erschwinglichen Preisen verfügbar. Was verfügbar war, waren allerdings Mehl, Eier, Milch, Zucker/Honig und Früchte, die zu immer neuen kreativen Mehlspeisen, also Hauptgerichten, die auch schwer arbeitende Menschen satt und kräftig hielten zusammengemischt. (Es gab übrigens auch deftige Mehlspeisen, die hat Erna Horn allerdings den anderen Kapiteln ihres Büchleins zugeordnet, was mir durchaus entgegen kommt.)

Samstag, 11. November 2017

Stricken wie in den 1930ern - Der Steckschal

Der Steckschal, oder besser gesagt, die spezielle Schleifenform, ist in den Wintermonaten in der Vintageszene regelmäßig in aller Munde: jeder, oder besse jede will einen und zwar wahlweise kaufen oder selbst stricken. Ich nutze daher die Gelegenheit und zeige euch, im Detail wie es geht, möchte aber dennoch ein paar Worte dazu verlieren. Bei diesem Schal handelt es sich nicht um eine historische Anleitung oder ein historisches Modell. Der Schal tauchte erstmals in der 2000er BBC-Fernsehserie "Agatha Christie's Marple" auf (daher im englischen Sprachraum auch als "Miss-Marple-Schal" bekannt):
 Nun ist die BBC besonders bekannt dafür, auf wirklich jedes kleine historische Detail zu achten und insbesondere bei der Ausstattung annähernd perfekt zu arbeiten (von Hollywood kann man das lange nicht behaupten!), so auch hier: Steckschals waren im allgemeinen in den 30er und 40er Jahren durchaus beliebt, wurden damals allerdings Kravattenschals oder Cravatte genannt. Nachdem sich Miss Marple literarisch gewachsen regelmäßig konsequent altmodisch und in besagter Folge ("Ordeal by Innocence") konsequent im Stil der frühen 30er Jahre kleidet, verorte ich besagten Schal eben auch in den frühen 30er Jahren; dort passt er als großes Schleifchen auch am besten hin, die 30er Jahre waren schließlich das große Jahrzent der Schleifchen. (^.^)
Nun aber zur Anleitung - so gehts:

Ich stricke mit "Originals Wool 125" von Schachenmayr in der Farbe 00132, einem schönen weinrot. Die Maschenprobe ergibt 24 Maschen und 29 Reihen mit Nadeln Größe 4. Gestrickt wird kraus rechts.


5 Maschen anschlagen und dann in jeder 3. Reihe am Anfang und Ende der Arbeit jeweils eine Masche zunehmen, bis 33 Maschen auf der Nadel sind.



Weitere 28 Reihen ohne Zunahme Stricken.



Nun über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster stricken.


Nun in jeder 6. Reihe jeweils am Anfang und Ende der Arbeit je eine Masche zunehmen, bis 47 Maschen auf der Nadel sind.


Weitere 130 Reihen ohne Zunahme Stricken. Anschließend gehts wieder umgekehrt: in jeder 6. Reihe jeweils am Anfang und Ende der Arbeit je eine Masche abnehmen, bis 33 Maschen auf der Nadel sind.

In die letzte Reihe zieht ihr euch nun mit einer Stumpfen Nadel einen Orientierungsfaden in Kontrastfarbe ein, bevor ihr jetzt wieder über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster strickt.

Jetzt kommen wir zum Orientierungsfaden: fasst eine Reihe maschen auf und strickt auch diese über 18 Reihen eine Masche links eine Masche rechts im Rippenmuster. Beide Nadeln werden nun zusammengefasst, indem von jeder Nadel jeweils eine Masche rechts zusammengestrickt wird. Darauf folgen 27 Reihen  ohne Abnahme, gefolgt von Abnahmen von jeweils einer Masche in jeder 3. Reihe am Anfang und Ende der Arbeit Die letzten 5 Maschen abketten. Die Fäden vernähen und den schall locker aufspannen und anfeuchten. Fertig ist der neue Schal im alten Stil:

Freitag, 10. November 2017

Bayrische Kuchl - Torten und Kuchen: Butterkuchen

Butterkuchenrezepte gibt es viele, diese bayrische Variante, die ich bisher nicht kannte, ist vielmehr ein Butter-Zucker-Kuchen und außerdem richtig lecker und leicht gemacht. (^.^)



250 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
125 g Zucker
1 Ei
150 g Butter
125 ml Milch
Hagelzucker
100 g Butter




Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einige EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).

Nun die restlichen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).

