Sonntag, 31. Juli 2016

Hefeteig - Käsekuchen

Es geht doch nichts über Käsekuchen und ich persönlich mag Käsekuchen aus Hefeteig auch deutlich lieber, als den mit Mürbteig. So backt ihr gleich ein ganzes Blech davon:

375 g Mehl
3/4 Würfel Hefe
60 g Zucker
1 Ei
60 g Butter
1/2 TL Salz
220 ml Milch
75 g Butter
200 g Zucker
4 Eier
1000 g Magerquark
100 g saure Sahne
50 g Sultaninen
2 EL Zimtzucker

Zubereitung:
Die Milch erwärmen. Das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln, mit 1 EL vom Zucker und einigen EL der lauwarmen Milch dazu geben und leicht verrühren. Die zerlassene Hefemasse mit etwas mehl bestäuben und zugedeckt gehen lassen, bis auf der Oberfläche der Hefemasse deutliche Risse zu sehen sind (dauert etwa 1 Stunde).
Nun den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter und das Salz sowie nach und nach die Milch zugeben und alles mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht vom Schüsselboden löst. Nun den Teig erneut abdecken und ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert erneut etwa 1 Stunde).
Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche bemehlen, den Teig darauf zusammendrücken, ausrollen und das Blech damit auslegen, dabei den RAnd etwas hoch ziehen. Erneut abdecken und nochmals für weitere ca. 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit die Käsemasse zubereiten. Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Nun die Butter mit dem Zucker und den Eigelben schaumig rühren. Den Quark und die Saure sahen zugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Nun noch die Sultaninen und den Eischnee unterheben, die Käsemasse auf dem Teig glattstreichen und nach Belieben mit Zimtzucker bestreuen.
Den Kuchen in etwa 45 Minuten auf mittlerer Schiene backen, danach kurz abdampfen lassen und zum erkalten auf ein Kuchengitter ziehen.

Freitag, 29. Juli 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Krautstrudel

Ich mag Strudel, ganz egal ob deftig oder süß. Krautstrudel kannte ich bisher noch nicht, es ist mir aber eine Freude diesen mal auszuprobieren. Ich muss dabei aber gleich mal ein Geständnis ablegen: Strudelteig mache ich nicht selbst - schlicht, weil ich es nicht kann, den Strudelteig so hauchdünn über den Handrücken zu ziehen, wie er nun mal gehört. Und ich habe es wahrlich oft genug versucht. Ich kanns einfach nicht. Ohne den perfekten Strudelteig schmeckt der Strudel allerdings nicht. Daher kaufe ich fertigen Strudelteig, den es wirklich in super Qualität und genau so wie er sein muss im gut sortierten Kühlregal zu finden gibt. So gehts:

1/2 Weißkrautkopf
200 g Schinkenspeck
20 g Butterschmalz
Salz
Pfeffer
200 g saure Sahne
1 Packung Strudelteig
etwas Pflanzenöl

Den Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Auflaufform mit Öl auspinseln. Das Kraut waschen, putzen und fein aufschneiden, den Schinkenspeck würfeln. Das Butterschmalz in einer hohen Pfanne schmelzen. Den Schinken darin kurz anbraten, das Kraut zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 100 g der sauren Sahne unterrühren. Das ganze zugedeckt andünsten lassen.

Ein sauberes Geschirrtuch ausbreiten, ein Blatt des Strudelteigs darauf ausbreiten und dünn mit Öl einpinseln. Die obere Hälfte des Teiges mit der Krautfüllung bedecken. Den seitlichen Rand auf beiden Seiten ca. 2 cm weit einschlagen, damit die Füllung nicht ausläuft und den Teig mit Hilfe des Geschirrtuchs von oben nach unten aufrollen. Den Strudel mit der Naht nach unten in die Auflaufform setzen. Ein zweites Strudelblatt ebenso füllen und in die Auflaufform setzen. Den Strudel auch von außen dünn mit Öl einpinseln.
Die übrige Saure Sahne unter den Krautfonds in der Pfanne rühren und den Strudel damit begießen. Das ganze in ca 45 Minuten goldgelb backen. Bei Bedarf wieder mit der Sahnesauce übergießen und dann: Schmecken lassen. (^.^) Sehr lecker, der Krautstrudel!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Senfgurken

