Dienstag, 27. September 2016

Wir häkeln uns ein Haarnetz - let's crochet a snood

Das Haarnetz, heute in der Vintage-Szene bevorzugt bei seinem englischen Namen "Snood" genannt, ist ein Must Have für Frisuren der späten 30er und frühen 40er Jahre. In den 50ern hat das Haarnetz jedoch nichts mehr zu suchen, auch wenn in der Neo-Rockabilly-Szene heute ohnehin so ungefähr alles geht, wirklich stimmig und passend sieht es einfach nicht aus. Gut, aber soviel nun mal zum Dresscode, kommen wir zum Häkeln. Ich arbeite mit Mille Fili von Rödel (130 m/50 g, Maschenprobe 22 Maschen und 28 Reihen) und einer Nadel der Stärke 3,5. Mein Snood fällt etwas weniger voluminös aus, als der auf nebenstehendem Bild, das macht allerdings gar nichts, da ich auch eine Vintage-Länge trage, so dass ich einen Snood in der abgebildeten Größe vermutlich nicht ausfüllen würde. Er passt aber auf jeden Fall und es sieht gut aus. (^.^) Tragebilder von mir kommen zeitnah. (^.^)

  • 49 Maschen anschlagen
  • Reihe 1: in die 12 Masche ein dreifaches Stäbchen häkeln, 4 Luftmaschen, dann in jede weitere  5. Masche ein dreifaches Stäbchen häkeln. 9 Luftmaschen häkeln und wenden.
  • Reihe 2: über das erste dreifache Stäbchen wieder ein dreifaches Stäbchen setzen. Am Ende der Reihe 4 Luftmaschen anschlagen und ein dreifaches Stäbchen in die 5. Wendemasche der Vorreihe häkeln. 9 Luftmaschen und wenden.
  • Reihe 3: wie Reihe 2.
  • Reihe 4: wie Reihe 2.
  • Reihe 5: wie Reihe 2.
  • Reihe 6: wie Reihe 2.
  • Reihe 7: wie Reihe 2.
  • Reihe 8: wie Reihe 2.
  • Reihe 9: wie Reihe 2.
  • Reihe 10: wie Reihe 2, zum Wenden jedoch nur noch 5 Luftmaschen machen
  • Reihe 11: wie Reihe 10.
  • Reihe 12: wie Reihe 10.
  • Reihe 13: wie Reihe 10.
  • Reihe 14: wie Reihe 10.
  • Reihe 15: wie Reihe 10.
  • Reihe 16: wie Reihe 10.
  • Reihe 17: wie Reihe 10, jedoch beim vorletzten Stäbchen 3 Umschläge auf die Nadel nehmen, in das Stächen einstechen, den Faden zur Schlinge ziehen und je 2 Schlaufen 3 mal hintereinander abhäkeln. Wieder drei Umschläge auf die Nadel nehmen (es sind nun 6 Umschläge auf der Nadel). Erneut 2 Schlaufen 3 mal hintereinander abhäkeln. Die restlichen Maschen auf einmal abhäkeln, 5 Luftmaschen und wenden.
  • Reihe 18: wie Reihe 17.
  • Reihe 19: wie Reihe 17.
  • Reihe 20: wie Reihe 17.
  • Reihe 21: wie Reihe 17.
  • Reihe 22: wie Reihe 17.
  • Reihe 23: wie Reihe 17.
  • Reihe 24: wie Reihe 17, jedoch am Ende der Reihe nur eine Luftmasche häkeln und nicht mehr wenden.

