Donnerstag, 19. Dezember 2013

Die Verlobungsringe

Ja, ihr lest richtig: Verlobungsringe - Plural. Nicht Verlobungsring. Wir wollten diesen Hollywood-USA-Plastik-Trend des "Verlobungsrings" nicht. Schlicht, weil es kein Verlobungsring sondern lediglich ein Antragsring ist. Aber auch die Tradition eines Antragsringes gibt es in unserem Kulturkreis nicht. Nachdem es uns aber wichtig ist, möglichst traditionell zu heiraten, haben wir uns auf den bei uns fast schon verdrängten Brauch der Verlobungsringe zurück besonnen. Sprich: jeder der Partner trägt während der Verlobungszeit einen Ring.

Verlobungsringe werden am Ringfinger der linken Hand getragen, um zu zeigen dass man zwar noch nicht verheiratet aber dennoch fest versprochen ist. Der Brauch der linken Hand während des Verlöbnisses geht zum einen auf die anatomisch alles andere als korrekte Vorstellung der Vena Amoris zurück, einer Ader die vom Ringfinger der linken Hand direkt zum Herzen gehen soll. Durch das Tragen des Verlobungsringes an der linken Hand sollte die Liebe der Verlobten zueinander gestärkt werden (die sich zu früheren Zeiten auch nicht unbedingt freiwillig füreinander entschieden haben). Zudem ist der Ringfinger der rechten Hand für den Ehering vorbehalten und bleibt bei Unverheirateten traditionell ohne Ringschmuck. Nach der Heirat wandert dann der Verlobungsring ebenfalls an die rechte Hand zum Ehering. Auch das war ein wichtiges Zeichen nach außen: zwei Ringe zu tragen, also einen Verlobungs- und einen Ehering war ein Zeichen von Wohlstand. Zudem war es ein Zeichen von Rechtschaffenheit. Paare die heiraten mussten (sprich: Nachwuchs war unterwegs), sich also nicht offiziell verlobt hatten, trugen nur einen Ring, den Ehering - selbstverständlich war es durchaus üblich hier noch entsprechend "nachzurüsten". (^.^)

Auch mit der offiziellen Verlobungszeit wollen wir sehr traditionell sein, weswegen wir aktuell unsere Verlobungsringe noch nicht tragen, da wir nach traditionellem Brauch noch nicht verlobt sind. Die Anbahnung des Verlöbnisses gliedert sich nämlich in drei Schritte:
  • der Antrag des Mannes bei der Frau (wer unbedingt einen Ami-Antragsring will, der verschenkt ihn jetzt)
  • die Brautwerbung, sprich: der zukünftige Bräutigam bittet den Vater der zukünftigen Braut um die Hand seiner Tochter. Willigt er ein spricht man von der so genannten Handreichung.
  • die Bekanntgabe der Verlobung im Rahmen einer Verlobungsfeier die üblicherweise im engsten Familienkreis stattfindet und dazu dient, dass sich die Familien kennenlernen. Erst ab jetzt gilt die Verlobung als offiziell und die Verlobungsringe werden getragen und ab jetzt tickt auch die Uhr: innerhalb von Jahr und Tag muss die Mitgift gezahlt und die Ehe geschlossen sein.
Antrag und Handreichung haben wir beide schon hinter uns. Was jetzt noch aussteht ist die offizielle Verlobungsfeier, die wir für den 28. Dezember angesetzt haben.

Unsere Ringe haben wir ebenfalls schon ausgesucht. Wir haben uns dabei für Silberringe entschieden, weil wir beide schlicht mehr die Silbertypen sind. Zudem hat Silber einen schöneren und intensiveren Glanz als beispielsweise Weißgold. Wollt ihr sie sehen? Ok, ich zeige sie euch (^.^) Unsere Verlobungsringe:

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