Montag, 29. Dezember 2014

Ein selbstgebastelter Magnetkalender

Ihr kennt vermutlich die handelsüblichen Magnetkalender, also ein Blechschild bedruckt mit einer, zumeist auf "Vintage" getrimmten Werbung und einem immerwährenden Kalendarium. Die Dinger sehen - um es mal auf den Punkt zu bringen - komplett Panne aus. Das Prinzip dahinter, also ein immerwährendes Kalendarium aus robustem Material für die Wand, das man auf simpelste Weise aktuell hält, finde ich aber cool. Daher habe ich mich an die Herausforderung gewagt und einen eigenen Magnetkalender gebastelt. Die Rahmenbedingungen dabei waren: er soll absolut unkitschig, dafür aber klassisch-chic mit einem Hauch Vintageglamour sein.



Dafür habe ich zu einem Bilderrahmen gegriffen, das Glas entfernt und die Rückplatte mit Magnetfarbe gestrichen. Nach dem Trocknen habe ich Zahlen und Monate mit Stempelfarbe im Kreidestil aufgestempelt, das unterstreicht neben dem pastigen Pinselstrich der Magnetfarbe den Vintagelook. Als Magnetrahmen nutze ich Scrapbooking-Elemente ("Embelishment" genannt), auf deren Rückseite ich kleine Magnete aufklebe. Fertig (^.^) Ab an die Wand damit:




Freitag, 26. Dezember 2014

Bayrische Kuchl - Suppn: Grießnockerlsuppe

Als erstes will ich euch eine Suppe vorstellen, die ich als Kind echt gehasst habe, heute aber hin und wieder mal ganz gerne esse: die Grießnockerlsuppe. Das Rezept, das Erna Horn veröffentlicht liest sich aber eher weniger lecker, da die Nockerl mit so viel Butter und so wenig Grieß vermutlich sehr batzig-matschig werden und genau das mag ich an Grießnockerl nicht. Für mich müssen die Nockerl eher etwas fest, quasi noch mit Biss sein, daher nehme ich weniger Butter und mehr Fett als im Rezept angegeben. Dafür muss mein angerührter Nockerlbrei etwas länger quellen.

Hier mein Rezept für 2 Personen (6 Nockerl):
30 g Butter
60 g Grieß
1 Ei
Salz
Muskat
750 ml Fleischbrühe

Die Butter mit dem Grieß und dem Ei glatt rühren, mit Salz und Muskat würzen und mindestens 30 Minuten quellen lassen. Die Fleischbrühe erhitzen und mit zwei Teelöffeln Suppennockerl formen und in die heiße, aber nicht kochende Suppe setzen. Etwa 15 Minuten knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen und fertig ist die Grießnockerlsuppe nach Lili-Art. (^.^)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Der kleine Schminkalmanach: die 20er Jahre - der Teint: ganz authentisch

Für den authentischen 20er Jahre Teint braucht es nicht viel, schlicht, weil die Kosmetikindustrie noch nicht viel dazu hervorgebracht hatte. (^.^) Es gab Foundations, diese waren jedoch meist farblos bis maximal leicht getönt und dienten lediglich als "Haftgrund" für den Gesichtspuder, der im Grunde das einzige Mittel zum Abdecken war. Aufgetragen wurde der Puder mit einer Puderquaste.
Während zu Beginn der 20er Jahre noch blasse Haut gefragt war, wurde in den folgenden Jahren gebräunte Haut modern, so dass auch die Gesichtspuder dunkler wurden und auch die ersten Bronzer erhältlich waren, für all jene die für den gebräunten Look nachhelfen mussten.

Neben Puder wurde Rouge genutzt, allerdings wurden damals mit Rouge die Gesichtspartien betont die hervortreten sollten - nun, man wusste es noch nicht besser, steckte doch das offizielle Schminken quasi noch in den Kinderschuhen (^.^) Die Farben waren in der ersten Hälfte der 20er Jahre nach heutigem Ermessen sehr grell, wurden dafür aber umso großzügiger aufgetragen. In Mode war Mandarinorange, Mohnrot und Karminrot, erst Ende der 20er Jahre gab es die ersten Rosé-Schattierungen, die dann auch dezenter waren. Aufgetragen wurde Rouge mit den Fingern (bei Cremerouge) oder aber mit einer Puderquaste direkt auf die Wangen, um die typischen Apfelbäckchen zu schminken.

