Samstag, 15. Februar 2014

Meine neueste Flohmarktbeute (^.^)

Nachdem gestern so wunderbares Wetter war, haben wir uns entschlossen nach langem endlich mal wieder einen Flohmarkttag einzulegen. Also Wecker gestellt (auf 6:30 Uhr... am Samstag... puuuuhhhhh...), schnell aufgehübscht und einen Kaffee hinter gekippt und schon ging es ab zum Flohmarkt im Olympiapark (jeden Freitag und Samstag ab 7:00 Uhr). Das frühe Aufstehen hat sich aber gelohnt! Ich habe drei ganz tolle Eroberungen gemacht, die ich euch heute gleich noch zeigen muss (^.^)

Diese Trachtenweste (kein Loden, eher Filz) mit seitlichen Strickeinsätzen und Silberknöpfen gab es für sage und schreibe 3,- €. Das Jäckchen hat an einer der Seitennähte eine kleine Laufmasche, die ist aber schnell wieder aufgestrickt. Die zeitliche Einordnung ist etwas schwierig, da kein Herstelleretikett mehr eingenäht ist. Allerdings hat die Weste einen Einnäher mit den Textilpflegesymbolen, sie ist daher definitiv nach 1958 entstanden. Allerdings ist mir das an der Stelle egal, da klassisch geschnittene Trachten, so wie diese Weste, sehr zeitlos sind und auf jeden Fall in meinen Lieblingszeitschnitt - in dieser Form allein schon aus modischen Aspekten in die 40er und 50er Jahre passen.
Auch die Farben sind klassisch trachtig, nämlich lodengrün und kirschrot, so dass sich damit sicher ganz wundervoll kombinieren lässt. (^.^)


Das Regensburger Kochbuch von Marie Schlandri in seiner 93. Auflage aus dem Jahr 1963. Das Regensburger Kochbuch ist einfach Kult (die erste Auflage erschien 1867) und mein 1963 Stückchen sieht aus wie neu. Wenn ich euch sage, wie viel ich dafür bezahlt habe, haut es euch vom Hocker... Noch nicht mal einen ganzen Euro; 75 ct um genau zu sein. Da kann man nun wirklich nichts falsch machen. Eine kurze Recherche zu Hause zum Marktwert (im zentralen Verzeichnis antiquarischer Bücher) hat mich mehr als bestätigt: dieses Buch in dieser Auflage mit einem deutlich schlechteren Erhaltungszustand kostet um die 20,- €. Und das aller schönste: hui, stehen da feine Sachen drin! Da muss ich bald mal was ausprobieren. (^.^)





Außerdem konnte ich noch DAS Benimmbuch der 50er Jahre ergattern: die "Hohe Schule der Lebensart" von Erna Horn. Erna Horn war von den 30ern bis zu den 60ern eine der berühmtesten Kochbuchautorinnen und quasi die "Vorzeigehausfrau" dieser Zeit. Ihre "Hohe Schule der Lebensart" hat 1955 ihr Vorzeigeimage einfach nur noch abgerundet. Wobei dieses Buch eigentlich mehr ist, als nur ein Benimmbuch. Vom richtigen Schreiben von Briefen und Karten zu jedem erdenklichen Anlass, über Kleidung, Körperpflege, Erziehung, Gästebewirtung, Einrichtung, Deko, Haushaltsausstattung usw. usf. ist quasi jeder Lebensbereich darin abgedeckt. Herrlich. Ich konnte dieses tolle Büchlein kaum noch aus der Hand legen, so kurzweilig liest und blättert es sich darin. Ich glaube darauf werde ich noch bei dem ein oder anderen Artikel hier zurückkommen. (^.^) Wenngleich das ein oder andere sicher überholt ist, manches ist einfach erheiternd, anderes aber auch heute noch definitiv brauchbar. (^.^)

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