Montag, 11. März 2013

Lili isst

...und zwar reichlich und mehrmals täglich und das als Frau! ;-) Nein, ohne Witz, ich musste mir schon mehrfach sagen lassen, dass ich für eine Frau ganz schön viel esse, wobei ich nicht finde, dass ich viel esse, ich finde eher, dass andere wenig essen (und vorsorglich: nein, ich halte das nicht für das Geisterfahrerphänomen). Ich frage mich manchmal echt, wie die eine oder andere Zeitgenossin bei den Mikromengen überhaupt noch ihre lebenserhaltenden Funktionen aufrecht erhalten kann...

Das soll jetzt auch nicht heißen, dass ich völlig wahllos alles mögliche in mich hineinstopfe. Ich achte durchaus darauf, was ich esse, ich zähle aber keine Kalorien und ich geißle mich nicht selbst, wenn ich dem zweiten Stück Kuchen oder der Schokolade nicht widerstehen konnte. Vielmehr ist Essen für mich ein absolut sinnlicher Genuss. Nicht etwas Notwendiges sondern etwas Schönes und Besonderes. Ich finde einfach, dass wir in Anbetracht all der Menschen, die auf dieser Erde hungern und gar verhungern müssen einfach dankbar sein müssen für das Schlaraffenland in dem wir leben und dankbar zeigt man sich meiner Meinung nach eben nicht, wenn man die Salatblätter, die man sich genehmigt, abzählt. Man zeigt sich für mich aber genauso wenig dankbar, wenn man sich zügelloser Völlerei hingibt und wirklich jeden Müll wahllos in sich hineinstopft.

Mir ist durchaus bewusst, dass das Thema Ernährung heutzutage in unserer westlichen Gesellschaft zu einem regelrechten Minenfeld geworden ist. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass sich der Glaubens- und Überzeugungskrieg der in früheren Zeiten zum Thema Religion geführt wurde, mittlerweile auf das Themengebiet Ernährung verschoben hat und hier jetzt weiter gefochten wird. Daher möchte ich eines direkt vorweg sagen: ich will hier niemanden von irgendeiner Ernährungslehre überzeugen. Ich bin kein Ernährungswissenschaftler, wieso sollte ich es mir also anmaßen, euch irgendwas dazu erzählen, welches Nahrungsmittel gut ist und welches nicht. Ich schreibe hier über Essen und all die schönen Dinge rund um das Essen; klar werden da an der ein oder anderen Stelle gewisse Überzeugungen durchkommen, ich zwänge aber niemandem irgendetwas auf und ich will niemanden missionieren. Pickt euch raus, was ihr gut findet und was ihr für euch umsetzen möchtet.

Ich stelle zu dem Thema nur Posts ein, bei denen es um Dinge geht, die mir zum Thema Essen persönlich wichtig sind, bzw. die ich persönlich als weitergaberelevant erachte. Bei meinen Rezepten poste ich nur Rezepte die ich selbst in genau dieser Form bereits ausprobiert habe und die mir schmecken. Und zu meinen Restaurant-/Bar-/Cafe-Tipps  handelt es sich durchgehend um Läden, in denen ich bereits war und mit denen ich auch komplett zufrieden war oder auch nicht - diese allerdings mit dem Makel des Lokalkolorits - ich wohne halt nun mal in München, also werden es überwiegend auch Münchner Läden sein, über die ich schreibe.

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