So bekommt ihr heute den authentischen 20er Jahre Teint hin:

Das Gesicht mit einer Tagescreme eincremen und sofort danach mit losem Puder abpudern. Wer es besonders original will, greift dafür zu einer Puderquaste. Die Wangen werden nun auf dem höchsten Punkt der Wangenknochen mit kreisenden Bewegungen ebenfalls mit einer Quaste satt mit einem Orange- oder Rotton gerötet. Und mit satt meine ich satt: wenn es nach heutigem empfinden nach "echt zu viel" aussieht, ist es "genau richtig" für die 20er Jahre. Nachdem heutzutage orangefarbener oder roter Rouge enorm schwer aufzutreiben ist, kann man ersatzweise auch zu Lippenstift greifen, den man erst auf den Finger gibt um dann die Farbe auf den Wangen zu verteilen. Nun das ganze noch in angewandt:

Zugegeben Deckkraft sieht anders aus, aber mehr war in den 20er Jahren nun mal nicht drin... Glücklicherweise haben wir heute noch ein paar mehr Möglichkeiten, deren Nutzung ich euch natürlich demnächst noch zeigen werde. Schließlich wollen wir doch auch authentisch aussehen, wie wir das gezaubert haben, bleibt unser Geheimnis. (^.^)

Sonntag, 21. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - Maschen im Häkelstück abnehmen

Neben der Abnahme am Rand eines Häkelstücks ist es manchmal auch erforderlich im Häkelstück einzelne Maschen abzunehmen, das macht man durch zusammenhäkeln:


Dafür werden drei Maschen auf die Häkelnadel gelegt. Bei festen Maschen durch durchziehen einer Schlinge des Lauffadens; Stäbchen werden bis zum Abhäkeln mit der Vormasche gehäkelt, ein zweites Stäbchen wird genauso aufgehäkelt.





Die drei Maschen werden nun gemeinsam abgemascht, womit sich die Maschenzahl in Summe um eine Masche reduziert.






Mit diesem Vorgehen kann man auch mehr als nur zwei Maschen zusammenhäkeln dadurch wölbt sich aber das Häkelstück. Um ein Wölben zu vermeiden, häkelt man maximal zwei Maschen zusammen und nimmt nie mehr als in Summe zwei Maschen je Reihe mit dieser Methode ab. Möchte man mehr Maschen je Reihe abnehmen, nimmt man am Rand des Häkelstücks ab.

Freitag, 19. Dezember 2014

Bayrische Kuchl - Suppn

François Barraud - La Tailleuse de Soupe (1933)
Früher, bei Mama zu Hause, gab es zum Mittagessen immer, wirklich immer eine Suppe vorweg. Nun muss ich zugeben, dass ich als Kind ein wahrer Suppenkasper war, zu schätzen wusste ich das damals also nicht. Dafür habe ich so ziemlich alles über "die gute Suppe" gehört, was es dazu zu hören gibt. Von "die ist gesund" (stimmt ja auch) bis "die wärmt den Magen vor" (naja, zumindest wärmt sie von innen) war wirklich alles dabei. Wie dem auch sei, heute stelle ich mich nicht mehr derart an, vielmehr esse ich mittlerweile richtig gerne ein gutes Supperl vornweg. (^.^). Manchesmal esse ich eine gutes Supperl auch gerne als leichtes und bekömmliches Hauptgericht.
Daher möchte ich meine Serie auch mit den Suppen eröffnen: passend zur Jahreszeit etwas das schön wärmt und passend zur Saison etwas das nicht all zu schwer ist, gegessen wird in den nächsten Wochen noch genug, da freut sich der Körper doch auf etwas Leichtes und vor allem leicht Verdauliches wie eine schöne heiße Suppe hin und wieder. (^.^)