Einen Rundgummi (wählt ihn am besten passend zu eurer Haarfarbe) auf 58 cm Länge zuschneiden und verknoten. Jetzt den Rundgummi einhäkeln indem ihr in jedes Loch locker 2 feste Maschen häkelt und dabei den Gummi mitführt. Ihr fangt dabei übrigens in der oberen Mitte eures Haarnetzes an, den Konten platiert ihr am besten unten. Schließt die Runde mit einer Kettmasche und fertig ist euer Haarnetz. Nur noch schnell die beiden Fadenenden vernähen und los gehts. (^.^)

Einige Snood-Frisuren zeige ich euch demnächst, seid also gespannt. (^.^)

Sonntag, 25. September 2016

Häkelmuster: runde Gitter mit Kreuzstäbchen

Für Runde Gitter werden Kreuzstäbchenmit jeweils einer Luftmasche zwischen den einzelnen Kreuzstäbchen gehäkelt:

Freitag, 23. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Weinäpfel

Auch Weinäpfel lassen sich wunderbar einkochen, so dass man sie jederzeit parat hat.

Für 2 Gläser à 500 ml:
500 g Äpfel
500 ml Weißwein
1 EL Zucker

Die Äpfel schälen, halbieren und das Kerngehäuse mit einem Teelöffel ausstechen. Die Äpfel mit dem Zucker im Wein etwa 15 Minuten knapp unter dem Siedepunkt kochen. Die Äpfel in die vorbereiteten Gläser füllen und mit dem Kochwein aufüllen. Sofort verschließen und abkühlen lassen.
Serviert werden die Weinäpfel gefüllt mit Burgunderkirschen zu Wildgerichten.

Samstag, 17. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Die Inneneinrichtung

Nun heißt es noch den Stauraum sinnvoll zu nutzen. Platz bietet Omas Frisiertisch nun wahrlich genug, allerdings muss nun noch Struktur rein. Den unteren Schrank möchte ich für größere Dinge sowie für Dinge nutzen, die ich nicht so oft brauche. So wie beispielsweise diverse Stylinggeräte, Lockenwickler, Nagellacke etc. pp. Für Ordnung und Überblick verpacke ich all diese Dinge thematisch sortiert in Kistchen:

Die beiden Schubladen möchte ich für den ganzen kosmetischen Kleinkram, den ich nicht jeden Tag brauche, nutzen, also Tübchen, Pinsel, Karrklammern, Kämme, Bürsten usw. Damit auch hier nichts durcheinanderfliegt, organisiere ich das ganze mit einer Schubladeneinteilung. Und nachdem nun gerade Kosmetik dazu neigt, einzuschmutzen, man denke nur an ausgefallene Haare, Puderstaub oder Haarspraynebel, greife ich zu einer Schubladeneinteilung mit Deckel:
Zugegebenermaßen sehen die Korkdeckel alles andere als hübsch aus, aber das ändert sich zeitnah. Wie, sehr ihr in einem späteren Beitrag. (^.^)

Freitag, 16. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch: Burgunderkirschen

Burgunderkirschen als Fleischbeilage kenne ich selbst noch nicht, ich koche daher lieber erstmal weniger ein, für den Fall dass es nicht so lecker sein sollte, porbiert habe ich sie nämlich noch nicht. (^.^) Außerdem musste ich das Rezept etwas anpassen, da es mit Opekta zubereitet wird, was es aber bereits seit den 80er Jahren nicht mehr zu kaufen gibt. Aber: man ist ja flexibel.

Für 5 Gläser à 250 ml
1 kg Weichseln (Sauerkirschen)
1 l Burgunderwein
1 kg Gelierzucker 1:1
2 EL Weinessig

Die Gläser vorbereiten. Die Weichseln waschen und entkernen. Zusammen mit dem Gelierzucker, dem Wein und dem Essig wallend aufkochen und für etwa 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. In die vorbereiteten Gläser füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen.

Das wars schon... Wie sie schmecken reiche ich nach, sobald ich ein passendes Fleischgericht zubereite.

