Freitag, 29. März 2013

Ostereier färben

Nachdem Bioeierfarben mit ganz schön saftigen Bio-Preisen auf dem Vormarsch sind, hat die Stiftung Warentest 2009 Ostereierfarben auf Unbedenklichkeit getestet. Und siehe da: normale Ostereierfarben sind genauso unbedenklich wie Biofarben, da sie alle - durch die Bank - Lebensmittelfarben enthalten.  "Lebensmittelfarbe" bedeutet dabei, dass diese Farben als Zusatzstoff in Lebensmitteln selbst zugelassen sind. Empfindliche Menschen können sowohl auf die normalen als auch auf die Biolebensmittelfarben pseudoallergisch reagieren, allerdings wird zum Eierfärben die Farbe nur auf der Schale des Eis aufgetragen, die zumindest bei uns zu Hause nicht mitgegessen wird, so dass hier selbst für empfindliche Menschen absolute Unbedenklichkeit besteht. Allerdings kommt es bei Biofarben hingegen manchmal vor, dass man Farben verkauft bekommt die NICHT für Lebensmittel zugelassen sind, diese Farben sollte man dann auch nicht zum Färben von Eiern benutzen die zum Verzehr vorgesehen sind. Also insbesondere bei Bio genau die Zutatenliste studieren und ggf. die Zusatzstoffe abgleichen, wenn es denn schon Bio sein muss. Hier hilft der aid-Infodienst (Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), bei dem es u.a. eine App zum schnellen E-Nummernabgleich gibt (ja auch Bio hat E-Nummern...) - für die Nichtsmartphoner gibts auch Broschüren zum Nachschlagen.

Neben "ganz schön teuer" und "ganz schön aufwendig (wegen E-Nummern abgleichen müssen)" gibt es für mich noch einen ganz anderen, sehr viel wesentlicheren Grund nicht zu Bio zu greifen, das Färbeergebnis bei den Bio-Farben war durchgehend schlechter, da ungleichmäßiger als bei den Normalo-Farben.

Und siehe da: Stiftung Warentest empfiehlt genau die Ostereierfarbe die schon meine Oma zum Ostereierfärben genommen hat: Iris-Eierfarben von Heitmann mit dem stolzen Preis von aktuell 69 ct für fünf Farben, mit der man pro Farbe 6 Eier färben kann. (übrigens auch die günstigste im Test - ein weiteres Beispiel dafür, dass der Preis nicht unbedingt auch ein Indiz für gute Qualität ist)

Und so wirds gemacht:
Zum Färben gehen natürlich weiße Eier am besten, allerdings ziehen pünktlich vor Ostern die Preise für weiße Eier nochmal ordentlich an. Mit den Iris-Eierfarben kann man auch braune Eier färben und man erhält trotzdem schöne, intensive Farben, also Geld gespart und Eier gefärbt. Für hellere Farben wie gelb einfach die helleren braunen Eier raussuchen, dann erhält man auch hier schöne kräftige Farben. Die Eier zum Färben kaufe ich eine Woche vor Ostern, damit sie zum haltbar kochen die richtige Reife haben. Zunächst werden die Eier ganz normal haltbar gekocht. Wie das geht beschreibe ich hier: Eier kochen. Dabei sicherheitshalber ein Ei mehr als Probeei mitkochen, das ihr nach Ende der Garzeit aufschlagt, um zu überprüfen ob die Eier bereits hart genug sind. Die Eier garen sowohl beim Färben mit der hier benutzten Eierfarbe als auch während des Abkühlens noch nach, ein etwas weicherer Dotter beim Probeei ist also absolut in Ordnung.

Sobald die Eier fertig gekocht sind je eine Färbetablette der Eierfarbe in 250ml kochendem Wasser auflösen und 2 EL Essig zugeben. Am besten ihr nehmt dazu eine Glas- oder Metallschüssel, Plastik bekommt man danach nicht mehr wirklich sauber. Die noch heißen Eier zugeben und 5 Minuten im Farbbad liegen lassen. Sollten die Eier aufgrund der Schüsselgröße nicht vollständig mit dem Farbsud bedeckt sein, die Eier immer wieder mit einem Löffel wenden und mit dem Farbsud übergießen. Nach dem Färben die Eier auf Küchenkrepp setzen und trocknen und abkühlen lassen. Für extra schönen Glanz einige tropfen Pflanzenöl auf etwas Küchenkrepp geben und die Eier nach dem Trocknen damit abreiben.

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