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Omas Nachtkastl

Heute möchte ich euch ein neues Schätzchen - oder besser - zwei neue Schätzchen vorstellen, die kürzlich bei mir eingezogen sind: die Nachtkästchen von Oma und Opa. (^.^) Meine Großeltern haben 1939 geheiratet, zur Hochzeit haben sie sich ihre Schlafzimmermöbel, also unter anderem auch die beiden Nachtkästchen von einem Schreiner anfertigen lassen. Die Kästchen sind abgesehen vom ideellen Wert genau mein Ding und genau mein Style. Obwohl die beiden Schätzchen nun schon fast 80 Jahre auf dem Buckel haben, sehen sie noch richtig gut aus (^.^)

Ok, kleinere Schönheitskorrekturen muss ich wohl machen, die Politur hat an der ein oder anderen Stelle Kratzer, allerdings nur die Politur, bis ins Holz gehen die Kratzer nicht. Zudem sind auf der Ablagefläche Glasplatten, um eben diese zu schonen. Leider ist eine Glasplatte komplett gesprungen, die zweite hat ebenfalls bereits einige Abplatzer, so dass ich mir hier direkt neue und v.a. stabilere Glasplatten bei einem Glaser machen lassen werde.

Zu meinen durchgeführten Schönheitskorrekturen berichte ich natürlich (^.^).

Montag, 15. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: unser 50er Jahre Oberteil ist fertig (^.^)

Ja meine Lieben, wir sind bereits am Ende: unser 50er Jahre Häkeloberteil ist fertig. Wer möchte, bestickt nun noch den Ausschnitt und den Ärmelsaum so wie in der Originalvorlage mit Pailletten - ich verzichte darauf, da ich bereits zu Wolle mit Metallicfäden gegriffen habe - das wird mir ansonsten zu glitzerig. (^.^) Wie man mit Pailletten bestickt, könnt ihr hier nachlesen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Tragen, spätestens im nahenden Frühjahr kann unser Oberteil auf jeden Fall ausgeführt werden. (^.^)

Samstag, 13. Dezember 2014

Ein kleiner Schminkalmanach für Vintagequeens

Die Menschheit schminkt sich zwar schon seit Jahrtausenden, eine tatsächliche Kosmetikindustrie, so wie wir sie heute kennen, entstand aber erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Geschminkt hat sich all die Jahrtausende zuvor allein eine privilegierte Oberschicht und das - je nach Mode - mal mehr mal weniger.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es nun vollkommen verpönt sich zu schminken. Geschminkt haben sich nur Prostituierte und Schauspielerinnen, die damals noch in etwa auf der gleichen sozialen Ebene rangierten, auf der untersten nämlich (es gab zwar Ausnahmen, allerdings sehr sehr wenige). Das zumindest offiziell... Selbstverständlich benutzte Frau auch in dieser Zeit etliche Helferlein, die schöner machten, schön zu sein war nämlich immer schon ein erstrebenswertes Ziel, völlig unabhängig von der sozialen Schicht. Diese Helferlein zauberten unter anderem auch Farbe in das Gesicht, das aber um Gottes Willen so, dass man ja nicht sehen konnte dass hier nachgeholfen wurde.

Zur Blütezeit des Ballett, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren es diese feengleichen Ballerinas, die dazu betrugen, dass sich schminken nach und nach gesellschaftsfähiger wurde. Als nun noch die Suffragetten, die ersten Frauenrechtlerinnen, mit großem Gala-Make-up auf die Straßen gingen um für ihre Rechte einzutreten (auch sich zu schminken war ein Recht das sie sich erst nehmen mussten, wurde ihnen doch vorgeschrieben es nicht oder nur heimlich zu tun), war ein weiterer großer Schritt getan. Zwei durchaus bedeutende Frauenrechtlerinnen der Zeit waren übrigens Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. (^.^)
Spätestens mit dem Stummfilm war der Durchbruch geschafft, immerhin brauchte es - so ganz ohne Farbe und ganz ohne Ton aber mit vielen Close-ups ein richtig tolles und ausdrucksstarkes Make-up. Plötzlich waren Schauspieler auch nicht mehr einer verpönten Gesellschaftsschicht entsprungen, sondern sie waren prominent, sah man sie doch im Lichtspieltheater und kannte ihre Namen, über die außerdem jeder sprach.
Die Massenproduktion tat nun noch ihr übriges: sich zu Schminken, gehörte nun mehr zum guten Ton, war breitenwirksam und in Mode - kurzum Ausdruck einer neuen und modernen Zeit.