Donnerstag, 15. September 2016

Silber putzen für Schlaue

Wer Vintage lebt, lebt mit Silber, insbesondere was Besteck aber auch was Kerzenleuchter und dergleichen betrifft. Wer aber nun mit Silber lebt, weiß auch: das Zeug läuft an und zwar mit abnehmendem Gebrauch bzw. bei Besteck je nach Lebensmittel mit zunehmendem Gerbauch. Nun kann man natürlich mühsam polieren, gerne auch mit mehr oder weniger gesunder Silberpolitur, oder aber man hat in der Mittelstufe im Chemieunterricht so gut aufgepasst, das sich folgendes auf Dauer eingeprägt hat:
In der Luft gibt es spurenweise Schwefelwasserstoff, genauso wie einige Lebensmittel Schwefelverbindungen enthalten. Dieser Schwefelwasserstoff reagiert in Anwesenheit von Luftsauerstoff mit dem Silber zu Silbersulfid. Dieses Silbersulfid ist der schwarze Belag auf Silber. Das sieht nicht nur doof aus, es sorgt auch für einen gewissern metallischen Geschmack, sollte es sich bei den angelaufenen Gegenständen um Besteck handeln.
Nimmt man nun Silberpolitur rubbelt man damit das Silbersulfid ab, kurzum je öfter man poliert, desto mehr Silber trägt man ab, was natürlich eher doof ist. Viel sinnvoller wäre es doch, den Schwefel wieder vom Silber abzulösen, das geht mit Hilfe einer Redoxreaktion:

Schlagt ein Gefäß, das groß genug ist, um euer Silber zu fassen mit Alufolie aus, gebt 2 bis 3 Esslöffel Speisesalz hinzu, legt euer Silber hinein und füllt mit kochendem Wasser auf. Wartet nun etwas ab. Ihr bemerkt nun zwei Dinge: wenn man ganz genau über der Schüssel schnuppert, riecht es etwas schwefelig (wer nun nicht weiß wie Schwefel riecht, der denke an die Stinkbomben aus Kindheitstagen; so riecht Schwefel), euer Silber sieht mehr und mehr wie Silber aus, dafür wird aber die Alufolie matt und unansehnlich.
Das ist passiert:
Aluminium oxidiert in Anwesenheit von Silber mit Wasser; es entstehen also Wasserstoff und Aluminiumhydroxid, welches sich als "Belag" auf der Alufolie absetzt. Die Silberionen des Silbersulfids, also der schwarzen Schicht auf dem Silber, oxidieren nun mit dem Wasserstoff; es entsteht elementares Silber und Schwefelwasserstoff, also das Zeug, das für den leichten Geruch sorgt. (Wirklich nur leicht, man riecht es nur, wenn man sich darauf konzentriert). Das Salz im Wasser sorgt dafür, dass die Reaktion zwischen Aluminium und Wasser schneller abläuft, indem die Cloridionen des Salzes die Aluminiumoxidschicht der Alufolie ablösen. So gesehen, doch eigentlich ganz leicht, oder? (^.^)
Nach etwa 30 Minuten könnt ihr euer Silber herausnehmen und abtrocknen.

Dienstag, 13. September 2016

Stricken für Anfänger - Unser drittes Projekt: eine herbstliche Strickjacke: Das linke Vorderteil

Widmen wir uns nun dem linken Vorderteil unserer Strickjacke, also der Seite, an der später die Knöpfe angenäht werden müssen. Im Grunde arbeiten wir das linke Vorderteil gegengleich zum rechten Vorderteil.