Den Herd auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig zusammendrücken, auf dem Boden der Form verteilen und mit dem Teigrad oder einem Messer ein Rautenmuster einritzen. Die Oberfläche des Teiges dick mit Hagelzucker bestreuen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.

Nun den Butterkuchen in ca 30 Minuten goldgelb backen. Die Butter zerlassen und den Kuchen in der Form damit tränken.

Donnerstag, 9. November 2017

Happy Birthday to me (^.^)

Ja, es ist doch tatsächlich schon wieder so weit... Ich werde ein Jahr älter und auch in diesem Jahr hat sich mein Schatz etwas ganz besonderes einfallen lassen, das ich euch unbedingt zeigen und definitiv auf empfehlen möchte! (^.^) Mein Geschenk in diesem Jahr waren Karten für ein Krimidinner im Schloss Blutenburg in München!
Die Blutenburg - ihr erinnert euch vielleicht - dort haben wir auch geheiratet - ist natürlich eine phänomenale Kulisse für ein Krimidinner, der Anbieter "meines" Krimidinners, ist aber auch in vielen anderen deutschen Städten zu sehen und zu erleben: https://www.krimidinner.de/ Es ist auf jeden Fall jeden Cent Wert! Einfach herrlich unterhaltsam umrahmt von köstlichem Essen mit Weinbegleitung in nobler Atmosphäre. Nur all zu hungrig sollte man nicht hingehen, bis zum Hauptgang dauert es. (^.^)




Und wisst ihr was? Ich Spürnase habe den Mörder nebst Motiv erraten, wurde unter den richtigen ausgelost und habe eine Flasche Wein gewonnen. (^.^) Mein Man beteuert nach wie vor, dass es wirklich keine Schiebung war und dass mein Gewinn absolut nichts mit dem zwanzigsten Geburtstag meiner Volljährigkeit zu tun hat. (^.^)

Dienstag, 7. November 2017

Häkelmuster - Luftmaschengitter II

Weiter geht es mit den lockereren Häkelmustern. Hierfür wird im Wechsel in jede 2. Masche eine feste Masche - zwei Luftmaschen - ein Stäbchen zwei Luftmaschen - eine feste Masche usw. gehäkelt. In Reihe 2 wird in jedes Stäbchen eine feste Masche gehäkelt, zwischen den festen Maschen sind jeweils drei Luftmaschen. Die beiden Reihen werden dabei im Wechsel gehäkelt.

Freitag, 3. November 2017

Bayrische Kuchl - Brot: Zwiebelbrot

Es wird mal wieder Zeit ein Brot zu backen und meine Entscheidung fällt dieses Mal auf ein Zwiebelbrot, das ganz gut schmeckt, aber ehrlicherweise nicht an das Zwiebelbrot vom Bäcker rankommt. Nachdem es aber auch immer weniger Bäckereien gibt, die Zwiebelbrot führen, ist es dpch eine ganz brauchbare Alternative. (^.^) So gehts:

500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
4 Zwiebeln
Butterschmalz
je 1 TL Kümmel, Koriander, Muskat und Salz
3 Eier
100 g Butter
125 ml Milch
1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, den Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Die Zwiebeln würfeln und im Butterschmalz glasig dünsten. Zusammen mit allen anderen Zutaten zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Brotkastenform mit Backpapier ausschlagen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausformen, in die Form geben und mit dem verquirlten Eigelb bestreichen. Vor dem Backen geht der Teig nun nochmals abgedeckt für weitere ca. 30 Minuten.
Dann das Brot in ca 1 Stunde ausbacken. Nach dem Backen aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Mittwoch, 1. November 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - jetzt wirds bunt!

Das Make-up im Stil der 60er Jahre, das ich euch heute zeigen möchte, ist entsprechend kräftig bunt, wurde damals aber durchaus auch tagsüber so getragen, gerne auch in der heute durchaus mutigen Farbkombination aus violett und orange. Nachdem ich eher ein Freund des Natürlichen bin - vielleicht liebe ich gerade deshalb die 40er und 50er Jahre so, trage ich ein solches Make-up eher abends. (^.^)
So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Wie bei allen 60er Jahren Looks kommt auch hier den Augen eine besondere Bedeutung zu. Die Augenbrauen bleiben jedoch natürlich und werden lediglich etwas in Form gebracht. Auf dem Oberlied wird entlang des Wimpernkranzes eine satte Linie violetter Lidschatten aufgetragen. Über dem violetten Lidschatten wird bis hinauf zur Lidfalte nun ein leichter brauner Farbton aufgrtagen. Die beiden Lidschattenfarnben werden nun ineinander verblendet. Nun folgt noch Eyeliner mit einem Wing bis hoch zur Lidfalte und selbstverständlich Wimperntusche, fertig ist das kräftigere 60er Jahre Augen-Make-up.




Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem orangefarbenen Lipliner konturiert und mit einem ebenso orangefarbenen Lippenstift geschminkt.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Vintage Flaneur - Ausgabe XXV

Bereits seit vorgestern ist die 25. Ausgabe des Vintage Flaneur erhältlich wird es frivol. Wir widmen uns der neuen Erfolgsserie "Babylon Berlin", die aktuell leider nur auf Sky zu sehen ist, ab Ende 2018 aber auch in der ARD läuft. "Babylon Berlin" ist eine Kriminalserie, welche im Berlin der Weimarer Republik und des Dritten Reichs spielt. Ich selbst habe sie leider noch nicht gesehen (ich bin bekennender Bezahlfernsehen-Verweigerer und stolz drauf; dafür liebe ich aber Streaming-Dienste), musste aber bei der Lektüre der ersten Kritiken an mein geliebtes "Löwengrube" denken. Die schaue ich auch gerade wieder im Serienmarathon, zur Überbrückung bis "Babylon Berlin" entweder gestreamt werden kann, oder aber im Fernsehen läuft.
Frivol wird es auch auf der Tournee von "Let's Burlesque", die aktuell läuft und über die der Flaneur exklusiv berichtet.
Zudem steht der vorletzte Flaneur des Jahres ganz im Zeichen von Parties, es gibt Glamour pur mit wunderschöner Abendmode und ein Special zum Feiern wie in den frivolen 20er Jahren.

Also nichts wie hin zu den Flughafen- und Bahnhofsbuchhandlungen oder auf die Bestellseite des Vintage Flaneur geklickt. (^.^)

Freitag, 27. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - Wurst: Milzwurst

Die Milzwurst ist einmal mehr so ein richtig klassisches bayrisches Kinderessen. Im Gegensatz zu vielen Kinderessen, die einem als Erwachsenen irgendwie nicht mehr so gut schmecken, ist die Milzwurst immer noch wahnsinnig lecker. (^.^)

Milzwurst ist dabei allerdings nichts anderes als eben jene Milzwurst, die in bayrischen Bäckereien in dicken Scheiben verkauft wird, die dann wie ein Schnitzel paniert und in Butterschmalz goldbraun gebraten wird. Hier also ein "Rezept" niederzuschreiben ist ehrlicherweise ziemlich übertrieben. Ich spare es mir deshalb auch und beschränke mich vielmehr auf eine Empfehlung, nämlich: esst mal wieder Milzwurst, reicht den traditionellen Kartoffel-Gurken-Salat dazu und schwelgt in Kindheitserinnerungen. (^.^)

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Der kleine Schminkalmanach: die 60er Jahre - ein dezentes Tages-Make-up

Das Make-up in den 60ern wird nun wieder etwas kräftiger, als es in den beiden Jahrzehnten zuvor war, vor allem die Augen werden nun stärker betont, die Lippen treten dabei mehr in den Hintergrund; insbesondere die Farbe rot ist jetzt erstmal weniger präsent. Das Make-up, das ich euch heute zeigen möchte, ist dennoch dezent genug für ein Tages-Make-up.
So gehts:
Der Teint der 50er Jahre ist leicht und natürlich, ich greife daher zu meinem Standard-Teintprogramm.

Wie bereits gesagt, kommt den Augen bei diesem Look eine besondere Bedeutung zu. Die Augenbrauen bleiben natürlich und werden lediglich etwas in Form gebracht. Auf das gesamt Oberlid kommt ein blassrosa Lidschatten ohne Glitzerpartikel. In die Lidfalte kommt nun rötlichbrauner Lidschatten, der leicht verblendet wird. Gerade die Lidfalte wird in den 60ern sehr gerne und oft auch sehr stark betont, was den Augen eine besondere Tiefe gibt. Abschließen wird noch eine dünne Eyeliner-Linie gezogen und die Wimpern getuscht.


Die Lippen werden entlang ihrer natürlichen Lippenlinie mit einem blaßrosa Lipliner konturiert und mit einem ebenso blaßrosa Lippenstift geschminkt.