Durch die Jahrzehnte hat sich nicht nur die Make-up-Mode geändert, sondern auch die Möglichkeiten und Techniken. Für den passenden Look braucht es aber schlicht auch ein passendes Make-up, ansonsten wirkt es immer "irgendwie komisch". Unpassend irgendwie, wie versucht und nicht gekonnt. Daher möchte ich euch nun in einer Miniserie einiges zum Thema Make-up passend zum jeweiligen Jahrzehnt meiner Lieblingsjahrzehnte erzählen. (^.^)

Freitag, 12. Dezember 2014

Ein Küchenexperiment geht in Serie: Bayrische Kuchl

Meine Lieben, ich habe Erna Horn schon mal nebenbei erwähnt. Die hier lesenden Freunde vergangener Zeiten kennen Sie vermutlich ohnehin, dennoch nochmals kurz: Erna Horn ist die Küchen- und Haushaltspäpstin der 30er bis 60er Jahre, schrieb selbst zahlreiche Koch- und Haushaltsbücher und legte sich zusammen mit ihrem Mann im Laufe der Jahre die größte und umfassendste deutschsprachige Kochbuchsammlung zu. Diese Kochbuchsammlung kann man heute noch im Hotel Wilder Mann in Passau bewundern. Was aber noch viel schöner ist: ein persönliches Best Of ausgewählter Rezepte hat Erna Horn 1977 in einem Kochbuch zusammengetragen: "Bayrische Kuchl - Alte bayerische Originalrezepte". Dieses Kochbuch habe ich sogar doppelt: einmal als Erstausgabe (von Mama gemopst...) zum in den Schrank stellen und einmal in aktuell zum daraus kochen. Bisher habe ich allerdings noch keines der Rezepte nachgekocht, obwohl ich gerne und oft in diesem Kochbuch schmökere.

Nun, das soll sich jetzt ändern. (^.^) Meine Rubrik "Lili kocht" ist sowieso latent unterrepräsentiert und ich wollte mich daher dieser Rubrik sowieso etwas vertiefender zuwenden, warum also nicht dadurch, eine Sammlung alter Rezepte nachzukochen, insbesondere dann, wenn diese Sammlung auch noch von der Musterhausfrau meines Lieblingszeitschnittes zusammengestellt wurde. Wobei "nachkochen" dazu schamlos untertrieben ist. In diesem Kochbuch stehen nämlich kaum richtige Rezepte. Vielmehr muss man regelmäßig erraten, wie etwas und v.a. in welchem Verhältnis der Zutaten etwas zubereitet werden soll.
Wer sich von euch nun dunkel an den Film Julie&Julia erinnert fühlen sollte, dem sei diese Sorge genommen: weder war Erna Horn ein überspanntes und überkandideltes Mannweib, noch bin ich ein hyperempfindliches scheues kleines Mädchen im Körper einer erwachsenen Frau, die die ersten Kochversuche startet. (zugegebenermaßen: die Klickzahlen des Originalblogs hätt ich aber schon gerne *gg*).

Ich habe vielmehr vor, euch zu meinen Nachkocherfolgen und insbesondere zu meiner Interpretation dieser Nichtrezepte zu berichten. Selbstverständlich gibts auch wieder reichlich Fotos, genauso wie Tipps und Tricks zur Zubereitung. Als erstes werde ich mich dem Kapitel der Suppen widmen. Seid also gespannt. (^.^)