Für das Vorderteil werden 92 Maschen angeschlagen und folgendermaßen weitergestrickt:
  • 1. Reihe: wir beginnen mit unserer Blende: 1 Masche links, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts. Nun im Wechsel 14 Maschen links und 10 Maschen rechts stricken. Am Ende der Reihe folgt noch eine Randmasche. 
  • 2. Reihe: 1 Randmasche, 13 Maschen rechts, 10 Maschen links, 14 Maschen rechts, 10 Maschen links und so weiter, bis nur noch 8 Maschen auf der Nadel sind. Ihr erinnert euch, dass wir beim rechten Vorderteil in der 2. Reihe das erste Knopfloch eingestrickt haben. Damit wir es später leichter haben die Knöpfe an der richtigen Stelle zu setzen, stricken wir die folgende Masche Masche rechts, legen einen nicht zu kurzen Orientierungsfaden zwischen diese und die folgende Masche, stricken die kommende Masche wieder rechts und arbeiten nun noch unsere Blende: hierfür hebt ihr 1 Masche wie zum Links stricken ab, eine Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche links und die letzte Masche rechts
  • 3. Reihe: wie Reihe 1, nur dass wir nach den ersten sieben abgestrickten Maschen unseren Orientierungsfaden nochmals zwischen die gerade gestrickte und die nächste Masche legen, so dass der Orientierungsfaden nun eine Schlinge bildet. Ihr könnt ihn zusätzlich auch durch einen lockeren Knoten sichern.
  • 4. Reihe: wie Reihe 2, nur ohne Orientierungsfaden.
  • 5. Reihe: wie Reihe 1
  • 6. Reihe: wie Reihe 2, nur dass wir jetzt die erste Reihe Zöpfe einarbeiten.
Wir stricken auch hier wieder das Schößchen bis zu einer Höhe von 15,5 cm, nach meiner Maschenrobe also über 45 Reihen. In jeder 8. Reihe wird ein Zopf gestrickt und in jeder 20. Reihe setzen wir einen Orientierungsfaden für die Knöpfe..
Ihr strickt also normal im Grundmuster, wobei ihr in den folgenden Reihen etwas zusätzlich machen müsst:
Reihe 14: Zopf
Reihe 22: Orientierungsfaden und Zopf
Reihe 30: Zopf
Reihe 38: Zopf
Reihe 42: Orientierungsfaden

In Reihe 46 legen wir unser Schößchen nun wieder in Falten:
Zunächst stricken wir eine Randmasche und die folgenden 8 Maschen rechts. die nächsten 5 Maschen werden auf die Hilfsnadel gelegt und vor der Arbeit gehalten. Nun stricken wir wieder je eine Masche von der Hilfsnadel und eine Masche von der Arbeitsnadel rechts zusammen, solange bis alle Maschen der Hilfsnadel abgestrickt sind. Auch die nächsten fünf Maschen wandern auf die Hilfsnadel, liegen aber jetzt hinter der Arbeit. Auch hier wird wieder zusammengestrickt. Nun folgen 4 Maschen rechts und erneut wandern 5 Maschen auf die Hilfsnadel vor der Arbeit. Das wiederholen wir nun bis zum letzten Zopf des Schößchens und schließen die Reihe wieder mit dem Blendenmuster.

Nachdem wir nun unser Schößchen in Falten gelegt haben, haben wir noch 62 Maschen auf der Nadel. Wir stricken jetzt wieder glattrechts und zwar über 74 Reihen gerade nach oben - also ohne weiter Zu- und Abnahmen - weiter und starten direkt mit einer Rückreihe, also einer Reihe linke Maschen. Der Einfachheit halber beginnen wir mit unserer Reihenzählung auch wieder bei "1". Unsere Rückreihe ist also nun unsere 1. Reihe. Wir müssen lediglich an unsere Knopfmarkierungen denken, die Stricken wir in den folgenden Reihen ein:
Reihe 16
Reihe 36
Reihe 56

In Reihe 74 ketten wir an der Armausschnittseite (also nicht die Seite mit der Blende) 5 Maschen ab. Direkt in Reihe 76 setzen wir wieder einen Orientierungsfaden und nehmen auf der Armausschnittseite eine Masche ab. Nehmt nun noch weitere 4 Mal in jeder zweiten Reihe eine Masche auf Armausschnittseite ab (52 Maschen). In Reihe 96 folgt wieder ein Orientierungsfaden. In Reihe 99 stricken wir die Blende und legen die 6 Blendenmaschen auf einem Maschenraffer still. Die folgenden 31 Maschen werden abgekettet. Die verbleibenden 15 Maschen werden nun glatt rechts über 22 Reihen (wir stricken also ab Schößchen insgesamt 120 Reihen) nach oben gestrickt und dann abgekettet. An der Halsausschnittseite stricken wir jedoch keine Randmasche sondern sowohl in Hin- als auch Rückreihe eine rechte Masche. Das ergibt den so genannten Knötchenrand, den man zum Auffassen von Maschen für angestrickte Blenden benötigt.