Senfgurken sind ein wahrer Einlegeklassiker und gehören definitiv in jeden Vorratsschrank (^.^) So gehts:

Für 6 Gläser à 500 ml:
3 kg Salatgurken (etwa 6 Stück)
2 EL Salz
16 Schalotten
750 ml Weißweinessig
750 ml Wasser
300 g Zucker
3 EL gelbe Senfkörner
6 kleine Lorbeerblätter


Die Gläser sterilisieren. Die Gurken schälen, der Länge nach halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel auskratzen. Die Gurken in etwa 2 cm Stücke schneiden, in eine Schüssel geben, mit 1 EL Salz bestreuen, durchmischen, abdecken und die Gurken über Nacht Wasser ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Gurken abtropfen lassen. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Den Essig mit dem Wasser, den Schalotten, dem übrigen Salz, dem Zucker, den Senfkörnern und den Lorbeerblättern aufkochen bis sich der Zucker gelöst hat. Den Sud abgießen und die Hälfte davon nochmals erhitzen und die Gurken darin portionsweise einmal aufkochen lassen, herausnehmen und abtropfen lassen.

In jedes Glas 200 g Gurken geben und einige Esslöffel der Schalotten-Gewürz-Mischung zugeben. Den gesamten Essigsud nochmals aufkochen und die Gläser damit auffüllen und sofort verschließen. Die Gläser in den Kochtopf setzen und so hoch mit Wasser füllen, dass die Gläser mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das ganze jetzt auf 80° C erhitzen, diese Temperatur halten und so 30 Minuten einkochen. Danach werden die Gläser aus dem Wasserbad genommen und kühlen, mit einem Tuch bedeckt, ab.

Senfgirken halten sich mindestens ein Jahr.

Eischwerteig mit Fett - Zitronenschnitten

Zitronenschnitten sind herrlich schnell, herrlich einfach und herrlich lecker. So gehts:

5 Eier
5 Eischwer Butter
5 Eischwer Zucker
abgeriebene Zitronenschale
5 Eischwer Mehl
1 TL Backpulver
200 g Puderzucker
4 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180° C (160° C Umluft) vorheizen.
Die Butter schaumig rühren. Eier und Zucker zugeben und auf höchster Stufe zu einer weißschaumigen Masse schlagen, die Zitronenschale zum Schluss zugeben und unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver auf die Schaummasse sieben und auf geringster Stufe kurz unterrühren.
Den Teig auf dem Blech glatt streichen und bei 180° C (160° C Umluft) ca. 25 Minuten backen. Am besten überprüft ihr das Backergebnis mit der so genannten Stäbchenprobe: nehmt dafür ein Holzstäbchen (Zahnstocher, Schaschlikspieß o.ä.), stecht in den Kuchen und zieht das Stäbchen wieder raus. Sobald kein Teig mehr am Holzstäbchen anhaftet ist der Kuchen fertig und kann raus aus dem Rohr. Den Kuchen aus dem Rohr nehemn, den Puderzucker mit dem Zitronensaft glatt rühren und den Kochen noch warm mit dem Zuckerguss überziehen, damit er schön einzieht und spätestens nach dem Abkühlen schmecken lassen.

Montag, 25. Juli 2016

Häkelmuster - Zusammen abgemaschte Stäbchen

Ein ebenfalls sehr interessantes und dennoch einfaches Muster ergeben zusammen abgemaschte Stäbchen. Hierfür werden drei Stäbchen in die gleiche Einstichstelle gehäkelt, wobei sie zunächst nur halb fertig gehäkelt werden. Ihr zieht also nur eine Schlaufe durch, die beiden übrigen Maschen bleiben auf der Nadel. Die anderen beiden Stäbchen häklet ihr genauso, so dass am Ende vier Maschen auf der Nadel liegen. Diese vier Maschen werden nun gemeinsam abgehäkelt. Nun folgt eine Luftmasche, die nächste Masche wird übergangen und nun folgen wieder drei weitere Stäbchen. Nach der ersten Reihe werden die zusammen abgemaschten Stäbchen in die Löcher zwischen den Stäbchen der Vorreihe gesetzt.


Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Hackfleisch

Im Grunde ist Hackfleisch nichts anderes als pariertes und durch den Fleischwolf gedrehtes Muskelfleisch von Schlachttieren. Doch ganz so einfach scheint die Welt doch nicht zu funktionieren, immerhin gibt es sogar eine Hackfleischverordnung, in der festgelegt ist, welche Fleischteile verwendet werden dürfen und wie diese auszusehen haben. Die Verordnung ist in Anbetracht diverser Lebensmitteltestes und Lebensmittelskandale allerdings vor allem deshalb nötig, weil Hackfleisch aufgrund seiner großen Oberfläche sehr rasch verdirbt und der Verzehr von verdorbenen Fleisch sogar lebensbedrohlich sein kann. Daher ist gerade beim Hackfleisch "Augen auf" oberstes Gebot.

Frisches Hackfleisch darf nur am Tag seiner Herstellung verkauft werden, auf der sicheren Seite seid ihr bei Handwerksmetzgereien die euch euer Hackfleisch frisch und direkt vor euren Augen durch den Wolf drehen. Solltet ihr - aus welchen Gründen auch immer - auf abgepackte Ware angewiesen sein, dann nehmt TK-Hackfleisch. Von allem anderen: die Finger weg! Am aller sinnvollsten wäre es allerdings, sich einen Fleischwolf zuzulegen (den gibts bereits für kleines Geld, bzw. auch als Ergänzungsaufsatz für diverse Küchenmaschinen) und das Fleisch selbst durchzudrehen. Damit spart ihr sogar noch Geld, welch das Fleisch das ihr braucht günstiger ist als das Hackfleisch selbst, so dass sich die Investition sogar irgendwann amortisiert.

Im Grunde unterscheidet man drei Sorten Hackfleisch, die üblicherweise im Handel erhältlich sind:

  • Schweinehackfleisch mit einem Fettanteil von rund 35%
  • Rinderhackfleisch mit einem Fettanteil von etwa 20% und
  • gemischtes Hackfleisch, also eine Mischung 1:1 Mischung von Rinder- und Schweinehackfleisch.


Darüber hinaus gibt es noch:

  • Tatar (Beefsteakhack, Schabefleisch): ein sehr fettarmes Hackfleisch aus dem Beefsteak, das üblicherweise roh gegessen wird.
  • Mett (Hackepeter, Bratwursthack): mit Gewürzen und Geschmackszutaten abgeschmecktes, gemischtes Hackfleisch, welches ebenfalls roh gegessen wird.
  • Brät: ist die Basis für die Herstellung von Wurstwaren.

Samstag, 23. Juli 2016

Häkelmuster - überkreuzte Stäbchen

Auch überkreuzte Stäbchen ergeben ein schönes, kompaktes Lochmuster. Dafür wird das erste Stäbchen zwischen das 2. und 3. Stäbchen der Vorreihe gehäkelt, das zweite Stäbchen dann zwischen das 1. und 2. Stäbchen der Vorreihe und so weiter:

Freitag, 22. Juli 2016

Aus aktuellem Anlass

Ich bin schockiert und sprachlos. Meine Gedanken sind bei den Opfern, deren Angehörigen und den Einsatzkräften, die gerade noch für unsere Sicherheit sorgen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Stricken für Anfänger - Unser drittes Projekt: Eine herbstliche Strickjacke: Das Rückenteil

Los geht es mit unserer Strickjacke (^.^). Ich stricke mit "Originals Wool 125" von Schachenmayr in der Farbe 00132, einem schönen weinrot. Die Maschenprobe ergibt 24 Maschen und 29 Reihen und wie bekannt, stricke ich für eine Kleidergröße 36.