Samstag, 21. Oktober 2017

Ein mädchenhafter Midirock wird erwachsen

Manchmal sind Kleidungsupdates die bisher nur ein Schattendasein geführt haben, so leicht. (^.^) Ich habe da seit Jahren einen Rock, den ich aber kaum getragen habe, obwohl er eigentlich ganz hübsch ist, nur: für mich etwas zu süß-mädchenhaft, zu unerwachsen und so will ich nun wahrlich nicht wirken. Dennoch, er hat einen herrlichen 50er-Schnitt, genau die richtige Länge, sowohl Rock als auch Futter sind aus Baumwolle gearbeitet, er ist in einem schönen altrosa, er hat außerdem wunderschön eingenähte Falten, nur: er hat ein Häkelspitzenband, das dann eben einfach einen Tick zu viel ist und den Rock und damit auch seine Trägerin sehr kindlich wirken lässt. Kurzum: das Band muss weg.

Gesagt getan, das Band war schnell abgetrennt, die Seitennähte, die ich dafür etwas öffnen musste ebnso schnell wieder geschlossen, dann brauchte es noch zwei Wäschen und zweimal heiß bügeln, bis die Nahtlöcher aus den Stoff wieder verschwunden und fertig ist mein aufgehübschter, da schlichter gemachter Rock.

Freitag, 20. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - Schweinernes

Nichtbayern verbinden mit der bayrischen Küche vermutlich in aller erster Linie Schweinefleischgerichte, angefangen vom Schweinsbraten, über das Spanferkel bis hin zum Wammerl. Dass es sehr viel mehr als nur Schweinefleisch in der bayrischen Küche gibt, habe ich euch die letzten Wochen und Monate gezeigt. Sicherlich hat sich der ein oder andere auch bereits gefragt, wann ich denn nun endlich mit dem Rezept für den original bayrischen Schweinsbraten oder die Schweinshax'n rausrücke. Nun ja, die Antwort ist: jetzt, also die nächsten Wochen, widmen wir uns ganz dem Schweinefleisch und dessen altbayrischer Zubereitung. (^.^) Seid also einmal mehr gespannt. (^.^)

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Museen in München - Das Museum Brandhorst

Kürzlich hat es uns in das Museum Brandhorst verschlagen. Das Museum Brandhorst wurde für die Sammlung Moderner und Zeitgenössischer Kunst von Anette und Udo Brandhorst, eine Dauerleihgabe an den Freistaat Bayern, errichtet. Anette Brandhorst war eine Henkel-Erbin, Ude Brandhorst war lange Jahre im Vorstand der RLV, beide sind als Kunstmäzene bekannt, so dass beide eine beachtliche Sammlung zusammengetragen haben, darunter vor allem so gut wie alle Buchillustrationen von Pablo Picasso. Obwohl ich nun kein uneingeschränkter Fan Moderner und Zeitgenössischer Kunst bin, hätte aber trotzdem etwas für mich dabei sein können, aber es sollte anders kommen... So gut wie alle Ausstellungsräume des Museums waren wegen Umbau geschlossen (ziemlich dämliche Organisation, oder?), lediglich eine Ausstellung wurde gezeigt, eine retrospektive zu Cy Twombly. Den muss man nun nicht kennen, ich kannte ihn auf jeden Fall nicht, ich habe ihn eben gegoogelt: laut Wikipedia ist er einer der bedeutendsten abstrakten Expressionisten. Gut, das Genre erklärt dann auch warum ich in 10 Minuten durch die Ausstellung und aufgrund der schlechten Umbauorganisation auch durch das gesamte Museum war. Nennt mich nun gerne Banause, aber... Ist das Kunst oder kann das weg? So ein Geschmiere habe ich wirklich selten gesehen und ich habe zwei Nichten im Kleinkindalter... Wer es nicht glauben mag, der klicke sich gerne auf der Homepage des Museums Brandhorst durch die Onlinesammlung zu Cy Twombly... Aber wenigstens gab es das, was es immer bei abstrakter Kunst gibt: die Stutzerfraktion, in diesem Falle zwei Damen, die sich höchstgradig fachmännisch kennerhaft über die Ausdruckskraft und die Symbolik der Bilder unterhalten haben. Zum Glück aber sind Geschmäcker verschieden. (^.^)

Sonntag, 15. Oktober 2017

Häkelmuster - Doppelstäbchen

Heute möchte ich euch zeigen, wie leicht sich ein Muster variieren lässt. Unser heutiges Gittermuster besteht aus einfachen Stäbchen. In Reihe eins wird einfach nur eine Reihe einfacher Stäbchen gehäkelt. Ab Reihe zwei werden die einfachen Stäbchen jeweils zwischengestochen, wobei immer ein Zwischenraum übergangen wird; in den darauf folgenden Zwischenraum werden zwei einfache Stäbchen gehäkelt.