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Plätzchen aufbewahren

Alle Jahre stellt sich diese Frage: wie werden die leckeren Plätzchen am besten aufbewahrt, damit sie zu Weihnachten perfekt schmecken? Ich habe dazu bei Oma und Mama gut aufgepasst und selbst einiges durchprobiert. Alles wird zwar immer noch nicht so, wie ich mir das vorstelle, einen kleinen Erfahrungsschatz habe ich aber doch schon angesammelt, den ich kurz vor Beginn der Weihnachtsbäckerei mit euch teilen will (^.^)
Die oberste Regel: rechtzeitig anfangen zu backen und dabei planen, wann was gebacken werden muss, damit es bis Weihnachten wahlweise weich, mürbe oder knusprig ist.
Honigteiggebäck wie beispielsweise Lebkuchen ist unmittelbar nach dem Backen hart, im Idealzustand sollte es aber schön weich sein. Damit Honigteiggebäck schön weich werden kann, muss es lange reifen und wird daher als erstes gebacken. Das Gebäck nach dem Backen noch ein bis zwei Tage offen ruhen lassen, damit es noch etwas Luftfeuchtigkeit ziehen kann, dann erst in Blechdosen verpacken. Dabei zwischen die einzelnen Lagen Butterbrotpapier legen, damit nichts zusammenklebt und das Gebäck auch nach dem Auspacken noch lecker aussieht. An einem kühlen Ort mindestens drei Wochen - besser noch länger, drei Wochen ist die absolute Schmerzgrenze - lagern. Die Mähr von dem Apfelschnitz, der die Lebkuchen in der Dose fantastisch weich macht, habe ich auch bereits mehrfach gelesen und natürlich auch ausprobiert. Das allerdings mit dem Erfolg, dass der Apfelschnitz verschimmelt ist und sämtliche Lebkuchen mit Schimmel infiziert hat. Das mach ich nicht noch mal...
Makronen und Baisers sind nach dem Backen ebenfalls hart bis zäh, sollten aber idealerweise irgendwo zwischen mürbe und knusprig sein. Dafür wird das Gebäck nach dem vollständigen Auskühlen in luftdicht schließenden Plastikdosen verpackt (Butterbrotpapier nicht vergessen) und sollten so etwa zwei Wochen reifen.
Plätzchen aus Mürbteig, die wie der Name schon sagt, schön mürbe sein sollten, sind nach dem Backen ebenfalls hart. Damit sie schön mürbe werden (und auch bleiben), werden diese nach dem Abkühlen in Blechdosen verpackt, die einzelnen Lagen wieder durch Butterbrotpapier getrennt, und müssen mindestens eine Woche Lang ziehen, damit sie - weiterhin in Blechdosen verpackt - etwa vier Wochen schön mürbe schmecken.
Rührteiggebäck kommt zur Aufbewahrung wieder in die klassischen Blechdosen (einmal mehr: Butterbrotpapier), schmeckt aber bereits frisch gebacken - die perfekten Last Minute Plätzchen also. In den Blechdosen verpackt sind sie etwa zwei bis drei Wochen lecker.
Es gibt auch einige Plätzchenrezepte, die aus Biskuitteig hergestellt werden: hier schmeckts frisch am besten. Einige Tage halten sie sich auch in luftdicht schließenden Plastikdosen. Sollen sie länger frisch sein, ist es am sinnvollsten diese Plätzchen einzufrieren.

Um es euch (und mir) leichter zu machen, schreibe ich bei meinen Plätzchenrezepten, die die nächsten Wochen hier folgen auch mit dazu, wie ich sie lagere, nach welcher Lagerdauer sie schmecken und wie lange sie insgesamt gut sind (sofern sie nicht schon vorher aufgefuttert sind).

Dienstag, 9. Dezember 2014

Häkeln für Anfänger - unser fünftes Projekt: ein 50er Jahre Oberteil: einen Reißverschluss einnähen

Wie bereits angekündigt, widmen wir uns heute dem Einnähen eines Reißverschlusses. Aber keine Sorge, das ist ebenfalls kein Hexenwerk. (^.^) Für unser aktuelles Projekt benötigt ihr einen farblich passenden Reißverschluss mit einer Länge von 19 cm. Schließt zunächst vom Ärmel beginnend die Seitennaht wie gewohnt mit dem Steppstich. Lasst jetzt die letzten 20 cm offen, heftet den Reißverschluss mit Stecknadeln ein und näht auch diesen mit dem Steppstich per Hand ein, so wie ihr das hier auf den Bildern sehen könnt (jetzt müsst ihr allerdings zu einer spitzen Nadel greifen, damit ihr durch den Stoff des Reißverschlusses konnt):
Schon ist der Reißverschluss drin und - wie versprochen - kein Hexenwerk (^.^).