Für das Rückenteil werden 178 Maschen angeschlagen und folgendermaßen weitergestrickt:

  • 1. Reihe: 1 Randmasche, 9 Maschen rechts und dann im Wechsel 14 Maschen links, 10 Maschen rechts. Am Ende der Reihe folgen wieder 9 Maschen rechts und die Randmasche.
  • 2. Reihe: 1 Randmasche, 9 Maschen links und dann im Wechsel 14 Maschen rechts, 10 Maschen links. Am Ende der Reihe folgen wieder 9 Maschen links und die Randmasche.
  • 3. Reihe: wie Reihe 1
  • 4. Reihe: wie Reihe 2
  • 5. Reihe: wie Reihe 1

Es entsteht durch den Wechsel von rechten und linken Maschen ein plastisches Blockstreifenmuster. Nachdem die Jacke etwas "trachtig" werden soll, kommt als nächstes ein Zopf. Wie das geht lest ihr dann beim nächsten Mal. (^.^)

Dienstag, 19. Juli 2016

Stricken für Anfänger - Unser drittes Projekt: eine herbstliche Strickjacke

Unser nächstes Projekt wird ein "Design bei Lili"-Stück. Ich bin schon eine gefühlte Ewigkeit auf der Suche nach einer ganz bestimmten Strickjacke im Stile des Münchner Bürgergwands (so heißt die Tracht bei uns), die es aber nirgendwo so gibt, wie ich sie mir vorstelle. Nun kennt das Münchner Bürgergwand keine Strickjacken, dafür aber Spenzer bei der Damentracht die dem Caraco des 18. Jahrhunderts entsprungen sind. Und genau sowas hätte ich nun gerne, nur eben in gestrickt und nicht aus Stoff. Das hier ist ein Caraco aus den 1770ern:
Bei meiner noch imaginären Strickjacke soll das Schößchen kürzer werden, ganz so wie bei den Spenzern des Münchner Bürgergwands. Die Länge passt damit auch gut zu Mode der 40er und 50er Jahre. Die Ärmel hätte ich gerne in lang, eng und tailliert mit einem schönen aber nicht ganz so tiefem Ausschnitt soll es aber durchaus werden. Allerdings verzichte ich auf Rüschen und investiere stattdessen lieber in schöne Blümchenstickerei. Soweit mein Plan. Lasst euch überraschen und ich freue mich, wenn ihr mitmacht. (^.^)

Sonntag, 17. Juli 2016

Ein Panorama von Lieblingsfilmen

Ich hatte das Bedürfnis unseren schlichten, klassisch-weißen Wohnzimmerschrank etwas individueller zu gestalten und habe mich dafür für das Thema "Lieblingsfilme" entschieden. Mein Mann und ich haben also schöne Bilder unserer Lieblingsfilme ausgewählt, wobei es uns wichtig war, nicht die Standardbilder zu verwenden, sondern eher Bilder, die erst auf den zweiten Blick verraten, aus welchem Film sie sind. Diese Bilder haben wir dann ähnlich bearbeitet, so dass sie wie aus einem Guss wirken (ich habe mich für Sepia mit einem leichten Middle Glow entschieden) und sie als Fotos in Postergröße entwickeln lassen. Ich muss nun dazu sagen, dass unser Wohnzimmerschrank vier Türen hat, die sich wie Bilderrahmen nutzen lassen (gibts bei Ikea, der Schrank nennt sich "Besta" die Bilderrahmentüren heißen "Fiskviken"), ähnlich lassen sich aber sicher auf normale Wohnzimmerschranktüren dekorieren, man muss dann ggf. mit Aufkleben arbeiten, um die Deko zu fixieren. Aber es gibt ja erfreulicherweise genug stabile Kleber, die sich tückstandlos wieder entfernen lassen.

Ich habe mir nun also Fotokarton besorgt, der groß genug für unsere Bilderrahmentüren ist und ihn dann noch auf perfekt passend zugeschnitten (bei Karton empfiehlt sich der Griff zum Cuttermesser, das wird sauberer und ist weniger anstrengend als mit einer Schere). Beim Fotokarton habe ich zu einem schönen weinrot gegriffen, um den Schrank auch farblich etwas aufzupeppen und um ein einheitliches Farbkonzept (Rottöne im Wohnzimmer) zu erzielen. Darauf habe ich nun die Fotoposter mittels Fotoecken platziert (diejenigen ohne Bilderrahmenschranktüren müssen hier kleben). Um nun ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen und um den Fotos einen wirklich lebendigen Rahmen zu verpassen, habe ich das Masking Tape benutzt, mit dem ich bereits unseren Wohnzimmerheizkörper dekoriert hatte und habe direkt um die Fotoposter noch einen Rahmen geklebt. Fertig ist unser individuell gestalteter Wohnzimmerschrank:

Freitag, 15. Juli 2016

Bayrische Kuchl - G'müas: Radig'müas

Ich war etwas erstaunt, als ich das Radig'müas-Rezept in Erna Horns Rezeptsammlung gelesen habe. Es ist nämlich kein gut durchgezogener Radisalat, so wie ich das kenne, sondern der Radi (übrigens: ein Rettich zu hochdeutsch) wird in einer leichten Mehlschwitze gedünstet. Aber gut, ich lasse ja nichts unversucht und probiere es kurzer Hand. Wisst ihr wie das schmeckt? *Würg* kotz* Mülleimer auf und weg mit dem Zeug. Genau so schmeckt das. Wiiiiiiderlich, bäh. Niemals mehr wieder tue ich einem Stück Gemüse eine solche Greueltat an.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Häkelmuster - Stäbchen zwischen den Stäbchen der Vorreihe

Häkelt man Stäbchen zwischen die Stäbchen der Vorreihe ergibt sich ein schönes, stabiles Gittermuster:

Montag, 11. Juli 2016

Stricken für Anfänger - Unser zweites Projekt: Ein sommerlicher Pullover mit Durchbruchstreifen - FERTIG!

Nun da mein neuer Sommerpulli endlich fertig ist, will er auch gezeigt werden (^.^) Hier ist er, nochmal im Vergleich zum Original (das mit dünnerer Wolle gestrickt wurde):

Samstag, 9. Juli 2016

Feiner Biskuit - Das Grundrezept

Der feine bzw. klassische Biskuit enthält mehr Eier und dafür kein Wasser und ist dadurch locker. Er eignet sich daher besonders für Rouladen, Torten und Obstkuchen deren Belag nicht all zu schwer ist.

Die Zutaten:
Bei feinem Biskuit nimmt man pro Ei 25 g Zucker sowie 25 g Mehl (wahlweise auch 20 g Mehl 5 g Speisestärke). Nach Wahl können noch Geschmackszutaten wie Vanillezucker oder abgeriebene Zitronenschale zugegeben werden.

Je nach Größe der Backform rechnet man das Grundrezept entsprechend hoch:
Obstkuchenboden (26 cm Durchmesser): Masse aus drei Eiern
Tortenboden (22 cm - 24 cm Durchmesser): Masse aus vier Eiern
Tortenboden (24 cm - 26 cm Durchmesser): Masse aus sechs Eiern
Tortenboden (26 cm - 28 cm Durchmesser): Masse aus acht Eiern
Tortenboden (28 cm - 30 cm Durchmesser): Masse aus zehn Eiern
Roulade (ein Blech) - Masse aus fünf Eiern

Zur Zubereitung:
Die Form mit Backpapier ausschlagen bzw fetten und einmehlen (Achtung: nicht den Rand, da der Teig ansonsten nicht gut aufgeht). Den Backofen vorheizen.
Die Eier trennen (Eiweiße in die Rührschüssel, Eigelbe zwischenlagern) und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe steif schlagen. Jetzt den Zucker sowie den Vanillezucker bzw. die Zitronenschale zugeben und auf höchster Stufe unterschlagen. Die Eigelbe mit einer Gabel verquirlen, zur Eiweißmasse geben und unterrühren. Mehl auf den Teig sieben und zügig auf niedrigster Stufe unter den Teig heben.
Den Teig in die Form füllen und etwa 30 Minuten bei 180° C mit Ober-/Unterhitze bzw. für Rouladen 8 - 10 Minuten bei 220° C Ober-/Unterhitze backen.

Auch der feine Biskuit lässt sich variieren:
Nuss-/Mandelbiskuit:
Hierfür wird die Hälfte der Mehlmenge durch die gleiche Menge an gemahlenen Nüssen oder Mandeln ersetzt.
Schokoladenbiskuit:
Hierfür werden pro Ei 5 g Mehl durch die gleiche Menge Kakaopulver ersetzt.