Freitag, 13. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - Saucenschlucker: Milchnudeln

Die schnelle Frage vorneweg: gibt es jemanden, der Milchnudeln nicht als ein Kinderessen kennt? Ich habe ehrlicherweise gestaunt, dass ich in einer Sammlung historischer bayrischer Rezepte ausgerechnet auch die Milchnudeln finde. Wie das so oft bei Kinderessen ist, als Erwachsene habe ich keine Milchnudeln mehr gegessen, Zeit also mal wieder welche zu machen. Ich mache sie allerdings nicht ganz so wie Erna Horn, sie gibt kalte Milch zu den Nudeln, ich gebe die Nudeln in kochende Milch weil: geht schneller, schmeckt aber genauso. (^.^)

Für 2 Personen:
250 g Bandnudeln (aus Hartweizengrieß)
500 ml Milch
30 g Zucker

Die Milch auf höchster Stufe zum Kochen bringen, die Nudeln zugeben und unter ständigem Rühren gar ziehen lassen. Nach der Hälfte der Kochzeit (wie auf der Packung angegeben plus 2 Minuten) die Kochplatte ausschalten, den Zucker zugeben und die Nudeln unter ständigem Rühren nun noch gar ziehen lassen. Idealerweise ist dann die ganze Milch eingezogen.
Die Milchnudeln dann sofort servieren, gerne auch mit Zimt-Zucker, Kompott oder frischem Obst und vor allem: schmecken lassen. (^.^)

Montag, 9. Oktober 2017

Museen in München - Die Pinakothek der Moderne in München

Die Pinakothek der Moderne ist die Adresse in Deutschland, wenn es um Malerei, Design, Architektur und Grafik des 20. und 21. Jahrhunderts geht. Wie der Zeitschnitt ebenfalls bereits erkennen lässt, ist die Pinakothek der Moderne auch für Vintage-Freunde mit Schwerpunkt auf meinen Lieblingsjahrzehnten damit auf jeden Fall ein Pflichttermin, und zwar ein Pflichttermin der es in jedem Fall wert ist.

Allein die Designsammlung bietet einen vertiefenden Einblick in die Designentwicklung insbesondere des 20. Jahrhunderts und damit einhergehend bietet die Sammlung natürlich ganz viel Inspiration.
Aber auch die Sammlung zu Malerei, insbesondere die Sammlung zur klassischen Moderne und die Grafiksammlungen sind beeindruckend.
Zur Architektur und dem ebenfalls in der Pinakothek der Moderne befindlichen Architekturmuseum der TU München fehlt mir persönlich ehrlicherweise aber der wirkliche Zugang. Einen Blick ist die Sammlung, die immer wieder wechselnde Ausstellungen zeigt, aber dennoch wert, wenn man ohnehin schon da ist. (^.^)

Samstag, 7. Oktober 2017

Wir sind dann mal schnell in... Bremen

Kürzlich verschlug es uns für ein Wochenende nach Bremen und wir hatten wirklich eine herrliche Zeit, wenn ich auch Bremen nicht zu meinen "das muss man unbedingt gesehen haben"-Städten zählen werde.
Dennoch habe ich euch einige kleine Impressionen gesammelt, einschließlich unseres Menüs im Bremer Ratskeller, der allein schon wegen seiner Weinkarte eine absolute Empfehlung ist. (^.^)

Freitag, 6. Oktober 2017

Bayrische Kuchl - Kartoffeln: Reiberdatschi

Reiberdatschi - in anderen Landstrichen unter zahlreichen anderen Namen bekannt, zu hochdeutsch Kartoffelpuffer - sind nun wahrlich kein typisch bayrisches Gericht. Vielmehr sind Reiberdatschi im gesamten deutschen Sprachraum und darüber hinaus in der regionalen Küche vertreten. Allein die Zubereitung variiert je nach Landstrich. Die bayrische Variante wäre die Folgende:

750 g Kartoffeln
2 Eier
2 EL Mehl
Salz
Butterschmalz

Die Kartoffeln schälen und grob reiben. Die geriebenen Kartoffeln mit Eiern, Mehl und Salz vermengen. Das Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen und aus der Kartoffelmasse goldknusprige Datschis backen (1 Esslöffel Kartoffelmasse ergibt einen Datschi; die Kartoffelmasse dabei schön flach streichen).
In Bayern gibt es zu Reiberdatschi traditionell Sauerkraut oder Apfelkompott. (^.^)