Mittwoch, 22. Januar 2014

Unser erstes Traugespräch

Gestern hatten wir nun endlich unser erstes Traugespräch. Ganz ehrlich kurz davor waren wir beide ganz schön nervös, schlicht weil wir beide auch nicht so recht wussten, was da nun auf uns zukommt.

Die Nervosität hatte sich aber bald gelegt, unser Pfarrer macht einen richtigen freundlichen und aufgeschlossenen Eindruck und das Gespräch war echt locker. Inhaltlich ging es zunächst um formale Fragen im Protokoll zum ersten Traugespräch. Außerdem musste mein Freund seinen Eid (eigentlich war es eine Unterschrift) leisten, dass er bisher noch nie verheiratet war. Bei mir hat die Vorlage meiner Taufurkunde gereicht.

Im zweiten Teil des Gesprächs ging es um das christliche Eheverständnis, das uns unser Gemeindepfarrer ganz ohne die verklausulierte Sprache des Kirchenrechts verständlich gemacht hat. Nein, mehr noch: er hat das christliche Eheverständnis mit uns im Gespräch eund im Dialog das Eheverständnis erarbeitet. Das hat insbesondere meinem Freund sehr viel gebracht - ich konnte "das alles" einfach nie so wirklich gut erklären. Was meinem Freund auch sehr wichtig war - verständlicherweise: er muss nichts vor Gott geloben oder dergleichen. Jede christliche Formulierung hat auch eine weltliche Variante, die bei einem nichtchristlichen Partner für denjenigen verwendet wird, während für den christlichen Partner die christliche Formulierung verwendet wird. Nachdem wir uns beide mit dem christlichen Eheverständnis einverstanden erklärt haben, kann nun unser Gemeindepfarrer den Dispens beim Bischof beantragen. Sobald dieser Dispens vorliegt geht es weiter. (^.^)

Wer wissen will, was denn nun das christliche Eheverständnis ist: nach dem Einverständnis dazu, wird man nochmal explizit während der Trauzeremonie gefragt - nämlich mit diesen vier Fragen:

... ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut .../Ihrem Bräutigam ... den Bund der Ehe zu schließen?

Wollen Sie Ihre Frau/Ihren Mann lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?

Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?
(dazu gibt es auch eine weltliche Formulierung)

Sind Sie beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?
(Auch hierzu gibt es eine weltliche Formulierung)

Außerdem hat uns unser Pfarrer ein Angebot zu einem Ehevorbereitungsseminar für chrsitlich-konfessionslose Paare mitgegeben. Das liest sich schon mal ziemlich interessant, das werden wir in jedem Fall mal ins Auge fassen. Sollten wir teilnehmen, berichte ich natürlich auch darüber.

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