Fertig ist unser zweites Vorderteil, das wir jetzt auch schon direkt spannen können. Außerdem schließen wir nach dem Spannen schon mal die Schulternaht mit dem Maschenstich.
Als nächstes widmen wir uns den Ärmeln. (^.^)

Sonntag, 11. September 2016

Die Münchner Museen - Das Isartor - Geschichte und Geschichten im Valentin-Karlstadt-Musäum

Aktuell läuft im Valentin-Karlstadt-Musäum eine Ausstellung zur Geschichte des Isartors, Münchens einzigem noch fast vollständig erhaltenem Stadttor. Allerdings ist die Ausstellung nun wirklich übersichtlich. Sie beschränkt sich auf wenige Pinnwände mit mehr oder weniger guten Fotos und einigen knappen, oberflächlichen Texten. Inhaltlich dürfte jeder durchschnittliche Reiseführer mehr zu bieten haben, als diese Ausstellung. Schade daher um die Zeit, den Weg kann man sich sparen, der Wikipdia-Artikel zum Isartor liefert weit mehr Inhalt und der Zugang dazu ist sogar kostenlos, ganz im Gegensatz zu dieser Ausstellung, für die man den regulären Eintrittspreis für das Valentin-Karlstadt-Musäum entrichtet. Dessen Besuch lohnt sich dafür aber allemal, auch im Wiederholungsfalle und entschädigt auf jeden Fall für die dürftige "Ausstellung".

Freitag, 9. September 2016

Bayrische Kuchl - Süße Beilagen zum Fleisch

Ja ihr seht richtig, süße Beilagen zum Fleisch. Das essen wir traditionell. Man denke nur an die Preiselbeerbirne zu Wild, die mittlerweile auch ihren Weg über die bayerischen Landesgrenzen hinaus gefunden hat. Viele dieser süßen Beilagen werden eingekocht oder zumindest eingelegt und sie haben jetzt Saison, weswegen ich mich die nächsten Wochen vertiefend den süßen Fleischbeilagen widmen möchte. Ich freue mich schon drauf, ich persönlich mag die Kombination aus süß und deftig nämlich wirklich gerne und es sind einige Rezepte dabei, die ich bisher selbst noch nicht ausprobiert habe. Es wird also auch für mich spannend. (^.^)


Mittwoch, 7. September 2016

Lili bekommt einen Prinzessinnenfrisiertisch - Schönheitskorrekturen

Die Schönheitskorrekturen bei Omas Frisiertisch hielten sich erfreulicherweise in Grenzen, weil die Makel wirklich nur oberflächlich waren. Das schlimmste war ein fehlender Beschlag, den ich mit einem ähnlichen ergänzt habe und etliche Kratzer im Lack rund um das Schlüsselloch, die sich mit etwas Holzwachs problemlos wieder auffüllen ließen:

Nun blieben nur noch die festgerosteten Schließzylinder der Schlösser, die ich aber mit einigen Tropfen des guten alten Ballistol ins Schlüsselloch problemlos wieder lauffähig bekommen habe:

Montag, 5. September 2016

Peperonata einkochen

Peperonata ist ein Italienklassiker und sooo unglaublich lecker. (^.^) Peperonata schmeckt sowohl warm als auch kalt, pur oder als Gemüsebeilage zu Fisch oder Fleisch. Püriert auch als Suppe oder - entsprechend reduziert - als Pastasauce. So gehts:

Für 6 Gläser à 500 ml:
2 kg gelbe und rote Paprika
800 g stückige Tomaten
4 Gemüsezwiebeln
125 ml Olivenöl
150 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1 Bund Basilikum

Die Gläser vorbereiten. Die Paprikaschoten waschen, vierteln, ausputzen und in etwa fingerdicke Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und grob würfeln.
Das Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Paprika zugeben, kurz anbraten und mit den Tomaten ablöschen. 1 TL Salz darüber streuen, das Wasser zugießen und zugedeckt etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Den Basilikum hacken und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Gläser füllen.

