Montag, 29. April 2013

Eine Hose kürzen

Ich bin ja nicht all zu groß gewachsen, daher kommt es leider viel zu oft vor, dass ich eine neu gekaufte Hose erstmal kürzen muss. Wie ich das mache, zeige ich euch hier. Das schöne dabei: meine Variante des Hose kürzens geht im Zweifelsfalle nicht nur ohne Nähmaschine sondern sogar ganz und gar ohne nähen. (^.^)

Als erstes müsst ihr die Hose in der richtigen Länge abstecken. schlüpft in eure zu kürzende Hose und lasst eure bessere Hälfte, eine Freundin, die nette Nachbarin oder wen auch immer, die Hosenbeine unten auf die richtige Länge umschlagen und mit Stecknadeln fixieren. Habt ihr keinen Helfer zur Seite, dann nehmt eine Hose die euch von der Länge her gut passt und legt diese Zwickel an Zwickel auf die linke Seite der zu langen Hose. Jetzt schlagt den Saum so weit um, dass die Länge passt und Steckt den Saum mit Stecknadeln fest. Zieht die Hose nochmal an und überprüft das Ergebnis, ob die Länge so passt und korrigiert evtl. nochmal.

So letzt gehts ans Eingemachte - soll heißen: ans tatsächliche Kürzen:

Zunächst wird gebügelt und zwar die neue Saumkante so glatt und fest wie es nur geht. Dann können auch direkt die Stecknadeln wieder raus.



Jetzt wird die eigentliche Umschlagnaht mit einem Nahttrenner (links im Bild) vorsichtig aufgetrennt.



Als nächstes wird das Zuviel an Stoff mit einer Schneiderschere oder einer sehr scharfen Haushaltsschere abgeschnitten. Wer keine Nähmaschine besitzt oder keine Lust darauf hat die Schnittkante per Hand zu versäubern greift an dieser Stelle zur Zick-Zack-Schere, dann fransen die Schnittkanten nicht aus. Etwa 2-3 cm sollten auf jeden Fall für den Umschlag noch übrig bleiben.


Als stolze Besitzerin einer Nähmaschine versäubere ich die Schnittkante mit einem Zickzackstich auf der Maschine. Wahlweise könnt ihr wie gesagt auch per Hand versäubern oder aber direkt mit einer Zick-Zack-Schere kürzen.
Nachdem bei mir immer alles schnell und einfach gehen muss, nähe ich nicht per Hand um, so wie eigentlich von Mama gelernt (eine Hohlsaumnaht wäre hier die richtige Wahl), sondern greife zum Stoffkleber (H2 von Gütermann), pinsle dicht an der Versäuberungsnaht ein, lasse den Kleber etwas antrocknen schlage um und klebe gründlich fest. Ich weiß, dass es auch Bügelbänder für die Nähfaulen gibt, allerdings habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht, die Bänder halten nur sehr schlecht. Mein Stoffkleber hält hingegen super. (^.^)

Et voila: fertig (^.^) Schaut aus wie gekauft oder vom Schneider (^.^)

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