Die allgemeinen Grundlagen zu Biskuitteig findet ihr hier: Biskuitteig - Die Grundlagen

Erbsen mit Karotten einkochen

Ich weiß, das gibts auch in fertig zum Kaufen, selbst gemacht ist es aber frischer, günstiger und gesünder, da ganz ohne weitere Zusatzstoffe (^.^):


Für 3 Gläser à 500 ml nehme man:
450 g gepalte Erbsen
450 g Karotten
Salzwasser zum Auffüllen (20 g Salz auf 1 l Wasser)

Zubereitung:
Die Gläser sterilisieren. Die Karotten schälen und klein schneiden. In jedes Glas zuerst 150 g Karotten und anschließend 150 g Erbsen einfüllen und mit Wasser auffüllen. Die Gläser in den Kochtopf setzen und so hoch mit Wasser füllen, dass die Gläser mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das ganze jetzt auf 100° C erhitzen, diese Temperatur halten und so 30 Minuten einkochen. Danach werden die Gläser aus dem Wasserbad genommen und kühlen, mit einem Tuch bedeckt, ab.

Bei Gemüse ist es wichtig, dass es zweimal eingekocht wird, da gerade Gemüse gerne nachgärt und die Gläser so aufgehen. Daher kommen die Gläser nach dem Abkühlen noch ein zweites Mal , wie oben beschrieben in den Topf und werden nochmals bei 100° C 30 Minuten lang eingekocht. Die Gläser wieder herausnehmen und mit einem Tuch abgedeckt abkühlen lassen.

Eingekochte Erbsen mit Karotten halten sich mindestens ein Jahr.

Freitag, 8. Juli 2016

Bayrische Kuchl - Wurst: Regensburger Wurstsalat

Ihr kennt ja nun schon den Wurstsalat nach unserem Familienrezept. So wirklich groß anders ist der Regensburger Wurstsalat nicht, den Erna Horn abgedruckt hat. So geht die historische Regensburger Variante:


2 grobe Regensburger
1/2 Zwiebel
6 EL Essig
1 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer
1 EL Öl
4 EL Wasser
süßer Senf

Zubereitung:
Die Regensburger häuten, in dünne scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die Zwiebel schälen, halbieren, in feine Ringe schneiden und auf die Wurst geben. Aus dem Essig, dem Öl, dem Wasser sowie Salz und Pfeffer in einem Becher die Marinade anrühren und über Wurst und Zwiebeln gießen. Die Schale abdecken und den Wurstsalat im Kühlschrank noch mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Den Wurstsalat mit süßem Senf servieren.

Für meinen Gaumen könnte man sich den süßen Senf durchaus sparen (das von mir, wo ich so ein riesen Senffan bin), das passt geschmacklich einfach nicht. Ansonsten aber: lecker. (^.^)

Donnerstag, 7. Juli 2016

Die kleine Warenkunde zum Kochen und Backen - Fisch

Fisch ist aufgrund seines hohen Wasseranteils leicht verderblich, weswegen hier das erste Augenmerk auf der Frische liegt. Die oberste Regel dabei ist immer: am frischesten ist der Fisch aus der Region. Weiter gereiste Fische nimmt man am sinnvollsten als Tiefkühlware. Aber auch regionaler Fisch kann selbstverständlich überlagert sein. So erkennt man, ob der Fisch der Wahl wirklich frisch ist:

  • der Geruch: frischer Fisch riecht nicht nach Fisch, wenn es fischelt ist er überlagert
  • die Haut: sie glänzt, ist leicht feucht und hat keine Druckstellen. Die Schuppen sitzen fest.
  • die Kiemen: sind hellrot und festanliegend
  • die Augen: glänzen, sind klar und prall
  • die Flossen: sind fest und unversehrt
  • das Fleisch: ist fest aber elastisch, auf Fingerdruck darf keine sichtbare Delle zurückbleiben
  • bei fertigem Fischfilet: sieht man keine Verfärbungen und trockenen Stellen, es ist glasig und hat festes elastisches Fleisch

Damit der Fisch auch zu Hause frisch bleibt bis er auf den Tisch kommt, wird er ausgepackt, kommt auf einen Teller oder in seine Schüssel, wird abgedeckt und kommt in den Kühlschrank. Sinnvollerweise kauft man Fisch am Tag des Verzehrs, weil es mit der Verderblichkeit von Fisch wirklich wirklich schnell gehen kann. Einfrieren von Frischfisch lohnt sich kaum, abgesehen natürlich man angelt selbst und bringt reiche Beute mit nach Hause.