Eingekochtes Peperonata hält sich locker ein Jahr.

Samstag, 3. September 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Meeresfrüchte

Meeresfrüchte gehörte lange Zeit in die Haute Cuisine, Dank moderner Methoden der Vorratshaltung haben sie mittlerweile aber auch Einzug in die Alltagsküche gefunden. Grundsätzlich lassen sich Meeresfrüchte in die drei Kathegorien Schalentiere, Krustentiere und Tintenfische einteilen.

  • Schalentiere, also Muscheln, werden traditionell nur in den Monaten mit einem "r" im Namen gegessen. Zwar gibt es heute das ganze Jahr über Muscheln auf dem Markt, wer Qualität will, hält sich aber besser doch an diese simple Regel. 
  • Unter Krustentieren fasst man sowohl schwimmende (also Garnelen) als auch kriechende Krustentiere wie Krebse, Hummer, Langusten und Scampi zusammen. Und nachdem sich bei den Garnelen ein wahres Begriffsdickicht auftut, ist es mir gerade ein Anliegen, hier für etwas Klarheit zu sorgen: Shrimps sind kleine Garnelen Prawns sind große Garnelen. Auf italienisch nennen sich Garnelen Gamberetti, aber niemals Spampi, der Scampo - zu deutsch Kaisergranat - ist eine Krebsart. Auch spanisch sind es Gambas und auf französisch Crevetten. Zoologisch komplett falsch ist "Krabben". Selbst die Nordseekrabbe ist keine Krabbe sondern eigentlich eine Sandgarnele.
  • Tintenfische sind Kopffüßler und sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz her nicht unbedingt jedermanns Sache - von der Zubereitung frischer Tintenfische nun ganz zu schweigen. erfreulicherweise ist das Angebot an küchenfertiger TK-Ware wirklich gut und auch zur Zubereitung habe ich noch einen Tipp für euch: nur kurz garen, dann wirds nicht kaugummiartig-zäh.

Freitag, 2. September 2016

Bayrische Kuchl - Wurst: Leberkäs

Bei uns gibt es Leberkäs (=Fleischkäse) roh zu kaufen. Das Leberkäs-Brät ist in Kstenformen aus Aluminium und kann zu Hause zu einem warmen Leberkäs ausgebacken werden. Wie das geht, steht nirgendwo drauf oder drin, auch nicht in Erna Horns Buch. Sie verliert sich lieber in Nebensächlichkeiten. Mir persönlich ist es aber ein inneres Bedürfnis mal nieder zu schreiben, wie ich meinen Leberkäs ausbacke:

Den Ofen auf 180° C Umluft vorheizen. Den Leberkäs nun etwa 15 Minuten anbacken, bis sich eine schöne Kruste bildet. Jetzt die Temperatur auf 120° C reduzieren und den Leberkäs pro Kilogramm nochmals 1 Stunde backen. Habt ihr also 500g Leberkäs - das ist die Menge, die ich normalerweise zubereite - backt ihr ihn nun noch weitere 30 Minuten bei 120° C fertig.

Nach dem Backen kommt der Leberkäs aus dem Ofen und ruht nochmals für etwa 10 Minuten. Dann kommt er aus der Form und wird zum Servieren aufgeschnitten.

Donnerstag, 1. September 2016

Die Laufstegtrends Herbst/Winter 2016/17

Auf den ersten Blick bieten die diesjährigen Herbst-/Winter-Kollektionen nichts wirklich neues, der zweite Blick zeigt aber einen sehr deutliche Rückkehr zur Weiblichkeit mit wunderschönen Schnitten und Kombinationen die für quasi jede Gelegenheit passen.

