Mittwoch, 15. Januar 2014

Die Sache mit der Hochzeitstorte

So meine Lieben, es gibt erschreckende Neuigkeiten von der Hochzeitsfront: die Hochzeitstorte wird zur ernsthaften Herausforderung! Die Problemstellung: wir mögen beide keine Fondant- und schon erst recht keine Motivtorten. Die mögen zwar toll aussehen, schmecken aber zum - mit Verlaub - kotzen. Das ist Zucker pur, nur noch süß und pappig und zumindest für uns muss ein Kuchen erstmal gut schmecken, die Optik ist zwar auch wichtig, aber sicher nicht das Einzige, das zählt. Zudem war ich auch schon auf einigen Hochzeiten, bei denen die Torte zunächst "wow" und dann "pfui" war und ich weiß noch bei jeder Pfui-Motiv-Torte auf welcher Hochzeit sie war und welches Brautpaar mir dieses kulinarische Schreckenserlebnis angetan hat. Ich will wirklich nicht, dass sich unsere Gäste so an unsere Hochzeit erinnern. Eine weitere Schwierigkeit was mögliche Hochzeitstorten betrifft: Mein Schatz mag kein Marzipan und ich mag keine Buttercreme - und zumindest dem Brautpaar sollte die eigene Torte doch schmecken, oder?

Ich habe mich allerdings bei meiner Hochzeitslektüre in etwas verguckt, das ich auf unserer Hochzeit gerne hätte: nämlich einen Sweet Table. Das ist nicht der ordinäre, herkömmliche Kuchentisch, sondern ein farblich stimmiges Arrangement unterschiedlicher Kuchen, Torten, Törtchen, Muffins, Petits Fours, Cake Pops, Cup Cakes, Keksen, und diverser anderer Süßigkeiten. Das ganze dann noch mit schön stimmiger Deko. Also habe ich mal eben Google angeworfen und mich etwas umgesehen, was wie viel kostet und direkt bei der Hochzeitstorte mit unseren Voraussetzungen (da muss man erstmal noch eine Bäckerei finden die vernünftige Torten ohne igitt-Zeug backen kann) wieder aufgehört. Bei unserer überschaubaren Zahl an Hochzeitsgästen müssten wir allein für die Hochzeitstorte schon mit 300,- € rechnen. In der einfachsten kaum verzierten Variante. Für nen Kuchen... Mit einem Materialwert von maximal 20,- € und einem Arbeitsaufwand von 2 Stunden... Hallo???!!! Also ich habe ja echt kein Problem damit, für gutes Essen auch etwas mehr Geld auszugeben, aber das ist ja echt mal Geldschneiderei. Kaum steht Hochzeit drauf kostet es das Zehnfache! Wir waren uns da schnell einig, dass uns das die Sache nicht wert ist. Also heißt es einmal mehr: selbst ist die Frau... Oder naja, nicht ganz: meine Mutter, meine Schwester und meine angehende Schwiegermutter sind sich sehr sicher, dass es Unglück in der Ehe bedeutet, wenn ich die Torte selbst backe (ich bin ja nicht abergläubig - aber um des lieben Friedens willen...), also backen *wir* mein Schatz und ich. Außerdem spanne ich die Abergläubigenfraktion auch direkt für Arbeitsdienste ein. Kommt davon (^.^)

Nachdem wir alle miteinander kurz vor der Hochzeit sicher nicht mehr den Nerv haben noch mehrere Kuchen und Torten zu backen, habe ich mal versucht mich schlau zu machen, welche Kuchen und Torten man gut vorbereiten kann, bzw. was sich gut einfrieren lässt und bin leider nicht wirklich fündig geworden. Welche Teigsorten sich gut einfrieren lassen, lässt sich noch in jedem Standardbackbuch nachlesen, bei den Cremes und Verzierungen hört es dann schon auf. Völlige Fehlanzeige heißt es dann schlussendlich bei fertigen Kuchen und Torten. Nichts desto trotz muss das gehen - immerhin geht es bei den Fertigtiefkühlkuchen im Supermarkt. Aber nicht verzagen - es ist ja noch Zeit. Ich starte in der nächsten Zeit eine Einfrierversuchsreihe und werde hier selbstverständlich ausführlich berichten, was geht und was aber auch nicht geht.

Wovon ich übrigens immer noch nicht weg, sondern vielmehr ganz dicht dran bin, ist der Sweet Table. Wir machen uns unseren eigenen Hochzeits-Sweet-Table (^.^)

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