Montag, 25. August 2014

Das Projekt "Zimmerpflanzen"

Ich muss euch mal wieder zum disziplinieren benutzen, sonst mach ich das wieder nicht. (^.^) Ich starte ein neues Projekt, das da heißt: endlich schöne Zimmerpflanzen.

Ich mag Zimmerpflanzen, mit kaum etwas anderem lässt sich ein Raum schneller wohnlich gestalten als mit den richtigen Pflanzen. Nur, aktuell habe ich leider nicht dir richtigen Pflanzen...

Was wir momentan an Pflanzen in der Wohnung haben, sind ...

...die Kakteen, die mein Liebster mitgebracht hat, nur: ich mag keine Kakteen. Wirklich nicht. Ich habe eine regelrechte Abneigung gegen Kakteen. Die sehen komisch krüppelig aus, manche sogar so als würden sie schimmeln, die brauchen ewig zum wachsen, nur um dann noch komisch krüppeliger auszusehen und wenn sie dann alle Jubeljahre mal blühen, dann stinken diese Blüten (die auch nicht schön aussehen) auch noch derart abartig-süßlich nach Moder und Biotonne, dass es ganz aus ist. Hinzu kommt, dass Kakteen für unsere Mietz auch richtig gefährlich sind: wenn sie die Möglichkeit hätte daran entlang zu streifen (die Möglichkeit haben wir ihr genommen, keine Sorge), verfangen sich die Stacheln im Fell. Bei der Fellpflege schluckt sie sie und je nach Art und Menge kann das zu schweren inneren Blutungen führen. Kurzum: gnädigerweise haben die Kakteen ein Winterquartier in der Wohnung, sobald der Winter rum ist, kommen sie raus (auf den Balkon und hoffentlich bald in unser eigenes Gärtchen - wir stehen auf der Warteliste).

...Pflanzen die ich geschenkt bekommen habe: ein Weihachtsstern, ein flammendes Schwert und eine Zimmercalla. Weihnachtsstern und alle Bromelienarten, so auch das flammende Schwert, sind im Grunde Wegwerfpflanzen. Hat der Weihnachtsstern einmal seine farbigen Blätter (Blüten sind es keine) verloren kommen sie nur wieder, wenn man es schafft, die Lichtverhältnisse in Mexiko (seiner Heimat) zu imitieren. Nachdem das bezüglich Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten steht, kann man den Weihnachtsstern also getrost wegwerfen, außer man hängt ideell dran. Das war es bisher bei mir. Mein Weihnachtsstern ist schon lange zu einer Grünpflanze geworden. Nachdem ihn mir eine liebe Freundin geschenkt hat, habe ich ihn bisher durchgefüttert. "Nur so lange, bis ich was besseres habe, ein leeres Fensterbrett sieht ja noch blöder aus." Ähnlich wie beim Weihnachtsstern verhält es sich mit den Bromelienarten: sie blühen ein einziges Mal. Sobald sie verblüht sind, sterben die Blütenstände komplett ab, übrig bleibt bei viel Pflege eine Grünpflanze, die nicht mehr wächst und in der Natur komplett absterben würde. Interessanterweise werden die Bromelienarten in den gängigen Bau- und Gartenmärkten in voller Blüte verkauft. Man hat also von vorne herein nur ein paar Wochen was davon. (Merke: solche Pflanzen kauft man sinnigerweise im Fachhandel, dann hat man länger Freude daran) Auch mein flammendes Schwert habe ich geschenkt bekommen und obwohl verblüht, aus den gleichen Gründen aufgehoben, wie den Weihnachtsstern. Die Zimmercalla blüht zwar mehrmals, braucht im Winter aber eine Ruhephase mit einem halbschattigen Standort und etwa 15° C Raumtemperatur. Das kann ich aber leider nicht anbieten, daher ist auch meine Zimmercalla mittlerweile zur Grünpflanze geworden. Auch sie wohnt nur noch bei uns bis wir was "Besseres" haben.
Ein "Merke" also, für alle die Pflanzen verschenken möchten: Wenn ihr wollt, dass der Beschenkte lange Freude an den Pflanzen hat, solltet ihr auf Standort- und Pflegeeigenschaften achten und auch wissen, was der Beschenkte an Möglichkeiten zur Pflege hat, bevor ihr kauft und schenkt.

...zwei künstliche Orchideen. Auch die hat mein Schatz mitgebracht. Den Orchideen sieht man zwar nicht an, dass sie künstlich sind, allerdings sind Orchideen auch nicht so unbedingt meins. Ich bin bei Einrichtung und Wohnungsgestaltung eher der klassische Typ mit einem deutlichen Hang zu Antiquitäten, Vintage und - ja ich gebs zu - Kitsch. Orchideen passen da einfach nicht. Das passt zu einem modern-puristischen und latent asiatisch angehauchtem Stil, aber eben nicht zu unserem. Hinzu kommt, dass man bei künstlichen Pflanzen zwar nicht auf die Standorteigenschaften achten muss, stehen sie aber zu offensichtlich an einem Platz, an dem sie nicht gedeihen könnten, wirkt das einfach seltsam. Ich bin noch nicht so weit, dass die Orchideen ausziehen müssen. Für künstliche Pflanzen sehen sie nämlich wirklich gut aus (die Katze spielt auch so gern damit *gg*) allerdings rauben sie mir Platz auf dem Fensterbrett und - wie gesagt - zumindest so wie sie jetzt aussehen, passen sie nicht in unsere Wohnung. Da muss ich mir noch was überlegen...

...Katzengras: das muss, Mietzi braucht was zum grasen zwischendurch.

Außerdem auf dem Fensterbrett (im Wohnzimmer): Mietzis Schlaf- und Aussichtsplatz. Momentan eine gefaltete Decke, ich will ihr aber schon ziemlich lang ein hübsches Nestchen nähen, das sich in das Gesamtbild einfügt, sobald sich ansatzweise ein Gesamtbild abzeichnet.

Was ich gerne an Pflanzen hätte: Standorttaugliche (Halbschatten mit konstanter Zimmertemperatur das ganze Jahr über - also das was die meisten wohl auch haben) Pflanzen, die nicht giftig sind (auch wenn Mietzi Katzengras hat, hin und wieder knabbert sie doch mal an den anderen Pflanzen und da wollen wir uns keine Sorgen machen müssen - bzw. wollen sie auch nicht so verbauen, dass sie sicher nicht rankommt - das machen wir jetzt schon und das sieht einfach nicht aus). Zudem sollen sich die Pflanzen einschließlich Übertöpfen stilistisch gut in unsere Wohnung einfügen und zur farblichen Gestaltung des Raumes passen. Um es besonders "pflegeleicht" zu haben, würde ich die Pflanzen gerne in Hydrokultur umtopfen, auch das geht auch nicht mit jeder Pflanze. Genau das will ich jetzt in Angriff nehmen: erstmal die richtigen Pflanzen für eine Vintage-Lady in einer eben solchen Wohnung  finden. (^.^)Falls jemand Ideen oder Ratschläge hat: nur her damit! (^.^)

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