Samstag, 23. August 2014

Das gute alte Bettelarmband...

...ist aber sowas von out! Heutzutage ist man in einem "Charm-Club" und sammelt "Charms" weil sie so schön oder teuer aussehen, oder weil das "Charm" gerade alle haben.Für die richtig obermegacoolen sind Charms aber eigentlich schon wieder sowas von durch und "out of fashion". Das ist mir aber so ziemlich wurscht. Ich HABE ein Bettelarmband. Ein richtiges, bei dem man mit jedem Anhänger eine schöne Erinnerung verbindet und die man größtenteils auch geschenkt bekommen hat (daher auch "Bettelarmband"). Und ja, ich nenne die Anhänger "Anhänger", wenn ich mal mit meiner Fachkenntnis in Sachen Schmuck prahlen will, auch gerne "Jou-Jous", aber niemals Charms.

Bettelarmbänder sind im Grunde einer der zeitlosesten und langlebigsten Modeklassiker überhaupt. Klar sind sie mal mehr und mal weniger in, das trifft auf Perlenketten und Goldschmuck aber genauso zu. Nichts desto trotz sind Bettelarmbänder bereits seit der Jungsteinzeit bekannt - das nenne ich also mal langlebig. (^.^)

Und egal ob in oder out: mein Bettelarmband ist mein wertvollstes Schmuckstück. Weniger wegen seines materiellen , sondern wegen seines ideellen Wertes. Es ist quasi wie ein Tagebuch, das man als Schmuckstück tragen kann, ohne dass jeder darin "lesen" könnte, der es sieht, obwohl es offen getragen wird.

Ein Bettelarmband ist zudem ein Schmuckstück das irgendwie leger und locker wirkt, also perfekt geeignet für jeden Tag. Wie gut Bettelarmbänder als Tagesaccessoire funktionieren zeigen schon Stilikonen wie Liz Taylor oder Romy Schneider (ihr Bettelarmband aus den 50ern mit einem Nennwert von 2.500,- € wurde vor einigen Jahren für knapp 30.000,- € versteigert):
Warum ich euch das alles erzähle? Nun, ich heirate ja in einigen Monaten. Da ist es bei uns üblich, sein Taufkreuz zu tragen. Nur: mein Taufkreuz sieht nicht mehr sonderlich gut aus. Nichts desto trotz würde ich es schon gerne bei meiner Hochzeit tragen. Daher habe ich mir überlegt, mein Taufkreuz so umzuarbeiten, dass ich es auch an meinem Bettelarmband tragen kann (das finde ich übrigens richtig gut an den "neuen" Bettelarmbändern: die variabel an- und abnehmbaren Anhänger, so dass man sie wahlweise an Kette oder Armband, einzeln oder zusammen tragen kann). Außerdem hatte ich vor einigen Jahren eine kleine Selbstfindungsphase (um nicht Krise zu sagen...). Um mich zu orientieren und den Kopf mal wieder frei zu kriegen, war ich in Altötting - mehr aus historischem denn aus religiösem Interesse muss ich zugeben. Trotzdem habe ich mir dort einen Anhänger mit der Altöttinger Madonna gekauft. Nachdem mich die Tage in Altötting wieder auf den Weg gebracht haben und mich der Anhänger daran erinnert, hätte ich auch diesen gerne an meinem Bettelarmband. Nachdem er und mein Taufkreuz so gut zusammenpassen, arbeite ich aus den beiden Einzelanhängern einen Anhänger. Wie das geht zeige ich euch heute. (^.^)

Links seht ihr zunächst den Ausgangszustand. Nachdem ich beide Anhänger nicht so oft trage, sind sie mächtig angelaufen. Daher müssen sie als erstes wieder sauber werden.

Das Umbauen der normalen Anhänger ist dann nicht mehr weiter schwer. Den Kettenring meines Taufkreuzes habe ich abgemacht, der war nicht mehr schön. Den Kettenring des Madonnen-Medaillons habe ich etwas aufgebogen, mein Taufkreuz und einen Karabiner mit Drehöse für Bettelarmbandanhänger - den gibt es beim Schmuckbastelbedarf in jedem Bastelladen, eingehängt und das ganze weider zugebogen. Für die Biegearbeiten verwende ich spezielle Schmuckzangen, auch die gibt es beim Schmuckbastelbedarf in jedem Bastelladen. Fertig ist mein neuer Anhänger für mein Bettelarmband.

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