Sonntag, 7. Dezember 2014

Lilis kleine Malstunde Teil 19 - Ein superdezentes Tages-Make-up für wirklich jeden Tag

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblings-Tages-Make-ups zeigen. Es ist superdezent - fast schon ungeschminkt, obwohl man komplett geschminkt ist und wirklich sehr natürlich.

Zunächst schminkt ihr euren Teint, so wie ich es euch hier schon einmal beschrieben habe; die Lip-Base lasst ihr dabei weg. Für das weitere Make-up benötigt ihr:

  • Brauenpuder bzw. Lidschatten ohne Glitzerpartikel in der Farbe eurer Augenbrauen
  • einen abgeschrägten Augenbrauenpinsel
  • einen Augenbrauenstift bzw. einen Kajal in der Farbe eurer Augenbrauen
  • eine Augenbrauenbürste
  • Brauengel
  • euren Bronzer sowie einen abgerundeten Lidschattenpinsel
  • euren Highlighter sowie einen weiteren abgerundeten Lidschattenpinsel
  • Wimperntusche
  • einen dezenten Lippenstift bzw. einen getönten Lippenpflegestift




Zunächst schminkt ihr eure Augenbrauen, indem ihr sie zunächst mit Brauenpuder und dem abgeschrägten Brauenpinsel auffüllt. Mit dem Augenbrauenstift bringt ihr eure Augenbrauen nun in Form, indem ihr insbesondere den beginn und das Ende sowie den Brauenbogen nachzieht. Nun werden die Augenbrauen noch mit dem Augenbrauenbürstchen in Form gekämmt. Gleichzeitig wird so die Brauenfarbe etwas verblendet, so dass es natürlicher aussieht.




Im nächsten Schritt schminkt ihr eure Augen. Zunächst zieht ihr eure Lidfalte mit dem Bronzer, den ihr mit einem abgerundeten Brauenpinsel auftragt, nach. Hierfür setzt ihr auf der gedachten Linie zwischen Augenwinkel und dem Ende der Augenbraue an und folgt dem Knochen eurer Augenhöhle bis hin zum Augenwinkel. Das gibt dem Blick mehr Tiefe. Nun tragt ihr den Highlighter, ebenfalls mit einem abgerundeten Brauenpinsel auf. Gebt etwas davon unter den höchsten Punkt der Augenbrauen und verblendet es etwas zu den Seiten. Anschließend gebt ihr den Highlighter auf das bewegliche Lid des inneren Augenwinkels. Verblendet den Highlighter dabei sowohl zur Lidmitte hin als auch in die Lidfalte, so dass der Bronzer in der Lidfalte des Augenwinkels etwas abgeblendet wird. Nun tuscht ihr noch eure Wimpern. Ich tusche dabei nur die oberen Wimpern, das macht den Blick wacher, und für den Wow-Effekt, in drei Lagen. Die Wimpern werden dabei immer mit klitzekleinen Zickzackbewegungen vom äußeren Wimpernkranz nach innen getuscht.




Zu guter Letzt werden nun noch die Lippen mit Gesichtswasser und einem Wattestäbchen abgeschminkt und mit einem dezenten Lippenstift (ich greife zu meinem Lip Colour-Intensifier von Catrice) geschminkt. Wahlweise geht natürlich auch ein getönter Lippenpflegestift.




Und fertig ist euer superdezentes und natürliches Tages-Make-up. (^.^)

Freitag, 5. Dezember 2014

Die Grundkurs Nähen - Burda Style: Die neue Nähschule

So meine Lieben, jetzt habt ihr es überstanden: heute kommen wir zum letzten Teil unseres Nähgrundkurses. Ja, ihr lest richtig, wir sind schon wieder am Ende. Ihr habt so weit alle erforderlichen Grundlagen für erfolgreiches Nähen gelernt.