Blumen und Volants
Der Winter wird romantisch und trägt gleichzeitig einen Hauch von der Leichtigkeit des Sommers mit in die kalte, graue Jahreszeit. Das Ganze wird so kombiniert, dass ein frieren aber dennoch ausgeschlossen ist.

Anzug
Der klassische Hosenanzug ist zurück auf den Laufstegen. Dazu gab es neu Rockkombinationen die mit Details wie Westen, Krawatten oder Hosenträgern einen Hauch von Herrenanzug zitieren. Egal für welches Outfit man sich entscheidet, es ist bürotauglich.

Kleines Schwarzes
Ein wahrer Klassiker, der nie ganz verschwunden war erlebt gerade eine große Renaissance: das kleine Schwarze in annähernd jeder möglichen Spielart ist zurück.

Leder
Leder hat sich in den letzten Jahren fast schon zum klassischen Wintermaterial gemausert. Auch in diesem Winter ist es dabei, gerne als Mantel, Rock oder Kleid.

Brit Chic
Sehr chic, sehr edel und fast ein bisschen britisch im Stile einer Lady waren viele Modelle. In aller Regel aus den passenden Materialien wie Tweed, Brokat oder Wollstoff und mit klassichen Mustern.

Kostüm
Auch das klassische Kostüm ist wieder mit dabei, Knallkurze Röcke sind aber erfreulicherweise passé. Midi ist das neue Mini und da freut sich doch das Vintage-Herz.

Animalprint
Leo ist und bleibt das Lieblingsmuster der Designer, aber auch andere Exoten wie Zebra oder Python sind weiterhin vertreten.

Schwarz-Weiß
Auch die Lieblingsfarbkombination dieser Saison ist sehr klassisch: schwarz-weiß, wobei es sich, streng genommen, weder bei der einen oder der anderen um echte Farben handelt. Schön ist es trotzdem.

Karo
Auch sie bleiben uns als Musterklassiker erhalten und zwar in jeder beliebigen Variante. Vom klassischen Tartan, über Vichy und Hahnentritt hin zu streng geometrischem Schachbrett ist alles dabei.

Streifen
Auch Streifen, egal ob längs oder quer sind als weiterer Musterklassiker mit dabei.

Stricken für Anfänger - Unser drittes Projekt: eine herbstliche Strickjacke: Das rechte Vorderteil

Weiter geht es mit dem rechten Vorderteil unserer Strickjacke, also auch der Seite, in der wir die Knopflöcher einstricken müssen.

Für das Vorderteil werden 92 Maschen angeschlagen und folgendermaßen weitergestrickt:
  • 1. Reihe: 1 Randmasche, 13 Maschen links und dann im Wechsel 10 Maschen rechts, 14 Maschen links. die letzten 6 Maschen sollen unsere Blende werden, hierfür hebt ihr 1 Masche wie zum Links stricken ab (der Arbeitsfaden ist also vor der Masche), eine Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche links und die letzte Masche rechts - wir stricken auf der Blendenseite also keine Randmasche
  • 2. Reihe: 1 Masche links, 1 Masche rechts, eine Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben 1 Masche rechts. Nun kommt auch schon unser erstes Knopfloch: 1 Umschlag und zwei Maschen rechts zusammenstricken. Und weiter: 12 Maschen rechts, 10 Maschen links und weiter im Wechsel 14 Maschen rechts, 10 Maschen links. Am Ende schließen wir mit einer Randmasche ab.
  • 3. Reihe: wie Reihe 1
  • 4. Reihe: 1 Masche links, 1 Masche rechts, eine Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben 1 Masche rechts. 14 Maschen rechts, 10 Maschen links und weiter im Wechsel 14 Maschen rechts, 10 Maschen links. Am Ende schließen wir mit einer Randmasche ab.
  • 5. Reihe: wie Reihe 1
  • 6. Reihe: 1 Masche links, 1 Masche rechts, eine Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben 1 Masche rechts. Dann im Wechsel 3 Maschen rechts, Zopf, 3 Maschen rechts, am Ende schließen wir mit einer Randmasche ab.
Wir stricken auch hier wieder das Schößchen bis zu einer Höhe von 15,5 cm, nach meiner Maschenrobe also über 45 Reihen. In jeder 8. Reihe wird ein Zopf gestrickt und in jeder 20. Reihe ein Knopfloch.
Ihr strickt also normal im Grundmuster, wobei ihr in den folgenden Reihen etwas zusätzlich machen müsst:
Reihe 14: Zopf
Reihe 22: Knopfloch und Zopf
Reihe 30: Zopf
Reihe 38: Zopf
Reihe 42: Knopfloch

