Samstag, 25. Oktober 2014

Ein Schaukasten für den Brautkranz

Einige der Vintage-Freunde unter euch kennen es vermutlich, die so genannten Schaukästen mit Brautkranz als Hochzeitserinnerung, die vor allem um die Jahrhundertwende modern waren, als sich noch nicht jeder einen Fotografen leisten, aber dennoch das Geld für ein schönes und dabei oft selbstgemachtes Erinnerungsstück aufbringen konnten. Seitdem ich einen solchen Schaukasten das erste Mal gesehen habe (auf der Auer Dult), wollte ich genau sowas mit meinem Brautkranz auch mal machen. Und das ist schon ziemlich lange her, damals wusste ich nämlich noch nicht mal, dass es zweierlei Leut' gibt, wie meine Oma gesagt hätte (ich muss so 7 oder 8 gewesen sein).

Nur wenige Jahre später habe ich heute meinen eigenen Schaukasten arrangiert. Wobei ich noch erwähnen muss, dass man Schaukasten heute immer noch kaufen kann, sie heißen heute nur - etwas dämlich - "3D-Bilderrahmen"; als ob nicht jeder Bilderrahmen 3D, also dreidimensional wäre... Aber gut, ich will nicht wortklauberisch sein, manche Dinge verkaufen sich auf depperldeutsch halt einfach besser. In diesen Bilderrahmen habe ich meinen tatsächlichen Brautkranz, nämlich den Myrthenkranz, den ich zur standesamtlichen Hochzeit um meine Rieglhaube getragen habe, drapiert. Vorher habe ich ihn noch zu einem Herz gebogen, es war ja eh ein offener Kranz, weil, also, äh, für einen geschlossenen Kranz wars bei mir ein paar Jährchen zu spät, wenn ihr versteht was ich meine... Außerdem kam eines unserer Kirchenhefte, das Ringkissen und meinen Hochzeitshaarschmuck hinein. Fertig ist mein Schaukasten (der selbst ist übrigens aus dem schwedischen Möbelhaus):

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