Das, was ihr jetzt nicht braucht ist zum einen - klar - Übung und zum anderen dabei natürlich auch die Herausforderung. Tastet euch also ruhig an zunehmend schwierigere Dinge heran. Sobald euch gerade Nähte leicht von der Hand gehen, wagt euch ruhig an Schnittmuster mit geschwungenen Nähten, versucht euch an schwieriger zu verarbeitenden Stoffen oder wagt euch an die Königsdisziplin des Nähens: an das Nähen von Kleidung. (^.^)

Selbstverständlich gibt es noch vieles zu lernen, gefühlt lernt man beim Nähen eigentlich nie aus, ihr habt aber jetzt die nötigen Grundlagen, um euch alles weitere selbst anzueignen. Diverse Feinheiten und Techniken zeige ich natürlich auch weiterhin hier im Blog, je nach dem was sich bei meinem jeweiligen Nähprojekt gerade anbietet. Nachdem ihr jetzt aber sicherlich erstmal selbst loslegen wollt und vielleicht auch nicht dauernd das gleiche Zeug nähen wollt, das ich gerade in Arbeit habe, habe ich noch eine Empfehlung für euch:



"Die neue Nähschule" von Burda Style. Damit habt ihr ein Nachschlagewerk für alle Fragen des Nähens, die in einer entsprechenden Nähanleitung vielleicht nicht so ausführlich erklärt werden. Ich selbst und ich nähe nun doch schon seit einigen Jahren, nutze meine Nähschule nach wie vor ausgiebig und kann sie euch daher nur wärmstens empfehlen.

Montag, 1. Dezember 2014

Der Klimawechsel für meine neuen Mitbewohner

Meine neuen, dekorativen Mitbewohner habe ich euch ja schon vorgestellt. jetzt haben sie sich genug eingewohnt - es wird also Zeit für einen Klimawechsel. naja, ok, nicht für alle... Eine der Fittonien schwächelt ganz gewaltig und tut sich noch etwas schwer mit dem eingewöhnen, daher lasse ich beide Fittonien erstmal noch in Ruhe, bis sie sich beide stabilisiert haben. Es kann nämlich auch sein, dass es der zweiten nur später einfällt, auch zu schwächeln, daher gönne ich ihnen die längere Umgewöhnung. Ich habe ja schön gehört, dass Fittonien sehr anspruchsvoll in der Pflege sind, dass eine gedeiht die andere aber vor sich hinkümmert und das bei gleicher Pflege ist aber schon unwahrscheinlich, oder? Ich beobachte das also lieber noch eine Zeit. Hat von euch jemand Erfahrung mit Fittonien und weiß vielleicht Rat?

So jetzt aber erstmal zum Klimawechsel - den bekommt jetzt erstmal nur die Grünlilie. die pflanze ich heute von einer Erdkultur in eine Hydrokultur um, schlicht weil Hydrokulturen pflegeleichter sind als Erdkulturen und man auch mal unproblematisch längere Zeit verreisen kann ohne zwingend einen Pflanzensitter zu brauchen. Eines aber noch vorne weg: eine Hydrokultur ist keine Seramis-Kultur, das sind zweierlei paar Schuhe. Seramis ist beim Umtopfen leichter, die Pflanzen danach aber pflegeaufwendiger (ehrlich gesagt auch kostenaufwendiger) als in Hydrokultur. Dafür geht Seramis mit allen Pflanzen, Hydrokulturen gehen als Faustregel nur für Jungpflanzen deren Wurzelballen feucht gehalten werden muss, oder denen es zumindest nichts ausmacht, wenn ihr Wurzelballen feucht gehalten wird. So funktioniert das Umtopfen von Erd- in Hydrokultur:

Ihr braucht:
eine scharfe Schere
Blähton
Hydrokulturtöpfe mit zugehörigen Wasserstandsanzeigern