Eine weitere Frage, die sich direkt beim Einkaufen stellt, ist  die nach der Menge. Pro Person rechnet man 150 - 200 g Fischfilet bzw. etwa 300 g ganzer Fisch.

Fisch wird zunächst geschuppt, sofern dies je nach Zubereitungsart und Fischart erforderlich ist. Üblicherweise wird es im Rezept angegeben, ob geschuppt werden muss. Um zu testen ob die Fischart geschuppt werden muss, streicht man mit dem Finger vom Schwanz in Richtung Kopf, sind Schuppen spürbar muss auch geschuppt werden. Dafür werden zunächst die Flossen in Richtung Kopf abgeschnitten, damit man beim Schuppen nicht hängen bleibt. Die Schuppen werden mit einem Messer oder einem speziellen Fischschupper vom Schwanz zum Kopf entfernt. Nachdem das ganze eine ziemlich schmutzige Angelegenheit ist, macht man das am besten im Spülbecken unter fließendem Wasser.

Nach dem Schuppen kommt das Ausnehmen. Der Bauch wird dafür vom After bis zum Kopf mit einem scharfen Messer oder einer Schere aufgeschnitten. Dann die Eingeweide am After lösen und zum Kopf hin herausziehen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Galle (hängt unter der Leber) nicht verletzt wird, da ansonsten der Fisch ungenießbar wird. Nun noch die Niere (sitzt an der Hauptgräte) mit einem Teelöffel herausschaben und die schwarze Bauchhaut und eventuelle Blutgerinsel entfernen. Jetzt wird der Fisch noch gründlich ausgespült und das Innere vorsichtig mit Küchenpapier trockengetupft.

Dicke Fische werden nun noch ziseliert, das heißt, sie werden an der dicksten Stelle zwei bis drei mal schräg bis zu den Gräten ein, damit sie gleichmäßig durchgaren.

Tiefkühlfisch wird nie gefroren zubereitet, ganz egal was auf der Packung steht, da durch das austretende Wasser keinerlei anbraten möglich ist und Sauce und Sud unnötig verwässert. Der Fisch wird ausgepackt und zugedeckt auf einem Siebeinsatz im Kühlschrank aufgetaut.

Kommen wir nun zu den Zubereitungsarten:

  • "Kochen": auch wenn es umgansgsprachlich so genannt wird: Fisch wird streng genommen nicht gekocht. Fisch hat fast kein Bindegewebe, würde man ihn Kochen, würde er zerfallen. Vielmehr wird Fisch pochiert er zieht also in Flüssigkeit knapp unter dem Siedepunkt gar. Große Fische werden dafür in kalter Flüssigkeit aufgesetzt und langsam bis auf etwa 80° C erhitzt, kleine Fische werden direkt in 80° C heißem Sud aufgesetzt. Der Fisch ist fertig, wenn das Fleisch milchig weiß und blättrig aussieht und sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt. Bei kleinen Fischen treten die Augen perlig weiß heraus.
  • Dünsten: eignet sich für Fische bis etwa 400 g sowie für Fischstücke und Filets. Dafür wird der Fisch mit nur wenig Wasser oder Fett in einem abgedeckten Topf sanft erhitzt.
  • Dämpfen: Beim Dämpfen kommt der Fisch mit dem Wasser nicht in Berührung, er liegt in einem Dämpfeinsatz und zieht bei geschlossenem Deckel im Dampf gar.
  • im Ofen Braten: hierfür wird der Fisch mit Gemüse bedeckt und mit flüssigem Fett übergossen, damit er nicht austrocknet. Alternativ kann der Fisch auch mit Alufolie abgedeckt werden.
  • in der Pfanne Braten: dafür wird der Fisch üblicherweise meliert, also in Mehl gewendet. Besonders eignet sich hierzu das sogenannte Wiener Grießler.
  • Frittieren und Ausbacken: Hierbei darf die Temperatur des Fettes 180° C nicht über- und 140° C nicht unterschreiten. Grundsätzlich bietet sich hier eine Fritteuse an, die die Tmeperatur automatisch überwacht.
  • Grillen: je fetter der Fisch ist, desto besser geignet ist er zum grillen. Auch hier ist es wichtig, dass der Fisch an der Oberfläche nicht austrocknet, da er ansonsten innen nicht gar wird: die Kruste wirkt dann wie ein Hitzeschild. Daher wird der Fisch während des grillens regelmäßig mit Öl oder Marinade bestrichen. Als Faustregel gilt außerdem: je größer der Fisch, desto weiter weg ist er auch von der Hitzequelle.
  • in Folie Garen: eignet sich am besten für kleine Fische, Fischstücke oder Filets. Man legt den gewürzten und gefetteten Fisch auf Alufolie, Pergament oder in den Bratschlauch und packt ihn locker ein. Er wird im Backofen bei starker Hitze gegart.