In Reihe 46 legen wir unser Schößchen nun wieder in Falten:
1 Masche links, 1 Masche rechts, eine Masche wie zum links stricken abheben, 1 Masche rechts, 1 Masche wie zum links stricken abheben 1 Masche rechts. Die folgenden 9 Maschen werden ebfalls rechts gestrickt. Nun heben wir 5 Maschen auf die Hilfsnadel und halten sie vor der Arbeit. Die erste Masche der Hilfsnadel heben wir wie zum Linksstricken ab, setzen sie auf die Arbeitsnadel und stricken sie dort mit der vordersten Masche rechts zusammen. Genauso geht es mit den folgenden 4 Maschen auf der Hilfsnadel weiter.
Das folgende wird nun bis auf den letzten Zopf des Schößchens wiederholt:
5 Maschen auf die Hilfsnadel hinter der Arbeit und wie oben beschrieben rechts zusammenstricken.
4 Maschen rechts stricken
5 Maschen auf die Hilfsnadel vor der Arbeit und wie oben beschrieben rechts zusammenstricken
Für den letzten Zopf wandern wieder 5 Maschen auf die Hilfsnadel hinter der Arbeit und werden rechts zusammengestrickt. Die übrigen 9 Maschen werden rechts gestrickt. Nun folgt noch die Randmasche und fertig sind unsere Kellerfalten.

Nachdem wir nun unser Schößchen in Falten gelegt haben, haben wir noch 62 Maschen auf der Nadel. Wir stricken jetzt wieder glattrechts und zwar über 74 Reihen gerade nach oben - also ohne weiter Zu- und Abnahmen - weiter und starten direkt mit einer Rückreihe, also einer Reihe linke Maschen. Der Einfachheit halber beginnen wir mit unserer Reihenzählung auch wieder bei "1". Unsere Rückreihe ist also nun unsere 1. Reihe. Wir müssen lediglich an unsere Knopflöcher denken, die Stricken wir in den folgenden Reihen ein:
Reihe 16
Reihe 36
Reihe 56

In Reihe 75 ketten wir an der Armausschnittseite (also nicht die Seite mit der Blende) 5 Maschen ab. Direkt in Reihe 76 stricken wir wieder ein Knopfloch und nehmen auf der Armausschnittseite eine Masche ab. Nehmt nun noch weitere 4 Mal in jeder zweiten Reihe eine Masche auf Armausschnittseite ab (52 Maschen). In Reihe 96 folgt wieder ein Knopfloch. In Reihe 98 stricken wir die Blende und legen die 6 Blendenmaschen auf einem Maschenraffer still. Die folgenden 31 Maschen werden abgekettet. Die verbleibenden 15 Maschen werden nun glatt rechts über 22 Reihen (wir stricken also ab Schößchen insgesamt 120 Reihen) nach oben gestrickt und dann abgekettet. An der Halsausschnittseite stricken wir jedoch keine Randmasche sondern sowohl in Hin- als auch Rückreihe eine rechte Masche. Das ergibt den so genannten Knötchenrand, den man zum Auffassen von Maschen für angestrickte Blenden benötigt.

Fertig ist unser Vorderteil, das wir jetzt auch schon direkt spannen können. Außerdem schließen wir nach dem Spannen schon mal die Schulternaht mit dem Maschenstich.
Mit dem linken Vorderteil geht es dann beim nächsten Mal weiter.