Zunächst wird die Pflanze aus dem Topf gelöst und die Erde vorsichtig von den Wurzeln gelöst. Erst nur grob im trockenen Zustand, dann mithilfe von nicht ganz handwarmen Wasser. Hierzu geht ihr am besten mit eurem Pflänzchen unter die Dusche und stellt den Wasserstrahl der Handbrause ganz weich ein. Um einer Rohrverstopfung vorzubeugen, ist es sinnvoll den Wurzelballen über einem Eimer auszuwaschen und das Wasser dann durch einen Sieb abzukippen, so dass ihr die größeren Erdbestandteile auffangen und in den Müll kippen könnt. Sollte sich die Erde nur sehr schwer lösen, hilft es, wenn ihr die Wurzelballen einige Stunden in handwarmen Wasser einweichen lasst.
Was meine Grünlilie betrifft, hatte ich ja schon im Gartencenter gesehen, dass für den Eindruck einer besonders schön und dicht gewachsenen Pflanze mehrere Kindel - zwei war meine erste Vermutung - in einen Topf gesetzt wurden. Wie sich mit dem Auswaschen der Erde aus dem Wurzelballen aber herausstellte, sind es sogar sechs Kindel, die zusammengepflanzt wurden. Ich habe kurzerhand beschlossen, die Kleinen aus ihrer Enge zu befreien (der Erdballen war schon komplett durchwurzelt) und die Kindel jeweils paarweise wieder einzupflanzen, so dass ich aus einer Pflanze jetzt drei gezaubert habe. (^.^)

Für den nächsten Schritt greifen wir zur Schere und schneiden jetzt alles weg - insbesondere am Wurzelballen und in der Nähe davon, was irgendwie angematscht ungesund aussieht. Typisch für Gartencenterpflanzen - so auch bei meiner Grünlilie: schnell-schnell und vor allem schlampig eingepflanzt, so dass Blätter mit in das Substrat gematscht wurden, die mit der Zeit zwangsläufig anfangen zu faulen. Sollte es euch in der Vergangenheit regelmäßig passiert sein, dass euch Gartencenter- oder Baumarktpflanzen nach wenigen Wochen eingegangen sind, obwohl ihr meint, eigentlich nichts falsch gemacht zu haben, lag es vermutlich daran: die Wurzeln sind verfault, die sichtbare Pflanze ist vertrocknet. Als letztes kürzt ihr noch die Wurzeln etwas ein. Dazu einfach einen beherzten Schnitt etwa im unteren Viertel setzen. Es geht einfach nur darum, die Wurzeln etwas anzuschneiden, damit sie leichter Wasserwurzeln ausbilden können. Nicht übertreiben, aber auch nicht zu zaghaft.

Jetzt geht es ans einpflanzen. Dafür nehmt ihr jetzt euer Blähtongranulat und die Hydrokulturtöpfe und messt erstmal die Menge Blähton ab, die ihr braucht. Der Blähton kommt in eine Schüssel und wird zunächst gewässert (so dass er schwimmt). Das ganze gießt ihr wieder durch einen Sieb ab, so dass der Blähton noch etwas abtropfen kann. Füllt jetzt soviel Blähton in den Hydrokulturtopf, dass der Boden bedeckt ist. Setzt eure Pflanze darauf und füllt rundherum mit Blähton auf. Ist der Topf gefüllt setzt ihr noch den Wasserstandsanzeiger ein.

Die frisch umgetopften Pflanzen müssen sich einmal mehr umstellen und umgewöhnen. Einen Übertopf braucht ihr jetzt noch nicht - hübsch kommst später. Greift zu irgendetwas Wasserdichten, das angenehm weiter ist, als der Pflanztopf, so dass ihr den Pflanztopf ohne Verrenkungen entnehmen könnt. Ich greife dabei zu schlichten Frischhaltedosen. Wenn ihr das schon hässlich findet: richtig hässlich kommt erst in unserem nächsten Schritt. (^.^) Jetzt wird aber erst noch gegossen - und zwar so viel, bis der Wasserstandsanzeiger auf Optimum (Opt. = der mittlere Strich) steht.

Damit die Pflanzen zur Umstellung die richtige Portion Luftfeuchtigkeit haben, greift ihr jetzt zur Plastiktüte und piekt in die Tüte mehrere kleine Löcher. Die Tüte stülpt ihr nun über die Pflanze. Um den Topf herum kommt ein (Gummi-)band um die Tüte zu sichern. Das ganze bleibt jetzt vier Wochen so. Dann haben sich eure Pflänzchen umgewöhnt.

Wie es dann weitergeht, erzähle ich euch in vier Wochen. (^.^)