Dienstag, 5. Juli 2016

Eine 40er-Jahre-Frisur für wirklich jeden Tag

Heute möchte ich euch eine leicht zu machende, absolut alltagstaugliche und sehr natürliche 40er Jahre Frisur zeigen:

Die Haare werden nach dem klassischen Legeschema für Wellen mit Pin-Curls gelegt und ausgekämmt. Um den Wellenfall der Oberkopfpartie nochmals besonders herauszuarbeiten, wird die Welle mit zwei Clips fixiert. Drüber kommt Haarspray (reichlich), welches man gut trocknen lässt (dauert etwa 15 Minuten). Danach nimmt man die Clips wieder heraus und die Welle hält. (^.^)
Die andere Seitenpartie wird zurückgekämmt und mit einem Kamm oder einer schlichten Spange festgesteckt:
Drapiert und strukturiert eure Wellen in den übrigen Haaren mit Pomade.


Sonntag, 3. Juli 2016

Unser Heizkörper wird schöner

Seien wir mal ehrlich: Heizkörper sind nicht schön. Überhaupt nicht. Gerade in Mietwohnungen kann man manchmal ganz besonders hässliche Exemplare erwischen. Zugegebenermaßen hatten wir in unserer Wohnung noch verhältnismäßig Glück. Unsere Heizkörper sind zwar nicht die modernsten auf dem Markt und sind noch ganz schön tief, aber immerhin halbwegs ordentlich lackiert und nicht verfärbt. Dennoch: schön ist anders. Um das ganze nun doch etwas ansehnlicher zu gestalten, habe ich kurzerhand zum Masking-Tape gegriffen und dem Heizkörper im Wohnzimmer dekorative Patchwork-Streifen verpasst. Na? Was sagt ihr?

Freitag, 1. Juli 2016

Bayrische Kuchl - Wurst

Dem interessierten Leser meiner Wochenserie ist es sicher schon aufgefallen: die bayrische Küche ist ganz enorm fleischlastig. Allerdings ist sie nicht nur das: sie ist auch noch extrem wurstlastig. Ein echter Bayer schafft es durchaus sich höchst traditionell ausschließlich von Wurst zu ernähren: Klassischerweise gibt es bereits zum Frühstück Zwiebelleberwurst, Vormittags gerne roten oder weißen Pressack, dann Weißwürscht und wer die nicht mag greift zu Schweinstwürstl. Zum Mittagessen dann Blut- und Leberwürste, Nachmittags ein Leberkäs, zur Brotzeit einen Wurstsalat und zum Abendessen schließlich noch Milzwurst. Wurst, Wurst, Wurst, wo man hinschaut. Und zwar Frischwurst, Hart- und Dauerwürste sind die Preußen unter den Wurstwaren. (^.^)

Ich bin nun schon so weit Bayerin, dass ich wirklich gerne Wurst esse, sogar meine Katze hört auf den Namen "Würschtl" und das kommt auch nicht von ungefähr. Allerdings mag ich nicht jede Wurst. Mit Pressack oder Blut- und Leberwürsten kann man mich beispielsweise jagen. Glücklicherweise hat Erna Horn weder zu dem einen noch zu dem anderen Rezepte abgedruckt, so dass ich mich dazu auch in meiner Wochenserie nicht überwinden muss. (^.^)

Passend zur Erweiterung um die Unterkategorie Brot, führe ich nun auch die Wurstwaren ein, einfach, weil das eine so gut zum anderen passt.